SAOT verleiht Young Researcher Award



Foto: Erich Malter

Die höchstdotierte Auszeichnung, welche die FAU zu vergeben hat, ging in diesem Jahr an Dr. Roarke Horstmeyer, Einstein International Postdoctoral Fellow an der Charité Medical School. Der Wissenschaftler erhält den Young Researcher Award in Optical Technologies (YRA) der Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies (SAOT) für seine exzellenten Leistungen im Bereich Optik und optische Technologien. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert und mit einer einjährigen Gastprofessur an der FAU verbunden.


An der FAU wird Roarke Horstmeyer eine eigene kleine Arbeitsgruppe aufbauen und gemeinsam mit Erlangener Wissenschaftlern daran arbeiten, die Auflösung der 3D-Fourier-Ptychograhpy zu verbessern. Dies ist eine Technik in der Mikroskopie, bei der aus verschiedenen Belichtungswinkeln mehrere Aufnahmen gemacht werden, die dann unter Hilfe eines Algorithmus zu einem hoch aufgelösten Bild vereint werden. So lassen sich hochaufgelöste Bilder mit einer größeren Schärfentiefe gewinnen. Mit den verbesserten Methoden möchte Horstmeyer die Genauigkeit der Bildklassifikationen erhöhen. Als ersten Anwendungsbereich hierfür will er die Inspektion von Fotomasken für die Halbleiterherstellung untersuchen. Diese Fotomasken müssen fehlerfrei sein, da sich Fehler sonst auf jedes mit ihr hergestelltes Produkt übertragen würden, und werden aus diesem Grund regelmäßig überprüft. Roarke Horstmeyers Ergebnisse werden aber auch auf die Untersuchung von biologischem Material anwendbar sein (z.B. Lymphknoten oder Kollagenfasern).

Im Besonderen plant der Preisträger aus den USA mit den Wissenschaftlern Andreas Erdmann vom Lehrstuhl für Elektronische Bauelemente der FAU, Professor Vahid Sandoghar von der Nano-Optik-Gruppe des Max-Planck-Institutes für die Physik des Lichts sowie Professor Andreas Maier vom Lehrstuhl für Mustererkennung der FAU zusammenzuarbeiten.

Die SAOT wurde 2006 im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder mit dem Ziel gegründet, ein interdisziplinäres und strukturiertes Ausbildungsprogramm für Doktorandinnen und Doktoranden in einem höchst attraktiven Forschungsumfeld anzubieten. Der Young Researcher Award wird jährlich verliehen, in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal. Die Ausschreibung richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit nachweisbarem Forschungsinteresse in den Bereichen Optik, Photonik und Optische Technologien, die zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als 40 Jahre alt sind.

Weitere Informationen

Dr. Andreas Bräuer
Tel.: 09131/85-25858
saot@aot.uni-erlangen.de

Spatenstisch für neues Helmholtz-Institut


Foto: Erich Malter

Druckbare Photovoltaik und innovative Technologien für Wasserstoff als Energiespeicher: Sie sind Teil der Vision einer klimaneutralen und nachhaltigen Energieversorgung zu akzeptablen Kosten. Die notwendigen Grundlagen, Materialien und Technologien sollen am neuen Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN) erforscht und entwickelt werden. Heute wurde auf dem Gelände der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) der erste Spatenstich für den 32-Millionen-Euro-Neubau gesetzt. Das Forschungszentrum Jülich betreibt das neue Institut als Außenstelle in Kooperation mit der FAU und dem Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB). Die Partner bündeln hier ihre Expertise in den Bereichen Material-, Energie- und Prozessforschung.

Halbleiterschichten, die sich aus einer „Tinte“ aus Silizium-Nanopartikeln ganz einfach, preisgünstig und in großen Mengen foliendünn drucken lassen: Sie sind Grundlage der leistungsfähigen und qualitativ hochwertigen Solarzellen der Zukunft, die im HI ERN entwickelt werden sollen. Um Sonnen- und Windenergien effizienter als bisher nutzen zu können, sind auch erschwingliche und geeignete Energiespeichersysteme erforderlich. Ein vielversprechender Speicher ist Wasserstoff: Die darin gespeicherte Energie lässt sich abgasfrei in Strom umwandeln. Am HI ERN wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Materialien und Prozesse erforschen und optimieren, die für innovative Wasserstofftechnologien relevant sind, zum Beispiel für effizientere Elektrokatalysatoren oder für Wasserstoffspeicherung in flüssigen, organischen Wasserstoffträgern (Liquid Organic Hydrogen Carrier / LOHC).

Absolventenfeier der Technischen Fakultät


Musikalische Umrahmung: Nadja Marquardt (Gesang), Roman Gabla (Piano)

 

17:00-18:45 Uhr -- Auditorium Maximum, Bismarckstr. 1, Erlangen

 

  • Festvortrag: "Die Universität als Identität: Harvard, ETH & FAU"
    Christoph Kanzler
    Rehabilitation Engineering Lab
    Institute of Robotics and Intelligent Systems, ETH Zürich

  • Übereichung der Abschlussurkunden
    Übergabe des Absolventenbuchs

  • Ehrung von Promotionsjubilaren

  • Verleihung der Diplom-, Master- und Bachelorpreis

  • Ansprache eines Absolventen

 

19:00-21:00 Uhr -- Stehempfang in der Palmeria

Prof. Dr. Marion Merklein erhält den 25-Frauen-Award

Das Magazin „Edition F“ hat die Top 25 der „Frauen, die unser Leben verändern“ gekürt. Dazu gehört nun auch Prof. Dr. Marion Merklein, Leiterin des Lehrstuhls für Fertigungstechnologie der FAU. Abgestimmt wurde von der Community des Magazins und von einer Expertenjury.

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Alumni der TF bei Hydrogenious Technologies

Am Montag, 8.5.2017, war der Freundeskreis des Alumni Technische Fakultät Erlangen e.V. zu Gast bei Hydrogenious Technologies. Insgesamt 34 aktive und ehemalige Professoren und Mitglieder der FAU Erlangen-Nürnberg erlebten einen Rundgang durch die Produktionshalle von Hydrogenious Technologies und erhielten detaillierte Einblicke in das Design der dort entwickelten LOHC Wasserstoffspeichersysteme.

Hydrogenious Technologies hat eine bahnbrechende Technologie zur Wasserstoffspeicherung entwickelt, die das Potential hat, die Branche zu revolutionieren: Die sichere und effiziente Wasserstoffspeicherung mittels flüssiger organischer Wasserstoffträger (engl: Liquid Organic Hydrogen Carrier: LOHC). LOHC können bei Umgebungsbedingungen in der existierenden Kraftstoffinfrastruktur gespeichert und transportiert werden, ohne hohe Drücke oder niedrige Temperaturen. Hydrogenious Technologies ist eine Ausgründung aus der FAU Erlangen, wurde 2013 gegründet und hat heute knapp 30 feste Mitarbeiter.

Für ihre Entwicklungen erhielt Hydrogenious mehrere Auszeichnungen, zuletzt 2016 den STEP Award, der jährlich an vielversprechende und innovative Wachstumsfirmen verliehen wird, den GP Bullhound Connect Award und den Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft.

Weitere Informationen

Daniel Miribung
Tel.: 09131-85-29592, E-Mail: daniel.miribung@fau.de

Eröffnung durch HYDROGENIOUS CEO Dr. Daniel Teichmann (links) und
Prof. Dr. Peter Wasserscheid



Weitere Impressionen







Technische Fakultät bleibt in Erlangen
Kabinett beschließt über Standortentwicklung der FAU

02.05.2017

Die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) freut sich, dass das Kabinett mit seinem heutigen Beschluss die Standortfrage für die Technische Fakultät zügig entschieden hat. Dabei wurden die für die Universität entscheidenden Kriterien für die Wahl einer neuen Fläche für die Technische Fakultät, nämlich allem voran die Studierbarkeit und ausreichend Platz für die künftige Entwicklung, berücksichtigt. „Das ist eine exzellente Lösung für die FAU“, betont FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger. Auch dass die Planungen für die Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie für den Himbeerpalast aufrechterhalten werden, sei für die Universität sehr positiv. An den intensiven Gesprächen für die noch neu zu entwickelnde Hochschuleinrichtung in Nürnberg werde die FAU sich aktiv beteiligen.

Weitere Informationen: http://www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-vom-2-mai-2017/

Personalmeldungen April 2017 (Technische Fakultät)

Unbenanntes Dokument

PERSONALMELDUNGEN Technische Fakultät
April 2017

Ruf angenommen

Prof. Dr. Andreas Fröba, Universität Erlangen-Nürnberg, auf die W3-Professur für Advanced Optical Technologies (Thermophysical Properties) am Department Chemie- und Bioingenieurwesen.

Emeritierung/Ruhestand

Prof. Dr. Johannes Huber, Lehrstuhl für Digitale Übertragung.
Prof. Dr. Karl-Ernst Wirth, Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik.
Prof. Dr. Günther Greiner, Lehrstuhl für Informatik 9 (Graphische Datenverarbeitung).

Weiteres aus den Fakultäten

Lennart Husvogt, Lehrstuhl für Informatik 5, wird bis 10. Oktober 2017 am Tufts Medical Center in den USA forschen.

Mit Hilfe von Smileys Emotionen erkennen

FAU-Student Benedikt Lorch entwickelt eine App für Autisten



Benedikt Lorch hat eine App entwickelt, die Autisten hilft, Emotionen besser zu erkennen. (Bild: Christian Schaller)


An der FAU bringen viele kluge Köpfe innovative Ideen hervor. Benedikt Lorch ist einer davon. Er ist Masterstudent der Informatik und hat eine App entwickelt, die Autisten hilft Emotionen zu erkennen. Beim „Neue Nähe“-Hackathon von Microsoft und Aktion Mensch hat er 2016 zusammen mit dem Team der Metrilus GmbH, bei der er Werkstudent ist, einen Preis gewonnen. Im Interview erklärt er seine App und wie er auf die Idee gekommen ist.

Die Anwendung richtet sich an Menschen mit Schwierigkeiten Emotionen wahrzunehmen und zu deuten. Mithilfe einer Augmented Reality-Brille wird dem Benutzer durch Gesichts- und Emotionserkennung der Gesichtsausdruck der anderen Menschen im Sichtfeld in Form eines passenden Smileys angezeigt. Erkennt die Kamera ein fröhliches Gesicht, wird ein lachender Smiley angezeigt, bei einem traurigen Gesichtsausdruck erscheint ein Smiley mit Träne. Außerdem analysieren wir wie der Träger der Brille und die Gesprächspartner etwas sagen, und zeigen dem Träger der Brille die aus der Sprache erkannte Emotion ebenfalls in der Brille an. Weiterlesen...

FAU-Forscher wollen das Rätsel der Molekülanordnung auf Oberflächen lösen

Wie von Geisterhand fügen sich die einzelnen Teile eines Puzzles aneinander – so sieht der Traum der Materialforscher der FAU aus, wenn sie Moleküle auf Oberflächen auftragen, um Materialien für neue Technologien wie etwa organische Solarzellen herzustellen. Bisher wussten die Forscher kaum etwas darüber, wie sich große Moleküle an Oberflächen binden und wie diese angeordnet werden können. Die Forschergruppe funCOS der FAU, an der insgesamt 14 Arbeitsgruppen aus der Chemie, Physik und den Materialwissenschaften beteiligt sind, hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, diesen Grenzbereich zu untersuchen, in dem Moleküle und Oberflächen aufeinandertreffen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat nun die Fortsetzung der Forschergruppe bis 2020 bewilligt und fördert diese mit 3,5 Millionen Euro. Ganze Meldung...

Studierende entwickeln neue intelligente Technologien

Mini-Computer, die unseren Lebensrhythmus dokumentieren, EKG-Sensoren, die jedes Detail aufzeichnen, Brillen, die uns in eine andere Realität versetzen – diesen Technologien begegnen wir mittlerweile ständig im Alltag. Studierende der FAU sollen nun in diesen Bereichen neue Ideen entwickeln und mit Industrieunternehmen verwirklichen. Gefördert wird das Innovationslabor für zwei Jahre vom Zentrum Digitalisierung Bayern (ZD.B). Das Innovationslabor, das prinzipiell für alle Studierende der Technischen Fakultät geöffnet ist und bewusst interdisziplinäre Projekte verwirklichen will, wird an der Technischen Fakultät eingerichtet und gehört zum Machine Learning and Data Analytics Lab von Prof. Dr. Björn Eskofier. Ganze Meldung...

Tag der Informatik am 28.04.2017 - Anmeldung bis 07. April

Die Technische Fakultät und das Department Informatik laden herzlich ein zum b>Tag der Informatik 2017 und der im Rahmen des Programms stattfindenden öffentlichen Antrittsvorlesungen von Prof. Dr. Dominique Schröder und von Prof. Dr. Michael Kohlhase am Freitag, 28. April 2017 Hörsaal H4, Martensstr. 1 - 91058 Erlangen

Um Anmeldung wird gebeten - bis zum 07.04.2017 unter geschaeftsstelle@cs.fau.de

Weitere Informationen und Programm auf der Webseite des Department Informatik: http://informatik.uni-erlangen.de/?p=1976&lang=de

EU-Kooperation für verbessertes Glas

FAU-Forscher helfen bei Aufbau der Forschungsinfrastruktur in der Slowakei

„FunGlass“ heißt ein mit 15 Millionen Euro gefördertes EU-Projekt, in dessen Rahmen ein neues Exzellenzzentrum im slowakischen Trencin für verbessertes Glasmaterial eingerichtet werden soll. Der Lehrstuhl für Biomaterialien der FAU ist am wissenschaftlichen Aufbau des Zentrums beteiligt. Finanziert wird FunGlass durch das EU-Projekt TEAMING Horizon 2020, das die Forschungsinfrastruktur von EU-Ländern mit einer schwachen wissenschaftlichen und technologischen Basis unterstützt. Weiterlesen...

Die FAU gehört zu den Top-Adressen Deutschlands

Die FAU gehört in vier Einzelfächern zu den besten 150 Universitäten weltweit. Das geht aus dem aktuellen QS World University Ranking hervor, das der Dienstleister für Bildungsinformationen, QS Quacquarelli Symonds, veröffentlicht hat. Den größten Sprung machen die Ingenieurwissenschaften, die sich um 48 Plätze verbessern. Die gute internationale Reputation spiegelt sich im nationalen Ranking wider. In fünf Fächern gehört die FAU zu den Top-Adressen Deutschlands, darunter Werkstoffwissenschaften (Platz 6), Chemieingenieurwesen, Elektrotechnik sowie Maschinenbau (jeweils Platz 8). Das QS World University Ranking hat 4.438 Universitäten weltweit untersucht. QS bewertet Kategorien wie beispielsweise akademische Reputation, Anzahl zitierter Publikationen sowie Employer Reputation, bei der Unternehmen nach ihrer Einschätzung der Universitäten gefragt werden.

Forscher der FAU entwickeln Verfahren zur DNA-programmierten Materialsynthese

Ingenieuren um Prof. Michael Engel, Lehrstuhl Multiscale Simulation (Inhaber Prof. Pöschel), ist es erstmals gelungen, komplexe Kristallgitter, sogenannte Clathrate, aus Nanoteilchen mithilfe von DNA-Strängen gezielt herzustellen. Die programmierte Synthese von Clathraten ist beispielgebend für die präzise Herstellung neuartiger Nanomaterialien. Die Ergebnisse der Forscher wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht (doi: 10.1126/science.aal3919).

Seit einigen Jahren nutzen Wissenschaftler das Ordnungspotenzial der DNA auch in anderen Disziplinen – in der Informatik zum Beispiel oder bei der Synthese neuartiger Materialien auf der Nanoskala. In Zusammenarbeit mit weltweit führenden Nanotechnologen der University of Michigan und der Northwestern University (beide USA) sind Ingenieure der FAU jetzt in eine neue Dimension der DNA-programmierten Materialsynthese vorgestoßen: Ihnen ist es gelungen, pyramidenförmige Goldkristalle gezielt zu komplexen Clathratverbindungen zu ordnen. Die Forschung in Erlangen wurde durchgeführt im Rahmen des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials (EAM). Komplette Mitteilung...

FAU-Materialforscher erhält ERC Consolidator Grant in Höhe von 2 Millionen Euro

Andere Jungs haben etwas zusammengeschraubt – er interessierte sich schon als Kind eher für das Gegenteil: Wie und warum gehen Dinge eigentlich kaputt? Dieses Interesse hat Prof. Dr. Erik Bitzek konsequent verfolgt: Er entwickelte eine Leidenschaft für Materialien, für ihre Strukturen – und für die Stellen, an denen sie brechen.

Ob er die Steine aus seiner Mineraliensammlung, seine Lieblingsschokolade oder Stahl für seine Beobachtungen heranzog, war dem gebürtigen Ludwigsburger dabei zunächst herzlich egal. Bis er nach seinem Physikstudium in Stuttgart am Max-Planck-Institut für Metallforschung seine Promotion begann und seine Leidenschaft zum Beruf machte. Nun hat Bitzek vom Europäischen Forschungsrat (ERC) einen der begehrten ERC Consolidator Grants in Höhe von zwei Millionen Euro erhalten – um noch intensiver zu erforschen, warum Dinge kaputtgehen. Ziel seines neuesten Forschungsprojekts „microKIc – Microscopic Origins of Fracture Toughness“ an der FAU ist es, die Wechselwirkungen zwischen Rissen und Materialdefekten aufzuklären und die Einflussfaktoren welche zu einer hohen Bruchfestigkeit führen zu untersuchen. Komplette Meldung...

Auftakt des Excellence Track des Leistungszentrums Elektroniksysteme

Als einzigartiges Weiterbildungs- und Mentoringprogramm kombiniert der Erlangen-Nürnberg Excellence Track des Leistungszentrums Elektroniksysteme (ENETLZE) das Beste aus universitärer, außeruniversitärer und industrieller Erfahrung in einem maßgeschneiderten Programm. Das Gemeinschaftsprojekt zwischen der FAU, dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB sowie der Siemens AG fördert exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die durch intensiven Austausch organisationsübergreifend an gemeinsamen Projekten arbeiten – von der Idee bis zur Marktreife. Komplette Meldung...

Weltgrößte kristalline Diamantfolie an der FAU hergestellt

Am Lehrstuhl Werkstoffkunde und Technologie der Metalle (WTM) der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg ist es der Arbeitsgruppe ‚Ultraharte Schichten‘ um PD Dr.-Ing. Stefan M. Rosiwal gelungen, die mit einem Durchmesser von über 28 cm weltgrößte Diamantfolie herzustellen. In einem Versuchsreaktor, der die Hochskalierbarkeit der chemischen Abscheidung von Diamant aus der Gasphase zur großflächigen Herstellung von nano- und mikrokristallinen Diamantschichten demonstrieren soll, konnte in einem mehrtägigen Prozess ein 12‘‘ großer Siliziumwafer (30 cm Durchmesser) mit einer ca. 40 µm dicken (entspricht der Dicke eines menschlichen Haares) Diamantschicht gezüchtet werden. Nach dem Beschichtungsprozess wurde mithilfe eines Nd:YAG-Festkörperlasers eine kreisförmige Sollbruchstelle mit 285 mm Durchmesser in die Diamantoberfläche eingebracht. So ist es möglich die abgeschiedene Schicht als freistehende, sehr glatte Diamantfolie vom ultra-glatten Siliziumsubstrat zu trennen.

Anwendungen können derartige extrem harte und glatte Diamantfolien beispielsweise als nachträglich aufklebbarer Reib- und Verschleißschutz finden. Es konnten bereits erfolgreiche Anwendungen im Erosionsschutz von Wasserturbinen und in der Aluminiumverarbeitung demonstriert werden. Durch Dotierung mit Bor lassen sich elektrisch leitfähige Diamantfolien erzeugen, die gegenwärtig für neuartige Anwendungen wie z.B. Diamantelektroden für die elektrochemische Wasserreinigung oder als Halbzeug für die thermoelektrische Stromerzeugung getestet werden.




Sandra Megahed, eine Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe, hält die elastisch flexible und extrem glatte Diamantfolie (rechte Hand), die vom Siliziumwafer (linke Hand) abgelöst wurde. Im Hintergrund ist der geöffnete Versuchsreaktor zu sehen.

Christian Zens tritt seinen Dienst als Verwaltungschef der FAU an

Als Manager des Wandels versteht sich Christian Zens, der am 1. Februar das Amt des Kanzlers an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg übernommen hat. Mit gebührendem Respekt betrachte er seine neue Aufgabe an der FAU. „Exzellente Lehre und Forschung brauchen eine exzellente Verwaltung. Nach zehn Jahren im Management der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder bin ich jedoch überzeugt, dass ich das Rüstzeug mitbringe, um die Herausforderungen an der FAU meistern zu können“, erklärt der neue Verwaltungschef der FAU.

Dem stimmt auch FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger zu: „Mit Christian Zens bekommt unsere Universität einen versierten Kanzler, der an der Europa-Universität Viadrina in vielen Bereichen Pionierarbeit geleistet hat und an der FAU den Wandel der Verwaltung hin zu einem modernen Dienstleister innerhalb der Universität weiter vorantreiben wird.“

Als Kanzler leitet Christian Zens die Verwaltung der Universität und ist Beauftragter für den Haushalt sowie Dienstvorgesetzter der an der Hochschule tätigen nichtwissenschaftlichen Beamten und Beschäftigten des Freistaates Bayern. Außerdem ist der Kanzler Mitglied der Universitätsleitung.

Zur Person

Der Volljurist Christian Zens, geboren 1961, war lange Jahre als Leiter des Bundesvermögensamtes in Frankfurt/Oder sowie als Referent im Bundesministerium der Finanzen tätig. Im Jahr 2007 wurde er zum Kanzler der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder ernannt. Zu seinen Aufgabenbereichen dort gehörten Budget, Change Management, strategisches Bau- und Raummanagement sowie Finanz-und Personalplanung. Neben seiner Führungstätigkeit engagierte er sich bis 2014 als Vorsitzender der Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt an der Europa-Universität besonders für den Aufbau des universitären Gründerservice. Seit 2007 fungierte er zudem als Geschäftsführer der universitätseigenen Weiterbildungsgesellschaft Viadrina School of Management. Überregional ist Zens Mitglied im Arbeitskreis Hochschul-IT im Bundesarbeitskreis der Kanzler-/innen, dessen Leiter er 2014 wurde.

Weitere Informationen

Christian Zens
Tel.: 09131/85-26603
kanzler@fau.de

Personalmeldungen Technische Fakultät, Januar 2017

Ruf nach auswärts erhalten

  • PD Dr. Alexander Kölpin, Lehrstuhl für Technische Elektronik, auf die W3-Professur für Allgemeine Elektrotechnik und Messtechnik an der BTU Cottbus.

Ruf nach auswärts abgelehnt

  • Prof. Dr. Dirk Schubert, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Polymerwerkstoffe) an die TU Dresden.

Erteilung Lehrbefugnis/Privatdozent/in

  • Dr. Marco Haumann, Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik, für das Fachgebiet Chemische Reaktionstechnik.

Weiteres aus den Fakultäten

  • Dr. Daniel Ziener, Lehrstuhl für Informatik 12, vertritt vom 1. März 2017 bis 31. März 2017 die Professur für Cyber-Physical Systems an der Technischen Universität Hamburg-Harburg.

Die FAU Open Research Challenge kehrt zurück

Im Wettbewerb 2017 stehen medizintechnische Lösungen zur Behandlung von Bewegungserkrankungen im Fokus7 lädt die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen Medizin und Technik aus der ganzen Welt zur Teilnahme an der zweiten FAU Open Research Challenge ein. Im Fokus des globalen Online-Wettbewerbs steht der Wissenschaftsschwerpunkt Medizintechnik. Das beste Konzept gewinnt Zugang zu einer dreimonatigen Studie am Heimatstandort (oder woanders, falls geeignet oder gewünscht) mit dem neuen eGaIT Ganganalyse-System – entwickelt von einem Konsortium der FAU in Deutschlands Medical Valley.

Alternativ: Das beste Konzept kann das neue eGaIT Ganganalyse-System – entwickelt von einem Konsortium der FAU in Deutschlands Medical Valley – drei Monate lang frei nutzen und für die eigene Forschung verwenden.

Unter dem Titel IMAGINE (Innovative Medical Application on Gait using Intelligent Engineering) können Ingenieure, Ärzte sowie Teams, die (mindestens) einen Ingenieur oder einen Arzt beinhalten, ihre Vorschläge zu Forschungsansätzen mit dem eGaIT-Prototypen einreichen. Dieses System stellt „objective gait parameters“ zur Verfügung, die sowohl für Diagnosen als auch für die Beobachtung individueller Therapiefortschritte von Patienten mit Bewegungsstörungen, wie beispielsweise Parkinson, eingesetzt werden kann.

Die eingereichten Forschungsprojekte und algorithmischen Lösungen für eGaIT müssen auf die Bedürfnisse der Patienten ausgerichtet sein. Anders ausgedrückt: Wie würden Sie das System als Arzt in Ihre Forschung integrieren? Formulieren Sie eine medizinische Anwendung. Wie würden Sie als Ingenieur Algorithmen für medizinische Zwecke erzeugen? Formulieren Sie eine neuartige Verfahrenslösung.

 

Die drei besten Vorschläge gesucht

Alle Einsendungen werden von einer Expertenjury bewertet. Die drei besten Vorschläge erhalten eine Einladung zu einem einwöchigen Aufenthalt an der FAU, bei dem die Konzepte den Forschern vor Ort vorgestellt werden. Anschließend wird ein Gesamtsieger gekürt. Während des Aufenthaltes sind die Teilnehmer herzlich eingeladen, wichtige Forschungsgruppen und -Standorte an der FAU zu besuchen, ihre Projekte zu besprechen und sich über Möglichkeiten für zukünftige Zusammenarbeiten (Kollaborationen) oder Karriereentwicklungen auszutauschen. Außerdem lernen sie die kulturellen und kulinarischen Vorzüge Bayerns und Deutschlands kennen.

Weitere Informationen zur FAU Open Research Challenge sowie Bewerbungsfristen werden in den kommenden Wochen auf www.openresearchchallenge.org veröffentlicht. Der gesamte Wettbewerb wird auf Englisch stattfinden.

Präsentation und Podiumsdiskussion: Dezentrale Energiewende – Chancen und Risiken

Wie schätzen Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Industrie, Start Up-Unternehmen und der Stadt Nürnberg die Möglichkeiten einer dezentralen Energiewende ein? Diese Frage soll in einer öffentlichen Podiumsdiskussion erörtert werden, die vom Center for Management, Technology and Society (CMTS) der FAU ausgerichtet wird. Die Podiumsdiskussion bildet den Abschluss einer öffentlichen Präsentation von studentischen Forschungsergebnissen, die die Rolle dezentraler Lösungen innerhalb der Energiewende in den Mittelpunkt stellen. Die Teilnehmer der Diskussionsrunde sind der Vorstandvorsitzende des regionalen Energieversorgers N-Ergie, Josef Hasler, aus dem Umweltreferat der Stadt Nürnberg Dr. Susanne Sprößer, die Lehrstuhlinhaberin für Volkswirtschaftslehre an der FAU, Prof. Dr. Veronika Grimm, und Dr. Daniel Teichmann, CEO von Hydrogenious Technologies.

Die öffentlich Veranstaltung findet am 2. Februar, auf dem Energie Campus Nürnberg, Auf AEG, Gebäude 16, 2. OG, Fürther Str. 250, in Nürnberg statt. Der Beginn ist 18:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Posterpräsentation und dem CMTS finden Sie unter www.cmts.fau.de.

 

Informationen:

Jens Heidingsfelder, Tel.: 0911/5302-628, E-Mail: jens.heidingsfelder@fau.de

Immer in Alarmbereitschaft

Wenn der Alarm losgeht, muss Philipp Dumbach aufstehen – so schnell wie möglich. Neben dem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens engagiert er sich bei der Freiwilligen Feuerwehr in Erlangen. Zusätzlich zum Studium, einer Werkstudententätigkeit und zum Sport erfüllt Philipp hier eine enorm wichtige, verantwortungsvolle und auch schwierige Aufgabe. Und dabei ist er nicht alleine: Viele Studenten der FAU engagieren sich leidenschaftlich und aktiv bei den Freiwilligen Feuerwehren der Region. Die Motivation ist dabei immer die gleiche: Menschen zu helfen.

Philipp Dumbach in voller Montur. Foto: Alexander Müller

 

Wie lange bist du schon bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig?

Philipp: Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Erlangen bin ich schon seit dem ersten Semester, sprich seit etwa fünf Jahren.

 

Woraus besteht deine Tätigkeit bei diesem Ehrenamt?

Philipp: So, wie ich hier sitze, habe ich meinen Einsatzmelder dabei. Theoretisch ist man also 24 Stunden am Tag „im Dienst“. Das Erlanger Prinzip ist so aufgebaut, dass 70 hauptberufliche Kollegen im Einsatz sind, die in der Stadt den ersten Abmarsch stellen. Sobald es größere Ereignisse gibt – seien es Verkehrsunfälle oder größere Brände – geht bei uns Freiwilligen der Alarm los.

 

Wie oft musst du denn tatsächlich ausrücken?

Philipp: Das ist schwer zu sagen. Im Schnitt sind es rund drei Einsätze pro Woche. Im letzten Jahr waren es insgesamt etwa 150 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Erlangen-Stadt.

 

Kannst du einschätzen, wie viele Stunden dich das pro Woche fordert?

Philipp: Die Arten der Alarmierung sind wirklich komplett unterschiedlich. Es kann sein, dass zur Mittagszeit ein Alarm wegen eines angebrannten Eintopfs ausgelöst wird. Auf diesen setzen zwei Kollegen dann einen Deckel und das Thema ist erledigt. Eine Alarmierung kann aber auch ein Unwettereinsatz sein, der sich über zehn Stunden zieht. Es gibt Wochen, da ist man jeden Tag auf der Wache – oder Wochen, in denen nichts Großes passiert.

 

Wie der Name schon sagt, ist das eine freiwillige Tätigkeit. Woraus ziehst du als Student deine Motivation?

Philipp: Ich war früher schon bei der Jugendfeuerwehr in meinem Heimatort tätig. Als ich zum Studieren hierherkam, wollte ich weitermachen. Mich interessiert das Ganze einfach thematisch. Viele Studenten, die bei der Freiwilligen Feuerwehr sind, sind entweder Mediziner oder Studenten der Technischen Fakultät. Daran erkennt man, dass Teile des Studiums sich in dieser Arbeit wiederfinden, man praktische Kenntnisse erlangt und viel Erfahrung sammelt.

 

Was macht dieses Ehrenamt für dich aus?

Philipp: Man sieht unmittelbar, was man geleistet hat. Dies tröstet auch über die eine oder andere Nachtschicht hinweg. Es gibt mir unheimlich viel zurück – einfach, weil man etwas Sinnvolles getan hat. Man lernt bei jedem Einsatz dazu. Zudem herrscht ein toller Zusammenhalt, weil man sich auf jeden Kollegen zu einhundert Prozent verlassen kann. Die sportlichen Aspekte sind ebenfalls ausschlaggebend. Wir müssen viel trainieren und fit sein, was neben dem Studium ein sportlicher Ausgleich ist.

 

Braucht ihr Nachwuchs?

Phillipp: Immer! Jede Freiwillige Feuerwehr lebt davon, dass kontinuierlich neue Leute kommen.

 

Welcher Einsatz ist dir persönlich am stärksten in Erinnerung geblieben?

Philipp: Letztes Jahr hat es einen großen Brand in einem Altenheim gegeben. Oder der in den Medien sehr präsent gewesene Bootsunfall. Diese Bilder bleiben selbstverständlich hängen. In solchen Situationen schießt das Adrenalin in die Höhe. Aber zu erfahren, dass Opfer von Verkehrsunfällen auch durch unsere Betreuung am Unfallort überstanden haben, sind einzigartige Momente. Und das ist auch der Zweck: Wir wollen Menschen helfen. Jeder Einsatz ist ein kleiner Baustein und wird zusammen mit der Truppe und den Menschen, denen man helfen konnte, zu einem sehr großen Bild, an das man sich zurückerinnert.

Vielen Dank für das Interview!



Quelle: Pressestelle der FAU

 

Blechmassivumformung: Forscher werden mit 4,7 Millionen Euro gefördert

Einem neuen, effektiven Fertigungsverfahren auf der Spur

Freude an der FAU: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Sonderforschungsbereich SFB/Transregio 73 verlängert – damit werden die Wissenschaftler in den kommenden vier Jahren mit rund 4,7 Millionen Euro gefördert. Ihr Ziel in der neuen Phase ist es, die Produktionsverfahren der Blechmassivumformung für die Anwendung in der Industrie weiter zu entwickeln.

Im SFB/Transregio 73 „Umformtechnische Herstellung von komplexen Funktionsbauteilen mit Nebenformelementen aus Feinblechen – Blechmassivumformung“ haben die Forscher die Verfahren der Blech- und der Massivumformung zu einer neuen effektiven Herstellungsmethode zusammengeführt. Bei der Blechumformung entsteht ein Bauteil aus einem ebenen vorgefertigten Blechstück, bei der Massivumformung ist das Ausgangsmaterial dreidimensional. Fast alle produzierenden Industriebranchen wenden diese Techniken an, zum Beispiel formen Unternehmen damit Autotüren oder Flugzeugflügel.

Zwei Verfahrensarten wirken jetzt effektiv zusammen

Beim neuen kombinierten Verfahren der Blechmassivumformung setzen die SFB-Forscher aus verschiedenen Ingenieursdisziplinen auf innovative Ideen. Sie erarbeiten Lösungswege unter anderem aus Sicht der Fertigungs- sowie der Messtechnik, der Mechanik, der Zerspanungstechnik oder der Werkstoffwissenschaften. Denn die Ingenieure müssen verschiedene Abläufe in den Griff bekommen: Wenn sie für ein Bauteil einen Körper aus millimeterdünnem Blech formen, entstehen verdickte und ausgedünnte Bereiche. Dabei ist eine Herausforderung, dass keine Risse oder Löcher entstehen dürfen. Eine Verbesserung – und ganz neu – ist vor allem, dass sie die Bauteile aus Halbzeugen herstellen, die sie selbst vorgefertigt und dabei die Blechdicke stellenweise angepasst haben.

Unter Laborbedingungen funktioniert die neue Methode bereits gut, doch bis auch in der industriellen Produktion alles reibungslos läuft, müssen die Wissenschaftler noch einige Probleme lösen. Sie wollen unter anderem noch Schwankungen im Ablauf des Prozesses untersuchen, die sie im Labor feststellten. So können Temperaturänderungen, Werkzeugverschleiß oder die Art des Schmierstoffs das Produktionsergebnis beeinflussen. Wenn zum Beispiel Blech auf einem Werkzeug aufliegt, hat es nur punktuell Kontakt, der wiederum von Druck und Abmessungen abhängig ist. Die Forscher untersuchen nun, wie sie diesen Kontakt mit einem Schmierstoff oder einer Beschichtung zwischen Blech und Werkzeug oder einer Kombination aus beidem verbessern, aber auch den Werkzeugverschleiß verringern können.

Eine weitere Herausforderung ist es, eine Fertigung in großer Stückzahl zu bewältigen, was in der Grundlagenforschung nicht möglich ist. Dafür brauchen die Wissenschaftler geeignete Industriepartner. In der neuen SFB-Phase arbeiten Ingenieure aus Universität und Industrie hierbei zusammen. So können sie bei der Weiterentwicklung der Blechmassivumformung die industriellen Bedingungen berücksichtigen und erforschen.

Reges Interesse aus der Industrie

Der gesamte SFB hat das Ziel, Bauteile aus Blech so herzustellen, dass sie für noch vielfältigere Zwecke und komplexere Anwendungen einsetzbar sind. In der ersten Phase konnten die Forscher nachweisen, dass das neue Verfahren grundsätzlich machbar ist. In der zweiten Phase übertrugen sie die Methode auf Halbzeuge und zeigten damit, dass sie in der Praxis anwendbar ist. In der dritten Phase wollen die Wissenschaftler die Blechmassivumformung für die Anwendung in der industriellen Fertigung fit machen. Sie eignet sich besonders zur Herstellung von Getriebebauteilen, Sitzverstellvorrichtungen oder Schließelementen für Fahrzeuge. Interessenten aus der Industrie gibt es bereits.

Es geht den Forschern aber auch darum, neue flexiblere Fertigungsprozesse zu entwickeln, mit denen Unternehmen wesentlich wirtschaftlicher produzieren können. „Wir haben es geschafft, die Blech- mit der Massivumformung zusammenzuführen und ein Produktionsverfahren mit viel größerer Anwendungsvielfalt zu entwickeln“, erklärt Prof. Dr. Marion Merklein, die den Lehrstuhl für Fertigungstechnologie leitet und zugleich Sprecherin des SFB ist. Daneben sind an der FAU die Lehrstühle für Technische Mechanik, für Konstruktionstechnik sowie für Fertigungsmesstechnik beteiligt. Etwa die Hälfte der SFB-Forscher arbeitet an der FAU.

Kooperationspartner der FAU sind die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Universität Hannover und die Technische Universität Dortmund. Insgesamt 10,5 Millionen Euro fließen bis 2021 an die drei Einrichtungen, davon rund 4,7 Millionen Euro an die FAU. Eingerichtet wurde der standortübergreifende SFB/Transregio 73 im Jahr 2009.

Kontakt:

Prof. Dr. Marion Merklein, Tel.: 09131/85-27140, marion.merklein@fau.de

Photonen wie aus der Pistole geschossen

Davon träumen Forscher seit Jahrzehnten: die sogenannte Photonenpistole. Damit ist es möglich,  zu einem bestimmten Zeitpunkt genau ein Photon zu erhalten. Wie auf Bestellung. Eine solche Einzelphotonenquelle ist beispielsweise in der Quanteninformationsverarbeitung von äußerster Wichtigkeit, wo sie die Realisierung eines Quantencomputers oder eine abhörsichere Kommunikation ermöglichen könnte. Forschern der School of Advanced Optical Technologies (SAOT) an der FAU und des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts ist es nun gelungen, eine hocheffiziente Einzelphotonenquelle zu realisieren.

Die quantenmechanischen Eigenschaften des Lichts machen es schwierig, eine Photonenpistole technisch umzusetzen. Es ist nicht möglich, eine herkömmliche Lichtquelle, wie einen Laser oder eine Lampe, so abzuschwächen, dass man in einem gegebenen Zeitintervall genau ein Lichtteilchen erhält. Dies funktioniert nur mit Hilfe eines einzelnen Atoms oder Moleküls als Lichtquelle. Ein Atom kann nämlich, nachdem es angeregt wurde, nur ein Photon aussenden. Das Problem dabei ist, dass dieses Lichtteilchen in eine beliebige Richtung geschickt wird und man deshalb Schwierigkeiten hat, selbiges aufzusammeln. Die FAU-Forscher haben dieses Problem nun gelöst. Hierfür haben sie ein einzelnes Molekül in eine flächige Struktur eingebettet, die aus mehreren nanometerdicken Schichten besteht. Die Kopplung des Moleküls an diese Struktur, die wie eine Antenne funktioniert, ermöglicht es, die Photonen nun gerichtet abzustrahlen und so bequem aufzusammeln. Die Wahrscheinlichkeit hiermit ein Photon auf Knopfdruck unmittelbar zur Verfügung gestellt zu bekommen, liegt bei etwa 90 Prozent.

Durch eine periodische Anregung mit einem gepulsten Laser, schafften es die Wissenschaftler, einen geordneten Strahl mit Photonen zu erzeugen. In diesem Lichtstrahl halten die Lichtteilchen Abstand, gleichsam wie Perlen auf einer Schnur. An jedem Ort entlang dieser „Kette“ sitzt im Idealfall genau ein Photon, niemals zwei und niemals keines. Dies hat Folgen für die Intensitätsschwankungen des Lichts. Durch die gleichmäßige Photonenerzeugung ist das Rauschen der Quelle geringer, als das mit einer klassischen Lichtquelle gleicher Intensität möglich wäre. Das Besondere an der Erlanger Einzelphotonenquelle: Sie rauscht 40 Prozent weniger als eine ideale klassische Lichtquelle gleicher Helligkeit, wobei vor allem der photonenzählende Detektor selber das Rauschen hervorruft. Diesbezüglich versprechen sich die Forscher daher eine deutliche Verbesserung durch neue Detektortechnologien.

Die sogenannte Photonenpistole ist nicht nur auf dem Gebiet der Quanteninformationstechnik von großer Bedeutung, sondern man könnte damit auch den globalen Standard für die Lichtstärke, die Candela, neu definieren. Außerdem ergeben sich für die moderne Mikroskopie bzw. Spektroskopie interessante neue Möglichkeiten.

Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler in den renommierten Fachzeitschrift Nature Photonics veröffentlicht: DOI: 10.1038/NPHOTON.2016.236

 

Informationen:

Prof. Dr. Stephan Götzinger
Tel.: 09131/7133 315
stephan.goetzinger@mpl.mpg.de

Prof. Dr. Vahid Sandoghdar
vahid.sandoghdar@mpl.mpg.de

Wie gelingt die Energiewende für die produzierende Industrie?

FAU-Forscher untersuchen, wie Industriebetriebe ihre Druckluftproduktion an das Stromangebot anpassen können

Die Energiewende bringt Bewegung in den Strommarkt. Je höher die Anteile von Wind- und Sonnenstrom sind, desto stärker schwankt das Angebot an elektrischer Energie und damit ihr Preis. Die Industrie sucht deshalb nach Möglichkeiten, wie sie ihren Strombedarf daran anpassen kann. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Konsortialprojekt SynErgie untersucht, wie vor allem energieintensive Produktionsprozesse ihren Stromverbrauch zeitlich flexibler gestalten können. An dem Projekt beteiligt sind Wissenschaftler der FAU. Sie erforschen, wie sich die Versorgung der Produktion mit Druckluft und technischen Gasen für diese Flexibilisierung nutzen lässt.

 

Druckluft und technische Gase mit günstigem Strom produzieren

„Druckluft und technische Gase wie Stickstoff lassen sich gut speichern. Es bietet sich an, sie dann zu produzieren, wenn der Strompreis gerade günstig ist“, erklärt Prof. Dr. Jörg Franke, Leiter des Lehrstuhls Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik „Die Bereitstellung von Druckluft ist eine durchaus relevante Stellschraube. In Deutschland wenden Industriebetriebe dafür etwa sieben Prozent ihres Strombedarfs auf“, ergänzt der Wirtschaftsingenieur Ralf Böhm, der das Projekt am Lehrstuhl koordiniert. Bisher halten die Kompressoren meist die Druckluftspeicher auf einem bestimmten Niveau. Künftig sollen die Anlagen automatisch anhand des prognostizierten Bedarfs an Druckluft und der Vorhersagen für die Strompreise der nächsten Stunden oder Tage gesteuert werden. Ein ähnliches Vorgehen bietet sich für Stickstoff an. Das Gas ist in großen Mengen in der Umgebungsluft enthalten, weshalb es viele Betriebe aus Druckluft herstellen.

Grundlage für ein solches Konzept ist ein Industriebetrieb 4.0, der seine Produktionsabläufe anhand von Produktionsplanung, Zustandsdaten aller Anlagen, Strompreisentwicklung und vieler anderer Kenngrößen automatisch steuert.

 

Die Datenbasis für die Automatisierung

In der ersten Projektphase soll unter anderem geklärt werden, welche Messdaten für eine automatisierte Steuerung der Druckluft- und Stickstoffproduktion nötig sind. Die FAU-Forscher untersuchen dazu die Versorgungsanlagen und messen an allen Anlagen-Komponenten Stromverbrauch, Gas- bzw. Luftproduktion und verschiedene Zustandsgrößen. Eine Frage ist unter anderem, welche Messgrößen an welchen Stellen der Anlage und in welch zeitlicher Auflösung erhoben werden müssen. Außerdem wollen sie weitere Ansatzpunkte ausleuchten und beispielsweise klären, ob und wann eine zusätzliche Speicherung der Gase ökonomisch sinnvoll ist.

Der zweite Punkt ist die Erstellung von Bedarfsprognosen für Stickstoff oder Druckluft. Dafür braucht man eine Datenbasis, anhand der für bestimmte Prozessschritte oder Produktionsaufgaben der Druckluftbedarf vorhergesagt werden kann. Die Forscher wollen unter anderem für beispielhafte Produktionsanlagen klären, welche Art von Messungen nötig sind, sowie an welchen Stellen der Anlage und wie oft diese erhoben werden müssen.

 

Die produzierende Industrie im Smart Grid

Industriebetriebe, die ihren Strombedarf flexibel steuern können, sind ein wichtiger Bestandteil für die intelligenten Stromnetze der Zukunft. Diese Smart Grids sollen künftig Stromangebot und Bedarf in der Balance halten, indem sie Verbraucher, Speicher und Erzeuger automatisch aussteuern und dafür zum Beispiel auch die Prognosen der Industrie über ihren Strombedarf für die nächsten Minuten und Stunden heranziehen.

 

Das Projekt SynErgie

SynErgie – kurz für Synchronisierte und energieadaptive Produktionstechnik zur flexiblen Ausrichtung von Industrieprozessen – ist eines von vier „Kopernikus-Projekten für die Energiewende“, die das BMBF über die nächsten zehn Jahre fördert. Bis 2018 stellt das BMBF bis zu 120 Millionen Euro für die vier Projekte bereit. Unter Leitung des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen der TU Darmstadt haben sich insgesamt 84 Partner aus Industrie und Forschung in SynErgie zusammengeschlossen.

Weitere Informationen:

Ralf Böhm
Tel.: 0911/5302-96254
ralf.boehm@faps.fau.de

FAU-Wissenschaftler erhalten Hochtemperatur-Ofensystem für Forschung an Halbleiterbauelementen

Die FAU startet erfolgreich ins neue Jahr: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Anschaffung eines Hochtemperatur-Ofensystems für den Lehrstuhl für Elektronische Bauelemente der FAU. Mit dem Gerät forschen die Wissenschaftler an der Weiterentwicklung von Halbleiterbauelementen.

Halbleiter aus Silizium oder Siliziumkarbid sind inzwischen in jedem Haushalt zu finden – verarbeitet in Smartphones, Computern oder Waschmaschinen. Für die Industrie sind sie in der Mikro-, Nano- und Leistungselektronik somit unverzichtbar. Ihre Herstellung ist jedoch aufwendig, die winzigen Bauelemente erfordern in der Produktion höchste Präzision. Am Lehrstuhl für Elektronische Bauelemente (LEB) der FAU forschen Wissenschaftler um Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Lothar Frey daran, neue Halbleiterbauelemente zu entwickeln, um die Technik voranzutreiben. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB betreibt der LEB zu diesem Zweck ein Reinraumlabor mit umfangreicher Prozesstechnik – das nun mit einem insgesamt 1,2 Millionen Euro teuren modernen Hochtemperatur-Ofensystem ausgestattet wird. Die DFG fördert das Gerät mit 600.000 Euro, weitere Mittel stammen vom Freistaat Bayern (520.000 Euro) sowie aus Eigenmitteln des Lehrstuhls. „Das neue Ofensystem wird unsere Möglichkeiten, Halbleiterbauelemente herzustellen, zu charakterisieren und weiterzuentwickeln, enorm erweitern“, freut sich Lothar Frey.

Ein Ofensystem im Reinraum des Fraunhofer-Institut IISB in Erlangen. Das neue, von der DFG geförderte Ofensystem für das Reinraumlabor wird erweiterte Möglichkeiten zur Herstellung von Halbleitern bieten. (Bild: Kurt Fuchs)

Hohe Prozesstemperaturen wichtig für Funktionsweise von Halbleitern

Für die Herstellung von Hableiterbauelementen sind Hochtemperaturschritte essenziell. Um diese elektronischen Bauteile herzustellen, werden Dotierstoffe, beispielsweise Arsen, Phosphor oder Aluminium, in Halbleiterscheiben aus Silizium oder Siliziumkarbid eingebracht. Im Hochtemperatur-Ofen werden diese Dotierstoffe elektrisch aktiviert und sorgen damit für die erforderlichen Ladungsträgerkonzentrationen, um die Funktion der Bauelemente sicherzustellen. In einem anderen Verfahren wird dem Silizium während des Hochtemperaturschrittes Sauerstoff zugeführt. Es entsteht Siliziumdioxid, ein Isolator, der verschiedene Aufgaben im Bauelement übernehmen kann, z.B. als Trennschicht zwischen leitfähigen Schichten, um einen Kurzschluss im Bauelement zu vermeiden.

Das neue Ofensystem bietet den Wissenschaftlern dabei mehr Flexibilität: Vier unterschiedlich nutzbare Prozessrohre sowie die extrem hohen Temperaturen von bis zu 1300 Grad erweitern die Möglichkeiten, Silizium- und Siliziumkarbid-Scheiben zu behandeln. Gleichzeitig können mit dem Ofensystem Temperaturschritte bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen von 650 Grad bei variablen Druckverhältnisse durchgeführt werden, um zum Beispiel neue Schichtsysteme aus Metalloxiden zu optimieren.

 

Spezielle Umgebung, spezielle Anforderungen

Für das Reinraumlabor darf es natürlich nicht ein irgendein Ofensystem sein, das Gerät muss speziellen Anforderungen entsprechen. „Halbleiter werden in einem Reinraumlabor gefertigt, um zu verhindern, dass Partikel auf die Halbleiterscheiben gelangen und so die Funktionen des Bauelements stören“, erklärt Dr. Tobias Dirnecker, Akademischer Oberrat am LEB. „Durch die hohe Flexibilität und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten stellt das neue Ofensystem damit schon etwas Besonderes in Deutschland dar und bietet erweiterte Prozessmöglichkeiten für die Forschungsarbeiten im Reinraumlabor.“

 

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Lothar Frey
Tel.: 09131/85-28633
lothar.frey@fau.de

Auszeichnungen und Funktionen Technische Fakultät, Januar 2017

Auszeichnungen

Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini, Dr. Sandra Cabanas Polo, Dr. Luis Cordero, Dr. Menti Goudouri, alle Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Biomaterialien), und Prof. Dr. Sannakaisa Virtanen, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Korrosion und Oberflächentechnik), sind mit dem Pfeil Award 2016 geehrt worden. Der Preis wird vom britischen Institute of Materials, Minerals and Mining, kurz IOM3, verliehen und ehrt hervorragende Veröffentlichungen im Bereich Keramik. Darüber hinaus hat Boccaccini den renommierten „Arthur L. Friedberg Ceramic Engineering Tutorial and Lecture Award 2016“ erhalten. Mit dem Preis zeichnet die American Ceramic Society herausragende Beiträge im Bereich der technischen Keramik aus. Aktuell hat die Gesellschaft mehr als 11.000 Mitglieder in über 70 Länder.

Luisa Butterhof, Niklas Gangus und Patrick Gaspar, Studierende der Technischen Fakultät, haben die Deutsche Projektmanagement-Meisterschaft gewonnen. Sie haben sich damit für die Endrunde der Internationalen Projektmanagement Meisterschaft im Juni 2017 in Kroatien qualifiziert. Der Wettbewerb wird von der Deutschen Gesellschaft für Projektemanagement sowie deren Nachwuchsorganisation Young Crew organisiert, eine Expertenjury aus Wirtschaft und Wissenschaft bewertete die Studententeams.

Prof. Dr. Andreas Maier, Lehrstuhl für Informatik 5 (Mustererkennung), hat den 2. Platz des academics Nachwuchspreises 2016 belegt. Der Preis ehrt junge Wissenschaftler, die durch herausragendes Engagement, zukunftsweisende Ideen oder beispielhaftes Handeln Wissenschaft, Forschung und Entwicklung nachhaltig positiv beeinflussen.

Dr. Huynh Van Luong, Gastwissenschaftler der Alexander-von-Humboldt-Stiftung am Lehrstuhl für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung, hat seinen Forschungsaufenthalt um ein Jahr verlängert. Der Wissenschaftler entwickelt neue Verfahren zur verteilten Codierung von korrelierten Videoquellen, die bei Anwendungen im Bereich der Augmented-Reality, beispielsweise vernetzten tragbaren Kamerasystemen, eingesetzt werden können. Da die modernen Geräte immer kleiner werden, benötigten sie effiziente und robuste Algorithmen für die Verarbeitung von Videodaten.

 

Funktionen

Prof. Dr. Joachim Hornegger, Präsident der FAU, ist in die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, kurz acatech, gewählt worden. Die Akademie hat es sich zum Ziel gesetzt, die Politik in technikbezogenen Zukunftsfragen zu beraten, eine Plattform für den Austausch von Wissenschaft und Wirtschaft zu bieten, sich für den technikwissenschaftlichen Nachwuchs zu engagieren sowie die Interessen der Technikwissenschaften im In- und Ausland zu vertreten.

Personalmeldungen Technische Fakultät, Dezember 2016

Honorarprofessor/in

Dr. Rebecca Fahrig, Lehrstuhl für Informatik 5, für das Fachgebiet Informatik.

 

Verstorben

Ehrensenator Dr. Friedrich Kuhrt, 1. Vorsitzender des Universitätsbundes von 1990 bis 2000, am 2. Dezember 2016 im Alter von 93 Jahren.

 

Bayerisches Wissenschaftsministerium fördert MINT-Projekt an der FAU mit 150.000 Euro

Jährlich schreiben sich viele Studieninteressierte für sogenannte MINT-Fächer an Universitäten ein. Dazu zählen Mathematik, Informatik, die Naturwissenschaften sowie technische Studiengänge. Aber häufiger als in anderen Studiengängen brechen die Studierenden ihr Studium auch wieder ab. Das Bayerische Wissenschaftsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst fördert nun 14 Projekte im naturwissenschaftlich-technologischen Bereich mit insgesamt 1,7 Millionen Euro, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. 150.000 Euro davon gehen an ein Projekt an der FAU, das bei den Grundlagen der Informatik ansetzt.

 

Sehr unterschiedliche Kenntnisse

Grundlagen in der Informatik werden auch in MINT-Studiengängen immer wichtiger, technische Studiengänge kommen inzwischen nicht mehr ohne aus. Lehrveranstaltungen zu Beginn des Studienbeginns sollen die grundlegenden Kompetenzen vermitteln, stellen aber für viele Studierende eine Hürde dar, die häufig zum Studienabbruch führen kann. „Gründe für den Abbruch in MINT-Studiengängen sind oftmals falsche Vorstellungen von den Studieninhalten“, erklärt Prof. Dr. Ralf Romeike von der Professur für Didaktik der Informatik. „Zudem sind die Einführungsvorlesungen Informatik noch nicht ausreichend genug auf die zum Teil sehr unterschiedlichen Kenntnisse der Studierenden ausgerichtet – einige haben bereits einen sehr hohen Wissensstand, andere wiederum besitzen kaum Vorkenntnisse.“  Mit dem Projekt „GIFzuMINTS – Grundlagen der Informatik als Fundament eines zukunftsorientierten MINT-Studiums“ wollen Romeike und seine Kollegen Prof. Dr. Michael Philippsen und Dr. Norbert Oster vom Lehrstuhl für Informatik 2 (Programmiersysteme) nun zielgruppenspezifische Lehr- und Lernkonzepte erarbeiten bzw. erweitern.

 

Das Frühstudium hilft beim Studienanbschluss

Und fängt damit bereits in der Schule an. Um falsche Vorstellungen über MINT-Studiengänge abzubauen, sieht vor, die Kontakte zu regionalen und überregionalen Gymnasien und Berufsschulen auszubauen und über P- und W-Seminare die Schülerinnen und Schüler an die Fächer heranzuführen. Ein weiterer Ansatzpunkt ist das von der FAU angebotene Frühstudium, bei dem begabte Schüler  an Lehrveranstaltungen in bestimmten Studienfächern teilnehmen und dort die entsprechenden Prüfungs- oder Studienleistungen erwerben. „Es hat sich gezeigt, dass Schülerinnen und Schüler, die am Frühstudium teilgenommen haben, sich später auch für einen MINT-Studiengang einschreiben und ihn auch erfolgreich abschließen“, sagt Romeike.

 

Erfolgsfaktor „Repetitorium Informatik und Programmierung“

Ein falsches Selbstbild stellt einen weiteren Faktor dar, der oft zum Studienabbruch führt: „Viele Studierende befürchten, dass das Studium zu schwierig für sie sein könnte“, sagt Romeike. Um dem entgegenzuwirken, bietet die FAU Auffrischungskurse an. „Das Repetitorium Informatik und Programmierung hat sich bisher als essenziell für einen gelungenen Studienstart erwiesen. Bisher konnten wir aber den Bedarf nicht decken. Mit den neuen Fördermitteln werden wir das Angebot auf 1.000 Plätze ausbauen und dabei noch besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Studierenden eingehen.“ So wird das Lehrangebot zusätzlich um zielgruppenspezifische Intensiv- und Spezialübungen ergänzt, die zum einen Studierende mit geringen Vorkenntnissen unterstützen und zum anderen hochbegabte Studierende fördern sollen. Durch die Maßnahmen soll die Abbrecherquote mittelfristig um fünf Prozent gesenkt werden.

 

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Ralf Romeike
Tel.: 09131/85-27922
ralf.romeike@fau.de

Prof. Dr. Michael Philippsen
Tel.: 09131/85-27625
michael.philippsen@fau.de

Dr. Norbert Oster
Tel.: 09131/85-28995
norbert.oster@fau.de

Exzellente Arbeit prämiert

Dreifach erfolgreich: FAU-Wissenschaftler sind für herausragende Veröffentlichungen geehrt worden. Die Informationstechnische Gesellschaft (ITG) im Verein Deutscher Elektrotechniker (VDE) vergab zwei ITG-Preise sowie einen Förderpreis. Damit ging die Hälfte aller ITG-Preise in diesem Jahr an Publikationen, die an der FAU entstanden sind.

Prof. Dr. Rainer Engelbrecht, Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik und mittlerweile an der TH Nürnberg tätig, und Dr. Stefan Rupitsch, Lehrstuhl für Sensorik, sind mit je einem ITG-Preis für einen exzellenten Aufsatz ausgezeichnet worden. Außerdem wurde die hervorragende Dissertation von Dr. Markus Gardill am Lehrstuhl für Technische Elektronik mit einem Förderpreis der ITG prämiert. Die ITG-Preise sind mit 3000 Euro dotiert, die Förderpreise mit 2000 Euro. Die Festveranstaltung in Berlin stand in diesem Jahr unter dem Motto „Trends in der Kommunikationstechnik: Automotive“ und fand im Beisein von Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), statt.

Dr. Stefan Rupitsch beschäftigt sich in seinem Artikel mit piezoelektrischen Materialien. Diese Materialien werden für zahlreiche Sensor- und Aktoranwendungen, beispielsweise für die Einspritzung von Kraftstoff in einen Verbrennungsmotor, eingesetzt. Die Materialparameter einer typischen Piezokeramik sind einer direkten Messung leider nicht zugänglich. In dem Aufsatz beschreibt Rupitsch ein Verfahren, das es möglich macht, Materialparameter von heute verwendeten Piezokeramiken zuverlässig zu bestimmen.

Die prämierte Veröffentlichung von Prof. Dr. Rainer Engelbrecht behandelt nichtlineare Faseroptik. Faseroptische Komponenten und Systeme sind heute unverzichtbar im Bereich der Datenübertragung, der Sensorik und Messtechnik, der Materialbearbeitung und in der Medizintechnik. Bei hohen Lichtleistungen in Glasfasern mit kleinen Querschnitten treten dabei nichtlineare optische Effekte auf, die in einigen Anwendungen gezielt genutzt werden können, aber in anderen Fällen störend sind. In dem Lehrbuch werden aufbauend auf den Grundlagen der linearen Ausbreitung von Lichtwellen in Glasfasern die nichtlinearen faseroptischen Effekte grundlegend und systematisch dargestellt.

Die Dissertation von Dr. Markus Gardill hat industrielle Radarsysteme zum Thema. Neben der allgemein bekannten satellitengestützten Ortung mit Hilfe von Satellitensystemen, wie zum Beispiel GPS, wird insbesondere die Ortung in Innenräumen und in Industriebereichen immer wichtiger. Die Arbeit befasst sich mit dem Entwurf und der vorausgehenden notwendigen Modellierung und Charakterisierung von Ultra-Breitbandigen Gruppenantennen für ein neuartiges industrielles Radarsystem.

 

Weitere Informationen:

Pressestelle der FAU
Tel.: 09131/85-70229
presse@fau.de

Ehrung von Dienstjubilaren und Verabschiedungen

Am 29. November ehrte die FAU Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität und des Universitätsklinikums Erlangen für ihr 25-jähriges und 40-jähriges Dienstjubiläum. Außerdem verabschiedete die FAU Kolleginnen und Kollegen nach langjährigem Wirken aus dem aktiven Dienst.

Die Dienstjubilare der FAU. (Bild: FAU/Christina Dworak)

 

40-jährige Dienstjubiläum feiern:

Wolfgang Donaubauer, Christa Drossel, Roas-Maria Eydel, Peter Galster, Annemarie Gronemann, Claudia Günther, Aldeheid Heilmann, Petra Koch, Ute Lutz, Martina Melzer, Rudolf Mock, Cornelia Porzelius, Karlheinz Schramm, Christine Senelle, Beate Simon, Rosemarie Späth, Brigitte Wein, Mathilde Zehne

Dienstjubilare des Universitätsklinikums Erlangen. (Bild: FAU/Christina Dworak)

 

25-jähriges Dienstjubiläum feiern:

Regina Albert, Stefanie Barnickel, Andrea Bauereis, Alexander Beer, Gabriele Bodenschatz, Sabine Böhm, Inge Burkart, Angelika Büttner, Veronika Dannhardt-Thiem, Sabine Frieda Degenkolb-Weyers, Rosemarie Derrfuß, Thilo Dingfelder, Sybille Fladerer, Birgit Frerichs, Norman Fritz, Corinna Gerl, Anneliese Grob, Stefan Grohberger, Andrea Großkopf, Klaus Gügel, Edith Haagen, Prof. Dr. Hartmut Heinrich, Elmar Hergenröder, Gabriela Hildebrand, Kathrin Hindel, Karin Hojer, Heidemarie Hunstein, Petra Jordan, Elke Käppner, Thomas Kaufmann, Rita Kauschke, Wolfgang Kiekow, Brigitte Kolb, Lydia Kostka, Gernot Kreiselmeyer, Claudia Kühn, Evi Lang, Andrea Leicht, Kerstin Lill, Roswitha Linsenmeyer, Gabriela Littschwager, Brigitte Lotz, Klaus Maier, Robert Meersteiner, Michael Menzel, Gabriele Müller, Dipl.-Ing. Uwe Nesnidal, Charlotte Nimmrichter, Elke Primas, Edith Prückel, Michael Purkott, Markus Rauh, Gaby Redberg, Mileva Reinhold, Dora Richter, Manfred Risser, Georg Rummel, Nicola Sam, Songül Saridemir-Yolveren, Ariane Schäff, Klaus Scheiderer, Christine Schmitt, Jutta Schnabel, Karin Schneider, Norbert Schrenk, Uta Spinn, Peter Stark, Gudrun Steiner, Gudrun Steingräber, Astrid Taut, Udo Teuschler, Hellena Thompson, Ursula Vierzigmann, Susanne Vorwerk, Angelika Wagner-Auer, Martin Welscher, Silke Winkler, Thomas Würz, Norbert Zeilinger, Irene Zenkel

Dienstjubilare des Universitätsklinikums Erlangen. (Bild: FAU/Christina Dworak)

Verabschiedet:

Manfred Walter, nach 41 Dienstjahren
Sonja Slaby, nach 30 Jahren Dienstzeit
Reinhard Siebert, nach 43 Dienstjahren

V.l.n.r.: FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger, Reinhard Siebert (verabschiedet), Marianne Bitter, Referatsleiterin H1, Sonja Slaby (verabschiedet), Axel Klon, Referatsleiter F1, Manfred Walter (verabschiedet). (Bild: FAU/Christina Dworak)

 

 

Freistaat fördert Forschungsverbund Green Factory Bavaria für weitere zwei Jahre mit Millionenbetrag

Wie können Maschinen, Prozesse und ganze Fabriken energiesparender gestaltet werden? Welche Transportlösungen etwa sind flexibler und energieeffizienter als ein Fließband? Wie lassen sich elektronische Bauteile aus Kupfer möglichst ressourcenschonend verbinden? Diesen und anderen Fragestellungen widmeten sich 28 Forschungsprojekte des Verbunds Green Factory Bavaria, in denen seit 2013 verschiedene Hochschulen und Forschungseinrichtungen unter der Leitung der FAU kooperieren. Zunächst war das Projekt bis Ende 2016 geplant – doch nun soll die Forschung in der Green Factory Bavaria weitergehen: Am Rande des  Green Factory Bavaria Kolloquiums konnten die Verantwortlichen für den Forschungsverbund um Prof. Dr. Jörg Franke vom Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik an der FAU, die Bereitstellung der bisweilen nicht verausgabten Forschungsgelder in Höhe von 4 Millionen Euro sowie eine zusätzliche geplante Beteiligung durch Industriepartnern von weiteren 4 Millionen Euro verkünden. Der Freistaat Bayern fördert das interdisziplinäre Forschungsprojekts für energiesparende Produktionstechnologien zunächst bis Ende 2018 weiter, um auf Basis der bisherigen Arbeit konkrete Lösungsansätze zu erarbeiten.

Dabei soll ein neues Konzept die Verzahnung der Forschungseinrichtungen mit der Anwendung noch stärker voranbringen: Die geplanten 18 neuen Forschungsprojekte werden thematisch drei neu eingerichteten so genannten „Leuchttürmen“ zugeordnet. Einer davon soll bei Bosch in Nürnberg angesiedelt sein, ein weiterer bei Siemens in Amberg. Die zwei Industrieunternehmen haben sich bereit erklärt, ihre Produktionsstätten als sogenannten Energieeffizienz-Leuchtturmstandort zur Verfügung zu stellen, um dort die gebündelten Erkenntnisse aus den einzelnen Projekten direkt umzusetzen und diese Einrichtungen als Demonstrationsplattformen für weitere Aktivitäten des Wissenstransfers zu nutzen.

Während die beiden industrieorientierten Leuchttürme an die Unternehmen selbst angedockt sind, ist der eigentliche Forschungsleuchtturm nach wie vor auf AEG beheimatet.

Konkret wollen die Forscherinnen und Forscher in den kommenden zwei Jahren tragfähige Konzepte in der energieeffizienten Prozesstechnik erforschen und implementieren. So geht es zum Beispiel um Themen  wie die abwasserfreie Fabrik, die CO2-neutrale Produktion von Elektronikbauteilen oder den ressourceneffizienten Einsatz neuer 3D-Drucktechnologien.

In der Green Factory Bavaria arbeiten neben der FAU die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, die Hochschulen in Ansbach, Coburg, Hof, Triesdorf, Würzburg/Schweinfurt und Amberg/Weiden, die Technische Universität München sowie die Fraunhofer-Institute in Augsburg und Bayreuth zusammen.

Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, sieht in der Weiterförderung des zukunftsweisenden Projekts eine weitere Stärkung des Energieforschungsstandorts Franken: „Ressourcen- und energieeffiziente Herstellungsverfahren sind ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für die Unternehmen. Im Rahmen der Nürnberger Industriepolitik unterstützen wir Schlüsselinitiativen wie den Forschungsverbund Green Factory Bavaria und bieten auch selbst aktiv Unterstützungsangebote für Nürnberger Unternehmen an, z.B. regelmäßige kostenfreie Ressourcen- und Energieeffizienzinitialberatungen. Mit den starken Industriepartnern Siemens und Bosch geht die Green Factory Bavaria mit Rückenwind in die Verlängerung.“

Projektleiter Prof. Dr. Jörg Franke verspricht sich für die kommenden zwei Jahre wegweisende Erkenntnisse für die Herausforderungen einer Industrie 4.0: „Durch die enge Vernetzung mit den Vorzeigewerken Bosch Nürnberg und SIEMENS Amberg gehen wir nicht nur gemeinsamen einen großen Schritt in das digitale Zeitalter der Produktion, sondern leisten auch einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende, in dem wir Kernkompetenzen, Systemintegration, regionale Sichtbarkeit und die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft verbinden.“

 

Weitere Informationen:

Dr. Sven Kreitlein
Tel.: 0911/5302-9069
sven.kreitlein@faps.fau.de

Personalmeldungen Technische Fakultät, November 2016

Ruf nach auswärts abgelehnt

Prof. Dr. Ralf Romeike, Professur für Didaktik der Informatik, an die TU Dresden.

 

Verstorben

Prof. Dr. Rolf Unbehauen, Emeritus für Allgemeine und Theoretische Elektrotechnik der Technischen Fakultät, am 4. November 2016 im Alter von 86 Jahren.

 

Weiteres aus den Fakultäten

Apl.-Prof. Dr. Bärbel Kappes, Lehrstuhl Medizinische Biotechnologie, wird vom 1. Dezember 2016 bis 30. September 2017 Sonderurlaub für die Vertretung der Professur für Bioverfahrenstechnik an der FAU gewährt.

TF-Forscher unter den Meistzitierten ihres Fachs

Die TF-Wissenschaftler Prof. Dr. Patrick Schmuki und Prof. Dr. Christoph Brabec gehören zu den weltweit meistzitierten ihres Fachs. Prof. Dr. Patrik Schmuki (Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften – Korrosion und Oberflächentechnik) wird in den jährlich aktualisierten Listen in der Kategorie Chemie aufgeführt, Prof. Dr. Christoph Brabec (Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften – Materialien der Elektronik und der Energietechnologie) in der Kategorie Werkstoffwissenschaften.

Die Liste der meistzitierten Wissenschaftler weltweit wird jährlich von dem Unternehmen Clarivate Analytics (früher zugehörig zu Thomsen Reuters) erstellt. Die gesamte Liste gibt es auf der Webseite von Clarivate Analytics .

50 Jahre Technische Fakultät

Die Technische Fakultät der FAU feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass veranstaltete sie am 5. November einen Tag der offenen Tür mit Führungen, Vorträgen, Mitmachaktionen und Infoständen. 1500 große und kleine Besucher machten dort einen Auslug in die Welt der kleinsten Teilchen, bastelten Taschenlampe oder schauten sich eine der ältesten funktionsfähigen Rechenmaschinen der Welt an.

Beim Tag der offenen Tür der Technischen Fakultät gab es viele spannende Mitmach-Stationen (Bilder: FAU/Erich Malter)

 

Interview: Die Anfänge und Zukunft der Technischen Fakultät

Zum 50-jährigen Bestehen der Technischen Fakultät haben wir Dekan Prof. Dr. Rainer Lerch gesprochen. Ein Interview über die Anfänge der Fakultät und Ihre Zukunft und darüber, wie Technik uns in 50 Jahren weiterhelfen wird: „Über die Anfänge der Technischen Fakultät – und ihre Zukunft“.

Dekan Prof. Dr. Reinhard Lerch (Bild: Kurt Fuchs)

 

Vier spannende Fakten zur Technischen Fakultät

  • Die offizielle Gründung: Am 3. November 1966 wird die Technische Fakultät offiziell gegründet. Bereits im Jahr 1903 hatte die Universität die Angliederung einer technischen Abteilung beantragt.
  • Von 0 auf 10.000: Nach der Besetzung der ersten Lehrstühle im Jahr 1965 steigen in den folgenden Jahren die Studierendenzahlen kontinuierlich an – die 10.000er-Marke knackt die Technische Fakultät zum Wintersemester 2013/14.
  • Es wird gebaut: Und zwar bereits ab Mai 1964, als der Grundstein am Südgelände gelegt wird. In den folgenden Jahren entsteht dort ein neuer Campus. Mittlerweile sind Teile der Fakultät auch im Erlanger Stadtzentrum am Röthelheim Campus sowie in Nürnberg auf AEG zu finden.
  • Preiswürdig: Bereits viermal ging der wichtigste deutsche Forschungspreis, der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis, an Wissenschaftler der Fakultät – Prof. Dr. Peter Greil, Prof. Dr. Wolfgang Peukert, Prof. Dr. Peter Wasserscheid und Prof. Dr. Marion Merklein heißen die Geehrten.

Festschrift

Anlässlich des Jubiläums gibt es eine eigene Festschrift mit dem Titel „50 Jahre Technische Fakultät“. Infos dazu unter www.tf.fau.de/50-jahre

 

 

 

 

Hocheffiziente organische Solarzellen als Alternative zu herkömmlichen Siliziumzellen

Einen wichtigen Schritt in Richtung noch effizientere Solarzellen haben Wissenschaftler der FAU unter Federführung des FAU-Doktoranden Nicola Gasparini am Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Materialien der Elektronik und der Energietechnologie) unternommen. Den Forschern gelang es, den sogenannten Füllfaktor, der die Effizienz einer Solarzelle beschreibt, auf 77 Prozent zu erhöhen und damit die Lichtausbeute zu steigern. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler jetzt in der Fachzeitschrift Nature Energy veröffentlicht.*

„Weil die Effizienz einer organischen Solarzelle proportional zum Füllfaktor ist, war es unser Ziel, den Füllfaktor zu erhöhen und über die bisher übliche Lichternte hinauszugehen“, erläutert Nicola Gasparini. Das generelle Ziel ist es dabei, organische Solarzellen in der Photovoltaik als konkurrenzfähige Alternative zu fossilen Energieträgern zu entwickeln, so dass herkömmliche Siliziumzellen ersetzt werden können.

Bislang ist der Füllfaktor, der die Güte bzw. den Wirkungsgrad einer Solarzelle beschreibt, jedoch noch relativ unerforscht. Je näher der Füllfaktor an den Wert 100 Prozent heranrückt, desto höher ist der Wirkungsgrad einer Solarzelle. „Wir haben 77 Prozent erreicht. Das ist ein sehr hoher Wert. Einen ähnlichen Effizienz-Faktor konnte bisher nur mit Siliziumzellen erreicht werden.“

Wie Siliziumzellen wandeln auch organische Solarzellen Licht in Strom um. Doch gegenüber Siliziumzellen, die oft in Photovoltaikanlagen auf Hausdächern zu finden sind, bestehen organische Solarzellen aus speziellen halbleiterbasierten Polymeren sowie sogenannten Fullerenen, kohlenstoffbasierten Nanokügelchen, die aussehen wie ein Fußball.

Um die Lichtabsorption in organischen Solarzellen zu steigern, entwickelten Nicola Gasparini und seine Kollegen um Prof. Dr. Christoph Brabec vom Lehrstuhl für Materialien der Elektronik und der Energietechnologie eine Neukombination von mehreren Polymeren. Mit diesen wird das Sonnenlicht vollständig absorbiert. Den Forschern ist es erstmals gelungen, dank der Materialkombination nicht nur eine vollständige Absorption zu erreichen, sondern gleichzeitig auch die Verluste zu verringern.

Diese hocheffizienten organischen Solarzellen eröffnen speziell in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, in der hohe Effizienz und die Reduzierung von Gewicht eine wichtige Rolle spielen, neue Märkte.

* http://dx.doi.org/10.1038/nenergy.2016.118

Weitere Informationen

M.Sc. Nicola Gasparini
Tel.: 09131/85-27730 | nicola.gasparini@fau.de

Neue Humboldt-Stipendiaten und -Preisträger an der FAU

Im Rahmen eines Stipendiums oder Forschungspreises der Alexander-von-Humboldt-Stiftung haben sich International renommierte Wissenschaftler die FAU als Gastuniversität ausgesucht. Drei der fünf Wissenschaftler werden dabei an der Technischen Fakultät forschen:

Prof. Dr. Ellen Kuhl – Neuromechanik des menschlichen Gehirns am Lehrstuhl für Technische Mechanik, Prof. Dr. Zoran Salcic – Verbesserung von Multi-Core-Rechensystemen am Lehrstuhl für Informatik 12 (Hardware-Software-Co-Design) sowie Dr. Carlos Ariel Ferrer-Riesgo – automatische Analyse von Stimmstörungen am Lehrstuhl für Informatik 5 (Mustererkennung).

Weitere Informationen zu allen Wissenschaftlern und ihren Forschungsgebieten gibt es in der Meldung der FAU.

Angehende Ingenieure würden Studium an der FAU weiterempfehlen

Überaus zufriedene Studierende, die ihre Uni gerne weiterempfehlen: Angehende Ingenieure und Wirtschaftsingenieure geben der FAU Spitzennoten. Das ist das Ergebnis des Graduate Barometer im Bereich Ingenieurwissenschaften, das der Marktforscher Trendence jährlich veröffentlicht.

Die Studierenden, die an der FAU im Bereich Maschinenbau, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen studieren, sind zufriedener als Studierende im Rest Deutschlands und Europas. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich ihre Zufriedenheit sogar noch einmal verbessert. Ebenso erfreulich: Fast 93 Prozent der Befragten würden die FAU weiterempfehlen. Die Internationalität ihrer Ausbildung beurteilen sie ebenso positiv wie auch die Karriereförderung, Service und Beratung sowie studentische Aktivitäten.

Über ein Viertel der befragten Studierenden an der FAU (knapp 28 Prozent) geben an, bereits im Ausland studiert zu haben. Sie sind damit im Schnitt deutlich internationaler ausgerichtet als andere Studierende in Deutschland oder Europa, von denen lediglich etwa 13 Prozent Auslandserfahrung aufweisen können. Auch die Zahl der Studierenden, die sich außerhalb der Universität engagieren, ist an der FAU höher – 64 Prozent gegenüber 56 Prozent in Deutschland bzw. 47 Prozent in Europa. Erste praktische Erfahrungen in Unternehmen haben an der FAU durchschnittlich 73 Prozent gesammelt – in Deutschland sind es 56 Prozent der Studierenden, die ein Praktikum absolviert haben, in Europa 55 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Anzahl der Studierenden, die ein Praktikum im Ausland gemacht haben: Insgesamt 22 Prozent der Befragten an der FAU geben dies an – in Deutschland und Europa sind es jeweils 12 Prozent.

Die Umfrage

Das Marktforschungsinstitut Trendence befragt für sein „Graduate Barometer – Engineering Edition“ jährlich Studierende der Ingenieurwissenschaften. Im Jahr 2016 nahmen deutschlandweit über 12.000 Studierende an 78 Hochschulen an der Umfrage teil. An der FAU wurden insgesamt 269 angehende Ingenieure befragt, die meisten davon studieren Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau und Mechatronik.

Meilenstein in der gedruckten Photovoltaik-Technologie

FAU-Wissenschaftler erforschen effiziente und nachhaltige organische Solarzellen als Alternative zu herkömmlichen Siliziumzellen

Im Rennen um effiziente Solartechnologien der Zukunft als tragfähige Alternative zu fossilen Energieträgern haben Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) rund um den renommierten Photovoltaik-Forscher und Materialwissenschaftler Prof. Dr. Christoph Brabec einen Meilenstein gesetzt. Gemeinsam mit Kooperationspartnern des Londoner Imperial College und der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) erforschten sie ein neues Molekül, aufgrund dessen organische Solarzellen eine deutlich längere Lebensdauer erreichen – bei gleichzeitig verbessertem Wirkungsgrad. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, in der neuen Solartechnologie jene Faktoren miteinander zu vereinen, die auf dem Energiemarkt wichtig sind, um nachhaltig Energie zu erzeugen: Modulwirkungsgrad, Lebensdauer und Kosten pro Watt. Ihre Ergebnisse haben sie jetzt in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.*

Sie sind hauchdünn, biegsam und lichtdurchlässig, werden in Fensterglas integriert oder setzen als sanft geschwungene großflächige Lichtobjekte in der Architektur gestalterische Akzente: Organische Solarzellen gelten in der Photovoltaik als konkurrenzfähige Alternative zu herkömmlichen Siliziumzellen.

Anders als die Siliziumzellen, die häufig in Photovoltaikanlagen auf Hausdächern verbaut sind, bestehen organische Solarzellen aus speziellen halbleiterbasierten Polymeren sowie sogenannten Fullerenen, kohlenstoffbasierten Nanokügelchen, die aussehen wie ein Fußball. Aufgrund des Einsatzes von Fullerenen erreichen die Lichtzellen zwar einen hohen Wirkungsgrad. Doch einem Langzeiteinsatz von zum Beispiel 30 Jahren halten sie nicht stand:  „Die Umweltstabilität solcher Solarzellen reicht noch nicht aus“, sagt Prof. Dr. Christoph Brabec, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Materialien der Elektronik und der Energietechnologie).

Nun vollzieht sich ein Paradigmenwechsel. Denn FAU-Forschern rund um Brabec und dem Materialwissenschaftler und FAU-Doktoranden Nicola Gasparini ist es gelungen, eine Alternative für Fullerene aufzuzeigen. „Wir haben ein neues organisches Molekül erforscht, das nicht auf Fullerenen basiert. Unter den für die Photovoltaik wichtigen sogenannten Akzeptoren stellt es eine völlig neue Klasse an Funktionalität dar“, erläutert Christoph Brabec. Während Fullerene nur ganz wenig Licht absorbieren, punktet das erforschte Molekül mit der Umwandlung von sehr viel Licht. Je mehr Sonnenlicht absorbiert wird, desto höher ist die Effizienz. „Dies ist der Aufbruch der internationalen Forscherwelt, mit Hilfe neuer Zell-Technologien Fullerene generell zu ersetzen und damit die Solarstrom-Gestehungskosten zu senken.“ Auf diese Weise werde, so Brabec, bei der Energieerzeugung die Photovoltaik als konkurrenzfähige Alternative zu fossilen Energieträgern gestärkt. Unter Stromgestehungskosten fallen alle Kosten, die nötig sind, um zum Beispiel Sonnenenergie in elektrischen Strom umzuwandeln.

In der jetzt veröffentlichten Studie weisen die Wissenschaftler – bezogen auf das spezielle neue Polymer – eine Rekordstabilität und Rekordeffizienz des neu entwickelten synthetischen Materials nach. „Wir haben eine deutlich erhöhte Umweltstabilität an Luft, aber auch bei hohen Temperaturen von bis zu 140 Grad gemessen“, erläutert Brabec. „Und wir erwarten, aufgrund dieser Materialien stabile Solarzellen mit über zehn Prozent Wirkungsgrad erreichen zu können.“

Nicht zuletzt gestaltet sich der Prozess, die neuen organischen Materialien zu drucken, kostengünstiger. Statt teure Halbleitertechnologien zu nutzen, werden die Photovoltaikelemente, die aus dünnen Kunststoffträgern bestehen, vom Band gefertigt, also beschichtet und gedruckt. Die Solarfolien können außerdem mit unterschiedlichen Farbtönen hergestellt werden. Davon profitieren zum Beispiel Architekten, indem sie die Farbgestaltung ästhetisch anspruchsvoller Lösungen relativ frei wählen können, oder Automobilentwickler, um die speziellen organischen Solarzellen etwa in Glasdächern von Kraftfahrzeugen zu verbauen. Zahlreiche neue Optimierungsmöglichkeiten und Anwendungsfelder eröffnen sich aber auch für die chemische Industrie.

Im Bereich der Solarenergie-Forschung ist den FAU-Wissenschaftler also ein entscheidender Schritt gelungen. „Die neuen Erkenntnisse unterstreichen den hohen Anspruch und das Niveau von FAU-Wissenschaftlern, die in Erlangen interdisziplinär zusammenarbeiten“, sagt Christoph Brabec. „Der wesentliche Meilenstein bei der Entwicklung von Photovoltaik-Technologien der nächsten Generation bestätigt die hochkarätige Forschungskompetenz.“ Die neuartigen Solarmodule wurden in enger Kooperation mit Dr. Derya Baran vom Londoner Imperial College entwickelt, die nach ihrer Promotion an der FAU dorthin wechselte. Weitere Partner sind die King Abdullah University of Science and Technology (KAUST), Saudi-Arabien, und die Stanford University, USA.

*doi: 10.1038/NCOMMS11585

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Christoph J. Brabec
Tel.: 09131/85-25426 | christoph.brabec@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 36/2016 vom 9. Juni 2016

Personalmeldungen Mai 2016, Technische Fakultät

PERSONALMELDUNGEN

Emeritierung/Ruhestand

Prof. Dr. Rainer Buchholz, Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik.


Weiteres aus den Fakultäten

PD Dr. Martin Weber, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere IT-Management, forscht und lehrt bis 28. Februar 2017 an der Bentley University, Waltham, USA.
PD Dr. Ronald Gebhardt, Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik, hat ab 1. April 2016 die kommissarische Leitung des Lehrstuhls übernommen.


Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 92/2016 vom 31. Mai 2016

FAU-Forscher gehören zu den meistzitierten

Erfolgreich im CWTS Leiden-Ranking 2016

Wie bedeutsam ein Wissenschaftler von seinen Fachkollegen eingeschätzt wird, misst sich auch daran, wie häufig er von ihnen zitiert wird – ein Faktor, den das CWTS Leiden Ranking alljährlich für die Bewertung von Spitzen-Unis zugrunde legt. Auch in diesem Jahr hat die FAU in dem Ranking wieder eine hervorragende Platzierung erreicht: Deutschlandweit liegt sie auf Platz 13 derjenigen Universitäten, deren Publikationen zu den Top zehn Prozent der am häufigsten referenzierten Veröffentlichungen gehören – vor Hochschulen wie der RWTH Aachen, der HU Berlin und der TU Dresden.

Nach Fächergruppen betrachtet schneiden die gemeinsam untersuchten Fächer Mathematik und Informatik der FAU sogar noch besser ab: Die Veröffentlichungen aus diesen Disziplinen erreichen Platz drei unter den meistzitierten zehn Prozent. Auch bei anderen Kriterien liegt die FAU gut im Rennen, zum Beispiel mit einem bemerkenswerten Platz neun, was die Gesamtanzahl der Publikationen angeht. In der Einzelwertung schneiden hier die Fächergruppen Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Mathematik und Informatik besonders gut ab – mit jeweils einem herausragenden Platz sieben.

Das CWTS Leiden-Ranking wird jährlich vom Centre for Science and Technology Studies der Universität Leiden (Niederlande) herausgegeben. Darin werden die 750 weltweit wichtigsten Universitäten verglichen.

Weitere Informationen:
Jens Kämmler, Tel. 09131/85-23171, jens.kaemmler@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 88/2016 vom 19. Mai 2016

„Dezentralisierung von Speichertechnologien wird immer wichtiger“

FAU-Wissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Karl über Second Generation Fuels und Methanisierung

Wenn es nach der Bundesregierung geht, sollen bis zum Jahr 2050 ca. 80 Prozent des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen. Bis es soweit ist, müssen jedoch noch viele Herausforderungen gemeistert werden, nicht zuletzt die technische Umsetzung. Am 19. und 20. Mai treffen sich an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) Wissenschaftler aus ganz Europa, um in einem Workshop über aktuelle Entwicklungen bei Second Generation Fuels zu diskutieren. Im Interview mit FAU aktuell erklärt Prof. Dr. Jürgen Karl vom Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik an der FAU drängende Forschungsfragen und derzeitige Herausforderungen.

Der Workshop beschäftigt sich mit Power-to-Gas und Methanisierung. Worum handelt es sich dabei? Und was sind die Vorteile dieser beiden Technologien gegenüber anderen Speichertechnologien für Energie?
Durch die Methanisierung wird Synthesegas – also Wasserstoff und Kohlenmonoxid – in Methan konvertiert. Der Workshop behandelt also Technologien, mit denen aus regenerativ erzeugtem Wasserstoff synthetisches Erdgas erzeugt werden kann. Dadurch können erneuerbare Energien wie Wind, Photovoltaik oder Biomasse im Gasnetz gespeichert werden.
Solche Speichertechnologien werden eine entscheidende Rolle für das Gelingen der bundesdeutschen und auch der weltweiten Energiewende spielen. Wenn im Jahr 2022, also in gerade mal sechs Jahren, die letzten noch verbleibenden Kernkraftwerke endgültig abgeschaltet werden, müssen geeignete Technologien verfügbar sein, um erneuerbare Energien aus Wind, Photovoltaik und Biomasse zu besichern und zu ergänzen, wenn zu wenig Wind oder Sonne bereitstehen. bereitzuhalten. Auch weil zeitgleich immer mehr konventionelle Kraftwerke aufgrund ihres Alters vom Netz gehen werden. Power-to-Gas und die Methanisierung von Biomasse werden besonders für die langfristige Speicherung großer Energiemengen wichtig werden. Sie sind also vor allem zum Aufrechterhalten unserer Versorgungssicherheit von Bedeutung.

Was sind die zurzeit wichtige Forschungsfragen auf dem Gebiet?
Das sind zum einen die klassischen Fragen aller chemischen Synthesen: die Effizienz, die Haltbarkeit und Selektivität von Katalysatoren und natürlich die Reduktion von Kosten. Zum anderen wird aber derzeit die Dezentralisierung solcher Technologien immer wichtiger. Denn Power-to-Gas oder die Konversion von Biomasse kann immer nur in kleinen dezentralen Anlagen gelingen. Zudem ist auch aus Effizienz- und Akzeptanzgründen und nicht zuletzt aus Sicherheitserwägungen die Synthese in kleinen, dezentralen Anlagen gerade im dicht besiedelten Europa nicht nur sinnvoll, sondern auch leichter umsetzbar, als in den bisher üblichen Großanlagen. Die Kostenstrukturen dieser dezentralen Anlagenkonzepte unterscheiden sich jedoch grundlegend von denen großer Anlagen. Daher sind konventionelle technische Lösungen grundsätzlich zu hinterfragen.

Zu welchen Aspekten forschen Sie zurzeit an der FAU?
Unser Schwerpunkt liegt auf der Synthese von Erdgassubstituten aus Festbrennstoffen, also aus Holz, aber auch aus Kohle. Dabei untersuchen und optimieren wir beispielsweise die thermochemische Vergasung und integrierte Gasreinigungsschritte, mit denen wir das fossile CO2 abtrennen, um Kohle zumindest mit wesentlich reduzierten Treibhausgasemissionen nutzen zu können. Auch bei der Nutzung von Biomasse für Synthesen liegt der Schwerpunkt auf der Gasreinigung. Hier bereiten sogenannte Teere große Probleme, die sich wiederum durch eine geeignete Systemintegration beherrschen lassen. Besonders spannend finde ich persönlich auch ein aktuelles Projekt zur biologischen Methanisierung: Es gibt Mikroorganismen, sogenannte Archaeen,  – beispielsweise aus Tiefseevulkanen – die in der Lage sind, Wasserstoff und CO2 in Methan umzusetzen. Wenn es gelingt, diese Archaeen an unser Holzgas zu gewöhnen, wär das eine echter Durchbruch. 

Was sind die Herausforderungen, um Power-to-Gas marktfähig zu machen bzw. flächendeckend einzuführen?
Die Frage lässt sich nur recht ernüchternd beantworten. Ohne Förderung wird es zunächst nicht gehen. Diese Technologien sind noch weit entfernt von jeder wirtschaftlichen Umsetzung. Dies liegt zum einen daran, dass ein geeigneter Business-Case fehlt: Gerade „strategische“ Speicher für große Energiemengen, die eigentlich gar nicht zum Einsatz kommen sollen, sondern nur für den Fall der Fälle bereitstehen, können mit diesem Einsatzzweck gar kein Geld verdienen. Hier sind geeignete Marktmodelle gefragt, die den Systemnutzen vergüten. Oder eben Förderungen, die wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bei Wind und Photovoltaik eine Anschubfinanzierung für einen weltweiten Markterfolg begründeten. Dann könnten auch Methanisierung und Power-to-Gas so günstig werden, dass synthetisches Erdgas aus erneuerbaren Energien konkurrenzfähig wird und wir mit diesen Technologien auch gespeicherte Windenergie, Biomasse und Solarenergie aus Kanada, Patagonien oder Australien zu uns nach Europa bringen könnten.

Das Programm zum Workshop „Methanation and Second Generation Fuels“ finden Sie unter http://evt.cbi.fau.de/files/aktuelles/FlyerMethanationWorkshop2016.pdf

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Jürgen Karl
Tel.: 0911/5302-9021
juergen.karl@fau.de

Das Interview mit Prof. Jürgen Karl finden Sie auch online unter: https://www.fau.de/2016/05/news/nachgefragt/dezentralisierung-von-speichertechnologien-wird-immer-wichtiger

Quelle: FAU Pressestelle

Auszeichnungen und Funktionen 05/2016, Technische Fakultät

AUSZEICHNUNGEN

Dr. Doris Segets, Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik, ist der Friedrich-Löffler-Preis 2016 für ihre hervorragenden Leistungen bei der Entwicklung ingenieurwissenschaftlicher Konzepte zur Herstellung und Verarbeitung nanoskaliger Partikel verliehen worden. Der mit 3000 Euro dotierte Preis honoriert besondere Verdienste auf dem Feld der Partikelforschung und dient der Förderung ingenieurwissenschaftlicher Nachwuchskräfte.


FUNKTIONEN

Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini, Lehrstuhl für Biomaterialien, ist zum Koordinator der Arbeitsgruppe Biomaterialien und zum Mitglied des Regierungsrates des European Virtual Institute on Knowledge-based Multifunctional Materials ernannt worden. Außerdem wurde er in das Direktorium des Bayerischen Hochschulzentrums für Lateinamerika (BAYLAT), eine Serviceeinrichtung zur Förderung der Vernetzung von bayerischen und lateinamerikanischen Universitäten und Hochschulen, berufen.

Prof. Dr. Lothar Frey, Lehrstuhl für Elektronische Bauelemente, ist zum Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats der Bayerischen Forschungsstiftung gewählt worden. Der wissenschaftliche Beirat berät die Stiftung in Forschungs- und Technologiefragen und gibt zu Vorhaben und Forschungsverbünden Empfehlungen.

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 84/2016 vom 12. Mai 2016

Spatenstich für Interdisziplinäres Zentrum für Nanostrukturierte Filme
Bund investiert 40 Mio. Euro

Spatenstich für neuen Forschungsbau
Bund investiert rund 40 Millionen Euro in das Interdisziplinäre Zentrum für Nanostrukturierte Filme (IZNF)

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle, Bauminister Joachim Herrmann, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Stefan Müller, Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß, IZNF-Sprecher Prof. Dr. Christoph Brabec, Leitender Baudirektor Dieter Maußner vom Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg, Architekt Peter Doranth sowie FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger nahmen am 6. Mai 2016 den Spatenstich für einen neuen Forschungsbau an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vor. Im voraussichtlich Ende 2018 auf dem Erlanger Südgelände fertiggestellten „Interdisziplinären Zentrum für Nanostrukturierte Filme“ des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials (EAM) werden die bereits gefestigten Kompetenzen der FAU in den Bereichen Neue Materialien und Prozesse sowie Optik und Photonische Technologien um den Bereich Funktionale Dünnfilmtechnologien erweitert.

In seiner Begrüßung unterstrich FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger die Stärke der Forschungsvorhaben, die 11 Arbeitsgruppen aus dem Umfeld der Oberflächenfunktionalisierung und Dünnfilmtechnologie im neuen Gebäude verfolgen werden: „Wissenschaft wird heutzutage erst richtig gut, wenn sie interdisziplinär betrieben wird. Das IZNF profitiert von der unmittelbaren räumlichen Nähe zu den beteiligten Disziplinen aus sieben Departments der Universität und weiteren relevanten Partnereinrichtungen, zu denen auch das Fraunhofer-Institut IISB, das Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE)und das neu entstehende Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg (HI-ERN) gehören.“ Er freue sich, dass der Wissenschaftsrat, die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK), der Freistaat und der Bund diese besondere Qualität  in Form des Forschungsbaus gewürdigt habe.

„Der neue Forschungsbau stärkt den Wissenschaftsstandort Bayern und unterstreicht die erfolgreiche Förderung der Hochschullandschaft in Mittelfranken“, freute sich Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle. „Das neue Interdisziplinäre Zentrum für Nanostrukturierte Filme erweitert das Spektrum der Forschung an der Universität Erlangen-Nürnberg um ein spannendes und zukunftsweisendes Feld. Der Neubau ist bereits der zweite Forschungsbau, den die Friedrich-Alexander-Universität aus dem Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials heraus eingeworben hat. Das zeigt die große Bedeutung der Forschung in Nordbayern auch auf nationaler Ebene“, führte er aus.

Bayerns Innen- und  Bauminister Joachim Herrmann betonte: „Dieser Forschungsneubau ist ein Meilenstein für die Entwicklung des vielseitigen und attraktiven FAU-Campus und damit auch für den Wissenschaftsstandort Erlangen. Ich werde mich bei den anstehenden Haushaltsverhandlungen auch für den zweiten Bauabschnitt des Chemikums der FAU einsetzen.“

„Die Forscherinnen und Forscher werden sich am IZNF mit der perfekten Anordnung kleinster Strukturen beschäftigen. Diese Ordnung im Kleinen wird langfristig neue und innovative Materialien und Produkte ermöglichen“, sagte Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium  für Bildung und Forschung. „Damit greift das IZNF Themen auf, die auch dem Bundesforschungsministerium sehr wichtig sind, weil sie die Innovationskraft Deutschlands stärken. Deshalb fördert der Bund das Vorhaben mit 20 Millionen Euro.“

„Die enge Vernetzung der unterschiedlichen Forschungsgebiete und der intensive Austausch mit innovativen Unternehmen machen Erlangen zu einem so attraktiven Wissenschaftsstandort. Das neue Forschungszentrum ist ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft“, hob Dr. Elisabeth Preuß, Bürgermeisterin der Stadt Erlangen, hervor.

Prof. Dr. Christoph Brabec, Sprecher des Interdisziplinären Zentrums für Nanostrukturierte Filme des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials, erläuterte: „Durch den Bau wird eine international einmalige Institution geschaffen, in der die Forschung der FAU im Umfeld der Oberflächenfunktionalisierung und Dünnfilmtechnologien eine herausragende Forschungsumgebung findet und die Aktivitäten auf diesem hochinnovativen Forschungsgebiet bündelt.“ Im Forschungsbau werde eine geschlossene, stringente Prozesskette von der Herstellung über die Charakterisierung bis hin zur Integration der Filme in funktionale Materialen und Bauteile etabliert.

Der Forschungsbau auf dem Südgelände der FAU soll auf 4.638 Quadratmetern mehr als 250 Arbeitsplätze beherbergen. Im IZNF sollen die natur- und technikwissenschaftlichen Grundlagen der Herstellung funktionaler, dünner Filme studiert und deren Integration in funktionale Dünnschichtsysteme realisiert werden. Dünne Filme sind Materialschichten mit Dicken von wenigen Nanometern bis zu einigen Mikrometern, die oftmals ein anderes physikalisches Verhalten zeigen als massive Körper aus demselben Material, beispielsweise elektrische Leitfähigkeit oder Reaktivität. Bekannte Beispiele aus dem Alltag für dünne Filme sind die Regenbogenfarben von Seifenblasen oder Ölfilme auf Wasser.

Mit dünnen Filmen können auch Eigenschaften erreicht werden, die sonst nicht vorhanden sind. Auf Dünnfilmtechnologien beruhen viele moderne, für Deutschland besonders relevante Technologiebereiche, wie nachhaltige Methoden der Energiewandlung und -speicherung, Methoden zur Verbesserung der Rohstoff- und Materialeffizienz, Kommunikations- und Informationstechnologien und Sensorik. Wichtige Wissenschaftsbereiche, die hinter diesen Anwendungen stehen, sind die Photonik und Optoelektronik, die Nanotechnologie und die Katalyse. Beispiele für Anwendungen mit hoher Marktrelevanz sind funktionale Schichtsysteme wie etwa Transistoren, Membranen, Elektroden, druckbare Solarzellen, Systeme für die photo-elektrochemische Wasserspaltung, optische Sensoren in der Kommunikationstechnologie oder neuartige Friktionssysteme bis hin zu reaktiven oder biokompatiblen Oberflächen. Alle diese Anwendungen beziehen ihre Funktionalität aus dünnen, zum Teil nanostrukturierten Filmen. Dabei ist die Qualität eines Films von entscheidender Bedeutung für seine Funktion.

Im IZNF sollen geeignete Prozesstechnologien für dünne Filme aus Flüssigkeiten entwickelt werden, die die effiziente Herstellung nanostrukturierter Filme erlauben und diese für technische Anwendungen bereitstellen. Das IZNF ist aus dem Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM) heraus entstanden und nutzt die im Interdisziplinären Zentrum für Funktionale Partikelsysteme des Clusters hergestellten Partikelsysteme und Vorarbeiten, um nun in einem nächsten Schritt neue Fragen auf dem hochinnovativen Gebiet der nanostrukturierten dünnen Filmen zu adressieren.  

Weitere Informationen:
https://eam.fau.de/de 

Gebäudeblatt zum Download:
www.fau.de/files/2016/05/gebaeudeblatt_IZNF_FAU.pdf

Illustration zum Download:
www.fau.de/files/2016/05/spatenstich_IZNF_doranth-post-architekten.jpg
Südwest-Perspektive IZNF (Quelle: Doranth Post Architekten)

Kontakt:
Prof. Dr. Christoph J. Brabec, Sprecher des Interdisziplinären Zentrums für Nanostrukturierte Filme des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials (EAM)
Tel.: 09131 85-25426
E-Mail: christoph.brabec@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 82/2016 vom 6. Mai 2016

Bestnoten im CHE-Ranking
FAU punktet in Chemie sowie Elektro- und Informationstechnik

Die FAU ist im aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) erneut vorne mit dabei: In den Fächern Chemie sowie Elektro- und Informationstechnik gehört sie zur Spitzengruppe. In diesem Jahr hat das CHE die Fächer Anglistik/Amerikanistik, Biologie, Chemie, Chemieingenieurwesen, Elektro- und Informationstechnik, Erziehungswissenschaft, Germanistik, Maschinenbau, Psychologie, Werkstoffwissenschaften sowie Romanistik untersucht.

Chemie sowie Elektro-und Informationstechnik konnten in jeweils drei Kategorien Bestnoten erreichen. Chemie punktet bei der Studiensituation insgesamt, bei der Vermittlung fachwissenschaftlicher Kompetenzen sowie in der Kategorie Abschluss in angemessener Zeit. In der letzten Kategorie zeichnet sich auch die Elektro- und Informationstechnik an der FAU aus. Des Weiteren überzeugt das Fach beim Kontakt zur Berufspraxis und den Forschungsgeldern.

Aber auch die anderen Fächer können sich über Spitzenbewertungen freuen. Biologie ist bei der Vermittlung fachwissenschaftlicher Kompetenzen spitze, die Werkstoffwissenschaften bei den Forschungsgeldern hervorragend. Besonders erfreulich: Alle untersuchten Fächer erreichten in der Kategorie Abschluss in angemessener Zeit die Bestnote.

Das CHE-Ranking
Einmal im Jahr ermittelt das CHE die Daten für sein Hochschulranking. Dabei wird jeweils ein Drittel der Fächer neu untersucht. In das Ranking fließen Informationen von über 300 Universitäten und Hochschulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden ein. Neben Daten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung umfasst es auch Urteile von Studierenden über die Studiensituation sowie die Reputation der Fachbereiche unter den Professoren der einzelnen Fächer.

Die kompletten Ergebnisse sind abrufbar unter http://www.ranking.zeit.de.

Weitere Informationen:
Jens Kämmler
Tel.: 09131/85-23171 | jens.kaemmler@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 80/2016 vom 3. Mai 2016

FAU-Forscher stellen Software zur Gesichtsmanipulation vor

Nichts ist mehr, wie es scheint: Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben zusammen mit Partnern der Universität Stanford und des Max-Planck-Instituts für Informatik in Saarbrücken eine Technologie entwickelt, mit der sich Mimik und Lippenbewegungen eines Menschen erfassen und auf das Videobild eines anderen übertragen lassen – in Echtzeit. Justus Thies, Doktorand am Lehrstuhl für Graphische Datenverarbeitung der FAU, ist der Entwickler der Facial Reenactment Software.

FAU: Herr Thies, was kann Ihre Software?
Justus Thies: Das Ganze ist einfach erklärt: Unser Programm erkennt Mimik und Lippenbewegungen eines Menschen in einem Video und überträgt diese in Echtzeit auf das Videobild eines anderen. Das kann in Zukunft zum Beispiel sehr praktisch sein, wenn bei Videokonferenzen simultan übersetzt werden soll. Weichen Mundbewegung des Redners und die gehörten Worte voneinander ab, erschwert es das Verständnis. Wir verschmelzen die Stimme und die Mimik des Dolmetschers mit dem Gesicht des Redners. Auf den angeschlossenen Monitoren erscheint der Redner wie in einem alltäglichen Gespräch: optisch und akustisch aus einem Guss.

Wie genau funktioniert das?
Zunächst wird das Gesicht des Sprechers aus drei Richtungen fotografiert. Dabei erfassen wir die Geometrie des Gesichtes, also zum Beispiel die Wölbung von Nase und Stirn, aber auch die Textur, etwa Narben oder Leberflecken. Anschließend wird ein Computerprogramm gestartet, das 80 Parameter so einstellt, dass das 3D-Modell als eine Art Maske optimal auf das jeweilige Gesicht passt.
Genau wie für die Gesichtsform gibt es auch Parameter – etwa 76 Stück – mit denen sich die Mimik erfassen lässt. Wenn nun der Dolmetscher zu übersetzen beginnt, werden die Unterschiede der beiden Gesichter berechnet und dann das Zielgesicht mehrmals pro Sekunde so modifiziert, dass es den gleichen Ausdruck zeigt wie das des Übersetzers.

Die Idee, die Bewegung eines echten Menschen auf eine andere Figur zu übertragen, ist aber nicht neu. In vielen Filmproduktionen kommt diese Technologie seit Jahren zum Einsatz.
Das ist richtig. Die Filmindustrie erweckt auf diese Weise zum Beispiel Avatare zum Leben. Doch bisher war das sehr aufwändig, weil die Schauspieler erst mit Markern beklebt werden müssen, um deren Bewegungen zu vermessen. Außerdem sind die Rechenzeiten am Computer sehr lang, selbst mit modernen Hochleistungsrechnern. Wir sind die ersten, die diese Verschmelzung in Echtzeit und ohne zusätzliche Gesichtsmarker schaffen.

Im nächsten Animationsfilm aus Hollywood könnte also Technik aus Erlangen zum Einsatz kommen?
Unsere Technik ist sicherlich noch verbesserungsfähig. Noch gelingt es uns nicht, feine Mimik zu übertragen.  Deutlichere Bewegungen funktionieren schon recht gut. Das besondere an unserer Technik ist, dass es in Echtzeit funktioniert.

Gibt es noch andere Anwendungsfelder für Ihre Software?
Nahe liegt es natürlich, mit unserer Software nicht nur Videokonferenzen, sondern auch Filme zu synchronisieren. Gerade in Filmen kommt es oft vor, dass die Lippenbewegungen nicht zum Text passen.
Denkbar wären auch medizinische Anwendungen, so könnte man mit der Software psychologische Experimente durchführen oder für Schlaganfallpatienten mit leichten Gesichtslähmungen Übungsprogramme anbieten, mit denen sie wieder eine normale Gesichtsmimik üben können.

Eine Software, mit der sich Bilder verändern lassen, lädt aber auch zu Missbrauch ein ...
Natürlich ist die Gefahr von Bildmanipulationen groß. Doch es gibt schon lange Möglichkeiten, Fotos und Videos nachträglich zu bearbeiten – und das in sehr guter Qualität. Das hat zum Beispiel Jan Böhmermanns ausgezeichnetes Varoufakis-Video deutlich gezeigt. Wir hoffen deshalb, dass unsere Veröffentlichung und das zugehörige Youtube-Video die Leute gegenüber diesem Thema noch stärker sensibilisieren.
Außerdem sind wir uns unserer Verantwortung als Wissenschaftler durchaus bewusst. Eine der nächsten Doktorarbeiten an unserem Lehrstuhl wird sich mit dem Aufdecken von Videofälschungen beschäftigen.

Weitere Informationen:
Wie die Übertragung der Mimik funktioniert, haben die Wissenschaftler auch in diesem Video dargestellt: https://www.youtube.com/watch?v=ohmajJTcpNk

Originalpaper zum Download: http://www.graphics.stanford.edu/~niessner/papers/2016/1facetoface/thies2016face.pdf
Thies, Justus et al. (2016): “Face2Face: Real-time Face Capture and Reenactment of RGB Videos“, Proc. Computer Vision and Pattern Recognition (CVPR), IEEE, June 2016

Justus Thies
Lehrstuhl für Informatik 9 (Graphische Datenverarbeitung)
09131/85 29924 | justus.thies@fau.de

Quelle: FAU Pressestelle

Öffentliche Vortragsreihe "Faszination Technik" 2016
Auftakt am 3.5.2016

2016 feiert die Technische Fakultät ihr 50-jähriges Bestehen. Gerade unter diesem Aspekt freuen wir uns besonders, Ihnen auch in diesem Jahr wieder eine Neuauflage der Öffentlichen Vortragsreihe »Faszination Technik« präsentieren zu können, die traditionell von der Technischen Fakultät der FAU Erlangen-Nürnberg sowie dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS veranstaltet wird.

An vier Terminen berichten unsere Experten über die neuesten Entwicklungen aus Wissenschaft und Technik. Gerne stellen sich unsere Referenten im Anschluss ihrer Vorträge der Diskussion mit den Zuhörern. Den Abschluss und Höhepunkt dieser Reihe bildet, wie jedes Jahr, die Veranstaltung »Offene Werkstatt – Geisteswissenschaften und Technische Disziplinen im Dialog«. Veranstaltungsort ist jeweils der Große Seminarsaal des Fraunhofer IIS, Am Wolfsmantel 33, 91058 Erlangen.

Auftakt am 3. Mai 2016, 16:00 Uhr
Eröffnet wird die Vortragsreihe am Dienstag, dem 03.05.2016, um 16:00 Uhr durch Dr. Siegfried Fößel, Fraunhofer IIS/Abteilungsleiter Bewegtbildtechnologien und den Dekan der Technischen Fakultät, Prof. Dr. Peter Greil. Es folgen zwei Vorträge zu den Themen "Weiche Assistenten – Wie künstliche Muskeln und Internetsuchmaschinen einem Roboter helfen können unsere Welt zu begreifen" und "Lichtfeldtechnologie – Das Einfangen des Lichts".

Programm und Anmeldung
Für die Teilnahme an den Terminen wird um eine Anmeldung gebeten. Alle Informationen zum Programm finden Sie im Flyer zur Veranstaltung und im Veranstaltungskalender der Technischen Fakultät.

Weitere Informationen:
Daniel Miribung | Dekanat TF
Tel.: 09131-85-29592 | daniel.miribung@fau.de

Erlanger Verfahrenstechniker entwickeln Lotuseffekt für organische Flüssigkeiten

Keine Chance für Schmierfilme
Erlanger Verfahrenstechniker entwickeln Lotuseffekt für organische Flüssigkeiten

Materialwissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben ein Verfahren entwickelt, das den Selbstreinigungseffekt keramischer Oberflächen auch bei organischen Flüssigkeiten wie Ölen oder Alkohol ermöglicht. Die Forschungsergebnisse werden jetzt im renommierten Journal of Materials Chemistry A in einer Sonderpublikation zu Arbeiten junger, aufstrebender Wissenschaftler veröffentlicht*.

Jeder hat schon einmal vom Lotuseffekt gehört: Flüssigkeiten perlen von Oberflächen ab, ohne sie zu benetzen. Die namensgebende Lotosblume und andere hydrophobe Pflanzen bilden eine Struktur mikroskopisch kleiner Papillen aus, die die Kontaktfläche stark verringert und Flüssigkeiten in Kugelform zwingt. Seit etwa zwanzig Jahren wird dieser Selbstreinigungseffekt technisch nachgebildet und kommt beispielsweise bei Fliesen, Glasoberflächen oder Fassadenanstrichen zum Einsatz.

„Leider funktioniert dieser Effekt nur bei Wasser besonders gut, weil Wasser eine sehr hohe Oberflächenspannung und damit die Tendenz zur Tropfenbildung besitzt“, sagt Prof. Dr. Nicolas Vogel vom Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik der FAU. „Bei anderen Flüssigkeiten, vor allem organischen Ölen oder Alkohol, ist dieses Verhalten weniger stark ausgeprägt.“ Seit Jahren forscht Vogel deshalb an einer Möglichkeit, keramische Oberflächen so zu manipulieren, dass das Benetzungsverhalten auch von Flüssigkeiten mit geringerer Oberflächenspannung kontrolliert werden kann.

Höhlenartige Poren im Glas
Diesem Ziel sind die Verfahrenstechniker der FAU nun einen Schritt näher gekommen: Vogel und seinen Forscherkollegen ist es gelungen, kleinste polymere Nanopartikel mit einem Durchmesser unterhalb von 1 µm in die Oberfläche von Glas einzubinden – und dabei die Höhe der Einbettung zu kontrollieren. In einem nachfolgenden Schritt werden die kleinen Partikel durch Kalzinieren wieder entfernt. Im Trägermaterial entstehen so kleine höhlenartige Vertiefungen mit einem Öffnungswinkel von weniger als 90 Grad. „Entscheidend bei diesem Verfahren ist, dass wir die Eindringtiefe der Kolloide und damit den Öffnungswinkel der Poren sehr präzise steuern können“, erklärt Vogel.

Anwendung in der Hygiene
Damit haben die Erlanger Forscher die Grundlage für Materialien geschaffen, die nicht nur Wasser, sondern auch organische Flüssigkeiten abweisen. Ein solcher Selbstreinigungsmechanismus könnte beispielsweise in der Medizinhygiene zum Einsatz kommen, wenn es darum geht, eine Benetzung mit Körperflüssigkeiten zu verhindern. Oder bei Glasoberflächen – Vitrinen, Türen, Kameralinsen –, die vor Ölen und Fetten geschützt werden sollen. „Noch funktioniert unser Verfahren nur unter Laborbedingungen“, sagt Nicolas Vogel. „Aber die Methode ist prinzipiell skalierbar, so dass auch eine industrielle Anwendung erreicht werden kann.“

Faszinierende Einblicke in den Mikrokosmos
Wie sich Materialwissenschaftler von Muschelschalen, Schmetterlingsflügeln oder eben der Lotosblume inspirieren lassen, davon kann man sich aktuell in Erlangen ein Bild machen: Im Eingangsbereich des Botanischen Gartens sind mikroskopische Aufnahmen verschiedener Oberflächen aus der Tier- und Pflanzenwelt in beeindruckender Intensität zu sehen. Die Poster-Ausstellung „Kleine Strukturen – große Wirkung“ wird vom Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM) der FAU organisiert, zu dem auch die Forschergruppe um Nicolas Vogel gehört. Die Ausstellung läuft bis 28. August 2016 und ist Dienstag bis Sonntag von 9:30 bis 15:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

*doi: 10.1039/C5TA08992A

Informationen für Medien:
Prof. Dr. Nicolas Vogel
Tel.: 09131/85-20357
nicolas.vogel@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 24/2016 vom 19. April 2016

FAU: Geballtes Partikelwissen in Nürnberg versammelt

Geballtes Partikelwissen in Nürnberg versammelt
FAU mit vielfältigem Angebot auf Weltleitmesse für Verfahrenstechnik vertreten

Kleine Teilchen stehen alle drei Jahre in Nürnberg im Mittelpunkt – bei der Weltleitmesse für Partikel- und Pulvertechnologie, POWTECH, sowie dem weltweit sichtbarem wissenschaftlichen Forum für Partikeltechnologie, PARTEC. In diesem Jahr finden die beiden Veranstaltungen von Dienstag, 19. April, bis Donnerstag, 21. April, auf dem Gelände der NürnbergMesse statt. Nicht fehlen dürfen dabei die Partikeltechnologie und die Verfahrenstechnik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU): Sie präsentieren an einem Gemeinschaftsstand des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials (EAM) unter dem Motto „Partikel@FAU“ neueste Erkenntnisse aus der Partikeltechnologie, der additiven Fertigung, der Katalyse und der Analytik und prägen mit 15 wissenschaftlichen Vorträgen das Programm der PARTEC. 

Für einen großen Teil unserer Alltagsprodukte sind Partikel essenziell – sei es als Ausgangsmaterial oder während des Herstellungsprozesses. Der Grund: Stoffe verändern ihre Eigenschaften mit der Größe – sie haben beispielsweise andere Farben, Schmelzpunkte oder elektrische Leitfähigkeiten. Teilchen mit einer Größe von wenigen Nanometern bis zu mehreren zehn Mikrometern dienen als Legosteine für innovative Materialien, die in Batterien, druckbaren Solarzellen, neuartigen Katalysatoren oder Bauteilen der additiven Fertigung ihren Einsatz finden. In Erlangen arbeiten in einem einzigartigem Ansatz die methodisch orientierten Querschnittsdisziplinen Partikeltechnologie, Nanoanalyse und Mikroskopie sowie Modellbildung und Simulation, welche von verschiedenen technischen und naturwissenschaftlichen Fachrichtungen getragen werden, interdisziplinär in Forschungsverbünden eng zusammen, die auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und die Industrie einschließen. Dieses Zusammenspiel unterschiedlichster Akteure und Disziplinen ermöglicht es, anwendungsnahe Produktlösungen für den rasant wachsenden Markt der Partikeltechnologie zu finden und entlang von Prozessketten – Stichwort vom Molekül zum Produkt – Materialien mit revolutionär neuen Eigenschaften zu entwickeln. Die großen Forschungsfelder, die von den Wissenschaftlern der FAU in Halle 3, Stand 406 im Sonderbereich „Generation Zukunft“ für die Forschung präsentiert werden, sind die Partikelbildung, die additive Fertigung, die Analytik und Charakterisierung sowie die Katalyse.

Partikeleigenschaften: eine Frage der Größe und Oberfläche
Die Teilchen werden sowohl in Bottom-up-Verfahren, zum Beispiel durch Fällung oder Kristallisation, als auch in Top-down-Verfahren, das heißt durch Zerkleinerung, Emulgieren oder Versprühen, in flüssiger und gasförmiger Phase hergestellt. Dabei wird die Größe und Oberfläche der Partikel so verändert, dass Eigenschaften maßgeschneidert zu den jeweiligen Anwendungen passen. Auf der Messe zeigen der Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik sowie das Interdisziplinäre Zentrum für funktionale Partikelsysteme aktuelle Arbeiten – zum Beispiel Halbleiternanopartikel, sogenannte Quantenpunkte mit wenigen Nanometern im Durchmesser, welche mittels eines neuen automatisierten, roboterunterstützten Syntheseverfahrens hergestellt werden. Die Quantenpunkte weisen so bei einem hohen Probendurchsatz eine gleichbleibend hohe Qualität auf. Außerdem werden Polymerpartikel in Mikrometer-Größe gezeigt, aus denen an der FAU Bauteile mit Hilfe der additiven Fertigung bis zu einer Größe von etwa 60 x 40 x 50 Zentimetern entstehen.

Additive Fertigung: beliebige Formen aus dem „Drucker“
Additive Fertigung nennen Fachleute das, was im Alltag 3D-Druck genannt wird. Diese Technologie ermöglicht es, Bauteile in nahezu beliebiger Form aus Kunststoff oder Metall herzustellen, und zwar ohne dass dafür spezifische Werkzeuge oder Formen nötig sind. Auf der Messe zeigt der Sonderforschungsbereich 814 – Additive Fertigung, wie sich Bauteile aus einer oder auch mehreren Komponenten in gewünschter Qualität herstellen lassen. Insbesondere geht es um Verfahren, bei denen Kunststoff- oder Metallpulver Schicht für Schicht mithilfe eines Lasers oder Elektronenstrahls zu einem komplexen Bauteil verschmolzen werden. Dabei betrachten die Wissenschaftler die komplette Prozesskette von der Pulverherstellung über die jeweiligen pulver- und strahlbasierten Prozesse bis hin zum dreidimensionalen Bauteil, um so das Verständnis der Teilprozesse systematisch zu vertiefen. Neben der experimentellen Analyse werden die Teilprozesse auch modelliert und simuliert, um zukünftig zum Beispiel Bauteileigenschaften vorhersagen zu können.

Analytik und Charakterisierung: Augen auf im Nanobereich
Eigenschaften und Einsatzbereiche von Nanopartikeln hängen stark von deren Größe und Oberflächenstruktur ab. Daher ist es unerlässlich, dass während des Herstellungsprozesses laufend untersucht wird, wie sich Parameter wie Größe, Form und Struktur der Partikel im Prozess und während der Herstellung entwickeln. Die Erlanger Forscher verfügen dafür über eine ganze Reihe an Methoden, die eine Analyse im Größenbereich zwischen Nano- bis Zentimetern zulassen. Eine spezielle Ultrazentrifuge, in der die Nanoteilchen Kräften ausgesetzt werden, die bis zu 250.000-mal höher als die Schwerkraft sind, dient dazu, Größe, Form und optische Eigenschaft detailliert zu bestimmen. In Zusammenarbeit mit dem Center for Nanoanalysis and Electron Microsopy werden an der FAU höchst auflösende analytische Methoden für partikuläre Systeme entwickelt. Besucher der Messe bekommen mit einem Demonstrationsgerät des Lehrstuhls für Technische Thermodynamik einen Einblick wie Partikel in Flammen entstehen. Mit dem Gerät lassen sich verschiedene Partikelmerkmale mit laseroptischen Methoden als Online-Messung in der Gasphase und in Echtzeit bestimmen.

Katalyse: Schwamm drüber – wirbeln statt tränken
Neuartige beschichtete Katalysatoren werden am Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik, unterstützt vom Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik, in Wirbelschichten entwickelt. Die Idee dabei ist, dass Flüssigkeiten, in denen relativ teure Metallkatalysatoren gelöst sind, möglichst effektiv für selektive chemische Reaktionen genutzt werden. Die Forscher wollen dies erreichen, indem sie einen dünnen Film auf die große innere Oberfläche poröser, also schwammartiger, Trägermaterialien verteilen. Dadurch werden sowohl die Flüssigkeit als auch der Katalysator vollständig genutzt. Mit dieser Technologie wollen Wissenschaftler Funktionsmaterialien mit einer bisher nicht erreichten Selektivität und Effizienz entwickeln. Einsatzgebiete ergeben sich hauptsächlich im Bereich der Katalyse und Gasreinigung, aber auch der Medizin und Sensorik. Weltweit dürfte der Markt für solche Katalysatoren und Adsorbentien im zweistelligen Milliardenbereich liegen.

Partikel@FAU
Partikel@FAU – unter diesem Schlagwort vereint die FAU auf der Messe POWTECH 2016 Themen und Exponate im Bereich Partikeltechnologie und Verfahrenstechnik. Die Universität ist in Halle 3, Stand 406 im neuen Sonderbereich „Generation Zukunft“, in dem Hochschulen und Institutionen ihre Forschungsprojekte vorstellen, mit folgenden Einrichtungen vertreten: Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik (LFG), Lehrstuhl für Technische Thermodynamik (LTT), Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik (CRT), Sonderforschungsbereich 814 – Additive Fertigung sowie Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM) mit seinen drei verstetigten Einrichtungen Interdisziplinäres Zentrum für Funktionale Partikelsysteme (FPS), Center for Nanoanalysis and Electron Microscopy (CENEM) sowie das Zentralinstitut für Scientific Computing (ZISC).

Informationen rund um die Messe: www.powtech.de/de/besucher  
Informationen rund um die FAU-Aussteller: www.eam.fau.de/powtech2016  

Weitere Informationen:
Dr. Annette Tyrach
Tel.: 09131/85-20840
annette.tyrach@fau.de

Frühjahrsexkursion 2016
Freundeskreis zu Gast bei INVENT

FE-16_Gruppenfoto

Am Freitag, 8.4.2016, fand die Frühjahrsexkursion des Freundeskreises im ATE bei der Firma INVENT Umwelt- und Verfahrenstechnik AG statt. Dort wurde den Teilnehmenden – Ehemaligen, Wissenschaftlern und Studierenden der TF – das Thema Wasseraufbereitung mit Fachvorträgen über moderne Rühr- und Belüftungstechnik näher gebracht und das hohe Energiesparpotential bei dem Prozess herausgestellt. Bei der anschließenden Unternehmensführung konnten die zuvor gezeigten Rührwerke, Belüftungsanlagen und Versuchsstände teilweise in Aktion erlebt werden. Daneben bot die Veranstaltung vielfältige Gelegenheit zum fachlichen und persönlichen Austausch.

Mit ihren Produkten setzt die INVENT AG – gegründet Mitte der 80er Jahre von einer Gruppe von Strömungsmechanik-Experten als Spin-Off vom Lehrstuhl für Strömungsmechanik der FAU – international Industriestandards. INVENT verfügt über eine komplette Produktpalette für die biologische Abwasserreinigung und vertreibt diese weltweit. Insgesamt umfasst INVENT heute 100 Mitarbeiter und ist weltweit das führende Unternehmen in ihrem Tätigkeitsfeld. Mit der siebten Generation des HYPERCLASSIC® - Rührwerks ist die INVENT im Markt für Ausrüstung für die biologische Wasser- und Abwasserreinigung der Marktführer für vertikale Rührwerke für die anaeroben und anoxischen Becken.

Als feste Einrichtung im Veranstaltungskalender der TF ist die jährliche Frühjahrsexkursion des Freundeskreises dem Ziel verpflichtet, anhand aktueller Themen fachliche Anregungen zu geben, die Kontakte zwischen Persönlichkeiten der Wirtschaft und der Technischen Fakultät zu vertiefen und interessierte und leistungsbereite Studierende der Technischen Fakultät an die Industrie heranzuführen. Der ATE dankt der INVENT AG und ihrem Vorsitzenden, Herrn Dr.-Ing. Marcus Höfken, selbst Mitglied des Freundeskreises, für die Einladung und die rundum gelungene Veranstaltung.

Weitere Informationen
Daniel Miribung
Tel.: 09131-85-29592, E-Mail: daniel.miribung@fau.de


FE16-Eröffnung_FRANK_ANTON

Eröffnung durch INVENT CEO Dr.-Ing. Marcus Höfken (links) und
den Sprecher des Freundeskreises, Dr. Frank Anton, Siemens AG (rechts);
weitere Impressionen

FE16-Demo1

FE16-Demo2

Personalmeldungen März 2016, Technische Fakultät

Honorarprofessor

Dr. Tim Hosenfeldt, Lehrstuhl für Konstruktionstechnik, für das Fachgebiet Konstruktionstechnik.

Verleihung apl. Professor

PD Dr. Nahum Travitzky, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Glas und Keramik).

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 46/2016 vom 30. März 2016

Materialwissenschaften an der FAU gehören zur Weltspitze

Top-Platzierungen für die FAU im QS-Ranking

Die Materialwissenschaften der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gehören auch 2016 zu den 100 besten Adressen der Welt – wie bereits in den vergangenen beiden Jahren. Das geht aus dem aktuellen QS World University Ranking hervor, das der Dienstleister für Bildungsinformationen, QS Quacquarelli Symonds, veröffentlicht hat. Insgesamt ist die FAU mit 12 Fächern unter den besten 300 Universitäten weltweit vertreten.

In den Bereichen Geisteswissenschaften, Medizin, Technik und Naturwissenschaften konnte sich die FAU in 12 Fächern unter den 300 besten Universitäten der Welt platzieren. In Physik und Astronomie, Chemie, Pharmazie und Pharmakologie, Medizin, Biologie und Maschinenbau gehört die FAU zu den 200 besten.  Chemieingenieurwesen zählt gar zu den besten 150. Besonders herausragend sind auch in diesem Jahr wieder die Materialwissenschaften: Wie bereits in den beiden Jahren zuvor erreichen sie einen Platz unter den 100 besten der Welt und verfestigen damit  ihr exzellente internationale Reputation. Die beiden Fächer Elektrotechnik und Mathematik kommen unter die besten 250, moderne Sprachen und Informatik unter die besten 300.

Unter den Top 10 in Deutschland
Bei diesen Platzierungen wundert es nicht, dass die FAU in Deutschland in fünf Fächern zu den Top-Adressen gehört: Zu den nationalen Top 10 gehören Chemieingenieurwesen (Platz 6), Materialwissenschaften (Platz 7), Zahnmedizin (Platz 7), Elektrotechnik (Platz 8) sowie Maschinenbau (Platz 9).

Das QS World University Ranking hat 4.226 Universitäten weltweit untersucht. Dabei bewertet QS Kategorien wie beispielsweise akademische Reputation, Anzahl zitierter Publikationen sowie Employer Reputation, bei der Unternehmen nach ihrer Einschätzung der Universitäten gefragt werden.  In dieser Kategorie konnte besonders der Bereich Physik und Astronomie überzeugen.

Weitere Informationen:
Jens Kämmler | Tel.: 09131/85-23171 | jens.kaemmler@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 43/2016 vom 23. März 2016

Auszeichnungen und Funktionen 03/2016, Technische Fakultät

AUSZEICHNUNGEN

Dr. Andreas Erdmann, Lehrstuhl für Elektronischen Bauelemente, ist zum Fellow der Internationalen Gesellschaft für Optik und Photonik (SPIE) gewählt worden. Diese Ehrung wird für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Optik gewährt. Die Gesellschaft widmet sich seit 1955 der Verbesserung und Erforschung lichtbasierter Technologien.


FUNKTIONEN

Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini, Lehrstuhl für Biomaterialien, ist in den Internationalen Beratungsausschuss des „Journal of Applied Biomaterials and Functional Materials“ (JABFM) berufen worden. Das JABFM ist das offizielle Journal der Italienischen Gesellschaft für Biomaterialen, dem Nationalen Interuniversitären Verbund für Materialwissenschaften und Technologie und der Italienischen Gesellschaft für Materialtechnik.

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 32/2016 vom 07. März 2016

Neues Verfahren für die Röntgenuntersuchung

3-D-Dunkelfeld-Rekonstruktionen mit dem Röntgengerät
FAU-Wissenschaftler entwickeln neues Verfahren für Röntgenuntersuchung

Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität arbeiten gegenwärtig an einer Möglichkeit, um die hochentwickelte Röntgentechnik noch einen Schritt weiterzubringen. Mittels Röntgen-Dunkelfeldbildgebung wollen die Forscher 3-dimensionale-Rekonstruktionen vom Materialaufbau gescannter Objekte anfertigen, die neuartige Informationen über die Materialstruktur liefern. Das Verfahren soll zukünftig in der medizinischen Bildgebung und der zerstörungsfreien Prüfung im industriellen Rahmen zum Einsatz kommen, um Veränderungen in der Struktur von Material oder menschlichem Gewebe besser untersuchen zu können. Im medizinischen Bereich könnte dieses Verfahren damit zum ersten Mal patiententauglich werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Kooperationsprojekt des Lehrstuhls für Mustererkennung und des Lehrstuhls für Teilchen- und Astroteilchenphysik mit 500.000 Euro.

Die sogenannte Röntgen-Dunkelfeldbildgebung ist eine relativ neue Möglichkeit, um den Aufbau eines Materials auf kleinster Ebene, genauer gesagt, kleiner als die mögliche Auflösung eines Röntgenbildes und damit kleiner als ein Pixel, visuell zu untersuchen. Dies ist durch einen sogenannten Talbot-Lau-Messaufbau möglich. „Nicht viele Forschergruppen in Deutschland sind in der Lage, Dunkelfeldbilder mit dem Talbot-Lau-Verfahren aufzunehmen“, sagt Prof. Andreas Maier vom Lehrstuhl für Mustererkennung. „Dabei befinden sich zwischen Röntgenquelle und Detektor mehrere Mikrostrukturgitter, die die Wellen der Röntgenstrahlen so präparieren, dass geringe Richtungsänderungen  der Strahlung messbar werden“, erklärt Prof. Maier die zugrundeliegende Funktionsweise. Das Ergebnis sind drei verschiedene Bildtypen: das allgemein bekannte Röntgenbild, das die Absorption der Strahlung zeigt, ein sogenanntes Phasenkontrastbild und das Dunkelfeldbild. Während man beim Phasenkontrastbild die sehr kleinen Richtungsänderungen der Röntgenstrahlen beim Durchdringen von Materie nutzt, um Objekte sichtbar zu machen, beschreiben Dunkelfeldbilder Unregelmäßigkeiten in den Röntgenwellen, die von kleinen Objektstrukturen unterhalb der Pixelgröße verursacht werden. Es liefert somit Informationen über Schwankungen in Struktur und Dichte des untersuchten Materials. Mit diesem Verfahren können kleinste Veränderungen im Material sichtbar gemacht werden, wie zum Beispiel Mikrorisse. Aber auch in der medizinischen Röntgendiagnostik kommt diese Methode zum Einsatz, da sich so zum Beispiel krankhaftes von gesundem Gewebe besser unterscheiden lässt.

In Erlangen rekonstruieren die Wissenschaftler nun aus den Dunkelfeldbildern dreidimensionale Ansichten. Dazu entwickelt das Team um Prof. Gisela Anton vom Lehrstuhl für Teilchen- und Astroteilchenphysik der FAU einen Talbot-Lau-Röntgenaufbau, um mit einer einzigen spiralförmigen Bahn das Untersuchungsobjekt zu scannen. Die Informatiker schreiben hierzu die nötigen Algorithmen. Aus den daraus gewonnenen Informationen werden dann die 3-dimensionalen Objekt-Rekonstruktionen angefertigt. Die spiralförmige Abtastung ist eine übliche Technik, die bei CT-Aufnahmen zum Einsatz kommt. Hierbei bewegt sich das Objekt oder der Patient auf einem Tisch nach vorne, während das bildgebende System rotiert. „Der größte Vorteil an einer spiralförmigen Abtastung ist jedoch, dass sich ein Datensatz mit Richtungsstrukturen erstellen lässt, ohne die Notwendigkeit mehrfacher Aufnahmen mit neuen Positionierungen für das untersuchte Objekt“, sagt Shiyang Hu, die Leiterin des Projektes. Denn die Darstellung der Ausrichtung von Fasern und Strukturen in Dunkelfeldbildern ist bisher nur in 2 Dimensionen möglich. Zudem könnte dies zukünftig für die medizinische Anwendung  tauglich werden, da der Patient hier weniger Strahlung ausgesetzt würde, als in anderen Verfahren. 

Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Maier, Tel. 09131/85-27883, andreas.maier@fau.de

03.03.-30-04-2016: Austellung - Informatikgeschichte zum Anfassen

Ausstellung: Informatikgeschichte zum Anfassen
3. März bis 30. April, Museum Industriekultur, Äußere Sulzbacher Straße 62, Nürnberg

Rechenmaschinen, Plattenspeicher, Platinen, Relais und Schaltelemente – vor wenigen Jahren waren sie noch Hightech. Jetzt sind es Museumsstücke. Die Ausstellung „Vom Abakus zu Exascale“, einem Projekt der Informatik-Sammlung der Friedrich-Alexander Erlangen-Nürnberg, zeichnet die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie nach. Am 3. März eröffnet die Ausstellung im Museum Industriekultur der Stadt Nürnberg.

Mit Objekten aus der Informatik-Sammlung Erlangen stellt die Ausstellung Meilensteine der Informatik vor. Spezielle Themeninseln beschäftigen sich mit grundlegenden Fragen wie „was ist Informatik?“ und „was macht Informatik heute?“. An praktischen Beispielen können die Besucher selbst die Grundlagen der Informatik kennenlernen und experimentieren. Ein bedienbares Funktionsmodell demonstriert beispielsweise die Arbeitsweise eines Kernspeichers, wie er auch in der Zuse Z23 verwendet wurde. Mit dem sogenannten Affenpuzzle können die Grenzen der Berechenbarkeit nachvollzogen werden.

Die Informatik aus Erlangen wirkte an diesem Stück deutscher Wirtschafts- und Wissenschaftsgeschichte federführend mit. Schon frühzeitig forschte man dort an der Parallelrechentechnik, die den Rechenaufwand auf mehrere Prozessoren verteilt und so die Arbeitsgeschwindigkeit erhöht. Heute finden wir diese Technik in vielen alltäglichen Geräten wie dem Smartphone und dem PC wieder. Inzwischen begeht der Lehrstuhl für Informatik in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum.

Den Grundstein für die Informatik-Sammlung legte 1948 Prof. Dr. Wolfgang Händler, als er begann, Objekte und Unterlagen über die Entwicklung des Computerwesens zu sammeln. Eines der herausragendsten Stücke ist die Zuse Z23. Sie ist die erste Maschine, die auf Basis von Transistoren realisiert wurde. Durch diesen Schritt war sie gegenüber den Vorgängern der damaligen Zeit kleiner – nahm aber immer noch den Platz eines Kleinwagens ein.

Alle Objekte der Sammlung, darunter auch die Zuse Z23 kann man übrigens auch online besichtigen: http://www.iser.uni-erlangen.de/index.php?ort_id=322&tree=0

Weitere Informationen:
Guido Nockemann, Tel. 09131/85-27006, guido.nockemann@fau.de oder iser@rrze.uni-erlangen.de

Personalmeldungen Februar 2016, Technische Fakultät

PERSONALMELDUNGEN

Juniorprofessor/in

Dr. Michael Engel, University of Michigan, W1-Professor  für Modellierung von Selbstorganisationsprozessen am Department Chemie- und Bioingenieurwesen.

Wissenschaftler experimentieren bei 3000-facher Erdbeschleunigung

Wissenschaftler experimentieren bei 3000-facher Erdbeschleunigung
FAU und Schaeffler entwickeln neuartigen Hochleistungsprüfstand

3000-fache Erdbeschleunigung: Unter dieser extremen Bedingung und den daraus folgenden hohen Belastungen testen Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) künftig Wälzlager. Hierfür hat der Lehrstuhl für Konstruktionstechnik der FAU in Zusammenarbeit mit Schaeffler einen bisher einzigartigen Wälzlagerschleuderprüfstand (WSP) entwickelt, um das Verhalten von Material und Konstruktion der Lager genauer zu untersuchen. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes sollen die aktuelle Wälzlagertechnologie optimieren -mit dem Ziel, den Kraftstoff- und Energieverbrauch bei Fahrzeugen und Maschinen zu verringern.

Wälzlager: ein altbewährtes Prinzip made in Franken
Wälzlager sind allgegenwärtig in der Industrie, aber auch im Alltag. Denn kein Rad dreht sich ohne sie, kein Motor würde laufen, kein Getriebe funktionieren. Sie bestehen aus einem Außen- und einem Innenring, zwischen denen Wälzkörper angeordnet sind. So liegt die Achse eines Rades auf dem Innenring und übt dort die Belastung auf die Wälzkörper aus. Das Prinzip solcher Lager war vermutlich schon den Römern bekannt, wurde spätestens aber von Leonardo da Vinci im 15. Jh. vollständig entwickelt. Mit der Erfindung der sogenannten Kugelmühle in Schweinfurt Ende des 19. Jahrhunderts konnten erstmals spezielle Kugellager in industriellem Maßstab gefertigt werden. Dies markiert den Beginn der Wälzlagerindustrie, deren europäisches Herz auch heute noch in Nordbayern schlägt. Bei den Lagern, die der Lehrstuhl für Konstruktionstechnik der FAU auf dem WSP untersucht, handelt es sich hauptsächlich um sogenannte Nadellager. Zwischen den Ringen laufen hier zylindrische Rollen, jedoch sind diese im Verhältnis zu ihrem Durchmesser sehr lang. Sie kommen zum Beispiel in Fahrzeuggetrieben zum Einsatz.

Ein tonnenschwerer Prüfstand
Insbesondere das Reibungsverhalten von Wälzlagern bei solch hohen Fliehkräften, wie sie auf dem WSP erreicht werden, ist bisher wenig erforscht. Um die extremen Belastungen, die auf das Material und die Konstruktion dabei wirken, zu untersuchen, hat der Lehrstuhl für Konstruktionstechnik der FAU  zusammen mit Schaeffler nun ein neuartiges Testverfahren entwickelt. Die sich hieraus ergebenden Fragestellungen sollen damit sowohl experimentell  als auch simulationsbasiert untersucht werden.

„Mit Hilfe dieses Prüfstands haben wir nun die Möglichkeit, die Phänomene an einem Wälzlager im Fliehkraftfeld besser zu verstehen. Ein wichtiger Aspekt für uns ist hierzu die weitere Verbesserung unserer Simulationswerkzeuge für Wälzlager auf Basis der Versuchsergebnisse. Hiermit können wir die gewonnenen Erkenntnisse auf anwendungsnahe Bedingungen übertragen und somit unsere Produktentwicklung weiter verbessern“, führt Oliver Graf-Goller, Projektleiter seitens Schaeffler, die Bedeutung des Prüfstands aus.

„Leichtbau und Energieeffizienz sind heutzutage zwei entscheidende Punkte bei der Entwicklung neuer Fahrzeugbauteile. Verbesserungen lassen sich im Nachhinein dann ganz konkret an einer Verringerung des Kraftstoffverbrauchs messen“, erklärt Dr. Stephan Tremmel vom Lehrstuhl für Konstruktionstechnik. „Vor allem die Frage, welche Faktoren die Lager unter Extrembelastung beeinflussen, können wir an unserem Prüfstand untersuchen. Solche Faktoren können beispielsweise Temperaturen, Beschichtungen oder geometrische Details sein.“

Für ihre Experimente haben die FAU-Forscher zusammen mit Schaeffler einen Prüfstand entwickelt, mit dem die Lager das 3000-fache der Erdbeschleunigung erfahren können. Das entspricht etwa der 400-fachen Belastung eines Kampfjetpiloten. „Die Lager selber drehen sich hierbei gleich zweimal. Mittels eines sogenannten offenen Planetengetriebes rotieren die Prüflinge, gleich den Planeten unseres Sonnensystems, sowohl jeweils einzeln um ihre eigene Achse, als auch nochmals in ihrer Gesamtheit um eine Zentralachse“, erklärt Tremmels Kollege David Hochrein das dahinterliegende Prinzip. Der FAU-Wissenschaftler hat den 16 Tonnen schweren Prüfstand, der in einem eigenen Prüfbunker auf 22 Quadratmetern untergebracht ist, bis auf die letzte Schraube entworfen und mit den Mitarbeitern der Zentralen Mechanik- und Elektronikwerkstatt der Technischen Fakultät der FAU in die Realität umgesetzt.

Prüfstand und Computersimulation
Doch mit dem rund 800.000 Euro teuren Projekt verfolgen die FAU-Wissenschaftler noch einen weiteren Zweck. Zusammen mit den Partnern von Schaeffler wurde eine für wichtige Simulationsverfahren nötige Software verbessert und weiterentwickelt, mit der schon vor dem Bau eines Prototyps das Verhalten der Wälzlager simuliert und somit schon am Computermodell optimiert werden kann. „Der WSP, der in der Fachwelt ein Novum darstellt,  dient damit nicht zuletzt einer Überprüfung der Berechnungen und virtuellen Modelle. Wir erwarten letzten Endes aber durch den Prüfstand und  die verbesserten Computermodelle einen erheblichen Erkenntniszuwachs bezüglich des Reibungsverhaltens von Wälzlagern unter Extrembedingungen“, führt der Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Sandro Wartzack das gemeinschaftliche Projekt näher aus.

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), gegründet 1743, ist mit über 40.000 Studierenden, 653 Professuren und rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der größten Universitäten in Deutschland. Neben dem Exzellenzcluster „Engineering of Advanced Materials“ (EAM) und der im Rahmen der Exzellenzinitiative eingerichteten Graduiertenschule „School of Advanced Optical Technologies“ (SAOT) werden an der FAU derzeit über 30 koordinierte Programme von der DFG gefördert.

Die Friedrich-Alexander-Universität bietet rund 240 Studiengänge an, darunter fünf Bayerische Elite-Master-Studiengänge und über 40 mit dezidiert internationaler Ausrichtung. Keine andere Universität in Deutschland kann auf ein derart breit gefächertes und interdisziplinäres Studienangebot auf allen Qualifikationsstufen verweisen. Durch über 500 Hochschulpartnerschaften in mehr als 70 Ländern steht den Studierenden der FAU schon während des Studiums die ganze Welt offen.

Die Schaeffler Gruppe ist ein weltweit führender integrierter Automobil- und Industriezulieferer. Das Unternehmen steht für höchste Qualität, herausragende Technologie und ausgeprägte Innovationskraft. Mit Präzisionskomponenten und Systemen in Motor, Getriebe und Fahrwerk sowie Wälz- und Gleitlagerlösungen für eine Vielzahl von Industrieanwendungen leistet die Schaeffler Gruppe einen entscheidenden Beitrag für die „Mobilität für morgen“. Im Jahr 2014 erwirtschaftete das Technologieunternehmen einen Umsatz von rund 12,1 Mrd. Euro. Mit rund 84.000 Mitarbeitern ist Schaeffler eines der weltweit größten Familienunternehmen und verfügt mit rund 170 Standorten in 50 Ländern über ein weltweites Netz aus Produktionsstandorten, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen und Vertriebsgesellschaften.

Weitere Informationen:
Dr. Stephan Tremmel | Tel. 09131/85-23222 | tremmel@mfk.fau.de

Nachhaltige Rohstoffe für die Industrie

Nachhaltige Rohstoffe für die Industrie
FAU-Wissenschaftler koordinieren neuen Projektverbund zur Entwicklung biotechnischer Prozesse für den industriellen Einsatz

Die Industrie ist im Umdenken begriffen: Weg von endlichen Ressourcen, hin zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Produktion. Anwendungen der Industriellen Biotechnologie (IBT) verfügen über ein großes Potenzial, Produktionsverfahren auf biologischer Basis zu entwickeln und so diese Umstellung voranzutreiben. Im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) hat der Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) daher den Projektverbund BayBiotech konzipiert, den er gleichzeitig koordiniert: In zwei Themenschwerpunkten arbeiten die FAU und zwei weitere bayerische Universitäten in den kommenden drei Jahren daran, biotechnische Prozesse für den industriellen Einsatz zu entwickeln. Heute (Mittwoch, 3. Februar) hat Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, den Bewilligungsbescheid über zwei Millionen Euro auf der offiziellen Auftaktveranstaltung übergeben.

Scharf betonte: „Es ist für die Zukunft unseres Landes von enormer Bedeutung, dass wir mit unseren endlichen Ressourcen sparsam und intelligent umgehen. Deshalb brauchen wir die Rohstoffwende – aus ökonomischen und ökologischen Gründen. Mit dem neuen Projektverbund erschließen wir innovative Möglichkeiten der Biotechnologie, um Ressourcen zu schonen. BayBiotech ist neben dem Projektverbund ForCycle ein weiterer starker Baustein im Handlungsfeld Forschung und Entwicklung unseres Mega-Projekts Rohstoffwende Bayern. Das Konzept der FAU überzeugt durch seine wissenschaftliche Qualität und berücksichtigt Aspekte der Ressourcenschonung bei allen Projekten des Verbunds." Ihr Know-how auf dem Feld der Industriellen Biotechnologie haben die Bioverfahrenstechniker der FAU um Prof. Dr. Rainer Buchholz bereits öfter unter Beweis gestellt: Ob im Projektverbund ForCycle, der die Abhängigkeit der bayerischen Wirtschaft vom Rohstoffmarkt mindern soll, bei der Rückgewinnung seltener Erden durch Algen, der Nutzung des Abfallprodukts Rohglycerin für die Biosynthese von Wertprodukten und bioaktiven Substanzen oder auch bei der Produktion von Wasserstoff durch Algen. Kein Wunder also, dass das Bayerische Staatministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die Erlanger Forscher aufforderte, einen Projektverbund zu konzipieren, der die IBT vorantreiben soll. „Mithilfe der Industriellen Biotechnologie kann der Wandel zum nachhaltigen und ressourceneffizienten Wirtschaften gelingen. Der neue Projektverbund bietet die Chance, die Entwicklungen auf diesem Gebiet entscheidend voranzutreiben. Dass das Ministerium uns als Koordinator gewählt hat, zeigt wieder einmal, wie forschungsstark die FAU ist“, erklärt Professor Buchholz, der als Sprecher von BayBiotech fungiert.

Industrielle Biotechnologie: Nachhaltig und ressourceneffizient
Biotechnologische Verfahren für industrielle Produktionsverfahren einsetzen, das ist das Ziel der IBT. Alternativ zur klassischen chemischen Synthese oder Stoffumwandlung könnten verschiedenste Produkte wie beispielsweise Feinchemikalien, Lebens- und Futtermittelzusätze oder Pharmawirkstoffe mithilfe biologischer Prozesse, basierend auf Biomasseabfall hergestellt werden. Beispielsweise könnten energiearme, bisher energetisch genutzte Biomasseabfälle aus der Landwirtschaft als Rohstoff für die Herstellung bioabbaubarer Kunststoffe oder Feinchemikalien dienen, wodurch ein erheblicher Mehrwert gegenüber der energetischen Nutzung resultieren würde. Die IBT ist damit für eine Bandbreite an Anwendungen für die Industrie interessant – angefangen von der chemischen Industrie über die Automobilbranche bis hin zu Maschinenbau und Landwirtschaft.

Der neue Projektverbund „Ressourcenschonende Biotechnologie in Bayern – BayBiotech“, in dem die  FAU, die Universität Bayreuth sowie die Technischen Universität München (TUM) zusammenarbeiten, soll die Ressourcenschonung vortreiben und damit einen wesentlichen Beitrag zur bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie leisten sowie einen ökologischen Mehrwert schaffen. Der Verbund unterteilt sich in die zwei Themenschwerpunkte „Biopolymere“ und „Ressourcenschonung“ mit jeweils drei Fachprojekten sowie einem Koordinationsprojekt.

Sichtbarkeit erhöhen
Auch die besten Forschungsergebnisse entfalten ihren vollen Nutzen erst, wenn viele davon wissen und sie verwenden können. Daher sind die FAU-Wissenschaftler um Prof. Dr. Rainer Buchholz und Dr. Ludwig Körber als Koordinierungsstelle für die technisch-wissenschaftliche Begleitung, Organisation und Außendarstellung des Projekts zuständig. Damit sind sie zum einen dafür verantwortlich, schnelle und effiziente Abläufe zwischen den Forschergruppen zu gewährleisten. Zum anderen dienen sie als Bindeglied zur Öffentlichkeit und Vertretern der Industrie, den späteren Anwendern der IBT, sowie zu anderen Verbundprojekten mit thematisch ähnlich gelagerten Projektverbünden. Des Weiteren bewerten die FAU-Experten die Ergebnisse vor einem größeren sozioökonomischen Hintergrund und sorgen dafür, dass die Ergebnisse auch langfristig nutzbringend verwertet werden.

1. Themenschwerpunkt: Biopolymere
Wie biologisch abbaubare Kunststoffe hergestellt werden können, das untersuchen Wissenschaftler in diesem Themenschwerpunkt. Die Biopolymere basieren auf Biomasseabfall oder alternativ auf Kohlendioxid und bieten damit eine Alternative zum Erdöl, dem derzeit dominierenden, aber nur endlich verfügbaren Rohstoff für die Polymerindustrie. Da solche Biokunststoffe auch in Kombination mit anderen Polymeren einsetzbar sind, könnten sie schon bald einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen, biobasierten Polymerindustrie liefern.

2. Themenschwerpunkt: Ressourcenschonung
Der zweite Themenschwerpunkt verfolgt das Ziel „Ressourcenschonung“ in einem allgemeineren Ansatz: Die Forscher untersuchen hier biokatalytische Verfahren, die beispielsweise bei der Herstellung von Feinchemikalien ökonomische und ökologische Vorteile gegenüber klassisch-chemischen Prozessen bieten. Ein weiteres Projekt hat Essigsäurebakterien im Fokus, die als Katalysatoren eingesetzt werden, um Zucker und Alkohol als industrielle Rohstoffe zu nutzen. Um synthetische Biofilme geht es im dritten Teilprojekt: Mit ihrer Hilfe können Biokatalysatoren effektiv in sehr speziellen Situationen eingesetzt werden.

Mehr Informationen zum Verbundprojekt „BayBiotech“ finden Sie unter www.baybiotech.de


Weitere Informationen:
Prof. Dr. Rainer Buchholz | Tel.: 09131/85-23003 | rainer.buchholz@fau.de
Dr. Ludwig Körber | Tel.: 09131/85-23184 | ludwig.koerber@fau.de

uni| mediendienst | forschung  Nr. 08/2016 vom 3. Februar 2016

Reduktion von Bildfehlern bei der Computertompgraphie

Schärfere Bilder im OP
FAU-Wissenschaftler erforschen, wie sich Bildfehler bei der Computertomografie reduzieren lassen

Die Computertomografie gehört zu einem der wichtigsten bildgebenden Verfahren im Klinikalltag. Sie liefert schnell Aufnahmen des Körperinneren, mit deren Hilfe Ärzte beispielsweise Knochen, Gefäßverschlüsse und Implantate visualisieren können. Im OP gibt es einen speziellen Computertomografen (CT), der all das auch während eines medizinischen Eingriffs kann. Aus vielen verschiedenen 2D-Bildern wird dabei mit Hilfe eines Computerprogramms ein 3D-Bild zusammengesetzt. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben zu dieser Entwicklung viel beigetragen. Doch ist es nach wie vor eine große Herausforderung, unter diesen Bedingungen zuverlässig die gleiche Bildqualität wie bei einem herkömmlichen CTzu erhalten. In einem neuen DFG-geförderten Projekt sollen die Bilderdaten, die bei einem Scan anfallen, noch besser ausgenutzt werden.

Bereits in den 70er-Jahren erstellte die erste Generation von Computertomografen Bilder mit Hilfe von parallelen Röntgenstrahlen, die eine Schicht des Körpers eines Patienten von allen Seiten durchdringen konnten.  Heutzutage ist es sogar während eines medizinischen Eingriffs möglich, ein 3D-Bild des Patienten aufzunehmen: Ein spezieller CT, wegen seiner Form C-Bogen genannt, setzt aus mehreren 2D-Bildern ein 3D-Bild zusammen, indem es sich in wenigen Sekunden einmal um den Patienten dreht. C-Bögen sind leichter gebaut und flexibler einsetzbar als normale CT, schließlich ist im OP wenig Platz. Durch die – im Vergleich zu normalen CT – längere Aufnahmezeit von circa 20 Sekunden (60 Millisekunden im normalen CT)  kann es jedoch zu Bildfehlern kommen. Oft passiert es beispielsweise, dass sich der Patient während einer Aufnahme bewegt. Die 3D Bilder sind dann unscharf oder es sind doppelte Kanten zu sehen.

Um diese Fehler, sogenannte Bewegungsartefakte, zu vermeiden, haben Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Mustererkennung der FAU einen neuen Algorithmus entwickelt. „Wenn Sie zwei Röntgenbilder von mir aufnehmen, zeigen beide den gleichen Körper, nur aus anderen Winkeln betrachtet. Bewegt sich ein Patient während einer CT-Aufnahme, so beobachten wir inkonsistente Bildpaare", erklärt André Aichert vom Lehrstuhl für Mustererkennung an der FAU. „Wir können diese Inkonsistenzen mathematisch in sogenannten Epipolaren Konsistenzbedingungen ausdrücken, so dass wir erkennen, wo die Bilder nicht zusammenpassen. Zudem erlaubt uns der Algorithmus, nachträglich herauszufinden, wie sich der Patient bewegt haben muss. Dadurch erhalten wir dann klare, schärfere Bilder."

In einem neuen Projekt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft in den nächsten drei Jahren mit 286.000 Euro gefördert wird, untersuchen die Forscher am Lehrstuhl für Mustererkennung in der Gruppe von Prof. Dr. Andreas Maier, wie sich das Verfahren erweitern lässt. Dabei sollen neue Algorithmen mit Hilfe von bestehenden Echtdaten der Kooperationspartner – Prof. Dr. Arnd Dörfler von der Neuroradiologischen Abteilung am Uni-Klinikum Erlangen und Prof. Rebecca Fahrig vom Radiological Sciences Laboratory der Stanford University ­– validiert werden.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Andreas Maier | Tel.: 09131/85-27883 | andreas.maier@fau.de



Quelle: uni| mediendienst | forschung  Nr. 06/2016 vom 29. Januar 2016

Personalmeldungen Januar 2016, Technische Fakultät

PERSONALMELDUNGEN

Verstorben

Prof. Dr. Georg Nees, Technische Fakultät, am 3. Januar 2016 im Alter von 89 Jahren.

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 02/2016 vom 29. Januar 2016

Auszeichnungen und Funktionen 01/2016, Technische Fakultät

FUNKTIONEN

Prof. Dr. André Kaup,
Lehrstuhl für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung, ist bis 2018 in das Multimedia Signal Processing Technical Committee der IEEE Signal Processing Society gewählt worden. Das Komitee fördert die Weiterentwicklung der Multimedia-Signalverarbeitungstechnologie.

Sechs Wissenschaftler der Technischen Fakultät sind bis 2019 in die Fachkollegien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gewählt worden. In den 48 Gremien werden die Anträge auf finanzielle Förderung von Forschungsvorhaben bewertet und die Maßstäbe für die Begutachtung kontrolliert. Außerdem beraten sie die DFG hinsichtlich der Weiterentwicklung und Ausgestaltung der verschiedenen Förderprogramme.

Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Biomaterialien), für das Fach „Biomaterialien“
Prof. Dr. Dietmar Drummer, Lehrstuhl für Kunststofftechnik, für das Fach „Kunststofftechnik“
Prof. Dr. Felix Freiling, Lehrstuhl für Informatik 1 (IT-Sicherheitsinfrastrukturen), für das Fach „Sicherheit und Verlässlichkeit“
Prof. Dr. Lothar Frey, Lehrstuhl für Elektronische Bauelemente, für das Fach „Elektronische Halbleiter, Bauelemente und Schaltungen, Integrierte Systeme“
Prof. Dr. Mathias Göken, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Allgemeine Werkstoffeigenschaften), für das Fach „Mikrostrukturelle mechanische Eigenschaften von Materialien“
Prof. Dr. Wolfgang Schröder-Preikschat, Lehrstuhl für Informatik 4 (Verteilte Systeme und Betriebssysteme), für das Fach „Betriebs-, Kommunikations-, Datenbank- und verteilte Systeme“

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 1/2016 vom 8. Januar 2016

Den Superkräften von Superlegierungen auf der Spur

FAU-Werkstoffwissenschaftlern bauen Turbinenwerkstoff Atom für Atom im Computer nach

Superlegierungen – metallische Werkstoffe, die aus Nickel und Aluminium sowie verschiedenen weiteren Elementen wie Rhenium zusammengesetzt sind – sind für die Herstellung von Turbinenschaufeln, etwa in einem Flugzeugtriebwerk, unverzichtbar.  Sie sorgen dafür, dass die Turbinen auch bei höchsten Temperaturen bis nahe an ihrem Schmelzpunkt stabil bleiben – bei den immensen Belastungen durch Fliehkräfte ein Muss. Werkstoffwissenschaftler arbeiten daher permanent daran, diese Superlegierungen weiter zu verbessern. Forschern der FAU um Prof. Dr. Erik Bitzek ist es nun erstmals gelungen, die atomare Struktur einer Nickelbasis-Superlegierung so exakt im Computer nachzubauen, dass Simulationen tatsächlich die Verformungsprozesse in der realen Materialstruktur wiedergeben und erklären können. Bislang konnten Forscher immer nur mit idealisierten Strukturen im Computer arbeiten.

Die Erlanger Wissenschaftler können jetzt detailgetreu simulieren, wie sich bestimmte, linienhafte  Kristalldefekte (Versetzungen) in der Nickelbasis-Superlegierung bewegen, wenn Kräfte auf die Turbinenschaufel einwirken, und so für die Verformung des Materials sorgen.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben Bitzek und sein Team zunächst Daten genutzt, die ihre Kollegen vom Max-Planck-Institut für Eisenforschung mit Hilfe einer Atomsondenmessung ermittelt haben: Diese liefert 3D-Informationen über den atomaren Aufbau der Legierung, kann allerdings lediglich rund zwei Drittel der vorhandenen Atome lokalisieren. Jedoch konnten die Forscher aus den so gewonnenen Daten mit einer neu am Lehrstuhl entwickelten  Software namens nanoSCULPT atomare Modelle erzeugen, die nicht nur die exakte Beschaffenheit der so genannten Ausscheidungen – Teilchen mit anderer Kristallstruktur und Zusammensetzung, die in den Kristall eingebettet sind – wiedergeben, sondern auch, wie die Nickel- und Aluminiumatome innerhalb der Legierung verteilt sind.

So gelang es den Werkstoffwissenschaftlern, die im Experiment um die Ausscheidungen herum entstehenden Netzwerke von Versetzungen richtig abzubilden und die speziellen Versetzungsstrukturen, die zuvor ihre Forscherkollegen um Prof. Dr. Erdmann Spiecker (ebenfalls FAU) im hochauflösenden Transmissionselektronenmikroskop beobachtet hatten, wirklichkeitsgetreu zu reproduzieren. Im nächsten Schritt simulierten Bitzek und sein Team auf den Höchstleistungsrechnern der Universität Erlangen-Nürnberg Zugversuche an diesen aus über 14 Millionen Atomen bestehenden Mikrostrukturen. Dabei zeigte sich erstmals detailliert auf atomarer Skala, wie die Ausscheidungen und das sie umgebende Versetzungsnetzwerk die Bewegung von Versetzungen behindern und so die Festigkeit des Materials erhöhen.

Diese Erkenntnisse können nun verwendet werden, um Superlegierungen weiterzuentwickeln, damit sie noch höheren Temperaturen standhalten können und so den Treibstoffverbrauch – und in der Folge den CO2-Ausstoß – von Triebwerken senken. Insgesamt neun Arbeitsgruppen der Erlanger Werkstoffwissenschaftler arbeiten an diesem Ziel gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum und weiteren Forschungseinrichtungen innerhalb des Sonderforschungsbereichs Transregio 103 „Vom Atom zur Turbinenschaufel“, der, wie  kürzlich bekannt gegeben wurde, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für weitere vier Jahre mit 15 Millionen Euro gefördert wird.

Die Erkenntnisse der Erlanger Werkstoffwissenschaftler wurden in der Fachzeitschrift Acta Materialia veröffentlicht und gehören dort mittlerweile zu den Top 10 der am häufigsten gelesen Beiträge. Weiterhin hat die Materials Research Society die Studie jüngst in ihrem Bulletin aufgegriffen. Ein Video der Simulationen findet sich unter http://bit.do/superalloy.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Erik Bitzek
Tel.: 09131 85-27507 | erik.bitzek@fau.de

Quelle: uni| mediendienst | forschung Nr. 79/2015 vom 21. Dezember 2015

Personalmeldungen Dezember 2015, Technische Fakultät

Ruf angenommen

Prof. Dr. Emanuel Habets, FAU, auf die W2-Stiftungsprofessur der Fraunhofer-Gesellschaft (AudioLabs) für wahrnehmungsbasierte räumliche Audiosignalverarbeitung, am Department Elektrotechnik-Elektronik-Informationstechnik.
Prof. Dr. Erik Bitzek, Juniorprofessor an der FAU, auf die W2-Professur für Werkstoffwissenschaften (Simulation und Werkstoffeigenschaften).


Erteilung Lehrbefugnis/Privatdozent/in

Dr. Tobias Erlbacher, Lehrstuhl für Elektronische Bauelemente, für das Fachgebiet Mikroelektronik.

Qulle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 192/2015 vom 18. Dezember 2015

Mit dem Internet der Dinge Parkinson besser behandeln

Die Lebenserwartung der Menschen steigt stetig. Das führt dazu, dass neurologische Krankheiten wie Parkinson immer häufiger auftreten. An der FAU forscht Prof. Dr. Björn Eskofier, Professur für Sportinformatik am Lehrstuhl für Mustererkennung, zusammen mit Kollegen daran, die Behandlung von Parkinson zu verbessern – mit Hilfe des Internets der Dinge.

Prof. Eskofier, Sie beschäftigen sich mit Technologien, sogenannten Wearable Technologies, um die Diagnose und Behandlung von Parkinson zu verbessern. Wie funktioniert diese Technik?
Tragbare Computer, kurz Wearables, sind heute überall zu finden. Das Smartphone als Vorreiter dieser Technologie ist aus dem Leben vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Auch Smartwatches und Fitnesstracker erreichen immer breitere Bevölkerungsschichten. Die moderne Medizin kennt ebenfalls viele tragbare Computer: ein Herzschrittmacher oder ein Hörgerät ist nichts anderes. Die Technik basiert auf der Messung und Interpretation von Sensordaten, welche Aussagen über Körperfunktionen liefern. Dies ist in unserem Fall nichts anderes. Wir verwenden Daten von Sensoren, welche die menschliche Bewegung, insbesondere den Gang, erfassen und beurteilen können, und so den behandelnden Ärzten wichtige Information für die Diagnose und Therapie von Parkinson-Patienten vermitteln. Die Vision ist, dass wir mithilfe der Sensortechnologie die Diagnose des Arztes objektiver und zeitgerechter zum Patienten bringen können. Objektiver heißt, dass die tragbaren Systeme automatisiert Vergleiche mit einem riesigen Datenkollektiv erstellen können und damit ohne Tagesschwankungen immer zum gleichen Ergebnis kommen. Zeitgerechter heißt, dass der behandelnde Arzt durch das kontinuierliche Monitoring Veränderungen schneller wahrnehmen kann, das positive oder negative Ansprechen der Therapie schneller erkennen und somit auch früher anpassen kann.

Im sogenannten Internet der Dinge werden alle möglichen Geräte mit dem Internet verbunden. Wie kann es dabei helfen, die Behandlung von Parkinson zu verbessern?
In Zukunft werden wir nicht nur Informationen von speziellen medizintechnischen Sensoren nutzen können, um Bewegung zu analysieren, sondern auch solche von Geräten des täglichen Lebens. So kann das Smartphone beispielsweise Sprachdaten zur Diagnostik liefern,  denn auch Sprache ändert sich mit neurologischen Erkrankungen. Die sprachgesteuerte Haussteuerung könnte zukünftig vielleicht ähnliches liefern. Ebenso werden Uhren oder auch Schuhe in der Zukunft mit Bewegungssensoren ausgestattet und mit dem Internet verbunden sein. Diese Systeme werden Informationen über Bewegung liefern, was Rückschlüsse auf neurologische oder muskuloskelettale Erkrankungen erlaubt.

Welche Rollen spielen die Patienten bei diesem Ansatz?
Die Lebensqualität der Patienten steht bei all diesen Ansätzen immer im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es auch, Menschen mit chronischen neurodegenerativen Erkrankungen wie dem Parkinson-Syndrom in die Lage zu versetzen, ihre Erkrankung besser selbst managen zu können.

Was sind die Herausforderungen dabei, die verschiedenen Daten und Informationen zur Verfügung zu stellen bzw. zu verarbeiten?
Die drei wichtigsten Herausforderungen sind die nahtlose Integration der Sensoren, die präzise Interpretation der Sensordaten und die geeignete Visualisierung der Fülle an anfallenden Informationen. Die unauffällige Sensorintegration in Gegenstände des Alltags wie zum Beispiel Schuhe ermöglicht es den betroffenen Patienten, ihren Alltag ohne erkennbare und damit zusätzlich stigmatisierende Sensoren erleben zu können. Herausforderungen dabei sind die ständige Garantie der Funktionalität und einfachste Handhabbarkeit. Die präzise Dateninterpretation ist unabdingbar, um das notwendige Vertrauen von Arzt und Patient in technische Systeme zu gewinnen. Unsere Forschung fokussiert auf diesen Punkt, wir weisen die Genauigkeit unserer Algorithmen in einer Vielzahl von wissenschaftlichen Veröffentlichungen nach. Schlussendlich ist die Informationsvisualisierung eine große Herausforderung, denn anders als ein Computer kann der Mensch nur mit einer sehr gut aufbereiteten Datenmenge gut umgehen und der Arzt damit richtige Entscheidungen treffen. Auch hier forschen wir, um die besten Ansätze auszuwählen.

Das Sammeln von Daten birgt auch Risiken für den Einzelnen. Wie steht es um die ethischen Aspekte dieses Ansatzes?
Natürlich schafft die Technologie auch hier die Möglichkeit, nicht im Sinne des Erfinders eingesetzt zu werden. Beispielsweise kann mit Hilfe der Sensordaten ein Krankheitsprofil frühzeitig erkannt werden. Niemand möchte, dass solche Informationen die Krankenkasse oder den Arbeitgeber zur Vertragskündigung bewegen. Gerade daher ist uns der Schutz der erhobenen Daten, deren Verwendung und der Privatsphäre extrem wichtig. Wir arbeiten in unseren Projekten aktiv mit Ethik- und Datenschutzexperten zusammen, die uns ihre Expertise bereitstellen.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Björn Eskofier
Tel.: 09131-8527297
bjoern.eskofier@fau.de

Das Interview mit Prof. Eskofier finden Sie auch online unter:
https://www.fau.de/2015/12/news/nachgefragt/mit-dem-internet-der-dinge-parkinson-besser-behandeln/


Quelle: Pressestelle FAU

Jahresrückblick der FAU 2015

Über den folgenden Link kann der Jahresrückblik der FAU heruntergeladen werden:

http://www.alumnite.de/images/191_Jahresrückblick_2015.pdf

FAU-Studierende veranstalten internationalen IT-Sicherheits-Wettbewerb

Eine Gruppe von Studierenden der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) richtet am Freitag, den 18. Dezember 2015 erstmalig einen „Capture the Flag“-Wettbewerb (CTF) unter dem Namen „FAUST CTF" aus. Bei einem solchen IT-Sicherheits-Wettstreit treten Teams aus aller Welt in einem abgeschotteten Computernetzwerk gegeneinander an und versuchen, durch Hacking-Angriffe auf die anderen Teilnehmer und gleichzeitiges Beheben von Sicherheitslücken Punkte zu erzielen. Bei Preisgeldern von insgesamt über 1.000 Euro haben auch einige Größen der weltweiten Szene ihre Teilnahme angekündigt.

Seit einigen Jahren nehmen die FAU-Studierenden unter dem Namen „FAUST“, kurz für FAU Security Team, an CTF-Wettbewerben teil, die meist von anderen Teams in deren Freizeit organisiert werden. Zu ihren größten Erfolgen zählen der Gewinn des rwthCTF 2011, organisiert von der RWTH Aachen, und der dritte Platz beim RuCTFE  2014, einem Wettbewerb der Uralischen Förderalen Universität aus Jekaterinburg. „Daraus entstand bei uns die Idee, der Szene etwas zurück zu geben und selbst einen solchen Wettbewerb zu veranstalten“, erklärt Mitorganisator Felix Dreißig, der an der FAU Informatik studiert.

Für den FAUST CTF haben die Studierenden das Modell des „Attack/Defense-CTF“ gewählt, bei dem Teams aus aller Welt über das Internet einen Netzwerktunnel zu einem speziellen Server aufbauen, der von den Veranstaltern betrieben wird. In dieser abgeschotteten Umgebung müssen sie dann eine Reihe von Programmen ausführen, die eigens geschrieben wurden und in die bewusst Sicherheitslücken eingebaut sind. Während des achtstündigen Wettstreits geht es darum, diese Lücken zu finden, in den eigenen Programmen zu schließen und bei den anderen Teilnehmern auszunutzen. Gelingt das, können virtuelle Flaggen erbeutet werden, für die von den Veranstaltern wiederum Punkte gutgeschrieben werden. „Von den zahlreichen CTF-Wettbewerben funktionieren leider nur sehr wenige nach diesem Attack/Defense-Schema“, sagt FAUST-Mitglied Dominik Maier. Die meisten anderen Wettbewerbe stellen eine Art Rätsel aus dem Gebiet der IT-Sicherheit, durch dessen Lösung Punkte gesammelt werden. „Uns machen Attack/Defense-CTFs aber deutlich mehr Spaß, deshalb stand die Entscheidung dafür trotz des höheren Organisationsaufwands außer Frage“, fügt Mitorganisator Christoph Egger hinzu.

Das Engagement kommt bei anderen Gruppen gut an: Bis jetzt haben sich bereits mehr als 130 Teams aus aller Welt angemeldet, unter ihnen große Namen der Szene wie „dcua“ von der Nationalen Technischen Universität der Ukraine oder „StratumAuhuur“, ein Zusammenschluss zweier Gruppen aus Braunschweig und Aachen. „Viele CTF-Teams sind im akademischen Umfeld angesiedelt“, erklärt Prof. Dr. Felix Freiling, Inhaber des Lehrstuhls für IT-Sicherheitsinfrastrukturen der FAU, der das Team unterstützt. Denn trotz der ausgespielten Preisgelder sollen vor allem das Lernen und der Spaß im Mittelpunkt stehen: CTF-Wettbewerbe bieten den Studierenden eine gute Möglichkeit, erlernte Fähigkeiten im Bereich der IT-Sicherheit realitätsnah und risikofrei praktisch anzuwenden.

Seit einigen Monaten ist das zehnköpfige Organisationsteam nun schon mit den Vorbereitungen für den Wettbewerb beschäftigt. Als Sponsoren konnten sie die Nürnberger IT-Unternehmen DATEV eG und noris network AG gewinnen, organisatorische Unterstützung erhalten sie vom Fachschaftsverein der Technischen Fakultät. Für die erste Ausgabe ihres Wettstreits hat sich die Erlanger Gruppe die Vieldeutigkeit ihres Namens zu Nutze gemacht und eine Hommage an Goethes Faust als Motto gewählt. „Doch noch sind wir damit beschäftigt, den benötigten Computersystemen und Programmen den letzten Feinschliff zu geben, bevor sich der Vorhang für  ‚FAUST CTF: The First Part of the Tragedy‘ schließlich öffnet“, verrät Marcel Busch aus dem Organisationsteam.

Der Wettbewerb findet am 18. Dezember von 17 bis 1 Uhr statt.

Die Ergebnisse können live unter https://www.faustctf.net mitverfolgt werden.

Weitere Informationen:
Felix Dreißig
orga@faustctf.net

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 190/2015 vom 14. Dezember 2015

Neuer Prodekan der Technischen Fakultät im Amt

Prof. Dr. Reinhard Lerch wurde im November 2015 zum 1. Prodekan der Technischen Fakultät gewählt. Er ist damit für die Themenfelder Forschung und Internationalisierung zuständig.

Prof. Lerch ist seit 1999 Inhaber des Lehrstuhls für Sensorik im Department EEI. Davor leitete er das Institut für Elektrische Messtechnik der Johannes Kepler Universität Linz und ist einer der Gründungsväter des ersten „Mechatronik-Ingenieurstudienganges“ im deutschsprachigen Raum. Seit 2015 ist er auch Direktor des Siemens-CKI-Zentrums an der FAU (CKI = Center of Knowledge Interchange). Im Zuge des CKI soll die gute Kooperation zwischen dem Siemens-Konzern und der FAU weiter ausgebaut werden. Prof. Lerch war in den Jahren 1981 bis 1991 selbst Mitarbeiter der Siemens AG im Forschungszentrum Erlangen.

Im Laufe seiner wissenschaftlichen Laufbahn erhielt Prof. Lerch einige Auszeichnungen, u. a. den ITG-Preis, Johann-Philipp-Reis-Preis, BMW Scientific Award und wurde 2012 zum IEEE Fellow ernannt.

Der Lehrstuhl für Sensorik bietet Lehre für die Studiengänge Elektrotechnik, Mechatronik und Medizintechnik an und forscht auf dem Gebiet mechatronischer Sensoren und Aktoren, wie Smarten Piezostrukturen, Ultraschall-Durchflussmessern, MEMS (Mikroelektromechanische Systeme) für akustische Anwendungen und Lärmminderungsverfahren für Kraftfahrzeuge und Leistungstransformatoren.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Reinhard Lerch
E-Mail: reinhard.lerch@fau.de

Forschungsmillionen für Erlanger Materialwissenschaftler

DFG fördert zwei Sonderforschungsbereiche mit FAU-Beteiligung für weitere vier Jahre

Graphen gilt wegen seiner physikalischen und chemischen Eigenschaften als eines der vielversprechendsten neuen Materialien. Doch ist es tatsächlich das Wundermaterial der Zukunft? Kann Graphen dazu beitragen, Energieprobleme zu lösen? Und wie können wissenschaftliche Erkenntnisse effizient in wirtschaftliche Produkte umgesetzt werden? An solchen Fragen arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Universitäten im Sonderforschungsbereich SFB 953 "Synthetische Kohlenstoffallotrope", bei dem die Rolle der Sprecheruniversität bei der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) liegt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat soeben bekannt gegeben, dass das vielversprechende Projekt für weitere vier Jahre  mit einer Summe von etwa 15 Millionen Euro gefördert wird. Ebenfalls verlängert hat die DFG den Sonderforschungsbereich Transregio 103 „Vom Atom zur Turbinenschaufel".  In diesem Verbund forschen die Ruhr-Universität Bochum und die FAU gemeinsam mit Partnern an neuen einkristallinen Superlegierungen: Sie sind Schlüsselwerkstoffe moderner Gasturbinen in der Luftfahrt und bei der Energieversorgung. Auch die Materialwissenschaftler werden für weitere vier Jahre mit insgesamt über 10 Millionen Euro gefördert.

„Die Weiterförderung dieser beiden wichtigen Forschungsverbünde zeigt ganz deutlich, wie stark die FAU in den Materialwissenschaften ist“, sagt FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger. „Nicht zuletzt dank unseres Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials hat sich Erlangen-Nürnberg in diesem Feld – national wie auch international – zu einem zentralen Forschungsstandort entwickelt. Unsere Forschungsergebnisse sind essentiell auch für den Wettbewerbsvorteil unseres Landes im internationalen Vergleich: Deutschland verfügt selbst über wenig Rohstoffe – kann und muss dafür aber mit dem Know-how punkten, mit dem die Materialien der Zukunft entwickelt werden.

Graphen im Fokus interdisziplinärer Zusammenarbeit
Kohlenstoff tritt in einer Vielzahl von Erscheinungsformen auf, die sich in ihren Eigenschaften stark unterscheiden. Bekannt sind beispielsweise der extrem harte, durchsichtige Diamant und der eher weiche, metallisch glänzende Graphit. Man spricht dabei von allotropen Formen des Kohlenstoffs, die ihre unterschiedlichen Eigenschaften der Beschaffenheit der chemischen Bindungen zwischen den Kohlenstoffatomen verdanken. Synthetische Kohlenstoffallotrope, wie Kohlenstoffnanoröhren und Graphen, gehören gegenwärtig zu den vielversprechendsten Materialklassen und weisen ein enormes Potenzial für Hochleistungsanwendungen auf. Gleichzeitig sind sie ideale Modellsysteme für die Untersuchung von einer Reihe fundamentaler chemischer und physikalischer Fragestellungen, wie zum Beispiel form- und ladungsabhängiges Binden und Freisetzen von Molekülen oder Ladungstransport in begrenzten Raumbereichen. Unter der Leitung von FAU-Forscher Prof. Dr. Andreas Hirsch widmet sich der SFB 953 diesen Themen in interdisziplinärer Zusammenarbeit von Chemikern, Physikern, Ingenieuren und Theoretikern.

„Die in der ersten Förderperiode initiierte, sehr erfolgreiche Erforschung von neuen funktionalen Kohlenstoffarchitekturen mit bislang nie dagewesenen opto-elektronischen Eigenschaften  soll im Rahmen dieser Folgeförderung konsequent weitergeführt werden“, erklärt Prof. Dr. Andreas Hirsch. „Wir werden uns insbesondere der Entwicklung von elektronischen Bauelementen zuwenden, die ausschließlich aus Kohlenstoff in einer maßgeschneiderten Atomanordnung vorliegen. Dies ist der Zugang zu einer ganz neuen Welt von Hochleistungsmaterialien.“

Turbinenschaufeln von morgen
Einkristalline Superlegierungen stellen Schlüsselwerkstoffe für Turbinenschaufeln in modernen Gasturbinen für die Luftfahrt und für die Energieversorgung dar. Damit sind sie für die Mobilität unserer modernen Gesellschaft ebenso unverzichtbar wie für ihre nachhaltige Elektrizitätsversorgung, gleichgültig, ob bei letzterer fossile Brennstoffe oder die Solarthermie die Grundlage bilden. Höhere Wirkungsgrade bei höherer Nachhaltigkeit in Gasturbinen können nur über eine neue Einkristalltechnologie erreicht werden. Dafür ist es essentiell, dass es den Wissenschaftlern gelingt, materialwissenschaftliche Aspekte der Legierungsentwicklung besser zu verstehen, neue verfahrenstechnische Prozesse für die Einstellung spezifischer Nano- und Mikrostrukturen mit optimierten Eigenschaften zu entwickeln, neue Prüf- und Untersuchungsmethoden zu etablieren und schließlich die skalenübergreifende Modellierung von der atomistischen bis hin zur makroskopischen Ebene zu bewältigen. Koordiniert vom Erlanger Sprecher Prof. Dr.-Ing. Robert F. Singer, arbeiten an dieser Aufgabe Naturwissenschaftler, Werkstoffingenieure und Fertigungstechniker.

„In der ersten Förderphase ist bereits die Entwicklung einer vielversprechenden neuen Einkristalllegierung gelungen“, so Prof. Dr. Robert Singer.  „Auf diesem Erfolg wollen wir aufbauen. Grundlage war die numerische Simulation von Werkstoffeigenschaften auf der Basis eines besseren mechanistischen Verständnisses.“

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Andreas Hirsch
Tel.: 09131/85-22537 | andreas.hirsch@fau.de

Prof. Dr. Robert Singer
Tel.: 09131/85-27530 | robert.singer@ww.uni-erlangen.de

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 183/2015 vom 27. November 2015

Personalmeldungen November 2015, Technische Fakultät

PERSONALMELDUNGEN

Erteilung Lehrbefugnis/Privatdozent/in

Dr. Julia Mergheim, Lehrstuhl für Technische Mechanik, für das Fachgebiet Mechanik.


Weiteres aus den Fakultäten

Dr. Jürgen Seiler, Lehrstuhl für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung, wird vom 1. Februar 2016 bis 31. März 2016 eine Teilbeurlaubung für die Wahrnehmung einer Gastprofessur an der Universität Innsbruck gewährt.

Dr. Benjamin Butz, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Mikro- und Nanostrukturforschung), wird für die Zeit vom 1. März 2016 bis 31. August 2017 Sonderurlaub für die Wahrnehmung eines Forschungsstipendiums an der Universität Stanford gewährt.

Dr. Alexandra Inayat, Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik, wird weiterhin Sonderurlaub vom 1. Januar 2016 bis 31. Juli 2017 für die Wahrnehmung eines Forschungsaufenthaltes an der Universität York gewährt.

Qelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 167/2015 vom 27. November 2015

Auszeichnungen und Funktionen 11/2015, Technische Fakultät

Auszeichnungen

Teresa Büttner, ehemalige Studentin der Technischen Fakultät, ist für ihre Masterarbeit mit dem Titel „Analysis of Lithium containing Bioglass and comparison with 45S5 Hench Bioglass“ mit dem Oldfield Award der britischen Society of Glass Technology ausgezeichnet worden. Die Arbeit entstand am Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Biomaterialien). Der Preis wird an herausragende Forschungsprojekte von Bachelor- und Masterstudenten vergeben.

Yaping Ding, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Polymerwerkstoffe), ist für einen Vortrag über die Ergebnisse ihrer Dissertation im Rahmen des World Forum on Advanced Materials (PolyChar 23) in den USA geehrt worden.

Dr. Bernhard Grill, Lehrstuhl für Informationstechnik mit dem Schwerpunkt Kommunikationselektronik, und Prof. Dr. Jürgen Herre, Professur für Audiocodierung, sind zusammen mit ihrem Forscherkollegen Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg mit dem Technologiepreis 2015 der Eduard-Rhein-Stiftung für ihre Beiträge zur Entwicklung und praktischen Implementierung des mp3-Audiocodierungsverfahrens ausgezeichnet worden.

Michael Lämmlein, Student der Technischen Fakultät, ist auf der internationalen Polymertagung „Nordic Polymer Days“ in Kopenhagen mit einem Posterpreis ausgezeichnet worden. Besonders erfreulich – Lämmlein wurde für seine Bachelorarbeit geehrt. Für die Arbeit, die er am Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Polymerwerkstoffe) erstellte, beschäftigte er sich mit der Beständigkeit von Brustimplantaten aus Silikon und arbeitete dafür intensiv mit der Professur für Plastische Chirurgie und Handchirurgie zusammen.

Franz Lanyi, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Polymerwerkstoffe) und ehemaliger Student der Technischen Fakultät, ist von der International Union of Pure and Applied Chemistry mit einem Posterpreis ausgezeichnet worden. Er präsentierte auf dem World Forum on Advanced Materials (PolyChar 23) in den USA Ergebnisse aus seiner Masterarbeit.

Prof. Dr. Klaus Riedle, Honorarprofessor am Lehrstuhl für Technische Thermodynamik, ist zum Ehrenbürger der Technischen Universität Graz ernannt worden. Die von ihm eingerichtete Professor-Klaus-Riedle-Stiftung fördert die Lehre und Forschung an der Technischen Fakultät der FAU und dem Moskow Power Engineering Institute MPEI auf dem Gebiet der Stromerzeugung, insbesondere durch Finanzierung von wissenschaftlichem Austausch der Stipendiaten.

Stefan Schrüfer, Student der Technischen Fakultät, ist auf einer internationalen Polymertagung „Bayreuth Polymer Symposium“ mit einem Posterpreis geehrt worden. Das Besondere daran: Normalerweise werden Ergebnisse aus Bachelorarbeiten nicht auf Tagungen präsentiert oder prämiert. Die Arbeit entstand am Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Polymerwerkstoffe).


Funktionen

Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Biomaterialien), ist zum Mitglied der World Academy of Ceramics gewählt worden. Die Organisation wurde 1987 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, die Forschung im Bereich Keramik voranzutreiben. Außerdem ist Boccaccini für die kommenden vier Jahre in den Beirat der European Society for Biomaterials gewählt worden. Die Gesellschaft ist auf dem Gebiet der Biomaterialen in Europa führend und mit aktuell rund 750 Mitgliedern aus 33 Ländern eine der größten Organisationen weltweit in diesem Bereich.

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 175/2015 vom 16. November 2015

Dies academicus 2015: „Die FAU ist großartig positioniert“

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg feiert 272. Gründungsjubiläum mit dem Dies academicus

FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger lud am 4. November 2015 zur Feier des 272. Jahrestags der Universitätsgründung in das Audimax (Bismarckstraße 1). Im Zentrum von Horneggers Bericht standen die Höhepunkte des vergangenen Jahres und die jüngsten Entwicklungen der FAU. Die Universität verlieh im Rahmen der Feier den Renate-Wittern-Sterzel-Preis, die Habilitationspreise sowie Ehrensenatorenwürden. Erstmals verliehen wurde die Würde eines Ambassadors.

Der akademischen Gemeinschaft an der FAU, ihren Freunden und Förderern sowie den Bürgerinnen und Bürgern präsentierte der Präsident in seiner Begrüßungsansprache die Erfolge der vergangenen zwölf Monate. „Erstmals in ihrer 272-jährigen Geschichte hat die FAU über 40.000 eingeschriebene Studierende“, sagte Hornegger und skizierte die daraus resultierende Herausforderung, die hohen Standards in Lehre und Forschung zu wahren. Dazu dienten unter anderem das Projekt zur Qualitätsverbesserung in der Lehre QuiS sowie die laufende Systemakkreditierung. Neue Lehr- und Lernkonzepte seien Teil des Innovationsprozesses. Problemlösungskompetenz und Kreativität bei Studierenden zu fördern sei Ziel der forschungsorientierten Lehre. „Weltklasse-Forschung braucht Weltklasse-Lehre“, betonte er und unterstrich gleichzeitig die Bedeutung tragfähiger Partnerschaften mit Großunternehmen, Mittelstandsvertretern, Behörden, führenden Universitäten in In- und Ausland sowie anderen aufgeschlossenen Kooperationspartnern.

180 Millionen Euro Drittmittel weise die FAU-Bilanz 2014 auf. Diese Stärke schlage sich auch in den zahlreichen Rankings nieder, die internationale Sichtbarkeit und hohe Reputation bescheinigen. Platz 11 im deutschlandweiten DFG-Förderatlas gleich hinter den Exzellenz-Universitäten, Platz 123 im weltweiten THE-Ranking und Platz 52 im Reuters-Ranking der 100 innovativsten Universitäten weltweit, listete der Präsident auf. „Die FAU ist großartig positioniert“, fasste Hornegger zusammen und lobte auch die außergewöhnliche Innovationskultur und die exzellente Einbettung der Hochschule im Städtedreieck. Dazu trügen auch die 107 Ausgründungen der Universität seit 2000 und die 414 Erfindungsmeldungen und 199 Patente zwischen 2012 und 2014 bei.

Das Modell der Volluniversität FAU beruhe darauf, regionale Stärken mit wissenschaftlichen Kompetenzen unterschiedlichster Disziplinen zu kombinieren und daraus Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln, erläuterte Hornegger und stellte die Zukunft unter das Motto „Wissenschaft neu denken“.

Die traditionelle Grußbotschaft  der Bayerischen Staatsregierung entrichtete der Staatsminister des Inneren, für Bau und Verkehr, Joachim Herrmann, in Form eines Interviews mit Moderatorin Amrei Noä. Für die Studierenden sprach Ingwer Andersen als Studentischer Senator ein Grußwort.

In Prof. Dr. Heiner Bielefeldts Festvortrag stand „Die UN-Debatte über ‚traditionelle Werte‘: Anschlag auf den Geltungsanspruch der Menschenrechte?“ im Mittelpunkt. Bielefeldt hat den 2009 neu eingerichteten Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der FAU inne und fungiert seit August 2010 außerdem ehrenamtlich als UN-Sonderberichterstatter über Religions-
und Weltanschauungsfreiheit. Bielefeldt hat Bücher und Aufsätze zu Fragen der Rechtsphilosophie, Ideengeschichte, politischen Ethik und insbesondere zu Theorie und Praxis der Menschenrechte verfasst.

Der Abend wurde umrahmt vom Jazz-Rock-Pop-Chor der Universität Erlangen-Nürnberg unter Leitung von Ulrich Nehls und wurde von FAU-Alumna Amrei Noä moderiert. In der Palmeria des Klinikums klang der Abend mit einem Umtrunk aus.

Verleihung der Ehrensenatorenwürde
Die Ehrensenatorenwürde, die höchste Auszeichnung der Universität, erhalten in diesem Jahr
Assessor Dipl.-Volksw. Thomas A.H. Schöck, ehemaliger Kanzler der FAU, sowie das Stifterehepaar Heide und Horst Feldmeier. Mit dieser Ehrung bedankt sich die FAU für die langjährige Verbundenheit und ihr Wirken zum Wohle der Universität.

Entscheidende Impulse zur Entwicklung der FAU gab Schöck mit dem Erwerb des heutigen Röthelheim-Campus für die Universität, bei der Einführung einer leistungsfähigen kaufmännischen Software für Klinikum und Universität oder bei der Beschaffung des ersten intraoperativen Kernspinntomographen für die Neurochirurgie. Bologna-Prozess, Sparrunden, bayerisches Optimierungskonzept, die Strukturreform der FAU, Studienbeiträge, doppelter Abiturjahrgang und Ausbauplanung, Neubauten, und Sanierungen, der Ausbau der Unistandorte Nürnberg, Erlangen, Fürth und Pleinfeld mit seinem Wassersportzentrum, Max-Planck- und Helmholtz-lnstitut, Exzellenzinitiative, Verwaltungsreform, Kosten- und Leistungsrechnung, Neuerungen im IT-Bereich, Patente und Patentverwertung im Unibetrieb, Vernetzung mit der Wirtschaft und in die gesamte Region hinein, all das und noch viel mehr hat er als Beauftragter für den Haushalt, als Verantwortlicher für Bau und nichtwissenschaftliches Personal und als Mitglied der Universitätsleitung mitgestaltet.

Die Pädagogen Heide und Horst Feldmaier hielten über lange Jahre aktiv den Kontakt zur FAU und brachten sich im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeiten insbesondere in die Ausbildung der Studierenden mit ein. Zur Erinnerung an ihre früh verstorbene Tochter und FAU-Alumna errichteten sie die Dr. Jutta-Feldmaier-Stiftung, deren Stipendien dazu beitragen, Studierenden eine akademische Ausbildung im Ausland zu erleichtern, u.a. durch einmalige Studienbeihilfen an deutsche und ausländische Studierende zur Förderung eines Auslandssemesters, zur
Teilnahme an internationalen Forschungsveranstaltungen und für Reisezuschüsse. Sie engagieren sich persönlich bei der Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten, bislang fast hundert junge Menschen.

Verleihung der Würde eines Ambassadors
Erstmals wurde ein FAU Ambassador ernannt. Diese Würde wird in den kommenden Jahren  einer Reihe von Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern aus dem Ausland verliehen werden. Ein Ambassador soll die Interessen der FAU in seinem Heimatland vertreten und in seinem eigenen wissenschaftlichen Umfeld von den Erfahrungen an der Universität Erlangen-Nürnberg berichten. Er kann Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich für einen Aufenthalt an der FAU Erlangen-Nürnberg interessieren, seinen Rat geben und dafür sorgen, dass Beziehungen zwischen den Universitäten seines Landes und der FAU aufgenommen und gepflegt werden. Prof. Dr. Enrique Zuazua ist einer der führenden Köpfe im Bereich der Angewandten Mathematik und arbeitet gegenwärtig als Professor für Angewandte Mathematik an der Universidad Autónoma de Madrid. Im Rahmen eines Humboldt- Forschungspreises besuchte er die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im akademischen Jahr 2014/2015. Seine Forschungstätigkeit an der Universität war vor allem auf die optimale Steuerung partieller Differentialgleichungen fokussiert und wurde durch eine Reihe von Seminaren, Gastvorträgen und Workshops ergänzt. Während dieser Zeit ist ihm die FAU mehr und mehr ans Herz gewachsen, weswegen er gerne eingewilligt hat, das Amt des Ambassadors zu bekleiden.

Renate-Wittern-Sterzel-Preis
Mit der Verleihung des Renate-Wittern-Sterzel-Preises zur Förderung der Gleichstellung und Vielfalt an der FAU an Prof. Dr. Peter Bubmann sowie die Geschäftsstelle des Zentrums für Lehrerinnen- und Lehrerbildung der FAU (ZfL) unter Leitung von PD Dr. Birgit Hoyer würdigt die FAU das außerordentliche Engagement zur Förderung von Vielfalt in der Wissenschafts- und Organisationskultur der FAU beitragen. Bubmann zeichnet der erfolgreiche und vorbildliche Einsatz für die Förderung der Gleichstellung im Bereich seiner Professur aus. Das ZfL zeigt herausragendes Engagement hinsichtlich der Förderung von Gender- und Diversitykompetenz im Rahmen der Lehrerinnen- und Lehrerbildung.

Habilitationspreise
Die vom Universitätsbund Erlangen-Nürnberg gestifteten und mit jeweils 2.000 Euro dotierten Habilitationspreise werden in diesem Jahr an folgende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler für ihre Habilitationsschriften verliehen:

Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
PD Dr. phil. Lars Allolio-Näcke: Kulturpsychologie und Anthropologie der Religiösen Entwicklung
PD Dr. theol. Claudia Jahnel: Afrikanische Theologie. Kulturwissenschaftliche Analysen und Perspektiven

Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
PD Dr. jur. habil. Jan Christopher Schuhr: Eine Theorie des Gesetzlichkeitsprinzips – Verhaltensregeln und Unmöglichkeit im Strafrecht – Zum Schutz von Rationalität und Freiheit im materiellen Strafrecht, insbesondere durch Art. 7 EMRK, Art 49 I,II GRCh und Art. 103 II GG

Medizinische Fakultät – Thiersch-Preis
PD Dr. rer. nat. Dr. med. habil. Stefan Wirtz: Cellular and molecular aspects of cytokine functions in inflammatory diseases – Studies about the role of IL-27, IL-33, and IL-35 in the context of infection and inflammation

Naturwissenschaftliche Fakultät – Emmy-Noether-Preis
PD Dr. rer. nat. habil. Christian Papp: Surface Chemical Reactions – In situ studies of heterogeneous catalysis and the reactivity of modified surfaces

Technische Fakultät – Wolfgang-Finkelnburg-Preis
PD Dr.-Ing. habil. Andreas Bräuer: In situ Raman spectroscopy for high pressure process technology

Bilder und weitere Informationsmaterialien zum Dies academicus 2015 stehen im Laufe des 5. Novembers unter http://go.fau.de/x0yayc bereit.

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 170/2015 vom 4. November 2015

Personalmeldungen Oktober 2015, Technische Fakultät

Ruf nach auswärts angenommen

Prof. Dr. Marc Avila, Lehrstuhl für Strömungsmechanik, auf die W3-Professur an der Universität Bremen.


Emeritierung/Ruhestand

Prof. Dr.-Ing. Robert Singer, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Werkstoffkunde und Technologie der Metalle).


Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 166/2015 vom 30. Oktober 2015

Leichtes Spiel für Hacker

Neues App-basiertes TAN-Verfahren für Online Banking unsicherer als Vorgänger, sagen FAU-Forscher

Mehrere deutsche Geldhäuser, darunter die Hypovereinsbank, die Sparkassen, die DKB und die VR-Banken, führen gegenwärtig ein neues Verfahren ein, das mobiles Onlinebanking auf dem Smartphone ermöglicht. Die IT-Sicherheitsforscher Vincent Haupert und Tilo Müller der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) konnten allerdings durch einen Hacker-Angriff nachweisen, dass das neue App-basierte TAN-Verfahren einen deutlichen Sicherheitsnachteil gegenüber Vorgängersystemen hat.

Mit der Komplexität und Verbreitung eines Systems wächst auch dessen Anfälligkeit gegenüber Viren und Schadsoftware, was nicht zuletzt Banking-Trojaner einschließt. Während vor zehn Jahren noch fast ausschließlich Systeme mit Windows von Viren betroffen waren, so sind es heute zunehmend mobile Systeme mit Android und iOS, die in den Fokus der Virenschreiber rücken. Bei der Vielfalt von Systemen und Bedrohungen scheint es für die Banken heute daher unmöglich ein sauberes, vertrauenswürdiges Endgerät auf Seiten ihrer Onlinebanking-Kunden vorauszusetzen.

Daher werden im Onlinebanking so genannte TAN-Verfahren eingesetzt, um Nutzer auch dann vor finanziellen Schäden schützen zu können, wenn sie ihre Bankgeschäfte einmal auf nicht-vertrauenswürdigen Geräten getätigt haben. Zu den Möglichkeiten moderner Banking-Trojaner zählen aber nicht mehr nur das Mitschneiden von Benutzernamen, Passwörtern und TANs, sondern auch die verdeckte Manipulation von Überweisungsdaten. Bei der Manipulation von Überweisungsdaten bestätigt das Betrugsopfer eine scheinbar korrekte Transaktion per TAN und merkt nicht, dass sein Überweisungbetrag und -empfänger im Hintergrund verändert wurden.

Während klassische Listen-basierte TAN-Verfahren diesem Angriff nichts entgegenzusetzen wissen, haben sich moderne TAN-Verfahren zum Ziel gesetzt, solche verdeckten Manipulationen zu verhindern. Bereits 2006 wurde daher das heute etablierte chipTAN-Verfahren eingeführt, das die Information über Empfänger und Betrag fest an eine TAN koppelt. Beim chipTAN-Verfahren wird der Benutzer aufgefordert seine Überweisungsdaten in einem separaten, vertrauenswürdigen TAN-Generator einzugeben, der mit der perönlichen Bankkarte des Nutzers eine TAN erzeugt. Die generierte TAN ist ausschließlich für die verwendeten Überweisungsdaten gültig und kann nicht für manipulierte Transaktionen missbraucht werden.

Zwar gilt dieses chipTAN-Verfahren als sicher, doch weil viele Nutzer es als lästig empfinden, ein zweites Gerät für ihre Überweisungen verwenden zu müssen, führen eine Reihe deutscher Geldhäuser, darunter die Hypovereinsbank, die Sparkassen, die DKB und die VR-Banken, zur Zeit ein ein neues Verfahren ein, das mobiles Onlinebanking auf dem Smartphone ermöglicht. Für dieses Verfahren sind zwei Apps nötig. In einem ersten Schritt gibt man auf der ersten App die Überweisungsdaten ein. Diese Daten werden an die Bank übermittelt, die daraus eine TAN berechnet und an die zweite App auf dem Smartphone sendet. Im zweiten Schritt muss der Benutzer die TAN aus der zweiten App in die erste App übertragen, um die Überweisung abzuschließen. Auf iOS- und Android-Geräten wird damit Onlinebanking auf einem einzigen Gerät ermöglicht – und das mutmaßlich ohne Sicherheitseinbußen im Vergleich zu etablierten Verfahren.

Vincent Haupert und Tilo Müller, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Informatik 1 (IT-Sicherheitsinfrastrukturen) der FAU, konnten nun allerdings nachweisen, dass das neue Verfahren in Sachen Sicherheit einen Rückschritt bedeutet. Das Verfahren opfert die hohen Sicherheitsstandards, wie sie bei etablierten Verfahren wie dem chipTAN-Verfahren zu finden sind, zugunsten des Komforts. Dies sei zwar legitim, so die beiden Forscher, allerdings dürfe man in der Werbung nicht suggerieren, dass es das gleiche Sicherheitsniveau biete wie chipTAN.

Zur Demonstration ihrer Behauptung haben Haupert und Müller einen Angriff auf das neue App-basierte Verfahren eines großen deutschen Finanzverbundes durchgeführt, bei dem manipulierte Transaktionen per App bestätigt wurden. Im Detail haben die beiden Autoren eine Transaktionssumme von 0,10 auf 13,37 EUR erhöhen und den Empfänger der Überweisung nach Belieben verändern können, ohne dass dies für das (fiktive) Opfer erkennbar gewesen wäre. Aufgrund der Schutzmechanismen der verwendeten Apps sei der Angriff technisch anspruchsvoll gewesen und habe eine mehrwöchige Analyse erfordert. Für den Erfolg des Angriffes muss zudem Schadcode auf dem Überweisungsgerät des Opfers ausgeführt werden. Dies sei aber genau das Szenario, wovor aktuelle TAN-Verfahren schützen, so die beiden Forscher.

Die Sicherheitsprobleme eines solchen App-basierten TAN-Verfahrens sind nicht durch verbesserte Programmierung lösbar, sondern sie liegen in der Struktur des Verfahrens begründet, nämlich einer konzeptionell schwachen „Zwei-Faktor-Authentifikation“. Wenn eine Überweisung auf demselben Gerät ausgelöst wird, das auch die Generierung und den Empfang von TANs verwaltet, so könne dieses Verfahren prinzipiell nicht vor Banking-Trojanern schützen. Ein Banking-Trojaner, der mit Systemrechten läuft und damit in einer höheren Privilegierungsebene als die verwendeten Apps selbst, sei immer in der Lage sämtliche Schutzmechanismen auszuhebeln. Umso erschreckender sei es, so Haupert und Müller, dass der TÜV das neue Verfahren, trotz seiner offensichtlichen Design-Schwächen, als besonders sicher eingestuft und zertifiziert hat.

Das Fazit der beiden IT-Sicherheitsexperten: Zwar müssen nicht alle Nutzer der neuen App-basierten TAN-Verfahren jetzt auf der Stelle um ihr Erspartes fürchten, insbesondere dann nicht, wenn sie guten Grund zur Annahme haben, dass auf ihrem Endgerät kein Schadcode ausgeführt wird. Sie sollten jedoch offen über das erhöhte Gefährdungspotential informiert werden, um selbst entscheiden zu können, welches TAN-Verfahrens sie sich für ihre Online-Bankgeschäfte bedienen wollen.

Kontakt:
Dr. Tilo Müller
tilo.mueller@cs.fau.de | Tel.: 09131/85-69904

Vincent Haupert
vincent.haupert@cs.fau.de

Quelle: uni| mediendienst | forschung Nr. 65/2015 vom 29. Oktober 2015

Neue Humboldt-Stipendiaten und -Preisträger an der FAU

Die Friedrich-Alexander-Universität genießt international einen hervorragenden Ruf. Beweis für diese Reputation sind nicht zuletzt die vielen international renommierten Wissenschaftler, die sich die FAU als Gastuniversität aussuchen, um zusammen mit FAU-Kollegen im Rahmen eines Stipendiums oder Forschungspreises der Alexander-von-Humboldt-Stiftung zu forschen.

Prof. Dr. Vijay Bhargava, Lehrstuhl für Digitale Übertragung
Prof. Dr. Vijay Bhargava ist mit einem mit 60.000 Euro dotierten Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet worden, mit dem er am Lehrstuhl für Digitale Übertragung an der FAU forschen wird. Zusammen mit dem Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Robert Schober wird Bhargava daran arbeiten, die neueste Generation der drahtlosen Kommunikation weiterzuentwickeln. Sein Augenmerk wird dabei unter anderem auf Mehr-Antennen-Systemen sowie speziellen Kodierungs- und Kommunikationssystemen liegen. Ein weiterer Forschungsbereich wird das Energy Harvesting sein: Bei dieser Technologie werden kleine Mengen Energie aus Quellen wie beispielsweise Vibrationen für mobile Geräte gewonnen, damit diese nicht abhängig von Batterien bzw. Akkus sind.

Prof. Dr. Vijay Bhargava ist am Department of Electrical and Computer Engineering an der University of British Columbia im kanadischen Vancouver tätig, das er von 2003 bis 2008 leitete. Bhargava promovierte an der Queen´s University in Canada. Er gehört zu den meistzitierten Wissenschaftlern der Welt. Bhargava ist Fellow des Institute of Electrical and Electronic Engineers, der Royal Society of Canada, der Canadian Academy of Engineering und des Engineering Institute of Canada.

Ausgezeichnete Forscher
Mit dem Humboldt-Forschungspreis zeichnet die Alexander-von-Humboldt-Stiftung jährlich bis zu 100 ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihr bisheriges Gesamtschaffen aus, deren grundlegende Entdeckungen, Erkenntnisse oder neue Theorien das eigene Fachgebiet nachhaltig geprägt haben und von denen auch in Zukunft weitere Spitzenleistungen erwartet werden können. Die Preisträger werden von der Stiftung eingeladen, selbst gewählte Forschungsvorhaben in Deutschland in Kooperation mit Fachkollegen für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr durchzuführen.

Dr. Thaissa Dantas Pessoa
Als Alexander-von-Humboldt-Stipendiatin arbeitet Dr. Thaissa Dantas Pessoa am Lehrstuhl für Zelluläre und Molekulare Physiologie von Prof. Dr. Christoph Korbmacher seit September 2015 an einem zweijährigen Forschungsprojekt. Dort erforscht sie, wie ein bestimmter Transient Receptor Potential (TRP) Ionenkanal, TRPV4, funktioniert und wie er reguliert wird. TRPV4 kommt besonders häufig in der Niere vor, seine Bedeutung für die Nierenfunktion ist jedoch noch weitgehend unklar. TRPV4 findet sich insbesondere in Epithelzellen des distalen Nephrons und Sammelrohrs, wo TRPV4 mutmaßlich als Mechano- und/oder Osmosensor eine Rolle spielt. Für ihre experimentellen Untersuchungen wird Dr. Pessoa eine Kombination von biochemischen und elektrophysiologischen Methoden einsetzen.

Dr. Thassia Dantas Pessoa promovierte von 2009 bis 2013 am Institut für Biomedizinische Wissenschaft an der Universität Sao Paulo in Brasilien. Anschließend forschte sie dort als Postdoc zur Nieren- und Transportphysiologie.

Dr. Hui-Lei Hou
Graphen besteht aus einer einzelnen Lage Kohlenstoffatome und ist damit einer der wichtigsten Vertreter einer neuen Materialklasse, der zweidimensionalen Kristalle. Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften ist Graphen zum neuen Hoffnungsträger für zukünftige Technologien avanciert.

Dr. Hui-Lei Hou wird im Rahmen seines Humboldt-Stipendiums in den kommenden zwei Semestern am Lehrstuhl für Organische Chemie II von Prof. Dr. Andreas Hirsch an der Entwicklung von neuen Hybridmaterialien, die auf Graphen basieren, forschen. Sein Ziel ist es zunächst, einen einfachen und gleichzeitig effizienten Weg zu finden, Hybridmaterialien herzustellen, in denen die Eigenschaften von Graphen mit denen von Porphyrinen kombiniert werden. In weiteren Schritten will Hou auch andere Verbindungen mit Graphen kombinieren, um Materialien zu erhalten, die die einzigartigen optischen, elektrischen und chemischen Eigenschaften der einzelnen Komponenten besitzen.

Dr. Hui-Lei Hou ist seit Juni 2015 an der FAU. Zuvor machte er seinen Master in Chemie am chinesischen Changchun Institute of Applied Chemistry der Chinese Academy of Sciences. Dort arbeitete er mit der Kohlenstoffmodifikation Fullerenen-C60 und erwarb seinen Doktorgrad in analytischer Chemie.

Dr. José Manuel González Álvarez
Seit etwa zwanzig Jahren verschwimmt in vielen modernen Erzähltexten die Grenze zwischen Autobiographie und Fiktion. Eine neue Gattung entsteht: die Autofiktion, mit der sich Literaturwissenschaftler und -kritiker seitdem zunehmend beschäftigen. Mit welchen literarischen Mitteln, mit welchen narrativen Verfahren verbergen und zeigen Autoren ihr Ich in autofiktionalen Werken? Welchen Einfluss haben Humor und Parodie auf die fiktionale Darstellung des Ich? Diesen Fragen geht Dr. José Manuel González Álvarez in der zeitgenössischen argentinischen Autofiktion nach. Sein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Verwendung fantastischer, metafiktionaler und spielerischer Elemente zur Erzeugung autofiktionaler Texte.

José Manuel González Álvarez forscht seit September 2015 als Humboldt-Stipendiat am Institut für Romanistik bei Prof. Dr. Andrea Pagni (Professur für Lateinamerikanistik, insb. Literatur- und Kulturwissenschaft). Nach einem Studium der spanischen Philologie an der Universität Salamanca promovierte er daselbst im Jahr 2005 in lateinamerikanischer Literaturwissenschaft. Im Anschluss lehrte er lateinamerikanische Literatur an der Universität Salamanca und war zwischen 2008 und 2010 Postdoctoral Fellow an der Universität Buenos Aires in Argentinien. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der argentinischen Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts.

Weitere Informationen:
Pressestelle der FAU

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 162/2015 vom 27. Oktober 2015

Neuer Dekan der Technischen Fakultät im Amt

Zum Ende ihrer vierjährigen Amtszeit hat Prof. Dr.-Ing. habil. Marion Merklein das Dekansamt der Technischen Fakultät zum 01. Oktober 2015 an ihren Nachfolger Prof. Dr. Peter Greil übergeben.

Prof. Dr. Peter Greil, wie seine Amtsvorgängerin Träger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises, ist seit 1993 Inhaber des Lehrstuhls für Glas und Keramik der FAU. Forschungsschwerpunkte sind Keramiken und Verbundwerkstoffe, wobei insbesondere die Grundlagen moderner Prozesstechniken im Vordergrund stehen. Der Lehrstuhl kooperiert eng mit nationalen und internationalen Partnern aus akademischer und industrieller Forschung, u.a. mit Instituten in Australien, Frankreich, Italien, USA, China, Korea, Taiwan, Japan, Brasilien sowie mehreren europäischen Ländern.

Bereits seit 2013 formte Prof.  Dr. Greil als Mitglied der Fakultätsleitung im Amt des 1. Prodekans insbesondere die Themenfelder Forschung und Internationalisierung. In den Bereichen Wissenschaft und Forschung definiert der neue Dekan die ausgeprägten Stärken der Technischen Fakultät in den Bereichen Interdisziplinarität, Anwendungsorientierung und  Internationalisierung als Alleinstellungsmerkmale: Eingebunden in ein breites Netzwerk von Forschungseinrichtungen in der Metropolregion Nürnberg und darüber hinaus kommt der Technischen Fakultät fachübergreifend eine zentrale Schlüsselrolle zu, die durch vielfältige strategische Kooperationen mit der Industrie gewährleistet ist und künftig noch stärker an Bedeutung gewinnen wird.

Weitere Informationen
Dr. Monica Mayer, 09131/85-27296, tf-dekanat@fau.de

Von Schwerelosigkeit in der Kugel und anderen Experimenten

FAU mit rund 500 Programmpunkten wieder größter Partner der Langen Nacht der Wissenschaften

Ein Chemievortrag, bei dem das Publikum selbst experimentieren darf, die Demo eines Elektrorennwagens mit Kerzenantrieb oder ein Vortrag zur Züchtung von Herzgewebe für Infarktpatienten: In der Langen Nacht der Wissenschaften am 24. Oktober will die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) einmal mehr Wissenschaft allen Bürgerinnen und Bürgern der Region zugänglich machen und zeigen, was sie für unsere Welt heute und morgen leisten kann. Mit über 40 Stationen und rund 500 spannenden Programmpunkten an ihren drei wichtigsten Standorten Erlangen, Nürnberg und Fürth ist die FAU erneut der größte Partner. Schon am Nachmittag von 14 bis 17 Uhr können Forscherinnen und Forscher in spe beim Kinderprogramm Wissenschaft hautnah erleben – ab 18 Uhr startet dann das Nachtprogramm, das jedoch meist für Kinder ab 10 Jahren ebenfalls schon geeignet ist. Eines der Highlights an der FAU: der Themenabend rund um Weltraum und Schwerelosigkeit mit Stargast Alexander Gerst. Aber auch Publikumsexperimente wie der Versuch, übers Wasser zu laufen, oder die Wasser Riech- und Schmeck-Olympiade der Geologen ebenso wie das umfangreiche Vortragsprogramm, etwa der Medizinischen Fakultät, werden wieder Besucher locken.

Bei der Ankerveranstaltung im Erlanger Audimax ab 18.30 Uhr hat die FAU das Thema „Weltraum und Schwerelosigkeit“ ausgerufen – und sogar ESA-Astronauten Dr. Alexander Gerst als Stargast gewinnen können, der über seine Zeit im All berichtet. Flankiert wird sein Beitrag von anderen spannenden Vorträgen, etwa darüber, wie die Astronomie versucht, die Physik des Universums mit Bildern sichtbar zu machen oder darüber, wie Wurmlöcher Physiker und Literaten gleichermaßen inspirieren. Außerdem zeigt Prof. Dr. Thorsten Pöschel Experimente zur Schwerelosigkeit – und die Zuschauer können mit ein bisschen Glück miterleben, wie Gegenstände innerhalb einer sich im Flug bewegenden Kugel tatsächlich „schweben“.

Forschung in der Erlanger Innenstadt

Auch sonst gibt es in der Erlanger Innenstadt jede Menge FAU-Forschung zu sehen: Im Geozentrum Nordbayern etwa können Besucher das Modell eines Flussbetts bestaunen und sehen, wie Flüsse sich verändern, verlagern oder über die Ufer treten. Außerdem können sie in einer Riech- und Schmeckolympiade die Qualität verschiedener „Wässer“ testen. Wer durch den Schlossgarten Richtung Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie schlendert, sollte auf jeden Fall an der Orangerie einen kurzen Halt einlegen: Dort präsentiert die Professur für Kirchenmusik im barocken Wassersaal Kompositionen und Improvisationen verschiedener Stile und Epochen, untermalt mit Licht-und Farbenspiel. An der Medizinischen Fakultät lockt ein umfangreiches Vortragsprogramm, das Themen wie Tinnitus ebenso abdeckt wie Organspende, Internetabhängigkeit oder die neue Volkskrankheit Burnout. Aber auch Programmpunkte wie die Ausstellung zu künstlichen Gelenken aus dem 3D-Drucker oder der Infostand der Mikrobiologie zu Mikroorganismen dürften auf Interesse stoßen.

Das benachbarte Universitätsklinikum Erlangen hat ebenfalls einige Highlights im Programm: In der Apotheke des Uniklinikums können Besucher bei einer Führung das 500 Quadratmeter große GMP-Labor (Good Manufacturing Practice) besichtigen. Die Urologie demonstriert moderne minimal-invasive Operationstechniken anhand eines konventionellen Laparoskopietrainers und der neuesten Generation des Da-Vinci-Operationssystems. Und im erst 2014 eröffneten Translational Research Center gewährt die Medizinische Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie – Einblicke in ihr Forschungslabor und informiert in Vorträgen zum Beispiel darüber, wie sich Immunzellen und Krebszellen unterscheiden, mit welchen Untersuchungsmöglichkeiten sie erforscht werden und welche neuen Therapiestrategien es gibt.

Auf dem Campus Bismarckstraße an den Philosophentürmen stehen traditionell die Geisteswissenschaften im Vordergrund. Im Interdisziplinären Zentrum für Literatur und Kultur der Gegenwart etwa geht es ums Thema Privatsphäre im Zeitalter der Sozialen Medien; im Institut für Wirtschaftswissenschaft erklärt TTIP-Experte Prof. Dr. Matthias Fifka Vor- und Nachteile des transatlantischen Freihandelsabkommens. Spannend ist auch das Vortragsprogramm am Institut für Regionenforschung: Dort dreht sich alles ums Thema „Grenzen“ – ob territoriale Grenzen oder etwa die Grenzen des Humors im Islam. Ohne Humor wird es übrigens auch bei den Vorträgen in der Anglistik und Amerikanistik nicht gehen: Shakespeare auf Klingonisch, Vampirgeschichten oder die Tatort-Sprache stehen da auf dem Programm. Vor allem für Erlanger Bürger ist die Ausstellung „Erlangen – Zukunftsstadt 2030+“ ein Muss: Dort haben sie die Möglichkeit, sich über die geplanten Veränderungen der Stadt – vom neuen Siemens-Campus bis zur Verlagerung der Philosophischen Fakultät der Universität in den Himbeerpalast – zu informieren, mit Vertretern der Stadt und Wissenschaftlern zu diskutieren und herauszufinden, wie sie selbst an diesem Wandlungsprozess mitarbeiten und ihre Ideen einbringen können.

Fans von Krimi & Co sind während der Langen Nacht mit Sicherheit im Juridicum des Fachbereichs Rechtswissenschaften gut aufgehoben: Dort erklären Rechtswissenschaftler der FAU unter anderem, warum so mancher Straftäter „frei herum läuft“ oder ob Justitia wirklich blind ist. Auch die Erfahrung, in einer echten römischen Spelunke zu sitzen und zu verfolgen, wie im alten Rom Geldgeschäfte abgewickelt wurden, sollte man einmal gemacht haben.

Der FAU-Technik-Tipp: das Erlanger Südgelände
Ein Dorado für Liebhaber von Technik und Naturwissenschaften tut sich am Südgelände der FAU auf: Das Department Chemie geht in Experimenten naturwissenschaftlichen Geheimnissen des Alltags auf den Grund und führt die Zuschauer in die Chemie des Bieres ein – mit der Antwort auf Fragen wie: Was passiert beim Brauen? Wie kommt eigentlich der Alkohol ins Bier? Was steckt hinter der Schaumkrone? Dabei dürfen die Besucher, die am Eingang selbst eine Tüte mit allen nötigen Materialien erhalten, gleich mitexperimentieren.

Am Exzellenzcluster EAM demonstrieren Forscher, wieviel Materialwissenschaft in der Energiewende steckt – und wagen den Versuch, ob man aus Früchten Solarzellen bauen kann. Die Mathematiker laden Besucher ein, in einer Versuchsanlage das Überlaufen eines Wasserbeckens zu verhindern – und zu prüfen, ob sie selbst besser sind als das Ergebnis einer mathematischen Optimierung. Auch interaktives Brückendesign zieht Zuschauer regelmäßig in seinen Bann: Wie sieht die perfekte Brücke aus? Empfehlenswert auch: Führungen und Vorführungen rund ums Thema Partikeltechnik, bei denen Besucher unter anderem erfahren, wieso eine Plas-tikente auf Feststoff schwimmen kann und welcher Prozess hinter der Röstung von Kaffee steht. Die Werkstoffwissenschaftler haben sich ebenfalls wieder attraktive Vorführungen und Mitmach-Aktionen einfallen lassen – von der Fernsteuerung eines Elektrorennwagens mit Kerzenantrieb über die klingende Aluminiumglocke, auf der Besucher mit Hilfe eines Keyboards Töne erzeugen können, bis hin zur Präsentation von Hochtemperaturwerkstoffen unter dem Mikroskop. Wer sich für Computer und IT interessiert, sollte sich zwei Dinge nicht entgehen lassen: den Vortrag über Cyberkriminelle und ihre Tricks von IT-Sicherheitsexperten Prof. Dr. Felix Freiling und einen Besuch der Informatiksammlung ISER, in der Besucher sogar eine alte ZUSE Z23, die einzige derzeit noch funktionierende Maschine ihrer Art, bestaunen dürfen.

Die Physiker wollen Besuchern ebenfalls demonstrieren, wie viel Spaß Tüfteln und Forschen machen kann – und wie Physik einen Menschen immer wieder in Erstaunen versetzt: Wie kann man über Wasser gehen? Lassen sich Astroteilchen anschauen? Und wie kann man mit einer Kaffeekanne kosmische Strahlung nachweisen? Die Biologen dagegen konzentrieren sich auf die Entwicklung von Leben und die Frage nach den Genen – mit Vorträgen zu Themen wie Evolution oder genetisch veränderten Pflanzen.

Für Augen und Ohren
Immer was zu sehen gibt es in Erlangen bei den Optikern der FAU und des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts – gerade zum „Jahr des Lichts“ 2015: Besucherinnen und Besucher dürfen bei den interaktiven Aktionen „Light Painting“ und „Laser Graffiti“ selbst kreativ werden und sich bei „Optik – von winzig klein bis riesengroß“ über die Fluoreszenz einzelner Moleküle im Nanometer-Bereich auf der einen Seite und Quantenkommunikation im Weltraum – vom geostationären Satelliten in 36 000 km Entfernung – auf der anderen Seite informieren.

Musikliebhaber kommen bei bit eXpress“, dem Campus Radio der Universität Erlangen-Nürnberg und des Fraunhofer IIS, auf ihre Kosten: Der Sender öffnet die Studiotüren für einen Blick auf die Technik und ein Gespräch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Innovation in Nürnberg und Fürth
Selbstverständlich hat auch der zweite große FAU-Standort Nürnberg ein überaus spannendes
Programm zu bieten: Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften präsentiert sich in der Findelgasse mit Vorträgen zu Fragen wie „Was bringt uns die Akademisierung?“ oder „Kann und darf der Wert eines Menschenlebens ökonomisch bewertet werden?“. Ebenfalls auf der Agenda: ein Vortrag zu der Frage, wie viele Stromtrassen Deutschland tatsächlich braucht. Zu der Podiumsdiskussion über die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Europa und den Americas sind sogar die Botschafter bzw. politischen Vertreter verschiedener Länder, etwa von Brasilien, Kanada oder den USA, als Diskutanten geladen. Im Innovationslabor JOSEPHS (Nähe Weißer Turm) zeigt der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik gemeinsam mit dem Fraunhofer IIS, dass Kunden in der Innovationsforschung heute nicht mehr passive Studienobjekte sind, sondern aktive Partner. Mit der App der Langen Nacht der Wissenschaften kann das dort jeder ausprobieren.

Keinesfalls verpassen schließlich sollten die Besucher der Langen Nacht das Programm im Nürnberger Westen „auf AEG“. Auf der von den beiden Städten Nürnberg und Fürth ausgerufenen „Wissenschaftsmeile“ zeigt die FAU in vielerlei Weise Flagge – etwa als Partner im Energie Campus Nürnberg, der spannende Vorträge rund um die Energiewende anbietet. Oder mit dem Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik, der zeigt, wie flüssige organischer Wasserstoffträger die Energiespeicher von morgen werden könnten. Hochspannend: Besucher können beim Lehrstuhl Informatik 7 spielerisch die Energieversorgung etwa eines Hauses mit Photovoltaik, einer Siedlung mit verteilten Speichern oder gar der ganzen Republik auf dem Computer simulieren.

Und weil aller guten Dinge drei sind, sei Besuchern der Langen Nacht nach den Städten Erlangen und Nürnberg auch noch der FAU-Standort Fürth ans Herz gelegt: In der Uferstadt können sie erleben, wie neue Leichtmetall- und Kunststoffbauteile entstehen, aus denen zum Beispiel die Autos der Zukunft sind, und sie können eines der größten Rasterelektronenmikroskope in Aktion sehen.

„Wie schon in den Jahren zuvor ist die Lange Nacht der Wissenschaften auch diesmal wieder die ideale Gelegenheit , hautnah zu erleben, an welch spannenden Forschungsfragen an der Friedrich- Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gearbeitet wird“, meint FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger. „Wir sind davon überzeugt, dass Wissenschaft für alle Menschen offen sein muss und wir freuen uns über das große Interesse, das uns immer wieder entgegengebracht wird. Eine Volluniversität wie die FAU hat natürlich ganz besonders viel zu zeigen – in allen Fachgebieten, von der Medizin über die Geisteswissenschaften bis hin zu Naturwissenschaft und Technik, Wirtschaft und Recht. Ich kann alle Bürgerinnen und Bürger der Region nur einladen, sich diese Chance nicht entgehen zu lassen und sich davon zu überzeugen, wie hervorragend das Wissenschaftsdreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen aufgestellt ist.“

Interviewmöglichkeit mit ESA-Astronaut Dr. Alexander Gerst
Speziell für die Presse ist ein weiterer Programmpunkt eingeplant. Stargast Alexander Gerst wird in Erlangen in der Bismarckstraße 1 zwischen 18 und 19 Uhr – bevor sein Vortrag beginnt – für jeweils zehnminütige Interview-Slots zur Verfügung stehen. Interessierte Medien werden gebeten, sich beim Lange Nacht-Veranstalter Kulturidee für die Gesamtveranstaltung zu akkreditieren, damit der Einlass reibungslos klappt. Wer gerne einen Slot nutzen möchte, wendet sich an die Pressestelle der FAU unter presse@fau.de. Es werden so viele Anfragen wie möglich berücksichtigt.

21.10.2015: Technische Fakultät stellt Elektromotorrad vor

Inside ElMo „Elektrocross erleben“
Mittwoch, 21. Oktober, 9.30 Uhr, Fraunhofer IISB, Hans-Georg-Waeber-Saal, Schottkystraße 10, Erlangen



ElMo – so ist der Spitzname der Elektrocrossmaschine, die von Studierenden der Technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in Kooperation mit dem Fraunhofer IISB konstruiert und zusammengebaut wurde. Am 21. Oktober stellt das Projektteam ab 9.30 Uhr in der Schottkystraße 10 in Erlangen das Motorrad der Öffentlichkeit vor. Neben der Premierenfahrt gibt es Führungen durch die Werkstätten und Prüfstände und Vorträge zum Thema Elektromobilität und den einzelnen Komponenten des Elektromotorrads, wie dem Energiespeicher und dem Antrieb.

Im Rahmen des Projekts „TechFak EcoCar“ bauten Studierende der FAU bereits ein elektrisches Auto. Die Elektrocrossmaschine ElMo stellt das zweite komplett elektronische Fahrzeug aus dieser Projektreihe dar. Seit Anfang 2014 erstellten Maschinenbauer, Elektrotechniker, Mechatroniker und Wirtschaftsingenieure der FAU Pläne für das Motorrad, warben Sponsoren an, konstruierten die einzelnen Komponenten und setzten schließlich ihre Visionen in die Tat um. Das Ergebnis ist die komplett elektronisch angetriebene Cross-Maschine, die rund 130 km/h schnell ist und deren Akku für einen geübten Fahrer 40 Minuten reicht.

Das Programm im Überblick:


10:00 - 10.30 Uhr: Führung durch Werkstatt und Prüfstand
11:00 - 12:00 Uhr: Vortrag – Einsatzfeld Motocross
12.00 - 12:30 Uhr: Führung durch Werkstatt und Prüfstand
13.00 - 14.00 Uhr: Vortrag – Energiespeicher
14.00 - 14.30 Uhr: Führung durch Werkstatt und Prüfstand
15.00 - 16.00 Uhr: Vortrag – Antriebseinheit
16.00 - 16.30 Uhr: Führung durch Werkstatt und Prüfstand
17.15 - 18.45 Uhr: Abschlussvortrag - Entwicklung eines E-Cross Motorrads
18.45 - 19.15 Uhr: Premiere Fahrt ElMo
ab 19:15 Uhr: Offene Diskussion bei Imbiss und Getränken – Aftershowparty

Weitere Informationen:
Raphael Chacon, Tel. 09131 / 761-596, info@ecocar-stud.de

Wachsendes Interesse an technischen Studiengängen

Mehr als 39.000 Studierende an der FAU eingeschrieben

Zu Beginn der Vorlesungszeit übertreffen die Studierendenzahlen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) für das Wintersemester 2015/16 erneut das Niveau des Vorjahres - wenn auch nicht so stark wie bisher: 39.414 Studentinnen und Studenten sind derzeit immatrikuliert. Besonders im technischen Bereich ist ein wachsendes Interesse deutlich spürbar. „Wir verzeichnen eine Konsolidierung bei den MINT-Fächern insgesamt,“  erklärt Prof. Dr. Antje Kley, Vizepräsidentin für Lehre an der FAU. „Wie schon im Vorjahr ist insbesondere die Zahl der Studierenden angestiegen, die sich für einen Masterstudiengang an der FAU entscheiden. Unsere Forschungsstärke, die natürlich direkt in die Lehre Eingang findet, ist offensichtlich ein Pluspunkt in den Augen der Studieninteressierten.“

Die Technische Fakultät ist im dritten Jahr in Folge die nach Studierendenzahlen größte Fakultät der FAU. Insgesamt sind in diesem Wintersemester 10.983 Studierende eingeschrieben (Vorjahr 10.455), darunter 1.621 Erstsemester. Der Frauenanteil bei den Studierenden der Fakultät liegt mit 22,2 Prozent auf dem Niveau der Vorjahre, insgesamt 2.434 Studentinnen sind dort eingeschrieben. Der am stärksten nachgefragte Studiengang ist die Informatik mit 193 Erstsemestern. Beliebt sind daneben Wirtschaftsingenieurwesen (154), Maschinenbau (151) sowie Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (125).

FAU-weit wächst das Interesse an den Teilzeit-Studienangeboten ebenfalls: Insgesamt sind derzeit 314 Studierende (Vorjahr: 260) in 45 Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschrieben. Das ist ein Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders beliebt sind zum Beispiel die Teilzeit-Studiengänge Gerontologie mit 82 bzw. Psychologie und Philosophie mit jeweils 33 Studierenden.

Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der ausländischen Studierenden. Zu Semesterbeginn sind an der FAU insgesamt 4.150 Studentinnen und Studenten aus anderen Ländern eingeschrieben (Vorjahr: 3.746). Die meisten ausländischen Studierenden verzeichnet die Technische Fakultät (1.658). Bei den Herkunftsländern führt China (673) vor der Türkei (433) und Indien (190). Insgesamt sind an der FAU Studentinnen und Studenten aus 125 Ländern eingeschrieben.

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 153/2015 vom 12.Oktober 2015

THE World Ranking:
FAU außerordentlich leistungsstark

FAU im deutschlandweiten Vergleich im vorderen Drittel

Im heute veröffentlichten Times Higher Education (THE) World University Ranking 2015-2016 belegt die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) Platz 123 von 800 gelisteten forschungsstarken Hochschulen im internationalen Umfeld. Gegenüber 2014 bedeutet dies einen Sprung nach vorne um über 170 Plätze. Im deutschlandweiten Vergleich von 37 Universitäten nimmt die FAU Position 12 ein und macht damit gegenüber dem Vorjahr zehn Plätze gut. Einen Spitzenplatz nimmt die mittelfränkische Universität beim Indikator indus­trielle Drittmitteleinnahmen in Relation zu wissenschaftlichem Personal ein: Mit Platz 30 im weltweiten Konkurrenzfeld gehört sie zu den ersten fünf Prozent.

„Die beiden Kategorien, in denen wir beim THE Ranking am meisten gepunktet haben, nämlich beim Einwerben industrieller Drittmittel und Zitationen, unterstreichen unseren Innovationscharakter“, hob FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger hervor. Auf der Thomson-Reuters-Liste 2015 gehören sieben FAU-Wissenschaftler zu den meistzitierten ihres Fachs; das aktuelle QS World University Ranking bescheinigte der FAU ebenfalls einen Spitzenplatz bei den prestige­trächtigen Erwähnungen ihrer wissenschaftlichen Publikationen.

„Innovationscharakter wie wir ihn an der FAU verstehen, zielt auf gesellschaftlich relevante, wissenschaftlich zu bearbeitende Fragen ab und meint nicht reine Entwicklungsanliegen aus der Industrie“, fuhr der Präsident fort. Dieser bilde sich in der ganzen Bandbreite der Forschungsthemen ab: Materialforschung, Medizintechnik, Energieforschung in Zusammenhang mit dem Klimawandel, Optik mit Blick auf Herausforderungen im Gesundheitswesen oder auch geisteswissenschaftliche Themengebiete wie Menschenrechte oder die Gesellschaften des Nahen und Fernen Ostens. „Die wissenschaftliche Herangehensweise an Herausforderungen unserer modernen Welt – den forscherischen Blick – lehren wir auch unseren Nachwuchs. Wissensvermittlung auf der Höhe der Forschung wird bei uns großgeschrieben – das schätzen auch die zukünftigen Arbeitgeber unserer Absolventinnen und Absolventen. Daher ist es sehr erfreulich, dass uns das THE Ranking auch im Bereich Lehre einen weit überdurchschnittlichen Wert bescheinigt“, erläuterte Hornegger.

Das THE World University Ranking wird von der in London erscheinenden Zeitschrift für Hochschulbildung Times Higher Education (THE) seit 2004 jährlich veröffentlicht. Die in Zusammenarbeit mit dem Dienstleister Elsevier erstellte Bestenliste zählt neben dem QS World University Ranking und dem Academic Ranking of World Universities (ARWU) zu den einflussreichsten internationalen Hochschulrankings. Die 800 Top-Universitäten der Welt werden anhand von 13 Indikatoren in ihren Kernbereichen Lehre, Forschung, Wissenstransfer und Internationalisierung beurteilt. So fließen zum Beispiel die Qualität der Lehre, die Anzahl der Zitationen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften und die Forschung zu jeweils 30% in die Bewertung ein; die restlichen 10% verteilen sich auf industrielle Drittmitteleinnahmen in Relation zu wissenschaftlichem Personal und Internationalisierung. Die Daten für das Ranking bezieht THE aus drei unterschiedlichen Quellen, nämlich einer bibliometrischen Datenbank, einer Umfrage unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie aus Daten, die durch die Hochschulen selbst gemeldet werden.

Quelle: FAU-Pressestelle, Mitteilung Nr. 147/2015 | 01.Oktober 2015

Personalmeldungen September 2015, Technische Fakultät

PERSONALMELDUNGEN

Ruf angenommen

Prof. Dr. Jens Harting
, University of Twente, auf die W2-Professur für Multiskalen-Modellierung für kontrollierte Filmbildung im Rahmen einer gemeinsamen Berufung mit dem Forschungszentrum Jülich am Department Chemie- und Bioingenieurwesen.


Juniorprofessor/in

Peter Felfer, Ph.D., University of Sidney, auf die W1-Juniorprofessur für Werkstoffwissenschaften (3D-Nanoanalytik und Atomsondenmikroskopie), am Department Werkstoffwissenschaften.


Erteilung Lehrbefugnis/Privatdozent/in

Dr. Rainer Engelbrecht, Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik, für das Fachgebiet Hochfrequenztechnik.
Dr. Werner Höppel, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften, für das Fachgebiet Werkstoffwissenschaften.


Verstorben

Prof. Dr. Thomas Neeße
, Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik, am 21. August 2015 im Alter von 76 Jahren.


Weiteres aus den Fakultäten

Dr. Daniel Ziener, Lehrstuhl für Informatik 12, wird vom 15. Oktober 2015 bis 28. Februar 2017 Sonderurlaub für die Vertretung der Professur für Cyber-Physical Systems an der Technischen Universität Hamburg-Harburg gewährt.
Prof. Dr. Rudolf Stauber, Zentralinstitut für Neue Materialien und Prozesstechnik (ZMP), wird für die Zeit vom 1. September 2015 bis 31. August 2017, als Gastprofessor am Lehrstuhl für Fertigungstechnologie tätig sein.
Prof. Dr. Michael Glaß, wird erneut für drei Jahre zum Juniorprofessor auf die W1-Professur für Dependable Embedded Systems ernannt.

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 143/2015 vom 28. September 2015

Die virtuelle Umkleidekabine als Stilberater

FAU-Wirtschaftsinformatiker gewinnen Preis für zukunftsweisende Einkaufskonzepte

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ist zusammen mit der adidas-Group als ein „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ prämiert worden: Das Projekt „Service Fascination – Interaktive Verkaufskonzepte für den Handel“ liefert eine Antwort auf die Frage, wie das Einkaufserlebnis der Zukunft aussehen kann.

Klingt nach Zukunft, ist aber schon Realität: Ein Schaufenster, an dem Kunden auch nach Ladenschluss noch per Touchscreen im Warenangebot stöbern und dann mit ihrem Smartphone einkaufen können. Oder eine Umkleidekabine, in der Käufer Zusatzinformationen über das gerade probierte Kleidungsstück erhalten oder Bilder von sich direkt auf Facebook posten können. Nur zwei innovative Servicekonzepte, die Wirtschaftsinformatiker der FAU zusammen mit der adidas-Group entwickelt haben. Ihr Ziel: mit Funktionen des Onlinehandels das Einkaufen im Laden wieder zum Erlebnis zu machen. Dafür sind sie zum Thema „Stadt, Land, Netz! Innovationen für eine digitale Welt“ in der Kategorie „Wirtschaft“ ausgezeichnet worden.

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank zeichnen im Rahmen des Wettbewerbs gemeinsam Ideen und Projekte aus, die einen positiven Beitrag zur Gestaltung einer vernetzten Welt leisten und Antworten auf die Herausforderungen des digitalen Wandels geben.

Eine Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern wählte gemeinsam mit einem fünfköpfigen Fachbeirat aus über 1.000 Bewerbungen das Projekt aus.

Dr. Christian Zagel, Tel.: 0911 – 5302 856, christian.zagel@wiso.uni-erlangen.de  

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 141/2015 vom 25. September 2015

Zwei TF-Wissenschaftler gehören zu den meistzitierten ihres Faches

Gleich sieben Professoren der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben es dieses Jahr auf die Thompson-Reuters-Liste der weltweit meistzitierten Wissenschaftler geschafft - darunter seitens der Technischen Fakultät Prof. Dr. Brabec und Prof. Dr. Schmuki, die bereits im Vorjahr zu den meistzitierten Wissenschaftlern ihres Faches gehörten.

Informationen zu den Professoren:

Prof. Dr. Christoph Brabec ist Inhaber des Lehrstuhls für Werkstoffwissenschaften – Materialien der Elektronik und Energietechnologie (i-MEET). Seine Forschungsschwerpunkte liegen bei der Entwicklung von neuartigen Halbleitermaterialien sowie von innovativen opto-elektronischen Bauelementen und Solarzellen. 

Prof. Dr. Patrik Schmuki leitet den Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften – Oberflächentechnik und forscht an der Entwicklung neuartiger Halbleitermaterialien unter anderem für den Einsatz in der Medizin und Solarenergietechnik.

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 141/2015 vom 25. September 2015

FAU unter den 100 innovativsten Unis weltweit

Neues Reuters-Ranking sieht FAU deutschlandweit auf Platz 2

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) belegt Platz zwei in der Liga der innovativsten Universitäten in Deutschland. In der Rangliste der Universitäten weltweit liegt sie auf Platz 52. Der amerikanisch-kanadische Medienkonzern Reuters hat in diesem Jahr erstmals ein Universitätsranking veröffentlicht, das insbesondere die Innovationskraft von Hochschulen auf der ganzen Welt ins Visier nimmt. Im Fokus: vor allem Patente, aber auch Publikationen – auch solche, die in Zusammenarbeit mit der Industrie entstanden sind.

"Innovation" ist eines der am häufigsten verwendeten Schlagwörter im akademischen Umfeld ebenso wie in der Geschäftswelt. Bedeuten kann es vieles: dass eine Organisation regelmäßig neue Ideen oder neue Produkte hervorbringt, dass die Firmenstrategie ganz ungewöhnlich ist oder einfach, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermutigt werden, über den Tellerrand zu blicken und kreative Ideen zu entwickeln.

Wie aber lässt sich Innovation messen? Um diese Frage zumindest für die Hochschullandschaft zu beantworten, hat der Medienkonzern Reuters weltweit die 500 Universitäten unter die Lupe genommen, die die höchste Anzahl an Publikationen in wissenschaftlichen Journals veröffentlicht haben, und eine Methodik entwickelt, die zehn verschiedene Parameter berücksichtigt – angefangen von den wissenschaftlichen Publikationen über Patentanmeldungen bis hin zu gemeinsamen Entwicklungen mit der Industrie.

Im weltweiten Ranking liegen übliche Verdächtige vorn: Die Top 100 führt die Stanford University an, das Massachusetts Institute of Technology landet auf Platz zwei, Harvard University auf Platz drei. Ein großer Erfolg für die FAU: Sie schafft den Einstieg auf Platz 52 der Weltrangliste und vor anderen namhaften Universitäten der Nation.

Die FAU setzt in der Forschung einen intensiven Fokus auf Fragestellungen, die eine Gesellschaft im 21. Jahrhundert vor Herausforderungen stellen. Dabei reicht das Spektrum über die ganze Bandbreite der Fächer: von der Energieforschung in Reaktion auf den Klimawandel über Medizintechnik oder Optik mit Blick auf Herausforderungen im Gesundheitswesen bis hin zu Themen wie Menschenrechte, Sprache und Region oder die Gesellschaften des Nahen und Fernen Ostens – hochaktuell im Hinblick auf aufstrebende Märkte wie China, auf Flüchtlingspolitik oder den interkulturellen Austausch zwischen den Religionen. Dies schlägt sich auch in Forschungsprojekten nieder, die in konkreten Patenten, Produkten oder Industrieinnovationen münden.

Dabei geht es FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger mitnichten darum, Entwicklungsaufträge aus der Industrie zu generieren, im Gegenteil: „Für uns ist es wichtig, Fragestellungen aus der Gesellschaft und der Wirtschaft aufzugreifen und sie daraufhin zu durchleuchten, ob sich tatsächlich forscherische oder wissenschaftliche Fragestellungen – nicht Entwicklungsfragen – daraus ableiten lassen. Daraufhin bilden wir auch unseren wissenschaftlichen Nachwuchs aus – und schon unsere Studierenden. Sie sollen lernen, dass sie etwas bewegen können. Auch wenn sie noch keine Professorentitel haben.“

In den Jahren von 2012 bis 2014 hat die FAU insgesamt rund 200 Patente angemeldet und in den vergangenen fünf Jahren rund 50 Ausgründungen betreut. Gemeinsam mit internationalen Großkonzernen wie Siemens oder adidas forscht die Universität in gemeinsamen Projekten an Themen wie erneuerbare Energien, Gesundheitswesen und Technologien für die Medizin oder an Zukunftsmaterialien.

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 138/2015 vom 22. September 2015

30.09.2015: Workshop Solution Selling

Am 30.09.15 wird Richard Seibt, Nürnberger Business-Angel und ex-IBM Geschäftsführer Deutschland, an der Professur für Open-Source-Software an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zum zweiten Mal einen ganztägigen Workshop (9-17 Uhr) zum “Solution-Selling”, also Vertrieb, halten.

Um teilnehmen zu können, registrieren Sie sich bitte!

Inhalt

Solution-Selling ist ein Vertriebsansatz, in dem Anbieter und Abnehmer auf der Suche nach dem Win-Win sich einig werden: Dem Kunden wird eine Problemlösung statt eines Produkts verkauft und die langfristige Beziehung mit zukünftigem wiederkehrendem Geschäft wird etabliert. Dieser Workshop adressiert die wichtigsten Aspekte des Solution-Selling: Situationsanalyse, Käufer-Entscheider-Rollen, der Win-Win-Ansatz, Planung und Ausführung. Der Workshop greift dabei auf den reichhaltigen Erfahrungsschatz des Dozenten zurück und verdeutlicht die Konzepte anhand plastischer Beispiele.

Dozent

Richard Seibt besitzt 30 Jahre internationale Erfahrung in der IT Industrie. Er war Geschäftsführer von IBM Deutschland und später als Vizepräsident verantwortlich für die IBM Software Group North America. 1998 wurde Richard Seibt Vorstand der United Internet AG und 2003 CEO der SuSE Linux AG. Nach der Übernahme von SuSE durch Novell übernahm er die Position des Präsidenten von Novell EMEA. Richard Seibt leitet die OpenBIT Foundation (die frühere Open Source Business Foundation), deren Vorstandsvorsitzender er ist. Herr Seibt ist Aufsichtsratsmitglied zahlreicher Software Firmen.

Literatur

Eades: The New Solution Selling. McGraw-Hill, 2003.
Eades, Sullivan: The Collaborative Sale: Solution Selling in a Buyer Driven World. Wiley, 2014.
Miller, Heiman: The New Strategic Selling. Kogan-Page, 2011.

Teilnahme

Der Workshop steht interessierten Studierenden und Freunden der Professur offen; die Teilnehmeranzahl ist auf 15 Personen beschränkt. Bitte melden Sie sich wie oben angezeigt an. Vorzug wird Mitgliedern der Startup-Informatik-Initiative der Professur gegeben.

Top-Platzierung für Chemie und Ingenieurwissenschaften

Die FAU zählt laut dem Academic Ranking of World Universities – besser bekannt als Shanghai-Ranking – zu den 14 besten Universitäten Deutschlands. Im Bereich Ingenieurwissenschaften, Technik und Informatik belegt sie deutschlandweit sogar den zweiten Platz – und kann sich damit im Vergleich zum vergangenen Jahr um einen Platz verbessern. Besonders gut schneiden die Ingenieurwissenschaften bei der Anzahl von Veröffentlichungen in renommierten Wissenschaftspublikationen ab: In dieser Einzelkategorie kann ihnen deutschlandweit keiner das Wasser reichen.

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Personalmeldungen, Juli 2015 (Technische Fakultät)

Ruf angenommen

Prof. Dr. Andreas Hornung, Aston University, Birmingham, Großbritannien auf die W3-Professur für Hochtemperaturprozesstechnik.


Ruf nach auswärts abgelehnt

Prof. Dr. Andreas Paul Fröba, Lehrstuhl für Technische Thermodynamik, auf eine W3-Professur an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg.


Erteilung Lehrbefugnis/Privatdozent/in


Dr. Stefan Rosiwal, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Werkstoffkunde und Technologie der Metalle), für das Fachgebiet Werkstoffwissenschaften.


Verstorben


Prof. Dr. Elsbeth Wendler-Kalsch
, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Korrosion und Oberflächentechnik), am 12. Juni 2015 im Alter von 79 Jahren.


Weiteres aus den Fakultäten

Dr. Alexandra Inayat, Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik, wird vom 1. August 2015 bis 31. Dezember 2015 Sonderurlaub für die Wahrnehmung eines Forschungsaufenthaltes an der Universität York, Großbritannien, gewährt.

Kai Selgrad, Lehrstuhl für Informatik 9 (Graphische Datenverarbeitung), wird vom 13. Juli 2015 bis 9. Oktober 2015 Sonderurlaub für die Wahrnehmung eines Forschungsaufenthaltes bei der Firma NVIDIA in Redmond, Washington, USA, gewährt.


Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 121/2015 vom 27. Juli 2015

Uni erhält Gelder für "MagLab"

Die Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) erhält über eine halbe Million Euro an EU-Mitteln für die regionale Entwicklung. Sie kann damit das Kompetenzzentrum MagLab aufbauen, um Unternehmen bei der Untersuchung, Entwicklung und Fertigung von Systemen zur Magnetfeldprüfung unterstützen.

Das gab gestern Bayerns Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle in München bekannt. "Ich freue mich, dass wir die Innovationskraft der Hochschule mit rund 545 650 Euro fördern und so einen Beitrag zum Technologie- und Wissenstransfer zwischen der FAU und den Unternehmen in der Region leisten können."

Neue Prüfmethoden
Mit dem MagLab will der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik an der Universität Prüfsysteme, Prüfmethoden und Kompetenzen für die Untersuchung von ferro-magnetischen Erzeugnissen wie permanentmagnetischen Materialien oder Elektroblechen bereitstellen. In der Startphase fördert die EU mit ihrem Strukturfonds EFRE über insgesamt drei Jahre die Ausstattung des Magnetfeldmesslabors, den Aufbau einer Forschungsinfrastruktur und die Entwicklung von Prüfanlagen für die klein- und mittelständische Industrie.

(Quelle: Erlanger Nachrichten vom 24.7.2015)

DGM-Preis für Prof. Aldo R. Boccaccini

Prof. Dr.-Ing. habil. Aldo R. Boccaccini, Leiter des Lehrstuhls Biomaterialien am Department Werkstoffwissenschaften der FAU, wird dieses Jahr den DGM-Preis der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde erhalten.

Mit dem DGM-Preis zeichnet die DGM eine exzellente Forscherpersönlichkeit für herausragende wissenschaftliche oder wissenschaftlich-technische Leistungen in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik aus. Der Preis wird im Rahmen der Preisverleihung des DGM-Forums in der “Werkstoffwoche” am 16. September 2015 in Dresden verliehen.

Weitere Informationen
Prof. Dr.-Ing. habil. Aldo R. Boccaccini
09131 85-28601 | aldo.boccaccini@ww.uni-erlangen.de

Der Fingerabdruck im Netz

FAU-Informatiker untersucht Methoden gegen Ausspähung im Netz durch Browserfingerprinting

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seine Daten im Netz zu schützen. Was viele jedoch nicht wissen: Alleine durch die Informationen, die der Nutzer über seinen Browser preisgibt, lässt sich ein nahezu einmaliger digitaler Fingerabdruck erstellen, mit dem man ihn jederzeit wiedererkennen kann. Kann man sich vor dem sogenannten Browserfingerprinting schützen? Tim Grocki, Student am Lehrstuhl für Informatik 1 (IT-Sicherheitsinfrastrukturen) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), hat in seiner Masterarbeit Möglichkeiten untersucht, sich der Ausspähung zu entziehen.

Betreiber von Webseiten können Informationen zu den Browsern der Seitenbesucher auslesen. Die Fülle an Informationen, die der Nutzer über seinen Browser preisgibt, ist enorm und in ihrer Kombination so einzigartig, dass er immer wieder erkannt werden kann. Installierte Schriftarten, Browsersoftware, Betriebssystem, Bildschirmauflösung, Farbeinstellungen, Plug-Ins – dies alles und weiteres können Seitenbetreiber über den Browser ablesen und anhand dieser Informationen Nutzer wiedererkennen, was vor allem für Werbezwecke genutzt wird.

Gegen das Browserfingerprinting gibt es verschiedene Strategien, wie beispielsweise das Deaktivieren von JavaScript, das Verwenden von Standardeinstellungen oder das Imitieren weitverbreiteter Fingerprints, also viel genutzte Konfigurationen des Browsers. „Solche Schutzstrategien haben ihre Grenzen und Nachteile. Alle Methoden umfassend zu testen und auszuwerten stellt einen wichtigen Beitrag für IT-Sicherheit und Datenschutz dar“, bewertet Prof. Dr. Felix Freiling, Inhaber des Lehrstuhls für Informatik 1, die Masterarbeit. „In seiner Masterarbeit hat Tim Grocki die Effizienz der verschiedenen Strategien gegen Browserfingerprinting untersucht und dabei herausgefunden: Einzelne Strategien können keinen umfassenden Schutz bieten.“, so die Betreuerin der Arbeit, Dr. Zinaida Benenson.

Abtauchen in der Masse geht nicht
Durch JavaScript können Seitenbetreiber Informationen über den Browser auslesen. JavaScript zu deaktivieren hat den Nachteil, dass die meisten Nutzer JavaScript aktiviert haben, sodass ein Nutzer mit deaktiviertem JavaScript auffällt und auf diese Weise wiedererkannt wird. Auch die Art und Weise mit der JavaScript deaktiviert wird, zum Beispiel mit der Anwendung NoScript, kann zur Unterscheidung der Nutzer herangezogen werden. Außerdem gibt der Nutzer auch ohne aktiviertes JavaScript noch Informationen preis, die bei gekonnter Auswertung genügen, um einen Fingerprint zu erstellen.
Eine andere Methode ist, die eigenen Einstellungen so anzupassen, dass sie einem häufigen Fingerprint entsprechen und der Nutzer so in der Masse untertauchen kann. Gegen diese Methode spricht, dass selbst die häufigsten Fingerprints nur sehr selten vorkommen und auch die Informationen zu häufigen Fingerprintmodellen bis jetzt nur im Ansatz vorhanden sind.

Da das Browserfingerprinting auf der Möglichkeit, Browser anhand ihrer Browserkonfiguration zu unterscheiden, basiert, wäre eine Standardisierung der Einstellungen eine denkbare Methode, um sich vor Ausspähung zu schützen. Hätten alle Nutzer die gleichen Einstellungen, kann man sie nicht mehr unterscheiden. Aber natürlich haben Nutzer nun mal unterschiedliche Anforderungen an ihre Browser und damit eine Standardisierung sinnvoll wäre müssten genügend Nutzer mitmachen. Weiter spricht gegen diese Methode, dass die Menge an zu standardisierenden Informationen enorm groß wäre, und entsprechend aufwendig ist.

Da die gängigen Strategien gegen Browserfingerprinting nur unzureichenden Schutz bieten, empfiehlt Grocki eine Kombination aus den aufgeführten Maßnahmen. Ein wirklich hundertprozentiger Schutz ist allerdings auch dann nicht gegeben. Browserfingerprinting bleibt damit ein ungelöstes Problem, auch sind einfache Mittel gegen diese Form des Webtrackings nicht abzusehen. „Neben weiterer Forschung könnte aber auch gesellschaftlich durch die Politik, Webseitenbetreiber und normale Nutzer auf nicht-technische Weise gegen Browserfingerprinting vorgegangen werden. So könnte Browserfingerprinting beispielsweise verboten, boykottiert oder geächtet werden“, so Grocki.

Dr. Zinaida Benenson, Tel.: 09131 - 85 69908, zinaida.benenson@cs.fau.de

Quelle: uni| mediendienst | forschung Nr. 39/2015 vom 13. Juli 2015

Auszeichnungen und Funktionen, Juli 2015 (Technische Fakultät)

Johanna Schmidt, Masterstudentin der Werkstoffwissenschaften (Glas und Keramik), hat an der Imperial School in London von  2013-2015 im Studiengang „Biomedical Engineering“ studiert und als Jahrgangsbeste abgeschnitten. Dafür hat sie in einer feierlichen Zeremonie in der Londoner Royal Albert Hall den Ash-Prize verliehen bekommen.

Informationen
University of Erlangen-Nürnberg
Department of Materials Science and Engineering
Institute of Glass and Ceramics (WW 3)
http://www.glass-ceramics.uni-erlangen.de/Home/contact.htm

17.07.2015: Tag der Elektrotechnik

Das Department EEI der FAU lädt zum 39. Tag der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik ein. Die Festveranstaltung beginnt um 13:00 Uhr im Hörsaal H15, Cauerstraße 7-9, mit einem Bericht des Sprechers der kollegialen Leitung des Departments EEI über das vergangene Studienjahr sowie den Auszeichnungen der besten Studierenden und Absolventen im Studiengang Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik.

Im Anschluss daran werden Professor Dr.-Ing. L. Frey, Inhaber des Lehrstuhls für Elektronische Bauelemente und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie sowie Professor Dr.-Ing. A. Heuberger, Inhaber des Lehrstuhls für Informationstechnik mit dem Schwerpunkt Kommunikationselektronik und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen zum Thema „Leistungszentrum Elektroniksysteme“ vortragen.

Parallel dazu werden im Rahmen der Ausstellung „Elektroniksysteme“ ein Sportwagen und weitere Ausstellungstücke zum Thema zu sehen sein.

Für Essen und Getränke ist bestens gesorgt. Den Ausklang bildet ein gemütliches Grillfest für alle Gäste, Studierende und Mitarbeiter, das Gelegenheit zu Gesprächen bietet.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, jeder ist herzlich willkommen.

Weitere Informationen
Dr.-Ing. Katharina Quast
Geschäftsstelle Department Elektrotechnik-Elektronik-Informationstechnik
Raum 1.24, Cauerstraße 7, 91058 Erlangen
Tel.: 09131/8527156 | E-Mail: Katharina.Quast@fau.de

Best Poster Award auf der BSN 2015

Heike Leutheuser, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Mustererkennung (INF 5, Prof. Dr. Maier) in der Gruppe Sportinformatik unter Leitung von Prof. Dr. Eskofier, wurde bei der “12th International Conference on Wearable and Implantable Body Sensor Networks” mit dem “Best Poster Award” ausgezeichnet.

Ihr interdisziplinärer Beitrag von Medizinern des Universitätsklinikums Erlangen (Dr. L. Anneken, Dr. M. Arnold, Prof. Dr. S. Achenbach), Forschern des Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen IIS (A. Tobola, Dr. N. Lang) und Wissenschaftlern der technischen Fakultät (S. Gradl, Prof. Dr. B. Eskofier) hat den Titel “Arrhythmia Classification Using RR Intervals: Improvement with Sinusoidal Regression Feature”. Gefördert wird das Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie im Rahmen des Projektes “Leistungszentrum Elektroniksysteme (LZE)”.

Auf dem Weg zum individuellen Multi-Material-Bauteil

DFG fördert Forschung an der FAU zu additiver Fertigung mit rund 10 Millionen Euro

Additive Fertigung nennen Fachleute das, was Laien als 3D-Druck kennen. Diese Technologie ermöglicht es der Industrie, Bauteile in nahezu beliebiger Form und Stückzahl zum Beispiel aus Kunststoff oder Metall herzustellen. An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) forschen Wissenschaftler im Sonderforschungsbereich 814 – Additive Fertigung (SFB 814) daran, die Technik weiter zu verbessern. Denn: Bauteile mit definierten Eigenschaften und aus mehreren Stoffen, können bisher nur sehr eingeschränkt hergestellt werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat den bereits 2011 eingerichteten SFB 814 nun verlängert und fördert ihn über einen Zeitraum von vier Jahren mit rund 10 Millionen Euro.

Bei der pulver- und strahlbasierten additiven Fertigung werden feinste Pulver bei hohen Temperaturen mit Laser- oder Elektronenstrahlen Schicht für Schicht aufgeschmolzen bis eine gewünschte Bauteilform aufgebaut ist. Im Gegensatz zu herkömmlichen Produktionsmethoden erlaubt die additive Fertigung, Modelle nahezu beliebiger Form zu bauen: Bauteile zum Beispiel, die bisher aus mehreren Einzelteilen montiert werden mussten, können mit Hilfe der neuen Technologie auf ein einziges Bauteil reduziert werden. Dennoch hat sich die additive Fertigung in der Industrie bisher noch nicht durchgesetzt. Der Grund: Bisher können nur sehr wenige Kunststoffe und Metalle für die additive Fertigung verwendet werden – und diese auch nicht in Kombination oder mit hinreichender Wiederholbarkeit. Ein Bauteil besteht bei der additiven Fertigung aus nur einem Material. Die für die Industrie relevanten Stoffe aber – wie beispielsweise Speziallegierungen oder in der Automobilindustrie verwendete technische Kunststoffe – können bisher nicht in Pulverform hergestellt werden, zumindest nicht in der benötigten Qualität.

Hier setzt der Sonderforschungsbereich 814 – Additive Fertigung unter der Leitung von Prof. Dr. Dietmar Drummer, Lehrstuhl für Kunststofftechnik, an. Zusammen mit Kollegen des Bayerischen Laserzentrums erforschen die FAU-Wissenschaftler, wie sich bisher verwendete Pulver während ihrer Herstellung und der Verarbeitung zum Bauteil verhalten. Ihre Forschung soll auch die Grundlage bilden, um neue und verbesserte Pulver herstellen zu können. Zudem arbeiten die Wissenschaftler an Methoden, wie sie mehrere Materialien in ein und demselben Bauteil verarbeiten können.

Für den Sonderforschungsbereich bündelt die FAU ihre Kräfte: Insgesamt 35 Wissenschaftler aus den Fachrichtungen Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften, Chemie- und Bioingenieurwesen sowie Mathematik forschen in 15 Teilprojekten daran, die neue Technologie voranzubringen. Ihre Vision: Zukünftig sollen – ähnlich einem herkömmlichen Drucker – Multi-Material-Bauteile mit nur einem Knopfdruck entstehen, die Steuerung dieser Prozesse über das Smartphone nicht ausgeschlossen. Dieses Szenario eröffnet besonders in der Medizin, z.B. für Individualimplantate, neue Möglichkeiten in der Therapie. Aber auch für andere Branchen sehen die Wissenschaftler großes Potenzial für die neue Technologie. „Durch die hohe Flexibilität was die Gestaltung der Bauteile aber auch Produktionsmenge angeht, wird sich die additive Fertigung zu einem festen Bestandteil zukünftiger Fertigungslinien entwickeln. Durch diese Technologie kann die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Standorte international gesteigert werden“, sagt Prof. Drummer.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Dietmar Drummer
Tel.: 09131/85-29700 | drummer@lkt.uni-erlangen.de

Maximilian Drexler
Tel.: 09131/85-29717 | drexler@lkt.uni-erlangen.de

Schlossgartenfest auf Samstag, 4. Juli, verschoben

Das Schlossgartenfest wird auf Grund der vorhergesagten, ungünstigen Wetterlage um eine Woche auf Samstag, den 4. Juli, verschoben. Die Universität bittet um Verständnis. Die Karten behalten ihre Gültigkeit .

Weitere Informationen finden Sie unter www.schlossgartenfest.de

Absolventenfeier der Technischen Fakultät

Freitag, 3. Juli, 17.00 Uhr, Auditorium Maximum, Bismarckstraße 1, Erlangen


Die Technische Fakultät der FAU lädt herzlich zur Absolventenfeier am Freitag, 3. Juli, um 17.00 Uhr in das Auditorium Maximum in Erlangen ein.

394 Studierende haben erfolgreich ihr Studium an der Technischen Fakultät beendet und erhalten im Rahmen der Feierlichkeiten ihre Abschlussurkunden. Auch die Promotions- und Habilitationsurkunden werden im Rahmen der Feierlichkeiten verliehen. Insgesamt gab es dieses Jahr 28 Promovenden.

Herausragende Abschlussarbeiten werden mit Diplom-, Bachelor- und Masterpreisen ausgezeichnet. Erstmals verleiht im Rahmen der Preisverleihung die International Society for Optics and Photonics (SPIE) ihren Best-Thesis-Award.

Den Festvortrag „Bittere Wahrheiten zur informationellen Selbstbestimmung: eine geisteswissenschaftliche Perspektive“ wird Prof. Dr. Johanna Haberer, Professur für Christliche Publizistik, halten. Für die musikalische Begleitung sorgt „wir sind jazz“.

Mit einem Humboldt-Forschungsstipendium an die Technische Fakultät

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) genießt international einen hervorragenden Ruf. Beweis für diese Reputation sind nicht zuletzt auch die vielen internationalen Wissenschaftler, die sich die FAU als Gastuniversität aussuchen, um hier im Rahmen eines Stipendiums der Alexander-von-Humboldt-Stiftung zu forschen.

Dr. Xiaolin Huang
Maschinelles Lernen ist ein Unterbereich der Mustererkennung. Das Gebiet erforscht die Entwicklung von Algorithmen, die von Daten lernen und daraus Vorhersagen ableiten können. Das heißt, ein künstliches System lernt anhand von Beispielen, Gesetzmäßigkeiten in den Daten zu erkennen und dementsprechend zu verallgemeinern. So kann das System auch unbekannte Daten beurteilen. Auf dem Gebiet der Medizintechnik hat das maschinelle Lernen in den vergangenen Jahren viel Aufmerksamkeit erhalten, da es in den verschiedensten Bereichen angewandt werden kann. Dies reicht von der Bestimmung der Qualität der Stimme bei Heiserkeit bis zur Messung der Herzfunktion. Während seiner Zeit am Lehrstuhl für Mustererkennung der FAU wird Dr. Xiaolin Huang die Eigenschaften der Algorithmen weiter analysieren und mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse effizientere Algorithmen entwickeln und diese dann in der Medizintechnik anwenden.
Seit April 2015 arbeitet Dr. Xiaolin Huang am Lehrstuhl für Mustererkennung der FAU. Zuvor war er als Postdoc an der KU Leuven in Belgien. Im Jahr 2012 promovierte er an der chinesischen Tsinghua University. Seine Bachelorabschlüsse in Ingenieurwissenschaft und angewandter Mathematik erhielt er 2006 von der Xi´an Jiaotong University. Seine Forschungsgebiete beinhalten nichtlineare Systemidentifikation, Optimierung sowie Methoden des maschinellen Lernens.

Dr. Xiaoming Chen
Dr. Xiaoming Chen will die Sicherheit der drahtlosen Kommunikation erhöhen. Mit einem Humboldt-Stipendium forscht er dazu am Lehrstuhl für Digitale Übertragung. Drahtlose Kommunikation ist durch die inhärente offene Struktur der Übertragung leicht abhörbar. Um einen Schutz vor Angriffen zu gewährleisten, sind komplexe Verschlüsselungstechniken notwendig. In seinem Forschungsprojekt fokussiert sich Chen auf die Mehr-Antennen-Technologie. Bei dieser werden mehrere Sende- und Empfangsantennen zur drahtlosen Kommunikation eingesetzt. Mit seinen Untersuchungen will Chen einen Beitrag für die nächste Generation der drahtlosen Kommunikationstechnik, genannt 5G, leisten.

Vor seinem Aufenthalt an der FAU lehrte Dr. Xiaoming Chen an der Nanjing University of Aeornautics and Astronautics, China. Zuvor war er als Visiting Assistant Professor an der Singapore University of Technology and Design tätig. Chen hat an der Zhejian University in China promoviert. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Gebiet der Kommunikations- und Informationssysteme.

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 101/2015 vom 23. Juni 2015

Dr. Eric Parteli wird Editor bei Nature - Scientific Reports

Nature - Scientific Reports ist ein multidisziplinäres Journal der Nature Publishing Group (NPG), welches alle Gebiete der Naturwissenschaften abdeckt --- Physik, Biologie, Chemie, Erdwissenschaften und klinische Wissenschaften. 

Link zum Journal: http://www.nature.com/srep/index.html

Weitere Informationen

Dr. Eric Parteli
Technische Fakultät der FAU | Department Chemie- und Bioingenieurwesen
Lehrstuhl für Multiscale Simulation of Particulate Systems (Stiftungsprofessur Exzellenzinitiative)
Tel.: 09131 85 20868 | E-Mail: Eric.Parteli@cbi.uni-erlangen.de
http://www.mss.cbi.uni-erlangen.de/people/single/parteli-dr-eric

15.-19.06.2015: FAU präsentiert sich auf der ACHEMA

Mit den Schwerpunkten Wasserstofftechnologien, 3D-Druck und Partikeltechnologie präsentiert sich die FAU vom 15. bis 19. Juni auf der ACHEMA 2015, dem Weltforum der chemischen Technik und Prozessindustrie in Frankfurt am Main. Die FAU ist mit einem 60m² großen Gemeinschaftsstand des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials (EAM) und des Departments Chemie- und Bioingenieurwesen vor Ort.

Weitere Informationen
https://www.fau.de/2015/06/news/veranstaltungen/wasserstofftechnologien-3d-druck-und-partikeltechnik/

FAU lädt zum 61. Schlossgartenfest

Uni-Sommernachtsball in Erlangen wird festlich inszeniert

Zum 61. Mal findet heuer eines der größten und schönsten Gartenfeste Europas – das Schlossgartenfest der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) – statt. Erstmals wird der neue FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger den Ball eröffnen. Erwartet werden rund 6.500 Gäste – neben Studierenden, Mitgliedern und Freunden der FAU auch hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Einlass ist ab 18.30 Uhr, offizieller Beginn um 20 Uhr.

Das Programm
Die Eröffnung des Festes begleitet die Big Band der Universität. An den vier Tanzflächen spielen die Oldies Big Band, die Showband Picobello, die Keller Mountain Blues Band sowie die Reinhard Stockmann Band. Das Thomas Fink Trio swingt mit Loungemusik am Schloss. Ein Höhepunkt des Abends: Die drei Opernstars Gunta Cese, David Yim und Csilla Csövari sowie der Pianist Andreas Paetzold singen um 22 Uhr Duette und Liebesarien von Antonin Dvořak, Giacomo Puccini, Leonard Bernstein und Franz Lehar. Anschließend findet das alljährliche Barockfeuerwerk statt.

Tausende Lichter sowie Lichtobjekte von Studierenden der Hochschule Coburg und des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts tauchen den Schlossgarten in romantisches Licht. Das Kollegienhaus wird vom Lichtarchitekten Andreas Hauslaib mit fantasievollen Szenen aus Musical und Theater illuminiert. In einem 1928 gebauten Oldtimer, dem so genannten Opel Laubfrosch, lädt Stephan Güthlein zu einer romantischen Fahrt durch den hinteren Teil des Schlossgartens ein.

Auch in diesem Jahr wird beim Fest wieder für den guten Zweck gesammelt: Der Erlös aus dem Verkauf der Lampions und der exklusiven Fächer kommt dem Förderverein Familie und Wissenschaft der FAU zugute, ebenso wie der Erlös aus der Fahrt mit dem Oldtimer.

Die gastronomische Leitung hat Norbert Nägel vom Schloss Atzelsberg. Speisen und Getränke werden außerdem angeboten von Partyservice Bachmann, Gasthof Güthlein, Bauernhof Höfler, Gulden Brezen, Marcaron Patisserie sowie „Pralinen und mehr“. Außerdem finden sich im Schlossgarten Bier- und Kaffeetheken sowie Cocktail und Champagnerbars, dazu das Whiskyfässla mit Zigarrenlounge. Das ausführliche Programm des Schlossgartenfests gibt es unter www.schlossgartenfest.de.

Kartenverkauf
Noch gibt es ein kleines Kontingent an Eintrittskarten, die Mitglieder des Universitätsbundes Erlangen-Nürnberg zum Preis von 65 Euro pro Person erwerben können. Von diesem Betrag wird ein Teil für die Förderung von Forschung und Lehre zur Verfügung gestellt. Die Bestellungen werden nach Eingang berücksichtigt. Ausführliche Informationen zur Mitgliedschaft im Universitätsbund gibt es unter www.universitaetsbund.fau.de.

Wetter-Hotline
Am 27. Juni ist ab 13 Uhr unter Tel. 09131/85-22099 die Wetterhotline geschaltet. Dort erfahren die Ballgäste, ob das Schlossgartenfest aufgrund ungünstiger Wetterprognosen verschoben werden muss. Ausweichtermin ist der 5. Juli.

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 93/2015 vom 11. Juni 2015

08.+09.07.15: Fachtagung Mensch-Roboter-Kollaboration

Sicherheitsaspekte bei der direkten Zusammenarbeit von Mensch und Roboter / Mensch-Roboter-Kollaboration in der Praxis / Individualisierte Assistenzsysteme /
Ansätze zur Arbeitsraumüberwachung / Einsatz von Software und virtueller Realität zur Werkeranleitung / Virtuelle Inbetriebnahme kollaborierender Roboter / Hands-On Vorstellungen aktueller Demonstratoren aus Industrie und Forschung

Teilnahmegebühr für 2 Tage inklusive Tagungsunterlagen, Pausengetränke und Verpflegung während der Pausen und zur Mittagspause, 1 Abendessen, Laborführungen: € 890 zzgl. MwSt.

Weitere Informationen:
http://www.faps-tt.de/cms/upload/seminar/2015/2015_Agenda_FAPS-TT_Fachtagung_MRK.pdf

Direktanmeldelink:
http://www.faps-tt.de/seminar_anmeldung/?JU092014F

Kontakt:
FAPS-TT GmbH
Event Management | Sigrun Holzinger
Fürther Str. 246 b | D-90429 Nürnberg
Tel.: +49 - 911 / 5302-9103 | Fax: +49 - 911 / 5302-9070
holzinger@faps-tt.de | http://www.faps-tt.de

FAU-Forscher gehören zu den meistzitierten in Deutschland

Wissenschaftliche Exzellenz misst sich auch daran, wie oft aus Veröffentlichungen einer Universität zitiert wird – ein Faktor, den das CWTS Leiden Ranking alljährlich für die Bewertung von Spitzen-Unis zugrunde legt. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) kann auf ihre diesjährige Platzierung sehr stolz sein: Deutschlandweit liegt sie auf Platz 11 derjenigen Universitäten, deren Publikationen zu den Top zehn Prozent der am häufigsten referenzierten Veröffentlichungen gehören – vor Hochschulen wie der RWTH Aachen, der HU Berlin und der TU Dresden.

Nach Fächergruppen betrachtet schneiden die gemeinsam untersuchten Fächer Mathematik und Informatik der FAU sogar noch besser ab: Die Veröffentlichungen aus diesen Disziplinen erreichen Platz vier unter den meistzitierten zehn Prozent. Ein besonderer Erfolg für die FAU: Gegenüber dem vergangenen Jahr konnte sich die Universität im Ranking um zwölf Plätze verbessern.

Auch bei anderen Kriterien liegt die FAU gut im Rennen, zum Beispiel mit einem bemerkenswerten Platz 6, was die Gesamtanzahl der Publikationen angeht. In der Einzelwertung schneiden hier die Natur- und Ingenieurwissenschaften besonders gut ab – mit einem herausragenden Platz 4.

Besonders häufig werden Publikationen der FAU zitiert, die aus Kooperationen mit Industriepartnern entstanden sind. Unter den deutschen Universitäten konnte sich die FAU hier den vierten Platz sichern. Absolute Spitzenreiter in der Einzelwertung der Disziplinen sind hier die Mathematik und Informatik – mit Platz 1 unter den deutschen Universitäten. Unter den Veröffentlichungen, die in Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen entstanden sind, können sich die Lebens- und Geowissenschaften über besondere Erfolge freuen: Sie liegen im nationalen Vergleich auf Platz 5.

Das CWTS Leiden-Ranking wird jährlich vom Centre for Science and Technology Studies der Universität Leiden (Niederlande) herausgegeben. Darin werden die 750 weltweit wichtigsten Universitäten verglichen.

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 86/2015 vom 29. Mai 2015

Wie Solarzellen helfen, Knochenbrüche zu finden

FAU-Forscher verwenden neues Material für Röntgendetektoren

Nicht um Sonnenlicht geht es ihnen, sondern um Röntgenstrahlen: Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben zusammen mit Forschern aus Österreich und der Schweiz erstmals gezeigt, dass ein Halbleiter, der normalerweise in Solarzellen zum Einsatz kommt, auch auf Röntgenstrahlen empfindlich reagiert – und zwar genauso gut wie Materialien, die bislang verwendet werden. Die Vorteile: Zum einen ist die Herstellung einfacher und damit deutlich günstiger und zum anderen erweitern sich die Anwendungsbereiche. Ihre Ergebnisse haben sie jetzt in der Fachzeitschrift Nature Photonics veröffentlicht.*

Während Röntgenbilder früher – und zum Teil auch heute noch – mit fotografischen Filmen aufgenommen wurden, gibt es mittlerweile auch digitale Röntgenkameras, die jedoch immens kostspielig sind. In den Detektoren werden Halbleiter aus Silizium oder Selen in aufwändigen und komplizierten Vakuumverfahren verbaut. In der Solartechnik, bei der es wie in der Röntgentechnik grundsätzlich ebenfalls darum geht, Licht zu absorbieren, werden immer häufiger sogenannte lösungsprozessierte Halbleiter eingesetzt: Sie lassen sich einfach auf Trägerschichten wie Glas oder Kunststoff aufdrucken und helfen damit, Produktionskosten erheblich einzusparen. FAU- Wissenschaftler um Prof. Dr. Wolfgang Heiß, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Materialien der Elektronik und der Energietechnologie), sind gemeinsam mit Forschern der Johannes Kepler Universität Linz und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich der Frage nachgegangen, ob diese Halbleiter, die in Solarzellen auf Lichtwellen reagieren, auch für Röntgenbilder geeignet sein könnten.

Wird ein Röntgenbild von Knochen im Körper aufgenommen, werden Röntgenstrahlen auf die betreffende Stelle gerichtet. Die Strahlen durchdringen den Körper, werden dort von den verschiedenen Gewebearten mehr oder weniger stark absorbiert und treffen auf den dahinterliegenden Detektor. Dieser muss – um überhaupt ein brauchbares Bild zu erhalten – die auftreffenden Strahlen in hohem Maße absorbieren.

Für ihre Versuche bestrahlten die Wissenschaftler eine Dünnschicht-Solarzelle, bestehend aus einem Halbleiter aus einem metall-organischen Perowskiten mit Röntgenwellen. Dieser Halbleiter hat unter anderem einen hohen Anteil Blei. Das Element absorbiert – im Gegensatz zu leichteren Elementen oder biologischen Substanzen – Röntgenstrahlung vergleichsweise gut. Die Forscher stellten fest, dass sich der Halbleiter prinzipiell sehr gut eignet, um die Strahlen zu detektieren. Jedoch fanden sie auch heraus, dass die Solarzellen selbst viel zu dünn sind, um als Detektoren zu dienen: Sie sind nur wenige Mikrometer dick, absorbieren dadurch zu wenig Röntgenstrahlung – und erzeugen daher keine ausreichend scharfen und detailreichen Bilder. Die Kollegen an der Universität Linz stellten daraufhin Detektoren her, bei denen die Halbleiterschicht etwa 300mal so dick war wie in den Solarzellen. Die Materialien sprühten die Forscher mit einer Air-brush-Technik auf. Damit erreichten sie eine homogene Beschichtung mit ausreichenden elektrischen Eigenschaften, um Röntgenstrahlung zu detektieren.

Was die Wissenschaftler besonders überraschte: Mit den Detektoren, die auf den Halbleitern aus den Solarzellen basierten, erzielten sie genauso gute Ergebnisse wie mit Detektoren aus Festkörper-Halbleitern, für deren Herstellung aufwendige Vakuum-Beschichtungsanlagen nötig sind. Mit ihren Ergebnissen ist den Forschern ein wesentlicher Schritt in Richtung kostengünstiger Röntgendetektoren gelungen. Diese könnten in Zukunft möglicherweise auch auf flexible Kunststoffe wie Kapton oder PET aufgesprüht werden, was den Einsatzbereich in der Material- und in der medizinischen Analytik immens erweitern würde. Die Air-Brush-Technik könnte sich vor allem für großflächige Detektor-Arrays eignen, wie sie beispielsweise in Röntgenkameras eingesetzt werden, die in der Medizintechnik für Koronarangioplastien, oder in der Materialprüfung angewendet werden.

*doi:10.1038/nphoton.2015.82

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Wolfgang Heiß | Tel.: 0911/56854-9216wolfgang.heiss@fau.de

Quelle: uni| mediendienst | forschung Nr. 27/2015 vom 28. Mai 2015

Personalmeldungen Mai 2015, Technische Fakultät

PERSONALMELDUNGEN
Mai 2015 - Technische Fakultät


Ruf nach auswärts abgelehnt

Prof. Dr. Carolin Körner, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften, auf die W3-Professur für Generative Fertigung an der RWTH Aachen.


Erteilung Lehrbefugnis/Privatdozent/in

Dr. Alexander Kölpin, Lehrstuhl für Technische Elektronik, für das Fachgebiet Technische Elektronik.


Verstorben

Prof. Dr. Ernst Golling, Technische Fakultät, am 29. April 2015 im Alter von 95 Jahren.


Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 84/2015 vom 28. Mai 2015

 

Institute of Biomaterials at FAU awarded €924,782 grant to train doctoral researchers to develop antibacterial medical materials

As part of the €3.9m (£2.8m) HyMedPoly project the Institute of Biomaterials (Lehrstuhl Biomaterialien) at the University of Erlangen-Nuremberg (Head: Prof. Dr.-Ing. habil. Aldo R. Boccaccini) has been awarded a grant of € 924,782 funded by the European Commission to train PhD researchers for the development of drug-free antibacterial materials used for medical applications, such as wound care and implants.

Biomedical polymers have been widely used in combination with drugs in medical settings but a challenge has arisen to develop new materials that have an intrinsic antibacterial functionality. To meet this need, a new generation of professionals will be trained under the project “Drug-Free Antibacterial Hybrid Biopolymers for Medical Applications (HyMedPoly)”. 

HyMedPoly will engage 15 young PhD researchers to create and implement new strategies to combat bacteria. Five of these doctoral students will be registered with the University of Erlangen-Nuremberg jointly supervised with the industrial partner Lucideon Ltd, United Kingdom. Collaboration with other Institutes in the Department of Materials Science and Engineering at FAU is envisaged, in particular with the Institute of Polymer Materials.
The four-year long project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under the Marie Sklodowska-Curie grant agreement No 643050. It forms part of the European Commission's initiative to develop European Industrial Doctorates with equal exposure to academics and industry, allowing them to combine research knowledge with business acumen. 

HyMedPoly will offer a joint training programme at world class academic and industrial institutes, combining technical knowledge with hands-on training in state-of-the-art research projects related to key issues that determine the future therapies of antibacterial materials.

Prof. Aldo R. Boccaccini, Head of the Institute of Biomaterials at FAU, said: “This European Industrial Doctorates programme is very attractive for young researchers because the doctoral projects will be directly linked to the industry in the area of drug-free antibacterial materials, an important field of biomedical materials with high demand and need. The ultimate goal is the training of highly-skilled professionals and researchers that will play a significant role in the design and characterisation of advanced biomaterials for hospitals and personal health care, with the potential to contribute to the improvement of quality of life for all.”

 Prof. Boccaccini, academic partner in the project, will work collaboratively with nine other European consortium partners: 

  • LUCIDEON Limited, United Kingdom (Industry), Coordinator
  • University of Westminster, United Kingdom (Academic partner)
  • Politecnico di Torino, Italy (Academic partner)
  • Vornia Limited, Ireland (Industry)
  • University of Southampton, United Kingdom (Academic partner)
  • Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, Germany (Medical partner)
  • Tekniker, Spain (Research Institute)
  • Eurescom, Germany (Industry)
  • Fraunhofer Gesellschaft, Germany (Research Institute)


For further information and to speak to Prof. Aldo R. Boccaccini, please contact:

Prof. Dr.-Ing. habil. Aldo R. Boccaccini

Head, Institute of Biomaterials
Department of Materials Science and Engineering
University of Erlangen-Nuremberg
Cauerstr. 6
91058 Erlangen, Germany

Öffentliche Vortragsreihe Faszination Technik

Am 09.06.2015 findet der nächste Vortrag der öffentlichen Vortragsreihe Faszination Technik zum Thema “Diamantbeschichtungen zur elektrischen Energiegewinnung und –speicherung” statt.

Weitere Informationen

Veranstaltungskalender der Technischen Fakultät

Vortragsreihe des Collegium Alexandrinum: „Licht – Leben – Kultur. Zum Jahr des Lichts 2015“

14-tägig, jeweils donnerstags, 28. Mai bis 16. Juli, 20.15 Uhr, Aula des Schlosses, Schlossplatz 4, Erlangen

Zum Jahr des Lichts 2015 veranstaltet das Collegium Alexandrinum eine interdisziplinäre Vortragsreihe, bei der das Phänomen Licht aus der Perspektive unterschiedlichster wissenschaftlicher Disziplinen betrachtet wird, von der Biologie bis hin zur Literaturwissenschaft.
Welche Rolle spielt Licht für Zellen? Wie verarbeitet man beim Sehen Licht? Wie wirkt sich Licht auf die psychische Befindlichkeit aus und warum? Oder welche Funktion hat Licht in Malerei und Literatur? Diese Fragen beantworten Professorinnen und Professoren der FAU in der Aula des Schlosses vom 28. Mai bis zum 16. Juli, jeweils donnerstags um 20.15 Uhr. Die Vorträge sind öffentlich und kostenlos.

Die Termine im Überblick:

  • 28. Mai: „Fluoreszierende Proteine bringen Licht ins Dunkel der Zellen“, PD Dr. Ruth Stadler,  Lehrstuhl für Molekulare Pflanzenphysiologie
  • 11. Juni: „Licht und Orientierung: Vom Photo-Rezeptor zum Auge“, Prof. Dr. Andreas Feigenspan, Professur für Neurobiologie, Lehrstuhl für Tierphysiologie
  • 25. Juni: „Die Welt in Farbe als Herausforderung an die Philosophie“, Dr. Rudolf Kötter, Zentralinstitut für Angewandte Ethik und Wissenschaftskommunikation(ZIEW)
  • 2. Juli: „Licht und Psyche“, PD Dr. Richard Mahlberg, Lehrstuhl für Psychogerontologie
  • 9. Juli: „Die Behandlung des Lichts in der Malerei“, Prof. Dr. Hans Dickel, Professur für Kunstgeschichte
  • 16. Juli: „Lichtreflexe der Literatur“, Prof. Dr. Cornelia Ortlieb, Lehrstuhl für Komparatistik


Bernhard Wieser, Tel.: 09131 - 993750, info@collegium-alexandrinum.de

9.6.2015: Infoabend zum 12. MBA-Jahrgang

Am 09. Juni 2015 findet ein Informationsabend für alle Interessierten statt, die gerne berufsbegleitend einen generalistischen MBA an der FAU studieren möchten. Der Studiengang startet wieder im Oktober 2015 und zwar bereits zum 12. Mal. Zulassungsvoraussetzung ist ein erster Hochschulabschluss und mindestens ein Jahr Berufserfahrung. Die Lehrveranstaltungen finden Freitagnachmittag und Samstag statt.

Weitere Informationen...

Termin und Ort: Dienstag, 09. Juni 2015, Beginn 18 h, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Lange Gasse 20, 90403 Nürnberg. Anmeldungen bitte an herold@wfa-akademie.de.

Erlanger Informatik in Spitzengruppe des CHE-Rankings

An der FAU zählt unter anderem das Fach Informatik zur Spitzengruppe im aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). In jeweils drei Bewertungskategorien erhielt die Informatik an der FAU Bestnoten: für die Betreuung durch Lehrende, für den Abschluss in angemessener Zeit und für die Zahl der Promotionen. Damit gehört sie zu den Spitzenreitern unter allen bewerteten Universitäten.

Einmal im Jahr ermittelt das CHE die Daten für sein Hochschulranking. Dabei wird jeweils ein Drittel der Fächer neu untersucht. In das Ranking fließen Informationen von über 300 Universitäten und Hochschulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden ein. Neben Daten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung umfasst es auch Urteile von Studierenden über die Studiensituation sowie die Reputation der Fachbereiche unter den Professoren der einzelnen Fächer.

Die kompletten Ergebnisse sind abrufbar unter www.zeit.de/hochschulranking.

Weitere Informationen
Jens Kämmler | jens.kaemmler@fau.de

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 70/2015 vom 4. Mai 2015

Informationsgespräch auf AEG über die Ausbaupläne für einen Wissenschaftscampus

Auf Einladung von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Finanzminister Dr. Markus Söder trafen sich heute mittelfränkische CSU-Landtagsabgeordnete mit dem neuen Präsidenten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Professor Dr. Joachim Hornegger, und der Kanzlerin Dr. Sybille Reichert auf dem ehemaligen AEG-Gelände in Nürnberg, um sich über die weitere Entwicklung der FAU zu informieren.

Der Plan der Staatsregierung sieht vor, das ehemalige AEG-Gelände zu erwerben, um die Unterbringung der bereits jetzt 'Auf AEG' angesiedelten wissenschaftlichen Einrichtungen nachhaltig abzusichern und Optionen zur langfristen, baulichen Weiterentwicklung eines zweiten Standortes der Technischen Fakultät in Nürnberg zu haben. Beim Termin präsentierten Hornegger und Reichert nochmal das Ausmaß des Sanierungsstaus sowie konkrete Flächenbedarfe, nicht zuletzt, um auch den Kreis der anwesenden mittelfränkischen CSU-Abgeordneten über die Details und Planungen zu informieren. Diskutiert wurde unter anderem, wie die weiteren Schritte zur Ertüchtigung bestehender Bauten auf AEG sowie die Planungen für Neubauten aussehen könnten.

Innenminister Herrmann und Finanzminister Dr. Söder betonten: „Mit dem Zukunftskonzept ‚Auf AEG‘ und der Konsolidierung der Standorte der FAU in Erlangen, Nürnberg und Fürth entwickelt sich die ganze Metropolregion als Universitäts- und Hochschulstandort weiter. Damit geben wir der FAU langfristige Zukunftsperspektiven für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung. Davon wird die ganze Region profitieren.“

„Mit einer Konzentration der Geistes- und Sozialwissenschaften – inklusive der Lehrerbildung – in Erlangen stärken wir diesen wichtigen Bereich für seine zukunftsweisenden Aufgaben“, erläuterte FAU-Kanzlerin Dr. Sybille Reichert. Der geplante Umzug der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie in den Himbeerpalast, den Siemens perspektivisch aufgeben wolle, ermögliche zahlreiche Synergieeffekte am neuen, großen Standort, der unter anderem statt vieler kleiner Teilbibliotheken eine geisteswissenschaftliche Bibliothek und neue Arbeits- und Lehrräume beinhalten werde. Einsparen werde die Universität die Sanierungskosten für die in die Jahre gekommene Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie am Standort Bismarckstraße und die Ausgaben für Anmietungen.

„Mit der Vision FAU 2030, bei der die Universität Kompetenzen an zentralen Standorten zusammenführt, schaffen wir Möglichkeiten zum kreativen Austausch und der gegenseitigen Befruchtung mit neuen Ideen. Davon erhoffe ich mir einen weiteren Schub in Richtung Zukunftsfähigkeit: Auf dem Gelände wird ein richtiger High Tech-Campus entstehen – mit tollen Partnern zu Themen wie Energie, Smart Cities, Nachhaltigkeit und grüne Technologien “, betonte FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger. Die Konzentration der Technischen Fakultät auf zwei große statt bisher knapp 30 Standorte in der Metropolregion verringere zudem den Zeitverlust durch das Pendeln zwischen den verschiedenen Örtlichkeiten für Lehrende und Studierende.

Die grundlagen- und naturwissenschaftlich orientierten Bereiche der heute rund 10.000 Studierende umfassenden Technischen Fakultät werden auf dem Erlanger Südgelände konzentriert. Gleichzeitig sollen die technologieorientierten Kompetenzen in Nürnberg zusammengeführt werden. Der Planung zufolge soll im Zeitraum bis 2030 damit etwa die Hälfte der Technischen Fakultät in Nürnberg angesiedelt sein. Auf AEG sind bereits der kürzlich positiv evaluierte Energiecampus und der Nuremberg Campus of Technology (NCT) beheimatet, bei denen die FAU maßgeblicher Partner ist. Außerdem sind auf den rund 6.500 qm Fläche, die bereits auf AEG angemietet wurden, auch verschiedene andere Lehrstühle der Universität präsent, darunter der Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik oder der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik.

Quelle: FAU-Pressestelle

Materialwissenschaften in Erlangen Weltklasse

FAU erreicht Top-Platzierungen im QS Fächer-Ranking 2015

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ist auch in diesem Jahr im internationalen Vergleich eine der Top-Adressen für Lehre und Forschung. In 13 Fächern zählt die FAU zu den 300 besten weltweit – die Materialwissenschaften schafften es, wie im Vorjahr, wieder unter die besten 100.

Weiterlesen: https://www.fau.de/2015/04/news/universitaet/fau-erreicht-top-platzierungen-im-qs-faecher-ranking-2015/

Personalmeldungen April 2015, Technische Fakultät

Honorarprofessor/in

Dr. Paul Dick, Lehrstuhl für Fertigungstechnologie, für das Fachgebiet Fertigungstechnik.


Emeritierung/Ruhestand

Prof. Dr. Wolfgang Koch, Lehrstuhl für Digitale Übertragung.
Prof. Dr. Lorenz-Peter Schmidt, Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik.


Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 67/2015 vom 29. April 2015

Materialwissenschaften in Erlangen Weltklasse

FAU erreicht Top-Platzierungen im QS Fächer-Ranking 2015

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ist auch in diesem Jahr im internationalen Vergleich eine der Top-Adressen für Lehre und Forschung. In 13 Fächern zählt die FAU zu den 300 besten weltweit – die Materialwissenschaften schafften es, wie im Vorjahr, wieder unter die besten 100.

Weiterlesen: https://www.fau.de/2015/04/news/universitaet/fau-erreicht-top-platzierungen-im-qs-faecher-ranking-2015/

Hochleistungsmikroskop sichert Spitzenposition in der Materialforschung

Einweihung des doppelt aberrationskorrigierten Transmissionselektronenmikroskops Titan Themis3 300 sowie des Lehrstuhls für Mikro- und Nanostrukturforschung
Europaweit erstes Hochleistungsmikroskop dieser Art sichert Spitzenposition in der Materialforschung

Am Donnerstag, 30.04.2015, wird das doppelt aberrationskorrigierte Transmissionselektronenmikroskop Titan Themis3 300 sowie der Lehrstuhl für Mikro- und Nanostrukturforschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Hans-Georg-Waeber-Saal am Fraunhofer-Institut IISB (Schottkystraße 10, 91058 Erlangen) eingeweiht.

Das 3,7 Mio. Euro teure Gerät ist eines der weltweit leistungsfähigsten Transmissionselektronenmikroskope und wurde aus Mitteln des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials finanziert. Das Titan Themis3 ist am neuen Lehrstuhl für Mikro- und Nanostrukturforschung angesiedelt und bildet das Herzstück des Center for Nanoanalysis and Electron Microscopy (CENEM), einem interdisziplinären Zentrum, das im Rahmen des Exzellenzclusters gegründet wurde, um kooperative Forschungsarbeiten mit hochauflösenden Mikroskopie- und Analyseverfahren im Bereich der Entwicklung neuer Hochleistungsmaterialien zusammenzuführen.

Das neue Mikroskop liefert für die Materialforschung einzigartige neue Einblicke: Mit hochauflösenden und analytischen Verfahren können die atomare Struktur und die Bindungsverhältnisse in Funktionsmaterialien aufgeklärt werden. Tomographische Methoden erlauben es, die 3-dimensionale Gestalt von Nanomaterialien präzise zu vermessen. Mittels sogenannter in-situ Techniken können außerdem Materialeigenschaften sowie Prozesse im Materialinneren direkt sichtbar gemacht werden.

Zum Festakt erwartet werden Professor Dr. Joachim Hornegger, Präsident der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, und Staatssekretär Bernd Sibler, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Grußworte sprechen Professor Dr. Erdmann Spiecker, Lehrstuhl für Mikro- und Nanostrukturforschung, Professor Dr. Wolfgang Peukert, Koordinator des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials, sowie Professor Dirk Schubert, Sprecher des Departments für Werkstoffwissenschaften, an dem der neue Lehrstuhl beheimatet ist. Prof. Erdmann Spiecker wird die Besonderheiten des neuen Mikroskops sowie Forschungsthemen des Lehrstuhls für Mikro- und Nanostrukturforschung vorstellen. Den wissenschaftlichen Festvortrag „Atoms at work“ hält Professor Dr. Joachim Mayer, Leiter des Gemeinschaftslabors für Elektronenmikroskopie der RWTH Aachen und einer der Direktoren des Ernst Ruska-Centrums für Mikroskopie und Spektroskopie mit Elektronen, Forschungszentrum Jülich. Mayer wird aufzeigen, wie sich mithilfe moderner hochauflösender Verfahren der Transmissionselektronenmikroskopie entscheidende Einblicke in die atomare Struktur und Funktionsweise neuer Energiematerialien gewinnen lassen.

Programm: www.eam.fau.de/TEM-Einweihung15

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 61/2015 vom 22. April 2015

Neues Hochleistungsmikroskop sichert Spitzenposition in der Materialforschung

Einweihung des doppelt aberrationskorrigierten Transmissionselektronenmikroskops Titan Themis3 300 sowie des Lehrstuhls für Mikro- und Nanostrukturforschung
Europaweit erstes Hochleistungsmikroskop dieser Art sichert Spitzenposition in der Materialforschung

Am Donnerstag, 30.04.2015, wird das doppelt aberrationskorrigierte Transmissionselektronenmikroskop Titan Themis3 300 sowie der Lehrstuhl für Mikro- und Nanostrukturforschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Hans-Georg-Waeber-Saal am Fraunhofer-Institut IISB (Schottkystraße 10, 91058 Erlangen) eingeweiht.

Das 3,7 Mio. Euro teure Gerät ist eines der weltweit leistungsfähigsten Transmissionselektronenmikroskope und wurde aus Mitteln des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials finanziert. Das Titan Themis3 ist am neuen Lehrstuhl für Mikro- und Nanostrukturforschung angesiedelt und bildet das Herzstück des Center for Nanoanalysis and Electron Microscopy (CENEM), einem interdisziplinären Zentrum, das im Rahmen des Exzellenzclusters gegründet wurde, um kooperative Forschungsarbeiten mit hochauflösenden Mikroskopie- und Analyseverfahren im Bereich der Entwicklung neuer Hochleistungsmaterialien zusammenzuführen.

Das neue Mikroskop liefert für die Materialforschung einzigartige neue Einblicke: Mit hochauflösenden und analytischen Verfahren können die atomare Struktur und die Bindungsverhältnisse in Funktionsmaterialien aufgeklärt werden. Tomographische Methoden erlauben es, die 3-dimensionale Gestalt von Nanomaterialien präzise zu vermessen. Mittels sogenannter in-situ Techniken können außerdem Materialeigenschaften sowie Prozesse im Materialinneren direkt sichtbar gemacht werden.

Zum Festakt erwartet werden Professor Dr. Joachim Hornegger, Präsident der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, und Staatssekretär Bernd Sibler, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Grußworte sprechen Professor Dr. Erdmann Spiecker, Lehrstuhl für Mikro- und Nanostrukturforschung, Professor Dr. Wolfgang Peukert, Koordinator des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials, sowie Professor Dirk Schubert, Sprecher des Departments für Werkstoffwissenschaften, an dem der neue Lehrstuhl beheimatet ist. Prof. Erdmann Spiecker wird die Besonderheiten des neuen Mikroskops sowie Forschungsthemen des Lehrstuhls für Mikro- und Nanostrukturforschung vorstellen. Den wissenschaftlichen Festvortrag „Atoms at work“ hält Professor Dr. Joachim Mayer, Leiter des Gemeinschaftslabors für Elektronenmikroskopie der RWTH Aachen und einer der Direktoren des Ernst Ruska-Centrums für Mikroskopie und Spektroskopie mit Elektronen, Forschungszentrum Jülich. Mayer wird aufzeigen, wie sich mithilfe moderner hochauflösender Verfahren der Transmissionselektronenmikroskopie entscheidende Einblicke in die atomare Struktur und Funktionsweise neuer Energiematerialien gewinnen lassen.

Programm: www.eam.fau.de/TEM-Einweihung15

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 61/2015 vom 22. April 2015

Grünes Licht für Umzugspläne der FAU

„Wir begrüßen die Grundsatzentscheidung, die das Kabinett in seiner heutigen Sitzung für unsere Standortentwicklung getroffen hat“, sagte Prof. Dr. Joachim Hornegger, Präsident der FAU. „Das ist ein großer Schritt in Richtung Verwirklichung unseres Konzeptes ‚Vision FAU 2030‘, denn nun kann der Startschuss fallen: Aufgrund des Ministerratsbeschlusses können Verhandlungen für den Ankauf des Geländes ’Auf AEG‘ beginnen und dann können wir unsere Umzugsszenarien entwickeln“.

Wichtig sei aus Sicht der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie auch der Studierenden, dass bei der Konzentration der Technischen Fakultät auf zwei große statt bisher knapp 30 Standorte in der Metropolregion zum einen der Zeitverlust durch das Pendeln zwischen den verschiedenen Örtlichkeiten erheblich weniger werde. Gleichzeitig gebe es mehr Möglichkeiten zum kreativen Austausch und der gegenseitigen Befruchtung mit neuen Ideen. Auf dem Gelände „Auf AEG“ werden nach dem Umzug ungefähr die Hälfte der Studierenden der Technischen Fakultät ausgebildet werden.

Für die Philosophische Fakultät mit Fachbereich Theologie bedeutet der angestrebte Umzug in den Himbeerpalast und Nebengebäude ebenfalls eine Konzentration auf einen großen Standort, der auch statt vieler kleiner Teilbibliotheken eine geisteswissenschaftliche Bibliothek beinhalten wird. „Gleichzeitig wird so das Problem des enormen Sanierungsbedarfes an der PhilFak gelöst; wir sind dann auch nicht mehr in dem Maße auf die Anmietung von Flächen in der Innenstadt angewiesen wie bisher“, erläuterte Hornegger. Im Bereich Lehrerbildung bringe die Konzentration auf den Standort Erlangen eine Ressourcenbündelung mit sich, die es ermögliche, sich den großen Aufgaben in diesem Bereich besser zu stellen.

Weitere Informationen:
Bericht aus der Kabinettssitzung auf der Seite des Ministeriums

Quelle: https://www.fau.de/standortkonzept-gruenes-licht-fuer-umzugsplanungen-auf-aeg-und-in-den-himbeerpalast/

Ausstellung „Modellregion Energieversorgung 4.0“ und Podiumsdiskussion mit Ilse Aigner

Samstag, 25. April, 10 Uhr, SWW Wunsiedel, Rot-Kreuz-Straße 1-6, Wunsiedel

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ist auf der Informationsveranstaltung „Modellregion Energieversorgung 4.0 – so geht Energiewende im Gleichschritt mit Industrie 4.0“ des Energieversorgers SWW Wunsiedel GmbH vertreten. Mit einer Ausstellung und Vorträgen werden innovative Konzepten zur Energiewende in Verbindung mit modernen Informationstechnologien vorgestellt. Als Ehrengast wird auch Frau Ilse Aigner, Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion den Fragen rund um die Energiewende stellen sowie mit in einem Impulsvortrag die „Energiewende auf bayerisch“ erläutern.

Dr. Markus Michl, Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) und E| Home Center der FAU, wird einen Vortrag über effiziente Gewinnung, Speicherung und Nutzung von regenerativen Energien im Wohnumfeld sowie Gestaltung intelligenter Systeme zur Steigerung von Wohnkomfort, Energieeffizienz und Selbstbestimmtheit im Alter halten. Daneben wird das FAPS auch mit einem Informationsstand vertreten sein und unter anderem die Aktivitäten des E|Home-Centers, ein Modellprojekt zu energieeffizienten und intelligenten Wohnsystemen, der Öffentlichkeit präsentieren.

Prof. Dr. Jürgen Karl vom Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik zeigt in einem Vortrag auf, in welchem Ausmaß die langjährige Forschung zur Energiewende in Bayern für Kostenersparnisse gesorgt hat. Außerdem stellt Marc Reichenbach vom Lehrstuhl für Rechnerarchitektur der FAU die neuesten Entwicklungen im Bereich der Sensorik für die Energiewende vor.

Das Programm im Überblick:

Ab 10 Uhr: Fachvorträge aus Wissenschaft und Wirtschaft

  • 10:15 Uhr: „Deutschland ohne Erneuerbare Energien? Was die Energiewende kostet.“ (Prof. Jürgen Karl, FAU – Lehrstuhl für
    Energieverfahrenstechnik)
  • 10:40 Uhr: „Chancen durch eine intelligente und dezentrale Energieversorgung.“
    (Andreas Weich, SIEMENS AG)
  • 11:05 Uhr: „Möglichkeiten der Stromspeicherung“ (Karl Weber, C.A.R.M.E.N. e.V.)
  • 11:30 Uhr: „Glasfaser als Basis intelligenter Netze“ (Markus Hausmann, SWW)

Ab 13:00 Uhr: „Energiewende auf bayerisch“ mit Staatsministerin Ilse Aigner:

  • 13:10 Uhr: Impulsvortrag Marco Krasser – „WUNsiedler Weg Energie“
  • 13:30 Uhr: Staatsministerin Ilse Aigner –„Energiewende in Bayern“
  • 13:50 Uhr: Podiumsdiskussion – Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammendenken: Ilse Aigner im Dialog mit Marco Krasser
    (Geschäftsführer der Gas-Versorgung Wunsiedel), Christian Leuchtweis (stellvertretender Geschäftsführer C.A.R.M.E.N. e.V.), Dr. Bernd Malkowski
    (Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung), Martin Schöffel (CSU). (Moderation: Daniela Vesper, Radio Plassenburg)

Ab 15:00 Uhr Weitere Kurzvorträge aus Wissenschaft & Forschung

  • 15:00 Uhr: „Wohnen 2025 – Mensch, Energie und Technik im Verbund“ (Dr. Markus Michl, FAU – E|Home Center)
  • 15:20 Uhr: „Intelligente Kombination von Heizsystemen“ (Ralf Stöber, Universität Bayreuth)
  • 15:40 Uhr: „Intelligente Sensorik für die Energiewende (Marc Reichenbach, FAU – Lehrstuhl für Rechnerarchitektur)

Weitere Informationen:
Dr. Gerhard Kleineidam
Tel.: 0911 5302-9083 | gerhard.kleineidam@faps.fau.de

Quelle: uni| mediendienst | aktuell Nr. 59/2015 vom 20. April 2015

Bayerischer Innovationspreis Gesundheitstelematik 2015 für eGAIT

Das Forschungskonsortium um das Projekt "eGAIT – embedded Gait Analysis using Intelligent Technology" wurde beim 3. Bayerischen Tag der Telemedizin am 25.03.2015 im neuen Hörsaalgebäude der Medizinischen Fakultät der FAU mit dem 1. Platz des „Bayerischen Innovationspreises Gesundheitstelematik 2015“ ausgezeichnet.

Das Konsortium, bestehend aus dem Tennenloher Medizintechnikunternehmen Astrum IT GmbH, dem Lehrstuhl für Mustererkennung der FAU sowie der Abteilung Molekulare Neurologie des Universitätsklinikums, entwickelt eine innovative Sensortechnologie zur automatisierten Bewegungsanalyse insbesondere beim Parkinson-Syndrom. Mithilfe von über Intertialsensoren am Schuh gewonnener Bewegungsdaten werden Gangstörungen objektiviert und damit dem behandelnden Arzt ein Mehrwert in der Diagnose und Therapieunterstützung geboten.

Das Konsortium wurde bei der Preisverleihung durch Staatministerin Melanie Huml von PD Dr. med. Jochen Klucken (Molekulare Neurologie) und Prof. Dr. Bjoern Eskofier (Professur für Sportinformatik am Lehrstuhl für Mustererkennung) vertreten. Gefördert wurde das im Jahr 2010 begonnene Projekt durch die Erlanger Leistungsbezogene Anschubfinanzierung und Nachwuchsförderung der Universitätsklinik, durch die Bayerische Forschungsstiftung, und durch die Emerging Fields Initiative der FAU.

Weitere Informationen
http://www.telemedizintag.de/programm_ausschreibung.html

Start der neuen Forschungsprojekte NeToVe und NETZ:KRAFT

In den Verbundprojekten „Neuartige Verteilnetztopologien“ (NeToVe) und „Netzwiederaufbau“ (NETZ:KRAFT) der Förderinitiative des Bundes „Zukunftsfähige Netze“ forschen Konsortien aus zahlreichen privaten Unternehmen, Energieversorgern, Universitäten und Instituten an neuartigen Verteilnetzstrukturen und Netzwiederaufbaustrategien unter Berücksichtigung zukünftiger Kraftwerkstrukturen. Die Projekte haben ein Fördervolumen von 1,5 Mio. € für NeToVe seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und 8,1 Mio. € für NETZ:KRAFT seitens des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie jeweils eine Laufzeit von 3 Jahren.

Die Forschungsziele sind die Erhöhung der Transportfähigkeit von elektrischen Verteilnetzen durch die Erhöhung des Vermaschungsgrades und den Einsatz neuer Netzbetriebsmittel. Zudem steht die Beibehaltung einer hohen Netzsicherheit in der Netzwiederaufbauphase mit regenerativen Energiequellen im Fokus der Projekte.

Seitens der FAU ist der Lehrstuhl für Elektrische Energiesysteme (EES) beteiligt, der im Rahmen dieser Projekte zusammen ca. 900.000,- Euro Förderung für die FAU akquirieren konnten.

Weitere Informationen
Prof. Dr.-Ing. Johann Jäger
Lehrstuhl für Elektrische Energiesysteme (EES) der FAU
johann.jaeger@fau.de www.ees.eei.uni-erlangen.de

Online-Innovationsportal für Medizintechnik erfolgreich getestet

Vier medizintechnische Innovationen durch „Open Innovation für nachhaltige Gesundheitslösungen“

Oft können Forschungs- und Entwicklungsfragen in Unternehmen nicht effizient gelöst werden. Offene Innovationsplattformen bieten die Möglichkeit, von externen Experten wertvollen Input zu erhalten, der zur Lösung führt. Der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik I der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat zusammen mit dem Medizintechnikcluster Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) und der innosabi GmbH 2014 die Innovationsplattform „Open Innovation für nachhaltige Gesundheitslösungen“ eingerichtet. In der Testphase stellten drei Unternehmen insgesamt vier medizintechnische Projekte zur Bearbeitung auf die Plattform – für alle wurden Lösungen gefunden, die die Auftragsteller begeisterten.

Unternehmen können auf der Innovationsplattform Forschungs- und Entwicklungsfragen einstellen, die beste Lösung des Problems erhält ein Preisgeld. Im Rahmen der Testphase stellten die Unternehmen medizintechnische Projekte aus den Bereichen Radiologie, Bildgebung und Vermarktung auf die Plattform. Die Resonanz war groß: Insgesamt 34 Lösungen für alle vier Fragestellungen wurden eingereicht. Die Erfahrungen aus der Testphase bieten nun die Möglichkeit, die Innovationskraft im Medical Valley EMN durch Open Innovation nachhaltig zu steigern. Das Clustermanagement bereitet derzeit die nachhaltige Implementierung des Open-Innovation-Prinzips im Medical Valley EMN vor; das Angebot wird im Mai starten.

Weitere Informationen
Christofer Daiberl
Tel.: 0911/ 5302-882 | christofer.daiberl@fau.de

Quelle: uni| mediendienst | forschung Nr. 19/2015 vom 31. März 2015

Prof. Kellermann 'Vice President' der IEEE Signal Processing Society

Die IEEE Signal Processing Society hat Prof. Dr.-Ing. Walter Kellermann vom Lehrstuhl für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung zum 'Vice President Technical Directions' für die Amtsperiode 2016-2018 gewählt.

Als einer von vier Vizepräsidenten der Society ist er verantwortlich für alle wissenschaftlich-technischen Belange der Society, einschließlich der Aktivitäten seiner 'Technical Committees' und der zukünftigen wissenschaftlichen Ausrichtung der Society. Die IEEE Signal Processing Society ist mit derzeit mehr als 17000 Mitgliedern die viertgrößte von 39 IEEE Societies bei insgesamt mehr als 430000 IEEE-Mitgliedern.

Weitere Informationen
Prof. Dr.-Ing. Walter Kellermann | wk@lnt.de

Start des neuen Forschungsprojektes NaLoSysPro

In dem Verbundprojekt „Nahfeldlokalisierung von Systemen in Produktionslinien“ (NaLoSysPro) forscht ein Konsortium aus privaten Unternehmen, Universitäten und Instituten an einer optimierten Kommunikations- und Lokalisierungstechnologie für zukünftige Produktionsgeräte in der „Industrie 4.0“. Das Projekt hat ein Volumen von 5,4 Mio. € und wird über eine Laufzeit von 3 Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 4,0 Mio. € gefördert.

Vorgesehen ist ein System, das Funkpositionierung, Mikrosystemtechnik und das Design für anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASICs) vereint und durch Nutzung einer gemeinsamen Infrastruktur den Übergang zu einer einheitlichen Lösung für die „Industrie 4.0“ ermöglicht. Seitens der FAU sind die Lehrstühle für Technische Elektronik (LTE), für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) und für Hochfrequenztechnik (LHFT) beteiligt, die im Rahmen dieses Projektes zusammen ca. 850.000,- Euro Förderung für die FAU akquirieren konnten.

Weitere Informationen
Prof. Dr.-Ing. Martin Vossiek
Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik (LHFT) der FAU
martin.vossiek@fau.de | http://www.lhft.eei.uni-erlangen.de

New International Projects at the FAU Institute of Biomaterials

ITN EU Project "NanoHeal"
A new European project in the framework of Horizon 2020 has been awarded to the Institute of Biomaterials (Lehrstuhl Biomaterialien) (Head, Prof. Aldo R. Boccaccini). The project "Nano-tailoring organo-mineral materials. Controlling strength and healing with organic molecules in mineral interfaces" (NanoHeal) (http://www.nanoheal.uio.no/ ) is funded by the European Commission through the Marie Skłodowska-Curie Innovative Training Networks action (MSCA-ITNs) and it is coordinated by University of Oslo, Norway. NanoHeal is a joint research and training environment for 15 PhD students at 7 universities and research organizations from Norway, UK, France, Denmark, Israel and Germany, with secondments at partner organizations and at partner industrial companies. The project to be carried out at the Institute of Biomaterials at FAU will focus on biomimetic precipitation of minerals for self-healing of self-assembled aggregates.

Collaboration with China

In the framework of the DAAD program for collaborations with China, a new research project has been awarded to the Institute of Biomaterials (LS Biomaterialien, Head: Prof. Aldo R. Boccaccini) in collaboration with the Engineering Research Centre for Biomedical Materials of Ministry of Education in East China University of Science and Technology (Shanghai, China). The project contemplates the exchange of young and senior researchers for two years working in the field of hierarchical Mg doped mesoporous/macroporous scaffolds with enhanced vascularisation ability for bone regeneration.

Further information

Prof. Dr.-Ing. habil. Aldo R. Boccaccini
aldo.boccaccini@ww.uni-erlangen.de | www.biomat.techfak.uni-erlangen.org

Humboldt-Forschungsstipendiaten an der Technischen Fakultät

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) genießt international einen hervorragenden Ruf. Beweis für diese Reputation sind nicht zuletzt auch die vielen international renommierten Wissenschaftler, die sich die FAU als Gastuniversität aussuchen, um zusammen mit FAU-Kollegen im Rahmen eines Stipendiums der Alexander-von-Humboldt-Stiftung zu forschen: Zwei der vier aktuellen Stipendiaten forschen an der Technischen Fakultät.

Dr. Huynh Van Luong
Dr. Huynh Van Luongs Fachgebiet ist die Nachrichtenübertragung. Dazu gehört die Augmented-Reality, die viele von der „Google-Brille“ her kennen. Ab April 2015 forscht der Humboldt-Stipendiat zu diesen neuen Entwicklungen zwei Jahre lang am FAU-Lehrstuhl für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung bei Prof. Dr. André Kaup. Luong entwickelt neue Verfahren zur verteilten Codierung von korrelierten Videoquellen, die bei Anwendungen im Bereich der Augmented-Reality, beispielsweise vernetzten tragbaren Kamerasystemen, eingesetzt werden können. Da die modernen Geräte immer kleiner werden, benötigten sie effiziente und robuste Algorithmen für die Verarbeitung von Videodaten. Die Untersuchungen geschehen im Rahmen einer Kooperation mit der Technischen Universität von Dänemark.

Als Post-Doc an der University of North Carolina (Chapel Hill) forschte Luong bereits im Bereich Bildgebende Verfahren in der Medizin. Zuvor entwickelte er in Dänemark im Rahmen seiner Promotion Algorithmen, die für neue Anwendungen, beispielsweise drahtlose Videoüberwachung, wichtig sind. Der gebürtige Vietnamese erwarb seinen Master in Südkorea im Fach „Computer Engineering and Information Technology“, davor studierte er in seinem Heimatland „Electronics and Telecommunications“.

Dr. Thaseem Thajudeen
Nanopartikel, die kleiner als 100 Nanometer sind, werden aufgrund ihrer exzellenten Produkteigenschaften in vielen Anwendungsbereichen verwendet. Die Produkteigenschaften sind meist auch von der Form der Partikel abhängig. Sehr gute Methoden zur Charakterisierung von sphärischen Nanopartikeln in der Flüssig- und Gasphase sind bereits vorhanden, jedoch ist das Verständnis von nicht-sphärischen Partikeln noch sehr begrenzt.

Während seines Aufenthalts am Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik von Prof. Dr. Wolfgang Peukert erforscht Thajudeen neue theoretische und experimentelle Methoden zur Charakterisierung von nicht-sphärischen Partikeln. Hierbei wird er sich auf Nanostäbchen, plättchenförmige Partikeln (z.B. Graphen) und fraktale Aggregate fokussieren.

Bevor er an die FAU kam, promovierte Dr. Thaseem Thajudeen an der University of Minnesota, USA. Zuvor studierte Thajudeen in Indien am Indian Institute of Technology in Madras und am National Institute of Technology in Calicut.

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 42/2015 vom 27. März 2015

Personalmeldungen März 2015, Technische Fakultät

Ruf angenommen

Prof. Dr. Kyle G. Webber, Universität Darmstadt, auf die W2-Professur für Werkstoffwissenschaften (Funktionskeramik).
Prof. Dr. Bastian Etzold, Universität Erlangen-Nürnberg, auf die W2-Professur für Katalytische Materialien.


Erteilung Lehrbefugnis/Privatdozent/in

Dr. Andreas Maier, Lehrstuhl für Informatik 5, für das Fachgebiet Informatik.


Weiteres aus den Fakultäten


PD Dr. Andreas Maier, Lehrstuhl für Informatik 5, wird für die Zeit vom 1. April 2015 bis 31. März 2017 Sonderurlaub für die Vertretung der W3-Professur für Informatik 5 an der FAU gewährt.


Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 43/2015 vom 27. März 2015

Eugen-Rehfisch Preis für angewandte klinische Forschung für Medizin-Technische Forschergruppe aus Erlangen

Verena Huppert, forschende Assistenzärztin an der Urologischen Klinik des Universitätsklinikums, wurde beim Medizinkongress „Forum Urodynamicum 2015" mit dem von der Pfizer GmbH mit 3000 Euro dotierten „Eugen-Rehfisch Preis" für angewandte klinische Forschung ausgezeichnet.

Ihr interdisziplinärer Beitrag von Medizinern (Urologische Klinik, Universitätsklinikum Erlangen) unter Leitung von Prof. Dr. med. Bernd Wullich und Ingenieuren (Professur für Sportinformatik, technische Fakultät, FAU) unter Leitung von Prof. Dr. Bjoern Eskofier hat den Titel „Quantification of Nighttime Micturition with an Ambulatory Sensor Based System". In dem assoziierten Projekt wurde von Dr. med. Huppert in Kooperation mit dem Ingenieur-Doktoranden Jan Paulus ein tragbares, als Smartwatch realisiertes Analysesystem zur Quantifizierung der Nykturie entwickelt, welches objektive, therapierelevante Parameter für den Arzt bereitstellt. Gefördert wurde das Projekt durch die Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG in Ettlingen.

Weitere Informationen
http://www.forum-urodynamicum.de/Eugen-Rehfisch-Preis/Preistraeger.php

FAU gründet Innovation Research Labor

Unternehmen brauchen Innovationen, um ihre Entwicklungen voranzutreiben, Studierende benötigen die Möglichkeit, sich an Problemen der Unternehmenspraxis zu testen und davon zu lernen. Im „Innovation Research Lab“ (IRL) am Zentralinstitut für Medizintechnik (ZIMT) kommen beide Seiten zusammen. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat das Labor eingerichtet, um Studierenden eine kreative Umgebung bei der Entwicklung von Ideen und Konzepten zu bieten.

Das IRL bietet Studierenden Vorlesungen und praktische Übungen zu den Themen Innovationsmanagement, interdisziplinäre Innovationen in Medizintechnik und Produktdesign an. Studierende können aber auch Abschlussarbeiten oder das Praktikum „Interdisziplinäres Management“, das in Zusammenarbeit von Siemens Healthcare und dem ZIMT angeboten wird, absolvieren. Zudem arbeitet das IRL mit Gastforschern und Austauschstudenten zusammen.

Geleitet wird das IRL durch Sultan Haider, Gründer und Leiter des Innovation Think Tanks bei Siemens Healthcare. „Wir freuen uns, dass wir Herrn Sultan Haider im Rahmen eines Lehrauftrags für das Betreiben des IRL gewinnen konnten“, sagt Prof. Dr. Joachim Hornegger, Vizepräsident für Forschung an der FAU. Haider hat an der FAU bereits zahlreiche Lehrveranstaltungen zum Thema Innovationsmanagement gegeben.

Dr. Kurt Höller, Geschäftsführer des ZIMT, hebt als ein besonderes Merkmal des IRL und der angebotenen Lehrveranstaltungen hervor, dass „hier technische Probleme sowie Problemstellungen, die sich an den Schnittstellen von Technik, Produktion, Vermarktung, Usability und gesellschaftlicher Akzeptanz ergeben, innerhalb interdisziplinärer und kulturell gemischter Teams bearbeitet werden“. Das Angebot steht allen Studierenden offen, egal ob sie aus der Medizin, den Geistes-, den Ingenieur-, den Natur- oder den Wirtschaftswissenschaften kommen. Gemeinsam arbeiten sie an der Konzeption innovativer Ideen für verschiedene Interessengruppen wie der Universität, dem Öffentlichen Dienst oder der Industrie. Im Seminar „Innovation Management“ beispielsweise bilden die Studierenden Teams. Kommilitonen, die das Seminar bereits belegt haben, leiten sie an. Die Studierenden profitieren von den Erfahrungen der Teamleiter, diese wiederum lernen Verantwortung für ein Projekt zu übernehmen.

Durch die unterschiedlichen Denk- und Betrachtungsweisen der Studierenden entstehen vielfältige Ideen und Prototypen, die verschiedenste Anwendungen finden. Siemens Healthcare hat bereits Ergebnisse in seiner Produktion beachtet. „Dies schult zum einen die Kompetenzen der Teilnehmer im interkulturellen Umgang und der Kommunikation mit Vertretern anderer Fachrichtungen, z.B. von Technikern mit Geisteswissenschaftlern. Zum anderen wird in diesen Kursen vermittelt, dass eine innovative Problemlösung mehr erfordert, als nur den Blick aus technischer Perspektive“, sagt Dr. Rudolf Kötter, Geschäftsführer des Zentralinstituts für Angewandte Ethik und Wissenschaftskommunikation (ZIEW). Das ZIEW bietet über Fakultätsgrenzen hinweg Seminare in Schlüsselqualifikationen an und ist damit eng mit dem IRL verbunden.

Weitere Informationen gibt es unter www.zimt.uni-erlangen.de/innovation-research-lab

Weitere Informationen:
Dr. Kurt Höller | ZIMT | Tel.: 09131/85-26868 | kurt.hoeller@fau.de
Dr. Johannes Kiesel | ZIEW | Tel.: 09131/85-23048 | johannes.kiesel@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 32/2015 vom 12. März 2015

EU-Projekt fördert Ausbildung junger IT-Unternehmer an der FAU

Die FAU nimmt neben 11 weiteren europäischen Hochschulen und Unternehmen am Projekt Startify7 teil. Ziel des Projektes ist es, im Rahmen des EU-Programms Horizon 2020 zur Förderung von Forschung und Innovation, die Ausbildung von Unternehmern im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik zu fördern. An insgesamt sieben Partnerhochschulen werden für die Jahre 2015 und 2016 Sommerakademien eingerichtet, um die praktischen Fähigkeiten angehender Unternehmer in der IT-Branche weiter auszubauen und sie für ihre spätere Karriere fit zu machen.

Am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der FAU startet 2015 die Sommerakademie„Cyber-Physical-Systems and Internet of Things“. Intelligente Geräte, die durch einen eingebetteten Computer mit der virtuellen Welt verbunden sind und so einen idealen Informationsaustausch bieten, nehmen eine zunehmend wichtige Stellung auf dem Markt ein. Studierende werden an der Sommerakademie ihre Unternehmer- und Managementfähigkeit sowie die Entwicklung von Geschäftsideen in dieser Branche trainieren.

Weitere Informationen

Hari Suman Naik | Tel.: 0911/5302-156 | harisuman.naik@fau.de

Auszeichnungen und Funktionen Februar 2015, Technische Fakultät

Markus Jonscher, Dr. Jürgen Seiler, Thomas Richter, Michel Bätz und Prof. Dr. André Kaup, Lehrstuhl für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung, haben einen „Top 10% Best Paper Award“ erhalten. Die Auszeichnung für den Beitrag „Reconstruction of Images Taken by a Pair of Non-Regular Sampling Sensors Using Correlation Based Matching“ wurde ihnen auf der IEEE International Conference on Image Processing (ICIP) verliehen.

Prof. Dr. Walter Kellermann, Lehrstuhl für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung, erhält von der European Association for Signal Processing (EURASIP) den angesehenen „Group Technical Achievement Award 2015“ für seine Beträge zur akustischen Signalverarbeitung für blinde Quellentrennung und räumliche Filterung. Prof. Kellermann gilt als Pionier auf diesem Gebiet und publizierte mehr als 300 wissenschaftliche Artikel und Patente. Die Gesellschaft besteht seit 1978 und ist eine internationale wissenschaftliche Fachgesellschaft für Theorie und Anwendung von Signalverarbeitung.

Prof. Dr. Ulrich Rüde, Lehrstuhl für Informatik 10 (Systemsimulation), ist zum Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Centre Européen de Recherche et de Formation Avancée en Calcul Scientifique (CERFACS) berufen worden. Die Forscherorganisation hat unter anderem das Ziel, Algorithmen für technologische und wissenschaftliche Problemstellungen zu entwickeln. Des Weiteren wurde seine Mitgliedschaft im Forschungsbeirat der Technischen Universität Kaiserslautern um weitere drei Jahre verlängert.

Prof. Dr. Robert F. Singer, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaft (Werkstoffkunde und Technologie der Metalle), ist in den Senat der Leibniz-Gemeinschaft gewählt worden. Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Die Organisation verbindet 89 selbständige Forschungseinrichtungen. Sie pflegt intensive Kooperationen mit den Hochschulen, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland.

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 29/2015 vom 2. März 2015

Personalmeldungen Februar 2015, Technische Fakultät

Dr. Tobias Fey, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Glas und Keramik), wurde vom Nagoya Institute of Technology (Nitech), Department of Materials Science, für dieses und nächstes Jahr zum Guest Visiting Professor ernannt. Er wird im Rahmen der Kooperation auf dem Gebiet Advanced Ceramic Materials regelmäßige Forschungsaufenthalte in Japan durchführen.

Karrieretreff "Medizintechnik" an der Technischen Fakultät

„Studierende fragen – Alumni antworten“: Karrieretreff an der Technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zum Thema „Ingenieure in der Medizintechnik“
Technische Fakultät, MHB-Gebäude | Raum: K1-119 Brose-Saal

Am 19.01.2015 veranstalteten die FAU und der Alumni Technische Fakultät Erlangen e.V. (ATE) in Kooperation mit dem Bereich Studienservice und Alumni der Technischen Fakultät - bereits zum fünften Mal an der Technischen Fakultät - einen der beliebten Karrieretreff-Abende. Diesmal berichteten Alumni, die erfolgreich im Bereich der Medizintechnik tätig sind, den mehr als 60 überwiegend studentischen Teilnehmern über ihren Werdegang und standen für Fragen rund um die Themen Berufseinstieg und Karriere zur Verfügung. ATE-Mitgliedern bot sich im Anschluss zusätzlich die Möglichkeit bei einem gemeinsamen Abendessen in kleinerer Runde nochmal intensiv mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. (Text: Sindy Strauß, Master-Studium Medizintechnik)


Steile Karriere als Werkstoffwissenschaftler bei Siemens Healthcare
Dr.-Ing. Peter Hackenschmied
Siemens AG | Healthcare Sector | VP BU Computed Tomography | Forchheim


Nach einer kurzen Vorstellung der vier Referenten sowie der Organisatoren Sandra Schmidt (FAU, M1 Marketing, Alumni), Susanne Winkelmaier (FAU, Career Service) und Daniel Miribung (Technische Fakultät, Studienservice und Alumni) begann Dr.-Ing. Peter Hackenschmied, Vorstandsmitglied des ATE und mittlerweile Vice President der Business Unit Computed Tomography bei Siemens Healthcare in Forchheim, den Studierenden von seiner beruflichen Laufbahn zu berichten. Ohne vorbereitete PowerPoint Präsentation erzählte er völlig frei und offen von seinem beruflichen Werdegang und gab Tipps zur Karriereplanung. Dr.-Ing. Peter Hackenschmied hatte ursprünglich Werkstoffwissenschaften an der FAU studiert und promovierte anschließend in Zusammenarbeit mit der Siemens AG auf dem medizintechnischen Gebiet der digitalen Röntgendiagnostik. Auch wenn er vorher eigentlich nie zu diesem „Beamtenverein“, wie er Siemens selbst früher bezeichnet hat, gehen wollte, hatte er das Unternehmen während seiner Promotion besser kennen und schätzen gelernt und dem darauffolgenden interessanten Jobangebot gerne zugesagt. Durch stetige Weiterentwicklung folgte irgendwann auf die Arbeit im Entwicklungsprojekt die Aufgabe des Integrationsmanagers für eine aufgekaufte Firma in Japan. Heute leitet Dr.-Ing. Peter Hackenschmied das Detektorzentrum (Entwicklung und Produktion) und führt als Vice President der CT weltweit ca. 300 Mitarbeiter. Den Studierenden legt er nahe, sich frühzeitig gefestigte Englischkenntnisse anzueignen und sich auch im privaten Bereich zu engagieren und dort Verantwortung zu übernehmen, um die eigene soziale Kompetenz zu erweitern. Egal ob in Jugendarbeit, Politik, Sportverein, oder Kirche: Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke lassen sich dort bereits ideal trainieren.


Die Leidenschaft in den Mittelpunkt stellen
Dr.-Ing. Kurt Höller, MBA
Zentralinstitut für Medizintechnik (ZiMT) | Geschäftsführer | Erlangen


Mit der Treppe aus seinem Klosterinternat als Sinnbild seines Karriereweges hat Dr.-Ing Kurt Höller seine Präsentation begonnen. Er wollte ursprünglich Elektrotechnik studieren. Wo, das war ihm eigentlich egal, Hauptsache gemeinsam mit einem damaligen Schulfreund und nachdem dieser sich im Fach Medizin seinen Studienplatz nicht aussuchen konnte, waren die beiden letztendlich in Erlangen gelandet. Heute sagt er selbst: Franken sei sogar noch schöner als München :-) Die Diplomarbeit hatte er damals in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut geschrieben und auch an der John Hopkins University in Baltimore ist er gewesen. Dr.-Ing. Kurt Höller legt den Studierenden nahe, so früh wie möglich Auslandserfahrung größer zwei Monate zu sammeln und sich zu engagieren. Man solle seine Leidenschaft in den Mittelpunkt stellen, „der Rest ergibt sich dann schon“. Dr.-Ing. Kurt Höller stellt dafür wohl eines der besten Beispiele dar. Obwohl Informatik gar nicht seine Studienrichtung war, ließ er sich von Prof. Hornegger dafür begeistern, zu einer Prüfung überreden und nahm letztendlich auch das Promotionsangebot bei ihm an. Mit der Arbeit zum Thema „Novel Techniques for Spatial Orientation in Natural Orifice Translumenal Endoscopic Surgery (NOTES)“ war der Grundstein für die Medizintechnik gelegt und heute ist Dr.-Ing Kurt Höller einer von acht Medizintechnik-Botschaftern der weltweiten Themenkampagne „Research in Germany -Land of Ideas“ des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Seit 2009 ist Dr. Höller Geschäftsführer des Zentralinstituts für Medizintechnik (ZiMT), hat berufsbegleitend seinen Master of Business Administration (MBA) für Unternehmensgründung, -führung und -nachfolge absolviert, ist seit 2013 Geschäftsführer (CEO) und Mitgesellschafter der CiNNAMED GmbH und unterstützt aktiv Startups im Medical Valley. Nebenbei ist er hier selbstverständlich auch aus der Politik bekannt und meint, dies wäre für die Studierenden ein guter Bereich um sich zu engagieren, sofern es natürlich dem persönlichen Interesse entspricht. Auf die studentischen Nachfragen, was man aus dem Studium konkret im Beruf anwenden kann und wie man als Medizintechnikstudent am besten sein Studienfach präsentiert, erklärte Dr.-Ing. Kurt Höller, dass man betonen solle, eine Ingenieurswissenschaft studiert zu haben („das ist einer der großen Unterschiede zwischen euch und den restlichen Medizintechnikstudenten bundesweit“) und die Interdisziplinarität herausstellen sollte. Im Studium lerne man, Wissen einzuordnen, konkrete Dinge kämen im Beruf dann ohnehin nochmal – das Lernen hört nicht auf.


„Karriere kostet Zeit – deshalb muss es auch Spaß machen!“
Dr. Jörg Peter Ströbel
EFFORMA CONCEPTS GMBH & CO. KG | Gründer und geschäftsführender Gesellschafter | Nürnberg


Auch Dr. Jörg Peter Ströbel, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der EFFORMA CONCEPTS GMBH & CO. KG betonte mehrfach, dass er sich nicht mit seinem Vorredner abgesprochen hatte, aber auch er ganz klar die Meinung vertrete, dass der Spaß ein ganz wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Karriere ist. Die Studierenden sollten ihre Projekte und Karriereschritte planen, aber auch den Mut haben, diese Pläne anzupassen. Man solle sich trauen Neuland zu erkunden – das könne natürlich auch schiefgehen, „aber wenn es funktioniert, ist es genial!“. Und immer nachfragen! Schlimmstenfalls komme ein „Nein“. Auch Dr. Ströbel betonte, dass Netzwerken und Teamfähigkeit wichtig seien, denn Einzelkämpfer sind chancenlos. Dabei sollte man darauf achten, wer zu einem passt und sein Team durchaus auch selektiv auswählen. Und nicht zu vergessen: stetiges Weiterbilden und Engagement neben der beruflichen Karriere („muss nicht unbedingt immer zeitaufwändig sein“). Dr. Jörg Peter Ströbel selbst ist auch ehemaliger FAU-Student. Er hat in Erlangen Physik studiert und auch seine Promotion an der FAU absolviert. Danach hatte er eine PostDoc-Stelle beim IBM Forschungslaboratorium Rüschlikon inne – eigentlich der „Jackpot“, bedenkt man, dass zwei Forschungsgruppen dieses Forschungslaboratoriums 1986 und 1987 mit Physik-Nobelpreisen geehrt wurden. Nach einigen Zwischenstationen, beispielsweise bei der Biotronik GmbH und der Ziehm Imaging GmbH, bei welcher Dr. Ströbel als geschäftsführender Gesellschafter tätig war, ist er heute Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der EFORMA CONCEPTS GMBH & CO. KG und befasst sich hauptsächlich mit der Identifizierung, Umsetzung und dann auch Vermarktung origineller Ideen. Den „Gap“ zwischen technologischen Möglichkeiten und der Umsetzung im wirtschaftlichen Umfeld in der Medizintechnik beschreibt er als wahnsinnig spannende und hoch komplexe Schnittstelle.





„Nicht aufgeben!“

Foto: Stephanie Zuger, M. Sc.
Siemens AG | Healthcare Sector | Regulatory Affairs Managerin | Erlangen


Als letzte der vier Referenten gab Stephanie Zuger von der Siemens AG Einblicke in ihren Karrierepfad und versuchte die Studenten zu ermutigen. Nach einem Praktikum bei der Roche GmbH und dem Verfassen der Masterarbeit in Kooperation mit der Bayer AG in Leverkusen, schloss sie Ende 2013 ihr Life Science Engineering Studium an der FAU ab und war damit noch nicht allzu weit entfernt von den Studenten. Ganz ehrlich gab Frau Zuger zu, dass eine lange Bewerbungsphase irgendwann nicht mehr spaßig ist und man dabei viel über sich selber lernt. Sie riet, sich frühzeitig um gute Englischkenntnisse und Auslandserfahrung zu kümmern, durch Praktika, Werkstudententätigkeiten oder ähnliches in interessante Firmen reinzuschauen und vor allem das Thema Netzwerken nicht zu unterschätzen. Sie selbst hatte nach einer Absage auf ein ihrer Meinung nach super verlaufenes Bewerbungsgespräch auch direkt den Kontakt über Xing gesucht, um herauszufinden, woran es gescheitert war. Das Feedback war sehr positiv („Besser hätten Sie es eigentlich nicht machen können“), aber leider gab es einen zweiten Mitbewerber mit Berufserfahrung. „Tja, dagegen kann man nichts machen, die meisten Firmen stellen doch lieber Berufserfahrene als Absolventen ein“, so Frau Zuger. Letztendlich ergab sich in einer Nachbarabteilung eine Stelle und Stephanie Zuger wurde angesprochen und arbeitet heute als Regulatory Affairs Managerin bei der Siemens AG in Erlangen. Auch wenn Sie von den Studieninhalten aktuell nicht so viel direkt anwenden kann („Die beste Vorbereitung auf das Berufsleben war eigentlich der Projektierungskurs und die Vielseitigkeit des Studiums“), macht ihr die Arbeit richtig Spaß.




Im Anschluss an die informativen Vorträge und Beantwortung der studentischen Fragen, gab es für ATE-Mitglieder noch die Möglichkeit, an einem gemeinsamen Abendessen mit den Referenten teilzunehmen. So ging es dann gegen 20:00 Uhr vom K1 (Brose Saal) in die nahe gelegene Kantine des Fraunhofer Institutes, wo man bei einem lecker servierten 3-Gänge-Menü und netten Gesprächen den Abend ausklingen ließ.

(Foto: Teilnehmende des Karrieretreffs "Medizintechnik", im Vordergrund: Referent Dr. Ströbel | Auswahl zurückliegender Karrieretreffs: KT "Management" (16.01.2012, mit Bericht) | KT "Automobilbranche" (20.01.2014). Veranstaltungen aus der Reihe "Karrieretreff" werden auch an anderen Fakultäten durchgeführt. Weitere Informationen erhalten Sie auf den Webseiten der FAU.)






FAU und Siemens gründen Center of Knowledge Interchange

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und Siemens intensivieren ihre jahrelange Partnerschaft: FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske und Siemens-Vorstand Prof. Dr. Siegfried Russwurm unterzeichneten jetzt einen Vertrag für ein Center of Knowledge Interchange (CKI). Das Zentrum soll als Plattform dienen, um Wissenschaftler der Universität und des Unternehmens zusammenzuführen und Gemeinschaftsprojekte noch effizienter als bisher zu fördern.

„Als global führender Industriekonzern sucht sich Siemens für sein weltweites Netzwerk selbstverständlich die besten Partner aus. Dass die FAU als eine von nur sieben Universitäten – darunter die UC Berkeley, die RWTH Aachen oder die Tsinghua-Universität in Peking – dazu gehört, unterstreicht ihre große Innovationskraft und ihre herausragende Stellung als eine der führenden Forschungsuniversitäten in Deutschland“, sagt FAU-Präsident Grüske.

„Die Partnerschaft zwischen der FAU und Siemens hat eine lange, erfolgreiche Tradition und wird nun durch das CKI auf eine neue Ebene gehoben. In Zukunft können wir die vielen Einzelaktivitäten der verschiedenen Siemens-Einheiten und FAU-Fakultäten besser koordinieren. Ich hoffe, dass wir dadurch Synergien heben, aber auch ganz neue Bereiche der Zusammenarbeit begründen“, sagt Siemens CTO Russwurm, der selbst Absolvent der FAU ist und am Lehrstuhl für Fertigungstechnologie regelmäßig Vorlesungen hält.

Eine Vielzahl an Partnerschaften in der Forschung sowie viele gemeinsame drittmittelgeförderte Projekte – die Zusammenarbeit zwischen der FAU und Siemens zeichnet sich bereits seit vielen Jahren durch enge Kooperation aus. Die FAU zählt damit zu den wichtigsten Forschungspartnern für Siemens. Allein mit der globalen Forschung Corporate Technology laufen zurzeit acht drittmittelgeförderte Partnerschaften mit einem Gesamtfördervolumen von mehr als 13 Millionen Euro. Zudem stellt Siemens pro Jahr durchschnittlich 100 FAU-Absolventen ein. Damit ist die FAU für Siemens auch die wichtigste Universität zur Nachwuchsgewinnung. Mit dem neugegründeten Center of Knowledge Interchange wird diese Partnerschaft nun noch enger.

Zusammenarbeit in Forschung und Talentförderung
Das CKI basiert auf zwei Pfeilern. Zum einen soll die Partnerschaft bei Forschungsprojekten weiter intensiviert werden: Gemeinsame Forschungsprojekte sollen durch das CKI schneller realisiert und besser organisiert werden, der Austausch von Wissen und neuen Technologien auf den verschiedenen Forschungsgebieten vereinfacht werden. Wurde bisher beispielsweise sowohl bei Siemens als auch an der Universität parallel an ähnlichen Projekten geforscht, sollen Erkenntnisse aus diesen Forschungsarbeiten zukünftig ausgetauscht werden.

Durch die Kooperation mit der FAU will Siemens seine Innovationskraft stärken und Einblicke in topaktuelle Forschungsprojekte bekommen. Die Forscher der FAU hingegen bekommen Kontakt zu industriellen Wissenschaftlern und ihren Forschungsprojekten. Von dem Austausch zwischen Forschern aus der Wirtschaft und der akademischen Welt erhoffen sich FAU und Siemens einen Transfer bei verschiedenen Technologien.

Der zweite wichtige Baustein des CKI ist die Talentförderung: Im Rahmen von Forschungsprojekten des CKI erhalten Doktoranden die notwendige Praxisnähe. Gleichzeitig kann Siemens den Kontakt zu vielversprechenden Nachwuchskräften aufbauen. Durch die Organisation von Veranstaltungen und Ideenwettbewerben sollen Studierende näher an die Praxis gebracht werden.

Eigenes Büro an der FAU
Das Center of Knowledge Interchange wird durch ein Büro, das Siemens finanziert, an der FAU angesiedelt. Die Leitung des Büros übernimmt Prof. Dr. Reinhard Lerch als CKI-Direktor. Der von dem Unternehmen eingesetzte CKI-Manager dient als Schnittstelle zwischen Siemens und der Universität. Die FAU erhält durch das CKI vorgezogenen Zugang zu Forschungsgeldern sowie Zugang zu einem breiten Netzwerk von Industrieforschern. Siemens erhält eine Hilfe für Kooperationen mit der Universität sowie einen schnelleren Forschungsstart durch effizientere Verwaltung.

Center of Knowledge Interchange
Mit der Gründung von solchen Zentren weltweit strebt Siemens die Errichtung eines überregionalen Netzwerks an, um zielgerichtete Innovationsprojekte zu starten. Als Partner im CKI-Programm reiht sich die FAU nun in ein Netzwerk von Spitzenuniversitäten in den USA, China, Dänemark und Deutschland ein.

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 15/2015 vom 9. Februar 2015

Wissenschaftlicher Nachwuchs trainiert am Lehrstuhl für Biomaterialien

Der Lehrstuhl für Biomaterialien der FAU, unter der Leitung von Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini, richtet im Rahmen des Förderprogramms CoACH zwei neue Doktorandenstellen ein. CoACH (Advanced glasses, Composites And Ceramics for High growth Industries European Training Network) ist Teil des EU-Programms HORIZON 2020 zur Förderung von Forschung und Innovation. Insgesamt stehen der FAU sowie weiteren universitären und industriellen Partnern für die Ausbildung von Materialwissenschaftlern 3,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Design, Verarbeitung und Erforschung von neuartigen Glas-, Keramik- und Verbundstoffmaterialien, die in der Medizin, der Umwelttechnik und in der Energieproduktion eingesetzt werden können, stehen im Fokus des Förderprojektes. 15 Nachwuchswissenschaftler erhalten hierbei die Möglichkeit, ihre Fertigkeiten, Kenntnisse und Fachkompetenzen auf diesem Gebiet auszubauen und zu trainieren. Sie profitieren vom direkten Zugang zu modernster Technik und dem wissenschaftlichen Know-How der beteiligten akademischen und industriellen Einrichtungen.

Der Forschungsschwerpunkt am FAU-Lehrstuhl für Biomaterialien liegt im Design, Herstellung und Charakterisierung von mesoporösen bioaktiven Gläsern. Diese Gläser mit nanometerkleinen Poren nehmen Wirkstoffe wie beispielsweise Antibiotika auf und setzen sie anschließend zusammen mit Spurenelementen (therapeutischen Ionen) aus der Glasmatrix frei. Diese Methode kann bei der gezielten Wiederherstellung von unterschiedlichen Geweben eingesetzt werden: Die Wirkstoffe und therapeutische Ionen aktivieren die Wundheilung am Implantat, beschleunigen das Anwachsen und Differenzieren von Gewebezellen und regen die Neubildung von Blutgefäßen gezielt an.

Weitere Informationen
Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini
Tel.: 09131/85-28601 | aldo.boccaccini@ww.uni-erlangen.de

DFG-Forschergruppe arbeitet an der Verbesserung optischer Datenübertragungssysteme

Wie sollen Produktionsprozesse aussehen, um Systeme, die Daten mittels Licht übertragen, am besten in bestehende Bauteile zu integrieren? Dies ist eine zentrale Frage an die Forschung, mit der sich eine neu eingerichtete DFG-Forschergruppe mit dem Namen „Optische Aufbau- und Verbindungstechnik für baugruppenintegrierte Bussysteme (OPTAVER)“ beschäftigt. Wissenschaftler der FAU sind daran wesentlich beteiligt.

Im Rahmen des bundesweiten Forschungsprojektes OPTAVER sind an der FAU der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) sowie die Arbeitsgruppe Optik-Design, Messtechnik und Mikrooptik (ODEM) vom Institut für Optik, Information und Photonik beteiligt. Weitere beteiligte Einrichtungen sind die Leibniz Universität Hannover, das Laser Zentrum Hannover und die Technische Universität Dresden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschergruppe mit einer Summe von 1,35 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren.

Weitere Informationen
https://www.fau.de/2015/01/23/news/optische-leiter-zum-aufspruehen/

Ansprechpartner
Prof. Dr. Jörg Franke
Tel.: 09131/ 85-27971 |joerg.franke@faps.fau.de

Prof. Ulrich Rüde im Beirat der TU-Kaiserslautern und des CERFACS

Prof. Dr. Ulrich Rüde, LS Informatik 10, ist ab 2015 für drei weitere Jahre Mitglied des Forschungsbeirats der TU-Kaiserslautern.

Weiterhin wurde Prof. Dr. Rüde zum Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des CERFACS (CERFACS Scientific Council) berufen.

Weitere Informationen
Prof. Dr. Ulrich Rüde
E-Mail: ulrich.ruede@fau.de

March, 25th-27th 2015: Conference on Granular Matter in Low Gravity, Erlangen

There is an increasing interest in studying granular matter, including dust, under gravity conditions different from Earth. Besides the traditional fields of astrophysical research such as cosmic dust, planetary rings, formation of planetesimals and others, low-gravity conditions provide suitable test beds to study the physics of granular matter in comparison with theoretical results, given that most of the theory of granular gases was obtained for the force-free case. Beyond these fundamental questions, on the applied side, space missions to Moon, Mars and asteroids require insight in the behavior of granular matter in low-gravity environments.

It is the aim of the meeting to provide an exciting forum to discuss the subject from different perspectives of granular-matter research such that applications benefit from fundamental insights, and applications may stimulate fundamental research.

Invited speakers
Ernesto Altshuler (University of Havana) * Erik Asphaug (Arizona State University) * Nikolai Brilliantov (University of Leicester) * Mihaly Horanyi (University of Colorado) * Meijing Hou (Chinese Academy of Sciences) * Wolfgang Losert (University of Maryland) * Diego Maza (University of Navarra) * Philip Metzger (University of Central Florida) * Eric Parteli (FAU Erlangen-Nürnberg) * Klaus-Dieter Relotius (EADS / Astrium) * Frank Spahn (University of Potsdam) * Ralf Stannarius (Otto von Guericke University Magdeburg) * Stephan Ulamec (DLR Cologne) * Gerhard Wurm (University Duisburg-Essen) * Aibing Yu (Monash University)

Program and registration
www.low-gravity.org

Further information
Thorsten Pöschel | Institute for Multiscale Simulation of Particulate Systems
FAU Erlangen-Nürnberg
Nägelsbachstr. 49b | 91052 Erlangen, Germany
thorsten.poeschel@fau.de

Special Program on High Performance and Parallel Computing, Singapure

The current trends in high performance and parallel computing require increased interdisciplinary collaboration. This situation calls in particular for a greater participation of mathematicians and computational scientists to work together with scientists in the application domains to address fundamental questions related to emerging applications with multiscale and multiphysics phenomena.

In response to these challenges, the three-month "Special Program on High Performance and Parallel Computing for Materials Defects and Multiphase Flows" brings computational and applied mathematicians, computer scientists, computational materials scientists and other computational scientists together to review, develop, and promote interdisciplinary research on high performance and parallel computing with applications in the simulation of materials defects, material-related processes, multiphase flows, and complex fluids.

Chaired by Prof. Dr. Ulrich Rüde in cooperation with colleagues from the National University of Singapure (NUS) and the Institute of High Performance Computing, A*STAR, the program takes place at the NUS since 1 January until 31 March 2015.

Further information
http://www2.ims.nus.edu.sg/Programs/015hiper/index.php

FAU-Studierende fahren zur WM nach Marokko

Informatiker-Team qualifiziert sich für Programmierweltmeisterschaft

Großer Erfolg für die FAU-Informatiker: Zum vierten Mal hat sich ein Team von Studierenden des Departments Informatik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) für die Programmier-Weltmeisterschaft qualifiziert. Das FAU-Team „Old Fafhioned Typefetting“ hat bei den nordwesteuropäischen Programmiermeisterschaften der Association for Computing Machinery (ACM) im schwedischen Linköping den zweiten Platz belegt.

Bei den Programmiermeisterschaften haben die studentischen Dreierteams jeweils nur einen Computer zur Verfügung, um elf knifflige Programmieraufgaben zu lösen. Innerhalb von fünf Stunden müssen sie für so viele Aufgaben wie möglich korrekte und effiziente Lösungen programmieren.

Das Erlanger Team „Old Fafhioned Typefetting“, bestehend aus den Studierenden Miriam Polzer, Tobias Polzer und Paul Wild, schaffte es in der vorgegebenen Zeit neun der elf Aufgaben zu lösen. Besser war nur ein Team aus Dänemark: Die Skandinavier lösten zwar auch nicht mehr Aufgaben, waren aber etwas schneller. Als Zweitplatziertes Team ist „Old Fafhioned Typefetting“ damit als einziger deutscher Vertreter für die Weltmeisterschaften im marokkanischen Marrakesch qualifiziert, die im Mai 2015 stattfinden werden.

Neben „Old-Fafhioned Typefetting“ traten noch zwei weitere FAU-Teams bei den nordwesteuropäischen Programmiermeisterschaften an. Das zweite Team der FAU mit dem Namen „Rage Maximum Query“, bestehend aus Julian Brost, Jonathan Krebs und Dominik Paulus, landete auf Platz 17. Michael Eischer, Nicolas Karpstein und Michael Sammler, die das Team „FAUltfinder“ bilden, erreichten Platz 24 von 96 Teams und rundeten das hervorragende Gesamtergebnis ab. Trainiert wurden die FAU-Teams von Daniel Brinkers und Hans Spath vom Lehrstuhl für Informatik 2.

Der Lehrstuhl für Informatik 2 betreut das Training der FAU-Teams und veranstaltete zur Vorbereitung auf die Programmiermeisterschaften Auswahlwettbewerbe, ein Trainingslager im Sommer sowie wöchentliche Trainingswettbewerbe und Algorithmenbesprechungen.

Die Aufgaben und die vollständige Rangliste finden sich auf http://www.nwerc.eu

Tobias Werth, Tel.: 09131/85-28865, tobias.werth@fau.de

Rund sechs Millionen Euro Forschungspreisgeld an die FAU

Vier Nachwuchswissenschaftler punkten im harten Wettbewerb um die begehrten ERC Starting Grants

Gleich vier Nachwuchswissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) konnten sich im härtesten Auswahlverfahren zur Vergabe europäischer Fördermittel durchsetzen: In den kommenden fünf Jahren unterstützt der Europäische Forschungsrat (ERC) die exzellenten Forschungsvorhaben von Dr. Björn Braunschweig, PD Dr. Andreas Bräuer, PD Dr. Gerhard Krönke und Prof. Dr. Sabine Maier mit je einem der mit 1,5 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grants. Bei der strengen Auswahl unter den Projektvorschlägen entscheidet das ERC auf Basis eines umfassenden Begutachtungsprozesses, an dem eine Vielzahl der auf den jeweiligen Forschungsgebieten führenden internationalen Wissenschaftler beteiligt ist. Weniger als zehn Prozent der eingereichten Forschungsvorhaben schaffen die Hürde. Der ERC vergibt diese Fördermittel jährlich an die vielversprechendsten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die so die Chance erhalten sollen, eigene Arbeitsgruppen auszubauen und Forschungsprojekte mit hohem Innovationspotenzial voranzutreiben.

Auffallend: Drei der vier Preisträger an der FAU gehören zu den Exzellenzeinrichtungen der Universität. Zwei sind am Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM) beteiligt, einer kommt von der Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies (SAOT) – das mag als Indiz gelten, dass die Mittel aus der Exzellenzinitiative an der FAU hervorragend investiert sind. Ein fünfter Wissenschaftler, der in diesem Jahr mit einem ERC Starting Grant bedacht wurde, lehrt und forscht derzeit übrigens ebenfalls an der FAU: Dr. Edouard Berrocal von der Universität Lund ist Gastprofessor in Erlangen.

Prof. Dr. Joachim Hornegger, Vizepräsident für Forschung der FAU, ist begeistert: „Gleich vier ERC Starting Grants auf einen Schlag an die FAU zu holen – das ist ein überwältigender Erfolg. Unsere Preisträgerin und unsere drei Preisträger sind wirklich ganz besondere Forscherpersönlichkeiten und ich gratuliere ihnen herzlich zu dieser großartigen Leistung. Wir sind stolz auf unsere Rising Stars! Dies zeigt aber auch, wie hoch der Stellenwert der Nachwuchsförderung an der FAU ist – und wie sichtbar wir mittlerweile in der internationalen Forschungslandschaft sind.“

Der Schaum-Versteher: Dr. Björn Braunschweig, 35
Was macht einen guten Cappuccino aus? Die perfekte Konsistenz des Schaumhäubchens obenauf. Doch wie lassen sich die Eigenschaften von Schäumen gezielt beeinflussen – und zwar nicht nur beim Cappuccino, sondern bei Schäumen generell? Die Lösung dieses Problems würde völlig neue Anwendungsmöglichkeiten von Schäumen ermöglichen, wie beispielsweise die Aufreinigung von Antikörpern oder von Rohstoffen. Auf diese Weise ließen sich die Kosten für diese Prozesse erheblich reduzieren. Doch der Weg zum Schaum mit maßgeschneiderten Eigenschaften ist gar nicht so einfach. Denn die Forscher müssen dazu zunächst einmal verstehen lernen, wie ein Schaum auf molekularer Ebene zustande kommt und wie die molekulare Struktur an der Grenzfläche, also dort, wo Gas und Flüssigkeit in den einzelnen Schaumbläschen aufeinandertreffen, sich auf die Eigenschaften des Schaumes – etwa auf seine Stabilität – auswirkt. Björn Braunschweig geht diesen Mechanismen nun in seinem ERC-Projekt von A bis Z auf den Grund. So untersucht er alle Hierarchieebenen – sozusagen von winzig klein bis riesengroß: Er nimmt die Molekülstruktur an der Grenzfläche ebenso unter die Lupe wie die Schaumblase selbst mit ihren Wänden, den Lamellen, und schließlich den makroskopisch sichtbaren Schaum. Damit dies gelingt, ist eine interdisziplinäre Herangehensweise nötig, die Grundlagenforschung in Physik und Chemie mit der Verfahrenstechnik kombiniert. In allen drei Disziplinen hat Björn Braunschweig bereits intensiv gearbeitet – und auch am Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik (LFG), an dem er forscht, sind sie in idealer Weise vereint.

Björn Braunschweig macht sich eine ausgefeilte Untersuchungsmethode zunutze: die sogenannte nichtlineare optische Spektroskopie. Mit Hilfe dieser spektroskopischen Methode lässt sich gezielt der molekulare Aufbau von Grenzflächen untersuchen. Hierzu werden ultrakurze Laserpulse eingesetzt, deren intensive elektromagnetische Strahlung durch die Wechselwirkung mit Stoffen oder Molekülen in Licht mit anderer Wellenlänge umgewandelt werden kann, zum Beispiel rotes Licht in blaues Licht. Diese Verwandlung des Lichts ist für viele Materialien nur an der Grenzfläche erlaubt, was den enormen Vorteil der nichtlinearen optischen Spektroskopie ausmacht. Der Grund ähnelt der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen: Es müssen die wenigen Atom- beziehungsweise Moleküllagen an der Grenzfläche von der überwältigen Anzahl von Molekülen mit fast identischen Eigenschaften im Volumen selbst unterschieden werden.

Mit den kombinierten Erkenntnissen von Experiment und Analyse aus allen Größenskalen der Prozesskette der Schaumentstehung, lässt sich, so die Vision Braunschweigs, gezielt die Eigenschaft eines Schaums steuern und verbessern. Das Ergebnis wäre ein Superschaum, der für die verschiedensten Anwendungen perfekt konfiguriert werden könnte.

Zur Vita
Dr. Björn Braunschweig ist seit 2012 Leiter einer Nachwuchsgruppe am Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik (LFG). Seit April 2014 ist er Mitglied im Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM) und seit 2013 Mentor in der Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies (SAOT). 2011 hatte er ein Feodor-Lynen-Rückkehrer-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung an der FAU, von 2009 bis 2010 eine Postdoc-Position als Feodor-Lynen-Stipendiat an der Universität von Illinois in Urbana-Champaign (USA) inne.

Sein Studium der Physik absolvierte er an der TU Clausthal, wo er 2009 promovierte. Bereits hier kristallisierte sich sein zukünftiger Forschungsschwerpunkt heraus: Verfahren der nichtlinearen Optik und der Oberflächenwissenschaften. Für den ERC Starting Grant bringt er 10 Jahre Erfahrung aus dem Bereich nichtlinearer Optik kombiniert mit Oberflächenwissenschaften ein – dies aus dem Blickwinkel von drei Disziplinen: Physik (Doktorarbeit im Bereich geladener Grenzflächen), Chemie (Postdoc im Bereich Elektrokatalyse) und Verfahrenstechnik.

Geschüttelt, nicht gerührt: PD Dr. habil. Andreas Bräuer, 36
Die Hochdruckverfahrenstechnik kommt in den verschiedensten Bereichen des täglichen Lebens zum Einsatz. Beispiele sind das Entkoffeinieren von Kaffee, die Extraktion von Aromastoffen, Ölen und pharmazeutischen Wirkstoffen aus Naturstoffen, Verbrennungsprozesse in Diesel- oder Ottomotoren sowie verschiedenste Verfahren zur Herstellung feinster Partikel. Die flexibel einsetzbare Hochdruckverfahrenstechnik bietet die Möglichkeit, durch eine Variation des Drucks die im Prozess ablaufenden Teilschritte – und damit die Eigenschaften des herzustellenden Produkts – einfach und zielgerichtet zu beeinflussen. Doch das Verfahren birgt auch einen Nachteil: Die Diffusion ist im Verhältnis zur Zähflüssigkeit von Stoffen gering – bei Mischprozessen braucht es daher etwas Zeit, bis sich zwei Substanzen auf molekularer Ebene tatsächlich vermengt haben. Die Konsequenz: Bereits während des Gemischbildungsvorgangs können zwei Substanzen anfangen miteinander zu reagieren, selbst wenn sie – wegen der langsamen Diffusion – auf molekularer Ebene noch gar nicht homogen miteinander vermischt sind. Die Reaktion findet dann also in einem System statt, das vor dem bloßen Auge schon perfekt vermischt erscheint, aber auf molekularer Ebene tatsächlich noch heterogen ist. Da die Reaktion selbst auch auf molekularer Ebene abläuft, werden die Inhomogenitäten des Gemischs vor der Reaktion auf die Eigenschaften des erzeugten Produkts nach der Reaktion übertragen, so dass das Produkt dann eben auch meist unerwünschte Inhomogenitäten aufweist.

Andreas Bräuer nimmt im Rahmen seines Forschungsprojekts genau diese Gemischheterogenität in Hochdruckprozessen und ihren Einfluss auf die Produkteigenschaften unter die Lupe – und zwar in Anlagen technisch relevanter Dimensionen während des Mischprozesses selbst. Als Analysewerkzeuge können daher keine Mikroskope zum Einsatz kommen. Es muss auf optische Messtechniken zurückgegriffen werden, die es erlauben, aus technischen Anlagen zeitlich und lokal aufgelöste Informationen über den Gemischzustand auf molekularer und gleichzeitig auf makroskopischer Ebene zu gewinnen. Solche Instrumente hat Andreas Bräuer in den letzten Jahren selbst entwickelt.

Zur Vita:
Nach seinem Abschluss im Studiengang Chemieingenieurwesen an der FAU promovierte PD Dr. Andreas Bräuer 2007 an der Technischen Fakultät der FAU im Fachgebiet „Technische Thermodynamik“ – schon damals lag ihm das Thema „Gemische“ am Herzen. 2014 habilitierte er sich an der Technischen Fakultät für das Fachgebiet „Technische Thermodynamik“, wofür ihm im September 2014 von der FAU die Lehrbefugnis erteilt wurde.

Bereits seit 2007 ist er Leiter des Applied Raman Scattering Laboratory an der Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies (SAOT), die im November 2006 als Teil der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder an der FAU eingerichtet wurde; außerdem gehört er als Geschäftsführer dem Direktorium der SAOT an. In seiner wissenschaftlichen Laufbahn hat er außerdem mehrere Lehr- und Forschungsaufenthalte im Ausland wahrgenommen, etwa als Gastwissenschaftler an der Universität Salerno in Italien oder am FAU Campus Busan in Südkorea.

Der Herr der Fresszellen: Dr. Gerhard Krönke, 36
Tagtäglich steht unser Immunsystem vor der schwierigen Aufgabe, zwischen schädlichen Mikroorganismen und körpereigenen Zellen zu unterscheiden. Die Konsequenzen dieses Entscheidungsprozesses sind weitreichend, da eine Immunreaktion gegen Mikroorganismen für eine lang anhaltende und schützende Immunität benötigt wird, eine Immunreaktion gegen körpereigene Zellen jedoch zu lebensbedrohlichen Autoimmunerkrankungen führen kann. Vorarbeiten seiner Arbeitsgruppe zeigten, dass das menschliche Immunsystem im Rahmen entzündlicher Prozesse frühzeitig eine Art koordinierte Mülltrennung durch spezialisierte Phagozyten (Fresszellen) durchführt. Dieser Prozess ermöglicht eine getrennte Aufarbeitung bzw. Entsorgung von pathogenen Mikroorganismen und körpereigenen Material. Dieser Prozess bewirkt die schützende Immunreaktion gegen Krankheitserreger und unterstützt gleichzeitig die Aufrechterhaltung der immunologischen Toleranz gegen den eigenen Körper.

Im Rahmen des bewilligten ERC-Projekts will Krönke mit einer Forschergruppe neue Methoden zur Untersuchung der koordinierten Phagozytose und der Weiterverarbeitung von Krankheitserregern und toten körpereigenen Zellen entwickeln. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden molekularen Mechanismen erlauben und somit die Entwicklung neuer Therapieansätze zur Behandlung von Infektions- und Autoimmunerkrankungen ermöglichen.

Zur Vita:
Der gebürtige Wiener hat 2002 seinen Doktor an der Medizinischen Universität Wien erworben. Als Postdoc forschte und arbeitete Dr. Gerhard Krönke dort im Anschluss am Institut für Gefäßbiologie. Nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt an der University of Virginia, Charlottesville, USA, kam Krönke an das Universitätsklinikum Erlangen. Dort war er zunächst als Assistenzarzt in der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie – tätig. Seit 2009 ist er zusätzlich als Forschungsgruppenleiter im Nikolaus-Fiebiger-Zentrum für Molekulare Medizin aktiv und seit 2012 nunmehr als Oberarzt an der Medizinischen Klinik 3 tätig.

Teppichweberin auf molekularer Ebene: Prof. Dr. Sabine Maier, 35
Moderne elektronische Geräte müssen nicht nur immer leistungsfähiger, sondern auch immer kleiner werden. Molekulare Elektronik bietet die Chance, winzig kleine Bauelemente oder Sensoren aus funktionellen Molekülen herzustellen, die sich wie Schalter, Leiter oder Speicherzellen verhalten. Es ist daher eine wichtige Frage, wie sich die Anordnung von Molekülen und deren Wechselwirkung untereinander auf elektrisch isolierenden Oberflächen – dem Isolator – kontrollieren lässt, um in der Zukunft neue Materialklassen und winzigste elektronische Bauteile mit maßgeschneiderten Eigenschaften zu entwickeln. Sabine Maier verwendet hierzu die hochauflösende Rastersondenmikroskopie. Das ist eine Methode in der Oberflächenphysik, bei der mit einer scharfen Spitze die Oberfläche gerastert und so Schritt für Schritt abgetastet wird. So gelingt es, einzelne Moleküle und Atome auf Oberflächen abzubilden und zu manipulieren. Die Forscher können damit nicht nur die Struktur, sondern auch die elektronischen Eigenschaften von molekularen Netzwerken auf verschiedenen Oberflächen untersuchen. Dank des ERC Starting Grants kann Sabine Maier ihr jüngstes Forschungsprojekt vorantreiben: Sie will es schaffen, aus einzelnen Molekülen neuartige molekulare Filme auf elektrisch isolierenden Oberflächen aufzubauen – und zu neuen zweidimensionalen Materialien zusammenfügen. Die molekularen Bausteine werden im ultra-hohen Vakuum verdampft und lagern sich spontan selbstorganisierend auf dem Isolator an. Sabine Maier will herausfinden, welche Reaktionen und welche Oberflächen sich eignen, um die Moleküle durch Licht oder Hitze zu unvorstellbar dünnen Molekülteppichen richtig fest zusammenzuknüpfen, also kovalent zu verbinden. Die schwierige Kunst ist es dabei, die Teppiche möglichst fehlerfrei und großflächig zusammen zu weben. Winzig kleine Stücke dieser neuartigen Netzwerke untersucht die Wissenschaftlerin im Rastersondenmikroskop bei ganz niedrigem Druck (Ultrahochvakuum) und niedriger Temperatur (- 268 ° C), quasi in Kältestarre, damit die Moleküle sich nicht bewegen und auch deren elektrischen Eigenschaften gemessen werden können. So lassen sich erstmals extrem stabile, elektrisch gut leitende Molekülteppiche herstellen und messen – und Rückschlüsse daraus ziehen, welche Molekülstrukturen am besten für nanoelektronische Anwendungen geeignet sind.

Zur Vita:
Prof. Dr. Sabine Maier wurde vom Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM) im Rahmen des EAM „Rising-Star“-Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Oktober 2010 als W1-Professorin für Rastersondenmikroskopie an das Department für Physik der Universität Erlangen-Nürnberg berufen. Seit 2012 ist sie Mitglied des Jungen Kollegs der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 2013 erhielt sie einen EAM Starting Grant in Höhe von 100.000 Euro, der es ihr ermöglichte, ihre eigene Arbeitsgruppe auszubauen und vorbereitende Forschungen für eine ERC Starting Grant-Bewerbung durchzuführen. Mit dem ERC Starting Grant in Höhe von fast 1,5 Millionen Euro ist ihr nun ein großer Sprung auf der Karriereleiter gelungen. Das Forschungsgeld wird sie unter anderem dazu nutzen, ihre Arbeitsgruppe personell weiter aufzustocken.

Die gebürtige Schweizerin studierte Physik an der Universität Basel. 2007 promovierte sie dort in Experimentalphysik auf dem Gebiet der Rasterkraftmikroskopie. Während ihrer Promotion arbeitete sie für ein Jahr als Wissenschaftlerin an der McGill Universität in Montreal (Kanada). Von 2007 bis 2010 war sie Postdoktorandin am Lawrence Berkeley National Laboratory in Berkeley (USA). In Erlangen ist Sabine Maier mittlerweile extrem gut vernetzt im Exzellenzcluster, aber auch in einem Sonderforschungsbereich und einem Graduiertenkolleg – hier ist ihr Expertenwissen in der Rastersondenmikroskopie für zahlreiche Applikationen gefragt.

Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 71/2014 vom 9. Dezember 2014

Gefahr für Privatsphäre durch WhatsApp

Ich weiß genau, dass du während der Arbeit chattest!
FAU-Informatiker machen auf Gefahr für Privatsphäre durch WhatsApp aufmerksam

Es ist ein allgegenwärtiger Anblick in Bus, Bahn, Fußgängerzone oder im Café: Menschen richten ihren Blick alle paar Minuten konzentriert auf ihr Smartphone, tippen und erhalten kurz darauf die Antwort. Der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp hat weltweit um die 600 Millionen Mitglieder, ist fest in den Alltag integriert und wird auf Smartphones weitaus häufiger genutzt als die Telefonfunktion, aber wie steht es um die Sicherheit der Privatsphäre der Nutzer? Der Lehrstuhl für Informatik 1 (Sicherheitsinfrastruktur) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat genau das untersucht - mit beunruhigenden Ergebnissen.

Wenn ein Nutzer WhatsApp öffnet, wird er im Netzwerk automatisch als „online“ angezeigt, schließt er sie, wird sein Status auf „offline“ gesetzt. Diese Funktion ist im Programm inhärent, das heißt der Nutzer hat keine Möglichkeit diese abzustellen. Hinzu kommt, dass der Online-Status eines Nutzers für jeden einsehbar ist, der dessen Rufnummer kennt. Eine Autorisierung durch den Nutzer ist dafür nicht nötig, sodass er ohne weiteres durch Dritte ausgespäht werden kann. Forscher des Lehrstuhls für Informatik 1 haben 1000 zufällig ausgewählte Nutzer aus aller Welt neun Monate lang rund um die Uhr beobachtet, um herauszufinden, welche Informationen sich über den Online-Status ablesen lassen und, ob WhatsApp dagegen vorgeht, dass ihre Nutzer ausgespäht werden.

Hierzu entwickelte die Forschergruppe ein spezielles Programm, das durchgehend im Netzwerk online ist und die Online-Stände der Nutzer protokolliert. Aus den Daten lässt sich beispielsweise erkennen, dass Nutzer sich im Durchschnitt 23 Mal am Tag einwählen und insgesamt 35 Minuten mit dem Schreiben und Lesen von Nachrichten verbringen. Deutsche Nutzer liegen hier knapp über dem Durchschnitt, sie öffnen die App 26 Mal am Tag und nutzen sie im Schnitt knapp 41 Minuten täglich – besonders häufig im Zeitfenster zwischen 13 Uhr und 21 Uhr.

Argloser Umgang mit Nutzerdaten
„Wenn über einen längeren Zeitraum beobachtet werden kann, wann ein Nutzer die App nutzt, lassen sich aus den gewonnenen Daten viele empfindliche Informationen über seine Lebensgewohnheiten rekonstruieren, z.B. wann geht er zu Bett, wann steht er auf, war er am Wochenende länger unterwegs, wie oft nutzt er WhatsApp während der Arbeitszeit,“ erklärt Andreas Kurtz vom Lehrstuhl für Informatik 1. Außerdem können Dritte so jederzeit einsehen, wann der Nutzer erreichbar ist. Angesichts dieser Gefährdung der Privatsphäre ist es erschreckend, dass WhatsApp bisher offenbar wenig unternommen haben, diese Problematik zu lösen und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. „Da unser Programm selbst keine Nachrichten verschickt, Kontakt zu vielen Nutzern gleichzeitig hat und rund um die Uhr mit dem Netzwerk verbunden ist, müsste es stark vom üblichen Nutzungsverhalten abweichen und seitens WhatsApp leicht zu erkennen und zu unterbinden sein.“, sagt Kurtz, allerdings sei nichts dergleichen geschehen. „Durch das Projekt möchten wir insbesondere dafür sensibilisieren, wie arglos WhatsApp mit den Daten zum Online-Zustand umgeht.“

Die Ergebnisse des Projektes und das Ausmaß der Informationen, die sich aus den gesammelten Daten ziehen lassen, sind auf www.onlinestatusmonitor.com einzusehen. Selbstverständlich sind sämtliche protokollierten Daten komplett anonymisiert und auch exakte Online-Zeitpunkte der Nutzer werden nicht veröffentlicht. Die Daten, die von den Forschern anonym von den WhatsApp-Servern abgefragt werden konnten werden lediglich in aggregierter Form veröffentlicht.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Felix Freiling, Andreas Kurtz
Tel.: 09131/ 86 69900 | andreas.kurtz@cs.fau.de

Muskeln statt Motor

Sie laufen, tanzen und arbeiten sogar Seite an Seite mit Menschen zusammen: Humanoide Roboter bewegen sich inzwischen ähnlich wie Menschen. Aber: „Die Bewegungen von humanoiden Robotern sind fernab von dem, was ein natürliches System kann“, sagt Sebastian Reitelshöfer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS). Der Grund: Wo der Mensch Muskeln nutzt, stehen den Robotern nur Elektromotoren zur Verfügung. Dadurch können humanoide Roboter Bewegungen bisher weder dämpfen noch abfedern, können nicht flexibel reagieren. Um das zu ändern, wollen Sebastian Reitelshöfer und sein Kollege Tristan Schlögl Roboter mit künstlichen Muskeln ausstatten.

Vorbild Mensch
Die Robotermuskeln bestehen aus speziell entwickelten Kunststoffstrukturen, die sich durch elektrische Spannung zusammenziehen, also ähnlich menschlichen Muskeln kontrahieren. Aufgebaut sind die Muskeln aus mehreren Schichten. Eine Schicht besteht aus leitfähigen Silikonlagen, die durch eine isolierende Silikonschicht getrennt sind. Wird elektrische Spannung zugeführt, zieht sich das Material zusammen, wodurch sich der Querschnitt vergrößert. Rund 10.000 Schichten benötigt ein einziger Muskel. „Die Schichten müssen dementsprechend sehr dünn sein und sie müssen gut zusammenhalten“, erklärt Reitelshöfer. Am FAPS forschen er und seine Kollegen, wie sie die Schichten am besten mit einem 3D-Drucker serienmäßig herstellen können.

Ist der Produktionsprozess geklärt, stellt sich die nächste Frage: Wie können die künstlichen Muskeln gezielt gesteuert werden? Daran forscht Tristan Schlögl vom Lehrstuhl für Technische Dynamik. Am Computer simuliert er, welche Spannung zu welchem Zeitpunkt auf die Muskeln angewendet werden muss, damit dieser die gewünschte Bewegung ausführt. Und das mit einigem Aufwand: „Bisher wurden für solche Simulationen meist vereinfachte Modelle verwendet. Die waren aber ungenau. In diesem Projekt beschreiben wir die grundlegenden Ebenen“, erklärt Schlögl. Noch stehen Reitelshöfer und Schlögl am Anfang ihrer Forschungen, mit einem aus wenigen Lagen bestehenden Prototyp ihres künstlichen Muskels rechnen die beiden aber bis zum Jahr 2015.

Quelle: FAU aktuell vom 6.11.2014

04.12.2014: Informationsveranstaltung berufsbegleitender Master „Marketing Management“

Im Herbst 2014 ist der erste Jahrgang des berufsbegleitenden Master-Studiengangs „Marketing Management“ (MMM), mit Spezialisierungsmöglichkeiten in Marketing, Vertrieb oder Marktforschung, erfolgreich gestartet.

Der Studiengang richtet sich an Bachelor-Absolventen und Young Professionals und steht für eine Vereinbarkeit von Beruf und Studium sowie für ein interaktives und praxisnahes Lernen in ca. drei Präsenz-Semestern und einem Abschluss-Semester. Das Institut für Marketing lädt alle Interessierte, die sich für einen Platz im zweiten Jahrgang (Start: WS 2015/16) interessieren, herzlich zu einer Informationsveranstaltung am 04. Dezember 2014 um 19.00 Uhr am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Lange Gasse 20 (Raum 0.423), in Nürnberg ein.

Nähere Informationen
http://www.mmm.wiso.fau.de/

03.12.2014: Fachseminar „Simulation mechatronischer Produkte und Produktionssysteme“

Industrielle Produktionsanlagen werden zunehmend komplexer, weshalb das Investitionsrisiko minimiert und die Einführungszeit verkürzt werden müssen. Für diese und andere Herausforderungen können neue Planungs- und Simulationssysteme der Digitalen Fabrik wirkungsvoll eingesetzt werden.

Die zur Verfügung stehende Softwarepalette erstreckt sich von der Prozesssimulation bis zur kompletten Fabrikplanung. Das Seminar richtet sich in diesem Umfeld gleichermaßen an Unternehmen der Fertigungsindustrie, an Maschinen-, Anlagenbauer und Automatisierungsexperten sowie an Engineering-Dienstleister. Der Themenblock „Auslegung mechatronischer Produkte“ beleuchtet aus Anwendersicht den aktuellen Einsatz der am Markt verfügbaren Tools und zeigt dabei sowohl deren Nutzenaspekte als auch Lösungsansätze auf. Vorträge zur „Prozess und Technologieplanung“ geben einen Überblick über wichtige methodische Möglichkeiten zur nachhaltigen Erhöhung der Effizienz im Engineering. Zentraler Block des Seminars ist die simulationsgestützte Planung und Auslegung manueller und automatisierter Fertigungsstationen sowie die Simulation kompletter Anlagen. Es werden neue Möglichkeiten aufgezeigt, bestehende Prozesse zu optimieren oder um wichtige Punkte zu erweitern. Ein Beispiel stellt die Energiesimulation im Bereich der ereignisdiskreten Ablaufsimulation dar.

Programm:
http://www.faps-tt.de/cms/upload/seminar/2014-12-03_FAPS_TT_Sem_v8.pdf

Link zur Anmeldung:
www.faps-tt.de/seminar_anmeldung/?OK162014S

Kontakt:
FAPS-TT GmbH – Sigrun Holzinger
Telefon: +49 911 5302-9103 | E-Mail: service@faps-tt.de

10.11.2014: Start der Vortragsreihe "Wissenschaft auf AEG"

Was haben Roboter, Tomaten, Strom und Endoskope gemeinsam? Zu all diesen Themen werden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) im Rahmen der beiden Vortragsreihen „Wissenschaft auf AEG“ und „Wissenschaft im Schloss“ in diesem Wintersemester hochspannende Erkenntnisse präsentieren. Die Nürnberger Zeitung begleitet die Vorträge als Medienpartner.

Los geht‘s mit „Wissenschaft auf AEG“ am Montag, 10. November, um 18.30 Uhr, mit einem Vortrag von Sebastian Reitelshöfer, Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik. Robotersysteme, die seit Jahrzehnten beispielsweise in der Automobilproduktion eingesetzt werden, schicken sich an, in neuer Form unsere Alltagswelt zu betreten. An der FAU entwickeln Ingenieure zum Beispiel künstliche Muskeln für Robotersysteme, die – ähnlich den natürlichen – weich und nachgiebig sind und für ein breites Einsatzspektrum in Frage kommen. Zwei weitere Termine folgen am Montag, 8. Dezember, und Montag, 12. Januar. Mit der Event-Reihe „Wissenschaft auf AEG“ will die FAU aktuelle und hochspannende Forschungsprojekte einem breiten Publikum vorstellen. Wissenschaftlich Interessierte sind zu den Vorträgen ebenso willkommen wie Schülerinnen und Schüler sowie Studierende aller Fachrichtungen. Moderiert werden die Abende von Prof. Dr. Joachim Hornegger, Vizepräsident für Forschung. Die Vorträge beginnen jeweils um 18.30 Uhr und finden am Energie Campus Nürnberg (EnCN), „Auf AEG“, Fürther Straße 250 in Nürnberg, statt. Mehr Informationen sowie eine Anfahrtsskizze gibt‘s im Internet unter www.wissenschaft-auf-aeg.de.

„Wissenschaft auf AEG“, Energie Campus Nürnberg
Montag, 10.11. 2014, 18.30 Uhr
Auf dem Weg zum Personal Robot
Sebastian Reitelshöfer, Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik

Montag, 8.12. 2014, 18.30 Uhr
Tomaten im Weltall – Experimente in der Schwerelosigkeit
PD Dr. Michael Lebert und Dr. Sebastian M. Strauch, Lehrstuhl für Zellbiologie

Montag, 12.1. 2015, 18.30 Uhr
Was ist Licht? Eine moderne Antwort auf eine alte Frage
Prof. Dr. Joachim von Zanthier, Institut für Optik, Information und Photonik

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 189/2014 vom 4. November 2014

Software-basierte Orkan-Vorhersage made in Erlangen

Ohne Computersimulationen geht in der Wissenschaft fast nichts mehr: Ob für die Meteorologie, in der Medizin, den Ingenieurwissenschaften oder zur Materialentwicklung – all diese Disziplinen nutzen die modellhaften Berechnungen für ihre Versuche. Je komplexer die Simulationen werden, desto größer wird jedoch die benötigte Rechenleistung. Ein einfacher PC reicht da nicht mehr aus. Informatiker der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) arbeiten seit Jahren an einer Simulations-Software, die rechenintensive Modellberechnungen effektiv und möglichst genau ermöglicht. Nun haben sie eine neue Version veröffentlicht, die in den USA auch für ein neues Programm zur Orkan-Vorhersage genutzt werden soll. Dabei verbindet die Software zwei wichtige Komponenten miteinander: Sie ist schnell und zeitgleich portabel, kann also an jedem Computer verwendet werden, ohne vorher aufwändig angepasst werden zu müssen.

Für eine Vorhersage über den Verlauf eines Orkans haben Wetterdienste in den USA nur sechs Stunden Zeit – so lange beträgt die Zeit zwischen Aufnahme der Wetterbilder und der Herausgabe eventueller Warnmeldungen. In dieser Zeit müssen drei Szenarien berechnet werden: Der Orkan verläuft geradeaus, er biegt nach links ab, er biegt nach rechts ab. Für jede Berechnung benötigt ein Programm zweieinhalb Stunden, insgesamt würden also siebeneinhalb Stunden vergehen. Anderthalb Stunden länger als genehmigt. Denn die Berechnungen gleichzeitig an verschiedenen Rechnern durchzuführen, würde Millionen in der Anschaffung kosten und mehrere hunderttausend Euro im jährlichen Unterhalt. Deswegen wird die Komplexität der Simulationen vereinfacht. „Zum Beispiel wird die Simulation der Wellen auf dem Ozean abgeschaltet“, erklärt Andreas Schäfer, Mitarbeiter am FAU-Lehrstuhl für Rechnerarchitektur. Das beschleunigt die Berechnungen, reduziert aber deren Genauigkeit. Die an der FAU entwickelte Software „LibGeoDecomp“ (kurz für: Library für Geometric Decomposition codes) soll im neuen Forschungsprojekt „STORM“ nicht nur für schnellere, sondern auch für genauere Berechnungen des Hurrikan-Vorhersageprograms ADCIRC sorgen. Für „STORM“, dass von der amerikanischen National Science Foundation gefördert wird, arbeiten die Erlanger Wissenschaftler mit ihren amerikanischen Kollegen zusammen.

Es ist die bereits vierte Version von LibGeoDecomp, die die FAU-Wissenschaftler als Open-Source-Programm – also für jeden frei verfügbar – veröffentlicht haben. Und es ist die erste Simulations-Software, die die zwei wichtigsten Komponenten eines Programms in sich vereint. Zum einen ist LibGeoDecomp effizienter als ihre Vorgänger. „Wir erzielen mit der Software mehrere PetaFLOPS an Leistung, es werden also Billiarden an verschiedenen Berechnungen in nur einer Sekunde durchgeführt“, erklärt Schäfer. Wie sich das auf die Orkan-Vorhersage auswirken wird, lässt sich jedoch noch nicht sagen. „Das Projekt STORM steht noch ganz am Anfang, die Verbindung von LibGeoDecomp und ADCIRC wird jetzt erst getestet“, sagt Schäfer.

Zwei in eins
Die Software ist jedoch nicht nur äußerst effizient, sie ist gleichzeitig auch portabel. Sie kann an jedem Computer verwendet werden, ohne dass sie installiert werden muss und ohne dass die Nutzer weitere Anpassungen vornehmen müssten. Für Wissenschaftler ist diese Eigenschaft besonders wertvoll: „Mit unser LibGeoDecomp können Wissenschaftler Simulationen bauen, ohne sich um die technischen Details kümmern zu müssen“, erklärt Schäfer. „Unsere Software trennt gewissermaßen die Informatik-Probleme von den Problemen der jeweiligen Fachrichtung.“

Das Besondere: Die Verbindung dieser beiden Eigenschaften – der Effizienz und der Portabilität – ist bisher ein Alleinstellungsmerkmal. „Bisher konnten Softwares immer nur das eine: Entweder sie waren schnell oder portabel. Aber nicht beides gleichzeitig. Durch die Kombination dieser beiden Eigenschaften zählt LibGeoDecomp zurzeit zu den leistungsfähigsten Softwares auf dem Markt. Sie wird die Simulationen in großen Maße vorantreiben.“ Denn die Berechnung vom Verlauf eines Orkans stellt nur eine der Verwendungsmöglichkeiten dar: „Bislang haben wir LibGeoDecomp unter anderem zur Simulation von Kristallwachstum in Metallschmelzen, Teilchenbewegung im Weltall oder zur Strömungssimulation eingesetzt“, fügt Schäfer hinzu.

Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 58/2014 vom 3. November 2014

Pro Elektromobilität: Innovative Mobilisierungs-Plattform

Nicht die Technologie selbst, sondern die Akzeptanz in der Bevölkerung verhindert eine verstärkte Ausbreitung von Elektromobilität. Unter dieser Voraussetzung startet das Forschungsverbundprojekt CODIFeY. Dessen Ziel ist es, aufzuklären, wissenschaftlich qualifiziert zu informieren und mehr Nutzer für Elektromobilität zu begeistern. Mehr noch: Mit Unterstützung von Forschern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sollen innovative Dienstleistungen rund um das Thema e-Mobility entwickelt und umgesetzt werden.

Deutschland, deine Bedenkenträger? Gerade einmal knapp 20.000 Elektrofahrzeuge kurven derzeit auf Deutschlands Straßen. Die allerwenigsten davon sind rein privat angemeldet. Nicht viel, angesichts von mindestens einer Million Elektromobilen, die, so das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 auf Deutschlands Straßen fahren sollen. „Seitens der potenziellen Nutzer bestehen heute immer noch Wissenslücken, Erfahrungsdefizite und Akzeptanzprobleme“, erklärt Prof. Kathrin M. Möslein vom FAU-Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik I, Innovation und Wertschöpfung. „Mehr als die Hälfte der möglichen Kunden sagt derzeit noch ‚Nein‘ zum Kauf eines Neufahrzeugs mit Elektromotor.“

Wissensdefizite und Unsicherheit überwiegen
Zwar wird in den unterschiedlichsten privatwirtschaftlichen und öffentlichen Projekten intensiv geforscht und entwickelt, legen Hersteller, Energiedienstleister oder Kommunikationsunternehmen Lösungsszenarien vor. Beim Otto Normalverbraucher kommt davon wenig an: Die Gesellschaft nimmt Elektromobilität als faszinierende Technik wahr, doch es überwiegen Wissensdefizite und Unsicherheit. Viele wissen etwa nicht, welche Möglichkeiten die Technologien bieten. Sie fragen sich, wie genau das Laden eines E-Autos funktioniert oder wie man die Reichweite abschätzen kann – kurz: wie alltagstauglich, sicher und zuverlässig Elektromobilität ist.

Innovativer Ansatz zur Elektromobilisierung der Gesellschaft
Um in der Gesellschaft die Begeisterung für die „Computer auf Rädern“ zu wecken und Nutzerzahlen nachhaltig zu steigern – also die Bevölkerung zu „elektromobilisieren“ – startete nun unter der akademischen Leitung von Prof. Kathrin M. Möslein (FAU) und Prof. Barbara Dinter vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik – Geschäftsprozess- und Informationsmanagement der TU Chemnitz das auf drei Jahre angelegte und vom BMBF geförderte Forschungsverbundprojekt CODIFeY (Community-basierte Dienstleistungs-Innovation für e-Mobility). Prof. Kathrin M. Möslein erläutert: „Bei CODIFeY haben wir es uns zum Ziel gesetzt, neue und überzeugte Nutzer für die Elektromobilität zu gewinnen.“ Die Wissenschaftler fahren dabei zweigleisig: Es gilt, Nicht-Nutzer für Elektromobilität zu interessieren und zu Nutzern zu machen sowie jene zu mobilisieren, die bereits „elektrisch unterwegs sind“. „Unsere Idee ist es, nicht in ausschließlich technologischer Hinsicht zu argumentieren, sondern speziell die soziale Komponente zu beleuchten“, sagt die FAU-Forscherin.

Dreistufiges und verzahntes Modell
Daher bauen die Wissenschaftler nun eine interaktive Online-Community als Mobilisierungs-Plattform auf und folgen dabei einem dreistufigen und verzahnten Komponentenmodell. Zunächst dient ein „Wissensaufbau“ dazu, Informationsmängel zu beseitigen. Hierfür entwickeln die Wissenschaftler facettenreiche Lern- und Lehrmaterialen rund um das Thema Elektromobilität und ihr Nachhaltigkeitspotential, und stellen diese im „Mitmach-Web“ zur Verfügung. Im zweiten Schwerpunkt „Dienstleistungsinnovationen“ sollen innovative Dienstleistungen für die Elektromobilität entwickelt und schließlich auch angewendet werden. Die Interessenten werden im Rahmen von nutzergerechten Innovationsprozessen zu aktiven Mitgestaltern und können ihre eigenen Ideen und Erwartungen einbringen. Auf diese Weise werden in punkto E-Mobilität die Bedürfnisse der Menschen umfassend berücksichtigt und das Marktpotenzial steigt. Schließlich folgt in Stufe drei „Community Analytics“ – die Auswertung der Aktivitäten.

„Mit CODIFeY wollen wir ein Umdenken der Menschen erreichen und so unseren Teil zum Erfolg der Elektromobilität beitragen“, sagt Prof. Kathrin M. Möslein. Um eine kritische Masse an Mitgliedern zu gewinnen, wird die Online-Plattform bundesweit etabliert. Als Modellregion und regionaler Schwerpunkt wird dabei die Metropolregion Nürnberg fungieren.

Die FAU ist an CODIFeY mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik I, Innovation und Wertschöpfung (Leitung: Prof. Dr. Kathrin M. Möslein), dem Lehrstuhl für Marketing (Leitung: Prof. Dr. Andreas Fürst) und dem Lehrstuhl für Nachhaltigkeitsmanagement (CSM) (Leitung: Prof. Dr. Markus Beckmann) beteiligt. Zu den FAU-Forschungspartnern gehören die TU Chemnitz (Leitung: Prof. Dr. Barbara Dinter) sowie das Erlanger Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS mit seiner Arbeitsgruppe Supply Chain Services (Leitung Gruppe Services: Dr. Frank Danzinger). Als Anwendungspartner fungieren die ENERGIEregion Nürnberg e.V., chemmedia AG und HYVE Innovation Community GmbH. Weitere Partner sind ADAC Nord-Bayern e.V., Energie Campus Nürnberg, Erlanger Stadtwerke AG, infra fürth, Stadt Nürnberg sowie der Bundesverband CarSharing e.V.

Weitere Informationen:
Christofer Daiberl
Tel.: 0911/5302-882
christofer.daiberl@wi1.wiso.uni-erlangen.de

Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 57/2014 vom 27. Oktober 2014

Durchbruch: Langzeitheilung mit künstlichem Gewebe

„Wir können Patienten jetzt mit der Erlanger Tissue-Engineering-Therapie eine echte und schonende Alternative zu den bisher üblichen Eigengewebeverpflanzungen, z. B. nach Knochenvereiterung, Unfall oder Tumortherapie, anbieten“, sagte Prof. Dr. Dr. h. c. Raymund E. Horch, Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, heute (24.10.2014) auf einer Pressekonferenz in Erlangen. Die künstliche Gewebeanzüchtung (Tissue Engineering) im Patienten wurde am Uni-Klinikum Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in rund zehnjähriger experimenteller Forschung im Labor und in der klinischen Praxis entwickelt und erstmals über mehrere Jahre an zwei Patientinnen erfolgreich erprobt.

Seit Langem hatten Wissenschaftler weltweit nach einer neuen Methode gesucht, die es ermöglicht, Eigengewebe – wie Knorpel-, Muskel- oder Hautgewebe – heranzuzüchten, um es danach zu implantieren. Einigen Forschern gelangen zwar spektakuläre Erfolge bei der Ver-pflanzung von künstlichem Gewebe, leider waren diese aber nicht von langer Dauer. „Das Problem war oft, dass das künstliche Gewebe nicht optimal durchblutet wurde und nach einigen Monaten abstarb“, erläuterte Prof. Horch. „Deshalb haben wir auch über sechs Jahre damit gewartet, bis wir den Erfolg unserer Methode jetzt öffentlich machen.“ Ausführlich vorgestellt wird die Erlanger Tissue-Engineering-Therapie in der Fachzeitschrift „Journal of Cellular and Molecular Medicine“ (Horch RE, Beier JP, Kneser U, Arkudas A. J Cell Mol Med. 2014 May 6).

Jahrelange interdisziplinäre Forschungsarbeiten waren notwendig
Die Erlanger Forschergruppe um Prof. Horch hatte ihr Tissue-Engineering-Verfahren zunächst jahrelang im Labor erforscht. Im Kleintiermodell der Ratte untersuchte das Team anhand einer sogenannten arteriovenösen Gefäßschleife (AV-Loop) die Gefäßneubildung unter anderem in Knochengerüsten. Dabei erwies sich eine selbst entwickelte 8 mm x 10 mm große perforierte Titankammer als äußerst hilfreich für die Gewebezüchtung. Sie war zusammen mit Materialwissenschaftlern der Technischen Fakultät der FAU Erlangen-Nürnberg konstruiert worden. „Mithilfe der neuartigen Titankammer – in die ein AV-Loop gelegt wurde – konnten wir erstmals zeigen, dass Gefäße, die von außen durch die Poren der Titankammer in das Gewebe einsprießen, Anschluss an die neu gebildeten Gefäße aus dem AV-Loop erhalten und unsere Methode tatsächlich funktioniert“, erläuterte Prof. Horch. Für ihre Pionierleistungen auf dem Weg zur Schaffung von dreidimensional durchbluteten künstlichen Geweben wurden die plastischen Chirurgen um Prof. Horch bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt PD Dr. Justus P. Beier aktuell den diesjährigen Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC).

Interdisziplinäre translationale Forschung hat in Erlangen hohen Stellenwert
Wichtig für den Erlanger Forschungserfolg war nach Ansicht von Prof. Horch die außergewöhnlich gute und effiziente Vernetzung innerhalb der FAU Erlangen-Nürnberg und auch mit anderen Universitäten in Bayern. „Dank der Emerging Fields Initiative der FAU wurde gerade diese besondere interdisziplinäre Vernetzung an den verschiedenen Standorten mit dem Projekt TopBioMat vorangetrieben“, betonte Prof. Horch. So hätten zahlreiche Wissenschaftler der Technischen Fakultät der FAU (Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini, Prof. Dr. Ben Fabry, Prof. Dr. Peter Greil, Prof. Dr. Carolin Körner und Prof. Dr. Robert F. Singer) bei der Entwicklung von Kammersystemen und Biomaterialien für die Gewebezüchtung mitgewirkt. Die in Erlangen traditionell hochwertige Bildgebung bei der Darstellung der Durchblutungsveränderungen wurde gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Willi A. Kalender (Medizinische Physik) und PD Dr. Andreas Hess (Pharmakologie und Toxikologie) sowie Prof. Dr. Tobias Bäuerle (Radiologisches Institut) anhand spezieller neuer Methoden erarbeitet. Nach Ansicht von Prof. Horch sei die optimale Schnittstelle zwischen Forschung im Labor und Einführung eines Verfahrens in der Klinik (translationale Forschung) eine besondere Stärke des Standortes Erlangen. „Mit der Eröffnung des Translational Research Center (TRC) der Medizinischen Fakultät der FAU Erlangen-Nürnberg und des Universitätsklinikums Erlangen ergeben sich nun weitere spannende Möglichkeiten, um die Forschung mit direktem Nutzen für die Patienten voranzutreiben.“

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 184/2014 vom 24. Oktober 2014

Ministerin Ilse Aigner zu Gast auf dem „Energie Campus Nürnberg“

Die Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft, Medien, Energie und Technologie, Ilse Aigner, besuchte am 17. Oktober den Energie Campus Nürnberg, um sich persönlich über den derzeitigen Stand der Energieforschung in Bayern zu informieren. Ministerin Aigner zeigte sich überrascht und beeindruckt zugleich von der Vielseitigkeit der Forschungsthemen im Energie Campus und davon, was die Akteure des Energie Campus in so kurzer Zeit geschaffen hat. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler präsentierten der Ministerin mit praktischen Beispielen und Führungen durch ihre Labors den Fortschritt und Erfolg ihrer Tätigkeiten.

Ilse Aigner zeigte großes Interesse und tauschte sich intensiv mit den Wissenschaftlern aus. Die Staatsministerin betonte, die Bayerische Staatsregierung werde eine Lösung für eine Fortführung nach der Förderung 2016 finden. Der Energie Campus Nürnberg habe viele Kompetenzen aufgebaut, die man nicht einfach im Sande verlaufen lassen könne.

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Das RRZE informiert über Entwicklungen in der Informationstechnologie

Mit Beginn des Wintersemesters 2014/15 setzt das Regionale Rechenzentrum Erlangen (RRZE) auch seine Veranstaltungsreihen „Praxis der Datenkommunikation“ und „Campustreffen“ fort und informiert in praxisorientierten Vorträgen über die neuesten Entwicklungen in der Informationstechnologie.

Das Campustreffen vermittelt in erster Linie Informationen zu den Dienstleistungen des RRZE und ermöglicht den Erfahrungsaustausch mit Spezialisten. Es befasst sich mit neuer Hard- und Software, Update-Verfahren sowie Lizenzfragen und bietet darüber hinaus praxisorientierte Beiträge zur Systemadministration. Die Campustreffen wenden sich vorwiegend an RRZE-Kontaktpersonen und Administratoren, aber auch an generell Interessierte. Die Vorlesungsreihe „Praxis der Datenkommunikation“ führt in die Grundlagen der Netztechnik ein und stellt die zahlreichen aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der universitären Kommunikationssysteme dar. Die Vorträge wenden sich vorwiegend an Studierende, Netzwerkadministratoren und Interessierte. Um auf Entwicklungen und Wünsche flexibel reagieren zu können, werden die Inhalte der Veranstaltungen ab und an kurzfristig festgelegt oder geändert. Bitte beachten Sie deshalb den Veranstaltungskalender des Rechenzentrums.

Veranstaltungsort und Veranstaltungsbeginn

Raum 2.049, RRZE, Martensstraße 1, 91058 Erlangen

  • Praxis der Datenkommunikation: mittwochs, 14.15 Uhr
  • Campustreffen: donnerstags, 15.15 Uhr

Eine Anmeldung zu den Vorträgen ist nicht notwendig.

Weitere Veranstaltungen im Überblick

http://www.fau.de/2014/10/22/news/veranstaltungen/das-rechenzentrum-informiert-ueber-entwicklungen-in-der-informationstechnologie/

Auszeichnungen und Funktionen, Oktober 2014 (Technische Fakultät)

Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini, Lehrstuhl für Biomaterialien, wurde in das Editorial Board der Fachzeitschrift Nanocomposites berufen. Die Zeitschrift widmet sich den neuesten Erkenntnissen im Bereich der Nanokompositmaterialen und will dabei auf dem Gebiet der Polymer- und keramischen Nanokomposit-Werkstoffe ein Forum für akademische und industrielle Forscher aus verschiedenen Disziplinen schaffen.

Klaus Schütz, Absolvent des Studiums Wirtschaftsingenieurswesen, hat für seine Abschlussarbeit mit dem Titel „Selektives Lichtsintern für gedruckte Elektronik“ den Förderpreis der Forschungsvereinigung Räumliche Elektronische Baugruppen 3-D MID erhalten. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Prof. Dr. Erdmann Spiecker, Dr. Benjamin Butz, Christian Dolle, Florian Niekiel, alle Professur für Elektronenmikroskopie, Prof. Dr. Bernd Meyer und Konstantin Weber, beide Professur für Computational Chemistry, sowie Prof. Dr. Heiko B. Weber und Dr. Daniel Waldmann, beide Lehrstuhl für Angewandte Physik, sind für ihre Veröffentlichung „Dislocations in Bilayer Graphene“ in der renommierten Fachzeitschrift Nature mit dem EMS Outstanding Paper Award 2013 der European Microscopy Society (EMS) ausgezeichnet worden.

Prof. Dr. Karl-Ernst Wirth, Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik (LFG), wird für seine herausragenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Feststoffverfahrenstechnik mit der Hans Rumpf-Medaille ausgezeichnet. Durch seine Arbeiten hat er bahnbrechende Ergebnisse im Bereich der Wirbelschichttechnik und der pneumatischen Förderung erzielt. Besonders seine Arbeiten zur Optimierung der Fließeigenschaften von Pulvern zu Wärme-und Stoffübertragungsphänomenen sowie zu hochintegrierten Reaktor-Regeneratorsystemen besitzen eine große Bedeutung für die industrielle Anwendung. Die Hans-Rumpf-Medaille wird mindestens alle drei Jahre für Arbeiten zu Grundlagen der chemischen Verfahrenstechnik und ihrer beispielhaften Anwendung vergeben

Uni begrüßt Studienanfänger in der Heinrich-Lades-Halle

Rund 6.000 Erstsemester haben in diesen Tagen ihr Studium an der FAU aufgenommen. Am morgigen Donnerstag, 16. Oktober, begrüßt die FAU ihre Studienanfänger mit einer offiziellen Willkommensfeier in der Erlanger Heinrich-Lades-Halle. Von 14 bis 17 Uhr informieren die Uni und Studenteninitiativen mit zahlreichen Infoständen über das Studentenleben an der FAU.

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The FAU Institute of Biomaterials celebrates its first 5 years

The Institute of Biomaterials (LS Biomaterialien) at FAU was established in October 2009 with the appointment of Prof. Aldo R. Boccaccini (formerly at Imperial College London, UK) as Professor of Biomaterials and Head of Institute. The last five years have seen the establishment of a vibrant, international and interdisciplinary research environment in the broad field of biomaterials, with a rapid growth of the number of PhD students, senior researchers and post-docs, as well as international academic visitors. In these five years, more than 100 Bachelor and Master students have completed their theses at the Institute. More than 100 scientific papers have been generated from the research activities at the Institute, most of them the result of numerous international collaborations. The success story of the Institute so far has been possible due to the great support of the State of Bavaria, the FAU leadership and the Department of Materials Science and Engineering, combined with the effort and engagement of the Institute’s academic, technical and administrative staff.

In celebration of the 5th Anniversary of the Institute this year, a series of scientific seminars by prestigious colleagues has been planned, as well as the organization of national and international meetings in Erlangen throughout the year (see: http://www.biomat.techfak.uni-erlangen.de/img/uploaded/pdf/5years_institute_of_biomaterials_flyer-small.pdf).

The International Symposium "5 Years of 'Biomaterials Erlangen", chaired by Prof. Aldo R. Boccaccini, will be held on 19th November 2014 with participation of high profile speakers from Canada, UK, Italy, Austria and Germany who will gather in Erlangen to discuss the current and future challenges and opportunities for biomedical materials research.

Award ehrt Frauen in MINT-Studiengängen

Zum zweiten Mal können sich MINT-Studentinnen mit ihrer Abschlussarbeit für den „Frauen-MINT-Award“ bewerben. Der Award prämiert u.a. die beste eingereichte Arbeit aus einem der fünf MINT-Wachstumsfelder Netze der Zukunft, Connected Car, Cyber Security, Industrie 4.0 und eHealth. MINT-Studentinnen können teilnehmen, indem sie bis 31. Oktober 2014 ihre Abschlussarbeit an mint@telekom.de schicken.

6th International Workshop on Advanced Ceramics (IWAC-06) in Erlangen

The 6th edition of the International Workshop on Advanced Ceramics (IWAC-06) was held on 28-30 September in Erlangen. The conference was chaired by Prof. Aldo R. Boccaccini (Institute of Biomaterials) and co-chaired by Prof. Peter Greil (Institute of Glass and Ceramics). More than 60 participants, including Master students, doctoral candidates, post-doctoral researchers and professors participated coming from the four Universities involved in this workshop, namely Nagoya Institute of Technology (Japan), Limoges University (France), Imperial College London (UK) and University of Erlangen-Nuremberg. The topics discussed at IWAC-06 covered the wide range of processing, properties and applications of advanced ceramics and glasses in the main energy, construction, transportation and biomedicine sectors.

Sicherheitscheck für Nanopartikel

Strukturen auf der Nanoebene lassen Geckos die Wände hochkrabbeln, das Wasser an Lotusblumen abperlen oder Haie zu flinken Jägern im Meer werden. Seit einigen Jahren haben sich Wissenschaftler daran gemacht, selbst Nanopartikel mit verblüffenden Eigenschaften zu entwickeln. Wie künstlich hergestellte Teilchen im Körper wirken, ist bislang jedoch nicht hinreichend verstanden. Ein interdisziplinäres Forscherteam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) beschäftigt sich seit Kurzem mit genau diesen Fragen.

Unter dem Titel „EAM Nanosafe“ nehmen sich die Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Christoph Alexiou, Sektion für Experimentelle Onkologie und Nanomedizin (SEON) in der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, und Prof. Dr. Simone Schmitz-Spanke, Professur für Biomarker in der Arbeitsmedizin, in den nächsten vier Jahren Nanoteilchen vor, die am Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM) der FAU entwickelt wurden. Das Besondere an dem FAU-Projekt: Partikel-Designer des Exzellenzcluster und Forscher, die die Wirkung auf Mensch und Umwelt untersuchen, kooperieren eng.

Zuerst werden die Wissenschaftler Methoden weiterentwickeln, mit denen Nanopartikel auf ihre Wirkung hin untersucht werden können. Denn bisher existieren keine Standardverfahren, um die winzigen Teilchen zu analysieren. Dabei arbeiten die Forscher mit standardisierten Partikeln wie Zinkoxid, Titandioxid oder Eisenoxid, die heute bereits in Produkten wie Farben und Lacken, Kosmetika oder Medikamenten im Einsatz sind. Die Partikel sollen vorrangig aus dem Exzellenzcluster an die beiden Arbeitsgruppen geliefert werden, steril als Pulver oder gelöst in speziellen Flüssigkeiten.

Die zweite Phase des Projekts verlässt die Ebene des reinen Screenings und widmet sich der grundlegenden Frage, wie Nanopartikel wirken. Dafür synthetisieren die EAM-Forscher aus den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Wolfgang Peukert, Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik, eine Vielzahl von Partikelproben. Mit modernsten Verfahren stellen sie diese in der flüssigen oder Gas-Phase sowie mit Methoden der Synthese, des Zerkleinerns, des Versprühens und des Emulgierens maßgeschneidert her. Die Proben unterscheiden sich jeweils in nur einem Parameter. Auf diese Weise können die Wissenschaftler testen, ob es beispielsweise die Größe, die Oberflächenladung oder die Dotierung, das heißt eine künstlich eingebaute Störung, ist, die die Toxizität und die zellulären Effekte entscheidend beeinflussen. Damit sich ein Nanoteilchen toxikologisch bewerten lässt, müssen die Wissenschaftler zudem herausfinden, welche Konzentration welche Reaktion in den Zellen hervorruft.

Das Projekt zeichnet eine weitere Besonderheit aus: Die FAU-Forscher wollen neben den standardisierten Partikeln vor allem Nanoteilchen analysieren, die am Exzellenzcluster für konkrete Anwendungen entwickelt wurden. Zum Beispiel Eisenoxidnanopartikel, die in ein paar Jahren als Transporter für pharmazeutische Wirkstoffe dienen könnten. Die Forscher feilen damit in einem sehr frühen Stadium daran, die Nanopartikel biologisch verträglicher zu machen.

Die Arbeitsgruppe um Prof. Alexiou hat eine neue Methode entwickelt, mit der untersucht werden kann, welche Eigenschaften von Nanoteilchen dazu führen, dass Zellen absterben – und das für mehrere Parameter gleichzeitig. Arbeitsmedizinerin Prof. Schmitz-Spanke und ihr Team hingegen beschäftigen sich vor allem mit der Frage, wie die winzigen Teilchen in Lungenzellen sowie in Zellen, die die Gefäße auskleiden, wirken. Lungenzellen deswegen, weil die Lunge die Haupteintrittspforte für Nanopartikel in der Umwelt und am Arbeitsplatz ist. Das Gefäßsystem, weil epidemiologische Daten auf eine Zunahme von Herz-Kreislauf-Krankheiten infolge der Exposition gegen Nanopartikel – wie etwa Dieselrußpartikel – hinweisen. Mit der Kombination verschiedener Analysemethoden sowie der Zusammenarbeit unterschiedlicher wissenschaftlicher Bereiche wollen die Forscher tragfähigere Aussagen darüber treffen, wie Nanopartikel auf Mensch und Umwelt wirken.

Weitere Informationen
Prof. Dr. Christoph Alexiou | Tel.: 09131/85- 33142 | christoph.alexiou@uk-erlangen.de
Prof. Dr. Simone Schmitz-Spanke | Tel.: 09131/85-22255 | simone.schmitz-spanke@fau.de
Prof. Dr. Wolfgang Peukert | Tel.: 09131/ 85-29400 | wolfgang.peukert@fau.de

Zerreißprobe für Brustimplantate

Seit Kurzem empfiehlt die EU-Kommission ein von Erlanger Wissenschaftlern um Prof. Dr. Dirk W. Schubert vom Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Polymerwerkstoffe) entwickeltes Verfahren, um die Qualität verschiedener Implantate zu vergleichen.

Weitere Informationen
http://blogs.fau.de/news/2014/07/21/zerreissprobe-fuer-brustimplantate/

Robotics Erlangen e.V. bei Roboter-Fußball-WM in Brasilien

Nach der WM ist vor der WM: Kaum ist der diesjährige Fußballweltmeister gekrönt, werden in Brasilien ganz besondere Spieler den Platz betreten. Beim RoboCup 2014, der vom 19. bis 25. Juli stattfindet, treten Roboter gegeneinander an. Konstruiert, programmiert und trainiert werden sie von Studierenden aus der ganzen Welt. Für die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) kämpft das Team des Robotics Erlangen e.V. um den Weltmeistertitel.

Den RoboCup gibt es jedes Jahr, die Studierenden der FAU sind seit der WM 2009 in Graz mit dabei und konnten schon einige Erfolge verbuchen: 2011 beispielsweise erreichten sie den fünften Platz. Darüber hinaus feierten die Erlanger bei nationalen Wettbewerben Erfolge: 4. Platz bei den IranOpen 2011 und 2014, 2. Platz bei den North American Open 2012. Der Angstgegner dieses Jahr ist der amtierende Weltmeister China.

Weiterlesen: http://blogs.fau.de/news/2014/07/07/wenn-roboter-kicken/

DFG-Auszeichnung: TF-"Mädchen und Technik"-Praktikum ist Best Practice-Beispiel

Einmal mehr hat die FAU Grund, auf ihre Politik zur Schaffung von Chancengleichheit stolz zu sein. Sechs aktuelle Gleichstellungsprojekte der Universität hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) jetzt als Best Practice-Beispiele ausgezeichnet und in den Instrumentenkasten für „Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards“ aufgenommen. In dem Online-Instrumentenkasten finden sich rund 200 Projekte von Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die aktuelle Entwicklungen und Trends im Bereich der Chancengleichheit widerspiegeln und Impulse für die praktische Arbeit geben sollen.

Als besonders vorbildliches Projekt wurde auch das Schnupperpraktikum "Mädchen und Technik" an der Technischen Fakultät aufgenommen, das in diesem Jahr vom 08.-12.09.2014 stattfindet. Zielgruppe sind Schülerinnen der 8.-12. Jahrgangsstufe.

Weitere Informationen zum Schnupperpraktikum
Astrid Nietzold
Tel.: 09131-85-25458 | astrid.nietzold@fau.de

„Tor-Server-Überwachung überschreitet Grenze“

Der Tor-Server, den ein Studierender der FAU betreibt, wurde von der NSA überwacht. Prof. Dr. Felix Freiling, Lehrstuhl für Informatik 1 (IT-Sicherheitsinfrastrukturen) erklärt, was es mit Tor auf sich hat und warum diese Überwachung aus seiner Sicht zu weit geht.

Das Tor-Netzwerk betreibt Server zur Anonymisierung von Verbindungsdaten im Web. Was bringt mir das als Nutzer überhaupt? Kann ich damit meine Verbindungen wirklich zuverlässig anonymisieren?
Ja. Nach aktuellem Stand der Technik kann man davon ausgehen, dass Verbindungsdaten im Netz über Tor wirksam anonymisiert werden. Das bedeutet, dass einerseits die Webseitenbetreiber nicht feststellen können, wer auf ihre Webseiten zugreift. Andererseits kann man durch die Überwachung von Internet-Vermittlungsknoten, wie sie die Geheimdienste durchführen, nicht herausfinden, wer mit wem kommuniziert.

Warum ist die NSA so scharf darauf, Tor-Server-Betreiber zu überwachen? Wie berechtigt ist aus Ihrer Sicht die Vermutung, Extremisten oder Terroristen würden diese Instrumente nutzen, um z.B. Terroranschläge vorzubereiten?
Zunächst eine Anmerkung: Es wurde die IP-Adresse eines Tor-Servers überwacht, nicht die IP-Adresse des Privatrechners des Studenten. Die IP-Adressen der meisten Tor-Server sind öffentlich verfügbar, insofern ist nicht überraschend, dass die NSA diese kennt. Die NSA hat Interesse daran zu erfahren, wer Tor benutzt. Mutmaßlich geht sie davon aus, dass Extremisten sich Anonymität von Tor nutzen, um zu kommunizieren. Das mag sein. Da die Nutzung von Tor allerdings noch nicht so stark verbreitet ist, fällt es natürlich auch besonders auf, wenn man Tor benutzt. Wenn ich konspirativ kommunizieren wollte, würde ich das deshalb nicht notwendigerweise über Tor machen.

Gibt es aus Ihrer Sicht einen akzeptablen Kompromiss zwischen Überwachung und Privatsphäre bzw. wie können Regierungen damit umgehen, dass tatsächlich viel Kriminalität (oder Anbahnung selbiger) über das Internet ermöglicht wird?
Kriminalität gab es schon immer, und es gab schon immer Kriminalität, die nicht (effektiv) verfolgt werden konnte, entweder, weil es sich nicht lohnt – Stichwort: Bagatelldelikte – oder weil eine effektive Verfolgung massiv in Grundrechte eingreift. Beispielsweise wär es sehr viel einfacher für die Polizei, Straftaten aufzuklären, wenn sie foltern oder sofort in jede Wohnung eindringen und diese durchsuchen dürfte. Das ist aber für die Gesellschaft nicht akzeptabel. Mit dem Aufkommen neuer Technologien muss die Gesellschaft immer wieder neu aushandeln, welche Eingriffsbefugnisse sie für akzeptabel hält und welche nicht. Im Fall des Internets ist es wichtig, dass man sich auf schwere Kriminalität konzentriert, die wirklich stark sozialschädlich ist. In diesem Kontext muss man natürlich über neue Ermittlungsmaßnahmen diskutieren – wie etwa die Online-Durchsuchung –, aber wenn viele Bürgers Angst davor haben, das Internet zu nutzen, weil jede Aktivität darin überwacht wird, ist aus meiner Sicht eine Grenze überschritten.

Was raten Sie Nutzern generell, die Ihre Daten im Web möglichst anonym halten möchten? Welche Möglichkeiten gibt es, sich zu schützen?

  • Erstens: Lassen Sie sich nicht durch Schadsoftware infizieren, das heißt, verwenden Sie – wo nötig – gute Passwörter und achten Sie darauf, welche Software auf ihren Rechner kommt.
  • Zweitens: Überlegen Sie bei allen Aktivitäten im Netz (sei es beim Einkaufen oder in sozialen Netzen), inwiefern Sie dem Betreiber des Dienstes vertrauen können. Bei ausländischen Anbietern und insbesondere bei kostenlosen Diensten muss man davon ausgehen, dass die deutschen Datenschutzbestimmungen NICHT eingehalten werden. Beschränken Sie dann die Daten, die Sie dort eingeben und speichern auf das, was für die Benutzung des Dienst notwendig ist. Das ist natürlich bei sozialen Netzen schwierig, aber Privatsphäre hat auch ihren Preis.
  • Drittens: Wenn Sie die Wahl haben, dann verschlüsseln Sie Ihre E-Mails. Es gibt zur Einrichtung und Verwendung von E-Mails mittlerweile gute Anleitungen, etwa auf https://emailselfdefense.fsf.org/de/. Aber hier könnten die Mail-Anbieter wie GMX selbst auch noch mehr machen. Größere Firmen sind da meist weiter und verwenden intern wie extern bereits E-Mail-Verschlüsslung.
  • Und viertens natürlich: Fürs normale Surfen: Benutzen Sie Tor: https://www.torproject.org/. Laden Sie sich den Tor-Browser herunter und verwenden Sie diesen, wenn Sie beispielsweise Nachrichten lesen oder sich allgemein informieren wollen.

Quelle: http://blogs.fau.de/news/2014/07/03/eine-grenze-ueberschritten/

100.000 Euro Forschungsgeld und Gast-Professur für Optik-Experten

Am 10. Juli verleiht die Graduate School in Advanced Optical Technologies (SAOT) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zum siebten Mal den mit 100.000 Euro dotierten SAOT-Young Researcher Award. Preisträger in diesem Jahr ist Prof. Edouard Berrocal von der Universität Lund, Schweden. Er erhält den Preis für seinen herausragenden Beitrag zur optischen Analyse von Sprays. Den Preis überreicht FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske bei den Feierlichkeiten am 10. Juli, um 15.30 Uhr, in der Aula des Schlosses in Erlangen.

Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 122/2014 vom 03. Juli 2014

Siemens und FAU: Forschungsverbund für Energiesysteme der Zukunft

Siemens richtet im Rahmen der neuen Konzernstrategie seine Forschungsaktivitäten entlang der Innovationsfelder „Elektrifizierung“ sowie „Automatisierung und Digitalisierung“ neu aus. Ziel ist es, die führende Technologieposition auf diesen Feldern weiter zu stärken. Dazu schließt sich Siemens als erstes Unternehmen mit herausragenden Universitäten und Instituten zu einem Forschungsverbund zusammen, der mit einer neuen ganzheitlichen Herangehensweise die besten Kompetenzen vereinen und umfassende Prozess- und Systeminnovationen ermöglichen soll.
(Foto: FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske und Klaus Helmrich, Technik- und Personalvorstand der Siemens AG, besiegelten den Kooperationsvertrag für den neuen Forschungscampus. Bild:FAU/Erich Malter)

Siemens und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) arbeiten künftig bei der Erforschung nachhaltiger, bezahlbarer und zuverlässiger Energiesysteme zusammen. Innerhalb des Verbundes sollen innovative Systeme entwickelt werden, die auch in einem sich ständig wandelnden Energieumfeld wettbewerbsfähig sind und damit wesentlich zum Erfolg der Energiewende beitragen können.

Gemeinsame Plattform der Forschungskooperation wird der bereits im Dezember 2013 gegründete Forschungsverbund Campus Future Energy Systems (FES) sein. Die Forschungsergebnisse sollen bis zur Marktreife gebracht und dann entweder in das Siemens-Portfolio übernommen oder in Start-up-Firmen ausgegründet werden. Neben nicht-öffentlichen Forschungsthemen soll es dabei auch öffentlich geförderte Projekte und Forschungsaktivitäten mit Leitkunden von Siemens geben – was den Forschungs-Campus sowohl für Unternehmen wie für Universitäten und Institute hoch attraktiv macht. Außerdem sollen in die Forschungsaktivitäten die Helmholtz-Gemeinschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft und weitere nationale Institute und Universitäten sowie internationale Einrichtungen eingebunden werden.

Die Ergebnisse sollen auch in Positionspapieren festgehalten werden, die Empfehlungen für Politik und Gesellschaft zum Thema Energieversorgung und zum Strommarkt aussprechen. Gleichzeitig sind umfangreiche Doktoranden- und Post-Doc-Programme geplant. So soll im Rahmen der Campus-Aktivitäten rund 50 Doktoranden die Möglichkeit zur Promotion geboten werden. Damit leistet der Campus auch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft und des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Siemens plant, im Rahmen des Campus innerhalb von drei Jahren einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag zu investieren. Zudem wird Siemens die FAU in die Gruppe der acht Spitzenuniversitäten aufnehmen, mit denen weltweit eine bevorzugte Zusammenarbeit erfolgt. Dazu gehören beispielsweise auch die RWTH Aachen, das MIT (Massachusetts Institute of Technology) in den USA oder die Tsinghua-Universität in China.

Zu den in einem ersten Schritt definierten Forschungsthemen gehören Verfahren der „grünen Synthese“ von chemischen Energieträgern auf Basis erneuerbarer Energien, die Plasma-Vergasung von Biomasse, Energiespeicher, Leistungs-elektronik und Stromrichtertechnik, sowie energieeffiziente Antriebe und Generatoren.

Zum vollständigen Artikel: http://blogs.fau.de/news/2014/06/27/siemens-und-fau-forschungsverbund-fuer-energiesysteme-der-zukunft/

Rechenleistung der Zukunft

FAU-Wissenschaftler stellen sich der Herausforderung, Computerprogramme verlässlicher, energieeffizienter und sicherer zu machen

Mehr als 1.000 Prozessorkerne auf einem Chip – so sehen nach Meinung von Experten die Rechner der Zukunft aus. Mit der Rechenleistung aber werden sich bei den neuen Vielkern-Prozessoren auch die Herausforderungen vervielfachen: Wie kann die Rechenleistung für hochgradig parallele Anwendungen nutzbar gemacht werden? Wie lässt sich die Ausführungszeit von Rechenoperationen verlässlich vorhersagen und planen? Wie kann man Hochleistungsrechnen energieeffizienter gestalten – und wie müssen Sicherheitskonzepte aussehen, wenn Anwendungen, auch verschiedener Nutzer, parallel laufen? An diesen Fragen tüfteln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von drei Hochschulen unter der Leitung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) im Forschungsverbund „Invasives Rechnen“. Der Sonderforschungsbereich/Transregio wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nun in einer weiteren Förderperiode mit 9,6 Millionen Euro unterstützt.

Eine immer größere Zahl an gleichzeitigen Rechenoperationen: in Supercomputern ist dies heute schon Alltag. Auf handelsüblichen Computern sind es heute lediglich bis zu acht Kerne, die parallel arbeiten. Aber auch in der Rechnertechnologie von Smartphones, Tablet-PCs und auch im Automobil ist diese hohe Rechenleistung immer mehr gefragt. Die drei großen Herausforderungen, die diese Entwicklung mit sich bringt, nehmen die FAU-Forscher in den Blick.

Zum einen gilt es, bereits im Programm anzugeben, welche Rechenleistung im System bereitzustellen ist. Ein Anwendungsbeispiel, das die Forscher im Forschungsverbund „Invasives Rechnen“ hierfür im Visier haben, ist ein Roboter, der sich in einem bestimmten Umfeld bewegt und auf seine Umwelt reagiert. Alle seine Funktionen müssen gleichzeitig einsatzbereit sein: die Bildverarbeitung beim Sehen zum Beispiel, so dass er die Treppe erkennt, auf die er zuläuft. Dies darf aber gleichzeitig nicht zu Lasten der Steuerung der Beinbewegung gehen, sonst fällt er die Treppe hinunter. Dieses Prinzip lässt sich auf viele komplexe Geräte und Anwendungen übertragen. Auf die Medizintechnik etwa, wo die Bildverarbeitung im Computertomographen ebenfalls hochgradig parallele Rechenleistung erfordert.

Der Zuwachs an Rechenleistung durch viele Prozessoren bringt jedoch eine weitere Herausforderung mit sich: den immer höheren Energieverbrauch. Mehr Prozessoren fressen mehr Strom. Und: Sie erhitzen sich stärker. Das heißt, sie brauchen Kühlung oder können gar nicht alle gleichzeitig betrieben werden, was den Nutzen so vieler Kerne wiederum einschränkt. Rechenzentren, wie das Leibniz-Rechenzentrum in München, haben Stromkosten in Millionenhöhe. Aber auch im kleineren Maßstab steht ein geringer Energieverbrauch immer weiter oben auf der Prioritätenliste. Waren es früher die Hardwarekosten, die die Anzahl an Prozessoren auf einem Chip limitierten, sind es heute die Stromkosten. Neben vielen anderen technologischen Entwicklungen, die hier Abhilfe schaffen könnten, ist einmal mehr die Rechnersteuerung eine Stellschraube, an der sich drehen lässt. Die Wissenschaftler arbeiten beispielswiese an Algorithmen, die intelligent die Rechenkapazität nutzen und Operationen von einem Teil des Chips in einen anderen verlagern, der gerade nichts zu tun hat – und dem ersten damit die Gelegenheit geben, abzukühlen. Gelingt es, die Hitzeentwicklung auf dem Chip einzudämmen, wird die Hardware auch sicherer und zuverlässiger – sie altert weniger schnell, fällt seltener aus. Nicht zuletzt in Systemen mit hohen Verlässlichkeitsanforderungen wie in der Luftfahrt oder im Automobil ist dies essentiell.

Schließlich ist das Thema Sicherheit von Anwendungen und deren Daten eine entscheidende Anforderung. Gerade bei Plattformen, auf denen unterschiedliche Anwendungen (Apps) laufen, stellt sich die Frage, mit welchen Mechanismen sich Sicherheit herstellen und garantieren lässt. Dabei geht es nicht nur um sicherheitskritische Daten, sondern auch darum, zu verhindern, dass eine Anwendung eine andere „beobachten“ kann. Schließlich lassen sich allein schon aus Rechenmustern – zum Beispiel der Rechenintensität zu bestimmten Zeiten – Informationen gewinnen.

Bei all diesen Fragestellungen bauen die Forscherinnen und Forscher der FAU auf den Ergebnissen der vergangenen vier Jahre auf, in denen sie zeigen konnten, dass sich die Idee des invasiven Rechnens von der Anwendung bis hinunter zur Hardware durchgängig umsetzen lässt. „Für den IT-Standort Deutschland ist es von herausragender Bedeutung, dass Rechnertechnologie nicht nur im Ausland eingekauft und hier in Produkten verbaut wird, sondern dass auch die deutsche IT-Landschaft mit Innovationen aufwarten kann und die Technologie durchgängig beherrscht“, meint Transregio-Sprecher Prof. Dr. Jürgen Teich, Lehrstuhl für Informatik 12, Hardware-Software-Co-Design. „Natürlich werden es weiterhin die großen bekannten Hersteller sein, die neue Generationen an Prozessoren auf den Markt bringen. Die Erfüllung von Qualitätszusagen für Programme, wie Zuverlässigkeit, Ausführungszeit und Sicherheit, erfordert jedoch ein radikales Umdenken aller Hard- und Softwarestrukturen inklusive der Betriebssystemfunktionen. Genau das will unser interdisziplinärer Sonderforschungsbereich darlegen durch eigene Neuentwicklungen – angefangen vom Aufbau von Vielkern-Prozessoren bis hin zu neuen Programmiersprachelementen.“

Weitere Informationen für die Medien:
Prof. Dr. Jürgen Teich | Tel.: 09131/85-25150
teich@informatik.uni-erlangen.de

Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 31/2014 vom 26. Juni 2014

Vier FAU-Wissenschaftler gehören zu den Meistzitierten ihres Faches

Gleich drei Wissenschaftler des Departments Werkstoffwissenschaften der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gehören zu den weltweit meistzitierten ihres Fachs. Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini (Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften – Biomaterialien), Prof. Dr. Christoph Brabec (Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften – Materialien der Elektronik und Energietechnologie) sind in den jährlich aktualisierten Thomson Reuters Listen der meistzitierten Forscher in der Kategorie „Materialwissenschaften“ aufgeführt. Prof. Dr. Patrik Schmuki (Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften – Korrosion und Oberflächentechnik) und Prof. Dr. Dirk Guldi (Lehrstuhl für Physikalische Chemie I des Departments für Chemie und Pharmazie) gehören laut der Ranking-Liste zu den meistzitierten Wissenschaftlern in der Kategorie „Chemie“. Prof. Dr. Patrik Schmuki, Prof. Dr. Dirk Guldi und Prof. Dr. Christoph Brabec sind Mitglieder im Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM) der FAU.

Zu den Reuters Listen: http://highlycited.com/isihighlycited.htm#table

Prof. Dr. Dirk Guldi (Lehrstuhl für Physikalische Chemie I des Departments für Chemie und Pharmazie) (Bild: FAU)Prof. Dr. Christoph Brabec (Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften – Materialien der Elektronik und Energietechnologie) (Bild: FAU)Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini (Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften – Biomaterialien) (Bild: FAU)Prof. Dr. Patrik Schmuki (Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften – Korrosion und Oberflächentechnik) (Bild: FAU)

V.l.n.r.: Prof. Dr. Dirk Guldi, Prof. Dr. Christoph Brabec, Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini, Prof. Dr. Patrick Schmuki

Sohn des Computerpioniers Konrad Zuse spricht an der FAU

Unbenanntes Dokument

Montag, 23. Juni, 16 Uhr, Raum H8, Erwin-Rommel-Str. 60, 91058 Erlangen

Konrad Zuse hat 1941 den ersten funktionsfähigen Computer der Welt gebaut. Heute, rund 50 Jahre später, ist sein Sohn Prof. Dr. Horst Zuse selbst Computerspezialist und Professor für Praktische Informatik sowie Experte auf dem Gebiet der Computergeschichte. Am 23. Juni wird er um 16 Uhr an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) nicht nur über die Computerentwicklung in Deutschland referieren, die sein Vater Konrad Zuse maßgeblich bestimmt hat, sondern auch über die frühen Rechnerentwicklungen in Amerika und Großbritannien. Im Anschluss hält Lorenz Hanewinkel, der Entwicklungsleiter bei der Zuse KG war, einen Vortrag über Computergenerationswechsel.

Konrad Zuse baute weltweit den ersten funktionsfähigen Digitalrechner, heute bekannt als Computer. Seine legendären Rechenmaschinen Z1 bis Z4 und sein Unternehmen Zuse KG, das als erste Firma eine kommerzielle Computerproduktion begann, werden unter anderem Thema des Vortrags von Prof. Dr. Horst Zuse sein. Des Weiteren erinnert Prof. Dr. Horst Zuse in seinem Vortrag daran, dass es vieler weiterer hervorragender Wissenschaftler, Ingenieure und Manager auf der ganzen Welt bedurft hat, um dem Computer zu seiner heutigen Verbreitung zu verhelfen.

Lorenz Hanewinkel knüpft mit seinem Vortrag thematisch bei den Zuse-Rechnern an. Als Entwicklungsleiter der Zuse KG entwickelte er die in Serie gebauten Computer Z22 und Z23. In seinem Vortrag geht es um Computergenerationswechsel, die wiederholt zustande kommen. Grund dafür: Alle paar Jahre waren wiederholt schnellere, kleinere und preiswertere elektronische Bauelemente verfügbar. Prinzipiell wurden die neuen umfangreicheren Hardwarekonstruktionen und Peripheriegeräte aber so ausgelegt, dass die wertvollen mathematischen Modelle, Programme und Datenbestände sowie Baugruppen weitmöglichst kompatibel blieben.

Im Anschluss an beide Vorträge gibt es die Möglichkeit, mit den Referenten zu diskutieren.

Kontakt
Dr. Christian Brosch, Tel.: 09131/85-28806, brosch@cs.fau.de

Quelle: Pressestelle FAU

High-Octane Motorsports e. V. präsentiert Rennwagen 2014

Unbenanntes Dokument Das Team des „High-Octane Motorsports e. V.“ hat den neuen Rennwagen für die Saison 2014 präsentiert: den „FAUmax eta“. In dem Verein “High-Octane Motorsports” engagieren sich bis zu 70 Studierende der FAU. Sie planen, konstruieren und bauen einen Rennwagen, mit dem das Team an dem jährlichen Konstruktionswettbewerb der Formula Student teilnimmt. Alexander Durst, Maschinenbau-Master-Student an der FAU, wurde interviewt.

Weiterlesen: http://blogs.fau.de/news/2014/06/11/rennstall-fau-studenten-als-konstrukteure-und-rennfahrer/

Neuer Supercomputer an der FAU

Seit Oktober 2013 läuft „Emmy“, wie der Superrechner in Erinnerung an die 1882 in Erlangen geborene Mathematikerin Amalie Emmy Noether genannt wird, bereits im Testbetrieb. Im Rahmen der Einweihung wurde Emmy nun für den regulären Nutzerbetrieb frei gegeben. Zahlreiche Forschergruppen, insbesondere aus den Materialwissenschaften, der Physik, aber auch aus den Life Sciences, der theoretischen Chemie, den Ingenieurwissenschaften, der angewandten Mathematik und der Informatik werden den Rechner nun für ihre Simulationen nutzen.

Weitere Informationen: FAU Aktuell

Humboldt-Forschungspreisträger am IDC

Auf Vorschlag des Lehrstuhls für Digitale Übertragung (IDC) erhielten Professor Ian F. Akyildiz (Georgia Institute of Technology, Atlanta, USA) und Professor Chengshan Xiao (Missouri University of Science and Technology, Rolla, USA) den Humboldt-Forschungspreis. Mit dem Preis werden jährlich bis zu 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten für ihr bisheriges aussergewöhnliches Gesamtschaffen in ihrem Fachgebiet ausgezeichnet. Preisträger sind eingeladen in Kooperation mit einer deutschen Einrichtung zu forschen.

In diesem Rahmen wird Professor Akyildiz zu mehreren Forschungsaufenthalten von 2014-2016 mit einer Gesamtdauer von ca. 6 Monaten zu den Themen "Underground Communication using Magnetic Induction" und "Wireless Terahertz Communications" am IDC zu Gast sein. Der erste Aufenthalt beginnt im Juli 2014.

Professor Xiao wird den IDC 2014 and 2015 für jeweils 3 Monate besuchen. Der erste Aufenthalt beginnt im Mai 2014. Professor Xiao wird gemeinsam mit IDC Wissenschaftlern auf dem Gebiet "Linear Precoding for Finite Alphabet Signaling" forschen.

Ansprechpartnerin:
Dr.-Ing. Katharina Quast
Department Elektrotechnik-Elektronik-Informationstechnik | Leitung Geschäftsstelle
Katharina.Quast@fau.de

Förderpreis der Chinesischen Regierung für FAU-Nachwuchswissenschaftler

Die chinesische Regierung hat vier junge Wissenschaftlerinnen bzw. Wissenschaftler, die aktuell an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) promovieren, mit dem „Chinese Government Award for Outstanding Self-Financed Students Abroad” ausgezeichnet. Der Preis ist mit je 6.000 US-Dollar dotiert und eine Anerkennung für hervorragende Promovierende, die ihren Auslandsaufenthalt ohne Stipendium der chinesischen Regierung finanziert haben. Auswahlkriterien für diesen Award sind zum Beispiel die Qualität der wissenschaftlichen Publikationen sowie ein befürwortendes Gutachten des Betreuers. Mit einer Preisträgerin und drei Preisträgern ist die FAU die führende Einrichtung in Deutschland.

Weiterlesen: http://blogs.fau.de/news/2014/05/26/fau-spitzenuni-fuer-promovierende-aus-china/

SFB/Transregio 89 für vier Jahre verlängert

Der SFB/Transregio 89 bearbeitet Fragestellungen, die von grundlegender Bedeutung für viele Anwendungsgebiete in Industrie und Forschung sind: Wie kann die hochgradig parallele Rechenleistung von 1000 und mehr Prozesorkernen in Zukunft für Anwendungen geeignet nutzbar gemacht werden?

In den letzten 3 1/2 Jahren hat man in dem Transregio gezeigt, dass man in der Lage ist, die Idee des “invasiven Rechnens” von der Anwendung bis hinunter zur Hardware durchgängig umzusetzen.

Für den Standort Deutschland ist es von herausragender Bedeutung, dass Rechnertechnologie nicht nur im Ausland eingekauft und hier in Produkten verbaut wird, sondern dass man sie hier auch durchgängig beherrscht.

Auf dem Erreichten aufbauend will der Transregio in der nächsten Förderperiode nun Problemfelder angehen, die für den Einsatz des invasiven Rechnens in vielen Anwendungsbereichen gerade in Deutschland – sehr bedeutend sind:

Vorhersagbare Ausführungseigenschaften für

  • zuverlässige Systeme
    (man denke nur an Steuerungen von Industrieanlagen, Roboter oder die Medizintechnik),
  • Sicherheitskonzepte
    (die aktuellen Diskussionen über NSA-Aktivitäten erübrigen hier wohl jede weitere Erläuterung) und
  • Energieeffizienz beim Rechnen
    (alleine die deutschen Rechenzentren verbrauchen ca. 10 Terawattstunden Strom jährlich!)


Die Projektlaufzeit des SFB/Transregio 89 „Invasive Computing“ (Starttermin: 1. Juli 2010) ist auf 12 Jahre angelegt.

Weitere Informationen
http://invasic.informatik.uni-erlangen.de/de/index.php

FAU-Informatiker forscht an Verbesserung von medizinischen Bildgebungsverfahren

Moderne Bildgebungsverfahren ermöglichen in der Medizin immer genauere Eingriffe. Bilder aus 3D-Kameras erlauben, zum Beispiel die chirurgische Entfernung von Tumoren, immer gezielter und schonender durchzuführen. Allerdings hat diese Technik Nachteile, zum Beispiel eine geringe Bildauflösung, und ist zum Teil anfällig für Störungen. Thomas Köhler, Doktorand an Lehrstuhl für Informatik 5 der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) arbeitet in seinem Projekt „Outlier Detection for Multi-Sensor-Super-Resolution in Hybrid 3D-Endoscopy“ daran, die Probleme bei 3D-Bildgebungsverfahren zu beheben. Für seine Arbeit wurde er auf dem Workshop „Bildverarbeitung für die Medizin (BVM) 2014“ mit dem Preis für die beste wissenschaftliche Arbeit ausgezeichnet.

Weitere Informationen
Thomas Köhler
Tel.: 09131/ 85 25247 | thomas.koehler@cs.fau.de

Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 22/2014 vom 29. April 2014

FAU-Deutschlandstipendium: ATE e.V. und Industriepartner fördern Exzellenz

Unbestritten: Es gibt viele Möglichkeiten, exzellente Studierende zu fördern. Nur wenige jedoch dürften so effizient sein wie das „FAU-Deutschlandstipendium des ATE“. Für die aktuelle Förderwelle des erfolgreichen Stipendienprogramms der Bundesregierung, die an der Universität Erlangen-Nürnberg im Mai anläuft, steuert der Alumni Technische Fakultät Erlangen e.V. in Kooperation mit der Industrie erneut vier dieser besonderen Stipendien bei, die das klassische Deutschlandstipendium um einen wesentlichen Aspekt ergänzen. Die Gesamtsumme der Fördermittel, die der Verein seit 2011 in Form von Stipendien weitergeben konnte, erhöht sich damit auf ca. 42.000 Euro.

Der Dank des ATE gilt seinen Partnern aus der Industrie, die sich für diese besondere Fördervariante des FAU-Deutschlandstipendiums ganz gezielt entschieden haben. Als Mittelgeber konnten die CLEAR IT GmbH, die INFINEON Technologies AG und die INVENT Umwelt- und Verfahrenstechnik AG gewonnen werden. INFINEON schließt als ATE-Stifter nahtlos an den letzten Förderzeitraum an, CLEAR IT kommt als Förderer neu hinzu. Die INVENT AG, die bereits 2011 einen Studierenden über das ursprüngliche ATE-Stipendium unterstützt hatte, nimmt ihr Engagement im neuen Fördermodell wieder auf, das der Verein seit dem letzten Jahr in Kooperation mit der Universität anbietet. Dabei sichern sich die Stifter nicht nur den finanziellen Zuschuss des Bundes im Rahmen des Deutschlandstipendiums: In Ergänzung des üblichen Auswahlprozesses bietet das ATE-Modell Vertretern der mittelgebenden Unternehmen auch die exklusive Möglichkeit, die Bewerber bereits vor der Zuteilung der Stipendien persönlich kennen zu lernen. Eine Kommission des ATE, der als Vereinsmitglieder erfahrene Ingenieure aus Wissenschaft und Industrie angehören, erarbeitet gemeinsam mit den Stiftern auf Basis intensiver Gespräche mit den Bewerbern eine Förderempfehlung und gibt diese an die Auswahlkommission der FAU weiter, die über die Zuteilung der Fördergelder entscheidet. Der weitere Austausch zwischen Stiftern und Stipendiaten wird seitens des ATE unterstützt.

Bereits seit 2011 fördert der ATE in Kooperation mit der Industrie über das vereinseigene „ATE-Stipendium“ und später auch über das „FAU-Deutschlandstipendium des ATE“ exzellente Studierende der Technischen Fakultät – und dies durchaus erfolgreich: Neben den eingangs genannten Unternehmen haben unter anderem bereits die SIEMENS AG, die INFOTEAM Software AG und die DEVELOP GROUP Basys GmbH Fördermittel zur Verfügung gestellt, die in Form von Stipendien weitergegeben werden konnten.

Von der Universität wird die Leistung des ATE geschätzt. Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske würdigte das gemeinschaftliche Engagement von Verein und Industrie für die Nachwuchsförderung an der FAU als eine Stärkung des Wissenschaftsstandorts Erlangen-Nürnberg. Auch in Zukunft sollen die Aktivitäten des ATE bei der Begabtenförderung aufrechterhalten und nach Möglichkeit noch weiter ausgebaut werden. Weitere Unternehmen, die ebenfalls Teil des Erfolgsmodells werden möchten, sind dabei hoch willkommen.

Beim Deutschlandstipendium, so das Konzept, das hinter dem Förderprogramm steckt, stellen die Stifter ein Jahr lang monatlich 150 Euro für die Förderung eines hochqualifizierten Studierenden der FAU zur Verfügung. Die Bundesregierung stockt diesen Betrag um die gleiche Summe auf. Diese insgesamt 3.600 Euro helfen den Studierenden, einen Teil ihrer im Studium anfallenden Kosten zu decken. Über die finanzielle Förderung hinaus ist es das erklärte Ziel, den persönlichen Kontakt zwischen Stipendiaten und Stiftern über Angebote der ideellen Förderung nachhaltig zu pflegen. Die Auswahlkriterien für die Vergabe des Stipendiums sind Studienleistung aber auch gesellschaftliches Engagement, Auslandserfahrung sowie besondere familiäre Verhältnisse wie etwa ein außergewöhnlicher Bildungslebenslauf. Initiiert wurde das Programm von der Bundesregierung im Jahr 2011 zur Förderung leistungsstarker, engagierter Studierender.

Ansprechpartner für Unternehmen
Daniel Miribung
Tel.: 09131-85-29592 | daniel.miribung@fau.de

Weitere Informationen zum Engagement des ATE bei der Begabtenförderung
www.AlumniTE.de/Stipendium

Gründer der Technischen Fakultät Prof. Dr. Nikolaus Fiebiger verstorben

Mit großer Trauer hat die FAU vom Tod ihres langjährigen Rektors und Präsidenten Prof. Dr. Nikolaus Fiebiger erfahren, der am 6. April 2014 im Alter von 91 Jahren verstorben ist. „Mit Nikolaus Fiebiger verliert die FAU eine ihrer herausragendsten Persönlichkeiten. Als Gründer der Technischen Fakultät hat er das Bild der Universität maßgeblich mitgeprägt und ein Fundament geschaffen, das uns heute einzigartige Chancen eröffnet – nicht zuletzt für die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der Universität. Wir verdanken ihm unendlich viel“, sagt sein Amtsnachfolger FAU-Präsident Prof. Dr. Karl Dieter Grüske. Die 25-jährige „Ära Fiebiger“ begann 1966, als der Physiker einem Ruf an die FAU folgte, deren Rektor er von 1969 bis 1972 war. Anschließend wirkte er als Prorektor und von 1975 bis kurz vor seiner Emeritierung im Jahr 1990 als ihr Präsident. Untrennbar seiner Amtszeit verbunden sind der Auf- und Ausbau der Technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität, die Ansiedlung der beiden Fraunhofer Institute am Standort Erlangen sowie der nach ihm benannte „Fiebiger-Plan“, der die Sicherung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs zum Ziel hatte.

Für sein außerordentliches Engagement wurde Nikolaus Fiebiger mehrfach ausgezeichnet. So wurden ihm u. a. 1972 der Bayerische Verdienstorden und 1990 das Große Bundesverdienstkreuz verliehen. 1990 ernannte ihn die Stadt Erlangen zu ihrem Ehrenbürger. 1991 erhielt er die Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Bayerische Wirtschaft und die Europa-Medaille des Staates Bayern, 1993 die Helmut-Volz-Medaille, die von der Technischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg vergeben wird. Zum 15-jährigen Jubiläum des Instituts für Fertigungstechnik, des heutigen Instituts für Maschinenbau, verlieh ihm die Technische Fakultät 1997 die Ehrendoktorwürde. Das Nikolaus-Fiebiger-Zentrum für Molekulare Medizin, das Klinisch-Molekularbiologische Forschungszentrum der Universität, ist seit 2001 nach ihm benannt. 2002 wurde er Ehrenmitglied der Fraunhofer Gesellschaft und 2005 mit der Fraunhofer-Medaille gewürdigt.

Quelle: http://blogs.fau.de/news/2014/04/08/fau-trauert-um-prof-dr-nikolaus-fiebiger/

Weitere Informationen
Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske
Präsident der FAU
Tel.: 09131/85-26600 | praesident@fau.de

ATE-Frühjahrsexkursion 2014: Alumni zu Gast bei Industrie 4.0

Am 28. März 2014 besuchte der Alumni Technische Fakultät Erlangen (ATE) e.V. das Siemenswerk in der Vogelweiherstraße. Die Studenten, Professoren und Ehemaligen der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg wurden von Large Drives CEO und Mitglied im ATE Jürgen Amedick begrüßt, der sich über das rege Interesse sehr zufrieden zeigte und den Gästen im Anschluss die Business Unit Large Drives vorstellte. Es folgten vier Vorträge, die technisch hochspannende Themen behandelten: „SIMOTICS FD – innovatives Motordesign und Systemoptimierung“, „Stromversorgung und Hybridantriebssysteme für Schiffe“, „Analyse von Antriebssystemen mittels Hardware-in-the-loop Simulation“, „Motorlagerströme bei Umrichterspeisung.“ Den Höhepunkt des Besuches der Alumni bildete der visionäre Vortrag von Industry CEO Prof. Siegfried Russwurm zum Thema „Die Zukunft der Produktion auf dem Weg zu Industrie 4.0“.


Über Siemens Large Drives (LD)
Innerhalb des Siemens-Konzerns ist das Geschäftsgebiet Large Drives ein Teil der Division Drive Technologies und gehört zum Sektor Industry. Hergestellt werden Elektromotoren und Systemlösungen für Antriebssysteme ganz unterschiedlicher Leistungsklassen – vom kleinen Elektromotor mit 1 kW Nennleistung bis hin zu 100 MW Motoren für Gasverflüssigungsanlagen. Der Kundenkreis erstreckt sich über die Prozessindustrie, die Schifffahrt- und die Bahnindustrie bis in den Bereich Wasserstofferzeugung. An den Konzepten und Lösungen von LD arbeiten weltweit etwa 25.000 Mitarbeitern in 26 Werken, welche sich auf 13 Länder verteilen.

Als B2B-Zulieferer sind die Produkte von LD für den Endverbraucher zunächst kaum wahrnehmbar. Nichtsdestotrotz spielen Systemlösungen von Siemens für den komfortablen und zuverlässigen Betrieb zahlreicher Produkte und Anwendungen eine entscheidende Rolle. Während der Werksführung und in den Vorträgen wurden einige prominente Beispiele hierfür aufgezeigt. Fracking ist derzeit in aller Munde – aber kaum jemand erahnt die Komplexität der dahinter stehenden Technik aus Pumpen, Lüfter, Kompressoren und vielem mehr. Siemens Motoren sorgen für deren ausfallsicheren Betrieb. Ein anderes Anwendungsfeld, wo Robustheit ein ausschlaggebendes Designkriterium ist, stellt die Tagebauinfrastruktur dar. Während im Bereich Förderbandtechnik mechatronische Expertise gefragt ist, zählt beim Antrieb der gigantischen Muldenkipper vor allem die schiere Antriebsleistung – immerhin 1 MW pro Fahrzeug. Und wer ahnt beim Sonnenbad an Bord eines großen Kreuzfahrtschiffes in der Karibik, dass der Schiffspropeller von einem großen Elektromotor angetrieben wird und der Schiffsdiesel in Wirklichkeit nur als großer Stromgenerator dient?

Hybridantrieb jetzt auch für Schiffe
Spannende technische Einblicke zu diesem Thema gab Lutz Namyslo in seinem Vortrag über die „Stromversorgung und Hybridantriebssysteme für Schiffe“. So sind dieselelektrische Antriebssysteme (so wird der oben geschilderte Sachverhalt fachlich korrekt bezeichnet) mittlerweile Standard im Bereich Kreuzfahrtschiffe, finden aber auch bei kleineren Schiffen vermehrt Anwendung, wie sie beispielsweise für die Versorgung von Offshore-Plattformen eingesetzt werden. Neben einem höheren Komfort ist insbesondere die präzisere Steuerbarkeit eines elektrischen Antriebs in kritischen Situationen ein großer Vorteil, welcher allerdings durch höhere Betriebskosten erkauft wird. In der Containerschifffahrt, wo Kosteneffizienz als Garant für das Überleben in einem hart umkämpften Wettbewerbsumfeld gilt, ist dies absolut inakzeptabel. Diese werden nachwie vor direkt vom Schiffsdiesel über eine Welle angetrieben. Der Strombedarf, welcher bei einer Beladung mit Kühlcontainern durchaus erheblich sein kann, wird durch den zusätzlichen Betrieb von Dieselgeneratorengedeckt. Um das bestehende System noch effizienter zu machen, hat Siemens eine Erweiterung zum klassischen Energiemanagement entwickelt. Dieses besteht im Wesentlichen aus zwei Komponenten. Zum Einen wird mit dem heißen Abgasstrom des Schiffsdiesels eine Dampfturbine angetrieben, welche den im angeschlossenen Generator erzeugten Strom in das Bordnetz einspeist und so die Energieeffizienz um bis zu 10% erhöht. Zum Anderen wird dieses System durch einen sogenannten Wellengenerator ergänzt. Dabei handelt es sich um einen Elektromotor, der direkt an die Schiffswelle angeschlossen ist und je nach Betriebsmodus entweder als Generator oder als elektrischer Zusatzmotor betrieben wird. Als Booster kann er so die Antriebsleistung kurzzeitig erhöhen. Im Regelbetrieb wird er jedoch meist im Generatormodus betrieben, denn mit dem erzeugten Strom und einer intelligenten Steuerelektronik kann der Betrieb des gesamten Bordnetzes gewährleistet werden. Ein Weiterbetrieb der Dieselgeneratoren ist dann nicht mehr notwendig. Dies spart Kosten und verlängert die personalintensiven Wartungsintervalle.

Sowohl bei Schiffen als auch in der klassischen Elektromobilität gilt: Es gibt nicht die eine perfekte Lösung für alles. In Zukunft wird es mehr und mehr darauf ankommen, auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden schnell mit flexiblen Lösungen reagieren zu können.

Testen ist gut, simulieren ist besser…
… und vor allem preiswerter. Diesen wesentlichen Aspekt moderner Simulationsverfahren verdeutlichte Dr. Peter Köllensperger in seinem Vortrag zur „Analyse von Antriebssystemen mittels Hardware-in-the-loop Simulation“. Ziel des Verfahrens ist es, die fertig ausgelegte Regelungstechnik im Labor unter praxisnahen Einsatzbedingungen zu testen. Nun wäre es recht aufwändig und kostenintensiv ein komplettes Endkundensystem aufzubauen, nur um die Steuerung zu testen. Hier kommt Hardware-in-the-loop ins Spiel: das physische System aus sämtlichen Hardwarekomponenten wird dabei durch ein komplexes Modell ersetzt, welches dessen Verhalten simuliert und alle relevanten Regelgrößen in Form elektrischer Signale ausgibt. Daran angeschlossen wird die SINAMICS Regelungstechnik, die nun unter Praxisbedingungen auf Herz und Nieren getestet werden kann.

London bekommt ein neues Wahrzeichen
Wer kennt sie nicht, die legendären roten Doppeldeckerbusse in der Londoner City. Doch die guten alten Routemasterbusse aus den 1960ern sind in die Jahre gekommen und müssen nun peu à peu durch neue Fahrzeuge ersetzt werden. Neue Technik, altes Design, so lautet das Credo. Während die neuen Busse rein äußerlich ihren Vorgängern aus den 1960ern stark ähneln, steckt unter der Haube modernste Siemens Antriebstechnologie made in Germany, als Garant für höchste Effizienz und Umweltfreundlichkeit. Zum Einsatz kommt ein sogenanntes serielles Hybridsystem, welches sich grundlegend von einem parallelen Hybridsystem unterscheidet, wie bei der Werksführung betont wurde. Das Prinzip (ähnlich dem von Schiffen): Der Verbrennungsmotor treibt zunächst einen Generator an und die elektrische Energie wird in einer Traktionsbatterie zwischengespeichert. Ein Elektromotor treibt die Räder an. Das Fahren selbst erfolgt also rein elektrisch, nur der hierfür benötigte Strom wird durch die Verbrennung fossilen Diesels erzeugt. An einem Ausstellungsstück konnten sich die Exkursionsteilnehmer persönlich von der äußert kompakten Bauweise des Elektromotors überzeugen.

SIMOTICS FD – eine neue Generation von Siemens Motoren
Martin Sindelka führte in seinem Vortrag „SIMOTCS FD – Innovatives Motordesign und Systemoptimierung zum geräuscharmen und effizienten Betrieb am Umrichter“ das Publikum in die Geheimnisse der neuesten Entwicklung von Siemens im Bereich Niederspannungsmotoren ein. Schon rein optisch unterscheiden sich diese Motoren deutlich von ihren Vorgängern, wie bei der Werksführung in der Fertigung eindrucksvoll zu sehen war. Haben die Motoren der alten Modellreihe eine runde Form mit Kühlgerippe, so sind die Motoren des neuen Modells rechteckig kompakt gebaut. Verglichen mit dem Vorgängermodell haben sie eine höhere Leistungsdichte und eine geringere Geräuschemission. Die wirkliche Ingenieurskunst steckt dabei im Detail. Bei der Konzeption wurde ganz besonders darauf geachtet, dem Kunden ein hoch flexibles Produkt anbieten zu können, angepasst an seine individuellen Bedürfnisse. Um die prognostizierte Nachfrage von 5.000 Einheiten pro Jahr effizient, kostengünstig und qualitativ hochwertig produzieren zu können, finden derzeit umfassende Umbaumaßnahmen in der Fertigungslinie statt.

Industrie 4.0 – die vierte Industrielle Revolution?
Mit dem Ziel, das Schlagwort Industrie 4.0 zu entmystifizieren, eröffnete Prof. Dr. Siegfried Russwurm, Vorstandsmitglied der Siemens AG und CEO des Sektors Industry, den Abschlussvortrag des Abends „Die Zukunft der Produktion auf dem Weg zu Industrie 4.0“. In seinem faszinierenden Vortrag ging er auf die vielen Anforderungen und Facetten der industriellen Produktion der Zukunft ein. Dabei legte er großen Wert darauf, die Bedeutung der industriellen Produktion für Deutschland auch im weltweiten Kontext zu unterstreichen. Während etliche Staaten (als Beispiele wurden England und die USA genannt) mit viel Geld und Aufwand eine Reindustrialisierung ihrer Volkswirtschaften anstreben, hat Deutschland nach wie vor eine herausragende Ausgangposition mit einem hohen Anteil industrieller Wertschöpfung am BIP. Um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken, muss sich die Industrie den wachsenden weltweiten Herausforderungen stellen.

Doch was steckt überhaupt hinter Industrie 4.0, worum geht es dabei? Industrie 4.0 ist ein Zukunftsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, an dessen Ziel die intelligente Fabrik der Zukunft stehen soll. Der Kerngedanke ist die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung der klassischen Produktionstechnik, um deren Effizienz zu steigern, Innovationszyklen zu verkürzen und die Flexibilität zu erhöhen. Oder, wie es Prof. Russwurm ausdrückte: „Der Wandel in der Produktion erfolgt schneller als je zuvor, mit dem Endziel Losgröße 1.“

Die Bezeichnung Industrie 4.0 wurde bewusst in Anlehnung an die bevorstehende vierte industrielle Revolution gewählt, de facto als fortlaufender Prozess in Anschluss an die drei bisherigen industriellen Revolutionen (Mechanisierung mit Dampf- und Wasserkraft während der ersten, Massenfertigung mittels Elektrizität und Fließbandarbeit bei der zweiten und dem Einsatz von Informationstechnologie zur weiteren Optimierung der Produktion während der dritten).

Die Frage, warum Industrie 4.0 ausgerechnet heute stattfindet, wusste Russwurm kurz und prägnant zu beantworten: Rechenleistung, Bandbreite und Speicher sind heute in Leistungsklassen und zu Preisen verfügbar, wie es vor wenigen Jahrzehnten noch völlig undenkbar erschien. Dieser Umstand ermöglicht das Verarbeiten von Big Data, also riesigen Datenmengen, wie sie mittlerweile voll automatisiert und in vielen Bereichen gesammelt werden. Doch damit allein ist es nicht getan. In Zukunft muss es vermehrt darum gehen, die wichtigen und relevanten Informationen aus dem Datenmeer herauszufiltern und daraus die richtigen Schlüsse abzuleiten. Nicht Big Data ist der Schlüssel, sondern Smart Data, wie Russwurm resümierte. Wichtig sei es, die Ergebnisse in die Optimierung der verwendeten Modelle einfließen zu lassen, um die digitale Planung noch weiter zu verbessern.

Wie weit die digitale Planung bereits fortgeschritten ist, konnte Russwurm an etlichen eindrucksvollen Anwendungsbeispielen aufzeigen. So wird mittlerweile die gesamte Logistikinfrastruktur (beispielsweise an Flughäfen) digital geplant und optimiert, die Dauer für die Installation somit auf ein Minimum reduziert. Auch die Fertigung unterschiedlichster Modelle auf einer Produktionslinie ist im neuen BMW Werk in China bereits Realität. Eine hoch komplexe Planung und Steuerung sorgt für den reibungslosen Produktionsablauf.

Aber wo geht die Entwicklung hin? Was kommt nach der Einführung flexibler Produktionsnetzwerke und der Verschmelzung von realer und virtueller Welt? Auf diese und weitere Fragen ging Russwurm gegen Ende seines Vortrages näher ein. Es wird darum gehen, die Vernetzung und Kommunikation weiter voranzutreiben, bis hin zu einem sich selbst optimierenden System. Dies funktioniert nur, wenn alle Beteiligten dieselbe „Sprache“ sprechen, weshalb Russwurm der Entwicklung von plattformübergreifenden Protokollen eine hohe Bedeutung beimisst. Die zunehmende Autonomie der Produktion wird sich auch auf das Arbeitsumfeld der Mitarbeiter auswirken. Der Mensch wird sich weniger um die Ausführung und Entscheidungsfindung im operativen Tagesgeschäft kümmern, sondern vielmehr als kreativer Planer, Überwacher und Entscheider fungieren, der die Produktionsregeln und Zielgrößen festlegt. Daraus ergeben sich neue Anforderungen an die Ausbildung zukünftiger Generationen, worüber im Anschluss an den Vortrag im Diskussionsteil und beim Get-together mit den anwesenden Hochschullehrern ausgiebig diskutiert wurde.

Ob es sich bei Industrie 4.0 nun um eine echte Revolution handelt, konnte nicht abschließend geklärt werden. Russwurm gab zu bedenken, dass insbesondere in der Produktion Neuerungen nur sehr vorsichtig implementiert werden, da menschliches Verhalten über lange Zeiträume hinweg gleich bleibt. Der Schritt zu Industrie 4.0 wird kommen, aber nur nach und nach umgesetzt werden. Vielleicht ist Industrie 4.0 in diesem Sinne keine Revolution, aber allemal eine Evolution mit weiterreichenden Veränderungen.

Bericht: Christian Schiele
Master-Studierender der Technischen Fakultät im Studiengang Materialwissenschaft und Werkstofftechnik und Mitglied im ATE


28.6.2014: 60. Erlanger Schlossgartenfest - Karten für ATE-Mitglieder

(Foto: FAU)

Wir freuen uns, den Mitgliedern des ATE Karten für das bevorstehende 60. Schlossgartenfest der Universität Erlangen-Nürnberg vermitteln zu können.


Das Schlossgartenfest findet am Samstag, den 28. Juni 2014 um 20:00 Uhr statt. Ausweichtermin bei ungünstiger Wetterlage ist der 5. Juli 2014. Weitere Informationen zum Programm stehen für Sie unter dem folgenden offiziellen Link zum Schlossgartenfest bzw. auf der offiziellen Facebook-Seite zur Verfügung:

www.schlossgartenfest.fau.de

http://www.facebook.com/SchlossgartenfestErlangen


Kartenpreis und Platzreservierung
(pro ATE-Mitgliedschaft können zwei Eintrittskarten bestellt werden)

  • Preis pro Eintrittskarte: 65 Euro mit Sitzplatzreservierung, 60 Euro ohne Reservierung
  • Von diesem Betrag werden dem Universitätsbund 15 Euro zur Förderung von Forschung und Lehre zur Verfügung gestellt.
  • Bestellungen werden nach Eingang berücksichtigt


Informationen zur Kartenbestellung

Bitte richten Sie Ihre Bestellung ab sofort bis Ende Mai unter folgenden Angaben per Email an die Organisatorin des Schlossgartenfestes, Frau Ursula Ertl: ursula.ertl@fau.de

  • Wichtig: Hinweis auf Ihre Mitgliedschaft im ATE e.V.
  • Anzahl der benötigten Karten
  • Titel, Vorname, Nachname der Kartennutzer
  • Lieferanschrift
  • Bankverbindung (der Gesamtbetrag wird von Ihrem Konto abgebucht)


Da der Bezug von Karten üblicherweise den Mitgliedern des Unibundes vorbehalten ist, ist eine Mitgliedschaft im Unibund wünschenswert. Informationen hierzu erhalten Sie ebenfalls auf der oben angegebenen Webseite.


Für Rückfragen bezüglich Ihrer Bestellung wenden Sie sich bitte an Frau Ursula Ertl unter der Rufnummer 09131 - 85-26779 oder per E-Mail: ursula.ertl@fau.de

Der ATE wünscht Ihnen beim Schlossgartenfest viel Vergnügen!

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Alumni Technische Fakultät Erlangen e.V. (ATE)
Technische Fakultät der FAU
Erwin-Rommel-Straße 60
91058 Erlangen

Tel.: 09131 - 85-29592
Fax: 09131 - 85-29592

E-Mail: Info@AlumniTE.de
http://www.AlumniTE.de

FAU gehört in zahlreichen Disziplinen zu den 200 besten Universitäten der Welt

Exakt 3.002 Universitäten hat QS Quacquarelli Symonds, Dienstleister für Bildungsinformationen und einer der etablierten Anbieter von Welt-Rankings, zum dritten Mal in Folge unter die Lupe genommen, um ein Ranking der Top-Institutionen nach einzelnen Fächern aufzustellen. Und erstmals ist 2014 die FAU in neun Fächern unter den 200 Besten weltweit, u.A. in Chemieingenieurwesen, Elektroingenieurwesen und Maschinenbau. In den Materialwissenschaften konnte sogar eine Platzierung unter den Top 100 erreicht werden.

Weitere Informationen: FAU Aktuell

10.-14.03.2014: GAMM Jahrestagung an der FAU

Vom 10. bis 14.03. findet an der FAU die GAMM Jahrestagung mit ca. 1000 Teilnehmern statt. Die Teilnehmer pflegen die internationale Zusammenarbeit in der Angewandten Mathematik sowie auf allen Teilgebieten der Mechanik und Physik, die zu den Grundlagen der Ingenieurwissenschaften zählen. Ein Ziel ist die Prädiktion des Verhaltens von technischen Produkten, z.B. im virtuellen Crash-Versuch aber auch die Optimierung technischer Systeme wie z.B. elektr. Netzwerke oder Behandlung von Problemen aus der MedTech, Biomechanik z.B. Simulation von Stent-OPs, Prothesen und dergleichen.

Informationen zur Tagung: http://jahrestagung.gamm-ev.de

Elektromobilitätsausstellung und Fachtagung EMA-Nürnberg

Ort: Energie Campus Nürnberg (Fürther Str. 250, 90429 Nürnberg)

Die EMA-Nürnberg 2014 bietet führenden Wissenschaftlern und industriellen Anwendern eine Plattform, neueste Trends und Forschungen im Bereich der eMobilität zu präsentieren. Parallel zur Fachtagung findet eine Ausstellung statt, die für die Öffentlichkeit kostenfrei zugänglich ist. Die Frist zur Einreichung von Tagungsbeiträgen ist der 30. April 2014. Weitere Informationen zum Call for Papers finden Sie hier oder unter: www.ema-n.de

Die Veranstaltung wird von der Technischen Hochschule Nürnberg in Kooperation mit der IHK Nürnberg für Mittelfranken und weiteren Partnern durchgeführt.

Kontakt:
Dr. Ronald Künneth | Christian Seitz
Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken
Geschäftsbereich Innovation | Umwelt
Hauptmarkt 25/27 | 90403 Nürnberg
Tel. +49 (0)911 1335 -297 bzw. -213, Fax –122
email: kuenneth@nuernberg.ihk.de| christian.seitz@nuernberg.ihk.de

1. Platz für TF-Forscher: Grand Video Compression Challenge, San Jose (CA)

M.Sc. Andreas Heindel, Dipl.-Ing. (FH) Eugen Wige und Prof. Dr.-Ing. André Kaup erreichten den ersten Platz auf der Grand Video Compression Challenge des Picture Coding Symposiums in San Jose, Kalifornien, im Dezember 2013. Ihr Beitrag "Sample-based Weighted Prediction for Lossless Enhancement Layer Coding in HEVC" wurde dafür mit dem Best Tool for High Efficiency Video Coding Award ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde der Vortrag von Prof. Dr.-Ing. André Kaup in der Runde der Finalteilnehmer der Grand Compression Challenge mit einem Best Presentation Award ausgezeichnet.

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M.Sc. Andreas Heindel, Dipl.-Ing. (FH) Eugen Wige and Prof. Dr.-Ing. André Kaup were ranked first in the Grand Video Compression Challenge at Picture Coding Symposium in San Jose, California, in December 2013. Their contribution "Sample-based Weighted Prediction for Lossless Enhancement Layer Coding in HEVC" received the Best Tool for High Efficiency Video Coding Award. Moreover, the talk Prof. Dr.-Ing. André Kaup gave within the finalist panel of the compression challenge received a Best Presentation Award.

FAU-Wissenschaftler wollen Hörvermögen humanoider Roboter verbessern

In Science Fiction-Filmen machen sie dem Menschen bereits seine Herrschaftsrolle streitig – in der Realität des 21. Jahrhunderts könnten sie es zumindest bis zum nützlichen Helfer bringen: Humanoide Roboter sollen zukünftig immer mehr Bereiche des Alltags erobern und dort dem Menschen Aufgaben abnehmen. In dem Projekt EARS arbeiten nun Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) mit Kollegen aus Beersheva, Paris, London, Berlin und Grenoble daran Robotern das Hören beizubringen – auch wenn’s in der Umgebung laut ist. Für ihre Arbeit nehmen die Forscher einen kleinen humanoiden Roboter des französischen Herstellers Aldebaran Robotics namens NAO als Versuchsplattform und entwickeln neue Algorithmen, die ihm ein besseres Verstehen akustischer Signale ermöglichen. Die EU fördert das Projekt mit 3,52 Millionen Euro auf drei Jahre.

Sie haben Augen und Ohren und sehen und hören können sie natürlich auch: Kameras und Mikrophone an Kopf und Gliedern machen menschenähnliche Roboter heute schon erstaunlich aufnahmefähig. Doch um einen solchen kleinen künstlichen Gesellen in öffentlichen Räumen einsetzen zu können, zum Beispiel in einer Hotellobby, gilt es noch die eine oder andere technische Herausforderung zu bewältigen, damit eine reibungslose Kommunikation zwischen Mensch und Maschine stattfinden kann. Zwar ist die automatische Spracherkennung heute schon weit entwickelt, doch einwandfrei funktioniert sie meist nur in ruhigen Umgebungen. In der Öffentlichkeit dagegen hindern akustische Störquellen die humanoiden Helfer oftmals daran, ihr Gegenüber richtig zu verstehen. In großen Räumen ist die Sprache eventuell „verhallt“, die Person zu weit entfernt, andere Stimmen beeinträchtigen das Signal, von Störquellen wie Maschinen oder Straßenlärm ganz zu schweigen.

Daher arbeiten die Forscher um Prof. Dr. Walter Kellermann am Lehrstuhl für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung an der FAU, die das EU-Projekt koordinieren, an besseren Möglichkeiten, die akustischen Signale von Störungen zu befreien und die darin enthaltenen Sprachsignale zu erkennen. Beispielsweise wird der Roboter, wenn er spricht, auch seine eigene Sprache aufnehmen und zwar in der Regel lauter als die des menschlichen Gesprächspartners, die er erkennen soll. Diese Problematik lässt sich mit einer akustischen Echokompensation lösen. Der Roboter kann so sein eigenes gesprochenes Wort quasi herausfiltern. Auch soll der kleine NAO lernen, durch mehrere, an verschiedenen Stellen angebrachte Mikrophone, einzelne Sprecher zu lokalisieren und deren Worte unter mehreren Sprechern herauszuhören.

Auch wenn das Projekt vornehmlich akustische Signale ins Visier nimmt, wird auch an der Kombination der visuellen und auditiven Information mit der Motorik des Roboters geforscht. Denn auch die Gesichtserkennung der Gesprächspartner muss optimiert werden, so dass der humanoide Roboter einen Menschen lokalisieren kann, auch wenn er nicht spricht – etwa um denjenigen herauszufinden, der ihn angesprochen hat, und dem er nun - auch mit Gesten - antworten soll. Im Zuge des Projekts entwickeln die Wissenschaftler deshalb auch einen neuen Roboterkopf, so dass der Roboter besser hören und sehen, und damit besser verstehen und reagieren kann.

Was den möglichen Einsatz solcher Roboter angeht, sieht Prof. Kellermann großes Potenzial: „Sicher, ein Roboter wird noch lange keine Krankenschwester oder Hotelportier ersetzen können. Aber bereits mit Fähigkeiten wie dem Verstehen einfacher Handlungsanweisungen oder einer Beantwortung einfacher Fragen kann er beispielsweise im Foyer eines Hotels oder in einem Kaufhaus Auskunft geben. Auch als Begleiter im Haushalt älterer Menschen ließe er sich sinnvoll einsetzen.“ Am Wichtigsten aber ist für Prof. Kellermann, dass die erarbeiteten Algorithmen, die auf dem Roboter NAO entstehen, auch auf vielen weiteren Gebieten zum Einsatz kommen können.

„Natürlich geht es in dem Projekt zunächst auch darum, ein kommerzielles Produkt zu perfektionieren. Die übergeordnete Zielsetzung ist es aber, auf Dauer die wirtschaftliche Wettbewerbsposition der EU in diesem Wissenschaftsfeld weiter zu verbessern und den Markt für humanoide Roboter zu erweitern“, erklärt Herr Kellermann.

Das Project EARS (Embodied Audition for RobotS) läuft über drei Jahre. Die EU-Fördersumme von 3,52 Millionen Euro ermöglicht die Finanzierung von insgesamt zwölf Nachwuchswissenschaftlern an sechs Forschungseinrichtungen. Die Förderzusage erhielten die Wissenschaftler der FAU als Leiter eines Konsortiums mit der Ben Gurion Universität des Negev, Bersheva (Israel), des Imperial College, London, der Humboldt Universität Berlin, INRIA Grenoble, und dem Industriepartner Aldebaran, S.A., Paris, im Wettbewerb mit rund 150 Vorschlägen verschiedener Forschungseinrichtungen aus Europa.

Weitere Informationen:
Dr. Heinrich Löllmann | Tel.: 09131/85-20173 | loellmann@lnt.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 6/2014 vom 20. Januar 2014

25.-27.02.2014: Internationale Konferenz zur Leistungselektronik von VDE|ETG und ECPE

Leistungselektronik mit höherer Energieeffizienz, Leistungsdichte und Zuverlässigkeit bei geringerem Volumen und weniger Kosten: Wie kann dieses Ziel erreicht werden, welche Lösungen sind praktikabel? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der CIPS 2014 – 8. Internationale Konferenz zur Systemintegration in der Leistungselektronik, die vom 25. bis 27. Februar in Nürnberg stattfindet. Veranstalter sind die Energietechnische Gesellschaft im VDE (VDE|ETG) und das European Center for Power Electronics ECPE in Zusammenarbeit mit dem ZVEI und der IEEE Power Electronics Society. Die Konferenzbeiträge wurden einem Experten-Review unterzogen und können so in der IEEE Xplore-Datenbank aufgenommen werden. Das Programmkomitee hat 81 Beiträge für 2014 ausgewählt, von denen 29 in einer Postersession präsentiert werden. Drei Keynotes und neun eingeladene Vorträge von weltweit führenden Experten ergänzen das Tagungsprogramm. Außerdem werden der Best Poster Award und der Best young engineer Award verliehen.

Moderne Energieübertragung, Elektromobilität, Energiesparen zum Schutz unseres Klimas – all dies kann nur mit Leistungselektronik gelingen. Diese findet sich in elektronischen Vorschaltgeräten für Leuchtstoffröhren und Entladungslampen, in energieeffizienten Induktionsherden und in Motorsteuerungen für drehzahlgeregelte Antriebe. Die Nutzung regenerativer Energien aus Wind und Sonne und die energieeffiziente und emissionsarme Mobilität mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen sind nur mit leistungselektronischen Systemen realisierbar. Höhere Wirkungsgrade lassen sich durch die Systemintegration von modernen aktiven und passiven Bauelementen und neuen Materialien erreichen. Außerdem sinken durch verbesserte Kühltechniken und die Reduzierung des Materialeinsatzes die Kosten der Systeme.

Mehr Infos zum Programm und den Link zur Anmeldung gibt es unter www.cips-conference.de

Seminarsaal glänzt wie neu – dank Sponsoring von Brose

Modern und hell präsentiert sich der Seminarsaal K1 an der Technischen Fakultät der FAU – dank der Unterstützung des Automobilzulieferers Brose. Das international tätige Familienunternehmen konnte als Namenspate gewonnen werden und sponserte die Renovierung des Saales, der nun den Namen „K1-Brose-Saal“ trägt.

Am 29. Januar, um 17.00 Uhr, wird Dekanin Prof. Dr. Marion Merklein die Namenstafel am Seminarraum im zentralen Hörsaalgebäude der Technischen Fakultät enthüllen. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.

Weitere Informationen: Einweihung, Hörsaalsponsoring

4. Karriere-Treff an der TF vernetzt Studierende und Experten

Im restlos gefüllten K1-Brose-Saal gaben am 20.01.2014 von 18:15-21:45 Uhr im Rahmen der universitätsweiten Veranstaltungsreihe "Karriere-Treffs" unter dem Motto "Studierende fragen - Alumni antworten" sieben erfahrene Ingenieure aus der Automobilbranche, die sich im Alumni Technische Fakultät Erlangen e.V. (ATE) engagieren, rund 90 TF-Studierenden Insider-Informationen und Karrieretipps.

Am Beispiel ihres eigenen beruflichen Werdegangs gingen die Referenten anschaulich auf berufliche Herausforderungen ein und gaben versierte Empfehlungen für einen gelingenden Berufseinstieg. Im Anschluss an einen einleitenden Vortrags- und Diskussionsteil nutzten die Studierenden bei einem gemeinsamen Imbiss die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Ingenieuren, bei dem sich für den einen oder anderen der Teilnehmenden auch ganz konkrete, weiterführende Perspektiven ergaben.

Als Referenten waren an der Veranstaltung beteiligt:

  • Dr.-Ing. Jürgen Knoblach (BMW) Prozessverantwortlicher Elektrik/Elektronik und Fahrerlebnisplatz
  • Dr.-Ing. Uwe Koser (Audi) Leiter Technologie- und Hochschulprojekte der BU Werkzeugbau, Leiter des Lehrstuhls für Automobil-Produktionstechnologie an der Széchenyi Universität Györ
  • Dr.-Ing. Stephan Mößbauer (Continental) Systemprojektleiter für die generische Entwicklung von Diesel Einspritzsystemen der nächsten Generation in der BU "Engine Systems"
  • Dipl.-Phys. Oliver Rudolph (Robert Bosch) Ingenieur für Produktprüfverfahren
  • Dr.-Ing. Michael Strolz (BMW) Projektleiter Mechatronik und Bedienfelder, Entwicklungsingenieur
  • Dipl.-Ing. Emanuel Tack (Daimler AG) Doktorand bei der Daimler AG am Forschungsstandort Ulm
  • Prof. Dr.-Ing. Peter Weidinger (Brose) Gesamtleiter Werkstofflabore






An der Technischen Fakultät wurde der Karrieretreff bereits zum vierten Mal durchgeführt. Einen Eindruck des Karrieretreffs vom Januar 2012 erhalten Sie hier. Im Rahmen der universitätsweiten Reihe "Karriere-Treffs" der FAU sind die Karriere-Treffs an der Technischen Fakultät eine Gemeinschaftsveranstaltung des Alumni Technische Fakultät Erlangen e.V. (ATE), des Bereichs Studienservice und Alumni der Technischen Fakultät, des Alumni-Managements der FAU und des Career-Service der FAU.


Kontakt:
Daniel Miribung, Studienservice und Alumni (TF)
daniel.miribung@fau.de

FAPS: Seminare und Workshops im Januar und Februar

30.01.2014:
Fachseminar "Innovationen in der Elektronikproduktion" in Nürnberg auf AEG, Gebäude ENCN, Fürther Straße 250, 2. Stock

13.02.2014:
Fachworkshop "Mechatronic Integrated Devices (MID): Neue Werkstoffe – neue Prozesse – neue Anwendungen" auf AEG, Nürnberg, Gebäude ENCN, Fürther Straße 250, 2. Stock

Kontakt:
FAPS-TT GmbH | Prof. Dr.-Ing. Jörg Franke
Fürther Str. 246 | D-90429 Nürnberg
Tel.: +49 - 911 / 5302-9103 | Fax: +49 - 911 / 5302-9070 | Email: service@faps-tt.de

Prof. Robert Singer erhält den Max-Grundig-Gedächtnispreis 2014

Prof. Dr. Robert F. Singer, Inhaber des Lehrstuhls für Werkstoffkunde und Technologie der Metalle an der FAU, ist mit dem Max-Grundig-Gedächtnispreis ausgezeichnet worden. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis übergaben im Rundfunkmuseum der Stadt Fürth der Vorstand der Max-Grundig-Stiftung, Dr. Karl-Heinz Kleinschnittger, und der Oberbürgermeister der Stadt Fürth, Dr. Thomas Jung.

Die Auszeichnung wird Prof. Singer insbesondere für seine Arbeiten zur Herstellung und Verarbeitung von Magnesiumlegierungen verliehen. Der Preis würdigt außerdem seine besonderen Leistungen in der Umsetzung der Ergebnisse in die industrielle Praxis und in diesem Zusammenhang den Aufbau der neuen Forschungseinrichtungen in der Uferstadt in Fürth.

Neben der Tätigkeit als Lehrstuhlinhaber an der FAU baute Professor Singer das Forschungsunternehmen NMF GmbH und das Zentralinstitut der FAU für Neue Materialien und Prozesstechnik mit inzwischen über 100 Mitarbeitern auf und etablierte diese zwei Einrichtungen als Leuchttürme der Forschung auf dem Gebiet der Neuen Materialien.

Die Familie Grundig und die Max-Grundig-Stiftung vergeben den Max-Grundig-Gedächtnispreis seit 2008 im Zwei-Jahres-Rhythmus. In den vergangenen Jahren erhielten Prof. Dr. Randolf Hanke (2008), stellvertretender Leiter des Fraunhofer Institutes für Integrierte Schaltungen, Dr. Stefan Rosiwal (2010), Leiter der Arbeitsgruppe „Diamantbeschichtung“ am Zentralinstitut für neue Materialien und Prozesstechnik der FAU, und Prof. Dr. Andreas Hirsch (2012), vom Institut für Organische Chemie der FAU einen Max-Grundig-Gedächtnis-Preis.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Robert F. Singer
Tel.: 09131/85-27530 | robert.singer@ww.uni-erlangen.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 82/2014 vom 8. Mai 2014

German High Tech Champion am LKT

Jedes Jahr wird von Fraunhofer Institut der „GHTC® – the German High Tech Champions Award” im Rahmen des Projekts „International Research Marketing“ verliehen. Unter den diesjährigen Gewinnern war auch der Lehrstuhl für Kunststofftechnik (LKT) vertreten.

Im Tokyo International Forum wurden am 18. November 2013 sechs herausragende deutsche Forscher mit dem „GHTC® – German High Tech Champions Award“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird gefördert vom BMBF und ist mit bis zu 10.000 € Preisgeld pro Gewinner dotiert. Unter den Gewinnern waren interdisziplinäre Forschungsthemen wie Prozesse für die Verarbeitung faserverstärkter Kunststoffe, „High Tech mit Holz“ sowie ein anwenderfreundliches modulares Robotiksystem.

Im Bereich der faserverstärkten Kunststoffe wurde Herr Gröschel vom Lehrstuhl für Kunststofftechnik für das Twin-O-Sheet Verfahren ausgezeichnet. Nach dem AVK Preis ist dies bereits die zweite Auszeichnung für das Twin-O-Sheet Verfahren in diesem Jahr.

Die Preisverleihung fand im Rahmen des Frauenhofer-Symposiums “Green Technology made in Germany – Leightweight Design” statt, dessen Einladung ca. 70 Fachbesuchern aus der Industrie, Forschung sowie Journalisten folgten. Vor allem die japanische Automobilbranche war stark vertreten. Im Anschluss an die Preisverleihung des GHTC® Awards hatten die Gewinner die Gelegenheit, beim Networking mit potentiellen Geschäftspartnern innerhalb der japanischen Gäste ins Gespräch zu kommen.

Weitere Infos finden Sie unter: www.research-in-germany.de/ghtc-lightweight-review

Museen knüpfen digitales Netz

Wer durch eine Ausstellung schlendert, erhält häufig nur einen kleinen Einblick in die unzähligen Schätze, die in einem Museum lagern. Schätze, die es zu ordnen, zu beschreiben, zu präsentieren gilt. Arbeiteten die Museen früher mit Karteikarten, sind es heute immer häufiger elektronische Datenbanken. Informatiker der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) helfen dabei, das kulturelle Gedächtnis fit für die digitale Zukunft zu machen.

Eigentlich arbeiten Museen schon lange mit elektronischen Datenbanken, um ihre Objekte zu erfassen. Forscher können damit zum Beispiel nach Ort, Jahr, Name oder Schlagworten suchen. Wenn jedoch ein Wissenschaftler alle grafischen Werke eines Künstlers in den Beständen eines Museums oder sogar mehrerer Museen sucht, kann es bereits schwierig werden: Sind die Werke mit Stichworten wie „Zeichnung“, „Holzschnitt“ oder „Kupferstich“ versehen worden, dann wird eine allgemeine Suche nach dem Überbegriff „grafische Kunst“ keinen Treffer ergeben. Dies klappt nur, wenn das Programm erkennt, wie die einzelnen Begriffe zusammenhängen. An diesem Punkt stoßen klassische Datenbanken an ihre Grenzen.

Die Lösung liegt in einer Software, in der Kategorien und Eigenschaften inhaltlich sinnvoll miteinander verknüpft sind und über die zudem via Internet Daten zwischen verschiedenen Einrichtungen problemlos ausgetauscht werden können: eine digitale Wissensbank also für Museen, Archive und andere Sammlungen. Genau daran arbeitet Prof. Dr. Günther Görz, Arbeitsgemeinschaft Digital Humanities der FAU, zusammen mit dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg sowie dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn: WissKI – kurz für Wissenschaftliche Kommunikations-Infrastruktur – läuft seit Anfang 2009 und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für weitere zwei Jahre finanziert.

Grundlage für das Programm ist das Referenzmodell des Internationalen Museumsrates. Seit rund zehn Jahren wird dort ein Standardmodell entwickelt, in dem festgelegt ist, wie Kategorien von Objektbeschreibungen in Beziehung gesetzt werden. Das Ziel von WissKI besteht nun darin, dieses semantische Modell in eine Software zu übertragen. Der Vorteil davon: Die Daten zu Objekten verschiedener Museen können auf diese Weise sehr einfach importiert werden – egal, ob es sich um Informationen aus einem Naturkunde-, Technik- oder Kunstmuseum handelt. Dadurch hoffen Wissenschaftler, neuartige Fragen einfacher beantworten zu können: Was sagen uns Pflanzen und Tiere, die auf Gemälden einer bestimmten Epoche vorkommen, über das Klima damals? Wie lassen sich verstreute Bestände eines Künstlers virtuell wieder zusammenstellen und damit die Beziehungen verschiedener Werkstätten beispielsweise über Künstlerreisen veranschaulichen?

Möglich wird dies, weil sich hinter dem scheinbar einfachen Formular mit Feldern wie „Künstler“, „Datum“ oder „Material/Technik“ komplexe Strukturen verstecken. Wird beispielsweise unter „Ort“ Nürnberg eingetragen, verbergen sich für die Datenbank eine Reihe weiterer Informationen dahinter: Der Informationsträger wurde an einem Ort erstellt, der einen Namen hat und zwar „Nürnberg“. Selbst ein Text, der sich in ein freies Feld eintragen lässt, ist nur auf den ersten Blick wirklich Freitext: Das System bietet eine automatische Verschlagwortung an, deren Trefferquote bei rund 80 Prozent liegt. So wurden bei einem Test mit einem Selbstportrait Dürers „Albrecht Dürer“ oder „Agnes Frey“, seine Verlobte, richtig als Namen erkannt. Jedoch ordnet das Programm das Wörtchen „Selbst“ ebenfalls als Person ein – schließlich gibt es ja davon ein Portrait. Daher ist es wichtig, die automatische Verschlagwortung zu überprüfen und bei Bedarf die Texte zu korrigieren.

Was jedoch ohne Problem möglich ist: der Austausch von Datensätzen zwischen verschiedenen Museen oder Archiven – wenn sie denn WissKI nutzen. Auf einen Klick können dadurch Informationen aus bereits katalogisierten Schätzen für die eigene Datenbank genutzt werden. Derzeit ist WissKI ausschließlich für Wissenschaftler als eine Art virtueller Forschungsumgebung konzipiert. „Wir stellen uns aber vor, dass sie in Zukunft auch die Grundlage für Online-Ausstellungen oder Ausstellungskatalogen sein soll“, erklärt Prof. Görz.

Doch bevor es soweit ist, bleibt für das WissKI-Team noch eine Menge zu tun: Derzeit arbeiten die Forscher daran, dass die Software nicht nur einfache Anfragen nach Personen, Orten oder Werkeigenschaften beantworten kann, sondern auch komplexere Fragen, die begriffliche Rückschlüsse erlauben: Dass eben zum Beispiel „grafische Kunst“ ein Oberbegriff ist, unter den Begriffe wie „Zeichnung“, „Holzschnitt“ oder „Kupferstich“ fallen. „Wir wollen, dass einmal gesammeltes Wissen, sei es aus einem Objektkatalog oder aus einer speziellen Forschungsarbeit, besser und einfacher für andere nutzbar wird“, fasst Görz zusammen – ein digitales Kulturgedächtnis für alle eben.

Informationen für die Medien:
Prof. Dr. Günther Görz
Tel.: 09131/85-29099
goerz@cs.fau.de

Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 72/2013 vom 28. November 2013

Erlangen - "Die Stadt mit den meisten Geistesblitzen"

Vizepräsident Prof. Hornegger, Prof. Heuberger vom Lehrstuhl für Informationstechnik und Rolf Kapust, Erfinderberater der FAU im Handelsblatt-Interview: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/zukunftsatlas-2013/zukunftsatlas-2013-die-stadt-mit-den-meisten-geistesblitzen/9143462.html

Symposium zur Bewegungsanalyse mit Hilfe von Sensoren

Noch schnell in den Supermarkt gehen. Bei Sonnenschein durch einen Park spazieren. Die Treppen zur Wohnung hochsteigen. Was für die meisten Menschen kein Problem ist, kann für ältere und kranke Menschen eine echte Hürde darstellen. Ist die Mobilität eingeschränkt, leiden Lebensqualität und Selbstständigkeit. Wie man mit mobilen Sensoren Bewegungsstörungen frühzeitig erkennen und den Erfolg von Therapien individuell überwachen kann, damit beschäftigt sich ein internationales Fachsymposium an der FAU am Mittwoch, 27. November 2013, im Erlanger Schloss.

Weiterlesen: http://blogs.fau.de/news/2013/11/26/fau-symposium-zur-bewegungsanalyse-mit-hilfe-von-sensoren/

Personalmeldungen 11/2013, Technische Fakultät

Ruf angenommen
Maître de conférences Dominique de Ligny, Université Lyon, auf die W2-Professur für Glas und Keramik

Honorarprofessor/in
Dr. Peter Weidinger, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften, für das Fachgebiet Werkstoffwissenschaften

Verstorben
Dr. sc. techn. h.c. Dietrich Ernst, Ehrensenator der FAU, Träger der Helmut-Volz-Medaille der Technischen Fakultät

Preisverleihungen anlässlich TF-Jahresabschlussfeier

Anlässlich der Jahresabschlussfeier der Technischen Fakultät am 29.11.2013 werden wie in jedem Jahr Absolventen mit besonders herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Insgesamt gibt es sechs Preisträger die sowohl von den Preisstiftern als auch von der Dekanin der Technischen Fakultät geehrt werden.

Weitere Informationen im Veranstaltungskalender der Technischen Fakultät...

Zwei hochmoderne Schalllabore für die Audiolabs

Zwei eigene hochmoderne Schalllabore inklusive Regie- und Technikräumen haben die Forscher der Erlanger International AudioLabs in Betrieb jetzt nehmen können. Bisher durften die Wissenschaftler das Schalllabor des Fraunhofer Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) mitnutzen, wo die Audiolabs auch untergebracht sind. Doch wenn zahlreiche Hörtests durchgeführt werden mussten, wurde es manchmal eng.

Die Audiolabs sind ein weltweit einzigartiges internationales Spitzenforschungszentrum auf dem Gebiet der Audio- und Videosignalverarbeitung. In dem Gemeinschaftsprojekt von FAU und dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) arbeiten mittlerweile rund 50 international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, zudem konnten fünf Professoren für die AudioLabs besetzt werden. Die Errichtung der beiden Schalllabore wurde von der DFG gefördert.

Quelle: http://blogs.fau.de/news/2013/11/22/zwei-hochmoderne-schalllabore-fuer-die-audiolabs/

Erlanger CBI-Studierende experimentieren in schwerkraftfreiem Labor

Ein Experiment aus rund 120 Metern Höhe zu Boden fallen zu lassen, scheint keine besonders gute Idee zu sein. Doch genau das haben vier Studierende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) getan, wieder und wieder – in einem europaweit einzigartigen Labor und mit Unterstützung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).

Benjamin Mockenhaupt, Philipp Neuner, Tobias Netter und Raphaela Prach sind die diesjährigen Teilnehmer des „Drop your Thesis!“-Programms der ESA. Das gibt ihnen die einmalige Gelegenheit, elf Tage lang im Fallturm des Bremer Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation zu experimentieren.

Der Fallturm ist ein Großlabor, in das Wissenschaftler aus aller Welt kommen, um Experimente in der Schwerelosigkeit durchzuführen. Und das funktioniert so: Die Forscher packen ihre Versuchsanordnung in eine zylindrische Metallkapsel. Diese Kapsel wird dann im Fallturm ca. 120 Meter hoch in einen völlig luftleeren Schacht katapultiert, bevor sie wieder zur Erde zurückfällt. Dort wird sie in einem riesigen Becken mit Styroporkügelchen sanft aufgefangen. Während sie nach oben fliegt und wieder nach unten fällt, herrscht in der Kapsel nahezu Schwerelosigkeit – für etwa 9,3 Sekunden.

Diese 9,3 Sekunden wollten die Erlanger Studierenden dazu nutzen, herauszufinden, wie sich granulare Stoffe wie z.B. Sand, Kiesel oder – in diesem Experiment – Amaranthsamen in der Schwerelosigkeit verhalten, wenn man sie sehr schnell hin und her rüttelt. Die vier Nachwuchsforscher studieren im fünften Semester Chemie- und Bioingenieurwesen an der FAU. Rund eineinhalb Jahre haben sie an der Vorbereitung des Versuchs gearbeitet. „Auf das Experiment kamen wir, weil uns Parabelflüge und die Möglichkeit, dabei in Schwerelosigkeit zu experimentieren, fasziniert haben“, berichtet Raphaela Prach. „Bei unseren Recherchen sind wir auf eine Diplomarbeit gestoßen, die sich mit granularer Materie beschäftigt. Wir haben die Idee entwickelt, die Ergebnisse, die der Student in Computersimulationen gefunden hat, im Versuch in der Schwerelosigkeit nachzuweisen.“ Der Fallturm sei für diese Experimente viel besser geeignet, betont die Studentin. Dort werde die Erdanziehung noch besser ausgeschaltet als bei Parabelflügen, die Schwerelosigkeit sei sogar genauer als auf der Europäischen Raumstation.

Die für das Experiment nötigen Geräte haben die Studierenden selbst entwickelt und gebaut: flache Boxen aus antistatischem Plexiglas, befestigt auf einer Platte, die wiederum mit Hilfe von Servomotoren in Schwingungen versetzt werden kann. Die Boxen sind kaum mehr als einen Millimeter dick, so dass die Amaranthsamen in genau einer Schicht nebeneinanderliegen können. Rüttelt man die Samen, dann ordnen sie sich in Streifen an. Das liegt an der Erdanziehung, so die Ausgangsthese der vier FAU-Studenten, die sorge nämlich für Reibung. In der Schwerelosigkeit sollten sich also keine Streifen zeigen, vermuteten sie.

Doch schon am ersten Tag der Fallturm-Experimente zeigte sich eine große Überraschung: Die Streifen waren schneller sichtbar als bei normaler Erdanziehung. „Wir vermuten, dass die Samen anstatt auf der Unterlage zu rutschen sich jetzt verkeilt haben und sich die Streifen noch schneller bilden“, kommentiert Tobias Netter die aktuellen Messungen. All die Zahlen und Daten wird das Team in den kommenden Wochen und Monaten auswerten und, so hoffen die Studierenden, so noch besseren Einblick in die Phänomene der granularen Strukturbildungen gewinnen.

Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 70/2013 vom 22. November 2013

Bachelorstudenten leisten wertvollen Beitrag zur Bioreaktorforschung

Noch nicht 26 Jahre alt und schon Mitautor einer Publikation in einer namhaften wissenschaftlichen Zeitschrift – die Regel ist das sicherlich nicht. Ungewöhnlich hoher Einsatz, eine gute Gelegenheit, intensive Betreuung und unkomplizierte fachübergreifende Kooperation mussten zusammentreffen, damit vier Bachelorstudenten der FAU dies erreichen konnten. Als Rudolf Borchardt, Simon Scheiner, Peter Schweizer und Benjamin Seemann ins Masterstudium der Werkstoffwissenschaften starteten, hatten sie bereits wertvolle Beiträge zu einem Artikel in Nature Communications (1) geleistet, der die verbesserte Aufzucht von Algen in Reaktoren thematisierte. Prof. Dr. Lothar Wondraczek zeichnete als Erstautor für die Publikation verantwortlich.

„Algen sind in vieler Hinsicht nützlich. Sie können Kohlendioxid abbauen, Biomasse als Energiequelle produzieren, Rohstoff für kosmetische Produkte und Medikamente liefern. Doch leider ist die Zucht noch aufwendig und teuer.“ Prof. Wondraczek, bis 2012 am Lehrstuhl für Glas und Keramik der FAU, heute an der Universität Jena tätig, hat sich vorgenommen, das Wachstum in Bioreaktoren dadurch zu beschleunigen, dass für die Photosynthese mehr verwertbares Licht bereitgestellt wird. Mit seiner vielseitigen Unterstützung hatte Xia Qi bereits zuvor darüber promoviert, ob Spinatpflanzen solche Fürsorge honorieren. Das gute Ergebnis legte es nahe, daran anzuknüpfen. Mit im Boot: der FAU-Lehrstuhl für Werkstoffe der Elektronik und Energietechnik von Prof. Dr. Christoph Brabec.

Was noch fehlte, waren Studierende, die sich um Details kümmerten. Bei einer Informationstreffen für Bachelorstudenten, in der es um Abschlussarbeiten ging, fanden die passenden Partner zueinander. „Wir kannten uns schon seit dem 1. Semester“, berichtet Peter Schweizer von sich und seinen Kommilitonen. 2011, kurz vor Schluss des Studienabschnitts, war die Möglichkeit zur Teamarbeit für sie genau das Richtige. Die Aufteilung in Einzelthemen – Reaktoren, Algenzucht, Leuchtstoffe, Quantenabsorptions-Theorie – wurde erst wichtig, als die schriftlichen Arbeiten abzugeben waren. Bis zu diesem Punkt waren die Studenten gemeinsam am Werk.

„Die Fantastischen Vier“, nennt Dr. Miroslav Batentschuk „seine“ Truppe mit unüberhörbarem Stolz. Der Privatdozent am Lehrstuhl von Prof. Babrec war Mitglied im Unterstützerkreis, einem recht großer Kreis im Übrigen. Mit dem damaligen Doktoranden Sebastian Kolikowski stand dem Team ein ständiger Ansprechpartner zur Seite. Dr. Barbara Klein steuerte Kenntnisse aus der Bioverfahrenstechnik bei, Dr. Peter Richter beriet in Fragen der Zellbiologie: Welche Algensorte sollte es sein, um allen Ansprüchen zu genügen – beweglich, robust, pflegeleicht und wachstumsfreudig? Eine unverzichtbare Hilfe kam von außerhalb der Wissenschaft: Peter Reinhardt, Werkstattmeister beim Lehrstuhl Glas und Keramik, baute den Reaktor.

Rote Reflexe aus der Grünlücke
Viel Platz nimmt ein solcher Test-Bioreaktor nicht ein: Drei Zentimeter Breite zwischen Scheiben aus Glas, dem am besten geeigneten Werkstoff, oder transparenten Kunststoffplatten. „Die sind günstiger und reichten für diesen Zweck aus“, führt Rudolf Borchardt an. Von vorn fällt Licht ein, welches Grünalgen ganz wie Pflanzen verwerten können. „Das Schöne daran ist, dass dies ganz der Natur entspricht“, freut sich Batentschuk. Der Clou der Anordnung ist ein auf der Rückseite aufgetragener Leuchtstoff. „Er wirft die Strahlung zurück, schickt sie also ein zweites Mal durch den Reaktor“, erläutert Benjamin Seemann. Alufolie verhindert, dass Lichtstrahlen entkommen.

Dasselbe Licht noch einmal – ist es nicht „ausgelaugt“, die enthaltene Energie verbraucht? Nicht vollständig, denn nur Wellenlängen aus dem roten und blauen Spektrum regen den Farbstoff Chlorophyll an. Der grüne Anteil bleibt ungenutzt. Fachleute sprechen von der „Grünlücke“. Doch Lichtwellen sind wandelbar. Dazu ist erneut ein Farbstoff nötig, diesmal eine leuchtende Substanz, die das grüne Licht einfängt und, wie eine mit winzigen Kristall-Facetten überzogene Fläche, rot widerspiegelt. Rotlicht deckt den Energiebedarf der Grünalgen besonders gut.

36 Prozent mehr Nachwuchs, 18 Prozent mehr Sauerstoff: Lässt man die Algen urteilen, ist ihr Votum uneingeschränkt positiv. Haematococcus pluvialis, die Blutregenalge, verdankt den Namen der Farbe ihrer Dauersporen. Die leuchtend roten Kreise sehen prachtvoll aus, doch den Algen geht es dann eher schlecht, und sie kapseln sich ein. Grüne Farbe aber zeugt von lebhafter Aktivität.

Inzwischen haben sich die Wege des einstigen Vierergespanns getrennt. Drei entschieden sich für Auslandsaufenthalte, während der vierte sofort ins Masterstudium einstieg. Anstelle des Worts „Algenaufzucht“ kommen Simor Scheiner heute Begriffe wie „selbstorganisierte Monolayer“ flüssig über die Lippen. Prof. Wondraczek setzt derweilen am Otto-Schott-Institut für Materialforschung in Jena die Forschungen zur Effizienz der Photosynthese in Reaktoren fort. Er ist überzeugt: „Wir können der natürlichen Nutzung des Sonnenlichts noch vieles abschauen.“

(1) Lothar Wondraczek, Miroslaw Batentschuk, Markus A. Schmidt, Rudolf Borchardt, Simon Scheiner, Benjamin Seemann, Peter Schweizer, Christoph J. Brabec: Solar spectral conversion for improving the photosynthetic activity in algae reactors. Nature Communications, http://www.nature.com/naturecommunications, DOI: 10.1038/ncomms3047

Informationen für die Medien:
PD Dr. Miroslav Batentschuk
Tel.: 09131/85-27683
mirobat@ww.uni-erlangen.de

STAEDTLER Stiftung vergab Promotionspreise zum 15. Mal in Folge

In diesem Jahr ehrte die STAEDTLER Stiftung bereits zum 15. Mal in Folge zehn Doktoranden der FAU. Für ihre außerordentlichen universitären Leistungen erhielten diese ein attraktives Preisgeld in Höhe von jeweils 3.500 Euro. Überreicht wurden die hochdotierten Promotionspreise in einem feierlichen Rahmen am 28. Oktober 2013 am Hauptsitz der STAEDTLER Unternehmensgruppe in Nürnberg.

Preisträger der Technischen Fakultät:

  • Herr Dr. Stefan Wildermann (Technische Fakultät): Systematischer Entwurf selbst-adaptiver eingebetteter Systeme mit Anwendungen in der Bildverarbeitung
  • Herr Dr. René Wölfel (Technische Fakultät): Katalytische Erzeugung von Wasserstoff aus biogenen Rohstoffen

Weitere Informationen:
http://blogs.fau.de/news/2013/10/29/zehn-fau-doktoranden-erhalten-promotions-preisgelder-in-hoehe-von-insgesamt-35-000-euro/

Weitere zwei Millionen für sechs fächerübergreifende FAU-Projekte

Die FAU fördert wissenschaftliche Spitzenprojekte in Themenfeldern, die interdisziplinär angelegt und gerade erst im Entstehen sind – sogenannte Emerging Fields. Vor knapp zwei Jahren begannen sechs aussichtsreiche Förderprojekte ihre Arbeit. Eine Gutachterkommission stellte jetzt Bestnoten aus: Alle sechs Projekte werden für weitere 12 Monate mit zwei Millionen finanziell unterstützt. Detaillierte Informationen zu den einzelnen EFI-Projekten sind unter http://www.efi.fau.de/projekte/ zu finden.

Die Forscher stellen ihre EFI-Projekte in Vorträgen der Öffentlichkeit vor, demnächst in der Vortragsreihe „Wissenschaft auf AEG“ in Nürnberg. Termine und Themen gibt es hier: http://fau.de/wissenschaft-auf-aeg

Weitere Informationen:
http://blogs.fau.de/news/2013/10/28/spitzenforschung-fuer-die-zukunft/

Auszeichnungen und Funktionen (Technische Fakultät)

Prof. Dr. Jörg Franke, Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik, ist in die internationale Forschungsgesellschaft der Produktionswissenschaftler (CIRP) aufgenommen worden. Sie ist die weltweit führende Forschungsgesellschaft in den Bereichen Produktionstechnik, -engineering und -organisation. Die Zahl der Mitglieder ist weltweit auf 600 Personen beschränkt, die durchweg hevorragende Wissenschaftler auf diesem Gebiet sein müssen.

Guido Nockemann, Lehrstuhl für Informatik 3 (Rechnerarchitektur), ist der neue wissenschaftliche Leiter der Informatik-Sammlung der FAU (ISER). In dieser Funktion soll er die Positionierung, Aufarbeitung und Präsentation der Sammlung vorantreiben. Seit vielen Jahren werden am RRZE und am Institut für Informatik historisch interessante Instrumente, Geräte und Schaltteile der Rechentechnik sowie zugehöriges Anschauungs- und Archivmaterial zusammengetragen. Mit diesen Objekten soll bei Studierenden und Besuchern das Interesse an historischen Fakten geweckt werden, um die Auswirkungen der ungeheuer schnellen Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie auf unsere Gesellschaft und den dadurch bedingten sozialen Wandel verständlicher zu machen.

Prof. Dr. Ulrich Rüde, Lehrstuhl für Informatik 10 (Systemsimulation), steht bis Ende des Jahres der Fachgesellschaft SIAM Activity Group Computational Science and Engineering vor. Sie ist eine Untergruppe der Society of Industrial and Applied Mathematics und hat derzeit rund 2000 Mitglieder.

Prof. Dr. Sannakaisa Virtanen, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Korrosion und Oberflächentechnik) ist vom Senat der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) für weitere zwei Jahre als Universitätsfrauenbeauftragte im Amt bestätigt worden. Als ihre Stellvertreterin wurde PD Dr. Annette Keilhauer, Lehrstuhl für Romanistik, insbesondere Wissenskulturen der Frühen Neuzeit, ebenfalls für zwei weitere Jahre wiedergewählt. Die Amtszeit der zweiten Stellvertreterin Prof. Dr. Nicole J. Saam, Lehrstuhl für Methoden der empirischen Sozialforschung, läuft noch bis kommendes Jahr.

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 237/2013 vom 24. Oktober 2013

Technische Fakultät: Rekordzahlen zum Semesterstart

Einen neuen Studierendenrekord kann die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zu Beginn des Wintersemesters 2013/14 vermelden: Rund 37.500 Studentinnen und Studenten sind aktuell an der FAU immatrikuliert – mehr als jemals zuvor in der 270-jährigen Geschichte der Universität. „Die Zahlen belegen, dass die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg überaus attraktiv für die Studienanfängerinnen und -anfänger ist“, betont der Präsident der FAU, Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske. „Mit unserer profilierten Aufstellung als Volluniversität und der Vielfalt unseres Studienangebots können wir als zweitgrößte Universität Bayerns einmal mehr bei den jungen Leuten punkten.“

(...) Attraktiv für Studienanfängerinnen und Studienanfänger ist das Angebot der Technischen Fakultät. Insgesamt sind in diesem Wintersemester 10.081 Studierende eingeschrieben, darunter 1.691 Erstsemester. Innerhalb von fünf Jahren konnte die Technische Fakultät die Zahl ihrer Studierenden mehr als verdoppeln (4.749 im WS 2008/09). Der Frauenanteil bei den Studierenden der Fakultät beträgt wie in den Vorjahren rund 20 Prozent; doch erstmals sind dort mehr als 2.000 Studentinnen (2.100) eingeschrieben. Der am stärksten nachgefragte Studiengang ist Wirtschaftsingenieurwesen mit 172 Erstsemestern. Besonders beliebt sind daneben Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (148 Studienanfänger), Energietechnik (146), Maschinenbau (138) und Informatik (131).

„Die Technische Fakultät ist jetzt die größte Fakultät der FAU. In diesem Wintersemester hat sie erstmals in ihrer Geschichte mehr als 10.000 Studierende. Das ist ein großartiger Erfolg!“, sagt Professor Grüske. „Damit lässt sie manch andere Technische Hochschule hinter sich. Die dauerhaften Spitzenplatzierungen der Fakultät in nationalen und internationalen Rankings wirken hier sicherlich als besonderer Magnet für unsere Studierenden.“

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 225/2013 vom 10. Oktober 2013

Vollständige Meldung mit FAU-weiten Zahlen: http://blogs.fau.de/news/2013/10/10/rekordzahlen-zum-semesterstart/

Siemens sponsert Facelifting für einen Hörsaal an der FAU

Die Technische Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und die Siemens AG weihen am 9. Oktober einen frisch renovierten Hörsaal am Erlanger Südgelände ein und benennen ihn in „Werner-von-Siemens-Hörsaal“ um. Medienvertreter sind zu der Einweihungsfeier um 14 Uhr im großen Hörsaalgebäude an der Erwin-Rommel-Str. 60 herzlich eingeladen.

Pünktlich zum Semesterstart erstrahlt der Hörsaal H9 an der Technischen Fakultät in neuem Glanz: Der Raum, der 238 Plätze bietet, wurde neu bestuhlt, bekam einen frischen Anstrich und erhielt eine moderne technische Ausstattung. Der größte Teil der Maßnahmen wurde durch die großzügige Unterstützung der Siemens AG ermöglicht. Im Gegenzug trägt der Hörsaal für fünf Jahre den Namen „Werner-von-Siemens-Hörsaal“. Der Raum befindet sich im zentralen Hörsaalgebäude an der Erwin-Rommel-Str. 60 am Südgelände der FAU und wurde in den 70-er Jahren erbaut. Seitdem sind lediglich kleine Reparaturen durchgeführt. „Wir sind stets bestrebt, die Räume zu erneuern, aber häufig fehlt uns dafür schlichtweg das Geld. Daher freuen wir uns sehr, dass unsere Studierenden einmal mehr direkt von der langjährigen guten Beziehung zu Siemens profitieren“, sagt Prof. Dr. Marion Merklein, Dekanin der Technischen Fakultät.

„Eine Universität hat ja immer zwei Aufgaben: Forschung und Lehre. Wissenschaftlicher Fortschritt ist nur dann nützlich, wenn er weitergegeben wird, an möglichst viele. Wir freuen uns daher sehr, dass wir durch unseren Beitrag ermöglichen konnten, dass im neu renovierten Werner-von-Siemens-Hörsaal wieder gut gelernt werden kann“, so Prof. Dr. Siegfried Russwurm, Mitglied des Vorstands der Siemens AG.

Die FAU und der Freistaat Bayern haben in den vergangenen Jahren hohe Summen in Infrastruktur und Ausstattung an der Technischen Fakultät gesteckt. Dennoch müssen die Studienbedingungen weiter verbessert werden – ein Weg dafür ist die finanzielle Unterstützung von Unternehmen. Das Hörsaal-Sponsoring hat sich bereits an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen sowie an der Technischen Fakultät bewährt. Für Siemens ist das Sponsoring eine weitere Möglichkeit der Zusammenarbeit mit der FAU. Das Unternehmen und die Universität verbinden über 100 Kooperationen in den verschiedensten Bereichen.

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), gegründet 1743, ist mit über 35.000 Studierenden, 640 Professuren und rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der größten Universitäten in Deutschland – und, wie aktuelle Erhebungen zeigen, eine der erfolgreichsten und forschungsstärksten. So liegt die FAU beispielsweise im aktuellen Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auf Platz 10 und gehört damit in die Liga der deutschen Spitzenuniversitäten. Neben dem Exzellenzcluster „Engineering of Advanced Materials“ (EAM) und der im Rahmen der Exzellenzinitiative eingerichteten Graduiertenschule „School of Advanced Optical Technologies“ (SAOT) werden an der FAU derzeit über 30 koordinierte Programme von der DFG gefördert. Die Friedrich-Alexander-Universität bietet rund 150 Studiengänge an, darunter fünf Bayerische Elite-Master-Studiengänge und über 32 mit dezidiert internationaler Ausrichtung. Keine andere Universität in Deutschland kann auf ein derart breit gefächertes und interdisziplinäres Studienangebot auf allen Qualifikationsstufen verweisen. Durch über 500 Hochschulpartnerschaften in mehr als 70 Ländern steht den Studierenden der FAU schon während des Studiums die ganze Welt offen.

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der Konzern ist auf den Gebieten Industrie, Energie sowie im Gesundheitssektor tätig und liefert Infrastrukturlösungen, insbesondere für Städte und urbane Ballungsräume. Siemens steht seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität. Siemens ist außerdem weltweit der größte Anbieter umweltfreundlicher Technologien. Rund 40 Prozent des Konzernumsatzes entfallen auf grüne Produkte und Lösungen. Insgesamt erzielte Siemens im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September 2012 endete, auf fortgeführter Basis einen Umsatz von 78,5 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 4,7 Milliarden Euro (inkl. IAS 19R und Rückklassifizierung des Solargeschäfts in die fortgeführten Aktivitäten). Ende September 2012 hatte das Unternehmen auf dieser fortgeführten Basis weltweit rund 370.000 Beschäftigte.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.

Weitere Informationen:
FAU
Prof. Dr. Marion Merklein
Tel.: 09131/85-27140
marion.merklein@fau.de

Siemens AG
Heinz Brenner
Tel.: 09131/7-24968
brenner.heinz@siemens.com

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 213/2013 vom 30. September 2013

DECHEMA-Studentenpreis für TF-Studierende

Gute Abschlussnoten allein machen den Studienerfolg nicht aus: Auch die Studiendauer fällt ins Gewicht, wenn es darum geht, sich als Top-Nachwuchs für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Für die Diplom-Fachrichtung Technische Chemie, Chemische Verfahrenstechnik/Chemieingenieurwesen und Biotechnologie hat deshalb der Fachverband DECHEMA einen jährlichen Studentenpreis ausgeschrieben, mit dem Absolventen ausgezeichnet werden, die bei hervorragenden fachlichen Leistungen besonders kurz und damit effizient studiert haben. Die beiden FAU-Absolventen Martin Heining und Ricarda Friebe konnten in diesem Jahr die Preisrichter mit ihrer Leistung überzeugen. Der Clou: Beide sind Doktoranden am Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik von Prof. Dr. Rainer Buchholz – und wollen dort nach ihren erfolgreichen Master- bzw. Diplomabschlüssen eine wissenschaftliche Karriere verfolgen.

Wie sie zur Bioverfahrenstechnik gekommen sind? „Nachdem ich mein Abitur mit den Leistungskursen Mathematik und Chemie in der Tasche hatte, war für mich klar, dass ich auch im Studium die Naturwissenschaften nicht missen möchte“, meint Ricarda Friebe. Doch ein rein naturwissenschaftliches Studium schien der gebürtigen Oberbayerin sehr eintönig, weshalb sie sich damals für den Studiengang Life Science Engineering entschied: „Hier werden die Kenntnisse der Naturwissenschaften mit technischem Wissen kombiniert, was das Studium sehr abwechslungsreich macht. Schon während meiner Studienzeit habe ich dann ein besonderes Interesse an der Bioverfahrenstechnik entwickelt und bin sehr froh, dass Prof. Buchholz es mir nun ermöglicht, an seinem Lehrstuhl zu promovieren.“ Wobei der Traum, irgendwann eine Weltreise zu unternehmen, auch weiter im Hinterkopf bleibt.

Martin Heining dagegen hat Chemie- und Bioingenieurwesen studiert: „Schon in frühen Jahren hatte ich eine Begeisterung für Naturwissenschaften – besonders die praktische Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse haben mich interessiert.“ Deswegen will er in seiner Promotion nun auch das Thema seiner Masterarbeit – die „Entwicklung neuartiger Photobioreaktoren“ – weiter untersuchen. Allerdings – ein bisschen Freizeit muss der junge Diplom-Ingenieur gelegentlich abzweigen: für seine Stürmer-Auftritte bei seinem Gunzenhäusener Heimatverein, dem 1.FC Aha.

Die Studentenpreise der DECHEMA umfassen eine zweijährige kostenlose DECHEMA- Mitgliedschaft, eine Einladung zum Preisträger-Kolloquium der Max-Buchner-Forschungsstiftung mit Festabend und die Einladung zu zwei im Inland oder Ausland von der DECHEMA ausgerichteten Tagungen innerhalb von zwei Jahren bei voller Reisekostenübernahme durch die DECHEMA.

Quelle: http://blogs.fau.de/news/2013/10/07/schnell-und-effizient-studiert/

26.-28.09.2013: Deutsche Gesellschaft für Biomaterialien tagt an der FAU

Biomaterialien und das Tissue Engineering sind Forschungszweige mit hohem Anwendungspotenzial für die regenerative Medizin: Sie sorgen für „Ersatzteile“ im menschlichen Körper. An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) widmen sich Wissenschaftler um Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini, Inhaber des Lehrstuhls für Biomaterialien, der Erforschung von intelligenten Therapien durch Unterstützung von Biomaterialien. Vom 26. bis 28. September ist die FAU nun Gastgeber der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien. Ein Schwerpunktthema wird die Vaskularisierung von Implantaten sein: die Bildung neuer Blutgefäße an und um das Biomaterial.

Denn auch die Zellen des gezüchteten Gewebes müssen mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Die Vaskularisierung ist daher ein für den Erfolg des chirurgischen Eingriffs und damit auch für die Genesung des Patienten entscheidender Faktor. Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien diskutieren renommierte Experten aus der ganzen Welt unter anderem aktuelle Aspekte und Strategien zur Vaskularisierung, wie den Einsatz von neuartigen funktionellen bioaktiven und abbaubaren Materialien wie Polymere, Metalle und Keramik. „Durch interdisziplinäre Vernetzung von technischen, naturwissenschaftlichen und medizinischen Inhalten wird die Voraussetzung für die Weiterentwicklung von Biomaterialien geschaffen“, sagt Professor Boccaccini.

Die Vaskularisierung ist jedoch nur ein Schwerpunkt. „Wir haben ein breitgefächertes Spektrum von Themen für die Biomaterialforschung, um die neuesten Aspekte der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie Anwendungen in der Klinik zu diskutieren“, erklärt Professor Boccaccini, der auch als Kongresspräsident fungiert. Weitere Schwerpunktthemen beinhalten die Bereiche multifunktionelle bioabbaubare Zellträger (Scaffolds), künstliche Herstellung biologischer Gewebe (Tissue Engineering) sowie Biofabrikation und Bioverfahrenstechnik wie beispielsweise Zell-Drucken und Bioreaktoren. Des Weiteren tauschen sich die Wissenschaftler zu strukturbiologischen Funktionsbeziehungen (in-vitro- und in-vivo-Interaktionen), Beschichtungen und Grenzflächen sowie implantierbare Systeme zur Abgabe von Arzneimitteln (Drug Delivery Systeme) und Nanomaterialien in der Medizin aus.

Das detaillierte Programm finden Sie unter www.dgbm-kongress.de

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini
Tel.: 09131/85-28601
aldo.boccaccini@ww.uni-erlangen.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 209/2013 vom 23. September 2013

200 Liter fränkisches Bier auf dem Weg nach Seoul

Nicht nur in Deutschland wird der 3. Oktober als Tag der deutschen Einheit gefeiert – nein, auch die deutschen Botschaften in aller Welt wollen an diesem Tag die Gläser heben und auf diesen denkwürdigen Meilenstein der Geschichte anstoßen. Und womit? Natürlich am liebsten mit Bier aus der Heimat. Die deutsche Botschaft in Seoul hat diese Herausforderung elegant gelöst: Gastgeber für die Feierlichkeiten in Seoul ist in diesem Jahr die Region Franken – und wo gäbe es besseres Bier? Ist doch Franken nicht nur die Heimat vieler kleiner Familienbrauereien, sondern auch einer Universität, an der Bierbrauen auf dem Lehrplan steht: Am Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik der FAU lernen seit vielen Jahren Studierende unter der Leitung von Prof. Dr. Rainer Buchholz das Brauverfahren kennen – und auch wenn da die Biochemie im Vordergrund steht, muss der Geschmacksfaktor dabei nicht zu kurz kommen. Was erst jüngst wieder ein dritter Platz im Wettbewerb der bierbrauenden Hochschulen bewiesen haben dürfte.

Da die FAU durch ihren Campus im koreanischen Busan engste Kontakte nach Korea unterhält, wollte FAU-Kanzler Thomas A.H. Schöck sich nicht lumpen lassen – und erklärte sich einverstanden, eine Bierlieferung nach Korea zu entsenden, damit die deutsche Botschaft den Tag der deutschen Einheit standesgemäß feiern kann. Und so waren die jungen Bioverfahrenstechniker Tobias Weidner und Stefan Ringgeler mit ihren Kommilitonen ganz schön beschäftigt damit, 200 Liter vom guten Röthelheim Bräu – der Eigenmarke der FAU – in Fässer abzufüllen, die dann in dieser Woche auf die Reise gingen, um pünktlich zum 3. Oktober in Seoul einzutreffen. Kanzler Schöck und Prof. Buchholz standen den Nachwuchs-Brauern übrigens tatkräftig zur Seite – und ohne eine kleine Verkostung ging es natürlich auch nicht. Wohl bekomm’s.


Quelle: http://blogs.fau.de/news/2013/09/20/die-fau-braut-fuer-korea/
Fotos: FAU | Weitere Informationen: presse@fau.de

27.11.2013: 4th Automated Mobility Analysis Symposium Erlangen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kollegen,

wir dürfen Sie kurz auf das vierte Automatisierte Mobilitäts-Analyse Symposium Erlangen (AMASE2013) hinweisen, das am 27.11. ab 13:00 Uhr im Auditorium im Erlanger Schloss statt findet. Das Programm sowie weitere Informationen zum Symposium finden Sie auf www.amase.de. Dort finden Sie auch die Möglichkeit, eigene Projekte während des Symposiums als Poster auszustellen. Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen.

PD. Dr. med. Jochen Klucken | E-Mail: jochen.klucken@uk-erlangen.de
Prof. Dr. Bjoern Eskofier | E-Mail: bjoern.eskofier@cs.fau.de

17.10.2013: Seminar "Engineering komplexer Anlagen"

Die Planung und Realisierung komplexer Anlagen ist von großer wirtschaftlicher Bedeutung für zahlreiche Unternehmen in Deutschland. Dabei stellt insbesondere die Koordination der unterschiedlichen Fachdisziplinen sowie der zunehmende Einsatz moderner Software-Tools über den gesamten Engineering-Prozess hinweg die Unternehmen vor große Herausforderungen. Das Seminar „Erfahrungsberichte zum Engineering komplexer Anlagen“ richtet sich in diesem Umfeld gleichermaßen an Unternehmen der Fertigungsindustrie und Engineering-Dienstleister.

Weitere Informationen und Anmeldung
http://www.faps-tt.de/wp-content/uploads/2013/09/FAPS-TT_Fachseminar_Erfahrungsberichte-Engineering_11.09.13.pdf

Kontakt
Sigrun Holzinger
Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik der FAU
Prof. Dr.-Ing. Jörg Franke
Fürther Str. 246 b, 90429 Nürnberg
sigrun.holzinger@faps.uni-erlangen.de
www.faps.uni-erlangen.de

25.09.2013: DVM-Tagung: "Zuverlässigkeit von Implantaten und Biostrukturen"

Mit Prof. A. R. Boccaccini (Lehrstuhl Biomaterialien) als Gastgeber tagt der Deutsche Verband für Materialforschung und -prüfung (DVM)-Arbeitskreis "Zuverlässigkeit von Implantaten und Biostrukturen" am 25. September 2013 in Erlangen.

Weitere Informationen
http://www.biomat.techfak.uni-erlangen.de/img/uploaded/pdf/dvm-ak_25_09_2013_erlangen.pdf

24.-26.09.2013: Schüler-Studieninfotage der FAU

Wie in jedem Jahr lädt die FAU auch 2013 alle Abschlussklassen von Gymnasien, Berufs- und Fachoberschulen zu ihren Infotagen ein. Unter dem Motto „Fit für die Zukunft“ stellt die Universität in der Zeit vom 24. bis 26. September in mehr als 80 einzelnen Veranstaltungen in Erlangen und Nürnberg ihr gesamtes Fächerangebot vor. Vorträge über Berufsfelder und Auslandsstudium ergänzen das Programm. Die Infotage als größte Veranstaltung dieser Art in Bayern haben zum Ziel, Schülerinnen und Schüler mit den für ihre Studien- und Berufsentscheidung notwendigen Informationen zu versorgen. Das Programm gibt es unter

Programm der Infotage:
www.fau.de/infotage

IT-Beratungshaus spendet für Informatik-CIP-Pool

Das Erlanger IT-Beratungsunternehmen develop group spendet 70 Bürodrehstühle für einen Computerarbeitsraum – einen sogenannten CIP-Pool – am Department Informatik der FAU. Am 2. Oktober wird der CIP-Pool in der Martensstraße 3 in Erlangen um 14 Uhr eingeweiht.

„Der Arbeitsraum wird sehr stark und oft bis in die Abendstunden von den Studierenden genutzt. Deshalb wollten wir hier für bessere Lernbedingungen sorgen. Das ist mit der großzügigen Unterstützung des Sponsors gelungen“, freut sich Dr. Christian Brosch, Geschäftsführer des Departments Informatik, über die Förderung. Mit der Hilfe der develop group kann die gesamte Bestuhlung in dem CIP-Pool, der sich in dem Informatik-Hochhaus auf dem Südgelände der FAU befindet, erneuert werden.

Die FAU und die develop group, die mit mehr als 100 hochqualifizierten Arbeitskräften Dienstleistungen zur Software-Entwicklungsmethodik anbietet, unterhalten seit Jahren enge Kontakte: So hat Detlef Kips, heute einer der geschäftsführenden Gesellschafter der develop group, an der FAU promoviert und ist seit vielen Jahren Honorarprofessor am Department Informatik der Technischen Fakultät. Die Unterstützung der Informatik-Lehre an der FAU ist ihm deshalb ein besonderes Anliegen. „Je besser die Ausbildung und die Arbeitsbedingungen der Studierenden“, so Kips, „desto besser ist langfristig auch die Qualifikation des Nachwuchses für uns und die übrigen Arbeitgeber in der IT-Branche.“

Weitere Informationen:
Christiane Maerten | 09131/85-27282 | christiane.maerten@fau.de

FAU-Wissenschaftler wollen Algen für die Wirtschaft nutzbar machen

Knapp eine Million Euro aus den Töpfen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung stehen Prof. Dr. Rainer Buchholz und seinem Kollegen Prof. Dr. Antonio Delgado zur Verfügung, um eine Vision in die Tat umzusetzen: Im industriellen Maßstab wollen die beiden Wissenschaftler gemeinsam mit der Firma E.ON Hanse einzellige Algen kultivieren, um daraus die Wertstoffe zu ziehen, die so eine Alge zu bieten hat: Von antiviralen und antibakteriellen Substanzen für den Einsatz in der Medizin über Farbstoffe und Biowerkstoffe bis hin zu Fettsäuren für flüssige Biotreibstoffe reicht da das Spektrum. Mit den verbleibenden Resten der Algen könnten dann noch Biogasanlagen betrieben werden. Der Clou: Die Forscher nehmen das Klima in Deutschland für eine Kultivierung ins Visier, so dass später nicht auf ein südliches Land für die Produktion ausgewichen werden muss. Das Projekt wird allerdings nicht nur am Standort Erlangen betrieben, sondern auch im koreanischen Busan, wo die FAU ihren Zweig-Campus betreibt und junge Chemie- und Bioingenieure ausbildet. Der industrielle Kooperationspartner E.ON steuert ebenfalls Forschungsleistung und die Nutzung einer großen Freilandanlage bei.

Sie haben so klangvolle Namen wie Dunaliella, Chlorella oder Spirunlina. Mikroskopische Bilder von Mikroalgen sind oft wunderschön. Als Wert- und Rohstofflieferanten aber sind sie vor allem deshalb so interessant, weil sie mit Hilfe ihrer Photosynthese das preiswerte Sonnenlicht als Energie nutzen können. Und: Sie enthalten erstaunlich viele begehrte und hochwertige Substanzen, die der Mensch für verschiedenste industrielle Anwendungen verwerten kann. Außerdem stellen sie wichtige Rohstoffe her, die als Alternativen zu aktuell genutzten endlichen Ressourcen dienen können. Die Rede ist von einzelligen Algen, die schon seit etlichen Jahren die Phantasie der Biotechnologie beflügeln – als nachwachsende Rohstoffe für flüssige Treibstoffe zum Beispiel. Allerdings fehlten bislang häufig effiziente Verfahren, um die industrielle Nutzung von Algen wirtschaftlich zu machen. Am Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik an der FAU wollen Prof. Dr. Buchholz und seine Leute erste Anwendungen entwickeln und untersuchen, welche Möglichkeiten sich in diesem Zusammenhang ergeben. Ziel des Projekts ist es, einen möglichst hohen Effizienzgrad bei der Auswertung der Algenbiomasse zu erzielen, ähnlich wie es in der Erdölraffinerie inzwischen zur Perfektion getrieben ist. Gleichzeitig sollen zu diesem Zweck neue Algen-Spezies identifiziert werden, die als Wert- und Rohstofflieferanten besonders geeignet sind.

Zunächst geht es den Wissenschaftlern darum, möglichst viele verschiedene Algen-Spezies zu kultivieren und im Hinblick auf ihre Verwertbarkeit unter die Lupe zu nehmen. „In einem Screening sehen wir uns ganz unterschiedliche Algenarten an – von marinen Algen über Süßwasseralgen“, erklärt Buchholz. Die Salzwasseralge Dunaliella salina zum Beispiel enthalte jede Menge Beta-Carotin und sei auch bei hohen Salzkonzentrationen kultivierbar. Andere Sorten wiederum liefern Fettsäuren, die für den Energiesektor von Bedeutung sind. Dafür betrachten die Bioverfahrenstechniker vor allem im Freiland kultivierte Algen, deren Produktion relativ billig sein kann. Sie wollen auch untersuchen, ob man das Kohlendioxid aus Abgasen von Kraftwerken als Kohlenstoffquelle einsetzen kann – zum Beispiel in der Anlage, die Kooperationspartner E.on Hanse in Hamburg betreibt. Im Labor an seinem Erlanger Lehrstuhl dagegen hat Buchholz, der übrigens auch die Fachgruppe „Algenbiotechnologie“ bei der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. leitet, eine geschlossene Kultivierungsanlage für Mikroalgen aufgebaut, die mengenmäßig vom Glaskolben über Literanlagen bis hin zu 120-Liter-Reaktor alles bieten kann. Konzipiert für sterile Bedingungen, ist sie der Ort, aus dem die Forscher eher Wirkstoffe für medizinische Anwendungen extrahieren können.

Doch mit Untersuchungen in Deutschland wollen sich Buchholz und seine Kollegen nicht zufrieden geben: Das Projekt „Micro algae biorefinery“ ist als Kooperationsprojekt zwischen der FAU und ihrem koreanischen Ableger, dem FAU Campus Busan angelegt. Dort werden ebenfalls Chemie- und Bioingenieure an dem Screening mitarbeiten, Algen kultivieren und neue Spezies identifizieren, die bislang vielleicht noch gar nicht bekannt waren. Bei ersten Untersuchungen haben die Forscher auch schon „einige Vertreter entdeckt, die wir für sehr relevant erachten“, meint Buchholz. „Und wir hoffen, weitere interessante neue Kandidaten zu finden.“ Der Charme von Korea: Es hat, anders als Deutschland, eine große Küstenlinie – und damit jede Menge Platz für Anlagen, in denen die Algen gedeihen. Außerdem sei das Klima in Korea für den vergleichenden Blick interessant: Busan liegt etwa auf dem Breitengrad von Neapel. Buchholz möchte nun herausfinden, wie sich die unterschiedliche Sonnenintensität und Tageslichtdauer an den beiden Standorten auf das Wachstum der Algen auswirkt.

Sind schließlich geeignete Spezies gefunden, geht es darum, den größtmöglichen Nutzen aus der Alge zu ziehen – möglichst alle Bestandteile der Algen sollen optimal ausgewertet werden, um verschiedene Bedürfnisse der Industrie zu befriedigen. Dieses Projektziel verbirgt sich hinter dem Fachbegriff „Bioraffinerie“ und soll in enger Zusammenarbeit mit den Strömungsmechanikern der FAU geschehen: Prof. Delgado und sein Team wollen mittels strömungsmechanischer Berechnungen die Reaktoren so optimieren, dass selbst in dichten Kulturlösungen aus stark wachsenden Algen alle Einzeller genügend Licht bekommen. Solche Kulturflüssigkeiten sind schnell so undurchsichtig, dass Licht von außen nicht mehr sehr tief eindringen kann. Die meisten Algen können deshalb ohne geeignete Maßnahmen kaum noch Energie beziehen. Zugleich versuchen die Prozess-Experten, geeignete Verfahren in Reihe zu schalten, um die Alge in einem Bioraffinerieverfahren möglichst effizient zu nutzen, was den Gesamtprozess wirtschaftlich machen soll.

„Wir hoffen, im Lauf der kommenden drei Jahre schon erste Ergebnisse vorzeigen zu können, um zu demonstrieren, wie erfolgversprechend Algen für uns in Zukunft sein werden “, erklärt Buchholz.

Prof. Dr. Rainer Buchholz
Tel.: 09131/85-23003
rainer.buchholz@bvt.cbi.uni-erlangen.de

Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 58/2013 vom 18. September 2013

Fraunhofer IIS stellt Referenzentwurf für MPEG-3D-Audio-Standard

Der Vorschlag des Fraunhofer IIS für eine neue 3D-Audio-Technologie konnte sich in der MPEG-Standardisierungsorganisation nach einem umfassenden Auswahlverfahren gegen die weltweite Konkurrenz durchsetzen und bildet damit die Grundlage für die Entwicklung des künftigen MPEG-H-3D-Audio-Standards. Dieser Erfolg zeigt einmal mehr eindrucksvoll, dass die mp3- und AAC-Entwickler in Erlangen zur Weltspitze in der Audiocodierung gehören.

Der kommende MPEG-Standard wird die effiziente und flexible Übertragung und Wiedergabe von 3D-Audiosignalen ermöglichen. Davon sollen alle denkbaren künftigen Wiedergabesysteme profitieren: 3D-Heimkinosysteme mit Lautsprechern für 22.2-Kanal-Ton, 3D Audiosysteme im Auto und sogar Tablet-Computer und Smartphones, mit denen über Kopfhörer 3D-Sound wiedergegeben werden kann.

Um dieses breite Einsatzspektrum zu ermöglichen, wurden in MPEG vorab zwei Kategorien für die Codierung und Wiedergabe definiert: kanal-/objektbasiertes und szenenbasiertes 3D-Audio. Unternehmen und Einrichtungen aus aller Welt haben daraufhin Technologie-Vorschläge für die beiden Anwendungsfälle eingereicht, die in zehn Akustiklaboren weltweit getestet wurden – insgesamt von über 50 Testhörern, die über 41 000 Wertungen abgegeben haben.

Die kanal-/objektbasierte Technologie des Fraunhofer IIS enthält einen Audiocodec, der auf dem neuen Extended HE-AAC Codec aufbaut und mit einem 3D-Rendering-Algorithmus kombiniert ist. Mit diesem Ansatz konnte in den MPEG-Hörversuchen die beste Klangqualität für alle getesteten Wiedergabeszenarien dieser Kategorie erzielt werden.

Der endgültige Standard wird kanal-/objektbasierte und szenenbasierte Technologien zusammenführen. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2015 geplant.

Quelle: http://www.iis.fraunhofer.de/de/pr/2013/20130903_Audio_3D_MPEG.html

Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg gegründet

Forschungsschwerpunkt liegt auf erneuerbaren Energien

Soll die Energiewende in Deutschland ein Erfolg werden, müssen effiziente, kostengünstige und praktikable Lösungen für die grüne Energie der Zukunft gefunden werden. Einen wichtigen Schritt auf diesem Weg machen die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), das Forschungszentrum Jülich und das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB): Sie gründen gemeinsam das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN). In Anwesenheit von Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, der drei bayerischen Minister Dr. Wolfgang Heubisch, Joachim Herrmann und Dr. Markus Söder sowie Staatssekretärin Katja Hessel ist am 20.08.2013 in Nürnberg der Kooperationsvertrag zwischen den drei Partnern unterzeichnet worden.

Kernstück der Zusammenarbeit ist das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg, in dem die drei Einrichtungen ihre Kompetenzen auf dem Feld der regenerativen Energien zusammenführen. Das neue Institut, das auf dem Erlanger Südgelände der FAU sowie in Nürnberg auf dem ehemaligen AEG-Gelände entsteht, wird als Außenstelle des Forschungszentrums Jülich betrieben und soll mittelfristig 40 bis 50 Mitarbeiter haben. Der Freistaat Bayern beabsichtigt, einen Forschungsneubau für das Institut zu finanzieren und in der Gründungsphase zusätzlich für einen Zeitraum von fünf Jahren den laufenden Betrieb zu unterstützen. Die Helmholtz-Gemeinschaft, die Anfang Juni durch eine Entscheidung ihres Senats grünes Licht für die Gründung des ersten Instituts in Nordbayern gegeben hatte, fördert die Einrichtung mit jährlich 5,5 Millionen Euro für Personal, Betrieb und Investitionen.

Inhaltlich befasst sich das HI ERN zunächst mit zwei großen Schwerpunkthemen: der Erforschung druckbarer Photovoltaik und innovativen Methoden zur chemischen Energiespeicherung über Wasserstofftechnologien. Beides sind zentrale Fragestellungen, wenn es um die breite und kostengünstige Nutzbarmachung von erneuerbaren Energien und den Erfolg der Energiewende in Deutschland geht.

Die beiden Helmholtz-Zentren in Jülich und Berlin steuern ihre Expertise auf den Gebieten der Materialforschung für solare Technologien sowie für die Erzeugung von Wasserstoff aus erneuerbarer Energie bei. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Systemtechnologien rund um das Thema Wasserstoff. Die FAU wird ihre international anerkannte Material- und Prozessforschung für die Erforschung und Entwicklung erneuerbarer Energiesysteme in das HI ERN einbringen. Als Keimzelle für das neue Institut diente der an der FAU seit 2007 etablierte Exzellenzcluster für Material- und Prozessforschung EAM (Engineering of Advanced Materials). Dort hat die FAU in den vergangenen Jahren wegweisende Erfolge in der Grundlagenforschung erzielen können, die nun für die Erforschung und Entwicklung erneuerbarer Energiesysteme nutzbar gemacht werden sollen.

Die Zusammenarbeit zwischen Jülich, Berlin und der FAU wird sich unter anderem auf gemeinsame Forschungsprojekte, Berufungen sowie den Austausch von Mitarbeitern und Studierenden auswirken. Mit dem Jahresetat sollen neben vier Professuren auch zwei Nachwuchsgruppen finanziert werden. Der neue Forschungsbau wird auf etwa 2.500 Quadratmetern Labors und Büros für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beherbergen.

Stimmen zur Gründung des Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg

Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung: „Forschung ist der Schlüssel, um die Energiewende erfolgreich zu gestalten und den Anteil erneuerbarer Energien schnell zu steigern. Das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg hat sich mit der Materialforschung und den Speichertechnologien zwei strategisch besonders wichtige Themen vorgenommen, bei denen wir neue Erkenntnisse erwarten. Ich freue mich, dass auf diesem wichtigen Feld universitäre und außeruniversitäre Kompetenzen gebündelt werden.“

Dr. Wolfgang Heubisch, bayerischer Wissenschaftsminister: „Mit dem heutigen Startschuss für das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien siedelt sich nunmehr nach der Leibniz-Gemeinschaft in Bamberg und der Max-Planck-Gesellschaft in Erlangen und Würzburg auch die dritte große außeruniversitäre Wissenschafts-Organisation, die Helmholtz-Gemeinschaft, in Franken an. Ich freue mich, dass uns damit eine Stärkung des nordbayerischen Wissenschaftsraums von erheblicher Bedeutung gelungen ist. Diese Entwicklung ist ein nachhaltiger Beleg dafür, dass Spitzenforschung an Hochschulen Einrichtungen der außeruniversitären Forschung anzieht.“

Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Präsident der FAU: „Die helmholtzfreie Zone Nordbayern ist mit dieser Entscheidung endlich Geschichte. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den beiden Helmholtz-Zentren in Jülich und Berlin. Der Wissenschaftsstandort Erlangen-Nürnberg gewinnt mit der Ansiedlung des Helmholtz-Instituts zusätzlich an Profil und wird zu einem der wichtigsten Zentren für die Forschung rund ums Thema erneuerbare Energien und Materialwissenschaften.“

Prof. Dr. Harald Bolt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums Jülich: „Das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg soll dazu beitragen, entscheidende Forschungsimpulse für das Gelingen der Energiewende in Deutschland zu entwickeln. Am Standort Erlangen-Nürnberg gibt es ideale Bedingungen für die Forschung rund um das Thema erneuerbare Energien.“

Prof. Dr. Anke Kaysser-Pyzalla, wissenschaftliche Geschäftsführerin des HZB: „Unsere Beteiligung am HI ERN ist auch ein Ausdruck dafür, dass sich das HZB verstärkt als modernes Energieforschungszentrum mit Schwerpunkt Materialforschung ausrichtet.“

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist die größte Forschungsorganisation in Deutschland und forscht mit fast 34.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren mit einem Jahresbudget von 3,76 Mrd. Euro an den großen Fragen der Gesellschaft.

Bildmaterial zur Gründungsveranstaltung finden Sie unter:
http://blogs.fau.de/news/2013/08/20/helmholtz-institut-erlangen-nuernberg-gegruendet/

Weitere Informationen:

Heiner Stix
FAU
Tel.: 09131/85-70200
heiner.stix@fau.de

Dr. Anne Rother
Forschungszentrum Jülich
Tel.: 02461/61-4661
a.rother@fz-juelich.de

Dr. Ina Helms
Helmholtz-Zentrum Berlin
Tel.: 030/8062-42034
ina.helms@helmholtz-berlin.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 185/2013 vom 20. August 2013

Erstes Spin-Off des FAU-Lehrstuhls für Mustererkennung mit CE-Kennzeichnung

Chimaera GmbH verkauft medizintechnische Bildverarbeitungssoftware jetzt europaweit

Innerhalb von Europa dürfen medizintechnische Produkte nur mit dem CE-Kennzeichen vertrieben werden. Als erstes Spin-Off des Lehrstuhls für Mustererkennung (LME) hat die Chimaera GmbH jetzt diese Hürde genommen. Die Grundlagen für ihre Bildverarbeitungssoftware hat das Unternehmen am LME erforscht.

Weiterlesen: http://blogs.fau.de/news/2013/08/14/spin-off-mustererkennung-mit-ce-kennzeichnung/

FAU-Student gewinnt Preis für originelle Informatik

Was wenn ein Eindringling sich seine Beute an vielen verschiedenen Orten zusammensuchen muss? Und die Beute erkennt, dass ein Dieb herumstöbert und sie laufend Bäumchen-Wechsel-dich spielt? Dann ist eine ausgeklügelte Sicherheits-Software am Werk. Mit einer Software, die nach diesem Prinzip Daten sichert, hat Kevin Höllring, Student der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) beim Bundeswettbewerb Jugend forscht einen Sonderpreis gewonnen. Doch am Ziel ist der 18-Jährige deshalb noch lange nicht.

Zwar interessierten sich beim Bundeswettbewerb in Leverkusen Ende Juni gleich mehrere IT-Unternehmen für seinen Ansatz, doch zwei Dinge fehlen Kevin Höllring noch. Er will seine Idee mit einem Patent schützen lassen und er muss noch ausführlich beweisen, dass der Ansatz genau das macht, was er soll: nämlich Daten schützen. Doch davon lässt er sich nicht abschrecken. Immerhin hat es zwei Jahre gedauert, bis aus einem ersten Gedanken ein ausgereiftes Modell geworden ist. Angefangen hatte es damit, dass Höllring nach dem Jugend-forscht-Landeswettbewerb 2011 anderen Schülern beim Abbauen der Ausstellungsstände half. Als er ein Molekül-Modell bestehend aus Kugeln und Stäben zerlegte, kam ihm die Idee: Warum nicht Daten auf dem Computer auf verschiedene Speicherplätze verteilen?

Denn sensible Daten lassen sich auf Rechnern, die mit dem Internet verbunden sind, nur schwer vor einem Hacker-Angriff schützen. Daher ist die Idee einer delokalisierten Speicherung überaus clever – doch nicht mehr neu, sondern mittlerweile IT-Sicherheitsstandard. In Höllrings Modell sollen jedoch die Datenpakete nicht nur an verschiedenen Orten eines Netzwerks verteilt werden, sondern es soll auch keinen „Master“-Rechner geben, bei dem alle Fäden zusammenlaufen. Vielmehr tauschen die Rechner diese Rolle ständig. Zusätzlich sollen die Daten laufend von einem Platz zum nächsten umziehen. Für Kriminelle wäre es dadurch sehr viel schwerer, an Informationen zu gelangen.

Als weitere Sicherung hat sich Höllring ein ausgeklügeltes Verfahren zur Authentifizierung ausgedacht: Ein Benutzer, der alle seine Daten wiederfinden will, muss sich an jedem einzelnen Knotenpunkt ausweisen. Nur wenn der Ablauf plausibel erscheint, ein Nutzer also nicht wahllos im Netzwerk umherirrt, um Daten aufzuspüren, werden weitere Informationen freigegeben. Schlägt das Netzwerk Alarm, werden sofort die Knotenpunkte gesperrt und es wird versucht, den Eindringling aufzuspüren. Es handelt sich also um ein dynamisches System, in dem zufällige und fließende Rollenwechsel verschiedener Rechner stattfinden und die Kommunikation untereinander auf einem wachsenden Vertrauensprinzip beruht. Trotz der dezentralen, flexiblen Speicherung entsteht erstaunlicherweise nur geringfügig mehr Datenverkehr, der das Netzwerk belastet.

Komplizierter mathematischer Beweis
So einleuchtend die Idee klingen mag, so schwierig ist es, die Funktionsweise mathematisch darzustellen: Kevin Höllring muss mit vielen Variablen jonglieren, die die dynamische Struktur des Systems widerspiegeln und gleichzeitig auch ausreichend flexibel die möglichen Angriffstaktiken von Hackern beschreiben. Besonders die Aufteilung des Netzwerkes in verschiedene ständig wechselnde Zuständigkeitsbereiche mit unterschiedlichem Kenntnisstand machen eine Darstellung dabei sehr komplex. So gibt es z.B. einen Teil des Netzwerkes, der sich merkt, wie Dateien mit kleineren Datenpaketen zusammenhängen, während ein anderer Teil die Information über die Verschlüsselung der Pakete aufbewahrt. Gelangt ein Angreifer an eine dieser Informationen, so fehlt ihm jeweils die andere, entweder die Zusammengehörigkeit oder die Verschlüsselung. Außerdem fehlt ihm in jedem Fall noch das Datenpaket selbst. Daher stellt sich mathematisch die Frage: Wenn sich die Informationen über die Pakete und die Pakete selbst im System verteilen, wie wahrscheinlich ist es dann, dass ein Angreifer tatsächlich genügend Daten entwenden kann, um relevante Informationen zu rekonstruieren? Die Antwort ist maßgeblich von Annahmen über die Vorgehensweise von Kriminellen und Vereinfachungen der Struktur des Systems abhängig.

Der junge Student ist zuversichtlich, dass ihm die komplizierte Berechnung früher oder später gelingen wird. Der bisher noch nicht ganz vollständige Beweis war auch der Grund, warum er beim diesjährigen Bundeswettbewerb Jugend forscht den Sonderpreis der Konrad-Zuse-Gesellschaft für originelle Informatik bekommen hat und nicht als Bundessieger aus Leverkusen nach Hause gekommen ist.

Dort dürfte ihm ohnehin wenig Zeit zum Grübeln bleiben: Das Bachelorstudium der Mathematik hat der 18-Jährige bereits zur Hälfte abgeschlossen, in Physik hat er das erste Semester hinter sich – Doppeltermine von Seminaren, Tutorien und Vorlesungen während des Semesters inklusive. Außerdem engagiert er sich als Betreuer am SchülerForschungsZentrum der FAU und in verschiedenen Matheprojekten für Jugendliche. „Das ist eine Chance für mich, andere mit meiner Begeisterung für Mathematik, Informatik und Physik anzustecken“, sagt Kevin Höllring. Und sollten ihm die Aufgaben ausgehen, kann er sich zur Abwechslung in aller Ruhe seiner neuen Art der Datensicherung widmen.

Ansprechpartnerin:
Blandina Mangelkramer
Tel.: 09131/85-70210
presse@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 182/2013 vom 13. August 2013

Günstigere Elektrofahrzeuge durch motorintegrierte Leistungselektronik

Das Forschungsprojekt EMiLE untersucht unter Beteiligung des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB, wie sich durch Hochintegration von Leistungselektronik in elektrischen Antriebsmaschinen der Wirkungsgrad und die Leistungsdichte bei sinkenden Systemkosten steigern lassen.

Artikel im Netz: http://allpr.de/168122/Guenstigere-Elektrofahrzeuge-durch-motorintegrierte-Leistungselektronik-Start-fuer-Projekt-EMiLE.html

Erwartungen übertroffen: IATI-BioMed 2013 in Tel Aviv

Das Portal www.arzt-aspekte.de berichtet über den Werbefeldzug des BMBF für den Medizinstandort Deutschland auf der IATI-Biomed 2013 in Tel Aviv – ganz prominent auch das Spitzencluster in Erlangen. Zitiert ist Tobias Zobel vom ZiMT.

Zum Artikel: http://www.arzt-aspekte.de/BMBF-Delegation-rueckt-Deutschland-auf-der-IATI-BioMed-2013-in-Tel-Aviv-ins-Rampenlicht-_41662.html

Save the date: Dies academicus 2013

Am 4. November 2013 feiert die Universität Erlangen-Nürnberg in Anwesenheit des Wissenschaftsministers ihren 270. Jahrestag im Großen Hörsaal des Neuen Hörsaalgebäudes, Ulmenweg 18, 91054 Erlangen.

Den Festvortrag wird in diesem Jahr Prof. Dr. Michael Lackner, M.A. Lehrstuhl für Sinologie, Internationales Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung “Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa“ halten.

Einlass ist ab 16:00 Uhr; erstmals begrüßen wir unsere Gäste mit einem Sektempfang und musikalischer Begleitung durch die Profs Night Big Band. Beginn der Festveranstaltung ist um 17:00 Uhr. Im Anschlus Empfang in der benachbarten „Palmeria“.

Ingenieurinnen-Preis für Marion Bartesch

Frauen in MINT-Berufen mögen noch rar sein – doch erfolgreich sind sie auf alle Fälle. Das zeigen die aktuellen Preisträgerinnen des Ingenieurinnen-Preises, den Wissenschaftsminister Heubisch soeben fünf jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen verliehen hat. Unter ihnen: Marion Bartesch von der FAU.

Weiterlesen: FAU Aktuell

FAU-Forscher rechnen viermal schneller

FAU erhält neuen Supercomputer für wissenschaftliche Simulationen

Wenn die Werkstoffwissenschaftler um Prof. Dr. Erik Bitzek von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) herausfinden wollen, was auf atomarer Ebene passiert, wenn Werkstoffe versagen, dann simulieren sie dies mit Hilfe komplexer Computerprogramme. Das lässt sich allerdings nicht an einem einfachen PC bewerkstelligen. Die Forscher nutzen mächtige Supercomputer im Rechenzentrum der FAU. Schon bald werden die Wissenschaftler dort noch schneller rechnen können.

Voraussichtlich schon im November wird am Regionalen Rechenzentrum Erlangen (RRZE) der FAU ein neues Rechnersystem installiert, das rund 200 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde ausführen kann und die Rechenleistung am RRZE vervierfacht. „Die neue Ressource rundet das Angebot der Bundesrechner in Garching, Stuttgart oder Jülich ab und eröffnet unseren Wissenschaftlern auf diese Weise Möglichkeiten, die FAU-Aktivitäten in sich rasant weiterentwickelnden Forschungsgebieten vor Ort weiter auszubauen“, sagt Dr. Gerhard Hergenröder, Technischer Direktor des RRZE.

Vor allem in den Natur- und Technikwissenschaften – in Fachgebieten, wo es zu aufwändig und teuer, manchmal zu gefährlich oder aus anderen Gründen unmöglich ist, bestimmte Experimente direkt durchzuführen – nutzen Wissenschaftler das so genannte High Performance Computing, an der FAU zum Beispiel in den Materialwissenschaften und in anderen Ingenieurwissenschaften, aber auch in der Physik, den Life Sciences, der theoretischen Chemie, der angewandten Mathematik und der Informatik. „Modellierung und Simulation“ ist einer der Wissenschaftsschwerpunkte der Technischen Fakultät. Dort haben die Forscher ihre Kompetenzen im Zentralinstitut für Scientific Computing gebündelt.

Werkstoffwissenschaftler der FAU untersuchen zum Beispiel, wie sich die einzelnen Atome in einem Kupferdraht verhalten, der gebogen, gezogen und gestaucht wird. Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Erdmann Spiecker experimentiert dazu am hochauflösenden Transmissionselektronenmikroskop Titan3. Prof. Dr. Erik Bitzek und sein Team nutzen die Supercomputer am RRZE, um solche Experimente Atom für Atom zu simulieren. Erst die direkte Kombination von Experiment und Simulation erlaube es, genau nachzuvollziehen was in Milliardstel Sekunden zwischen den Atomen passiert, wenn sich ein Nanometer dicker Draht verformt, erläutert Bitzek. Ein Run – der Durchlauf einer Simulation – erzeuge dann schon mal 500 Gigabyte an Daten, erklärt er, genug um eine durchschnittliche PC-Festplatte zu füllen.

„Bisher mussten wir manchmal einige Tage warten, bis die aufwändigen Simulationsläufe mit mehreren Millionen Atomen auch tatsächlich gerechnet werden konnten, weil die Nachfrage an der FAU so groß ist“, sagt der Forscher. „Der neue Höchstleistungscomputer wird die Warteschlange jetzt deutlich verkürzen.“ Direkten Zugang zu einem leistungsfähigen Rechner vor Ort zu haben ist für die Wissenschaftler an der FAU ein klarer Standortvorteil: „Da kann man so auch schnell mal etwas ausprobieren, ohne ein aufwändiges Antragsverfahren wie bei den Bundesrechenzentren durchlaufen zu müssen“, sagt Erik Bitzek.

Der neue Supercomputer basiert auf den Server-Mikroprozessoren der Firma Intel vom Typ „Ivy Bridge“ und bezieht seine Leistung aus 10.880 Rechenkernen, die auf 544 Rechenknoten verteilt sind. Diese Knoten sind über ein Hochgeschwindigkeitsnetzwerk miteinander gekoppelt, was einen effizienten Einsatz für hochkomplexe Simulationsaufgaben erst möglich macht. Der Auftrag für das 2,5 Millionen Euro teure System ging an die Firma NEC Deutschland GmbH, die in den kommenden Wochen zwölf Rechnerschränke mit modernster Hardware aufstellen wird. Parallel dazu investiert die Universität in die Kälteversorgung des Gebäudes, um den Rechnerraum für die Installation der neuen Anlage fit zu machen.

Das Regionale Rechenzentrum Erlangen
Seit Jahrzehnten sorgt das RRZE als der IT-Dienstleister für eine funktionierende IT-Infrastruktur an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Es unterstützt im Rahmen des Regionalkonzepts weitere Hochschulen und Universitäten in der Umgebung. Als Schnittstelle zwischen Forschung und Technik begreift sich das RRZE als Zentrum computertechnologischer Kompetenz in der Hochschullandschaft Nordbayerns und als Partner der Wissenschaft. Die wissenschaftlichen Arbeiten der High Performance Computing-Gruppe sowie der Professur für Höchstleistungsrechnen haben international hohes Renommee.

Informationen für die Medien:
RRZE
Katja Augustin
Tel.: 09131/85-28135
katja.augustin@fau.de

Prof. Dr.-Ing. Erik Bitzek
Tel.: 09131/85-27507
erik.bitzek@ww.uni-erlangen.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 178/2013 vom 1. August 2013

Audi und NMF/FAU kooperieren beim Leichtbau mit neuen Materialien

Automobilbau: Neue Entwicklungen sparen Gewicht und reduzieren CO2 – Ausstellung im Technikum 1, Fürth

Die Audi AG und die Neue Materialien Fürth GmbH (NMF) in Verbindung mit der FAU haben am 29. Juli eine gemeinsame Ausstellung im Foyer des Gebäudes Technikum 1 in Fürth in der Dr. Mack-Str. 81 eröffnet: Anhand der Karosseriestruktur eines Audi A8 können sich Interessierte informieren, wie heute ein intelligenter Materialmix beim Automobilbau aussehen muss – und wie eine neue Autogeneration entsteht, die leichter und effizienter ist.

„Leichtbau ist schwer“, sagt der Fachmann. Das liegt daran, dass es nicht damit getan ist, einfach das leichteste verfügbare Material zu verwenden: Leichtbaumaterialien sind teilweise weniger duktil als herkömmliche Materialien, das heißt, sie verformen sich unter Belastung kaum – eine Eigenschaft, die im Automobilbau bislang unerlässlich war. Es sind daher neue Sicherheitskonzepte nötig, die dies berücksichtigen. Außerdem gilt es, neue, effiziente Produktionsverfahren zu entwickeln, damit bei der Herstellung dieser Leichtbaumaterialien nicht etwa mehr Energie verbraucht wird oder höhere Emissionen entstehen. Und schließlich müssen vor einem Einsatz in der Serie Fragen zur Verfügbarkeit oder zum Recycling beantwortet werden. Die Antwort der Entwickler auf die Komplexität dieser Anforderungen ist ein Materialmix nach dem Motto: das richtige Material an der richtigen Stelle in der richtigen Menge.

In einer Ausstellung in den Räumen der Forschungseinrichtung Neue Materialien Fürth zeigen Audi und die Wissenschaftler der FAU die Karosseriestruktur eines Audi A8. Am Beispiel dieses „Audi Space Frame“ der dritten Generation lässt sich demonstrieren, wie komplex die Fragestellungen sind und wie heute eine ideale Lösung aussieht. In Zukunft wird es möglich sein, mit neuen Materialien wie Magnesium und faserverstärkten Kunststoffen (FVK) noch weitere bedeutende Gewichtseinsparungen zu erreichen. Audi arbeitet intensiv mit Partnern an Hochschulen zusammen, um dieses Ziel zu erreichen.

Die FAU und die vom Bayerischen Wirtschaftsministerium geförderte Neue Materialien Fürth kooperieren mit Audi im Bereich der Werkstoffentwicklung: In unterschiedlichen Projekten entwickeln die Forscher Werkstoffe wie Aluminium, Magnesium und faserverstärkte Kunststoffe für den Einsatz in der Fahrzeugkarosserie. Der hervorragend ausgestattete Anlagenpark vor Ort – etwa die Magnesium-Spritzgießanlagen der NMF – sowie neueste Analyseverfahren der FAU, ermöglichen dabei rasche Fortschritte. Schon jetzt gelingt es in gemeinsamen Forschungsprojekten – wie am Modell des Audi A8 deutlich wird –, die Gewichtsspirale umzukehren und die Autos in Zukunft effizienter, fahrdynamischer und sicherer zu gestalten.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Robert F. Singer
Tel.: 09131/ 85-27530
robert.singer@ww.uni-erlangen.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 170/2013 vom 23. Juli 2013

Personalmeldungen Technische Fakultät, Juli 2013

Honorarprofessor/in

  • Dr. Martin März, Technische Fakultät, für das Fachgebiet Elektronik.

Erteilung Lehrbefugnis/Privatdozent/in

  • Prof. Dr. Armin Bolz, Lehrstuhl für Informatik 5, für das Fachgebiet Medizintechnik.
  • Akad. Oberrat Dr. Stefan Milius, Lehrstuhl für Informatik 8, für das Fachgebiet Informatik.

Quelle: Personalmeldungen der FAU, Juli 2013 vom 29.7.2013

Kommentar: Verbraucher mit Datenschutz in eigener Sache überfordert

Das Thema Datenspionage beherrscht derzeit die öffentliche Diskussion: Erst sorgten die Ausspähungsprogramme Prism und Tempora für Aufregung. Nun heizt Facebooks Graph Search, das Nutzern die Suche nach Interessen von anderen Personen ermöglicht, die Debatte um Datensicherheit und Privatsphäre im Internet weiter an. Warum Internetnutzer ihre Daten nur begrenzt schützen können, erklärt Dr. Zinaida Benenson, Lehrstuhl für Informatik 1 – IT-Sicherheitsinfrastrukturen der FAU, im Gespräch mit „FAU aktuell“.

Wie gut schützen deutsche Bürger ihre Daten und ihre Privatsphäre im Internet?

Deutsche Bürger sind genauso wie alle anderen Menschen mit dem Schutz ihrer Daten und ihrer Privatsphäre restlos überfordert. Allein in Facebook muss man seine Einstellungen an mindestens fünf Stellen anpassen, um seine Daten nur für die Facebook-Freunde verfügbar zu machen. Einige Umfragen und Experimente, die wir in der letzten Zeit durchgeführt haben, zeigen, dass die meisten sich weder mit der Sichtbarkeit ihrer eigenen Daten auf Facebook noch mit dem Zugriff der Smartphone-Apps auf ihre Daten auskennen.

Daran sind meiner Meinung nach nicht die Benutzer schuld, sondern die unübersichtlichen Einstellungen und schwer verständlichen Informationen der Anbieter. Zum Beispiel wird bei der Installation jeder Android-App angezeigt, auf welche Daten diese zugreift. Diese „Android Permissions“ sind allerdings so technisch formuliert, dass selbst Informatiker Schwierigkeiten haben, sie zu verstehen.

Ein anderes Beispiel sind die Datenschutzrichtlinien von Facebook, die sehr kompliziert formuliert sind. Da ist es nicht verwunderlich, dass laut einer Umfrage die meisten Benutzer glauben, dass ihre Daten vollständig Facebook gehören. Tatsächlich geben sie Facebook jedoch nur die Erlaubnis die Daten zu nutzen, auch wenn diese Nutzung sehr umfangreich ausfällt.

Warum gehen viele Menschen mit dem Datenschutz im Internet sehr locker um, obwohl sie die Gefahren kennen?

In der Forschung wird diese Lage „Privacy Paradox“ genannt. Dafür gibt es mehrere Gründe. Auf der einen Seite wissen Firmen wie Facebook oder Payback, wie sie Kundendaten nutzen können und was diese wert sind. Andererseits haben die Benutzer kaum Kenntnisse darüber und können die langfristigen Folgen der Datenweitergabe nicht abschätzen – das fällt selbst Experten schwer: Dort, wo große Mengen an personenbezogenen Daten gesammelt werden, entstehen immer neue Ideen, wofür diese Daten nützlich sein könnten. Das sieht man am Beispiel von Facebook Graph Search. Auch wenn Gesetze uns eigentlich gegen diese nicht zweckgebundene Nutzung schützen, ist es für Firmen immer noch viel zu einfach, die Datenschutzbestimmungen entsprechend zu ändern und die Benutzer erneut zustimmen zu lassen ­– die meisten lesen vermutlich solche neuen Richtlinien ohnehin nicht. Facebook, Google oder PayPal haben diesen Trick schon mehrmals eingesetzt.

Außerdem werden viele Menschen durch die kurzfristigen und greifbaren Ziele – ein Rabatt zu bekommen oder eine App zu nutzen – von den langfristigen und abstrakten Zielen – Datenschutz – abgelenkt. Das ist eine ganz normale menschliche Eigenschaft, derer sich Marketing und Werbung schon lange bedienen.

Welche Vorsichtsmaßnahmen sollte jeder Internetnutzer ergreifen?

Wer seine Daten schützen möchte, sollte kein Konto bei Facebook oder Google Mail haben, kein Smartphone benutzen – und niemals mittels Google nach Informationen suchen. Sicher werden die meisten Menschen über solche Vorsichtsmaßnahmen nur den Kopf schütteln. Jedoch gibt es momentan leider keine technischen Maßnahmen für den Durchschnittsnutzer. Die Verfahren und Programme sind viel zu kompliziert.

Meines Erachtens gibt es nur eins: den gesunden Menschenverstand einsetzen. Zum Beispiel sollte man immer überlegen, ob eine Aussage oder ein Foto einem langfristig peinlich werden könnte, bevor man diese veröffentlicht, und zwar nicht nur auf Facebook oder Twitter, sondern auch dann, wenn man sich „anonym“ fühlt, zum Beispiel in einem Forum unter einem Nicknamen postet oder chattet.

Ist es möglich, sich vor Ausspähprogrammen wie Prism und Tempora zu schützen?

Wenn Nachrichtendienste auf Informationen zugreifen, auf die sie nicht zugreifen dürften, ist ein Schutz kaum möglich. Zum Beispiel übermitteln wir unsere Verbindungsdaten an die Mobilfunkanbieter und Internetprovider, um deren Service nutzen zu können. Wer auf diese Daten zugreifen kann, hat schon sehr viel gewonnen. Genauso ist es technisch extrem schwierig, sich gegen einen Gegner zu schützen, der den kompletten Datenfluss in einem Netzwerk protokolliert. Man kann zwar E-Mails verschlüsseln, aber selbst dann wäre bekannt, mit wem, wann, und wie oft man kommuniziert. Und das sind an sich schon sehr wertvolle Informationen.

Ich glaube, dass man sich als Internetnutzer nicht gegen diese mächtigen Ausspähprogramme schützen kann. Die technischen Möglichkeiten der Ausspähung und der Datenanalyse können nur durch Gesetze und transparente Kontrollmaßnahmen begrenzt werden.

Weitere Informationen:

Dr. Zinaida Benenson
Lehrstuhl für Informatik 1
http://www1.informatik.uni-erlangen.de

Nachwuchselite: Erlanger Studenten bauen Supercomputer

N24 berichtet über unsere Informatik-Studierenden:

"Ein Rechner so teuer wie ein Luxusschlitten: Deutsche Nachwuchs-Informatiker haben einen Computer der Extraklasse gebaut - und wollen sich jetzt mit der Weltelite aus den USA und China messen. (...)"

Quelle: http://www.n24.de/n24/Wissen/Technik/d/3192056/erlanger-studenten-bauen-supercomputer.html

Blick in die Zukunft der Elektromobilität

FAU-Forscher wollen den Effekt von Elektroautos auf die Energienutzung prognostizieren

Ein flächendeckender Einsatz von Elektrofahrzeugen bringt uns der Energiewende ein Stück näher – diese Prämisse scheint gesichert. Doch wie wirkt sich ein mehr an Elektromobilität auf den Energiebedarf aus – und welche Ladeinfrastruktur wird dafür benötigt? Diesen Fragen widmen sich Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) im Rahmen des Verbundsprojekts e-NUE, Teil der Bundesinitiative „Schaufenster Elektromobilität“. Mit Simulationsmodellen wollen sie dafür solide Berechnungen durchführen.

Prof. Dr.-Ing. Reinhard German und sein Team nehmen seit Juli 2013 die Daten ins Visier, die während der Nutzung einer Reihe von Audi A1 e-tron-Modellen anfallen: Der Ingolstädter Autobauer stellt dem Nürnberger Energieversorger N-ERGIE in einer ersten Phase fünf dieser Autos zur Verfügung, die neben dem Elektromotor einen Range Extender zur Reichweitenverlängerung besitzen. Die Mitarbeiter können das Fahrzeug sowohl privat als auch geschäftlich nutzen. In einer zweiten Welle rüstet Audi fünf weitere Betriebe im Raum Nürnberg mit je einem A1 e-tron aus – ebenfalls für die private und dienstliche Nutzung. Dabei können tagtäglich Nutzungsdauer, Strom- und Kraftstoffverbrauch oder das Ladeverhalten ebenso erfasst werden wie Fahrprofile.

Auf Basis dieser Informationen entwickelt German an seinem Lehrstuhl für Rechnernetze und Kommunikationssysteme ein Simulationsmodell, mit dem sich wichtige Prognosen für die Zukunft der Elektromobilität erstellen lassen. Dabei stehen zum einen Themen wie Reichweite, Energiebedarf, Emissionen und Ladeinfrastruktur im Mittelpunkt, zum anderen die Kommunikation zwischen den Autos und weiteren Infrastrukturen. Die Forscher wollen drängende Fragen beantworten, die sich für einen großflächigen Einsatz stellen: Welche Lademöglichkeiten müssen bereitstehen – und wo? Wie steigt der Strombedarf mit der Menge der A1 e-tron-Modelle, die im Einsatz sind? Welchen Einfluss hat dies auf die CO2-Bilanz? Welche Kosten entstehen hierbei? Aber German und sein Team wollen auch wissen, wie sich etwa durch die Kommunikation zwischen verschiedenen Automobilen oder zwischen Auto und Ampel der Verkehrsfluss und Wiederaufladung der Batterie verbessern lässt.

Der lange Beobachtungszeitraum des Schaufensterprojektes macht es möglich, aus den realen Daten tatsächlich relevante Modelleigenschaften abzuleiten und zu validieren. Das Ziel: Ideen für die schrittweise Substitution herkömmlicher Fahrzeuge durch Elektroautos in gewerblich genutzten Fahrzeugflotten.

„Noch sind wir beim Thema Elektromobilität von einem Einsatz in breiter Fläche entfernt“, sagt Prof. Dr. Reinhard German. „Umso wichtiger ist es, solide und wissenschaftlich abgesicherte Aussagen treffen zu können, wie dieses Feld sich entwickeln wird und muss. Wir können hier an der FAU mit unserer umfangreichen Kompetenz im Bereich Simulation, Kommunikation und Energie einen wichtigen Beitrag dazu leisten.“

Prof. Dr. Reinhard German
Tel.: 09131/85-27916
german@cs.fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 168/2013 vom 20. Juli 2013

Ausgründung der FAU erfolgreich bei Businessplan-Wettbewerb

Erfolg für innovative Ideen aus der Uni: Die Hydrogenious Technologies GmbH, ein in diesem Jahr ausgegründetes Unternehmen, landete bei der Preisverleihung der Phase 3 des Businessplanwettbewerbs Nordbayern am 18. Juli in Schlüsselfeld auf dem zweiten Platz. Das Team der Hydrogenious Technologies konnte sich neben der Auszeichnung über ein Preisgeld von insgesamt 7.500 Euro freuen.

Die Hydrogenious Technologies GmbH entwickelt und vermarktet eine innovative Technologie zur Langzeitspeicherung von Energie. Flüssige Wasserstoffträger (Liquid Organic Hydrogen Carrier) lassen sich einfach und sicher handhaben und ermöglichen gerade in dezentralen Anwendungen eine effiziente Speicherung von regenerativer Energie. Hydrogenious Technologies war bereits unter den Siegern der Phase 1 und 2 und belegte zugleich den 1. Platz im Hochschul-Gründer-Preis 2013.

Weitere Informationen unter: www.netzwerk-nordbayern.de


26.9.-28.9.2013: Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien

Von Donnerstag, den 26.9. bis Samstag, den 28.9.2013 findet in Erlangen unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. habil. Aldo R. Boccaccini die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomaterialien statt. Veranstalter ist die Deutsche Gesellschaft für Biomaterialien e.V. Zum Grußwort >>

In diesem Jahr werden als Schwerpunkt der Jahrestagung aktuelle Aspekte und Strategien zur Vaskularisierung von neuartigen funktionellen Biomaterialien diskutiert. Darüber hinaus stehen weitere wichtige Themen im Fokus:

  • Bioaktive und abbaubare Materialien (Polymere, Metalle und Keramiken)
  • Multifunktionelle Scaffolds
  • Tissue Engineering
  • Biofabrikation und Bioverfahrenstechnik: Zell-Drucken, Bioreaktoren, etc.
  • In vitro- und in vivo-Interaktionen (Struktur - Biologische Funktionsbeziehung)
  • Beschichtungen und Grenzflächen (Strukturierung, Funktionalisierung, antibakterielle Eigenschaften, etc.)
  • Drug Delivery Systeme
  • Nanomaterialien in der Medizin

Tagungsort
Universitätsklinikum Erlangen
Ulmenweg 18 | 91054 Erlangen

Weitere Informationen
Programm | Anmeldung | Ansprechpartner, Einreichung von Abstracts



TU aus Nagoya eröffnet Verbindungsbüro an der FAU

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) stärkt ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Japan: Am Montag, 15. Juli, eröffnete das renommierte Nagoya Institute of Technology (NITech) ein Verbindungsbüro an der Technischen Fakultät. Zu den Geladenen zählten der japanische Generalkonsul in München, Akira Mizutani, und der Präsident des Nagoya Institute of Technology, Prof. Dr. Minoru Takahashi.

Das Nagoya Institute of Technology gehört mit seinem breiten ingenieurwissenschaftlichen Fächerspektrum zu den führenden Technischen Universitäten in Japan. Am NITech sind mehr als 4.500 Studierende eingeschrieben.

Die Kooperation zwischen FAU und NITech reicht zurück bis ins Jahr 2010 und nahm ihren Anfang im Department Werkstoffwissenschaften. In den vergangenen drei Jahren waren 60 japanische Studierende, PostDocs sowie Professoren für Seminare und Forschungsaufenthalte zu Gast in Erlangen – vor allem in den Forschungsbereichen Hochleistungskeramik-Materialien, Biomaterialien sowie Materialien für die Elektronik und Energietechnik. Außerdem besuchten zahlreiche FAU-Studierende Nagoya.

Vom Erlanger Verbindungsbüro aus werden Mitarbeiter des NITech nun die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre in den Werkstoffwissenschaften stärken und die Kooperationsfelder auf ingenieurwissenschaftliche Disziplinen ausdehnen. Außerdem planen die Japaner, von Erlangen aus ihr akademisches Netzwerk in Europa zu erweitern und so Forschung und Lehre voranzubringen sowie die internationalen Karrieren Studierender zu fördern.

Weitere Informationen
Prof. Dr. Peter Greil
Tel.: 09131/85-27541
peter.greil@ww.uni-erlangen.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 157/2013 vom 11. Juli 2013

Chinesischer Botschafter besucht die FAU

Große Ehre für die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU): Der chinesische Botschafter, Prof. Dr. Mingde Shi, besuchte am 11.07.2013 zusammen mit seiner Frau, Prof. Dr. Jinghua Xu, erstmals nach seiner Ernennung im August 2012 die FAU.

Der höchste Repräsentant Chinas in Deutschland trug sich ins Goldene Buch der Universität ein traf sich mit Mitgliedern der Universitätsleitung, um sich ein Bild von den umfangreichen China-Aktivitäten der FAU zu machen. Im Anschluss besuchte der Botschafter das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen, das die Kontakte der FAU und der Metropolregion Nürnberg nach China maßgeblich fördert.

Ein Beispiel für die China-Aktivitäten der Universität ist das Internationale Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung (IKGF) an der FAU. Das Kolleg beschäftigt sich mit der Frage, mit welchen Strategien und Konzepten Menschen in Ostasien und Europa sich der Zukunft stellen und die mit ihr verbundene Unsicherheit bewältigen. Es ist ein vom Bundesforschungsministerium gefördertes Vorzeigeprojekt, das die deutsche Geisteswissenschaft international vernetzen und vorantreiben soll. Regelmäßig sind am IKGF Wissenschaftler aus China zu Gast, es finden gemeinsame Workshops und Konferenzen statt. Die FAU und die chinesische Universität Shandong bekräftigten ihre bisherige Zusammenarbeit im Rahmen des Kollegs im März mit der gegenseitigen Eröffnung zweier Verbindungsbüros.

Ein weiteres Beispiel ist ein Promotionsprogramm im Bereich Medizintechnik. Im Februar unterzeichneten dafür Vertreter der FAU sowie der Peking University (PKU) eine entsprechende Vereinbarung. Mit dem Graduiertenprogramm wollen die beiden Hochschulen einen engen wissenschaftlichen Austausch pflegen und junge Ingenieure dazu befähigen, in internationalem Kontext und in enger Anbindung an die Industrie zu forschen. Die Kandidaten sollen im Rahmen des Programms einen Abschluss beider Universitäten erwerben.

Weitere Informationen
Vizepräsident
Prof. Dr. Christoph Korbmacher
Tel.: 09131/85-24832
praesidialbuero@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 155/2013 vom 10. Juli 2013

Helmholtz-Ausstellung gastiert in Nürnberg

Ab Montag, 15. Juli machte die Wanderausstellung „Ideen 2020 – Ein Rundgang durch die Welt von morgen“ der Helmholtz-Gemeinschaft Station in Nürnberg. Zum Auftakt der Ausstellung diskutierte Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Präsident der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), mit renommierten Experten über mögliche Lösungsansätze für die Herausforderungen der Zukunft.

Wie werden wir in ein paar Jahren leben? Wie werden wir wohnen, uns fortbewegen? Welche Rohstoffe werden wir nutzen? Wie werden wir Krankheiten heilen? Auf diese Fragen gibt die Wanderausstellung „Ideen 2020 – Ein Rundgang durch die Welt von morgen“ der Helmholtz-Gemeinschaft Antworten. Sie gastiert vom 15. bis 26. Juli in den Räumen der IHK Akademie Mittelfranken, Walter-Braun-Straße 15 in Nürnberg und ist von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr und samstags von 8 bis 15 Uhr für Besucher geöffnet.

Ziel der Ausstellung ist, die Bedeutung von Wissenschaft für unser Leben in einer Zeit zu verdeutlichen, in der Forschung als immer komplexer wahrgenommen wird. Der „Rundgang durch die Welt von morgen“ führt entlang an sieben Stelen, die für sieben Zukunftsthemen stehen. An Multitouch-Bildschirmen können die Besucher ihre Fragen zur Zukunft aufschreiben und die Fragen anderer Besucher lesen.

Bei der Auftaktveranstaltung am Montag, 15. Juni stellten Experten Felder der Zukunftsforschung vor. Unter anderem sprach der Leiter des Instituts für Biomedizin des Alters der FAU, Prof. Dr. Cornel Sieber, über den demografischen Wandel als Chance für die Gesellschaft. Woher die Lösungen von morgen kommen, mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion um 16 Uhr, unter anderem auch FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske.

Zukunftsforschung am neuen Helmholtz-Institut
Die Ausstellung „Ideen 2020“ kommt einen Monat vor der offiziellen Eröffnung des neuen Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN) in die Metropolregion. Auch am HI ERN werden für die Zukunft wichtige Forschungsfelder bearbeitet: Im Vordergrund stehen die Erforschung druckbarer Photovoltaik sowie innovative Methoden zur chemischen Energiespeicherung über Wasserstofftechnologien – beides zentrale Fragestellungen, wenn es um die breite und kostengünstige Nutzbarmachung von erneuerbaren Energien und den Erfolg der Energiewende in Deutschland geht.

Das neue Institut soll als Zweigstelle der Helmholtz-Zentren Jülich und Berlin aufgebaut werden. Der Freistaat Bayern beabsichtigt, für das Helmholtz-Institut einen Forschungsneubau zu finanzieren und in der Gründungsphase den laufenden Betrieb für fünf Jahre zusätzlich zu unterstützen. Von der Helmholtz-Gemeinschaft werden pro Jahr Mittel in Höhe von 5,5 Millionen Euro für Personal, Betriebskosten, Sach- und Investitionsmittel bereitgestellt.

Quelle: uni | mediendienst |

Top-Platzierung für Ingenieurwissenschaften der FAU

FAU auf Platz 3 des Shanghai-Rankings

Wer in Deutschland auf der Suche nach den besten Ingenieursschmieden ist, kommt an der FAU nicht vorbei: Im Academic Ranking of World Universities – besser bekannt als Shanghai-Ranking – belegt die Universität Platz 3 im Bereich Ingenieurwissenschaften, Technik und Informatik und kann damit ihr Ergebnis aus dem vergangenen Jahr verteidigen.

Besonders gut schneidet die FAU bei Veröffentlichungen in den renommierten Wissenschaftspublikationen sowie bei der Zahl der FAU-Wissenschaftler, die von anderen Forschern zitiert werden, ab. In beiden Einzelkategorien ist in Deutschland lediglich das Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) erfolgreicher.

Das Ranking wird jährlich von der Jiao-Tong-Universität in Shanghai erstellt und vergleicht Universitäten weltweit. Unter anderem fließen darin die Zahl der Nobelpreisträger einer Uni, andere große Wissenschaftspreise sowie Veröffentlichungen in den englischsprachigen Fachmagazinen Science und Nature ein.

Weitere Informationen
Prof. Dr. Marion Merklein
Tel.: 09131/85-27140
marion.merklein@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 217/2013 vom 7. Oktober 2013

10.07.2013: Roboter-Wettkampf am Fraunhofer-Institut IISB

Welcher Roboter kann den größten Abstand zwischen zwei Tischen überwinden? Diese Frage wird auf der Abschlussveranstaltung des Praktikums Mechatronische Systeme der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) beantwortet: Sechs Studierendenteams stellen ihre Systeme vor – der Roboter, der den größten Abstand überwindet, gewinnt. Vertreter der Medien sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen:

Ort: Hans-Georg-Waeber-Saal im Fraunhofer Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB), Schottkystr. 10, 1.OG
Zeit: 10. Juli 2013, 13:00 Uhr

In Rahmen des Praktikums bearbeiten Studierende des Studiengangs Mechatronik an der FAU in Gruppen von neun bis zehn Mitgliedern unter Betreuung verschiedener Lehrstühle jährlich wechselnde Aufgabenstellungen. Ziel ist jeweils die Entwicklung eines mechatronischen Systems – von der Idee bis zur Realisierung und Vorführung. Die Gruppen treten bei der Abschlussveranstaltung in einem Wettbewerb um das beste System gegeneinander an. In diesem Jahr nehmen sechs Gruppen an dem Wettbewerb teil.

In diesem Sommersemester besteht die Aufgabenstellung darin, Systeme zu entwickeln, die sich eigenständig von einem Tisch A über einen variablen Abstand zu einem Tisch B bewegen. Das Gerät, welches den größten Abstand überwinden kann, gewinnt. Besondere Spannung erreicht der Wettbewerb in diesem Jahr dadurch, dass die Teilnehmer kaum Vorgaben bei der Gestaltung und Auslegung ihrer Systeme erhalten haben – die Studierenden können ihrer Kreativität also freien Lauf lassen.

Während der Veranstaltung können gerne Film- und Fotoaufnahmen gemacht werden.

Weitere Informationen:
Dr. Tobias Dirnecker
Tel.: 09131/85-28639
Tobias.Dirnecker@leb.eei.uni-erlangen.de

08.07.2013: Verbraucherministerin zum Thema Energiekonzepte zu Gast an der FAU

Verbraucherministerin Ilse Aigner ist am Montag, 8. Juli, zu Gast an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Die Ministerin informiert sich über aktuelle Projekte in der Energieforschung, unter anderem über den Energie Campus Nürnberg und das neue Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg.

Ilse Aigner besucht die FAU-Experten Prof. Dr. Wolfgang Arlt und Prof. Dr. Peter Wasserscheid. Die Wissenschaftler wollen der Ministerin präsentieren, wie der Agrarsektor zu einem bedeutenden Energielieferanten werden kann: Sie planen ihr Konzept, elektrische Energie in Form von Wasserstoff und Liquid Organic Hydrogen Carrier (LOHC) zu speichern, auf die Landwirtschaft auszudehnen.

Vertreter und Vertreterinnen der Medien sind zu dem Termin am 8. Juli, 13.30 Uhr, Egerlandstraße 3, in Erlangen, herzlich eingeladen. Die Ministerin wird unter anderem Forschungslabors besichtigen. Foto- und Filmaufnahmen sind möglich. Bei dem Besuch werden der Vizepräsident für Forschung der FAU, Prof. Dr. Joachim Hornegger, und der Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, Dr. Siegfried Balleis, anwesend sein.

Informationen für die Medien:
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arlt
Tel.: 09131/85-27440
wolfgang.arlt@cbi.uni-erlangen.de

Absolventenfeier der Technischen Fakultät

Freitag, 5. Juli, 17.00 bis 19.00 Uhr, Audimax, Bismarckstraße 1, Erlangen

Die Technische Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) lädt heute zur feierlichen Verabschiedung ihrer Absolventen ein: Im Audimax erhalten 269 Absolventen sowie 24 Promovenden ihre Urkunden.

Der Frauenanteil an der Technischen Fakultät ist dabei erfreulich hoch: Fast ein Viertel der Absolventen sind weiblich. Überreichen werden die Urkunden Prof. Dr. Marion Merklein, Dekanin der Technischen Fakultät, Prof. Dr. Jörn Thielecke, Studiendekan der Technischen Fakultät und Prof. Dr. Kai Willner, Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Sie werden ebenfalls die Diplom-, Master- und Bachelor-Preise verleihen. Den Festvortrag „Hochschule und Industrie –gemeinsames Gestalten der Zukunft“ hält Dr. Peter Weidinger, Leiter Werkstofftechnik der Brose Gruppe.

Wie bereits in den vorhergehenden Jahren ehrt die Fakultätsleitung gemeinsam mit dem Alumni-Verein der Technischen Fakultät, dem ATE e.V., Promotionsjubilare: Ehemalige, die vor 25 Jahren an der Technischen Fakultät der FAU promoviert haben, erhalten eine Urkunde. Vorab können die Alumni bei einer Führung durch ihre Alma Mater Erinnerungen an ihre Studentenzeit aufleben lassen und die neuesten Entwicklungen an der Technischen Fakultät kennenlernen.

Zusammen mit den Abschlussurkunden wird das Absolventenbuch überreicht, das vom Alumni-Verein ATE e.V. semesteraktuell herausgegeben wird. Im Jahrbuch können sich die Absolventen mit ausführlichen Kompetenzprofilen potentiellen Arbeitgebern vorstellen. Hauptsponsor der aktuellen Ausgabe ist die THOST Projektmanagement für Bauten und Anlagen GmbH.

Christiane Marten, Tel.: 09131/85-27282, christiane.maerten@fau.de

Prof. Lorenz-Peter Schmidt erhält „Microwave Prize 2013“ der IEEE

Gemeinsam mit seinen Doktoranden Sherif. S. Ahmed (ehemals LHFT, jetzt Rohde&Schwarz) und Andreas Schießl (Rohde&Schwarz) hat Prof. Lorenz-Peter Schmidt vom Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik den „Microwave Prize 2013“ der IEEE Microwave Theory and Techniques Society für den Beitrag „A Novel Fully Electronic Active Real-Time Imager Based on a Planar Multistatic Sparse Array“ erhalten, der im Dezember 2011 in den IEEE Transactions on Microwave Theory and Techniques veröffentlicht wurde.

Seit 1955 ehrt die IEEE Microwave Theory and Techniques Society mit dieser Auszeichnung jährlich die international bedeutendste Publikation im Bereich der Mikrowellentechnik innerhalb eines Kalenderjahres. Die Preisträger sind unter http://www.mtt.org/past-awardees-microwave-prize.html aufgeführt.

Weitere Informationen
Prof. Dr.-Ing. Lorenz-Peter Schmidt
Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik der FAU
E-Mail: lps@lhft.eei.uni-erlangen.de
http://www.lhft.eei.uni-erlangen.de/

FORPRO2: Neuer Forschungsverbund der Bayerischen Forschungsstiftung

„Effiziente Produkt- und Prozessentwicklung durch wissensbasierte Simulation“, so lautet der offizielle Titel des neuen Forschungsverbunds FORPRO², der ab dem 01.10.2013 startet und von der Bayerischen Forschungsstiftung gefördert wird. Neben dem Lehrstuhl für Konstruktionstechnik, Prof. Wartzack (KTmfk) der FAU sind noch der Lehrstuhl für Produktenwicklung und der Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen der TU München, der Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD der Universität Bayreuth sowie die Hochschule Augsburg und die TH Nürnberg an dem Projekt mit einem Gesamtumfang von 4,5 Mio. Euro beteiligt.

Ziel des Konsortiums ist es in 3 Jahren den Einsatz von Simulation im Produktentwiclungsprozess (PEP) effizienter zu gestalten. Möglich gemacht werden soll dies, indem das Simulationswissen, das oft nur partiell im Unternehmen ausreichend vorhanden ist, gezielt und über den gesamten PEP in geeigneter Form zur Verfügung gestellt wird.

Der KTmfk ist an dem Verbund mit zwei Projekten beteiligt, die sich hauptsächlich mit der wissensbasierten Erstellung und Auswertung von FE-Modellen beschäftigen. Durch ein Simulationsassistenzsystem sollen sowohl simulationserfahrene als auch unerfahrene Produktentwickler in die Lage versetzt werden, eigenständig adäquate Berechnungsmodelle aufzustellen und auszuwerten. Dadurch werden nicht nur die Berechnungsabteilungen im Unternehmen entlastet. Es können bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Produktentwicklung Simulationsergebnisse in Konstruktionsentscheidungen mit einbezogen werden und die Produktmerkmale sowie –eigenschaften optimiert werden.

Ansprechpartner
Prof. Dr.-Ing. Sandro Wartzack, wartzack@mfk.fau.de

Medical Valley-Vorstand im Amt bestätigt und weiter verstärkt

Bei der Mitgliederversammlung des Medical Valley Europäische Metropolregion (EMN) e. V. am 3. Juni 2013 wurde der Vorstand des Vereins in nahezu identischer Zusammensetzung im Amt bestätigt.

Prof. Dr.-Ing. Erich R. Reinhardt, FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske und Erlangens Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis bekleiden zudem weiterhin die Ämter des Vorsitzenden, des stellvertretenden Vorsitzenden und des zweiten stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes. Ab sofort gibt es auch zwei neue Gesichter: Prof. Dr.-Ing. Joachim Hornegger übernimmt das Amt von Prof. Dr.-Ing. Aldo R. Boccaccini. Prof. Dr.-Ing. Albert Heuberger erweitert den bislang elfköpfigen Vorstand auf zwölf Mitglieder.

Mit seinen beiden neuen Vertretern stärkt der Vorstand weiterhin seinen interdisziplinären Charakter und setzt zusätzlich einen forschungsintensiven Schwerpunkt. Prof. Dr.-Ing. Joachim Hornegger ist Vizepräsident für Forschung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Sprecher der Kollegialen Leitung des Zentralinstituts für Medizintechnik (ZiMT). Prof. Dr.-Ing. Albert Heuberger ist Leiter des Forschungsinstituts Fraunhofer IIS und Inhaber des Lehrstuhls für Informationstechnik mit dem Schwerpunkt Kommunikationselektronik (LIKE) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Quelle: https://www.medical-valley-emn.de/node/4660

SuperComputing 2013: Informatik-Studierende bei Wettbewerb erfolgreich

Grafikkarten machen den Unterschied
Studierende der FAU setzen sich in der Vorauswahl bei internationalem Wettbewerb im Hochleistungsrechnen durch

Auf der SuperComputing 2013 (SC13) – der renommiertesten Konferenz auf dem Gebiet der Hochleistungsrechner – messen sich in der Student Cluster Competition jährlich weltweit Studierende darin, den effizientesten und zugleich leistungsstärksten Rechner selbst zu konfigurieren. Zum ersten Mal seit 2008 hat sich nun ein deutsches Team in der Vorauswahl durchgesetzt: Sechs Studierende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) fliegen im November zur SC13 ins amerikanische Denver, Colorado.

Schwarze Löcher kollidieren lassen oder das Verhalten von Wirbelstürmen berechnen – wissenschaftliche Experimente am Computer zu simulieren, wird immer komplexer. Mit einem einfachen PC ist es da nicht mehr getan, für die umfangreichen Berechnungen benötigen die Forscher Hochleistungsrechner. Im Student Cluster Competition der SC13 versuchen studentische Teams, in einem 48-stündigen Wettstreit, aus ihren selbst zusammengestellten „Mini-Supercomputern“ die höchstmögliche Leistung herauszuholen.

In der Vorrunde reichen die Teams Entwürfe ihres Rechners ein – ein wichtiges Kriterium für die Jury ist unter anderem, dass der Computer bei gleichbleibenden Stromkosten eine möglichst hohe Leistungsfähigkeit erzielt. Diese Hürde haben die sechs FAU-Studierenden (Christopher Bross, Cristian Proksch, Dominik Ernst, Lena Leitenmaier, Lucas Grunenberg, Marco Heisig) unter der Leitung von Andreas Schäfer, Lehrstuhl für Informatik 3 (Rechnerarchitektur), bereits genommen: Die Fachjury hat sie für das Finale in Denver nominiert. Jetzt heißt es, den Entwurf in die Realität umzusetzen.

Der Erlanger Ansatz unterscheidet sich dabei grundlegend von denen anderer Teams. „Wir setzen ganz stark auf den Einsatz von Grafikkarten“, erklärt Andreas Schäfer. „Das ist einerseits riskant, denn die Computerprogramme unterstützen die Karten teilweise noch nicht. Wir müssen entsprechende Programme in den nächsten Monaten erst noch entwickeln.“ Andererseits: Da Grafikkarten sehr stromsparend arbeiten, bergen sie für den Wettbewerb viel Potenzial.

Unterstützung bei ihrem Projekt erhalten die Erlanger dabei von ihren Sponsoren: Grafikkartenhersteller NVIDIA, der deutschen Systemintegrator Megware und der Compilerhersteller PGI. Sie stellen die Grafikkarten, Hostsysteme und Software im Wert von mehreren zehntausend Euro zur Verfügung, die auch nach dem Wettbewerb an der FAU verbleiben dürfen.

Andreas Schäfer
Tel.: 09131/85-27910
andreas.schaefer@informatik.uni-erlangen.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 130/2013 vom 18. Juni 2013

ZiMT auf der "BioMed 2013" in Tel Aviv

In einer vom BMBF und der deutschen Botschaft in Tel Aviv organisierten deutschen Delegation nach Israel konnte das ZiMT die medizintechnischen Aktivitäten der FAU und des Medical Valley auf der internationalen Fachmesse „BioMed 2013“ in Tel Aviv präsentieren.

Neben einer enormen medialen Präsenz in den führenden Print- und Videomedien wurde in zahlreichen Gesprächen der Grundstein für weitere universitäre sowie außeruniversitäre Kooperationen gelegt. So wurden beispielsweise Schnittstellen in Forschung und Lehre zwischen der FAU und der Tel Aviv University identifiziert. Ebenso beschäftigt sich das renommierte Technion – Israel Institute of Technology – mit zahlreichen Themen der medizinischen Bildgebung und Robotik, die sich als höchst interessant für den Forschungsfokus der FAU herausgestellt haben. Ein Besuch im Sheba Medical Center zeigte Anknüpfungspunkte in der Sensor- und Multimediabasierten Rehabilitation.

Ansprechpartner
Dr.-Ing. Kurt Höller, MBA | Geschäftsführer / Director
Zentralinstitut für Medizintechnik (ZiMT) an der FAU Erlangen-Nürnberg
Henkestr. 91, D-91052 Erlangen
Tel.: +49 9131 8526868 | Fax: +49 9131 8526862
E-Mail: hoeller@zimt.uni-erlangen.de | www.zimt.fau.de

Neue Formen der Elektronik: flexibel, dehnbar und druckbar

Internationale Koryphäen der Physik, Chemie und Materialwissenschaften treffen sich im Juni in Erlangen zur Diskussion aktueller Forschungsergebnisse.

Flexible Elektronik ist eine wichtige Schlüsseltechnologie unseres Jahrhunderts: Im Alltag sind wir überall von elektronischen Bauteilen umgeben, ob im Mobiltelefon, Computer oder Auto. Basis für diese Bauelemente sind anorganische Materialien wie etwa Silizium. Ihre Nachteile: ein hoher Preis, starre mechanische Eigenschaften und hohe Verarbeitungstemperaturen. FAU-Wissenschaftler forschen daher intensiv nach attraktiven Materialalternativen, die sich auch für flexible und druckbare Schaltkreise eignen: Vielversprechend sind spezielle organische Moleküle und Polymere, Kohlenstoffnanoröhrchen sowie anorganische Nanopartikel, deren Eigenschaften mittels Synthese fast beliebig variiert und angepasst werden können. Aber auch die klassischen Halbleitermaterialien wie Silizium werden flexibel, wenn sie nur dünn genug sind. Ihre aktuellen Ergebnisse diskutieren die Erlanger Wissenschaftler mit Kollegen aus aller Welt beim „Erlangen Symposium on Flexible Electronics“, das erstmals vom 19. bis 21. Juni 2013 in Erlangen stattfindet.

Unter den hochkarätigen Rednern aus elf Ländern ist unter anderem Professor John A. Rogers (University of Illinois at Urbana-Champaign, USA), der die flexible Elektronik mit elektronischen Tatoos revolutioniert hat. Diese dehnbaren und elastischen Chips, die auf die Haut geklebt werden, können als Gesundheitsmonitor Körperfunktionen wie Puls oder Blutdruck überwachen und lösen sich nach einer gewissen Zeit wieder auf. Erwartet wird auch Professor Henning Sirringhaus (University of Cambridge, Großbritannien), bekannt für seine Arbeiten zum großflächigen Drucken von organischen Transistoren und Mitbegründer der Firma Plastic Logic, die flexible Displays herstellt. Auf dem Symposium stellen die mehr als 100 Forscher neue grundlegende Erkenntnisse sowie Konzepte zur praktischen Realisierung von flexibler Elektronik vor.

Konzipiert und organisiert hat das Symposium Prof. Dr. Jana Zaumseil, Nanomaterials for Optoelectronics Group am Lehrstuhl für Polymerwerkstoffe der FAU, mit Unterstützung des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials, der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung sowie dem Graduiertenkolleg 1161 Disperse Systeme für Elektronische Anwendungen.

Jana Zaumseil
+49(0)9131 - 8525435
jana.zaumseil@fau.de

uni | mediendienst | aktuell Nr. 126/2013 vom 14. Juni 2013

ATE/TF-Fachexkursion zur Informaticon AG, Schweiz

Von Donnerstag, den 06.06. auf Freitag, den 07.06.2013, besuchte eine Gruppe von 22 Studierenden der Technischen Fakultät der FAU Erlangen–Nürnberg im Rahmen einer Fachexkursion die Informaticon AG in Thun, Schweiz (www.informaticon.ch). Organisiert wurde die Veranstaltung von der Technischen Fakultät und ihrem Alumni-Netzwerk ATE e.V.

Das 1985 gegründete Unternehmen beschäftigt 50 Mitarbeitende an drei Standorten in der Schweiz sowie an einem Standort in Langenau, Deutschland. Mit der eigenen Entwicklungsmethode Powerbuilder wurde ein hochflexibles, modular aufgebautes ERP-System geschaffen und schweizweit etabliert: Mit seiner kundenorientierten Softwarelösung A3 bedient die Informaticon AG Unternehmen bis zu einer Betriebsgröße von > 1.000 Mitarbeitenden, insbesondere aus den Bereichen der Baustoff- und Fahrzeugindustrie sowie Handels-, Dienstleistungs- und Produktionsbetriebe.

Gemeinsam organisieren Technische Fakultät und ATE e.V. mehrmals pro Jahr Exkursionen für Studierende und Ehemalige zu Unternehmen aus dem ingenieurwissenschaftlichen Bereich, um den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie zu fördern und interessante Perspektiven an der Schnittstelle Studium-Beruf aufzuzeigen.

Ansprechpartner
Daniel Miribung | Studienservice und Alumni
Technische Fakultät der FAU Erlangen-Nürnberg
Tel.: +49 9131-85-29592 | daniel.miribung@fau.de

12.06.2013: Kolloquium on Thin Film Formation, Erlangen

PROGRAMME
http://www.techfak.uni-erlangen.de/forschung/foerderdatenbank/files/2013 06 12_13_Program Minisymposium.pdf


Wednesday June 12, 2013

Seminar Room, EAM, Nägelsbachstr. 49 b, 91052 Erlangen

13:20 - 14:05 Wilhelm Schabel “Thin Films and Materials Processing”
14:05 - 14:25 Wilhelm Schabel Teaching demonstration: “Elementary steps during film deposition (Elementare Schritte bei der Schichtenabscheidung)“
15:25 - 15:40 C o f f e e B r e a k
15:40 - 16:25 Tobias Kraus “Wet deposition of defined structures: from self-assembly to functional coating”
16:25 - 16:45 Tobias Kraus Teaching Demonstration “Elementary steps during film deposition (Elementare Schritte bei der Schichtenabscheidung)“

Thursday June 13, 2013
Seminar Room, EAM, Nägelsbachstr. 49 b, 91052 Erlangen
8:15 - 9:00 Jens Meyer “Interface engineering of solution-processed organic films and hybrid systems”
9:00 - 9:20 Jens Meyer Teaching demonstration: “Elementary steps during film deposition (Elementare Schritte bei der Schichtenabscheidung)“
10:10 - 10:25 C o f f e e B r e a k
10:25 - 11:10 Patrick Görrn "Towards Processing of Thin Film Devices From the Liquid Phase"
11:10 - 11:30 Patrick Görrn Teaching demonstration: “Elementary steps during film deposition (Elementare Schritte bei der Schichtenabscheidung)“

Contact
Angelika Mach
Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM)
der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
E-Mail: angelika.mach@eam.uni-erlangen.de
http://www.eam.uni-erlangen.de

Entscheidung gefallen: Grünes Licht für Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg

FAU-Präsident Grüske: „Helmholtzfreie Zone Nordbayern ist Geschichte“

Es ist vollbracht: In seiner gestrigen Sitzung gab der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft seine Zustimmung für die Ansiedlung eines Helmholtz-Instituts in Erlangen und Nürnberg für Erneuerbare Energien. Das neue Institut wird in einer Kooperation der Helmholtz-Zentren Jülich, Berlin und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg betrieben. Der Senat folgte damit der Empfehlung einer internationalen Gutachter-Kommission, die bereits Ende vergangenen Jahres die Bedingungen für ein solches Institut in Erlangen und Nürnberg geprüft – und von einem „exzellenten Konzept“ gesprochen hatte. Der Freistaat Bayern beabsichtigt, für das Helmholtz-Institut einen Forschungsneubau zu finanzieren und in der Gründungsphase den laufenden Betrieb für fünf Jahre zusätzlich zu unterstützen. Von der Helmholtz-Gemeinschaft werden pro Jahr Mittel in Höhe von 5,5 Millionen Euro für Personal, Betriebskosten, Sach- und Investitionsmittel bereitgestellt.

Für den Standort bedeutet dies nicht nur einen immensen Zugewinn an Renommee und wissenschaftlicher Bedeutung, es wird darüber hinaus Top-Wissenschaftler von internationalem Rang in die Region Nordbayern ziehen und die Stellung der Europäischen Metropolregion Nürnberg als Treiber der Energiewende in Bayern weiter untermauern. Geplant ist die Unterzeichnung einer Gründungsvereinbarung zwischen Bund, Freistaat Bayern und allen beteiligten Partnereinrichtungen im August in Nürnberg.

Das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien – kurz: HI ERN – soll als Zweigstelle der Helmholtz-Zentren Jülich und Berlin aufgebaut werden. Die Entscheidung des Helmholtz-Senats ist der Lohn für die langjährigen Bemühungen der FAU mit ihren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Als Keimzelle diente das an der FAU seit 2007 etablierte Exzellenzcluster für Material- und Prozessforschung EAM (Engineering of Advanced Materials). Dort hat die FAU in den vergangenen Jahren international anerkannte Erfolge in der Grundlagenforschung feiern können, die im neuen Helmholtz-Institut gezielt für die Erforschung und Entwicklung erneuerbarer Energiesysteme nutzbar gemacht werden sollen.

Die Zusammenarbeit zwischen Jülich, Berlin und der FAU wird beispielsweise gemeinsame Berufungen, gemeinsame Forschungsprojekte sowie den Austausch von Mitarbeitern und Studierenden umfassen. Mit dem Jahresetat von 5,5 Millionen Euro sollen neben vier Professuren auch zwei Nachwuchsgruppen finanziert werden. Der neue Forschungsbau wird auf dem Südgelände der Universität in Erlangen entstehen und auf etwa 2.500 Quadratmetern Labors und Büros für die neuen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beherbergen. Aber auch in Nürnberg als wichtigem Standort der FAU wird investiert: Dort soll „auf AEG“, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Energiecampus und zum Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik der FAU, eine Professur des neuen Helmholtz-Instituts angesiedelt werden.

Inhaltlich wird sich das Helmholtz-Institut für Erneuerbare Energien zunächst vor allem zwei Schwerpunkten widmen: der Erforschung druckbarer Photovoltaik und innovativen Methoden zur chemischen Energiespeicherung über Wasserstofftechnologien – beides zentrale Fragestellungen, wenn es um die breite und kostengünstige Nutzbarmachung von erneuerbaren Energien und den Erfolg der Energiewende in Deutschland geht.

„In enger Zusammenarbeit mit der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen schaffen wir eine innovative Forschungseinrichtung, die auf dem gesellschaftlich bedeutenden Feld der erneuerbaren Energien, so hoffe ich, wegweisende Beiträge leisten wird“, sagt Helmholtz-Präsident Prof. Dr. Jürgen Mlynek. „Nach dem Beschluss des Helmholtz-Senats könnten nun alle Vorbereitungen für den noch in diesem Sommer geplanten Start getroffen werden, um zügig in die Forschungsaktivitäten einzusteigen.“

„Die Helmholtzfreie Zone Nordbayern ist mit dieser Entscheidung endlich Geschichte“, erklärt FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske. „Mit einem Helmholtz-Institut in Erlangen und Nürnberg erfüllt sich für die Universität ein langjähriger Traum. Doch mindestens ebenso bedeutsam ist dieser Schritt für die gesamte Europäische Metropolregion Nürnberg: Der Wissenschaftsstandort Erlangen-Nürnberg gewinnt mit der Ansiedlung eines Helmholtz-Instituts zusätzlich an Profil und wird zu einem der wichtigsten Zentren für die Forschung rund ums Thema erneuerbare Energien und Materialwissenschaften. Unser Dank gilt an dieser Stelle den an der Konzeption beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern um die Professoren Peter Wasserscheid und Wolfgang Peukert sowie der Bayerischen Staatsregierung, insbesondere den Ministern Dr. Heubisch, Dr. Söder und Herrmann für ihre unermüdliche Unterstützung.“

Als einer der Initiatoren des Projekts ist Prof. Dr. Peter Wasserscheid besonders froh und stolz: „Es ist eine tolle Erfolgsgeschichte für die FAU, diese bedeutende Forschungseinrichtung in die Region zu holen. Das Helmholtz-Institut wird auf die Erkenntnisse des Exzellenzclusters EAM aufbauen und relevante Fragen der erneuerbaren Energien hier vor Ort erforschen – und zwar langfristig und nachhaltig.“

Prof. Dr.-Ing. Harald Bolt, Mitglied des Vorstands für den Wissenschaftlichen Geschäftsbereich II am Forschungszentrum Jülich, begrüßt die Entscheidung ebenfalls: „Am Wissenschaftsstandort Erlangen-Nürnberg und an der FAU finden wir ideale Bedingungen für die Forschung rund um das Thema erneuerbare Energien – das ist der wesentliche Grund, warum wir auf Prof. Grüske und die Erlanger Kollegen zugegangen sind. Wir freuen uns darauf, dieses ambitionierte Projekt eines Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für erneuerbare Energien gemeinsam mit den Wissenschaftlern der FAU zu verwirklichen und mit unserer Forschung entscheidende Weichenstellungen für die Energiewende zu ermöglichen.“

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist die größte Forschungsorganisation in Deutschland und forscht mit fast 34.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren mit einem Jahresbudget von 3,76 Mrd. EUR an den großen Fragen der Gesellschaft.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Präsident der FAU
Tel.: 09131/85-26600
praesident@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 120/2013 vom 6. Juni 2013

Staedtler Stiftung fördert Alternative zu Tierversuchen am Lehrstuhl für Medizinische Biotechnologie

Seit März 2013 unterstützt die Staedtler Stiftung ein Forschungsprojekt am Lehrstuhl für Medizinische Biotechnologie (Vorstand: Prof. Dr. Dr. Oliver Friedrich) welches die Erzeugung einer rekombinanten humanen Stammzelllinie zum Ziel hat. Mit dieser Zelllinie will die Arbeitsgruppe um Dr. Daniel Gilbert ein Verfahren etablieren, um die Giftwirkung chemischer Substanzen auf das reifende Zentralnervensystem (ZNS) zu prüfen. Die Giftigkeit von Chemikalien wird in der Regel im Tierversuch evaluiert, doch Tierversuche sind kosten- und zeitintensiv und moralisch nicht unbedenklich. Ausserdem können Tier-basierte Vorhersagen zur Giftwirkung von Chemikalien nur eingeschränkt auf den Menschen übertragen werden, da sich die tierische Physiologie von der des Menschen z.T. erheblich unterscheiden kann, je nach verwendetem Prüfmodell. Mit dem humanspezifischen, alternativen Verfahren sollen Chemikalien schneller und kostengünstiger als bisher getestet und hierdurch die Sicherheit des Menschen verbessert und der Tierschutz aktiv gefördert werden.

Die Arbeitsgruppe von Dr. Daniel Gilbert widmet sich der Konzeption und Realisierung automatisierter Messsysteme, der Entwicklung von Algorithmen für die computerbasierte Bildanalyse und der Etablierung zellbasierter Protokolle für Hochdurchsatz Screening. In dem Projekt erweitern die beiden Projektpartner Gilbert/Friedrich ihr Methodenspektrum, das in der Vergangenheit erfolgreich zur Wirkstoffsuche, für RNA Interferenz (RNAi) Screening und zur Struktur-Funktionsanalyse von Ionenkanälen zum Einsatz gekommen ist und bündeln hierbei Expertisen aus den Bereichen Neurophysiologie, Mikroskopie sowie Geräte- und Assay Entwicklung.

Weitere Informationen:
Dr. Daniel Gilbert | 09131/85-23286 | daniel.gilbert@mbt.uni-erlangen.de

Prof. Dr. Dr. Oliver Friedrich | oliver.friedrich@mbt.uni-erlangen.de

Neues FAU-Karriereportal online

Ganz gleich, ob klassischer Studentenjob, Praktikum oder Berufseinstieg: Auf dem neuen Karriereportal der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) finden Studierende und Absolventen Angebote für alle Karrierestufen. Am 27. Mai ging das „Stellenwerk Erlangen-Nürnberg“ unter www.stellenwerk-fau.de online.

Die Ausschreibungen reichen von Nebenjobs in der Gastronomie oder im Einzelhandel über Praktika und Werkstudentenstellen passend zum individuellen Studienfach bis hin zu Stellen für Berufseinsteiger. Gerade für Absolventen ist das Stellenwerk eine gute Adresse: Unternehmen jeder Größenordnung nutzen die Plattform, um attraktive Einstiegspositionen in der Region und in ganz Deutschland zu vergeben.

Weitere Informationen
Christoph Loos
Tel.: 09131/85-70222
christoph.loos@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 107/2013 vom 27. Mai 2013

1. Forschungstag „Gender & Diversity“ am 11.06.2013

Forschung im Bereich Gender & Diversity ist vielfältig, innovativ und von höchster gesellschaftlicher Relevanz. Der 1. Forschungstag „Gender & Diversity“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg möchte die Bandbreite von aktuellen Projekten an der FAU aus den verschiedensten Disziplinen vorstellen und zu Diskussion, Vernetzung und Austausch am ersten Deutschen Diversity Day anregen. Wir können uns auf 15 Vorträge aus den verschiedensten Disziplinen sowie eine Postersession freuen. Die Vorträge werden vormittags im Plenum und nachmittags in zwei parallelen Workshops stattfinden. Eröffnet wird der Forschungstag durch Vizepräsidentin Prof. Dr. Antje Kley.

Das Programm des 1. Forschungstags „Gender & Diversity“ an der FAU zum Download finden Sie unter http://www.gender-und-diversity.uni-erlangen.de.

Wann: 11.06.2013 von 9-18 Uhr
Wo: Medical Valley Center, Henkestr. 91, 91052 Erlangen

Der 1. Forschungstag „Gender & Diversity“ an der FAU findet im Rahmen des 1. Deutschen Diversity Day statt. Dieser wird initiiert von der „Charta der Vielfalt e.V.“ Institutionen und Unternehmen in ganz Deutschland, die Diversity als Bereicherung verstehen sowie den Vielfalts-Gedanken bereits aktiv fördern, sind dazu aufgefordert am 11.06.2013 zu zeigen, wie Vielfalt dazu beiträgt, ihre Position zu stärken und wichtige aktuelle gesellschaftspolitische Fragen zu bewältigen.

Mit den besten Grüßen
Anja Gottburgsen
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Dr. Anja Gottburgsen
Diversity Management
Büro für Gender und Diversity
Friedrich-Alexander-Universität
Bismarckstraße 6, 1.OG
91054 Erlangen

Tel.: 09131/85 22961
Fax: 09131/85 24731
Email: anja.gottburgsen@ze.uni-erlangen.de
www.gender-und-diversity.uni-erlangen.de

Promovierende erforschen Nanomaterialien mit Hilfe neuester In-situ-Mikroskopie

Unbenanntes Dokument

Zwölf Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der FAU können im Rahmen ihrer Promotion gemeinsam den mikroskopischen Zusammenhängen zwischen der Struktur und den funktionalen Eigenschaften von Nanomaterialien auf den Grund gehen – mit neuesten Methoden der In-situ-Mikroskopie und der Nanocharakterisierung: Die DFG hat soeben das neue Graduiertenkolleg (GRK) „In situ Mikroskopie mit Elektronen, Röntgenstrahlen und Rastersonden“ für zunächst 4,5 Jahre bewilligt. Initiator Prof. Dr. Erdmann Spiecker, Department Werkstoffwissenschaft der FAU, bringt für den interdisziplinären Ansatz des Graduiertenkollegs Arbeitsgruppen aus Physik, Chemie, Werkstoffwissenschaften und Chemie- und Bioingenieurswesen zusammen. Eingebettet ist das neue Studien- und Forschungsprogramm, von dem auch noch weitere Promovierende profitieren sollen, in das „Center for Nanoanalysis and Electron Microscopy (CENEM)“, ein Interdisziplinäres Zentrum der FAU, das sich aus dem Exzellenzcluster „Engineering of Advanced Materials“ heraus gegründet hat.

Innovative Forschung an neuen Materialien und Funktionswerkstoffen hat nicht nur für den Technologiestandort Deutschland eine wichtige Bedeutung, sondern spielt auch bei der Bewältigung globaler Herausforderungen – wie etwa dem Ausbau erneuerbarer Energien – eine zentrale Rolle. Die Nanotechnologie eröffnet dabei weitreichende Möglichkeiten, Materialien auf kleinster Ebene zu strukturieren, was zu ganz neuen Materialeigenschaften und Funktionalitäten führt. Um neue Materialien und Bauteile dafür gezielt entwickeln zu können, sind moderne Methoden der Nanocharakterisierung unverzichtbar. Der Einsatz von kurzwelliger Strahlung – schnellen Elektronen oder Röntgen-/Neutronenstrahlung – sowie von Rastersonden erlaubt in herausragender Weise die Untersuchung der äußeren und inneren Materialstruktur auf atomarer und Nanometerskala. Mit Hilfe neuer In-situ-Methoden lassen sich darüber hinaus Entstehung, Stabilität und mechanische Integrität von Nanostrukturen direkt auf mikroskopischer Skala untersuchen und Zusammenhänge zwischen Struktur und Funktionalität aufklären. Somit werden die In-situ-Methoden zu zentralen Werkzeugen moderner Materialentwicklung.

Das GRK bringt erstmals die drei wichtigsten Säulen der Nanocharakterisierung – Elektronen, Röntgenstrahlen und Rastersonden – in einem strukturierten Promotionsprogramm zusammen. Neben der methodenübergreifenden und interdisziplinären Ausbildung der nächsten Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Ingenieurinnen und Ingenieuren in modernen Nanocharakterisierungsmethoden steht dabei die Neu- und Weiterentwicklung von In-situ-Verfahren im Vordergrund. Diese werden im GRK eingesetzt, um grundlegende Fragestellungen zur Bildung, Stabilität und Funktionalität von komplexen Nanostrukturen und Grenzflächen zu untersuchen. Im Projektbereich A „Funktionale Nanostrukturen und Netzwerke“ gehen die Forscher der Fragestellung nach, wie sich Eigenschaften einzelner Nanostrukturen auf Netzwerke übertragen und deren Funktionalität bestimmen. Im Projektbereich B „Mechanische Eigenschaften von Grenzflächen“ untersuchen die Wissenschaftler Grenzflächen unterschiedlicher Struktur und Bindungsstärke unter gezielten Belastungen. Das gemeinsame Studium von funktionalen und mechanischen Eigenschaften mittels komplementärer, skalenübergreifender In-situ-Methoden ist hierbei einzigartig.

„Das Erlernen mehrerer komplementärer Methoden sowie die Einbindung in internationale Zusammenarbeit bereitet unsere Nachwuchsforscher hervorragend auf zukünftige Führungsaufgaben in der modernen Materialforschung vor“, sagt Prof. Dr. Erdmann Spiecker. „Mit der Bewilligung des neuen Graduiertenkollegs kann die FAU eine weitere Stärkung ihres interdisziplinären Forschungsschwerpunkts ‚Neue Materialien und Prozesse‘ verzeichnen – und die für nachhaltige Spitzenforschung so wichtige Nachwuchsförderung weiter vorantreiben.“

Prof. Dr. rer. nat. Erdmann Spiecker (Sprecher)
Tel: 09131 85-28603
erdmann.spiecker@uni-erlangen.de
Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 35/2013 vom 22. Mai 2013

SIEMENS spendet FAU Weltrekord-Turbine

Wertvolle Unterstützung für Forschung und Lehre erhält die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) einmal mehr von der Siemens AG: Der Energy Sector des Unternehmens spendet dem Lehrstuhl für Elektrische Energiesysteme der FAU ein Modell der weltweit leistungsstärksten Gasturbine sowie einen Hybrid-Simulator, mit dem sich das Betriebsverhalten elektrischer Netze nachbilden lässt. Der Wert beider Geräte beläuft sich zusammen auf rund 75.000 Euro.

Die große Schwester des Gasturbinenmodells, das nun im Hochspannungslabor des Lehrstuhls für Elektrische Energiesysteme aufgestellt wird, hat Siemens für Kraftwerke, wie die Anlage in Irsching bei Ingolstadt entwickelt. Die riesige Turbine mit dem komplizierten Namen SGT5-8000H gilt als die weltweit leistungsstärkste ihrer Art und könnte die Bevölkerung einer Stadt wie Hamburg mit Strom versorgen. Mit einem Wirkungsgrad von 60,75 Prozent im kombinierten Betrieb mit einer Dampfturbine ist sie außerdem in diesem Bereich die Weltrekordhalterin. Das Modell für die FAU ist im Vergleich zum 13 Meter langen und fünf Meter hohen Original recht handlich: An der Turbine im Maßstab eins zu zehn können Studierende der FAU nun lernen, wie die Schlüsselkomponente eines Kraftwerks funktioniert. Weltweit existieren nur acht dieser Modelle, die Siemens im Laufe des Jahres weiteren ausgesuchten deutschen Partnerhochschulen übergeben wird.

Der Hybrid-Simulator war bis vor kurzem noch in der Erlanger Siemens-Niederlassung im Einsatz. Schon bald werden Wissenschaftler und Studierende an den Schaltschränken und Reglerpulten arbeiten. Mithilfe der komplizierten Elektronik können die Experten ganze elektrische Versorgungssysteme für Industrie und Haushalte modellieren – von der Erzeugung des Stroms bis hin zur Übertragung und Verteilung. Aber auch Störungen im Energienetz, etwa Kurzschlüsse, lassen sich simulieren. „Der Simulator ergänzt unsere Lehr- und Forschungsaktivitäten in genialer Weise und eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten der Systemanalyse“, sagt der Leiter des Lehrstuhls für Elektrische Energiesysteme, Prof. Dr. Matthias Luther.

Bayerns Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, ließ anlässlich der Übergabe ebenfalls seinen Dank an die Akteure ausrichten: „Eine erfolgreiche Wissenschaftspolitik beruht nicht zuletzt auf einer funktionierenden Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Beispielhaft dafür steht die Kooperation zwischen der Universität Erlangen-Nürnberg und Siemens Energy. Die Universität achtet seit jeher auf eine enge Rückkopplung zwischen Wissenschaft und industrieller Anwendung – und diese großzügige Gerätespende dokumentiert einmal mehr das Interesse und die Bereitschaft der Wirtschaft, sich mit bayerischer Spitzenforschung auszutauschen.“

Die Geräte finden ab sofort Anwendung in der Lehre und werden sowohl in die Lehrveranstaltungen eingebaut als auch in laufende Forschungsprojekte integriert.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Matthias Luther
Tel.: 09131/85-23445
matthias.luther@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 98/2013 vom 16. Mai 2013

Cooperation on Biomaterials with Croatia

A new project to investigate cellular interactions with bioactive glasses in the context of bone regeneration strategies, led by Prof. Dr.-Ing. habil. Aldo R. Boccaccini (Institute of Biomaterials, Department of Materials Science and Engineering, FAU) and Prof. Neven Zarkovic (Rudjer Boskovic Institute in Zagreb) has been approved for funding by the German Academic Exchange Service (DAAD).

The project involves the visits of the principal investigators and exchanges of experienced and young researchers between the institutions involved. The project focuses on the development and characterisation of a new family of bioactive glasses with metallic ion releasing capability to enhance cell attachment and proliferation and with potential applications in bone tissue engineering.

Further information
Prof. Dr.-Ing. habil. Aldo R. Boccaccini
Head, Institute of Biomaterials
Department of Materials Science and Engineering
University of Erlangen-Nuremberg
Cauerstr. 6
91058 Erlangen, Germany
www.biomat.techfak.uni-erlangen.org

Silber-Nanodraht senkt Kosten für organische Solarzellen

FAU-Forscher entwickeln neuartige Elektroden

Wie lassen sich organische Solarzellen lichtdurchlässig herstellen und das ganz ohne den teuren Rohstoff Indium – dieser Frage sind Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) nachgegangen und haben die Antwort in feinsten Silberdrähten gefunden. Sie haben die bisher üblichen Elektroden aus Indiumzinnoxid (ITO) durch Silber-Nanodrähte ersetzt, welche vor allem mit geringeren Kosten für Material und Verarbeitung punkten. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher jüngst in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Advanced Energy Materials(1).

Organische Solarzellen unterscheiden sich deutlich von gewöhnlichen Siliziumzellen, die aus Freilandanlagen oder von Hausdächern bekannt sind. Die für den Photoeffekt verantwortlichen Schichten bestehen bei organischer Photovoltaik aus rein synthetisch hergestellten Materialien, speziellen Polymeren und Fullerenen. Mit dem synthetischen Material verbinden sich viele Vorteile: Die Solarzellen sind dünn wie Klarsichthüllen und biegsam. Sie können lichtdurchlässig und in verschiedenen Farben hergestellt werden. Durch diese Besonderheiten eignen sie sich – anders als kristalline Solarzellen – auch für den Einsatz in Textilien und als Gestaltungselemente in der Architektur, beispielsweise an Fassaden oder in Fenstern.

Ein Hemmschuh für den kommerziellen Durchbruch organischer Solarzellen sind bisher die Kosten, Effizienz und Haltbarkeit. Insbesondere die Kosten werden durch die Ergebnisse der FAU-Wissenschaftler sinken – vor allem semitransparente Solarzellen erhalten einen Entwicklungsschub. Die Herstellung dieser Zellen verlangte bisher den Einsatz von ITO als Material für die Elektroden: Es war das einzige Material, das die notwendigen guten elektrischen Leiteigenschaften mit der benötigten Lichtdurchlässigkeit der Elektroden verband. Über die Elektroden fließen die in der photoaktiven Schicht erzeugten Ladungen als Strom ab. Indium ist dabei nicht nur ein kostenintensiver Rohstoff, das Indiumzinnoxid muss bei der Herstellung zudem in einem teuren Vakuumprozess verarbeitet werden. Dafür fällt bei der Produktion der größte Teil der Energie an.

Dem FAU-Wissenschaftler Fei Guo gelang es nun, ITO durch feinste Silberdrähte als Elektroden zu ersetzen. Guo ist Mitglied der Forschergruppe, die von Prof. Dr. Christoph Brabec, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Werkstoffe der Elektronik und Energietechnik), koordiniert und von den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Marcus Halik, Prof. Dr. Dirk Guldi und Prof. Dr. Erdmann Spiecker unterstützt wird. Die Forscher spannten ein Drahtnetz mit einer Dicke im Nanometerbereich über die photoaktive Schicht der Solarzellen: elektrisch leitfähig und gleichzeitig grobmaschig genug, um genügend Licht in die Zelle und durch sie hindurch zu lassen. Die Tests an Referenzzellen ergaben, dass diese neue Variante bezüglich ihrer Leistung gleichauf liegt mit den konventionell hergestellten organischen Solarzellen. Mit 63 Prozent Füllfaktor – einer der Indikatoren für die Effizienz von Solarzellen – erreichten die Forscher sogar den höchsten bisher dokumentieren Wert für organische Solarzellen, die in einem reinen Druckverfahren hergestellt wurden. Bei mehr als 50 hergestellten weiteren Zellen bewegte sich der Füllfaktor mit 58 bis 62 Prozent nur geringfügig darunter.

Neben ähnlicher Leistungsfähigkeit bietet das neue Material jedoch deutliche Vorzüge: Silber-Nanodraht ist wesentlich günstiger als ITO und auch die Produktion wird kostengünstiger und weniger energieintensiv: Semitransparente Solarzellen können nun komplett im Druckverfahren produziert werden. Die einzelnen Komponenten sind dabei in Flüssigkeit gelöst und werden als Tinte auf eine dünne Plastikfolie nacheinander aufgedruckt und getrocknet. Der Vakuumprozess entfällt. Auf vergleichsweise einfache Weise können so riesige Solarbögen hergestellt werden.

Die jetzt vorgelegten Forschungsergebnisse sind darüber hinaus relevant für organische LEDs, die derzeit unter anderem als Beleuchtung von Handydisplays dienen, sowie für intransparente organische Solarzellen. Laptopnutzer könnten ihr Gerät in Zukunft zum Beispiel direkt über die Notebooktasche laden, in deren Stoff eine solche intransparente Solarzelle eingenäht ist. Auch hier zeigen die Silber-Nanodraht-Elektroden potenzielle Stärken: Sie sind deutlich biegsamer als ITO-Elektroden, welche bei starker Beanspruchung leichter brechen.

Die Arbeit entstand im Rahmen des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials (EAM), der eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und der praktischen Anwendung schlägt. Die FAU-Wissenschaftler zeigen mit ihren Ergebnissen Einsparpotenziale auf, die die Technik für neue Massenmärkte attraktiv macht. Langfristig könnten sie damit sogar der konventionellen Photovoltaik auf Hausdächern oder im Freiland Konkurrenz machen.

(1) Advanced Energy Materials (2013)/doi: 10.1002/aenm.201300100

Weitere Informationen
Prof. Dr. Christoph Brabec
Tel.: 09131/85-25426
christoph.brabec@ww.uni-erlangen.de

Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 30/2013 vom 14. Mai 2013

Eröffnung: Anwenderzentrum für die Entwicklung neuer Materialien

Vom Pulver zum Bauteil
FAU eröffnet Anwenderzentrum für die Entwicklung neuer Materialien – Einladung zum Pressetermin

Ob im Energiesektor oder im Fahrzeugbau – die Herstellung innovativer Produkte stellt immer höhere Ansprüche an die Komplexität von Bauteilen. Im neuen Anwenderzentrum „VerTec“ am Zentralinstitut für Neue Materialien und Prozesstechnik (ZMP) in Fürth können Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hocheffizient komplizierte verfahrenstechnische Bauteile herstellen, indem sie dafür die so genannte „Additive Fertigung“ anwenden. Der Freistaat fördert das Vorhaben mit elf Millionen Euro. Am Freitag, den 17. Mai 2013, um 10 Uhr, wird Staatsekretärin Katja Hessel das Anwenderzentrum VerTec offiziell eröffnen.

Das neue Anwenderzentrum kombiniert die Forschungsergebnisse aus Materialwissenschaften und Chemischer Reaktionstechnik auf dem Gebiet der so genannten Additiven Fertigung für die Chemische Verfahrenstechnik. Unter Additiver Fertigung versteht man Technologien, die Körper schichtweise aufbauen, vergleichbar mit der Arbeitsweise eines 3-D-Druckers. Damit lassen sich auf hocheffiziente Weise komplizierte Bauteile herstellen, die mit gängigen Fertigungsverfahren nicht realisierbar wären und die vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der chemischen Industrie, Katalyse, Energietechnik oder im Fahrzeugbau finden.

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie fördert das Forschungsvorhaben mit einer Summe von elf Millionen Euro verteilt auf fünf Jahre. Angesiedelt ist VerTec im Technologiepark „Uferstadt Fürth“, wo auf 1.200 Quadratmeter Labor- und Bürofläche bis zu 40 Wissenschaftler arbeiten werden. Unter der Federführung der leitenden Wissenschaftler Prof. Dr. Robert F. Singer und Prof. Dr. Carolin Körner (beide Lehrstuhl für Werkstoffkunde und Technologie der Metalle) sowie Prof. Dr. Peter Wasserscheid (Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik) werden dort mittels Additiver Fertigung Bauteile hergestellt, durch geeignete Verfahren katalytisch aktiv beschichtet und somit z.B. für Anwendungen in der chemischen Industrie nutzbar gemacht.

Im Mittelpunkt des Anwenderzentrums steht die Technologie des selektiven Elektronenstrahlschmelzens – ein Elektronenstrahl wandert dabei über eine Pulverschicht und schweißt Metallpartikel dort zusammen, wo später einmal eine feste Struktur sein soll. Dieser Prozess wird Schicht für Schicht wiederholt, bis das fertige Bauteil vollendet ist. „Die momentan erreichbare Baugröße entspricht in etwa der Größe einer Hand“, erklärt Prof. Singer. Nicht mehr benötigtes Pulver – etwa in Hohlräumen – wird entfernt und kann dem Prozess von Neuem zugeführt werden. „Auf diese Weise lassen sich geometrisch kompliziert aufgebaute Bauteile herstellen, ohne dass dafür ein spezielles Werkzeug benötigt wird“, so Singer.

„Durch die neu gewonnene Freiheit in der dreidimensionalen Gestaltung können wir maßgeschneiderte Bauteile für effiziente Prozesse in der chemischen und verfahrenstechnischen Industrie erzeugen, die wegen ihrer großen Flexibilität auch in anderen Bereichen eingesetzt werden können, vor allem in der Energie- und Fahrzeugtechnik“, erläutert Prof. Wasserscheid weitere Vorteile des neuen Verfahrens.

Das Zentrum ist offen für Kooperationen mit Forschern und Anwendern aus Wissenschaft und Wirtschaft und strebt an, Ideen in marktfähige Produkte zu überführen. Mit dem übergeordneten Zentrum für Neue Materialien und Prozesstechnik sowie der Neuen Materialien Fürth GmbH stehen am Standort Fürth starke Partner für einen erfolgreichen Technologietransfer zur Verfügung.

Presseeinladung
Zur Eröffnung am Freitag, den 17. Mai 2013, um 10 Uhr sind Medienvertreter herzlich eingeladen. Es besteht die Möglichkeit für Foto- und Filmaufnahmen im Anwenderzentrum. Dort sind unter anderem Maschinen für die Additive Fertigung und Prototypen für den Einsatz in der Automobiltechnik zu sehen. Prof. Dr. Singer, Prof. Dr. Körner sowie Prof. Dr. Wasserscheid stehen für Erläuterungen zur Verfügung.

Veranstaltungsort:
Zentralinstitut für neue Materialien und Prozesstechnik
Technikum 2
Dr.-Mack-Str. 77
90762 Fürth
(A73 Ausfahrt Nürnberg/Fürth, U-Bahn-Haltestelle Stadtgrenze)
Das Programm der Eröffnung im Überblick:

Begrüßung

Prof. Dr. Robert F. Singer
Sprecher der kollegialen Leitung ZMP
Geschäftsführer NMF

Grußworte

Dr. Thomas Jung
Oberbürgermeister der Stadt Fürth

Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske
Präsident der FAU

Festrede

Rückenwind für Forschung und Innovation
Katja Hessel
Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium
für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

Vorträge

Additive Fertigung und Katalyse
Prof. Dr. Carolin Körner
Lehrstuhl Werkstoffkunde und Technologie der Metalle
Prof. Dr. Peter Wasserscheid
Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik

Rundgang mit anschließendem Get-together

Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Florian Enzenberger
Tel.: 0911 65078 65112
florian.enzenberger@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 93/2013 vom 10. Mai 2013

Neues FAU-Karriereportal online

Ganz gleich, ob klassischer Studentenjob, Praktikum oder Berufseinstieg: Auf dem neuen Karriereportal der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) finden Studierende und Absolventen Angebote für alle Karrierestufen. Am 27. Mai ging das „Stellenwerk Erlangen-Nürnberg“ unter www.stellenwerk-fau.de online.

Die Ausschreibungen reichen von Nebenjobs in der Gastronomie oder im Einzelhandel über Praktika und Werkstudentenstellen passend zum individuellen Studienfach bis hin zu Stellen für Berufseinsteiger. Gerade für Absolventen ist das Stellenwerk eine gute Adresse: Unternehmen jeder Größenordnung nutzen die Plattform, um attraktive Einstiegspositionen in der Region und in ganz Deutschland zu vergeben.

Weitere Informationen
Christoph Loos
Tel.: 09131/85-70222
christoph.loos@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 107/2013 vom 27. Mai 2013

Erlanger Maschinenbau spitze im CHE-Ranking

Gute Noten für den Maschinenbau
FAU rangiert in der Spitzengruppe des CHE-Rankings

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zählt in den Fächern Maschinenbau und Erziehungswissenschaft zur Spitzengruppe im aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Das CHE hat in der diesjährigen Studie die Fächer Ingenieur-, Sprach- und Erziehungswissenschaften sowie Psychologie untersucht.

Insgesamt erzielt die FAU im Maschinenbau gute Ergebnisse. Wenn es um die Ausstattung mit Drittmitteln geht, hat das Fach sogar den Sprung ganz nach vorne geschafft: In der Kategorie Forschungsgelder zählt die FAU zur Spitzengruppe. Ebenfalls in der Spitzengruppe liegen die Erziehungswissenschaften: Sie punkten beim Praxis- und Arbeitsmarktbezug sowie hinsichtlich der wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Einmal im Jahr ermittelt das CHE die Daten für sein Hochschulranking. Dabei wird jeweils ein Drittel der Fächer neu untersucht – im Fokus standen dieses Mal die Ingenieur-, Sprach- und Erziehungswissenschaften sowie das Fach Psychologie. In das Ranking fließen Informationen von über 300 Universitäten und Hochschulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlande ein. Neben Daten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung umfasst es auch Urteile von Studierenden über die Studiensituation sowie die Reputation der Fachbereiche unter den Professoren der einzelnen Fächer.

Die kompletten Ergebnisse sind abrufbar unter www.zeit.de/hochschulranking.

Weitere Informationen für die Medien:
Jens Kämmler
Tel.: 09131/85-23171
jens.kaemmler@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 87/2013 vom 6. Mai 2013

Interdisziplinäres Zentrum für nanostrukturierte Filme

Wissenschaftsrat empfiehlt Förderung eines Forschungsneubaus an der FAU
Interdisziplinäres Zentrum für nanostrukturierte Filme (IZNF) wurde als herausragendes Projekt eingestuft

Das IZNF soll es den FAU-Wissenschaftlern erlauben, die natur- und technikwissenschaftlichen Grundlagen der Herstellung funktionaler, dünner Filme, also Materialschichten mit Dicken von wenigen Nanometern bis zu einigen Mikrometern zu untersuchen, die oftmals ein anderes physikalisches Verhalten zeigen – etwa im Hinblick auf elektrische Leitfähigkeit oder Reaktivität – als massive Körper aus demselben Material. Der Fokus der Forscher liegt dabei auf der Analyse dünner Filme mit einem einheitlichen experimentellen und theoretischen Methodenspektrum für sehr viele Anwendungsbereiche, welche sich von der Photonik, Optoelektronik über die Katalyse und Energietechnik bis zu hin zu den Lebenswissenschaften erstrecken. Das IZNF – das aus dem Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM) auf Initiative verschiedener Cluster-Akteure heraus entstanden ist – soll sechs Forschungsbereiche abdecken, wobei drei davon aufgrund der interdisziplinären Bedeutung der Dünnfilmtechnologie als Querschnittsbereiche angelegt sind. Angesiedelt werden soll der Forschungsbau auf dem Südgelände der FAU – in unmittelbarer räumlicher Nähe zu den beteiligten Disziplinen und weiteren relevanten Partnereinrichtungen. Der 4.638 Quadratmetern umfassende Neubau soll rund 30 Arbeitsgruppen aus sieben Departments der FAU Raum bieten und 268 Arbeitsplätze beherbergen.

Folgt die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern am 28. Juni 2013 den Empfehlungen, so könnte der Forschungsneubau der FAU – für den Gesamtmittel in Höhe von etwa 40 Millionen Euro nötig sind – schon ab Beginn 2014 umgesetzt werden.

Weitere Informationen
Prof. Dr. Christoph J. Brabec | christoph.brabec@ww.uni-erlangen.de
Prof. Dr. Wolfgang Peukert | wolfgang.peukert@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 82/2013 vom 30. April 2013

Auszeichnungen und Funktionen, April 2013

Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Biomaterialien), ist in das Direktorium des Bayerischen Hochschulzentrums für Lateinamerika (BAYLAT) berufen worden. Das Hochschulzentrum ist eine bayernweit tätige Serviceeinrichtung zur Förderung der internationalen Vernetzung von bayerischen und lateinamerikanischen Universitäten und Hochschulen mit Sitz an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe, Professur für Audiologie und Mitglied des Interdisziplinären Zentrums Eingebettete Systeme (ESI - Embedded Systems Institute) an der FAU, ist bis 2015 zum Vizepräsidenten der Deutschen Gesellschaft für Audiologie (DGA) und von 2015 bis 2017 zu deren Präsidenten gewählt worden. Die DGA ist ein interdisziplinärer Zusammenschluss von Medizinern, Hörgeräteakustikern, Natur-, Ingenieur- und Geisteswissenschaftlern sowie Pädagogen und beschäftigt sich mit Forschung, Lehre, Entwicklung und klinischer Praxis im Bereich der Hörforschung.

Dr. Teresa Werner, Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik, hat den Promotionspreis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Technischen Fakultät für ihre Doktorarbeit zum Thema „Erstellen ganzheitlicher Konzepte für die Mitarbeiterqualifizierung“ erhalten. Die Auszeichnung ist mit 2.000 Euro dotiert.

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 82/2013 vom 30. April 2013

Neu: Dual Career Netzwerk Nordbayern an der FAU

19 Wissenschaftseinrichtungen in Nordbayern haben das Dual Career Netzwerk Nordbayern (DCNN) gegründet, das Partnerinnen oder Partnern von neu berufenen Professorinnen und Professoren beim eigenen beruflichen Wechsel unterstützt. Die Koordinationsstelle ist an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) angesiedelt und soll Top-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einen weiteren Anreiz für einen Umzug in die Region bieten.

Die Leistungen reichen dabei von der Orientierung über den Arbeitsmarkt über die individuelle Beratung bis hin zu der gezielten Kontaktaufnahme mit möglichen Arbeitgebern, der Vermittlung von Gesprächen oder der Begleitung des Bewerbungsprozesses. Von der Zusammenarbeit mit dem Netzwerk profitieren auch die Netzwerkpartner aus Industrie, öffentlichen Einrichtungen und Verbänden. Das DCNN strebt gezielt Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen, Verbänden, Behörden und anderen Netzwerken an.

Yvonne Eder (Koordinatorin des DCNN)
Tel.: 09131 85 23423 | Yvonne.eder@fau.de | www.dualcareer-nordbayern.de

Automatische Korrektur digitaler Fotos und Filme

Wer fehlerhafte Digitalfotos mit Bildbearbeitungs-Software ausbessern will, muss bislang Geduld und Geschick mitbringen. Dr. Jürgen Seiler und Prof. Dr. André Kaup vom Lehrstuhl für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung der FAU haben jetzt ein Programm entwickelt, das durch selektive Extrapolation Fehler in digitalen Fotos und Filmen automatisch repariert – Fehler, an denen bisherige Lösungen scheitern. Das korrigierte Bild ist mit bloßem Auge fast nicht vom Original zu unterscheiden.

Weitere Informationen
Dr. Jürgen Seiler
Tel.: 09131/85-27102 | seiler@lnt.de

Aktuelle Personalmeldungen Technische Fakultät

Verleihung apl. Professor/in

PD Dr. Jovanović, Lehrstuhl für Strömungsmechanik.
PD Dr.-Ing. Stefan Becker, Lehrstuhl für Prozessmaschinen und Anlagentechnik (IPAT)

Weiteres

Prof. Dr. Bastian Etzold wird für die Zeit vom 01. Juli 2013 bis 30. Juni 2016 erneut zum Juniorprofessor für die W1-Professur für Katalytische Materialien am Department Chemie- und Bioingenieurwesen ernannt.
Dr. Larissa Vietzorreck, TU München, wird als Gastprofessorin für die W2-Professur am Department Elektrotechnik-Elektronik-Informationstechnik beschäftigt.

FERCHAU Förderpreis für David Hochrein

Herr Dipl.-Ing. (FH) David Hochrein, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Konstruktionstechnik (Prof. Wartzack) und Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, hat für seinen ausgezeichneten Diplomabschluss den FERCHAU Diplompreis verliehen bekommen. Herr Hochrein hat ein duales Studium im Studiengang Maschinenbau an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt als Jahrgangsbester sowie zeitgleich eine Ausbildung zum Industriemechaniker bei Fa. Schaeffler Technologies AG & Co. KG sehr erfolgreich absolviert.

Weitere Informationen
Prof. Dr.-Ing. Sandro Wartzack
Lehrstuhl für Konstruktionstechnik der FAU
E-Mail: wartzack@mfk.uni-erlangen.de

Technische Fakultät auf der POWTECH in Nürnberg

Ganz kleine Dinge sind vom 23. bis 25. April 2013 das ganz große Thema im Messezentrum Nürnberg: Die POWTECH, eine der weltweit führenden Fachmessen für mechanische Verfahrenstechnik, und die PARTEC, einer der größten internationalen wissenschaftlichen Kongresse zum Thema Partikeltechnologie finden parallel unter einem Dach statt; hier treffen sich Forschung und Industrie. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) präsentiert ihre jüngsten Entwicklungen und Forschungsergebnisse aus den Bereichen Partikeltechnologie, Katalyse sowie Reaktordesign auf einem eigenen Stand auf der POWTECH und in über 30 wissenschaftlichen Vorträgen und Postern auf der PARTEC.

Weitere Informationen
Prof. Dr. Wolfgang Peukert
Tel. 09131 / 85-29400
wolfgang.peukert@fau.de

Quelle: http://idw-online.de/de/news529189

Nachwuchspreis Neue Werkstoffe geht an TF-Diplomanden

Anlässlich des Symposiums „Material Innovativ“ wurde in Aschaffenburg der Nachwuchspreis Neue Werkstoffe an den angehenden Materialwissenschaftler Dominik Bösch des Lehrstuhls für Allgemeine Werkstoffeigenschaften der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg verliehen.

Quelle: http://idw-online.de/pages/de/news528747

BMBF "Koordinierungskreis Forschung": FAU prominent vertreten

Um die Forschungsaktivitäten für die Energiewende besser zu bündeln, holt das Bundesforschungsministerium die wichtigsten Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft an einen Tisch. Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Präsident der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) für Forschung, Wissenschaftlicher Nachwuchs und Beziehungen zur Wirtschaft ist jetzt als Vertreter der deutschen Hochschulen in den neu gegründeten Koordinierungskreis Forschung berufen worden. Als eine von drei Säulen einer "Nationalen Forschungsplattform Energiewende" soll der Kreis die Forschungsschwerpunkte für die Energiewende an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen zusammenführen.

Energieautarke Produktion in der "grünen Fabrik"

Die „grüne Fabrik“, die energieeffizient oder vielleicht sogar energieautark produziert, ist das langfristige Ziel des Technologieverbunds „Green Factory Bavaria“ unter der Federführung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Der Forschungsverbund will im Rahmen einer bayernweiten, interdisziplinären Kooperation zwischen verschiedenen Hochschulen Konzepte für eine möglichst sparsame Energienutzung in Produktion, Logistik und Verwaltung entwickeln. Am 12. April hat die „grüne Fabrik“ offiziell ihre Arbeit aufgenommen – im Beisein namhafter Gäste aus Politik und Industrie, darunter der bayerische Finanzminister Dr. Markus Söder.

Bei der Eröffnungsveranstaltung in Nürnberg am heutigen 12. April übergab Dr. Michael Mihatsch vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst offiziell die Projektbewilligung für die „Green Factory Bavaria“. Der Freistaat fördert den Aufbau des interdisziplinären Forschungsprojekts für energiesparende Produktionstechnologien im Rahmen eines Maßnahmenpakets zur Energiewende. Zunächst stehen für die „grüne Fabrik“ in den Haushalten 2013/2014 insgesamt sechs Millionen Euro an zusätzlichen Forschungsmitteln zur Verfügung. Das Vorhaben ist auf vier Jahre angelegt mit einem geplanten Gesamtvolumen von zwölf Millionen Euro. Die Leitung des Forschungsverbunds liegt bei Prof. Dr. Jörg Franke vom Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik an der FAU.

Im Rahmen der Eröffnung hob Bayerns Finanzminister Söder besonders das Gewicht des Standorts Bayern für das Gelingen der Energiewende hervor. „Das Energieland Bayern macht sich stark für innovative Forschung. Hightech bei Energieproduktion ist entscheidend für die Zukunft des Standortes Bayern. Die Energiestadt Nürnberg wird dabei dank der ,Grünen Denkfabrik‘ mit einfallsreichen Experten und pfiffigen Ideen die Nase vorn haben.“

In den 28 Einzelprojekten der Green Factory Bavaria erforschen die beteiligten Wissenschaftler, wie Maschinen, Prozesse und auch ganze Fabriken energiesparender gestaltet werden können: Zum Beispiel wollen die Forscher in einem Teilprojekt Industrieroboter so gestalten, dass sie sich durch intelligente Bahnplanung und -steuerung sowie durch effizientere Bewegungsalgorithmen und Antriebstechnologien möglichst energiesparend bewegen. Ziel eines weiteren Vorhabens ist es, Transportlösungen zu entwickeln, die flexibler und energieeffizienter sind als ein Fließband – kleine, sich selbstständig bewegende Fahrzeuge könnten hier die Lösung sein. Die Frage, wie man elektronische Bauteile aus Kupfer mittels Laserstrahl möglichst ressourcenschonend verbinden kann, steht im Mittelpunkt eines anderen Teilprojekts.

Für FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske ist die Green Factory Bavaria ein konsequenter Schritt beim weiteren Ausbau der Energieforschung an seiner Universität: „Um die Energiewende erfolgreich voranzutreiben, sind Politik und Industrie auf innovative Forschungsleistung angewiesen – eine Leistung, die unsere Wissenschaftler an der FAU immer wieder aufs Neue erbringen. Die Green Factory Bavaria ist ein wichtiger Baustein in der Energieforschung der FAU, bei der alle Projekte wie Zahnräder ineinandergreifen – vom Energiecampus Nürnberg über unser Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials bis hin zu dem geplanten Helmholtz-Institut für Erneuerbare Energien Erlangen-Nürnberg. Zugleich freuen wir uns auf die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern: Forschungsherausforderungen wie die Energiewende lassen sich nicht im Alleingang bewältigen.“

In der Green Factory Bavaria arbeiten neben der FAU die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, die Hochschulen in Ansbach, Coburg, Hof, Würzburg/Schweinfurt und Amberg/Weiden, die Technische Universität München sowie die Fraunhofer-Institute in Augs­burg und Bayreuth zusammen. In ihren Modellfabriken – den so genannten Green Factories – bündeln die Hochschulen die für die energieeffiziente Produktion relevanten Fachbereiche, wie zum Beispiel Maschinenbau und Fertigungstechnik, Elektro-, Informations-, und Verfahrenstechnik sowie Werkstoffkunde und Wirtschaftswissenschaften. Intensive Zusammenarbeit mit der Wirtschaft soll für einen effektiven und schnellen Transfer der Forschungsergebnisse in die Wirtschaft sorgen.

Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. Jörg Franke
Tel.: 09131/85-27569
joerg.franke@faps.uni-erlangen.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 59/2013 vom 12. April 2013

SEW-EURODRIVE-STIFTUNG: Auszeichnung für TF-Diplomanden

In Anerkennung seiner hervorragenden Diplomarbeit zum Thema „Entwurf und Aufbau eines erweiterten Sechstor-Empfänger-Systems“ wird Herr Dipl.-Ing. Stefan Lindner (Lehrstuhl für Technische Elektronik der FAU) mit dem mit 2.500 Euro dotierten Studienpreis der SEW-EURODRIVE-Stiftung 2012 ausgezeichnet. Die Verleihung erfolgt am 03. Mai 2013 im Schloss Bruchsal.

Die SEW-EURODRIVE-Stiftung (www.sew-eurodrive.de) fördert seit 1989 die Erarbeitung, Vertiefung und Weiterentwicklung von wissenschaftlichen Erkenntnissen auf dem Gebiet der Technik und der Wirtschaft. Mit dem Studienpreis werden jährlich außergewöhnliche Leistungen von Diplomanden aus den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften gewürdigt.

Zum Preisträger
Herrn Lindners Diplomarbeit beschreibt den Aufbau eines Demonstrators für ein neuartiges Radarfrontend. Mit diesem ist es möglich, mit nur einem Frontend und zwei daran angeschlossenen Antennen die Empfangsrichtung eines Signales zu bestimmen und gleichzeitig Daten zu empfangen. Ein mögliches Einsatzgebiet hierfür ist die Car2Car Kommunikation. Im Rahmen der Arbeit wurde dafür das Basisbandlayout, die Digitalisierung, sowie die Auswerte-Algorithmik implementiert und in Betrieb genommen.

Neben seiner Lehrtätigkeit am Lehrstuhl für Technische Elektronik widmet sich Lindner in seiner Forschung der Systemkonzeptionierung und Simulation von neuartigen Sechstor-Radarsystem im Auflösungsbereich weniger Mikrometer.

Weitere Informationen
Dipl. Ing. Stefan Lindner
Tel: +49 9131 85-28847
E-Mail: stefan.lindner@fau.de

FAU FabLab: „Do it yourself“ in der Hightech-Werkstatt

Ein elektronisches Drumkit oder eine USB-Soundkarte selbst herstellen – im FabLab der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ist das längst keine Zukunftsmusik mehr: In der Hightech-Werkstatt können Bastler ihre Ideen an Geräten, die sonst der Industrie vorbehalten sind, selbst umsetzen. Da seit der Eröffnung im Herbst 2011 ständig neue Geräte hinzugekommen sind, zieht das FabLab jetzt in größere Räume an der Technischen Fakultät: Am 13. April um 14 Uhr werden die Räume feierlich eröffnet. Medienvertreter sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen.

Fabrication Laboratory – kurz FabLab – nennen sich die vielen Hightech-Werkstätten weltweit, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: Hightech-Maschinen aus der Industrie  sowie Know-how für deren Nutzung jedem zur Verfügung stellen, der eine Idee hat und sie umsetzen will. Studierende der FAU gründeten das Erlanger FabLab im September 2011, beantragten Zuschüsse und Förderungen – unter anderem aus Studienbeiträgen – beim Dekanat der Technischen Fakultät, wo die Werkstatt am Lehrstuhl für Rechnerarchitektur angesiedelt ist, und warben um Gelder von Sponsoren, unter anderem von BASF und CCC Erlangen – Bits´n´Bugs. Als sie das FabLab auf 20 Quadratmeter eröffnen, beherbergt es eine Elektrowerkstatt, einen Lasercutter zum Schneiden und Gravieren – und einen selbstgebauten 3D-Drucker. Mit ihm lassen sich dreidimensionale Computermodelle ausdrucken. „Den Drucker habe ich bei einem Workshop im Aachener FabLab gebaut, aus Bauteilen, die dort auch ein 3D-Drucker gedruckt“, erzählt Johannes Jordan, einer der rund 20 ehrenamtlichen Studierenden – FabLab-Aktive genannt –, die die Werkstatt betreuen.

Inzwischen ist die Ausstattung des FabLabs so  gewachsen, dass der Platz nicht mehr ausreichte: Ende vergangenen Jahres zog die Werkstatt in neue 70 Quadratmeter große Räume um. Neben Lasercutter und 3D-Drucker finden sich hier nun unter anderem auch eine Näh- und Stickmaschine sowie ein Schneideplotter zum Schneiden von Folien. Die neueste Errungenschaft der Studierenden ist eine CNC-Fräse, die Metall schneiden kann.

Zurzeit sind Studierende der Technischen Fakultät in der Überzahl im FabLab. Die Nähe zu ihren Studiengängen ist sicherlich ein Grund dafür: An den Maschinen und Computerprogrammen in der Werkstatt setzen sie in Seminaren und Vorlesungen erworbene Kenntnisse ein, die Geräte bieten zudem eine ideale Möglichkeit, sich neues Wissen anzueignen.

Für die Zukunft wünschen sich die FabLab-Aktive jedoch auch mehr Nutzer mit künstlerischer Ader. Denn das FabLab steht jedem offen:  Nicht nur Studierende, auch externe Bastler sind jederzeit willkommen. Auf ihrer Internetseite stehen die geplanten Öffnungszeiten, zudem wird angezeigt, ob das Labor gerade geöffnet ist – manchmal geschieht das ganz spontan, wenn einer der Ehrenamtlichen gerade Zeit hat.

Um den Spaß an Technik auch an den Nachwuchs zu vermitteln, engagieren sich die FabLab-Aktiven an FAU-Projekten wie „Mädchen-und-Technik Praktikum“ oder „Schnupperuni Maschinenbau“, bei dem Schüler Einblicke in die Bereiche der Technischen Fakultät bekommen. „Die Schüler können dann hier im FabLab unter Anleitung eigene kleine Projekte umsetzen“, erzählt der FabLab-Aktive Michael Jäger. „Schlüsselanhänger sind total populär – und einfach herzustellen mit dem Lasercutter.“

Einzige Voraussetzungen: Eine Idee und Lernbereitschaft
Um das FabLab nutzen zu können, brauchen Nutzer keine speziellen Vorkenntnisse. Alles, was sie mitbringen müssen ist eine Idee – und die Bereitschaft zu lernen. Nach dem Motto „Learning by doing“ nehmen die FabLab-Aktiven sich der Neuen an, prüfen gemeinsam mit ihnen, ob und wie das anvisierte Projekt technisch umgesetzt werden kann und lernen sie dann an den Maschinen an. „Wir helfen gerne jedem dabei, seine Idee Wirklichkeit werden zu lassen“, erklärt Jäger. „Aber wir nehmen keinem die Arbeit ab.“ Für die Nutzung des FabLab selbst fallen keine Kosten an, die Bastler bezahlen lediglich das verwendete Material und zum Teil die Maschinenlaufzeit.

Wer sich erst mal Basiswissen aneignen möchte, statt einfach drauflos zu basteln, der kann Workshops belegen – von Löten für Anfänger oder Fortgeschrittene bis zur Gestaltung von 3D-Objekten mit dem Programm „Blender“. Die Workshops werden jeweils von Studierenden angeboten, die sich umfassendes Wissen in einem Bereich angeeignet haben.

Voneinander lernen, sich gegenseitig helfen, Ideen austauschen, das ist ein Leitgedanke der Fabrication Laboratories. Daher fordern die Aktiven die Nutzer auf, ihre Projekte mit einer kurzen Beschreibung auf der Internetseite des FabLabs anderen Bastlern zur Verfügung zu stellen. Um diese Idee des Austauschs zu fördern, haben die Erlanger FabLab-Aktiven zu einem Wettbewerb aufgerufen, gesucht wird das beste Projekt. Ausgewählt wird nach Kriterien technische Umsetzung, Kreativität und Ästhetik. Der Gewinner wird auf der Eröffnungsfeier bekannt gegeben.

Von der Vorlesung zur weltweiten Bewegung
Die Fabrication Laboratories sind aus einer Vorlesung von Professor Neil Gershenfeld vom Massachussetts Institute of Technology (MIT) hervorgegangen. Er stellte den Teilnehmern eine Werkstatt zur Verfügung, in der sie ihre Ideen umsetzen konnten. Überwältigt von dem Erfolg erstellte das MIT ein Konzept, nach dem ähnliche Werkstätten weltweit aufgebaut werden können. Neben FabLabs in den USA gibt es die High-Tech-Werkstätten in vielen europäischen Ländern sowie acht FabLabs auf dem afrikanischen Kontinent. Das erste deutsche Fabrication Laboratory wurde 2009 in Aachen eröffnet.

Die Eröffnung der neuen Räumlichkeiten findet am 13. April von 14 bis 18 Uhr in der Erwin-Rommel-Straße 60, Raum U1.239 (Untergeschoss) statt. Weitere Informationen gibt es unter http://fablab.fau.de

Weitere Informationen:
Robert Meinel
kontakt@fablab.fau.de

Prof. Boccaccini im BAYLAT-Direktorium

Prof. Dr.-Ing. habil. Aldo R. Boccaccini (Leiter des Lehrstuhls Biomaterialien, Department Werkstoffwissenschaften) wurde zum Mitglied des Direktoriums des Bayerischen Hochschulzentrums für Lateinamerika (BAYLAT) an der Universität Erlangen-Nürnberg berufen.

BAYLAT ist eine bayernweit tätige Serviceeinrichtung zur Förderung der internationalen Vernetzung von bayerischen und lateinamerikanischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

Prof. Franke Vorstandsmitglied des Clusters Mechatronik & Automation e.V.

Prof. Dr.-Ing. Jörg Franke vom Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (kurz FAPS) der Universität Erlangen-Nürnberg ist neues Vorstandsmitglied des Clusters Mechatronik & Automation e.V. mit Sitz in Augsburg. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr.-Ing. Klaus Feldmann an, der seit Beginn der Clusteroffensive 2005 als Vorstand tätig war. Der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Martin Zeil, hat Prof. Franke auch in die Nachfolge Prof. Feldmanns als Clustersprecher berufen. Die weiteren Mitglieder im Vorstand sind in ihren Ämtern bestätigt worden.

Weitere Informationen
http://www.tf.fau.de/forschung/forschungsnews.php?show=1897

Molded Interconnect Devices: HARTING Mitronics kooperiert mit FAU

HARTING Mitronics aus Biel (Schweiz) und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um Fertigungsprozesse und Produktgestaltung im Bereich spritzgegossener Schaltungsträger, sogenannter Molded Interconnect Devices (3D-MID), weiterzuentwickeln. Der Schweizer Hersteller für MIDKomponenten und -Systeme will mit dem Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) der FAU beispielsweise bei der mechanischen Konstruktion, der elektronischen Schaltungsentwicklung oder bei Zuverlässigkeitsuntersuchungen mechatronischer Produkte zusammenarbeiten.

Molded Interconnect Devices – zu Deutsch: spritzgegossene Schaltungsträger – sind elektronische Bauteile, bei denen metallische Leiterbahnen auf spritzgegossene Kunststoffträger aufgetragen werden. Durch die Integration mechanischer, elektrischer und weiterer thermischer, optischer oder fluidischer Funktionen in räumlichen spritzgegossenen Schaltungsträgern revolutionieren 3D-MID Komponenten den Aufbau mechatronischer Produkte. Mit HARTING Mitronics und dem Lehrstuhl FAPS der FAU haben sich zwei Partner gefunden, die in diesem Bereich umfangreiches Know-how besitzen: Das Schweizer Unternehmen ist europäischer Marktführer für die Entwicklung und Herstellung von MID-Komponenten und -Systemen, während das Team um FAPS-Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Jörg Franke zu den führenden Forschungsinstituten auf diesem Gebiet gehört. Neben der Zusammenarbeit bei der mechanischen Konstruktion, der elektronischen Schaltungsentwicklung sowie Zuverlässigkeitsuntersuchungen mechatronischer Produkte liegen weitere Schwerpunkte in der Kooperation auf der rechnergestützten Simulation von Produktfunktionen und Fertigungsprozessen sowie in der labortechnischen Analyse geeigneter Materialien. Weiterhin wollen HARTING und die FAU Fertigungsprozesse entwickeln, optimieren und qualifizieren. Auch die Konzeption und Planung neuer Produktionsanlagen steht auf der gemeinsamen Agenda, ebenso wie praktische Tests.

Albert Birkicht, Geschäftsführer HARTING Mitronics betont: „Die strategische Partnerschaft mit der FAU wird uns dabei helfen, unsere Technologieführerschaft auszubauen und weiter anspruchsvolle Kundenapplikationen zu bedienen.“ Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Jörg Franke würdigt an der langfristig angelegten Partnerschaft besonders „die neuen Möglichkeiten, die universitäre Forschung auf die aktuellen Anforderungen aus der industriellen Praxis auszurichten, die eigenen Innovationen schnell in die Anwendung zu bringen und den motivierten Studierenden spannende Aufgaben mit Praxisbezug anzubieten.“

Über die Partner
HARTING AG Mitronics realisiert Komplettlösungen aus einer Hand für 3D-MIDKomponenten und -Systeme. Dabei wird der Entwicklungsprozess von Anfang bis Ende begleitet: Von der ersten Idee über das Prototyping bis hin zur Fertigung des Serienprodukts und dessen Qualifizierung in einem zertifizierten Labor mit modernster Messtechnik. Durch die Integration aller Prozesse unter einem Dach ist HARTING Mitronics in der Lage, die MID-Substrate auch zu bestücken und dadurch voll funktionsfähige Unterbaugruppen zu liefern. Der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg unter Leitung von Prof. Dr. Jörg Franke konzentriert seine Forschung auf innovative Fertigungsverfahren für mechatronische Produkte. Die Entwicklungsarbeiten umfassen die komplette Prozesskette, die mit dem Packaging elektronischer Bauelemente beginnt, einen Schwerpunkt in der Montage elektronischer Baugruppen (Drucken, Bestücken, Löten/Sintern, Testen) findet, die Herstellungsverfahren für elektrische Antriebe (insb. Wickelverfahren, Verbindungstechniken, Magnetmontage) vollständig umfassen, Verfahren und Anlagen zur Endmontage fokussiert und darin u.a. auch die Entwicklung von Kontaktierungssystemen sowie die Verlegung von Bordnetzen
betrachtet.

Quelle: http://blogs.fau.de/news/2013/03/27/strategische-partnerschaft-harting-mitronics-kooperiert-mit-fau/

Messzentrum FMT weiterhin akkreditiertes Kalibrierlabor

Erneut Präzision durch die DAkkS bescheinigt

Dem Messzentrum des Lehrstuhls für Fertigungsmesstechnik (FMT) wurde für weitere fünf Jahre die Akkreditierungsurkunde der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (nationale Akkreditierungsstelle der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Berlin) verliehen. Es bleibt somit weiterhin akkreditiertes Kalibrierlabor mit der neuen Registrierungsnummer D-K17960-01-00 und ist befugt Kalibrierungen mit dem Koordinatenmessgerät (Zeiss UPMC 1200 Carat S-ACC) an prismatischen Werkstücken durchzuführen. Die Ermittlung der geometrischen Parameter erfolgt dabei durch Regelgeometrien. Die Messunsicherheit wird dabei aufgabenspezifisch mit dem sog. Virtuellen Koordinatenmessgerät ermittelt, dadurch dass die einzelnen Einflussgrößen im Rahmen einer Monte-Carlo-Simulation variiert werden, um das Messunsicherheitsbudget zu errechnen.

Grundlage für die Begutachtung im Rahmen eines Akkreditierungsverfahrens ist die DIN EN ISO/IEC 17025:2005, diese beschreibt die „Allgemeinen Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien“. Die Begutachtung zur Reakkreditierung erfolgte über zwei Tage und es wurden sowohl Managementsystem als auch fachliche Kompetenz des Labors umfassend durch die beiden Begutachter geprüft. Die Dokumentation der für die Rückführung verwendeten Normale, die Umgebungsbedingungen im Messraum, sowie deren Verlauf und auch die abgearbeiteten Aufträge wurden ebenso geprüft, wie die Kompetenz der Mitarbeiter. Im Rahmen der zweitägigen Begutachtung war vor den Augen der Begutachter eine vollständige Kalibrierung von Auftragsannahme bis zur Ausstellung des Kalibrierscheins abzuarbeiten.

Ansprechpartner
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Technische Fakultät
Department Maschinenbau
Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik
Prof. Dr.-Ing. habil. Tino Hausotte
Nägelsbachstraße 25, 91052 Erlangen

Telefon +49 9131 85-26519
Fax +49 9131 85-26524

E-Mail tino.hausotte@fau.de
http://www.fmt.tf.fau.de

LS für Fertigungsmesstechnik: QM-System zertifiziert

Begutachtung des Qualitätsmanagementsystems des Lehrstuhls für Fertigungsmesstechnik führte zu einer erneuten Zertifizierung nach ISO 9001:2008 durch die DEKRA

Der Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik ist unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. habil. Tino Hausotte in den Bereichen Forschung, studentische Lehre, berufliche Aus- und Weiterbildung, Beratung und Dienstleistung prozessorientiert und damit effizient im Sinne seiner Kunden aufgestellt. Ein Qualitätsmanagementsystem entsprechend der ISO 9001:2008 wurde eingeführt und wird aufrecht erhalten. Dies wurde durch die DEKRA Certification GmbH erneut auf Grundlage einer Begutachtung im Rahmen des Verfahrens zur Zertifizierung nach ISO 9001:2008 bestätigt.

Zertifizierter Bereich:
Forschung und Lehre, Aus- und Weiterbildung sowie Beratung und Dienstleistung in den Fachbereichen Fertigungsmesstechnik und Qualitätswissenschaft

Weiterhin wurde von der DEKRA bescheinigt, dass der Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik für den Fachbereich „Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung (Vierter Abschnitt des Dritten Kapitels SGB III)“ nach dem Recht der Arbeitsförderung (AZAV) ein zugelassener Träger ist sowie die Maßnahmen des Trägers zugelassene Weiterbildungsmaßnahmen sind.

Ansprechpartner
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Technische Fakultät
Department Maschinenbau
Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik
Prof. Dr.-Ing. habil. Tino Hausotte
Nägelsbachstraße 25, 91052 Erlangen

Telefon +49 9131 85-26519
Fax +49 9131 85-26524

E-Mail tino.hausotte@fau.de
http://www.fmt.tf.fau.de

Neuer Vorsitzender des Fachverbands Metall- und Materialphysik

Prof. Dr. Mathias Göken (Leitung des LS Allgemeine Werkstoffeigenschaften, WW1) wurde zum Vorsitzenden des Fachverbands Metall- und Materialphysik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft gewählt. Die Amtszeit beträgt drei Jahre und damit verbunden ist eine Mitgliedschaft im Vorstandsrat der DPG, die mit über 61.000 Mitgliedern die weltweit größte physikalische Gesellschaft ist. Zum Fachverband Metall- und Materialpyhsik gehören derzeitig 1240 Mitglieder.

Auch aus dem Team von Pröf. Göken gibt es erfreuliche Neuigkeiten zu vermelden:

PD Dr. Karsten Durst hat einen Ruf auf die W3-Professur für Physikalische Metallkunde an der TU Darmstadt zum 01.05.2013 angenommen.

Weiterhin hat Frau Jun. Prof. Dr. Sandra Korte einen Ruf auf die W3-Professur und Leitung des Instituts für Metallkunde und Metallphysik an der RWTH Aachen angenommen (voraussichtlich zum 01.06.2013).

Bildmanipulation erkennen: Neue technische Verfahren

Störende Flecken entfernen, den Kontrast erhöhen oder die gesamte Szene aufhellen – in Zeiten der digitalen Fotografie sind nachträgliche Korrekturen so einfach wie nie zuvor. Sind professionelle Fälscher am Werk, können Manipulationen jedoch meist nicht mehr mit dem bloßen Auge erkannt werden. Das wirft die Frage auf, inwieweit einem Digitalfoto vertraut werden kann – vor Gericht, seitens Versicherungen oder Medien. Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben neue technische Methoden entwickelt, die helfen, Manipulationen zuverlässig und einfach aufzudecken.

Kriminaltechniker, die ein Digitalfoto auf seine Echtheit prüfen, machen sich zwei Quellen der Manipulation zu Nutze: Zum einen Spuren, die die Fotosoftware selbst hinterlassen hat und zum anderen Unstimmigkeiten, die die allgemeinen Eigenschaften einer Bildszene oder einer Kamera betreffen. Solche allgemeinen Eigenschaften sind beispielsweise die Lichteffekte auf einem Foto. Die Wissenschaftler um Dr. Christian Riess vom Lehrstuhl für Mustererkennung (Prof. Dr. Joachim Hornegger) haben die Lichtfarbe als komplett neues Merkmal für die digitale Bildforensik untersucht. Diese variiert je nach Umgebung – Blitzlicht erzeugt eine andere Farbtemperatur als beispielsweise Raumbeleuchtung oder Sonnenlicht. Die jeweiligen Temperaturen lassen sich per Computer für bestimmte Bildausschnitte sehr genau schätzen. Passen die Ergebnisse einzelner Bereiche nicht zusammen, dann wurde das Bild nachträglich verändert.

Darüber hinaus haben die Informatiker die Richtung des Lichteinfalls untersucht und ein bereits existierendes Verfahren verbessert. Grundsätzlich fallen einem Betrachter leichte Änderungen in der Lichtrichtung kaum auf, allerdings kann mit algorithmischen Methoden der Einfallswinkel auf verschiedene Objekte relativ exakt eingegrenzt werden. Werden in ein Foto Personen eingefügt, unterscheidet sich mit ziemlicher Sicherheit deren Beleuchtung, wenn auch nur minimal. Bisher konnten nur Oberflächen aus einem einzigen Material wie der Jacke einer Person als Bezug herangezogen werden. Mit dem Verfahren, dass die FAU-Forscher entwickelt haben, können sie nun den Lichteinfall auf unterschiedlichen Materialien wie Kleidung, Haut oder Haaren analysieren. Die Vorteile dabei: Die Ergebnisse werden deutlich zuverlässiger und die Methode dem Einsatz Alltag wieder ein Stück nähergekommen.

Verräterische Dateien der Fotosoftware
Wichtige Schritte hin zur Praxistauglichkeit, haben die Wissenschaftler gemacht, wenn es gilt, verräterische Spuren der Fotosoftware zu finden. Eine vergleichsweise einfache und weit verbreitete Möglichkeit, Fotos zu verändern, sind so genannte Copy-Move-Fälschungen: Dabei werden einzelne Teile eines Motivs mit einer Art digitalem Stempel retuschiert. Die Forscher unterzogen insgesamt 15 bestehende Verfahren, die diese Manipulation aufdecken, über zwei Jahre hinweg einer Vielzahl von Tests. Herausgekommen ist ein Programm, das Copy-Move-Fälschungen anhand einheitlicher Kriterien zuverlässig erkennt.

Ebenfalls im Fokus der Forscher stand eine Methode, die Veränderungen an Fotos im JPEG-Format findet und auf der Zahl der Dateikomprimierungen basiert. Wird ein Foto in diesem Dateiformat abgespeichert, hinterlässt der Vorgang digitale Spuren. Wird jedoch ein Bild retuschiert, verschwinden diese Spuren – allerdings ausschließlich an den betreffenden Stellen. Bei einem manipulierten Foto existieren also Ausschnitte, die nur einmal und zwar von der Fotosoftware komprimiert wurden sowie originale Bereiche, die sowohl von der Kamera als auch von der Software komprimiert wurden. Mit diesem Wissen trainierten die Forscher anhand von Beispielen ein Programm, das automatisch Bildausschnitte erkennt, in denen die Zahl der Komprimierungen abweicht.

Ein wichtiges Einsatzgebiet der Bildforensik ist die Strafverfolgung. Obwohl digitale Fotos sich noch nicht als Beweis vor Gericht durchgesetzt haben, gibt es Situationen, in denen die Bilder selbst Gegenstand der Verhandlung sind. In den USA argumentierten Angeklagte zum Beispiel damit, dass Fotos mit kinderpornografischen Inhalten gar nicht echt seien, sondern nachträglich entsprechend bearbeitet wurden. Die Strafverfolger mussten daraufhin beweisen, dass die Fotos nicht manipuliert waren, sondern tatsächliche Dokumente einer Straftat. Auch Sicherheitsbehörden dürften an einer praxistauglichen Software Interesse haben: Viele Bildfälschungen sind politisch motiviert und werden in der Öffentlichkeit für Propaganda-Zwecke eingesetzt oder um unliebsamem Zeitgenossen zu schaden. Ebenfalls nützlich dürften die wissenschaftlichen Erkenntnisse für Versicherungen sein. Neben den üblichen Schadensberichten wird häufig auch Bildmaterial herangezogen, das bisher jedoch nicht automatisch auf Echtheit geprüft wird. Dies könnte sich in Zukunft ändern, wenn es Programme gibt, die sich in den Arbeitsablauf der Unternehmen problemlos integrieren lassen.

Die Arbeiten von Dr. Christian Riess und seinem Team sind auch Thema eines Fernsehbeitrags, der voraussichtlich am Dienstag, 2. April, auf ProSieben in der Sendung Galileo gezeigt wird.

Informationen für die Medien:

Blandina Mangelkramer
Tel.: 09131/85-70210
presse@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 18/2013 vom 28. März 2013

Berufsbegleitender Master-Studiengang „Marketing Management“

Ab Herbst 2013 bietet die FAU erstmalig den berufsbegleitenden Master-Studiengang „Marketing Management“ an. Zur Wahl stehen drei Spezialisierungsrichtungen: Marketing, Vertrieb und Marktforschung.

Neben der Vereinbarkeit von Beruf und Studium steht der Studiengang für ein interaktives und praxisnahes Lernen in drei Semestern bis zum Master-Abschluss. Der Studiengang richtet sich vorrangig an Bachelor-Absolventen sowie an Young Professionals, die bereits erste Berufserfahrung sammeln konnten. Im Oktober startet das Studium, eine Bewerbung ist ab sofort möglich. Das Institut für Marketing lädt alle Studiengangs-Interessierten am Mittwoch, den 24. April 2013, um 18.30 Uhr herzlich zu einer Informationsveranstaltung am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Lange Gasse 20 (Raum 0.424), in Nürnberg ein. Nähere Informationen zur Veranstaltung sowie vorab zum Studiengang erhalten Sie unter www.institut-marketing.wiso.uni-erlangen.de/marketing-im-studium, www.facebook.com/MasterinMVM oder Bettina.Herrmann@wiso.uni-erlangen.de.

Mehr Informationen gibt es auch noch unter www.institut-marketing.wiso.uni-erlangen.de/marketing-im-studium.

FAU und RWTH Aachen gründen Forschungsplattform E|Mobility

Sie verbrauchen keine fossilen Brennstoffe, sind emissionsfrei, leise und bieten hohe Effizienz und Fahrdynamik – elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden die individuelle Mobilität revolutionieren. Automobilhersteller allein können die dafür nötige Forschung nicht stemmen und suchen deshalb nach Partnern, gerade in der Wissenschaft. Bestens dafür gerüstet sind jetzt die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU): Zusammen gründen sie die offene Forschungsplattform E|Mobility.

Die Forschungsplattform basiert auf dem in Aachen entwickelten Elektrofahrzeug StreetScooter. Der Vorteil: Sie ermöglicht den uneingeschränkten Zugriff auf ein reales Fahrzeugkonzept mit allen relevanten Informationen und Schnittstellen und ist so gestaltet, dass im Sinne eines Open-Innovation-Ansatzes alle erdenklichen Fragestellungen zum Thema Elektromobilität erforscht werden können. Sie soll daher auch weiteren Partnern aus Wissenschaft und Industrie offenstehen und erstmals am 12. Juni 2013 auf dem 1. Elektromobilproduktionstag in Aachen vorgestellt werden.

Im Rahmen der Plattform E|Mobility können die Partner für ihre Forschung auf den kompletten Baukasten des StreetScooter zugreifen – einschließlich aller Komponenten sowie der darauf angepassten Produktionsprozesse und -systeme. Die Geschäftsstelle für Elektromobilität (GSE) der RWTH Aachen konzentriert sich dabei auf Fragestellungen der Produktion von Gesamtfahrzeugen und die Forschung am Energiespeicher. Der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik an der FAU fokussiert sich auf die Fertigung des elektrischen Antriebsstrangs. Für Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Jörg Franke ergänzen sich die beiden Hochschulen hervorragend: „Wir sind stolz, dass wir unsere intensiven Vorarbeiten zur Leistungselektronik und zur Elektromotorenproduktion im Bayerischen Technologiezentrum für elektrische Antriebstechnik, dem E|Drive-Center, in eine Kooperation mit der RWTH Aachen einbringen können. Damit gewinnen wir die weltweit renommierteste technische Hochschule im Bereich der Produktion elektrischer Fahrzeuge als Partner.“

Übergeordnete Zielsetzung der Plattform und der intensiven Zusammenarbeit beider Universitäten ist die Reduktion der Herstellungskosten für das Gesamtsystem Elektrofahrzeug und seine bedeutendsten Teilsysteme, vor allem den elektrischen Antriebsstrang – bestehend aus Batterie, Leistungselektronik und Elektromotor – sowie die Karosserie. In diesem Zusammenhang wollen die Partner auch eine gemeinsame Forschungsstrategie im Themenfeld Elektromobilitätsproduktion entwickeln. „Mit dem Projekt können wir bestehende Kompetenzen ideal ergänzen und der deutschen Forschungslandschaft im internationalen Vergleich zu mehr Schlagkraft verhelfen“, fasst Prof. Dr. Achim Kampker, RWTH Aachen, den Anspruch der Kooperation zusammen. Daher haben sich die Partner dafür entschieden, die Plattform als Basis für alle zukünftigen Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu verwenden.

Die Kooperationspartner für E|Mobility
Der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jörg Franke konzentriert seine Forschung auf innovative Fertigungsverfahren für mechatronische Produkte. Die Entwicklungsarbeiten umfassen die komplette Prozesskette, die mit dem Packaging elektronischer Bauelemente beginnt, einen Schwerpunkt in der Montage elektronischer Baugruppen (Drucken, Bestücken, Löten/Sintern, Testen) findet, die Herstellungsverfahren für elektrische Antriebe (insb. Wickelverfahren, Verbindungstechniken, Magnetmontage) vollständig umfassen, Verfahren und Anlagen zur Endmontage fokussiert und darin u.a. auch die Entwicklung von Kontaktierungssystemen sowie die Verlegung von Bordnetzen betrachtet.

Die Geschäftsstelle Elektromobilität der RWTH Aachen koordiniert und synchronisiert die interdisziplinären Aktivitäten der Hochschule im Themenfeld Elektromobilität. Schwerpunktmäßig werden dabei die Komponenten des elektrischen Antriebsstrangs, bestehend aus Batterie, Leistungselektronik und Elektromotor sowie deren Produktion betrachtet.

Informationen für die Medien:
RWTH Aachen
Prof. Dr. Achim Kampker
Tel.: 0241/80-27406
a.kampker@wzl.rwth-aachen.de
www.gse.rwth-aachen.de

FAU
Prof. Dr. Jörg Franke
Tel.: 09131/85-27569
joerg.franke@faps.uni-erlangen.de
www.faps.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 51/2013 vom 22. März 2013

26.3.-27.3.2012: Symposium "Leichtbau durch Funktionsintegration"

Marmorsaal, Nürnberger Akademie, Gewerbemuseumsplatz 2, Nürnberg

Möglichst leichte und ressourcenschonende Bauteile in der Großserie produzieren, die dennoch viele technische Funktionen in sich vereinen – das ist das Ziel des Sonderforschungsbereichs (SFB) Transregio 39 PT-PIESA. Auf ihrem vierten Wissenschaftlichen Symposium in Nürnberg diskutieren die Wissenschaftler des SFB über die bisher erreichten Forschungsergebnisse. Medienvertreter sind zu der Tagung vom 26. bis 27. März in Nürnberg herzlich eingeladen.

An dem Sonderforschungsbereich mit dem sperrigen Namen „Großserienfähige Produktionstechnologien für leichtmetall- und faserverbundbasierte Komponenten mit integrierten Piezosensoren und -aktoren“ beteiligen sich auch Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Projektleiter sind Prof. Dr. Robert F. Singer – der auch für die Gesamtkoordination zuständig ist – sowie Prof. Dr. Carolin Körner (beide vom Lehrstuhl für Werkstoffkunde und Technologie der Metalle), Prof. Dr. Reinhard Lerch und Dr. Stefan Rupitsch (Lehrstuhl für Sensorik) sowie Prof. Dr. Michael Schmidt (Lehrstuhl für Photonische Technologien). Ihre Arbeiten in Erlangen zielen insbesondere auf eine gießtechnische Herstellroute. Denn wie die Entwicklung bei verschiedenen bayerischen Automobilherstellern in letzter Zeit zeigt, ist der gießtechnische Ansatz für Strukturbauteile besonders erfolgversprechend.

Auf dem in regelmäßigen Abständen stattfindendem Symposium stellen die beteiligten Wissenschaftler ihre bisher erreichten Forschungsergebnisse vor und diskutieren sie mit Kollegen. Zudem bekommen Experten aus internationalen Forschungseinrichtungen sowie aus der Industrie die Möglichkeit, ihre Ideen und Lösungsansätze einzubringen und zur Diskussion zu stellen.

Das detaillierte Programm finden Sie unter www.pt-piesa.tu-chemnitz.de/symposium

Prof. Dr. Robert F. Singer, Tel.: 09131/85-27530, robert.singer@ww.uni-erlangen.de

26.04.2013: Tag der Informatik

Die Technische Fakultät und das Department Informatik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg laden herzlich ein zum Tag der Informatik 2013 am Freitag, 26. April 2013 unter dem Motto "Cyber-Physical Systems".

Im Rahmen des Programms findet ab 14:30 Uhr eine öffentliche Antrittsvorlesung (Prof. Dr. Michael Glaß) im Hörsaal H4, Martensstr. 1, Erlangen statt. Die Einladung richtet sich an alle Kolleginnen und Kollegen, ehemalige und derzeitige Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie alle Interessenten aus Schulen, Unternehmen und Politik in der Region.

Um Anmeldung bis 11.04.2013 wird gebeten.

Download des Programm-Flyers: http://www.informatik.uni-erlangen.de/news/FlyerTdI-2013.pdf

29.6.2013: 59. Erlanger Schlossgartenfest - Karten für ATE-Mitglieder

(Foto: FAU)

Wir freuen uns, den Mitgliedern des ATE Karten für das bevorstehende 59. Schlossgartenfest der Universität Erlangen-Nürnberg vermitteln zu können. Die Konditionen für den Kartenkauf sind analog zu denen des Universitätsbundes.


Das Schlossgartenfest findet am Samstag, den 29. Juni 2013 statt. Ausweichtermin bei ungünstiger Witterung ist der 6. Juli 2013. Weitere Informationen zum Programm stehen für Sie unter dem folgenden offiziellen Link zum Schlossgartenfest bzw. auf der offiziellen Facebook-Seite zur Verfügung:

www.schlossgartenfest.fau.de

http://www.facebook.com/SchlossgartenfestErlangen


Informationen zum Kartenerwerb erhalten ATE-Mitglieder über die Geschäftsstelle:

Info@AlumniTE.de

Leibniz-Preis 2013: Zweifacher Erfolg für die FAU

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verlieh am 19. März in Berlin den höchstdotierten deutschen Forschungspreis, den Gottfried Wilhelm Leibnitz-Preis 2013, und eine Professorin der FAU ist unter den Preisträgern. Prof. Dr. Marion Merklein erhält mit dem Preis 2,5 Millionen Euro an Forschungsgeld für Ihre künftige Arbeit. Unter den weiteren Preisträgern befindet sich mit Prof. Dr. Thomas Bauer zudem noch ein ehemaliger FAU-Promovend. (...)

Quelle:
http://blogs.fau.de/news/2013/03/19/leibniz-preis-2013-zweifache-freude-fur-die-fau/

... im Zusammenhang noch ein Beitrag des Bayerischen Fernsehens zur Preisträgerin:
http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/marion-merklein-leibniz-preis-100.html

10 Jahre Medizin-Informatik: Zwei internationale Symposien

Der Stiftungslehrstuhl für Medizinische Informatik an der Universität Erlangen-Nürnberg wurde 2003 innerhalb der Medizinischen Fakultät gegründet, um eine Brücke zwischen Medizin und Technik zu schlagen und innovative Impulse für das Medical Valley Erlangen zu geben. Dies konnte in den letzten 10 Jahren in hervorragender Weise durch die Zweitmitgliedschaft von Prof. Prokosch in der technischen Fakultät und die Lehrbeteiligung des Lehrstuhls an insgesamt vier Studiengängen (Humanmedizin und Medical Process Management in der Medizinischen Fakultät sowie Informatik und Medizintechnik an der Technischen Fakultät) etabliert werden. Als Chief Information Officer (CIO) des Universitätsklinikums Erlangen ist Prof. Prokosch gleichzeitig für die operative Gestaltung und strategische Weiterentwicklung der Informationsverarbeitung im Universitätsklinikum Erlangen verantwortlich und schlägt somit eine weitere Brücke zwischen innovativen Forschungsprojekten und der IT-Routineversorgung des Universitätsklinikums. Am Lehrstuhl arbeiteten Ende 2012 zwanzig Mitarbeiter/innen (davon 15 über Drittmittel finanziert) an über zehn nationalen und europäischen Drittmittelprojekten.

Aus Anlass des 10-jährigen Bestehens führt der Lehrstuhl für Medizinische Informatik am 26. und 27. März 2013 ein international besetztes Symposium durch, in dem zum einen einige der Forschungsprojekte des Lehrstuhls vorgestellt, darüber hinaus aber auch in Keynote-Vorträgen ausgewiesener internationaler Wissenschaftler auf aktuelle Themen, wie z.B. die IT-Unterstützung zur Optimierung der Patientensicherheit, die Nutzung von Routinedaten für die klinische, translationale sowie die Versorgungsforschung und auch das Thema Big Data eingegangen wird.

Bereits am 25. und 26. März veranstaltet der Lehrstuhl im Namen der GMDS Arbeitsgruppe „Nutzung von Elektronischen Krankenakten für die klinische Forschung“ und unterstützt durch die Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF e.V.) den ersten europäischen i2b2-Workshop. i2b2 ist eine Plattform, die an der Harvard Medical School im Rahmen des durch das amerikanische National Institute of Health geförderten translationalen Forschungsprojekts „Informatics for Integrating Biology and the Bedside“ entwickelt und seit 2009 in verschiedenen Forschungsprojekten unter Beteiligung der Erlanger Medizininformatiker für die Nutzung in der deutschen Forschungslandschaft angepasst und erweitert wurde (vgl. https://www.i2b2.org/about/index.html). Mittlerweile gibt es hierzu in Deutschland eine sehr aktive Anwendergruppe und auch in Italien, Frankreich und Großbritannien wird das Tool für verschiedene translationale medizinische Projekte als Integrationsplattform sowie zur Kohortenidentifikation eingesetzt. Um den Erfahrungsaustausch zwischen all diesen Forschern zu intensivieren und neue Kooperationen zu initiieren wird nun der erste gemeinsame europäische i2b2-Workshop veranstaltet.

Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist kostenlos.

Anmeldeformulare und weitere Informationen sind verfügbar unter:
http://www.imi.med.uni-erlangen.de/10-jahre-mi/ sowie
http://www.pg-ss.imi.uni-erlangen.de/

Ansprechpartner:

Lehrstuhl für Medizinische Informatik
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch
Krankenhausstr. 12
D-91054 Erlangen
Telefon: 09131-85 26720
Telefax: 09131-85 26754
E-Mail: ulli.prokosch@imi.med.uni-erlangen.de

SAOT-Doktorandin gewinnt „Cymer Best Student Paper Award“

During the SPIE Advanced Lithography conference in San Jose, California, SAOT Doctoral Candidate Viviana Agudelo Moreno has been awarded the "Cymer Scientific Leadership Award, Best Student Paper, SPIE Advanced Lithography 2013, Optical Microlithography Conference XXVI" for her oral presentation entiteled “Application of artificial neural networks to compact mask models in optical lithography simulation“ by V. Agudelo, T. Fühner, A. Erdmann, P. Evanschitzky.

The conference SPIE Advanced Lithography is the most important conference in the respective area. For 14 years the award, which is donated by Cymer, is conferred on the doctoral researcher who has made the most significant contribution in the field of optical lithography. Thanks to her excellent research in the field of modeling of lithographic masks for the production of semiconductor chips, Viviana Agudelo Moreno brings the award -for the first time- to Europe.

Reference:
http://www.aot.uni-erlangen.de/saot/home/news.html#c2215

Informationsveranstaltung zur Umgestaltung des Südgeländes

In den Erlanger Nachrichten vom 11.03.2013 berichtet Autorin Annika Schneider von der Bürgerinformationsveranstaltung zur Umgestaltung des Südgeländes, die am 07.03.2013 unter Beteiligung des Oberbürgermeisters der Stadt Erlangen Dr. Siegfried Balleis, des Kanzlers der FAU Thomas A.H. Schöck und Innenmininister Joachim Herrmann im Hörsaal H7 an der Technischen Fakultät stattgefunden hat:

„Ein Masterplan gegen das Chaos — Stadt und Bauamt präsentieren Ausbau-Ideen für das Uni-Südgelände

(...) Kern des Entwurfs ist eine durchgehende Verbindung der Naturwissenschaftlichen Fakultät im Norden mit der Technischen Fakultät im Süden des Campus. Auf einer durchgängigen Achse sollen vor allem grüne Aufenthaltsflächen für die Studierenden entstehen. Teil des Konzepts sind auch zentrale Einkaufsmöglichkeiten und ein neues Studentenwohnheim. (…)“

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf der Webseite der Erlanger Nachrichten:
http://www.nordbayern.de/region/erlangen/ein-masterplan-gegen-das-chaos-1.2745174

Mit freundlicher Genehmigung des PRESSEARCHIV NÜRNBERG.

Formel 1 ist technische Orientierungshilfe für Autobauer

Wenn am 17. März in Melbourne mit dem Großen Preis von Australien die neue Formel-1-Saison beginnt und neben leicht bekleideten Damen die neuesten Rennfahrzeuge der internationalen Automobilindustrie zu bewundern sind, fragt sich manch einer: Was ist das – die Spitze der Ingenieurkunst oder eine reine Glamour-Show? Was von der Formel-1-Technik beim gemeinen Autofahrer ankommt und wie wir sonst vom Formel-1-Zirkus profitieren, kommentiert Prof. Dr. Michael Wensing vom Lehrstuhl für Technische Thermodynamik, der das Thema Verbrennungsmotoren an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) erforscht.

Zum vollständigen Beitrag:
http://blogs.fau.de/news/2013/03/14/formel-1-ist-technische-orientierungshilfe-fur-autobauer/

Quelle:
FAU, Kommunikation und Presse

Neue Lehrveranstaltungen zur Elektromobilität

Elektromobilität ist ein wachsender Markt, der in den kommenden Jahren viele hochqualifizierte Fachkräfte benötigt. Noch fehlen jedoch eigens darauf ausgerichtete Studiengänge und Fortbildungsmöglichkeiten. Diese Lücke wollen jetzt Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zusammen mit drei weiteren Universitäten und zwei Hochschulen in einem Verbundprojekt schließen: Im Rahmen der „Akademischen Bildungsinitiative Schaufenster Elektromobilität Bayern/Sachsen“ entwickeln sie Lehrinhalte für den Bereich Elektromobilität. Das über drei Jahre laufende Projekt wird mit über 3 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Zum vollständigen Artikel:
http://blogs.fau.de/news/2013/03/14/neue-lehrinhalte-fur-die-elektromobilitat/

Quelle:
uni | mediendienst | aktuell Nr. 44/2013 vom 14. März 2013

05./06.06.2013: akademika 2013

Die Job-Messe für Studenten, Absolventen und Young Professionals

Bereits über 120 Unternehmen haben sich für den 05. und 06. Juni im Nürnberger Messezentrum zur akademika 2013 angekündigt. Die Arbeitgeber sind gezielt auf der Suche nach hochqualifiziertem Nachwuchs. Darunter Accenture, Brose, DATEV, evosoft, GfK, LEONI, Microsoft, Nürnberger Vericherungsgruppe, PricewaterhouseCoopers, PUMA, Rücker, Stabilo, TÜV sowie viele weitere interessante Firmen und Institutionen. Aus Erlangen fährt ein kostenfreier Shuttle-Bus die Besucher direkt zur Messe und wieder zurück.

Das komplette Ausstellerverzeichnis sowie viele weitere Informationen rund um die akademika und ihre Besucher-Services finden Sie unter www.akademika.de.

Deutsche Kristallzüchtungstagung 2013 – Experten zu Gast in Erlangen

Vom 6. – 8. März 2013 trafen sich unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Kristallwachstum und Kristallzüchtung e.V. (DGKK) etwa 150 deutsche Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft zur Deutschen Kristallzüchtungstagung DKT-2013 in Erlangen.

Die Kristall- Experten diskutierten neuste Forschungsergebnisse zur Herstellung von Kristallen und dünnen kristallinen Schichten. Organisiert wurde die Tagung gemeinsam vom Lehrstuhl für Materialien für Elektronik und Energietechnologien i-MEET der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Fraunhofer- Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB. Auf der DKT-2013 wurden auch der Preis der DGKK sowie der Nachwuchsforscherpreis der DGKK verliehen.

Weitere Informationen

http://www.crystals.techfak.uni-erlangen.de/dkt2013.shtml

Artikel zum Thema
http://www.iisb.fraunhofer.de/de/presse_publikationen/pressemitteilungen/DKT-2013_Erlangen.html

Energie Campus Nürnberg offiziell eröffnet

Groß angelegtes Forschungszentrum verfolgt die Vision einer neuen Energiewirtschaft

Ein internationales Energieforschungszentrum der Spitzenklasse soll in den kommenden Jahren auf dem ehemaligen AEG-Gelände in der Nürnberger Weststadt wachsen. Im „Energie Campus Nürnberg“ (EnCN) bündeln die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg, die Fraunhofer Institute für Integrierte Schaltungen IIS, für Integrierte Systeme und Bauelemen-tetechnologie IISB sowie für Bauphysik IBP und das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern) ihre vielfältigen Kompetenzen in diesem zukunftsträchtigen Forschungsfeld. Am 4. März 2013 wurde das Gebäude des Energie Campus Nürnberg im Nürnberger Westen auf dem ehemaligen AEG Gelände feierlich eröffnet. Anwesend waren unter anderem der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil, Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch und Finanzminister Dr. Markus Söder sowie die Spitzen der beteiligten Wissenschaftseinrichtungen.

Der Energie Campus Nürnberg (EnCN) ist ein Leuchtturmprojekt in der Energieforschung in Bayern und eine interdisziplinäre Plattform, in der bereits in der Metropolregion Nürnberg existierende Kompetenzen auf dem Gebiet der Energieforschung zusammengeführt werden. Gemeinsames Ziel aller Partner ist es, die Vision einer Energiewirtschaft zu verwirklichen, die allein auf erneuerbaren Energien basiert. In zehn Einzelprojekten, die sich unter anderem mit der Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien, neuen Formen der Energiespeicherung, der intelligenten Einspeisung sowie der effizienten Nutzung und Verwertung von Energie beschäftigen, soll eine regenerativ gespeiste Energiekette geformt werden. Im Fokus der wissenschaftlichen Arbeit stehen jedoch nicht allein technologische Entwicklungen sondern in gleichem Maße auch der Mensch und die Gesellschaft.

„Mit seinem einzigartigen Forschungskonzept bringt der EnCN Spitzenforschung aus der Metropolregion zusammen und schafft die Technologien für die Energiewende, die eine langfristige technische Führerschaft und Arbeitsplätze für Bayern sichert”, erläutert Professor Wolfgang Arlt von der FAU, der Sprecher des EnCN. „Der Energie Campus ist der zentrale Knotenpunkt eines Netzwerks für Energieforschung”, sagt EnCN-Geschäftsführer Dr. Jens Hauch. „Der EnCN bringt Anwender und Wissenschaftler zusammen und ist für die Unternehmen ein Entwicklungspartner der von schnellen, konkreten Lösungen bis hin zu langfristiger, strategisch orientierter Energieforschung alles anbieten kann.”

Der EnCN wird vom Freistaat Bayern im Rahmen des Programms “Aufbruch Bayern” von 2011 bis 2016 mit 50 Millionen Euro gefördert. Auf dem Gelände des Energie Campus entstehen auf rund 5800 Quadratmetern Fläche Arbeitsplätze für etwa 150 Forscher.

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil und Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch begrüßen, dass die zehn Einzelprojekte des Energie Campus Nürnberg (EnCN) mit der heutigen Schlüsselübergabe einen gemeinsamen Standort gefunden haben. „Damit bekommt der Energie Campus seine Heimat. Wichtige Teile der Energieforschung und der Entwicklung neuer Energietechnologien im Freistaat werden nun räumlich zusammengeführt”, erklären die Minister. Der Einzug der Projektpartner auf dem früheren AEG-Gelände an der Fürther Straße kann in den kommenden Monaten erfolgen.

„Der Energie Campus ist inhaltlich und organisatorisch hervorragend aufgestellt. Jetzt rückt er auch räumlich zusammen”, betont Zeil. Die Energieversorgung der Zukunft sei eine der entscheidenden Schlüsselfragen. „Wir können diese Herausforderung nur meistern, wenn wir alle Kapazitäten bündeln. Beste Voraussetzung dazu ist ein enger fachlicher Austausch. Daher freue ich mich, dass nun ein gemeinsamer Campus endlich Realität wird”, so der Wirtschaftsminister. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel hebt hervor: „Gerade dieser Standort von AEG und in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen “Quelle-Areal” ist besonders symbolträchtig. Er steht für den erfolgreichen Strukturwandel Nürnbergs zu einem modernen High-Tech Standort. Die alten Fabrikhallen werden für die Entwicklung zukunftsträchtiger neuer Technologien verwendet.”

Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch ergänzt: „Auch aus hochschul- und forschungs-politischer Sicht ist der Energie Campus Nürnberg etwas Besonderes: Über alle institutionellen Barrieren hinweg belegen bislang sechs Kooperationspartner, dass moderne, flexible, thematisch fokussierte Campus-Strukturen mit schlankem und effektivem Management möglich sind. Mit der Helmholtz-Gemeinschaft und der Errichtung eines neuen Helmholtz-Instituts steht 2013 ein siebter Partner in Rede. Ich freue mich, dass das Konzept des EnCN innerhalb von drei Jahren eine so hohe Anziehungskraft und Sichtbarkeit entwickelt hat.”

„Der Energie Campus ist das Herzstück der Energiemetropole. Er soll als Basis für eine Wissenschaftsmeile im Nürnberger Westen dienen”, ergänzt Finanzminister Dr. Markus Söder.

Energieforschung an der FAU
Der Themenkomplex “Energie – Umwelt – Klima” ist einer der großen, übergreifenden Wissenschaftsschwerpunkte der FAU. Mehr als 40 international renommierte Professorinnen und Professoren forschen und lehren fächerübergreifend auf diesem Feld, um gesellschaftlich hoch relevante Fragen zu beantworten wie: Was kann und muss getan werden, um regenerative Energien optimal zu nutzen, neue Formen der Energiegewinnung, -verteilung, -speicherung und -einsparung zu entwickeln und zu etablieren? „Durch die Bündelung der technisch-naturwissenschaftlichen Kompetenzen auf diesem Gebiet kann die FAU eine führende Rolle bei der wissenschaftlichen Begleitung und Umsetzung der Energiewende spielen und maßgeblich zur Stärkung des Technologiestandorts Nürnberg beitragen”, betont FAU-Präsident Grüske. Bereits im Juni 2012 hat die FAU in unmittelbarer Nachbarschaft des EnCN neue Räumlichkeiten für die Lehrstühle für Energieverfahrenstechnik sowie Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) bezogen. Außerdem ist hier das Bayerische Technologiezentrum für elektrische Antriebstechnik (E|Drive-Center) untergebracht – das ebenso ein groß angelegtes kooperatives Forschungsprojekt der FAU ist wie das Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials, das E|Home Center, das Bavarian Hydrogen Center, Soltech, VerTec in Fürth und der Nuremberg Campus of Technology, ein Gemeinschaftsprojekt der FAU mit der Ohm-Hochschule.

Energieforschung an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule
Im Fokus der Forschungsaktivitäten an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule steht die gesamte Energiewirtschaft – von der Energieerzeugung über den Transport bis zur Nutzung. Die Lehre und Forschung zeichnet sich besondere dadurch aus, dass sich etwa Designer, Betriebswirte, Architekten und Ingenieure gemeinsam in interdisziplinären Kompetenzzentren und Instituten mit energietechnischen Fragestellungen beschäftigen. Dabei unterstreicht der Präsident der Ohm-Hochschule Prof. Dr. Michael Braun: „Es geht letztendlich nicht nur um technische Belange, sondern vielmehr ganzheitlich um die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, gestalterischen und ökologischen Aspekte der Energiewende.” Hauptaugenmerk liegt im Transfer der Ergebnisse der Grundlagenforschung in Produkte und Dienstleistungen für die Industrie. Konkrete Forschungsprojekte befassen sich etwa mit elektrischen Antrieben und Produktionsprozesse, energieeffiziente Werk- und Baustoffe und der Gebäudetechnik.

Die Ohm-Hochschule weitet die Forschungsaktivitäten “Auf AEG” noch weiter aus, um neben den Projekten des EnCN weiterführende Fragestellungen anzugehen. Zum Leitthema der Hochschule „Städten und Gebäuden der Zukunft” werden dazu Kompetenzen aus den Bereichen Energietechnik, Verkehrsplanung, Stadtentwicklung, Versorgungstechnik und Fahrzeugtechnik kombiniert. Dies geschieht auch in enger Kooperation mit Partnern wie dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik und mit der FAU im Rahmen der Initialprojekte des Nuremberg Campus of Technology.

Das Thema Energie spiegelt sich auch im Studienangebot am OHM wider. In den Studiengängen Energiemanagement und Energietechnik, Gebäudetechnik, Energieprozesstechnik und Urbane Mobilität werden die verschiedenen Facetten des Themas “Energie” praxisnah vermittelt.

Energieforschung am Fraunhofer IISB
Ein wesentliches Feld der Energieforschung am Fraunhofer IISB ist die Entwicklung hoch effizienter leistungselektronischer Systeme und Komponenten, mit denen elektrische Energie verlustarm und bedarfsgerecht verteilt und gewandelt wird. Die Optimierung von Wirkungsgrad, Wärmeverlusten, Zuverlässigkeit und Kosten spielt hierbei eine wichtige Rolle. Die Aktivitäten umfassen beispielsweise Megawatt-Leistungselektronik für das Stromnetz, etwa in Form von Hochvolt-Schaltzellen für die Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ), Leistungselektronik für eine dominant regenerative und dezentrale Energieerzeugung, höchste Netzqualität und -verfügbarkeit, sowie für industrielle Hochleistungsanwendungen. Ein weiterer Arbeitsbereich sind intelligente inselfähige Subnetze für Heim-, Büro- und industrielle Umgebungen und die dafür erforderlichen elektronischen Schnittstellen unter Einbindung von elektrischen Speichern und lokaler regenerativer Energieerzeugung. Eng damit verbunden sind die umfassenden Arbeiten des IISB im Bereich der Elektrofahrzeuge und Ladeinfrastruktur. Aber auch mit verbesserten Grundmaterialien für die Photovoltaik und ressourcen-optimierten Halbleiterfertigungsprozessen liefert das IISB wichtige Beiträge zur Energieforschung. Diese breiten Kompetenzen werden für die Gestaltung optimierter Gesamtenergieversorgungssysteme, etwa für Industrieanlagen, weiterentwickelt. Das Institut leitet den in der Metropolregion Nürnberg ansässigen Fraunhofer-Innovationscluster “Elektronik für nachhaltige Energienutzung”.

Energieforschung am Fraunhofer IIS
Der Umbau der Energieversorgung soll nicht erst in zehn Jahren beginnen – wir sind jetzt schon mittendrin. Die Wissenschaftler in der anwendungsorientierten Forschung des Fraunhofer-Instituts IIS arbeiten darum an besonders schnell verwertbaren Ergebnissen. Informations- und Kommunikationstechnik ist ein wichtiger Beitrag für zukünftige Energienetze und zur Steigerung der Energieeffizienz. Gemeinsam mit den Kollegen aus dem EnCN und weiteren Partnern aus der Wirtschaft wird an neuen, energieeffizienten Technologien und Verfahren zur intelligenten Verknüpfung von Erzeugern, Verteilkomponenten, Speichern und Verbrauchern geforscht. „Das “Internet der Energie” muss mit den Anforderungen einer zuverlässigen Automatisierungstechnik verschmolzen werden und dabei Stabilität, Datenschutz und Sicherheit gegen Angriffe von außen gewährleisten. Das breitgefächerte Kompetenzspektrum des Fraunhofer IIS bietet dafür die idealen Voraussetzungen.” erläutert Prof. Albert Heuberger, Leiter des Fraunhofer IIS.

Energieforschung am Fraunhofer IBP
Ganzheitlichen Lösungen für Gebäude, die ein Maximum an Komfort, Gesundheitsunterstützung und Altersgerechtigkeit aufweisen und dabei einen geringen Energieeinsatz sowie moderate Kosten verursachen, stehen im Fokus der Arbeiten des Fraunhofer IBP. Die Kernaufgabe liegt dabei in der Integration aller in Gebäuden verwendeten Einzelsysteme zu einem funktionierenden, effizienten und für die Gebäudenutzung flexibel einsetzbaren Gesamtsystem. Dabei werden auf der Basis von nutzerspezifischen Anforderungen anlagentechnische Systeme unter anderem mit Hilfe von Gebäudeautomationssystemen in passende Betriebsschemen implementiert. Des Weiteren spielen der optimierte Betrieb von effizienten anlagen-technischen Komponenten für Beheizung, Kühlung, Lüftung und die Ausstattung mit Lichtsystemen für eine adäquate Beleuchtung von Gebäuden eine bedeutsame Rolle. Das Hauptaugenmerk in diesem Prozess liegt bei der Umsetzung dieser Ideen im Altbau.

Aktuell in der Bearbeitung befindliche Forschungsthemen sind die Entwicklung von Systemen zur Betriebsoptimierung von Wohngebäuden unter Einbeziehung von Wetterdaten/-vorhersagen sowie der Optimierung der Nutzung von vor Ort erzeugtem Strom für einen Gebäudekomplex und die Entwicklung eines Informationssystems mit dem das energetische Verhalten gewerblich genutzter Gebäude und Objekte während der Nutzungsphase über-wacht und optimiert werden kann.

Energieforschung am ZAE Bayern
Das ZAE Bayern arbeitet an der Schnittstelle zwischen erkenntnisbasierter Grundlagenforschung und angewandter Industrieforschung. Die Hauptforschungsschwerpunkte des ZAE Bayern sind den Bereichen verstärkter Einsatz von Erneuerbaren Energien und der Steigerung der Energieeffizienz zugeordnet. Die Forschungsthemen des Instituts sind in folgende Kernthemen gegliedert: Photovoltaik, Energiespeicher, energieoptimierte Gebäude und energieeffiziente Prozesse Dabei bilden Materialkompetenz, Theorieverständnis, Bauteil- und Komponentenentwicklung und schließlich die Optimierung dieser Komponenten in Energiesystemen eine lückenlose erkenntnisbasierte Wertschöpfungskette.

Im Rahmen des Energie Campus Nürnberg (EnCN) wird das ZAE Bayern mit der “Solarfabrik der Zukunft” eine einzigartige Forschungsplattform zur massentauglichen Fertigung von gedruckten Solarzellen zusammen mit Partnern aus Industrie, Forschung und Wissenschaft aufbauen. Im Technikum werden die prozesstechnischen Rahmenbedingungen zur Entwicklung von verschiedensten Photovoltaik-Technologien geschaffen, die eine Umstellung der Produktionsprozesse auf Druckprozesse erlauben. Darüber hinaus werden in der Solarfabrik die materialtechnischen Grundlagen als Basis zur nachhaltigen Entwicklung der Technologien und Produktionsprozesse erarbeitet. Die Forschungsarbeiten beginnen in Einzelprojekten mit der Entwicklung von organischen, CIS- und Si-Solarmodulen sowie deren Lichtmanagement. Weitere Photovoltaik-Technologien werden in Zukunft hinzukommen.

Weitere Informationen
Energie Campus Nürnberg
Dr. Jens Hauch
Tel.: 0911/56854-9122
jens.hauch@encn.de
www.encn.de

Quelle
http://blogs.fau.de/news/2013/03/04/energie-campus-nurnberg-offiziell-eroffnet/

28. Juni: 2013 SAOT Young Researcher Award

Dear Colleagues and SAOT Members,

I would like to advise you right now of a date which might be of some interest for you.

On June 28, 2013, the 2013 SAOT Young Researcher Award will be presented to Prof. Jonathan Home, ETH Zurich.
The speech of the ceremonial act will be given by David Wineland, the 2012 Nobel Laureate in Physics.


The YRA ceremony will start at 7 pm (19 o´clock) in the lecture hall of the Medical Department at the Nichtoperatives Zentrum (Ulmenweg 18).

We expect to see more attendees at this event as in the years before. It would be very helpful for the preparations if you could let us know by a return mail that you intent to join us at the ceremony. The official invitation will be send out probably in April when we have more information about the details of the ceremony, e.g. the title of David Wineland´s talk.

I am looking forward to hearing from you and to meeting you at the ceremony.

Alfred Leipertz
Coordinator and Director SAOT

---
Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Alfred Leipertz
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Lehrstuhl für Technische Thermodynamik (LTT)
Am Weichselgarten 8
91058 Erlangen, Germany
and
Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies (SAOT)
Paul-Gordan-Str. 6
91052 Erlangen, Germany
Fon: +49 9131- 85 2 9900
Fax.: +49 9131- 85 2 9901
e-mail: alfred.leipertz@ltt.uni-erlangen.de
homepage (LTT): www.ltt.uni-erlangen.de
homepage (SAOT): www.aot.uni-erlangen.de

Auszeichnung beim CeBIT Innovation Award für adidas und FAU:

Konzept „Next Generation Fashion Store“ belegt Platz 3

Bei der heutigen Verleihung des CeBIT Innovation Awards 2013 ist der „Next Generation Fashion Store“ der adidas Gruppe ausgezeichnet worden. Das Konzept, das in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) entwickelt wurde, belegte den 3. Platz des Wettbewerbs. Christian Zagel, Projektleiter IT Innovation der adidas Gruppe und Doktorand an der FAU sowie seine Mitstreiter Jochen Süßmuth und Lukas Malcher, FAU, nahmen den Preis in Hannover entgegen.

Der „Next Generation Fashion Store“ beinhaltet zwei innovative Komponenten, die interaktive Umkleidekabine „CyberFIT“ und den Bodyscanner „BodyKinectizer“. Mit „CyberFIT“ hat die adidas Gruppe gemeinsam mit der FAU ein neuartiges Einkaufserlebnis entwickelt, das Konsumenten beim Anprobe- und Kaufprozess berät und unterstützt. Der Prototyp wird durch den Körperscanner „BodyKinectizer“ ergänzt, einer kostengünstigen Lösung auf Basis des Microsoft Kinect Spielecontrollers. Während der „BodyKinectizer“ die richtige Konfektionsgröße des Kunden ermittelt, sorgt „CyberFIT“ für die nötigen Produktinformationen, zeigt weitere Empfehlungen auf und stellt die Anbindung an soziale Netzwerke her.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, denn Innovation ist ein essentieller Teil der adidas DNA. Unser „Next Generation Fashion Store“ ist ein ausgezeichnetes Beispiel für eine komplett neue, interaktive Einkaufsdimension, die die Bedürfnisse der Konsumenten in den Vordergrund stellt und ihnen eine erstklassige Einkaufserfahrung bietet“, sagte Jan Brecht, CIO der adidas Gruppe.

Der „Next Generation Fashion Store“ vernetzt verschiedene Vertriebskanäle und ist richtungsweisend für zukünftige Ladenkonzepte und Verkaufsstrategien in der Bekleidungsindustrie. Das Konzept richtet sich besonders an die digitale Generation mit dem Ziel, ein völlig neues Einkaufserlebnis in einem innovativen Umfeld zu erzeugen, das Konsumenten begeistert.

CyberFIT – interaktive Umkleidekabine für ein erstklassiges Einkaufserlebnis
„CyberFIT“ wurde von der IT Organisation der adidas Gruppe in Kooperation mit dem Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik im Dienstleistungsbereich der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg entwickelt. „CyberFIT“ ist das Konzept einer interaktiven Umkleidekabine auf Basis innovativer Technologien wie RFID-Sensoren, berührungsempfindlicher Oberflächen sowie der Verschmelzung der realen Welt mit einer virtuellen Umgebung.

Neben der Unterstützung des Kunden im Anprobe- und Kaufprozess durch das Angebot detaillierter Produktinformationen bietet das System auch die Anbindung an unabhängige Empfehlungssysteme. Die Verbindung zu sozialen Netzwerken ermöglicht es, Freunde am Einkauf teilhaben zu lassen und selbst Feedback zu Produkten abzugeben. „CyberFIT“ steht für Interaktion und Information und hält für den Konsumenten ein einzigartiges Einkaufserlebnis bereit.

BodyKinectizer: Ein 3D Ganzkörper-Scanner für den flexiblen Einsatz
Der von der adidas Gruppe und den Lehrstühlen für Wirtschaftsinformatik im Dienstleistungsbereich und Graphische Datenverarbeitung der Universität Erlangen-Nürnberg entwickelte „BodyKinectizer“ verwirklicht einen kostengünstigen 3D Ganzkörper-Scanner auf Basis von Tiefenkameras. Der Scanner ermöglicht die Aufnahme eines exakten 3D Modells des menschlichen Körpers in wenigen Sekunden. Die vollautomatische Körpervermessung bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise in der Sportartikelindustrie, in der Modebranche oder im Gesundheitswesen. Ein weiteres Verfahren ermöglicht es, die erstellten Körpermodelle mit digitaler Kleidung anzuziehen oder sie in Echtzeit zu animieren.
Es gibt zwei Prototypen des „BodyKinectizer“: eine Version für die Nutzung zu Hause, sowie eine professionelle Variante für den mobilen Einsatz und die Verwendung im stationären Handel.

Die adidas Gruppe
Die adidas Gruppe ist einer der weltweit führenden Anbieter in der Sportartikelindustrie und unterhält ein sehr umfassendes Produktportfolio um die Kernmarken adidas, Reebok, TaylorMade, Rockport und Reebok-CCM Hockey. Die Gruppe mit Sitz in Herzogenaurach beschäftigt mehr als 46.000 Mitarbeiter weltweit, davon 3.740 in Herzogenaurach, und generierte im Jahr 2011 einen Umsatz in Höhe von über 13,3 Mrd. €.

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), gegründet 1743, ist mit über 35.000 Studierenden, 640 Professuren und rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der größten Universitäten in Deutschland – und, wie aktuelle Erhebungen zeigen, eine der erfolgreichsten und forschungsstärksten. So liegt die FAU beispielsweise im aktuellen Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auf Platz 10 und gehört damit in die Liga der deutschen Spitzenuniversitäten. Neben dem Exzellenzcluster „Engineering of Advanced Materials“ (EAM) und der im Rahmen der Exzellenzinitiative eingerichteten Graduiertenschule „School of Advanced Optical Technologies“ (SAOT) werden an der FAU derzeit über 30 koordinierte Programme von der DFG gefördert.

Die Friedrich-Alexander-Universität bietet rund 170 Studiengänge an, darunter sieben Bayerische Elite-Master-Studiengänge und über 32 mit dezidiert internationaler Ausrichtung. Keine andere Universität in Deutschland kann auf ein derart breit gefächertes und interdisziplinäres Studienangebot auf allen Qualifikationsstufen verweisen. Durch über 500 Hochschulpartnerschaften in 62 Ländern steht den Studierenden der FAU schon während des Studiums die ganze Welt offen.

Der CeBIT INNOVATION AWARD
Ziel des CeBIT Innovation Awards ist es, die Entwicklungs- und Gestaltungskompetenz für IT Systeme zu fördern und das vorhandene Potenzial auszubauen. Er prämiert herausragende und innovative Konzepte für größtmögliche Benutzerfreundlichkeit und leichte, intuitive Interaktion mit IT Systemen. Den Preis schreibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung jährlich gemeinsam mit der Deutschen Messe AG aus. Er ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert und wird auf der CeBIT 2013 erstmals verliehen. Weitere Informationen: www.cebitaward.de

Edith Ebbesmeyer
adidas Gruppe
Tel.: +49 (0)9132 844433
edith.ebbesmeyer@adidas-group.com

Blandina Mangelkramer
Universität Erlangen-Nürnberg
Kommunikation und Presse
Tel: +49 9131 85-70215
presse@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 37/2013 vom 5. März 2013

Effizientere Bewässerung für die Landwirtschaft

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz fördert Projekt mit knapp 600.000 Euro

Forscher des Lehrstuhls für Polymerwerkstoffe der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) wollen in einer Kooperation mit dem fränkischen Unternehmen Maincor AG Tröpfchenbewässerungssysteme entwickeln, die schonender mit der kostbaren Ressource Wasser umgehen – bei höherer Leistungsfähigkeit und gleichzeitig geringeren Kosten. Dabei arbeiten die Wissenschaftler an verschiedenen Faktoren, von denen die Effizienz einer solchen Bewässerungsanlage abhängt: Bis zu 50 Prozent Kosteneinsparungen könnten etwa durch die geänderte Konstruktion des Systems aus Rohr und Tropfer erzielt werden, das mit einer speziell modifizierten Rohrextrusionsanlage produziert werden soll. Bereits im Sommer 2014 soll ein Schlauch-Prototyp vorliegen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit 587.000 Euro über eine Laufzeit von 24 Monaten gefördert.

Auf kaum etwas ist die Landwirtschaft so sehr angewiesen wie auf die Ressource Wasser. Das gilt für Deutschland, ungleich mehr aber für andere Teile der Erde, in denen Wasser noch knapper ist als hierzulande. Die sogenannte Tröpfchenbewässerung – eine Methode, bei der einzelne Wassertropfen durch kleine Löcher in einem Schlauch -bzw. Rohrsystem ins Erdreich sickern – hat sich als besonders effektiv und ressourcenschonend erwiesen: Sie spart gegenüber anderen Bewässerungssystemen um den Faktor 10 bis 40 kostbares Wasser. Allerdings scheitert ein flächendeckender Einsatz bislang an verschiedenen Hürden: Die Systeme sind, bedingt durch den hohen Materialkostenanteil am Preis, sehr teuer. Außerdem verstopfen die kleinen Austrittslöcher leicht durch Schwebepartikel oder Algenbildung. Dem möchten die FAU-Forscher um Prof. Dr. habil. Dirk W. Schubert und Dr. Joachim Kaschta am Lehrstuhl für Polymerwerkstoffe in Kooperation mit der Maincor AG, einem fränkischen Maschinenbauer und Rohrproduzenten, Abhilfe schaffen. Im Rahmen des Projektes „Hochgeschwindigkeitssystem zur kostengünstigen und flexiblen Produktion von Tropfbewässerungsrohren aus polymeren Werkstoffen“ nehmen sie die verschiedenen Stellschrauben unter die Lupe, an denen sich für eine kostengünstige und effizientere Bewässerung drehen lässt.

Ganz oben auf der Agenda steht der effiziente Umgang mit dem Kunststoff, aus dem das Rohr und der Tropfer bestehen. So wollen die Forscher durch eine von 0,9 Millimeter auf 0,2 Millimeter verminderte Wandstärke und einen Ersatz der massenbehafteten Rundtropfer durch massearme Flachtropfer bis zu 80 Prozent Material einsparen. Die zweite Herausforderung ist die hohe Prozessgeschwindigkeit, die mit 200 Metern pro Minute doppelt so schnell ist wie in bisherigen Anlagen. Beides ist nur mit einer neuen Maschinenkonzeption und mit optimierten Materialien zu realisieren, die die Wissenschaftler im Spektrum der Polyethylenwerkstoffe suchen. Zum Beispiel gilt es, Prozessinstabilitäten zu vermeiden, die bei den hohen Geschwindigkeiten zu rauen Oberflächen führen. Und: Die gute Verschweißung von Tropfer und Rohr in weniger als 0,3 Sekunden bei einer Anzahl von elf zugeführten Tropfern pro Sekunde muss sichergestellt sein. Die Änderung der Konstruktion setzt auch umfangreiche Entwicklungen auf Seiten des Maschinenbauers voraus.

Die neuartigen Flachtropfer selbst enthalten ebenfalls eine maßgebliche Innovation: Die bisher in die Tropfer integrierten Filtersiebe verstopfen im Laufe der Nutzung schnell; die Schläuche müssen entweder aufwändig gereinigt oder sogar ersetzt werden. Bewegliche, lamellenartige und speziell geformte Siebstrukturen sollen ein Abschwemmen der störenden Verstopfungen im laufenden Betrieb ermöglichen. Die Folge: eine um 100 Prozent erhöhte Lebensdauer und eine bessere Bewässerungsqualität.

Ist die Grundlagenforschung abgeschlossen, wollen die Wissenschaftler um Prof. Dr. habil. Schubert und Dr. Kaschta ihre Ergebnisse in der Praxis demonstrieren: an einer prototypischen Maschine sowie im Labor sowie in zwei Feldversuchen im Gewächshaus und einem Freilandversuch mit verschiedenen Kulturen. Schon 2014 soll beim Industriepartner Maincor eine Schlauchfertigung aufgebaut werden.

Vergangene Woche erhielten die Forscher den Förderungsbescheid in Berlin aus der Hand von Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Dr. Joachim Kaschta
Tel.: 09131/85-27606
jochen.Kaschta@ww.uni-erlangen.de

Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 12/2013 vom 5. März 2013

Frühjahrsexkursion 2013 des Freundeskreises im ATE zu Conti Temic

Am Freitag, den 01.03.2013, besuchte der Freundeskreis im Alumni Technische Fakultät Erlangen e.V. im Rahmen seiner traditionellen Frühjahrsexkursion die Conti Temic microelectronic GmbH in Nürnberg. Die erfolgreiche Veranstaltung wurde dabei ihrem besonderen Anspruch gerecht, ihre drei Zielgruppen - Alumni, Wissenschaftler und Studierende der Technischen Fakultät - mit einem führenden Unternehmen in Kontakt zu bringen und untereinander zu vernetzen.

FJExkursion 2013 Conti Temic

Mit spürbarer Begeisterung für das eigene Unternehmen informierten die Vertreter der Conti Temic in mehreren Fachvorträgen breitgefächert und detailliert über die Business Units Hybrid Electric Vehicle und Transmission, die innerhalb des Konzerns zwei zentrale Kompetenzen darstellen. Die Werksführung gab faszinierende Einblicke in die weitgehend automatisierten Arbeitsabläufe bei der Platinenfertigung: Bestückt mit sandkorngroßen Bauteilen werden die Platinen beim Bonden mit atemberaubender Geschwindigkeit mit mehr als zwölf mikroskopisch feinen Golddraht-Verbindungen pro Sekunde versehen. Die Miniaturisierung der Bauteile, die auf den Platinen verarbeitet werden, ist dabei in den letzten Jahren um bis zu 80 Prozent vorangeschritten. Exklusiv konnte im Rahmen der Werksführung auch das aktuell in Fertigstellung befindliche Entwicklungszentrum besichtigt werden. Bei einer Einladung zum Abendessen, für die ein sehr angenehmer Rahmen geschaffen wurde, bestand abschließend Gelegenheit zum intensiven fachlichen Austausch, bei dem gerade unsere angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure die Chance nutzten, sich über Perspektiven im Unternehmen zu informieren.

Die Kontakte zu Conti Temic sollen insbesondere hinsichtlich der Gewinnung zukünftiger Mitarbeiter weiter ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang wurde u.a. bereits über weitere Exkursionen speziell für Studierende der Technischen Fakultät gesprochen. Das Foto zeigt die Teilnehmer der Frühjahrsexkursion zusammen mit Vertretern der Conti Temic microelectronic GmbH.

Ansprechpartner:
Daniel Miribung
Tel.: 09131-85-29592 | daniel.miribung@fau.de

Auto-Experten unter sich: Porsche-Vertreter besucht Technische Fakultät

Auf Einladung von FAU-Kanzler Thomas A. H. Schöck besuchte Dr. Frank Zacharias, Leiter Schutzrechte und Lizenzen der Porsche AG, die Technische Fakultät der FAU. Ziel des Besichtigungsprogramms: den Industrievertreter über die verschiedenen Forschungsbereiche auf dem Erlanger Südgelände zu informieren.

Der Schwerpunkt des Besichtigungsprogramms lag natürlich auf den Forschungsbereichen, die für die Entwicklung und Herstellung von Kraftfahrzeugen besonders relevant sind. Nach einer Einführung durch Prof. Dr. Marion Merklein, Dekanin der Technischen Fakultät an der FAU, besichtigten Zacharias und sein Gastgeber Schöck unter anderem die Lehrstühle für Fertigungstechnologie, Werkstoffwissenschaften, Chemische Reaktionstechnik, Elektronische Bauelemente sowie das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB).

Den Abschluss des Besuchs bildete eine Führung am Lehrstuhl für Technische Thermodynamik, wo Prof. Dr. Michael Wensing dem Gast Spraylabor und Motorprüfstände zeigte. Bei dieser Gelegenheit konnte er sich auch über das studentische Projekt „Formula Student“ informieren: Bei diesem weltweiten Wettbewerb konstruieren und fertigen Studierende kleine Rennwagen. Bewertet werden nicht nur die Schnelligkeit der Wagen, sondern auch Konstruktion und Kostenberechnung. Das Erlanger Team „High Octane Motorsports“ konnte in dem hart umkämpften Wettbewerb unter mehr als 100 deutschen Universitäten gerade zwei Jahre in Folge den “Best Powertrain Award” gewinnen und nimmt jährlich an Wettbewerben in Deutschland, England und Ungarn teil.

Weitere Informationen:

Kanzler
Thomas A. H. Schöck
Tel.: 09131/85-26602 bzw. 26603
kanzler@fau.de

Quelle: http://blogs.fau.de/news/2013/02/25/wirtschaft-trifft-auf-forschung/

Mehr Zuverlässigkeit für die Stromversorgung

FAU-Forscher entwickeln datenbankbasierte Verfahren zur Ermittlung der Restlebensdauer von Mittelspannungskabeln

Rund ein Drittel der Betriebsmittel des deutschen Mittelspannungsnetzes hat seine Lebenserwartung von rund 35 Jahren überschritten. Damit steigt die Gefahr von Stromausfällen. Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben jetzt ein Datenbanksystem entwickelt, mit der sich die Restlebensdauer sowie die Wahrscheinlichkeit des nächsten Ausfalls für verschiedene Stromkabelarten vorhersagen lassen. Dr. Ivana Mladenovic, ein Mitglied des Teams unter der Leitung von PD Dr. Christian Weindl, hat wesentliche Ergebnisse in ihrer Doktorarbeit veröffentlicht. Dafür hat sie jetzt den renommierten europäischen John-Neal-Award erhalten.

Das Mittelspannungsnetz bildet das Rückgrat der elektrischen Energieversorgung: Es verteilt die elektrische Energie bei Spannungen von 10 bis 36 Kilovolt so, dass diese dann lokal in die für die Endverbraucher benötigte Niederspannung von 400 bzw. 230 Volt umgesetzt werden kann. Über die Hälfte der Mittelspannungskabel in Deutschland sind Massekabel aus öl- bzw. massegetränktem Papier. Die andere Hälfte besteht aus Kabeln aus vernetztem Polyethylen (VPE), die seit Beginn der 70er Jahre eingesetzt wurden, sobald ein Massekabel ersetzt werden musste. Die verbliebenen Papiermassekabel haben die erwartete Lebensdauer von rund 35 Jahren daher längst überschritten. Dadurch steigt die Gefahr von Stromausfällen – insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass sich die Belastungen des Netzes durch die verstärkte Nutzung regenerativer Energien verändern und in weiteren Bereichen auch erhöhen. In den vergangenen Jahren entwickelten die Versorgungsunternehmen daher vermehrt Instandhaltungsstrategien, bei denen Informationen über den Zustand des Netzes helfen sollen, Ausfälle vorherzusagen. Das Problem: Es sind immer noch nicht alle physikalischen Prozesse eindeutig identifiziert und klassifiziert, die während des Betriebes ablaufen. Damit fehlt es den Unternehmen an aussagekräftigen Parametern, anhand derer sie eine verlässliche Vorhersage über die Restlebensdauer treffen können.

Testkabel wurden mit neu entwickeltem System beschleunigt gealtert
Ein an der FAU entwickeltes und realisiertes System zur künstlichen Alterung von Kabeln und das darauf basierende Datenbanksystem versprechen Abhilfe: PD Dr. Christian Weindl und Dr. Ivana Mladenovic vom Lehrstuhl für Elektrische Energiesysteme sammelten mehr als 900 GB an Daten, anhand derer sie Grenzwerte für Parameter ermittelten, die eine genauere Vorhersage von Ausfällen ermöglichen. Zu den untersuchten Parametern zählen unter anderem das Teilentladungsverhalten (kleinste energetische Entladungen innerhalb der Isolation, die eine Identifikation von Schwachstellen ermöglichen) oder der Verlustfaktor (das Verhältnis der Leistung, die in einer Isolation in Wärme umgewandelt wird und der benötigten kapazitiven Leistung). Neben diesen Werten wurden auch die Umgebungsbedingungen der Parameter näher analysiert. Für ihr Projekt entwickelten die beiden Forscher zunächst ein System zur künstlichen und beschleunigten Alterung der Kabel – das Integrated Cable Accelerated Ageing System (ICAAS). Hierbei werden die Kabel einer bis zur dreifachen Nennspannung sowie wechselnden Lasten und unterschiedlichen Temperaturen ausgesetzt. In einer ehemaligen Lkw-Garage ließen Mladenovic und Weindl dann mehrere Dutzend Kabel – von fabrikneuen Testobjekten bis zu alten aus den 50er Jahren – altern. Einmal täglich erfasste dann ein von den beiden Wissenschaftlern entworfenes automatisches Messsystem in einem Zeitraum von über zwei Jahren 840 verschiedene Diagnosekenngrößen – insgesamt mehr als 270.000 einzelne Diagnosemessungen. Im Rahmen von Parameterstudien wurden zudem jeweils mehr als 22.000 Messgrößen in einem zweimonatigen Turnus ermittelt. Das Ziel der Messungen: Messgrößen zu finden, die eine zuverlässige Strategie zur Instandhaltung und zum Asset-Management ermöglichen sowie die Grenzwerte der bereits bekannten Parameter genauer zu spezifizieren.

Ihre Alterungsdatenbank setzen die beiden Forscher inzwischen auch in Felduntersuchungen ein. „Die Anwendung der Datenbank im Feld ist ein sehr komplizierter Prozess. Um die Restlebensdauer zu bestimmen, müssen nicht nur die verschiedenen Parameter berücksichtigt werden, sondern auch die unterschiedlichen Bedingungen vor Ort, wie beispielsweise Temperaturschwankungen“, erklärt Weindl. Die Ergebnisse ihrer Forschungen hat Dr. Mladenovic in ihrer Doktorarbeit mit dem Titel „Performance, Reliability & Remaining lifetime estimation of MV PILC cables“ veröffentlicht. Das Projekt wurde von der Nürnberger N-ERGIE AG, der US-amerikanischen Imcorp sowie der Bayka Bayerische Kabelwerke AG gefördert.

John-Neal-Award
Mit dem John-Neal-Award zeichnet die European Electrical Insulation Manufacturers (EEIM) jährlich Studierende aus, die auf dem Gebiet der Materialien und Systeme von Elektroisolierungen herausragende Leistungen erbracht haben. Bewerben können sich Studierende, deren Arbeit sich mit Konstruktion, Anwendung oder Überprüfung von elektrischen Maschinen oder Systemen beschäftigt. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), gegründet 1743, ist mit über 35.000 Studierenden, 640 Professuren und rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der größten Universitäten in Deutschland - und, wie aktuelle Erhebungen zeigen, eine der erfolgreichsten und forschungsstärksten. So liegt die FAU beispielsweise im aktuellen Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auf Platz 10 und gehört damit in die Liga der deutschen Spitzenuniversitäten. Neben dem Exzellenzcluster „Engineering of Advanced Materials“ (EAM) und der im Rahmen der Exzellenzinitiative eingerichteten Graduiertenschule „School of Advanced Optical Technologies“ (SAOT) werden an der FAU derzeit über 30 koordinierte Programme von der DFG gefördert.

Informationen für die Medien:
PD Dr. Christian Weindl
09131/85-29517
christian.weindl@fau.de

Dr. Ivana Mladenovic
09131/85-29518
Mladenovic@eev.eei.uni-erlangen.de

Quelle: uni | mediendienst | forschung Nr. 10/2013 vom 28. Februar 2013

FAU Deutschlandstipendium erfolgreich - Alumni-Verein ATE unter den Förderern

Unbenanntes Dokument

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat im abgelaufenen Jahr 2012 eine Rekordzahl von 287 Deutschlandstipendien vergeben. Damit liegt sie bayernweit auf Platz zwei und hat ihr vorgegebenes Kontingent sogar übererfüllt. Für die Stipendien hat die Universität eine Summe von 516.600 Euro bei privaten Geldgebern eingeworben. Diese Mittel hat der Bund – wie im Konzept des Stipendien-Programms vorgesehen – auf ein Gesamtvolumen von 1.033.200 Euro aufgestockt.

Zu den größten Mittelgebern zählen die Hasibra-Stiftung, die Ilse-und-Alexander-Mayer-Stiftung, die Evonik Industries AG und die Siemens AG. Erstmals konnten auch mehrere Jahresstipendien durch die Unterstützung von Alumni vergeben werden: Teilspenden von Alumni wurden in einem Stipendienfonds gesammelt und zu einem Jahresstipendium gebündelt.

Durch das Engagement des Alumni-Vereins der Technischen Fakultät, der bereits im Vorjahr Fördergelder aus der Industrie in Höhe von knapp 30.000 Euro eingeworben und im Rahmen des ATE-Stipendiums an junge Talente der Technischen Fakultät weitergegeben hatte, wurden die Mittel für vier neue Stipendien diesmal direkt in das FAU-Deutschlandstipendium eingespeist. Die Fördergelder stammen dabei von der infoteam Software AG. Für die gute Zusammenarbeit zum Wohle hervorragender Studierender dankt der ATE den Mittelgebern und der Verwaltung der FAU, insbesondere Dr. Wolfgang Henning (Abt. L), Heiner Stix (Abt. M) und Martina Weber (Abt. M 1).

Auch die bevorstehende Förderwelle des FAU-Deutschlandstipendiums wird der ATE gemeinsam mit Förderunternehmen nach Kräften unterstützen: Erste Förderzusagen aus der Industrie liegen hierfür bereits vor.

Im Rahmen der Stipendienfeier der FAU am 26. Februar im Erlanger Redoutensaal konnten Förderer, Stipendiaten und deren Angehörige gemeinsam das großartige Ergebnis feiern und miteinander in Kontakt treten. Das Foto zeigt mittig Jonathan Martschinke, Simon Gehre und Philipp Eichhorn, drei Stipendiaten des "FAU Deutschlandstipendiums des ATE, gefördert von der infoteam Software AG" gemeinsam mit (von links) dem stellv. ATE-Vorsitzenden Peter Ploß, dem Präsidenten der FAU Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, der Studiendekanin an der Philosophischen Fakultät Prof. Dr. Sabine Martschinke, Barbara Linhardt als Vertreterin der infoteam Software AG, der Vizepräsidentin der FAU für Lehre Prof. Dr. Antje Kley, dem ATE-Vorsitzenden Prof. Dr. Heiner Ryssel und dem Leiter der Abteilung L - Lehre und Studium Dr. Wolfgang Henning.

Stipendiaten

Informationen zum FAU-Deutschlandstipendium

www.deutschland-stipendium.fau.de

Informationen zum Alumni Technische Fakultät Erlangen e.V. (ATE)
http://www.alumnite.tech.uni-erlangen.de/stipendium/index.php

Ansprechpartner
Daniel Miribung
Tel.: 09131-85-29592 | daniel.miribung@fau.de

Nürnberger Nachrichten: Dekanin der Technischen Fakultät im Portrait

In den Nürnberger Nachrichten vom 23.02.2013 portraitiert Autorin Astrid Löffler die Dekanin der Technischen Fakultät, Prof. Dr.-Ing. habil. Marion Merklein:

„Leibniz-Preisträgerin Merklein: Eine Frau der Superlative
Erlanger Professorin erhält den mit 2,5 Millionen Euro dotierten „Deutschen Nobelpreis“ — Faszination auf der Baustelle entdeckt


Marion Merklein scheint Superlative anzuziehen: Die Ingenieurin ist die erste Professorin für Maschinenbau an der 1966 gegründeten Technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg — und deren erste Dekanin. Im März bekommt Merklein den renommierten Leibniz-Preis. Als Jüngste der Geehrten in diesem Jahr. (…)“

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf der Webseite der Nürnberger Nachrichten:
http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/wirtschaft/leibniz-preistragerin-merklein-eine-frau-der-superlative-erlanger-professorin-erhalt-den-mit-2-5-millionen-euro-dotierten-deutschen-nobelpreis-faszination-auf-der-baustelle-entdeckt-1.2711883

Mit freundlicher Genehmigung des PRESSEARCHIV NÜRNBERG Archiv der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung.

TF-Forscher knacken Smartphones im Eisfach

"Zwei Forscher der Uni Erlangen haben demonstriert, dass mit Hilfe eines Kühlschranks auf verschlüsselte Android-Smartphones zugegriffen werden kann.", schreibt heise online und beruft sich dabei auf die Untersuchung der beiden Informatiker.

Link zum Bericht:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Frostiger-Angriff-auf-die-Android-Verschluesselung-1804216.html

FAU: Vizepräsidenten wiedergewählt

Universitätsrat folgt den Vorschlägen des Präsidenten

Kontinuität an der Spitze der FAU: Prof. Dr. Christoph Korbmacher, Prof. Dr. Joachim Hornegger und Prof. Dr. Antje Kley sind als Vizepräsidenten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) wiedergewählt worden. Damit folgte der Universitätsrat den Wahlvorschlägen von FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske. Die Amtszeit der Vizepräsidenten beginnt am 1. April 2013 und dauert regulär drei Jahre.

Professor Korbmacher, der das Amt bereits seit drei Jahren inne hat, wird als Vizepräsident schwerpunktmäßig für Internationales zuständig sein. Professor Horneggers Arbeitsgebiet ist die Forschung. Er ist seit eineinhalb Jahren im Amt. Professorin Kley, Vizepräsidentin seit Oktober 2012, vertritt insbesondere das Thema Lehre.

Prof. Dr. Christoph Korbmacher, geboren 1958, leitet seit 2002 den Lehrstuhl für Vegetative Physiologie an der FAU. Zuvor lehrte und forschte er unter anderem an der Yale School of Medicine (USA), der Universität Frankfurt und der Universität Oxford (UK). An der FAU leitet Korbmacher das Institut für Zelluläre und Molekulare Physiologie und war bis Ende 2010 stellvertretender Sprecher des SFB 423 (Nierenschäden). 2006 war er Gastprofessor an der Université Pierre et Marie Curie in Paris. Zwischen 2008 bis 2010 arbeitete Korbmacher als erster Prodekan im Leitungsgremium der Medizinischen Fakultät mit.

Prof. Dr. Joachim Hornegger, geboren 1967, leitet seit 2005 den Lehrstuhl für Mustererkennung an der FAU. Nach Stationen am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und an der Stanford University wechselte Hornegger in die Industrie und arbeitete als Entwicklungsingenieur bei Siemens Medical Solutions. Von 2009 bis 2011 engagierte er sich als Prodekan für Informatik. Hornegger ist Sprecher der Kollegialen Leitung des Zentralinstituts für Medizintechnik (ZIMT) und Sprecher der Studienkommission Medizintechnik. Außerdem ist er Mitglied des Leitungskreises der Max Planck Research School on Optics and Imaging und der Erlangen Graduate School on Advanced Optical Technologies (SAOT).

Prof. Dr. Antje Kley, geboren 1968, leitet seit 2009 den Lehrstuhl für Amerikanistik, insbesondere Literaturwissenschaft an der FAU. Ihre akademische Laufbahn führte über Stationen an den Universitäten Bielefeld, Mannheim und Kiel. An der FAU gehört Professorin Kley zum Kreis der Antragsteller des DFG Graduiertenkollegs 1718 (Präsenz und implizites Wissen). 2011 folgte sie einer Einladung des Dartmouth College (Hanover, NH) als Visiting Scholar, und im Sommer 2012 war sie Fellow an der Princeton University Library (Princeton, NJ).

Präsident
Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske
Tel.: 09131/85-26600
praesident@fau.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 30/2013 vom 22. Februar 2013

FAU plant Promotionsprogramm mit chinesischer Elite-Universität

Doktoranden der Medizintechnik in Erlangen forschen im Austausch an der Peking University – erste Vereinbarung unterschrieben

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und die Peking University (PKU) haben sich auf die Einrichtung eines gemeinsamen Graduiertenkollegs für Medizintechnik verständigt. Bei einem Besuch in Peking setzten Prof. Joachim Hornegger, Vizepräsident für Forschung der FAU, und Prof. Yansong Li, Vizepräsident der PKU, ihre Unterschrift unter ein Memorandum of Understanding zwischen FAU und PKU. Damit bleibt die FAU in Sachen Medizintechnik weiter auf Erfolgskurs und gewinnt einen renommierten Partner.

Im Rahmen der Kooperation wollen die FAU und die Peking University einen engen wissenschaftlichen Austausch pflegen und in einem acht Semester dauernden Programm junge Ingenieure dazu befähigen, in internationalem Kontext und in enger Anbindung an die Industrie zu forschen. Teil des Programms ist neben einem vorbereitenden Semester zum interkulturellen Verständnis und fachlicher Anpassung beispielsweise ein Austausch, in dem zum Start jeweils bis zu fünf, in den Folgejahren jeweils zwei bis drei Doktoranden aus jeder Universität an die Partneruniversität wechseln. Zusätzlich stehen jährliche Summer Schools auf dem Programm. Die Kandidaten sollen im Rahmen des Programms einen Doppelabschluss beider Universitäten erwerben.

Auch ein Forschungsaufenthalt beim Industriepartner Siemens ist Gegenstand der Kooperation. Ein großer Teil der Forschungsarbeit kann dabei entweder an den Universitäten oder in den Laboren von Siemens absolviert werden. Dafür unterzeichneten die beiden Vizepräsidenten von FAU und PKU gemeinsam mit Prof. Qiushi Ren (Sprecher des Departments Biomedical Engineering der PKU), Dr. Kurt Höller (Geschäftsführer des Zentralinstituts für Medizintechnik der FAU) und Dr. Klaus Klingenbeck (Vizepräsident für Innovation bei Siemens AX) in Peking zudem eine Kooperationsvereinbarung zwischen Siemens und den beiden Universitäten.

Die Peking University, die als führende chinesische Universität gilt und im Times Ranking 2012-2013 als eine der besten 50 Universitäten weltweit gelistet wird, unterhält auch enge Verbindungen zu den Elite-Universitäten Stanford und Harvard. Damit unterstreicht die neue Kooperation auch die Exzellenz und internationale Reputation der Erlanger Medizintechnik, die sich dank der sehr guten Forschungsbedingungen in der Europäischen Metropolregion Nürnberg ideal entwickeln kann: „Das enge Netzwerk aus Industriepartnern, universitärer und außeruniversitärer Forschung ermöglicht auf einem relativ kleinen regionalen Raum eine enorme Wissensdichte, die den Nährboden schafft für Erfindungen von internationalem Rang“, sagt Prof. Joachim Hornegger.

Voraussetzungen, die auch Prof. Qiushi Ren bei seinem jüngsten Besuch in Erlangen beeindruckten. Neben Gesprächen mit verschiedenen Lehrstuhlinhabern an der FAU und Besichtigungen im Medical Valley Center, im Imaging Science Institute des Universitätsklinikums Erlangen und bei Siemens Healthcare war Ren auch Gast bei Erlangens Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis und beim offiziellen Empfang im Schloss durch FAU-Vizepräsident Hornegger. Teil der Gespräche zwischen den beiden Uni-Vertretern waren neben dem Graduiertenprogramm die Vorbereitungen zu einem gemeinsamen wissenschaftlichen Workshop und die Beantragung eines internationalen Forschungsverbunds zur medizinischen Bildgebung. Vor seiner Abreise begeisterte Prof. Ren ein volles Auditorium mit einem Vortrag zum Thema „Multi-Modality Molecular Imaging for Nanomedicine and Cancer Research“.

Schon jetzt ist die FAU ein wichtiger Inkubator, wenn es um führende Medizintechnik geht: Mehr als 60 Professoren forschen an vier Fakultäten mit ihren Teams in diesem oder unmittelbar angrenzenden Bereichen. Der Studiengang Medizintechnik wurde an der FAU im Wintersemester 2009/2010 eingerichtet, bereits nach dem ersten Jahr konnten 300 Studienanfänger verzeichnet werden. Inzwischen werden über ein aufwändiges Eignungsfeststellungsverfahren nur noch die besten Bewerber rekrutiert, aktuell sind rund 600 Studierende für ein Bachelor- oder Masterstudium der Medizintechnik immatrikuliert. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Bildgebungsverfahren und Gerätetechnologie. Mit über 50 Prozent weiblichen Studierenden kann der Studiengang die höchste Frauenquote unter allen technologieorientierten Studiengängen an der FAU für sich verbuchen.

Die Kooperation zwischen FAU und PKU gewinnt nicht zuletzt im Kontext intensiver Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Europäischen Metropolregion Nürnberg und chinesischen Partnern an Bedeutung. Jüngst etwa hatten das „China Center for International Economic Exchanges“ (CCIEE) und das Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg ein Memorandum of Understanding für ein Projekt unterzeichnet, das zum Ziel hat, in China Technologieparks zu realisieren, die sowohl direkt an Krankenhäuser nach deutschem Vorbild als auch an medizinische und medizintechnische Forschungseinrichtungen angebunden sind.

Dr. Kurt Höller, ZiMT
Tel.: 09131/85-26868
hoeller@zimt.uni-erlangen.de

Quelle: uni | mediendienst | aktuell Nr. 25/2013 vom 21. Februar 2013

Ivana Mladenovic erhält John-Neil-Award der EEIM

Am Donnerstag, den 21.02.2013, wird Fr. Ivana Mladenovic Ihre mündl. Promotionsprüfung am Lehrstuhl für Elektrische Energiesysteme (LEES), Standort Cauerstrasse 4, ablegen. Im Anschluss an die Prüfung, um ca. 15:45 Uhr, findet am LEES eine Preisverleihung der EEIM statt. Fr. Mladenovic wird dabei für Ihre Arbeiten auf dem Gebiet der "Performance, Reliability & Remaining lifetime estimation of MV PILC cables." mit dem europäisch bedeutenden John-Neil-Award ausgezeichnet.

Studierender der Materialwissenschaften mit Posterbeitrag erfolgreich

Herr Tobias Früh, Student im 1. Semester des Masterstudiengangs Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, Kernfach Glas und Keramik, erhielt auf der "5th International Conference on Shaping of Advanced Ceramics" im Januar 2013 in Mons, Belgien den 1. Preis für sein Poster "Manufacture of highly porous ceramic-polymer composite films mimicking the structure of natural nacre". Mit diesem Bachelorarbeitsthema konnte er sich gegenüber anderen internationalen Poster-Beiträgen zu Master- und Doktorarbeitsthemen durchsetzen.

Thomson Reuters - Liste der Highly Cited Researchers: TF-Werkstoffwissenschaftler gleich viermal vertreten

In der von Thomson Reuters (Web of Science) regelmäßig herausgegebenen Liste der Highly Cited Researchers in ihrem jeweiligen Forschungsgebiet

http://community.thomsonreuters.com/t5/InCites-Customer-Forum/Preliminary-publication-of-new-lists-of-Highly-Cited-Researchers/td-p/36685

sind zum erstenmal vier Wissenschaftler des Departments Werkstoffwissenschaften der Technischen Fakultät der FAU aufgeführt: Aldo Boccaccini, Christoph Brabec, Peter Greil und Patrik Schmuki (AB, CB und PG unter Materials Science und PS unter Chemie).

An einem Department ist dies eine außergewöhnlich hohe Dichte: Bisher waren insgesamt nur drei Wissenschaftler an der gesamten FAU in dieser Liste vertreten.

Prof. Dr. Jörg Franke: Forscher mit (E-)Drive

Jörg Franke koordiniert drei zentrale Forschungsprojekte zum Thema Energie

Die FAU entwickelt sich zu einem führenden Zentrum der Energieforschung – nicht zuletzt dank der großzügigen Mittel, die das Land im Rahmen der Initiative „Aufbruch Bayern“ zur Verfügung stellt. Gleich drei Projekte, die sich mit Energiekonzepten der Zukunft beschäftigen, werden von Prof. Dr. Jörg Franke koordiniert: das E|Drive-Center, das E|Home-Center und der Forschungsverbund Green Factory. Wir haben mit dem Inhaber des Lehrstuhls für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) über Aufgaben und Ziele gesprochen.

Das E|Drive- und das E|Home-Center sowie der Forschungsverbund Green Factory beschäftigen sich mit Lebensbereichen, die 85 Prozent des gesamten Energieverbrauchs abdecken. Gibt es deutschlandweit oder international einen ähnlich komplexen Forschungsschwerpunkt zu diesem Thema?

Auch wenn sich weltweit viele renommierte Hochschulen mit dem Megatrend Energie beschäftigen, ist die kraftvolle Kombination der Forschungsfelder zur effizienten Nutzung der Energie im privaten Wohnbereich, in der Produktion und in der Mobilität unter einem Dach – dem des Energie Campus Nürnberg – zweifelsfrei einzigartig. Der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik hat jedoch nur die Koordination dieser Aufgaben übertragen bekommen – die komplexen Herausforderungen sind nur in enger Kooperation mit allen kompetenten Wissenschaftlern der FAU zu lösen.

Sind denn durch die Bündelung der drei Projekte unter dem Dach des FAPS konkrete Synergien zu erwarten?

Auf jeden Fall! Die koordinierte Erforschung von Methoden und Technologien zur effizienten Ressourcennutzung im Haushalt, in der Arbeit und auf der Reise birgt erhebliche Synergien. Beispielsweise sind Verfahren zur dezentralen Energieerzeugung, -speicherung und zur Anbindung an das intelligente Stromnetz, zur Wärmeerzeugung, -isolation und -regenerierung, zum energieeffizienten Antrieb oder zur stromsparenden Beleuchtung jeweils in allen Anwendungsbereichen von hoher Bedeutung – und die dafür entwickelten Lösungen häufig sehr gut übertragbar.

Haben die Bereiche ein gemeinsames Ziel – etwa einen definierten Prozentsatz an Energie einzusparen?


Das gemeinsame Ziel für jede gesellschaftliche Einheit – egal ob Land, Kommune, Produktionsstandort oder Wohneinheit – ist es, möglichst energieautark zu agieren. Dieses anspruchsvolle Ziel kann nur erreicht werden, wenn zugleich der Energieverbrauch minimiert, die Energieerzeugung dezentralisiert und jede Nutzerebene Zeiten des Energieüberschusses und des Energiebedarfes durch eigene Speicher überbrücken kann.

Nehmen wir die Green Factory als Beispiel: Was bedeutet energieautarke Produktion hier genau?


Fertigende Unternehmen werden mit den konzertierten Anstrengungen der dezentralen Green Factorys in Bayern zukünftig nicht nur deutlich energieeffizienter produzieren, sondern auch verstärkt eigenständig elektrischen Strom generieren und speichern können. Durch die konsequente Nutzung dieser Möglichkeiten werden bald erste Produktionswerke durchschnittlich nicht mehr Energie verbrauchen als sie selbst erzeugen können.

Im privaten Haushalt sollen Energieeffizienz und -management durch integrierte, ergonomische Wohnlösungen verbessert werden. Woran krankt es denn bisher?

Betrachtet man den heutigen Stand, so gibt es im Grunde nur isolierte Einzellösungen im Wohnbereich, während in modernen Fabriken oder auch im Automobil die meisten Einzelfunktionen voll integriert zusammenspielen. Beispiel Heizung: Pelletheizung im Keller, solarthermische Anlage auf dem Dach und kontrollierte Wohnraumbelüftung sind nicht ohne erheblichen Programmieraufwand aufeinander abstimmbar. In den meisten Fällen funktioniert solch eine Abstimmung technisch überhaupt nicht. Der Heizungsinstallateur von nebenan ist komplett überfordert mit der Abstimmung der Teilsysteme, der Bewohner erst recht. Die Beispiele dieser Art im privaten Haushalt sind zahllos.

Und hier wird das E|Home-Center Abhilfe schaffen?

Das E|Home-Center entwickelt integrierte Lösungen, Produkte und Dienstleistungen und konzentriert sich dabei auf die Bedarfsfelder Energiemanagement (Energie erzeugen, speichern, verteilen und nutzen), Komfort und Sicherheit (Sensorik, Aktorik, altersgerechtes und selbstbestimmtes Wohnen) sowie Infotainment (Kommunikation, Information und Unterhaltung). Alle Lösungen werden sowohl virtuell im Internet präsentiert und können simulativ bedient werden. Außerdem baut das E|Home-Center mit freundlicher Unterstützung von privaten Sponsoren mehrere Musterwohnanlagen auf, in denen Testbewohner später die Entwicklungsergebnisse live erleben können.

Kann ich mein Haus oder meine Wohnung später einmal nach einem E|Home-Center-Konzept umbauen lassen?

Ja, da alle Entwicklungen des E|Home-Centers in Zusammenarbeit mit den kooperierenden Unternehmen möglichst zeitnah in die Anwendung transferiert werden. Da der Hebel bei sanierungsbedürftigen Bestandsbauten am größten ist, konzentrieren wir uns zuerst auf Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen in der Stadt.

Das E|Drive-Center verfolgt einen ähnlich integrierten Ansatz – nur eben im Bereich Mobilität. Wie steht es hier mit dem Interesse der Industrie?

Das Interesse ist riesig. Bisher wurden 32 Projekte mit insgesamt über 40 führenden bayerischen Unternehmen gestartet bzw. abgeschlossen. Diese Projekte werden teilweise von den Kooperationspartnern direkt oder über öffentliche Fördermittelgeber wie das Bundesforschungsministerium (BMBF), das Bundeswirtschaftsministerium (BMWI), die Bayerische Forschungsstiftung oder die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziert.

Gibt es besonders wichtige oder große Projekte darunter?

Im Rahmen der BMBF-Ausschreibung „Strom 1“ konnte der Verbundantrag „MORE“ mit sieben Industriepartnern, u.a. Siemens und Daimler, zum Thema „Magnetrecycling von Elektromotoren“ zur Sicherung der Rohstoffverfügbarkeit von Seltenerdmetallen in Deutschland erfolgreich gestartet werden. Im Rahmen der BMBF-Ausschreibung „Serienflexible Technologien für elektrische Antriebe von Fahrzeugen“ konnte außerdem ein Verbundprojekt mit fünf Industriepartnern unter Führung von BMW zum Thema „Hochflexible Produktionssysteme für effizienzgesteigerte E-Traktionsantriebe (HeP-E)“ erfolgreich eingeworben werden. Auf Basis der Vorarbeiten des E|Drive-Centers konnte darüber hinaus das Verbundprojekt eProduction mit Audi gewonnen werden. Hier arbeiten Hochschulinstitute und Unternehmen zur virtuellen Absicherung von Hochvoltkomponenten für die Elektromobilität zusammen.

Haben sich aus den Projekten bereits praktische Anwendungen im industriellen Maßstab entwickelt?

Im E|Drive-Center konnten bereits zehn industriell nutzbare Erfindungen entwickelt werden, mehrere Unternehmen bei der Konzeption, Planung und Simulation automatisierter Elektromotoren-Produktionsanlagen unterstützt und weitere bestehende Fertigungen systematisch optimiert werden. Zusammen mit Maschinen- und Anlagenbauern werden derzeit völlig neue Prozesse zur effizienten Motorenmontage entwickelt. Mit der internationalen Konferenz zur Elektromotorenproduktion, der E|DPC (Electric Drives Production Conference), die die FAU mitorganisiert und die im Oktober zum dritten Mal stattfinden wird, konnte die weltweit bedeutendste Plattform zum wissenschaftlichen Austausch in diesem Bereich etabliert werden. Das neu aufgebaute Forschungslabor zur Elektromotorenproduktion des E|Drive-Centers auf dem ehemaligen AEG-Gelände in Nürnberg ist auf dem aktuellen Stand der Technik insbesondere zum Elektroblechlaserschneiden und -paketieren, zur Rotoren- und Statoren-Montage, zur Kontaktierung sowie zur Endmontage und Prüfung. In den nächsten Arbeitsschritten sollen, vor dem Hintergrund der geplanten Energiewende, die Einsparpotenziale durch eine Reduktion des Energiebedarfs in der Elektromotorenproduktion aufgezeigt und die Unternehmen diesbezüglich sensibilisiert werden. Hierbei wird die gesamte Produktionskette der Elektromotorenfertigung in Projekten unter ressourcenschonenden und energieeffizienten Gesichtspunkten erforscht und schließlich anlagentechnisch optimiert.

Es gibt kritische Stimmen, die der deutschen Automobilindustrie vorwerfen, die Entwicklung elektrischer Antriebskonzepte verschlafen zu haben. Könnte die intensive Forschung entlang der gesamten Prozesskette, wie sie im E|Drive-Center betrieben wird, diesen Rückstand wettmachen?

Mit dem E|Drive-Center konnte in kürzester Zeit erfolgreich eine Forschungsfabrik mit internationaler Strahlkraft im Forschungsfeld des Elektromaschinenbaus aufgebaut werden. Die Wertschöpfungspotenziale am Automobilstandort Bayern, vor allem aber auch im Industriemotorensektor, werden somit signifikant gestärkt. Darüber hinaus werden die dringend für die Produktion des elektrischen Antriebsstrangs der Zukunft erforderlichen Ingenieure ausgebildet. Hierfür wird derzeit zusammen mit der Virtuellen Hochschule Bayern eine eigene Vorlesung zum Thema Elektromaschinenbau entwickelt.

Im Verbundprojekt Green Factory sollen die gewonnenen Erkenntnisse in Modellfabriken umgesetzt werden. Wie soll der weitere Transfer in die Praxis erfolgen?

Das Vorgehen zum Technologietransfer ist klar umrissen: Möglichst alle Entwicklungen sollen gemeinsam zwischen Forschungsstätten, Technologieanbieter und produzierenden Unternehmen bearbeitet werden. Die Forschungsergebnisse aller Projekte werden regelmäßig öffentlich vorgestellt. Die dazu geplanten Fachforen werden reihum in den verschiedenen Green Factorys veranstaltet, um möglichst alle potenziellen Technologieanwender der Region zu erreichen. Einmal im Jahr wird zudem in einer großen Fachkonferenz der Stand der Forschung kompakt präsentiert. Praktische Maßnahmen und Benchmarking-Ergebnisse sollen in einer internetbasierten Datenbank gespeichert und öffentlich zugänglich gemacht werden. Die komprimierten Informationen werden in Form von Checklisten aufbereitet. Selbstverständlich werden die neuen Entwicklungen auch im Rahmen von Fachartikeln publiziert. Die wichtigste Form des Technologietransfers funktioniert jedoch über gut ausgebildete Ingenieure, die ihr aktuelles Fachwissen in die industrielle Anwendung mitnehmen.

Eine letzte, eher umweltpolitische Frage: Unternehmen mit energieintensiver Produktion können sich von der aktuellen Strompreiserhöhung zur Finanzierung erneuerbarer Energien befreien lassen. Geht damit nicht ein entscheidender Anreiz verloren, in neue energiesparende Technologien zu investieren?

Die industrielle Produktion ist der wichtigste Beschäftigungsbereich in Deutschland und Grundlage für unseren Wohlstand. Es wäre sicher unklug, die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durch finanzielle Sanktionen zu konterkarieren. Die bayerischen Unternehmen haben die Bedeutung ressourceneffizienter Produktion frühzeitig auch ohne politischen Druck verstanden und sind in der Entwicklung und Anwendung ressourcenschonender Produktionstechnologien weltweit führend.

Quelle: http://blogs.fau.de/news/2013/02/06/forscher-mit-e-drive/#more-15151

Alumnus der Technischen Fakultät der FAU gewinnt Technik-Oscar

Software für schnellere Simulation von Spezialeffekten ist bereits Standardverfahren in Hollywood

Am 9. Februar – 15 Tage vor den Film-Oscars – werden in Los Angeles die Technik-Oscars verliehen. Unter den Gewinnern: Ein Alumnus der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Dr. Nils Thürey wird zusammen mit seinen Kollegen Prof. Markus Gross, Prof. Doug James und Theodore Kim von der Academy of Motion and Pictures Arts and Science (AMPAS) für eine Software zur Simulation von Spezialeffekten ausgezeichnet, die in Hollywood bereits in über 20 Hollywood-Produktionen verwendet wurde.

Es war sein schönstes und wohl auch überraschendstes Weihnachtsgeschenk: Kurz vor den Feiertagen erfuhr Dr. Nils Thürey von der AMPAS, dass er und seine Kollegen für ihre Wavelet Turbulence Software mit einem Technik-Oscar ausgezeichnet werden. „Das war wunderbar, ich konnte direkt mit der gesamten Familie – inklusive Omas – feiern“, erzählt Thürey. Den wissenschaftlichen Grundstein für die Entwicklung der Software, die schnell und zuverlässig Simulationen von Rauch und Explosionen errechnet, legte Thürey an der FAU: Dort studierte er zunächst an der Technischen Fakultät Informatik. Während seiner anschließenden Promotion am Lehrstuhl für Systemsimulation begann Thürey, zu erforschen wie man Wasser digital darstellen kann: „Diese Simulationen sind sehr komplex und aufwendig zu berechnen. Jedes einzelnes Wasserteilchen muss genau wissen, wie es sich in bestimmten Situationen zu verhalten hat.“ Das dort erworbene Wissen setzt Thürey nun bei der Firma ScanlineVFX in Vancouver ein – mit Erfolg wie der Technik-Oscar beweist.

Wasser und Rauch kontrollierbar simulieren
Die Wavelet Turbulence Software, die Thürey und seine Kollegen bereits 2008 an der ETH Zürich entwickelten, beschleunigt und verbessert die Simulationen von Spezialeffekten für Spielfilme. Für Filmproduktionen eine wichtige Entwicklung – sind Spezialeffekte dort kaum noch wegzudenken. Echte Spezialeffekte mit Wasser und Explosionen – wie beispielsweise ein Haus in die Luft sprengen – sind jedoch schwer kontrollierbar und sehr teuer. „Vor allem, dass man schnell viele Versionen erstellen kann und sich auf das Verhalten der simulierten Elemente verlassen kann, ist unheimlich wichtig im Film-Alltag – und das war vorher nicht möglich“, erklärt Thürey. Dank Computer-Simulationen können Animatoren heutzutage nicht nur das Ergebnis genau bestimmen, sie können auch verschiedene Variationen berechnen. Der Nachteil: Diese Prozedur dauert mehrere Wochen. Mit der Wavelet Turbulence Software setzten Thürey und seine Kollegen einen neuen Standard. Ihre Software erstellt sehr schnell sehr viele Vorschau-Simulationen, aus der die Animatoren die schönste Version aussuchen können. Lange Berechnungszeiträume entfallen so, schließlich muss nur noch die eine ausgewählte Version filmreif berechnet werden. In Hollywood hat sich die Software sehr schnell durchgesetzt und gehört bereits nach nur wenigen Jahren zum Standardprogramm bei Firmen für Spezialeffekte: Zum Einsatz kam die Software unter anderem bei „Monsters vs. Aliens“ und dem Mega-Blockbuster „Avatar“. Zurzeit arbeitet Thürey an den Spezialeffekten für zwei Filme, denen viele Fans ungeduldig entgegenfiebern: Auch in „Iron Man 3“ und „Superman: Man of Steel“, die in diesem Jahr in den Kinos starten, kommt ein Teil der Filmsequenzen von einem FAU-Alumnus.

Der „kleine Bruder“ der Film-Oscars
Die Scientific and Technic Oscars der Academy of Motion and Pictures Arts and Science werden seit 1931 verliehen. Sie ehren originelle Entwicklungen, welche die Filmproduktion bedeutend voranbringt. Sie werden traditionell rund zwei Wochen vor den Film-Oscars verliehen.

Weitere Informationen:
Dr. Nils Thürey
nils.thuerey@scanlinevfx.com

Quelle: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Kommunikation und Presse

Zahl der Deutschlandstipendien mehr als verdoppelt: 287 Stipendiaten profitieren von mehr als einer Million Euro

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat im abgelaufenen Jahr 2012 eine Rekordzahl von 287 Deutschlandstipendien vergeben. Damit liegt sie bayernweit auf Platz zwei und hat ihr vorgegebenes Kontingent sogar übererfüllt. Für die Stipendien hat die Universität eine Summe von 516.600 Euro bei privaten Geldgebern eingeworben. Diese Mittel hat der Bund – wie im Konzept des Stipendien-Programms vorgesehen – auf ein Gesamtvolumen von 1.033.200 Euro aufgestockt.

Zugleich konnte die FAU über ein bayernweites Umverteilungsverfahren aus Mitteln, die von anderen Hochschulen nicht abgerufen wurden, noch zusätzliche 10 Stipendien vergeben. Die FAU hat damit ihr Kontingent sogar übererfüllt. Zu den größten Mittelgebern zählen die Hasibra-Stiftung, die Ilse-und-Alexander-Mayer-Stiftung, die Evonik Industries AG und die Siemens AG.

Alle Studienrichtungen förderfähig
Mit Hilfe des Deutschlandstipendiums können hochqualifizierte Studierende mit einem Gesamtbetrag von 3.600 Euro für ein Jahr einen Teil ihrer im Studium anfallenden Kosten decken. Die Auswahlkriterien für die Vergabe des Stipendiums sind Leistung, gesellschaftliches Engagement, Auslandserfahrung sowie besondere familiäre Verhältnisse wie etwa besonderer Bildungslebenslauf, Migrationshintergrund oder Kinderbetreuung. Förderfähig sind Studierende aller Fakultäten, die FAU legt sogar besonderen Wert auf die Einwerbung so genannter fachfreier Stipendien, damit nicht nur wirtschaftsnahe Fachrichtungen wie Ingenieurwesen oder Managementstudiengänge gefördert werden. So konnte die FAU allein durch die großzügige Spende der Ilse-und-Alexander-Mayer-Stiftung über 80 ungebundene Stipendien vergeben.

Erstmals konnten auch mehrere Jahresstipendien durch die Unterstützung von Alumni vergeben werden: Teilspenden von Alumni wurden in einem Stipendienfonds gesammelt und zu einem Jahresstipendium gebündelt. Dem großen Engagement des Alumni-Vereins der Technischen Fakultät ist es zu verdanken, dass vier weitere Stipendien an junge Talente der Technischen Fakultät vergeben werden konnten.

„2012 war im Hinblick auf das Deutschlandstipendium an der FAU ein herausragendes Jahr und legt damit die Messlatte für künftige Jahre hoch“, meint FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske. „Wir danken den Spenderinnen und Spendern dafür, dass sie sich der Verantwortung für den akademischen Nachwuchs bewusst sind und freuen uns, so vielen jungen Menschen an der FAU diese umfangreiche Förderung ermöglichen zu können. Ich kann unsere leistungsstarken Studierenden nur immer wieder ermutigen, sich voll Selbstvertrauen um dieses Stipendium zu bewerben.“

Förderer und Stipendiaten können auf der Stipendienfeier am 26. Februar gemeinsam das großartige Ergebnis feiern.

Förderung seit 2011
Die Bundesregierung initiierte das Deutschlandstipendienprogramm 2011 zur Förderung leistungsstarker, engagierter Studierender. Die FAU hat sich als eine der ersten Universitäten Deutschlands an diesem Stipendienprogramm beteiligt und fördert seit dem Sommersemester 2011 die besten Studierenden der Universität. Die Besonderheit: Die Hälfte des Geldes wird von Unternehmen, Stiftern und Alumni beigesteuert, die andere Hälfte stockt der Bund auf. Ein Deutschlandstipendium zur Verfügung zu stellen, kostet daher nur halb so viel wie die Auslobung anderer Stipendien.

Stifter und Förderer investieren nur die Hälfte
Auch für 2013 wirbt de FAU um private Gelder für das Deutschlandstipendium. In der Vergangenheit hatten neben Stiftungen vor allem auch Unternehmen aus der Region mit ihrer Spende für das Deutschlandstipendienprogramm ihre Verbundenheit mit der FAU und der Europäischen Metropolregion Nürnberg bewiesen. Aufgrund seines attraktiven Finanzierungsmodells ist das Deutschlandstipendium sowohl für Großunternehmen als auch für kleine und mittlere Unternehmen interessant. Bisherige Förderer schätzen das qualifizierte Auswahlverfahren, die große Bandbreite an attraktiven Studiengängen und die erstklassige Ausbildung der Studierenden an der FAU. Erstmals bot die FAU ihren Stipendiengebern in diesem Jahr an, beratend am Auswahlverfahren mitzuwirken – ein Angebot, das über die Hälfte der Förderer nutzte.

Informationen zum Deutschlandstipendium finden sich unter:
www.deutschland-stipendium.fau.de.

Quelle: http://blogs.fau.de/news/2013/01/17/fau-zahl-der-deutschlandstipendien-mehr-als-verdoppelt/

Der ATE informiert interessierte Unternehmen gerne über die zusätzlichen Möglichkeiten, die ein Engagement als Förderer des Deutschland-Stipendiums über den ATE bietet: Info@AlumniTE.de

FAU erneut an der Spitze in Sachen Energieforschung: Bayerischer Landtag beschließt Millionen-Förderung der „Green Factory Bavaria“

Energieautark produzieren: Das ist das langfristige Ziel des Technologieverbunds „Green Factory Bavaria“, der unter der Federführung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) jetzt Fahrt aufnehmen soll. Der Freistaat Bayern fördert im Rahmen eines zwischen mehreren Ministerien abgestimmten Maßnahmenpakets zur Energiewende den Aufbau eines interdisziplinären Forschungsprojekts für energiesparende Produktionstechnologien. Zunächst stehen in den Haushalten 2013/2014 hierfür insgesamt 6 Millionen Euro an zusätzlichen Forschungsmitteln zur Verfügung.

Das Vorhaben ist auf 4 Jahre angelegt mit einem geplanten Gesamtvolumen von 12 Millionen Euro. Die Green Factory Bavaria will im Rahmen einer bayernweiten, interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Hochschulen erforschen, wie Industrieproduktion in Zukunft ressourcen- und energieeffizienter gestaltet werden kann. Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch, der bayerische Finanzminister Dr. Markus Söder und der bayerische Innenminister Joachim Herrmann haben sich für eine Förderung der Green Factory Bavaria ebenso eingesetzt wie Katja Hessel, Staatssekretärin im bayerischen Wirtschaftsministerium und Jörg Rohde, Vizepräsident des Bayerischen Landtags. Die Leitung des Forschungsverbunds liegt bei Prof. Dr. Jörg Franke vom Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik an der FAU.

Das verarbeitende Gewerbe verbraucht fast die Hälfte des elektrischen Stroms in Deutschland, produzierende Betriebe wenden bis zu zehn Prozent ihrer Gesamtkosten für Energie auf. Durch den stetig zunehmenden Energiebedarf, die begrenzten fossilen Ressourcen sowie die investitionsintensiven regenerativen Energien werden diese Aufwendungen zukünftig noch steigen. Dadurch wird Energie zu einem wichtigen strategischen Wettbewerbsfaktor: Immer mehr Unternehmen setzen auf den sparsamen Umgang mit Energie, schließlich sind die Einsparungspotenziale mit bis zu 10 Milliarden Euro deutschlandweit immens. Hier fügt sich das Projekt der Green Factory Bavaria ein: Sieben nordbayerische Forschungseinrichtungen – neben der FAU die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg sowie die Hochschulen in Ansbach, Coburg, Hof, Würzburg/Schweinfurt und Amberg/Weiden – haben sich zu diesem Forschungsverbund zusammengeschlossen, um mit eigenen, an den jeweiligen Hochschulen installierten Labors zu erforschen, wie die Industrie zukünftig energieeffizienter oder sogar energieautark produzieren kann.

Um dieses Ziel zu erreichen, bündeln die Hochschulen in ihren Modellfabriken – den so genannten Green Factories – die für die energieeffiziente Produktion relevanten Fachbereiche, wie zum Beispiel Maschinenbau und Fertigungstechnik, Elektro-, Informations-, und Verfahrenstechnik sowie Werkstoffkunde und Wirtschaftswissenschaften. So können die Wissenschaftler Methoden und Technologien entwickeln, um den Energieverbrauch in der Produktion zu minimieren und den Wärmeverlust in den Laborhallen zu reduzieren. Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung: Wie lässt sich der Energieverbrauch an das tatsächliche Angebot anpassen? Außerdem wollen die Wissenschaftler Verfahren zur dezentralen regenerativen Energieerzeugung entwickeln.

Hochschulen und Industrie forschen gemeinsam
In den Green Factories sollen Forschungsinstitutionen und Industrie eng zusammen arbeiten: Auf den verfügbaren Labor- und Produktionsflächen können innovative Industriepartner ihre fortschrittlichen Verfahren und Technologien in diesem Forschungsgebiet demonstrieren und sie anschließend zusammen mit den Hochschulen weiterentwickeln. Dieses einzigartige Konzept zur Gemeinschaftsforschung von Industrie und Hochschulen garantiert neben einer effizienten Forschungsarbeit auch einen effektiven und schnellen Transfer der Ergebnisse in die Wirtschaft.

„Mit den Green Factories an sieben Hochschulen in Nordbayern sowie der intensiven Kooperation mit den Green Factories an den Fraunhofer Instituten in Augsburg und Bayreuth werden wir Bayern im Bereich der nachhaltigen Produktionstechnologien wissenschaftlich, wirtschaftlich und ökologisch in eine weltweite Spitzenposition bringen“, formuliert Projektleiter Prof. Dr. Jörg Franke den Anspruch des Forschungsvorhabens.

„Wir freuen uns, im Rahmen des Projekts Green Factory Bavaria einen weiteren Beitrag zur Energiewende in Bayern zu leisten, sowie die Attraktivität der Europäischen Metropolregion Nürnberg für zukunftsfähige, innovative Technologieträger zu steigern“, sagt FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Jörg Franke
Tel.: 0911/5302-9069
franke@faps.uni-erlangen.de

Maßgeschneiderte Substrate für energieeffiziente Wide-Bandgap- Bauelemente: 14. Jahrestagung des Fraunhofer IISB elektrisiert die Halbleitermaterial-Szene

Etwa 40% des weltweiten Energiebedarfs gehen auf die Nutzung elektrischer Energie zurück. Durch den Einsatz moderner Elektronik können hier beträchtliche Einsparpotenziale realisiert werden. Im Vergleich zur etablierten Siliziumtechnologie lassen sich auf Basis von Halbleitern mit großer Bandlücke besonders effiziente elektronische Bauelemente und Schaltungen herstellen. Beispiele dafür sind Strom sparende Beleuchtungen mit Galliumnitrid-LEDs, Wechselrichter für Solar- und Windkraftanlagen mit Leistungsschaltern aus Siliziumkarbid oder die energiesparende Erzeugung von UV-Licht mit Bauelementen aus Aluminiumnitrid.

Dr. Jochen Friedrich, Leiter der Abteilung Kristallzüchtung am Fraunhofer IISB und Gastgeber der 14. IISB-Jahrestagung, meint: „Das Motto unserer Jahrestagung widmet sich Halbleitern, die vor 60 Jahren in Erlangen entdeckt wurden. Die Kommerzialisierung von Bauelementen aus diesen Materialien wurde in den letzten 10 Jahren stark vorangetrieben. Eine wichtige Voraussetzung war die Verfügbarkeit der Materialien in ausreichender Menge, Größe und Qualität, um die gewünschte Leistungsfähigkeit der Bauelemente zu erreichen. Dadurch eröffnen sich neue Anwendungsgebiete für energieeffiziente Bauelemente aus Halbleitern großer Bandlücke, so dass deren Kommerzialisierung weiter voranschreiten wird.“

Dementsprechend widmete sich die 14. Jahrestagung des Fraunhofer IISB, die am 6. Dezember 2012 stattfand, ganz den so genannten Halbleitern großer Bandlücke Siliziumkarbid, Galliumnitrid und Aluminiumnitrid. Fachgrößen aus Industrie und Wissenschaft stellten den Stand der Kristall- und Substratherstellung sowie der Epitaxie und der Prozessierung neuer Bauelemente auf Basis dieser Halbleiter vor und diskutierten mit den zahlreich anwesenden Experten den Einfluss der Materialien auf die Bauelementeigenschaften. Die 14. IISB-Jahrestagung fand in Verbindung mit dem 27. DGKK-Workshop „Epitaxie von III/V-Halbleitern“ statt, der von der Universität Erlangen-Nürnberg und dem Fraunhofer IISB unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Kristallwachstum und Kristallzüchtung e.V. (DGKK), Arbeitskreis Epitaxie, organisiert wurde.

Die mit ca. 130 Teilnehmern ausgebuchte Veranstaltung war nicht nur für das Fraunhofer IISB ein voller Erfolg. Die ausgesprochen gute Resonanz zeigt den aktuellen Stellenwert des Themas bei den Halbleitermaterial- und Bauelementspezialisten.

Ansprechpartner:
Dr. Jochen Friedrich
Fraunhofer IISB
Schottkystraße 10, 91058 Erlangen, Germany
Tel. +49-9131-761-270
Fax +49-9131-761-280
info@iisb.fraunhofer.de
www.iisb.fraunhofer.de

Quelle / Originalartikel im Netz: http://idw-online.de/de/news511856

Höchste Ehrung für Erlanger Forscherin: Professorin Marion Merklein erhält Leibniz-Preis

Prof. Dr.  Marion Merklein, Leiterin des Lehrstuhl für Fertigungstechnologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), erhält den höchstdotierten deutschen Förderpreis, den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2013. Dies hat der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) heute bekannt gegeben. Der Preis ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert. Die offizielle Preisübergabe findet am 19. März 2013 in Berlin statt. Zu den allerersten Gratulanten, die Professorin Merklein ihre Glückwünsche aussprachen, zählte FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske.

Foto: Prof. Dr. Marion Merklein (Bild: FAU)

Foto MerkleinProf. Dr. Marion Merklein (Jahrgang 1973) leitet seit dem Frühjahr 2008 den Lehrstuhl für Fertigungstechnologie an der FAU. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Blechumformung mit Fokus auf Leichtbauwerkstoffe, die Werkstoffcharakterisierung und -modellierung sowie die Simulation von Umformprozessen. Merklein ist Sprecherin des zu Beginn des Jahres 2009 eingerichteten Sonderforschungsbereichs/Transregio 73 zur Blechmassivumformung an der FAU, der erst vor wenigen Wochen für eine weitere Förderperiode verlängert wurde. Seit 2010 ist sie zugleich die erste weibliche Dekanin in der 47-jährigen Geschichte der Technischen Fakultät an der FAU.

Merklein studierte Werkstoffwissenschaften mit den Schwerpunkten Allgemeine Werkstoffeigenschaften sowie Korrosion und Oberflächentechnik an der FAU, wo sie im Jahr 2001 auch promovierte. Zahlreiche renommierte Preise unterstreichen ihre Leistung als Wissenschaftlerin, wie etwa der Heinz Maier-Leibniz-Preis der DFG (2004), der VDI-Ehrenring und dem Cramer-Klett-Preis,  die Otto-Kienzle-Gedenkmünze der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik (2007) und der Sydney H. Melbourne Award der amerikanischen Society of Automotive Engineers (SAE) und des American Iron and Steel Institute (AISI) (2009).

Prof. Dr. Marion Merklein wird unter anderem für ihre bemerkenswerte Laufbahn im Bereich Ingenieurswissenschaften ausgezeichnet: In nur 14 Jahren gelang ihr der Weg  von der Immatrikulation bis hin zur Position als erste weibliche Professorin im Bereich Maschinenbau an der FAU – eine Leistung, die in der Tat unique ist. Dabei liegen ihr exzellente Forschung und hervorragende Lehre gleichermaßen am Herzen – einer von vielen Gründen, warum Prof. Merklein auf allen Ebenen der Universität hoch geschätzt wird, als Wissenschaftlerin wie als Hochschullehrerin.

Über die vergangene Dekade hinweg gab Prof. Merkleins Arbeit als Wissenschaftlerin unzählige neue und wegweisende Impulse für den Bereich der fortgeschrittenen Werkstoffcharakterisierung und Umformung. Im Mittelpunkt stand dabei die Entwicklung robuster und flexibler Fertigungsprozesse durch die erstmalige Kombination von Blechumformprozessen mit denen der Massivumformung – eine Neuerung, die maßgeblich für ihre Auszeichnung verantwortlich war. Darüber hinaus entwickelte Merklein eine neue Auswertungsmethode für Grenzformänderungsschaubilder generell sowie die ersten temperaturabhängigen Grenzformänderungschaubilder und Fließortkurven in einer proprietären, patentierten Prüfmaschine. Zu einem Schwerpunkt wurde sowohl die Analyse des Fließverhaltens in neuartigen Versuchsaufbauten als auch dessen Modellierung, mit einem speziellen Fokus auf Werkstoffen, die in so genannten Presshärteprozessen eingesetzt werden. Diese Entwicklungen werden die Umformtechnik maßgeblich voranbringen – speziell mit Blick auf das Presshärten.

Merkleins Arbeit wirft eine Vielzahl neuer fundamentaler Fragestellung auf und lässt auf bedeutende Innovationen im weiteren Verlauf ihrer Forschung hoffen. Die Zuerkennung des Leibzniz-Preises ermöglicht es der Wissenschaftlerin, sich auch Fragen wie dem Recycling von Abfallmaterial von Umform- oder spanabhebenden Prozessen und dessen Wiederverwendung im Prozess selbst zu widmen oder der fortgeschrittenen Analyse der Abhängigkeiten einzelner Prozessschritte in Prozessketten.

Neben Merklein sind bereits vier weitere Wissenschaftler der FAU mit dem Leibniz-Preis geehrt worden: Prof. Dr. Gisela Anton, Lehrstuhl für Teilchen- und Astroteilchenphysik, hatte die Auszeichnung 1994 gewonnen. Für das Jahr 2000 hatte Prof. Dr. Peter Greil, Lehrstuhl für Glas und Keramik, den Leibniz-Preis erhalten. 2005 war Prof. Dr. Wolfgang Peukert, Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik, unter den Preisträgern, und im Jahr 2006 Prof. Dr. Peter Wasserscheid, Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik.

Der Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG vergeben. Er zeichnet herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre Forschungen auf allen Gebieten der Wissenschaft aus. Sie erhalten mit dem Preis ein Preisgeld von in der Regel jeweils 2,5 Millionen Euro, das sie in einem Zeitraum von bis zu sieben Jahren nach ihren eigenen Vorstellungen und ohne bürokratischen Aufwand für ihre wissenschaftliche Arbeit ausgeben können. Bislang wurden 197 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Preis ausgezeichnet, der auch weltweit als einer der wichtigsten Wissenschaftspreise gilt; sechs Preisträger erhielten nach dem Leibniz-Preis auch den Nobelpreis.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Marion Merklein
Tel.: 09131/85-27140
m.merklein@lft.uni-erlangen.de

Personalmeldungen 12/2012

Juniorprofessor

Dr.-Ing. Bastian Ezold, Juniorprofessor am Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik, erhielt eine Verlängerung für seine W1- Juniorprofessur für Katalytische Materialien für die Zeit vom 01. Januar 2013 bis 30. Juni 2013.

Auszeichnungen und Funktionen Technische Fakultät, 11/2012

Auszeichnungen und Funktionen

Prof. Dr. André Kaup
, Inhaber des Lehrstuhls für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung, ist zum Fellow des Institute of Electrical and Electronic Engineers, kurz IEEE, ernannt worden. Die Auszeichnung IEEE Fellow wird für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik und Elektronik verliehen. Mit mehr als 400.000 Mitgliedern in 160 Ländern ist das IEEE der weltweit stärkste Fachverband im Ingenieurbereich.

Dr. Jürgen Seiler, Akademischer Rat am Lehrstuhl für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung, ist mit dem Förderpreis der Informationstechnischen Gesellschaft (ITG) im Verband der Elektrotechnik (VDE) ausgezeichnet worden. Er erhielt diesen Preis für seine Dissertation mit dem Titel „Signalextrapolation unter Verwendung dünn besetzter Repräsentationen und deren Anwendungen in der Videokommunikation“. Der Förderpreis der ITG wird jedes Jahr bundesweit an drei Absolventen verliehen und ist mit 2.000 Euro dotiert.

Dr. Lars Zigan, Lehrstuhl für Technische Thermodynamik (LTT), hat für seine Dissertation den Hermann-Appel-Preis auf dem Fachgebiet Antriebsstrangentwicklung erhalten. Damit geht der seit 2004 jährlich verliehene Preis zum zweiten Mal an einen Mitarbeiter des LTT. Der Hermann-Appel-Preis zur Förderung des Ingenieurnachwuchses in der Automobilentwicklung, eine Initiative der Firma IAV GmbH Automotive Engineering in Berlin, Chemnitz und Wolfsburg, ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro dotiert.

Lehrstuhl Informatik 1 holt Konferenz IMF 2013 nach Nürnberg

Die GI-Fachgruppe SIDAR richtet vom 12. bis 14. März 2013 zum siebten Mal die Konferenz IMF zum Thema "IT Security Incident Management and IT Forensics" aus. Die Konferenz richtet sich an Forscher und Praktiker aus den Bereichen Incident Response und IT-Forensik aus der Wirtschaft, dem öffentlichen Dienst, von Ermittlungsbehörden, Hochschulen, Firmen, Forschungseinrichtungen und CERTs, um aktuelle Entwicklungen in diesen Bereichen zu diskutieren und den Austausch zwischen Theorie und Praxis zu fördern.

Professor Felix Freiling, Inhaber des Lehrstuhls für Informatik 1 (IT-Sicherheitsinfrastrukturen) fungiert dabei als General Chair der Konferenz, die in Nürnberg stattfindet.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie unter: http://www.imf-conference.org/

Leiden Crown Ranking: FAU deutschlandweit im Spitzenfeld

Wissenschaftliche Exzellenz misst sich immer auch daran, wie oft aus Veröffentlichungen einer Universität zitiert wird - ein Faktor, den das Leiden Crown Ranking alljährlich für die Bewertung von Spitzen-Unis zugrunde legt. Die FAU kann sich für ihre diesjährige Platzierung auf die Schulter klopfen: Deutschlandweit liegt sie auf Platz vier derjenigen Universitäten, deren Publikationen zu den Top 10 Prozent der am häufigsten referenzierten Veröffentlichungen gehören - vor Hochschulen wie dem KIT, der Humboldt Universität Berlin oder der Uni Heidelberg.

Auf Europa-Ebene gehört sie damit immerhin noch zu den Top 40. Auch bei anderen Kriterien liegt die FAU gut im Rennen - zum Beispiel mit einem bemerkenswerten Platz sechs in Deutschland, was die Gesamtanzahl der Publikationen angeht. Generell allerdings steht die deutsche Universitätslandschaft glänzend da: Bei den Top-500 Universitäten weltweit liegt Deutschland auf Platz 2 - überrundet nur von den USA, aber vor Großbritannien. Setzt man die europäische Brille auf, sind die Aussichten ebenfalls rosig: Europa hat mit 43,7 Prozent und 222 Hochschulen den größten Anteil an den Top 500, gefolgt von den USA.

Links zum Leiden-Ranking:
http://www.leidenranking.com/
http://www.leidenranking.com/ranking.aspx
http://www.leidenranking.com/methodology.aspx

Links mit Hintergrundinformationen zum Leiden-Ranking:
http://www.che-ranking.de/cms/?getObject=813&getLang=de
http://bibliometrie.univie.ac.at/rankings/leiden-ranking/

Bionicum-Forschung: TF forscht an künstlichen Muskeln für bionische Roboter

Die Natur hält eine Vielzahl von Lösungen für Problemstellungen in praktisch allen technischen Wissenschaftsdisziplinen bereit. In mehr als drei Milliarden Jahren Evolution haben sich grundlegende Prinzipen herausgebildet, welche entweder direkt oder in ihrer sichtbaren Ausprägung - der Biodiversität - neue Wege als Forschungs- und Entwicklungskonzepte bei der Realisierung von technischen Lösungen aufzeigen können. Mit dem Ziel, dieses Lernen und Adaptieren von natürlichen Systemen nachhaltig am Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bayern zu verankern, wurde das Bionik-Zentrum Bionicum gegründet.

Neben dem Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik von Prof. Franke sind zunächst der Lehrstuhl für Technische Dynamik von Prof. Leyendecker der FAU sowie die Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg (GSO) im Bionicum - Forschung, dem Forschungszweig des Bionicums zusammengeschlossen. Die Bayerische Staatsregierung stellt über das Ministerium für Umwelt und Gesundheit eine Startfinanzierung von acht Millionen Euro im Rahmen der Initiative Aufbruch Bayern für den Aufbau des Bionicums bereit, welcher vom Landesamt für Umweltschutz koordiniert wird.

Das Bionicum ist in zwei Teilbereiche gegliedert. Im Bionicum - Ideenreich Natur, welches im Nürnberger Tiergarten angesiedelt ist, werden ab 2014 in einer interaktiven Dauerausstellung Exponate bionischer Lösungen gezeigt. Damit soll, unterstützt von entsprechend angepassten Vorträgen und Workshops, eine höhere Wahrnehmung des Themas in der Bevölkerung und vor allem ein größerer Zulauf in den Ingenieurstudiengängen erreicht werden. Daneben bildet das Wissenschaftszentrum Bionicum - Forschung die zweite Säule des Bionicums. Hier werden drei Forschungsprojekte an der GSO und der FAU durchgeführt. Abgeleitet aus den Kompetenzfeldern der beteiligten Institutionen liegt der Forschungsschwerpunkt der FAU im Bereich der Biomechatronik. Den Kern der Forschungsarbeit bildet die Entwicklung künstlicher Muskeln zum Aufbau bionisch inspirierter Roboterplattformen. Dabei werden neben neuen Herstellungsverfahren für künstliche Muskeln auch angepasste Simulations- und Steuerungsmodelle untersucht.

Langfristig lassen sich somit weiche und energiespeichernde Kinematiken realisieren und beispielsweise eigensichere und gleichzeitig hochdynamische Assistenzroboter für die Kooperation mit dem Menschen aufbauen. Auch in der Medizintechnik findet sich ein Zukunftsmarkt mit einem großen Bedarf an solchen innovativen Lösungen, zum Beispiel für leichte und gleichzeitig leistungsfähige Prothesen. Darüber hinaus schafft die biomechatronische Robotik eine exzellente Basis zur Erforschung weiterer bionisch inspirierter Lösungen.

Das Bionik-Zentrum Bionicum wurde am 19.10. feierlich eröffnet. Informationen zur Eröffnung finden Sie auf der FAPS-Webseite: http://www.faps.de/1/aktuelles/neuigkeiten/eroeffnung-des-bionikzentrums-bionicum.html

Weitere Informationen zum Bionik-Zentrum finden Sie unter: http://www.stmug.bayern.de/umwelt/bionic/index.htm

Prof. Gerhäuser erhält den Bayerischen Maximiliansorden

Eine ganz besondere Ehre wurde Prof. Heinz Gerhäuser zuteil: Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer verlieh ihm - als einem von zehn neuen Trägern - den Bayerischen Maximiliansorden, mit dem der Freistaat herausragende Leistungen in Wissenschaft und Kunst würdigt. Weitere Ausgezeichnete sind in diesem Jahr beispielsweise Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller, der Opernsänger Siegfried Jerusalem oder der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Peter Gruss. Bekannte Ordensträger waren u.a. Alexander von Humboldt, Jacob Grimm und Joseph von Eichendorff.

Gerhäuser gehört zu den wissenschaftlichen Größen in Erlangen: Bis 2011 stand er dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS vor und war zugleich Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Informationstechnik an der FAU. Er leitete u.a. das Team, in dem das Audiocodierverfahren mp3 entwickelt wurde.

Geboren wurde Heinz Gerhäuser 1946 in München. Er studierte an der FAU und erhielt 1973 sein Diplom als Ingenieur der Elektrotechnik. Später war er die treibende Kraft hinter der Etablierung einer Kontaktstelle für Forschungs- und Technologietransfer FTT an FAU und wurde 1984 Stellvertretender Geschäftsführer der daraus entstandenen ZMI-GmbH, die ab 1985 als Arbeitsgruppe von der Fraunhofer Gesellschaft übernommen wurde. Auch heute, in seinem Ruhestand, steht Gerhäuser dem Fraunhofer IIS noch beratend zur Seite und ist u.a. Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bayerischen Forschungsstiftung. Heinz Gerhäuser ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und des Bayerischen Verdienstordens.

Zur Pressemitteilung der FAU.

Zur Pressemitteilung des Fraunhofer IIS.

29.11.2012: 18. Erlanger Technikgespräch zum Thema "Was verändert sich durch Cloud Computing?"

Das 18. Erlanger Technikgespräch findet am Donnerstag, 29. November 2012, 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr), in der Siemens "medicare", Allee am Röthelheimpark 1 in Erlangen, statt.

In der gemeinsamen Vortragsreihe der Siemens AG und der Technischen Fakultät, Erlangen begrüßen wir

Dr. Andreas Goerdeler, Leiter "Informationsgesellschaft; Medien" Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
zum Thema: Was verändert sich durch Cloud Computing? Risiken, Chancen, Potenziale.

Anschließende Podiumsdiskussion mit:

Prof. Dr.-Ing. Dietmar Fey, Lehrstuhl für Informatik 3 (Rechnerarchitektur), FAU und
Jürgen Strahwald, Leiter der Governance, Corporate Information Technology, Siemens AG

Wir freuen uns über großes Interesse und eine zahlreiche Teilnahme.

Für Ihre Teilnahme an der Veranstaltung ist eine kostenlose Online-Registrierung (begrenzte Plätze) unter http://www.siemens.com/etg-extern erforderlich. Die Anmeldung ist ab sofort bis 28.11.2012 möglich.

FAU erhält ein neuntes Graduiertenkolleg

Die DFG hat jetzt die Einrichtung des Graduiertenkollegs GRK 1910 "Medizinische Chemie selektiver GPCR-Liganden" bewilligt. Ziel der Nachwuchswissenschaftler ist es, nebenwirkungsarme Wirkstoffe für die Therapie schwerer Erkrankungen des Zentralen Nervensystems zu finden, die mit G-Protein gekoppelten Rezeptoren wechselwirken. Das Kolleg wird in den kommenden viereinhalb Jahren mit voraussichtlich 4,5 Millionen Euro gefördert. Sprecherhochschulen des Graduiertenkollegs sind die FAU (Sprecher: Prof. Peter Gmeiner) und die Universität Regensburg.

Zum Überblick der DFG-Graduiertenkollegs der FAU: http://www.uni-erlangen.de/forschung/dfg-einrichtungen/graduiertenkollegs.shtml

Präsident Grüske gehört zu den Top 6 Hochschulmanagern Deutschlands

Prof. Karl-Dieter Grüske, Präsident der FAU, gehört zum dritten Mal in Folge zu den sechs erfolgreichsten Hochschulmanagern der Nation. Ihm sei, so die Financial Times Deutschland (FTD) und das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), etwas gelungen, was bislang kaum ein Hochschulleiter bundesweit geschafft habe: seine Universität, deren Präsident er seit 2002 ist, über viele Jahre hinweg immer weiter zu verbessern.

FTD und CHE nominieren jedes Jahr sechs Kandidaten für den Hochschulmanager des Jahres: Auf der Basis von Daten zu Lehre, Forschung, Internationalisierung, Frauenförderung und Kooperationen werden zunächst diejenigen Hochschulen identifiziert, die nachweisliche Verbesserungen erzielt haben. Die Leiter der Hochschulen mit den größten positiven Veränderungen werden schriftlich zu Führungsverständnis und Leistungen befragt. Abschließend berät eine hochkarätig besetzte Jury über die Kandidaten und kürt die Finalisten sowie den Preisträger.

Die FAU habe sich während Grüskes Amtszeit hervorragend entwickelt, so die Begründung für seine Nominierung. Es gebe eine ganze Reihe von renommierten Projekten, die er in der Region Erlangen-Nürnberg angeschoben habe - wie etwa den Aufbau des Energie-Campus auf dem ehemaligen AEG-Gelände in Nürnberg zusammen mit der örtlichen Hochschule für Angewandte Wissenschaften und zwei Fraunhofer-Instituten. Oder das Spitzencluster Medizintechnik, in das Bundesbildungsministerium und 43 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft insgesamt 100 Mio. Euro investieren und das Erlangen und Nürnberg zu einer Modellregion für die Gesundheit machen soll. Grüske habe dabei, so die FTD, die Prozesse mit angestoßen, gesteuert und relevante Gruppen zusammengebracht.

Funken auf allen Frequenzen: FAU-Absolventin entwickelt neuartiges Funksystem für die Beobachtung des Gesundheitszustands chronisch kranker Patienten

Die moderne Medizintechnik arbeitet seit Jahren an leistungsfähigen Funksystemen für den Einsatz im medizinischen Umfeld. Jasmin Weber, Absolventin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), hat nun im Rahmen ihrer Diplomarbeit ein innovatives medizintechnisches Funksystemen entwickelt, das auf zwei Frequenzen funkt – und damit schädliche Wechselwirkungen der beiden nötigen Funktionsblöcke „Datenübertragung“ und „Energieversorgung“ verhindert. Für ihre Leistung erhielt sie soeben den Bayerischen Ingenieurinnen-Preis 2012.

Der demographische Wandel wird zunehmend bemerkbar – und stellt die Gesellschaft vor neue Probleme: Chronische Krankheiten nehmen zu. Eine permanente Beobachtung des Gesundheitszustands chronisch kranker Patienten ist von großem Nutzen, in der täglichen Betreuung und durch klassisches medizinisches Personal aber kaum mehr zu leisten. Hier kommt die moderne Medizinelektronik ins Spiel: Sie könnte Systeme liefern, die zum einen auf drahtlosem Wege Patientendaten an medizinische Sensorimplantate übertragen – und die gleichzeitig für die – ebenfalls drahtlose – Energieversorgung genutzt werden können.

Doch bisherige Systeme haben eine Schwäche: Das drahtlose Senden und Empfangen von Daten ist für den größten Anteil am Energieverbrauch eines medizintechnischen Funksystems verantwortlich, da die Einkopplung von Funksignalen in den menschlichen Körper mit hohen Reflexionsverlusten verbunden ist. Zur technischen Lösung dieser Problemstellung hat nun Jasmin Weber ein neues, originäres und hochinnovatives Systemkonzept entwickelt, das im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen auf zwei für die beiden Funktionsblöcke „Datenkommunikation“ und „Energieübertragung“ unterschiedlichen Trägerfrequenzen basiert. Dadurch wird erstmals eine unabhängige Optimierung beider Funktionsblöcke und damit eine deutlich verbesserte Gesamtperformanz möglich. Anders als bei klassischen RFID-Systemen (RFID: Radio Frequency Identification), bei denen die drahtlose Energie- und Datenübertragung auf derselben Trägerfrequenz von 13,56 MHz erfolgt, setzt das neue „Split Frequency Concept“ auf eine bifrequente Funkplattform: Die Energieübertragung läuft weiterhin im Nahfeld bei 13,56 MHz. Die Datenübertragung hingegen geschieht nunmehr erstmals im MICS-Band bei 402 MHz (MICS: Medical Implant Communication Service).

Jasmin Weber hat damit ein hochaktuelles technisch-wissenschaftliches Problem gelöst. Ihre Diplom-Arbeit entstand im Rahmen des Medical Valley-Spitzenclusters am Lehrstuhl für Technische Elektronik von Prof. Dr. Weigel. Ihre Forschungsergebnisse fließen nun zusammen mit anderen Forschungsarbeiten des Medical Valley EMN direkt in die technische Umsetzung eines Systemdemonstrators zur drahtlosen Übertragung von Patientendaten an medizinische Implantate ein.

Das Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) ist eines der wirtschaftlich stärksten und wissenschaftlich aktivsten Medizintechnik-Cluster weltweit, in dem sich Partner aus Wirtschaft, Forschung, Gesundheitsversorgung und Politik zu einem interdisziplinären Netzwerk zusammengeschlossen haben. Aktuell werden dort in über 40 Projekten medizintechnische Produkte und Dienstleistungen entwickelt, die die Prävention, Diagnose, Therapie und Rehabilitation verschiedener Krankheitsbilder effizienter und effektiver machen sollen. Die FAU ist zentraler Partner im Medical Valley.

Technische Fakultät gehört zu den Top 3 in Deutschland

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gehört in Deutschland zu den Top 3 Universitäten im Bereich Ingenieurswissenschaften, Technik und Informatik. Das belegt das aktuelle Academic Ranking of World Universities – bekannt als Shanghai-Ranking – das jetzt veröffentlicht wurde. Wenn es um die Anzahl der Publikationen in renommierten Wissenschaftsjournalen der Ingenieurwissenschaften und Informatik geht, ist die FAU deutschlandweit sogar die Nummer eins. In der internationalen Rangliste behauptet die FAU einen soliden Platz im vorderen Drittel.

Das Ranking, das die Jiao-Tong-Universität in Shanghai jährlich aufstellt, vergleicht Universitäten weltweit. Gewertet werden unter anderem die Zahl der Nobelpreisträger einer Uni, andere große Wissenschaftspreise sowie Veröffentlichungen in den englischsprachigen Fachmagazinen Science und Nature.

Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. habil. Marion Merklein
Tel.: 09131/85-27140
m.merklein@lft.uni-erlangen.de

13.11.2012: Nächster Termin "Offene Werkstatt" zum Thema Atomausstieg in Deutschland

Das Thema der nächsten "Offenen Werkstatt Fraunhofer IIS - Technische Disziplinen und Geisteswissenschaften im Dialog", einer öffentlichen Vortragsreihe zwischen Fraunhofer IIS und der Technischen Fakultät, widmet sich dem Thema "Atomausstieg in Deutschland - Notwendige Wende oder Kampf gegen Windmühlenflügel?"

Wann: Dienstag, 13.11.2012, 17-19 Uhr
Wo: Fraunhofer IIS, Am Wolfsmantel 33, Erlangen-Tennenlohe

Im Programm sowie auf der Webseite finden Sie nähere Informationen zu der Veranstaltung sowie zu den Diskussionsteilnehmern: http://www.iis.fraunhofer.de/de/veranstaltungen/2012/anmeldung-offene-werkstatt.html

Um Anmeldung unter events@iis.fraunhofer.de wird gebeten.

Weitere Verbesserung der Studienbedingungen: FAU und CLEAR GROUP schließen Hörsaal-Kooperation

Enge Symbiose von Universität und regionaler Wirtschaft hilft Studienbedingungen weiter zu verbessern

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und die Erlanger CLEAR GROUP haben am Montag, den 22. Oktober 2012 eine Kooperation besiegelt. Der Erlanger IT- und Ingenieur-Dienstleister sponsert künftig einen Konferenzraum der Technischen Fakultät der FAU. In dem modern ausgestatteten Raum finden unter anderem zahlreiche Soft Skills-Seminare für Studierende statt. In Vertretung der Universität hat Prof. Dr.-Ing. habil. Marion Merklein, Dekanin der Technischen Fakultät, den Vertrag mit Jürgen Leger, Unternehmensgründer und CEO der CLEAR GROUP, um 13.00 Uhr auf dem Südgelände der FAU, Cauerstr. 11, Erlangen, unterzeichnet. Dezente Logo-Werbung im Eingangsbereich und eine Infotafel werden den Raum sichtbar kennzeichnen.

In den vergangenen Jahren haben die Universität und der Freistaat Bayern hohe Summen in Infrastruktur und Ausstattung an der Technischen Fakultät investiert; so konnten erst vergangene Woche zwei neue Forschungsbauten auf dem Südgelände eingeweiht werden, die Teilen des Exzellenzclusters EAM eine neue Heimat geben. Dennoch gilt es, die Studienbedingungen weiter zu verbessern. Dazu sind weitere finanzielle Anstrengungen unerlässlich. Das Engagement von Unternehmen – gerade aus der Region – ist hier willkommen. Bewährt hat sich das regional orientierte Hörsaalsponsoring bereits an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät mit dem easyCredit-Hörsaal und dem Michael Müller Medien Hörsaal.

Die Technische Fakultät kooperiert seit mehr als 40 Jahren auf vielen Gebieten mit Unternehmen der Region und darüber hinaus. Die guten Beziehungen kommen Studierenden in vielerlei Hinsicht zugute – nicht zuletzt bei Projekten wie etwa dem Formular Student Team, dem ACM Programmierwettbewerb an der FAU, dem RoboCup oder dem Carolo-Cup, bei denen Studierende speziell von Unternehmen unterstützt und gefördert werden.

„Die langjährigen, guten Beziehungen zwischen Unternehmen und unserer Fakultät zeigen sich nun erstmals auch im Hörsaal-Sponsoring“, sagt Prof. Dr. Marion Merklein. „Der Erlös des Hörsaal-Sponsorings kommt ausschließlich Studierenden zu Gute. Im konkreten Fall fließen die Mittel in die Renovierung veralteter Räumlichkeiten. Die Verbesserung der zum Teil nicht mehr zeitgemäßen Räumlichkeiten ist uns ein großes Anliegen. An der Technischen Fakultät sind uns potenzielle Sponsoren, die auch in Zukunft auf gut ausgebildete Ingenieure und Informatiker setzen, jederzeit willkommen – weitere Gespräche laufen bereits.“

„Die CLEAR GROUP möchte einen Beitrag für bessere und attraktivere Studienbedingungen in der Region leisten“, erklärt Jürgen Leger, Geschäftsführer der CLEAR GROUP, das Interesse seines Unternehmens an dieser Kooperation. „Studierende sollen in einem angenehmen und gut ausgestatteten Umfeld studieren können. Gleichzeitig erhoffen wir uns durch unser Engagement natürlich auch einen Wettbewerbsvorteil durch neue Impulse direkt aus dem Hochschulumfeld, in den Bereichen Wissenschaft, Entwicklung und Forschung. Außerdem ist es unser Bestreben, talentierte junge Menschen, die uns durch Esprit, Engagement, Eigeninitiative und Verantwortung überzeugen, zu fördern – und im besten Fall für unser Unternehmen und unseren Standort zu gewinnen.“

Über die CLEAR GROUP:
Die CLEAR GROUP ist eine renommierte und zukunftsorientierte Unternehmensgruppe für IT-, Standardsoftware- und Ingenieurdienstleistungen mit Sitz in Erlangen. Mit ihren 4 Smart Companies unterstützt die CLEAR GROUP ihre Kunden projekt- und prozessorientiert durch komplexe IT- und Ingenieur-Dienstleistungen. Durch über 15 Jahre Projekterfahrung, Zuverlässigkeit, höchste Qualitätsstandards, individuelle Lösungsansätze und exzellentes Experten-Know-how ist die Erlanger Unternehmensgruppe für viele namhafte national und international tätige Unternehmen zu einer unverzichtbaren Konstante für das Projektgeschäft, im Bereich Hightech-Software, -Entwicklung und Consulting, geworden.
Weitere Informationen und Referenzen unter: www.clear-group.de

8.11.2012: Energiewende und Klimawandel im Fokus

Unbenanntes Dokument Energiewende und Klimawandel im Fokus
Donnerstag, 8. November, 9.00 bis 16.30 Uhr im Redoutensaal, Theaterplatz 1, Erlangen

Wie sieht künftig die elektrische Energieversorgung in Deutschland aus und welche Auswirkungen haben die CO2-Emissionen? Diese beiden Fragen bilden die Schwerpunkte des Symposiums der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) „Energie und Klima – Ein Blick in die Zukunft“. Eingeladen zu der kostenlosen Veranstaltung sind alle interessierten Bürger – detailliertes technisches Wissen ist nicht nötig. Um eine Anmeldung wird aber unter der E-Mail-Adresse vde@ohm-hochschule.de oder per Fax an 0911/533224 gebeten.

In kurzen Vorträgen beschäftigen sich Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft mit dem Thema. Prof. Dr. Diethard Mager aus dem Bundeswirtschaftsministerium befasst sich beispielsweise mit den politischen Vorgaben der Energiewende in Deutschland. Inwieweit die Energiewende im globalen Kontext gesehen ein Vorbild sein kann oder es sich um Verschwendung handelt, wird in dem Vortrag von Dr. Michael von Saldern, Siemens Energy, beleuchtet. Die Konsequenzen der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen und ihre Auswirkungen auf die elektrischen Netze stellen die beiden FAU-Wissenschaftler Prof. Dr. Matthias Luther und Prof. Dr. Gerhard Herold vor. Zwei weitere Vorträge beschäftigen sich mit dem Klimawandel: Prof. Dr. Hermann Harde, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, geht auf die Frage ein, welchen Anteil CO2 an der globalen Erwärmung hat. Mit den Ursachen des Klimawandels setzt sich der ehemalige Hamburger Umweltsenator Prof. Dr. Fritz Vahrenholt auseinander. Im Anschluss daran erklärt Dominik Rohrmus aus der Ideenwerkstatt von Siemens Corporate Technology, wie mittels erneuerbarer Energien Gas und flüssige Treibstoffe aus CO2 hergestellt werden können. Sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag steht außerdem eine Podiumsdiskussion mit den Referenten auf dem Programm.

Das Symposium wird gemeinsam veranstaltet von der FAU, dem VDI (Verein Deutscher Ingenieure) und dem VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik).Das Programm gibt es im Internet unter http://www.fau.de/infocenter/meldungen/aktuelles/aktuelles_2.shtml

In EPF Lausanne Ranking erlangt Dept. WW Platz 10

Das Department Werkstoffwissenschaften der FAU ist weltweit spitze. Das ergab das Quantitative Ranking of Engineering Disciplines (QRED) der École Polytechnique Fédérale de Lausanne, das die FAU auf Platz 10 der Rangliste sieht.

Zum ersten Mal hat die École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) nun ihr eigenes Ranking von Universitäten veröffentlicht, die im Bereich Werkstoffwissenschaften - aus ihrer Sicht - Weltspitze sind. Vom Start weg schaffte die FAU den Sprung in die Top Ten und befindet sich dort in guter Gesellschaft - mit Universitäten wie Stanford, Berkeley oder Cambridge. Und vor dem MIT, das in diesem Jahr auf Platz 11 rangiert. Die Herausgeberin EPFL selbst sieht sich auf Platz 13.

Hintergrund des QRED: Eigentlich hatte die EPFL das Projekt zunächst in der Absicht begonnen, ein internes Benchmarking zu erstellen, in dem sie sich selbst ganz kritisch mit den Universitäten verglich, die am häufigsten mit Publikationen oder Zitaten im Web of Science von Thomson Reuters (früher ISI Web of Knowledge) gelistet waren. Erst später entstand dann die Idee, die Rangliste auch öffentlich zugänglich zu machen. Zunächst berücksichtigte das Ranking auch nur Bioengineering, 2012 hat die EPFL erstmals den Bereich Werkstoffwissenschaften in einer eigenen Top-Liste aufgeführt.

Prof. Peter Greil, Sprecher des Departments Werkstoffwissenschaften der FAU, will das Ranking zwar nicht überbewerten - schließlich speist es sich ausschließlich aus dem Publikationsvolumen von Professoren, das über zugängliche Quellen ermittelt werden konnte -, freut sich aber dennoch über diese Anerkennung innerhalb der wissenschaftlichen Community: "Es ist natürlich schon ein tolles Gefühl, im Ranking vor so renommierten Unis zu stehen wie Oxford, Imperial Coll., das MIT oder die EPFL selbst es sind. Und in Deutschland keinen Konkurrenten scheuen zu müssen." Die beiden einzigen anderen deutschen Universitäten, die berücksichtigt wurden - TU Clausthal und RWTH Aachen - rangieren auf den Plätzen 24 und 28.

Zum Ranking: http://sti.epfl.ch/page-73094-en.html

Auszeichnungen, Funktionen, Personalmeldungen

Auszeichnungen und Funktionen

Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Biomaterialien), ist zum Gastprofessor an der Jozef Stefan International Postgraduate School in Ljubljana, Slowenien, ernannt worden. Er wird dort Vorlesungen in den Bereichen Kolloid- und Grenzflächenforschung sowie elektrophoretische Abscheidung abhalten.

Dipl.-Ing. Verena Maier, Lehrstuhl Allgemeine Werkstoffeigenschaften, wurde auf dem diesjährigen DGM-Tag der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde mit einem DGM-Nachwuchspreis ausgezeichnet. Sie wurde für ihre herausragenden Forschungsarbeiten im Bereich der Nanoindentierungstechnik ausgezeichnet. Maier nutzt Nanoindentierungen, um damit das Verformungsverhalten von nanostrukturierten Metallen untersuchen zu können.

Dipl.-Ing. Jasmin Weber, Lehrstuhl für Technische Elektronik, wurde von Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch für ihre hervorragende Diplomarbeit „Entwurf und Validierung einer Dualband-Plattform zur drahtlosen Energieversorgung und Kommunikation für medizinische Sensorapplikationen“ ausgezeichnet.



Emeritierung/Ruhestand


Prof. Dr. Gerhard Herold, Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgung.


Weiteres aus den Fakultäten


Prof. Dr. Klaus Meyer-Wegener, Lehrstuhl für Informatik 6, wird für die Amtszeit vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2017 zum Ombudsmann in der Ständigen Kommission zur Untersuchung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens bestellt, gleichzeitig wird Prof. Dr. Hans Kudlich, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie für die Amtszeit vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2017 zum stellvertretenden Ombudsmann bestellt.

Neue Stellenbörse für die Technische Fakultät online - kostenlose Anmeldung für Unternehmen

Direkt-Link: Jetzt kostenlos Firmenaccount erstellen . . .

Im Wettbewerb um die besten Köpfe wird es für Unternehmen immer wichtiger, die Aufmerksamkeit von Studierenden und Young Professionals frühzeitig zu gewinnen und die Qualität der eigenen Arbeitgeber-Marke nachhaltig zu verorten. Wissen ist zum entscheidenden Produktionsfaktor geworden. Die Studenten und jungen Absolventen von heute gehören damit zu den wichtigsten Garanten einer erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung.

Die Konsequenz ist klar: Die Nase vorn haben jene Unternehmen, denen es gelingt, kontinuierlich hervorragende Nachwuchskräfte zu begeistern und an sich zu binden. Dies gilt in Zeiten eines zunehmenden Mangels an qualifizierten Arbeitskräften in ganz besonderem Maße.

Für Unternehmen
Hier greift die neue Online-Stellenbörse des ATE für die Technische Fakultät: Ein komfortabler Echtzeit-Markplatz, mit dem Unternehmen ohne Umwege mit Studierenden der Technischen Fakultät in Kontakt treten können. Die Börse stellt eine effiziente Möglichkeit dar, gezielt über Praktika, Werkstudententätigkeiten und freie Stellen für Absolventen zu veröffentlichen. Für unseren wissenschaftlichen Nachwuchs wiederum wurde eine gute Gelegenheit geschaffen, sich schnell und kompakt über ein tagesaktuelles Stellenangebot zu informieren und im Dialog mit potentiellen Arbeitgebern einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben zu finden.

Für Lehrstühle der Technischen Fakultät
Auch für die Lehrstühle der Technischen Fakultät bietet die neue Stellenbörse eine gute Möglichkeit, Masterarbeiten oder freie Stellen bekannt zu geben. Die Anmeldung für Lehrstühle erfolgt kostenfrei über die allgemeine Firmen-Anmeldung.

Die Online-Stellenbörse für die Technische Fakultät wird bei Unternehmen und Studierenden als neues Projekt parallel bekannt gemacht. Unternehmen aus dem ingenieurwissenschaftlichen Bereich haben die Möglichkeit, Stellenangebote für Absolventen und Young Professionals während einer Testphase kostenfrei zu veröffentlichen. Dauerhaft kostenfrei können von Unternehmen Praktika, Werkstudententätigkeiten und studentische Nebenjobs eingestellt werden. Die Möglichkeit für Unternehmen und Lehrstühle, kostenfrei einen komfortablen Accountzu erstellen und Anzeigen zu veröffentlichen besteht ab sofort. Mit dem Beginn der Vorlesungszeit im Wintersemester wird die Stellenbörse dann ab dem 15.10.2012 aktiv bei unseren Studierenden beworben.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung! Weitere Information erhalten Sie auf unserer Website unter www.AlumniTE.de/Stellenboerse und im Faltblatt zur Stellenbörse (PDF-Datei).

Ansprechpartner: daniel.miribung@zuv.uni-erlangen.de

Studierendenzahl auf Rekordniveau: Erstmals über 35.000 Studierende an der FAU

An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind im Wintersemester (WS) 2012/13 so viele Studierende eingeschrieben wie nie zuvor: Genau 35.473 Studentinnen und Studenten sind aktuell an der größten nordbayerischen Universität immatrikuliert. „Das ungebrochen große Interesse für ein Studium an der FAU ist ein Beleg für die hohe Attraktivität unserer Universität“, sagt FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske. „Die Universität ist auf den Ansturm gut vorbereitet und hat zahlreiche Vorkehrungen getroffen, um besonders den neuen Studierenden einen guten Start an der FAU zu ermöglichen. Dort, wo der Andrang besonders hoch ist, werden wir gezielt Unterstützungsmaßnahmen einleiten, um schnell und unbürokratisch zu helfen.“

Entwicklung an der Technischen Fakultät
Attraktiv für Studienanfängerinnen und Studienanfänger ist das Angebot der Technischen Fakultät. Insgesamt sind in diesem Wintersemester 9.066 Studierende eingeschrieben, darunter 1.527 Erstsemester. Der am stärksten nachgefragte Studiengang der Technischen Fakultät ist der Maschinenbau mit 215 Erstsemestern. Besonders beliebt sind daneben Informatik (144 Studienanfänger), Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (129), Energietechnik (127) und International Production Engineering and Management (125). Der Frauenanteil bei den Studierenden an der Fakultät beträgt wie im Vorjahr 20 Prozent.

Weitere Informationen finden Sie im vollständigen Bericht unter http://blogs.fau.de/news/2012/10/18/studierendenzahl-auf-rekordniveau/

13.-16.11.2012: hybridica und electronica in München - jetzt kostenlose Tickets sichern!

Vom 13. bis 16. November 2012 findet auf dem Münchner Messegelände die hybridica 2012 als internationale Fachmesse zur Entwicklung und Herstellung von hybriden Bauteilen und hybridem Leichtbau statt.

Die Wieland-Werke AG hat dem ATE Online-Gutschein-Nummern zur Verfügung gestellt, mit denen Sie kostenlosen Eintritt bei der Veranstaltung erhalten. Mit der Gutschein-Nummer haben Sie nicht nur Zugang zur hybridica sondern auch zur zeitgleich stattfindenden electronica.


Der Messestand der Wieland-Werke AG mit der Standnummer 671 hat wieder Gewicht: Allerdings musste die 10 Tonnen schwere Gussplatte etwas verkürzt werden um Platz zu schaffen für eine weitere Attraktion. Darüber verraten wir noch nichts, lassen Sie sich überraschen!

Jetzt Ticket sicher - so funktioniert’s:


Wenden Sie sich bei Interesse an daniel.miribung@zuv.uni-erlangen.de, Sie erhalten dann eine E-Mail mit Ihrer persönlichen Gutschein-Nummer.

Die Nummer kann bereits vor der Veranstaltung unter www.hybridica.de/tickets eingelöst werden. So sparen Sie wertvolle Zeit beim Messeeintritt. Die Nummer kann ausschließlich einmal eingelöst werden. Dafür ist es notwendig, dass Sie sich vor dem Messebesuch online registrieren. Eine Einlösung vor Ort ist nicht möglich.

Sie werden schrittweise durch das Eingabemenü geführt, geben die Online-Gutschein-Nummer ein und können direkt ihr persönliches Print@home Ticket ausdrucken. Dies ist zugleich das Eintrittsticket für den Messebesuch.

Ein weiterer Vorteil Ihres persönlichen Print@home Tickets: Sie können die Eingangsdrehkreuze direkt passieren.

Der ATE und die Wieland-Werke AG wünschen Ihnen viel Spaß auf der Messe!

LS für Elektrische Energiesysteme und LS für Elektrische Energieversorgung zusammengeführt

Zum 01.10.2012 sind der Lehrstuhl für Elektrische Energiesysteme und der Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgung unter dem gemeinsamen Namen „Lehrstuhl für Elektrische Energiesysteme“ zusammengeführt worden. Lehrstuhlinhaber ist Prof. Dr.-Ing. Matthias Luther.

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Herold, bisheriger Leiter des Lehrstuhls für Elektrische Energieversorgung, ist seit dem 01.10.2012 im Ruhestand.

Nach und nach werden wir die Internetauftritte der beiden Lehrstühle zusammenführen. Vorerst bleiben beide bisherigen Standorte (Cauerstraße 4 und Konrad-Zuse-Str. 3-5) und die Internetauftritte erhalten.

Mehr Raum für exzellente Materialforschung: FAU weiht zwei Neubauten ein

Moderne Hochleistungsmaterialien mit maßgeschneiderten Eigenschaften spielen eine Schlüsselrolle für viele Zukunftstechnologien – ob als gedruckte, flexible Elektronik für Solarzellen und Handys oder für Reaktorsysteme, bei denen Leichtbauträgermaterialien mit neuartigen Katalysatoren kombiniert werden. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) schafft daher den dringend benötigten Raum für ihren Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM): Am 11. Oktober 2012 um 9:30 Uhr werden im Herzen des Erlanger Südgeländes zwei neue Universitätsgebäude eingeweiht, die speziell für den interdisziplinären Forschungsansatz des Clusters geplant und gebaut wurden. Medienvertreter sind zu der Eröffnung herzlich eingeladen.

Auch wenn der Exzellenzcluster EAM an kleinsten Molekülen und Partikeln arbeitet: Mit den seit dem Jahr 2007 eingerichteten 12 Professuren und über 80 Forschungsprojekten war es in den vergangenen Jahren im Cluster deutlich zu eng geworden. Das ändert sich nun: Künftig arbeiten auf insgesamt mehr als 3800 qm mit chemischen und physikalischen Laboren, einer Technischen Halle und Büroflächen 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften an gemeinsamen Projekten. Dadurch werden die multidisziplinären Aktivitäten der FAU im Bereich der neuen Materialien gebündelt und die Spitzenstellung Erlangens in diesem Bereich entscheidend gestärkt und weiter ausgebaut."Wir sind sehr froh, dass wir mit Hilfe der Baumaßnahmen den fakultätsübergreifenden, wichtigen Schwerpunkt ‚Neue Materialien und Prozesse‘ konsequent weiterentwickeln und über die Förderung der Exzellenzinitiative hinaus nachhaltig ausbauen können", sagt Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Präsident der FAU.

Forschungsbau Interdisziplinäres Zentrum für funktionale Partikelsysteme
Der Bau des deutschlandweit einzigartigen Interdisziplinären Zentrums für funktionale Partikelsysteme wurde durch die Förderung von 9 Millionen Euro durch die gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern ermöglicht – der Antrag aus Erlangen landete 2010 unter einer Vielzahl von Vorhaben deutschlandweit auf Platz 1. Dieses direkt an der FAU angesiedelte Zentrum ist zentraler Bestandteil des EAM Forschungsbereichs funktionelle Partikelsysteme und bündelt fächerübergreifend die Aktivitäten des EAM im Bereich Partikeltechnik und Optik. In dem neuen Gebäude befinden sich auf 1420 qm u.a. Labore für Synthese und Charakterisierung, in denen Partikel mit definierter Form, Größe und Eigenschaften hergestellt werden, die als Bausteine zur Materialentwicklung für alle anderen Forschungsbereiche des Exzellenzclusters dienen.

Neu- und Umbau Chemie
Der Freistaat Bayern hat in den vergangenen Jahren zwei Jahren insgesamt rund 14 Millionen Euro in den Umbau der Technischen Halle
Chemie sowie in einen Neubau investiert, in dem nun die Clusterforschung in den Bereichen nanoelektronische und katalytische Materialien ihr Zuhause gefunden hat. Das neue Chemiegebäude ist durch einen Übergang mit den alten Gebäuden verbunden und ermöglicht so die direkte Nutzung der bereits etablierten Infrastruktur. 83 Räume (z.B. Büros, Laborräume) mit einer Hauptnutzfläche von 2.430 qm wurden geschaffen. Erstmalig werden hier die Aktivitäten zur Herstellung und Charakterisierung elektronischer Bauelemente mit der Synthese der Ausgangsstoffe in benachbarten Laboren gebündelt. Auch bereits identifizierte Synergien und Analogien zur Herstellung, Charakterisierung und Anwendung von neuartigen katalytischen Systemen können nun durch die Unterbringung in einem Gebäude voll ausgeschöpft werden.

Der Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials
Der Exzellenzcluster EAM wurde 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder eingerichtet. Ziel der Erlanger
Wissenschaftler ist es, naturwissenschaftlich geprägte Grundlagenforschung und deren ingenieurwissenschaftliche Umsetzung zusammenzuführen, um neue hierarchisch aufgebaute Materialien mit maßgeschneiderten elektronischen, optischen, katalytischen und mechanischen Eigenschaften erforschen und entwickeln zu können. „Diese fächerübergreifende Verbindung zwischen Materialforschung und Partikeltechnik mit Schwerpunkten wie Photonik, Elektronik, Katalyse und Leichtbau – wie wir sie hier in Erlangen aufgebaut haben – ist deutschlandweit einzigartig", betont der Koordinator des Clusters, Prof. Dr. Wolfgang Peukert. „In den neuen Räumen werden für unsere Wissenschaftler einmalige Möglichkeiten geschaffen, die wir zu einer noch intensiveren Zusammenarbeit nutzen werden.“

Programmüberblick
Am Donnerstag, den 11. Oktober 2012 weiht die FAU das Interdisziplinäre Zentrum für funktionale Partikelsysteme sowie den Clusterneu- und Umbau Chemie offiziell ein. Die feierliche Einweihung beginnt um 9.30 Uhr und findet im Hörsaal 3, Egerlandstr. 3 statt.

Um 9:15 Uhr findet ein Fototermin vor dem neuen EAM Chemiegebäude Egerlandstr. 3 a statt. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Joachim
Hornegger, Vizepräsident der Universität Erlangen-Nürnberg werden Joachim Herrmann, Bay. Staatsminister des Innern, MdL, Dr. Siegfried Balleis, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, sowie Prof. Dr. Wolfgang Peukert, Koordinator des Exzellenzclusters EAM, Grußworte sprechen. Den Festvortrag hält der bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, MdL. Im Rahmen der Feierlichkeiten übergibt der leitende Baudirektor Dieter Maußner die Schlüssel der Neubauten an die Professoren Peukert und Wasserscheid. Musikalisch umrahmt wird die Einweihung durch Prof. Dr. Andreas Hirsch, dem Koordinator des EAM Forschungsbereiches nanoelektronische Materialien, und Professor Walter Bauer. Im Anschluss an den Festakt finden in der technischen Halle des Interdisziplinären Zentrums für funktionale Partikelsysteme in der Haberstraße 9 eine ökumenische Einweihung und ein Stehempfang statt.

9.10.2012: Einladung zum 4. Projektmanagement Day des ASQF

Am Dienstag, den 9.10.2012, veranstaltet der Arbeitskreis Software-Qualität und -Fortbildung e.V. (ASQF) den 4. Projektmanagement Day in Franken.

Thema ist

"Der Mensch in agilen Projekten".

Die Teilnahme ist kostenlos, los geht es ab 9:00 Uhr. Das Programm endet gegen 16:30 Uhr.

Als Keynote-Speaker konnte Dr. Walter Wintersteiger mit dem Thema "Verbesserung der Projektkultur" gewinnen. Die Teilnehmer können sich auf ein spannendes Programm, gutes Essen und eine informative Fachausstellung freuen.


Programm:

"Balance Scorecard im Projektmanagement" - Sebastian Krieger

"Wie kann man Agil lernen/trainieren" - Georg Götz

"Agiles Projektmanagement: Wie viel klassisches Projektmanagement benötigt ein agiles Projekt?" - Gerold Herold

"Projektmanagement von Rollout-Projekten: Dos and Donts" - Otmar Seckinger, Dr. Karlheinz Morgenroth

"Coding-Dojo oder was Softwareprojekte von den Martial Arts lernen können" - Dirk Beinert


Um Anmeldung wird gebeten unter https://www.asqf.de/fachgruppentermine-anzeige/events/id-09102012-4-projektmanagment-day-1521.html

Ort:
Fraunhofer Institut IIS
Am Wolfsmantel 33
91058 Erlangen

Veranstaltungsprogramm WS 12/13 der FAU-Graduiertenschule online - Thema "Wissenschaft kommunizieren"

Das Veranstaltungsprogramm der Graduiertenschule der FAU widmen sich im Wintersemester 2012/2013 dem Thema "Wissenschaft kommunizieren" mit vielen interessanten Workshops wie Pressearbeit im Wissenschaftsumfeld, Selbstmarketing in der Wissenschaft, Staging Science. Wissen als Exponat oder auch Grafiken und Datenvisualisierung in der Wissenschaftskommunikation.

Die Workshops der FAU-GS stehen allen registrierten Promovierenden und Postdocs der FAU offen.

Zum Semesterprogramm: http://www.promotion.uni-erlangen.de/kurse-und-service/semesterprogramm.shtml.

Heute letzter Tag: 3-D Piano spielen in den Erlangen Arcaden

Anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens präsentiert die Metrilus GmbH, eine Ausgründung des Lehrstuhls für Mustererkennung der Technischen Fakultät, vom 27.9. bis 5.10.2012 in den Erlangen Arcaden ein 3-D Piano. Heute ist der letzte Tag, an dem alle Interessierten Gelegenheit haben, beim Einkaufsbummel einen Abstecher ins Untergeschoß der Arcaden zu machen und sich dort selbst als Virtuose auszuprobieren. Herzliche Einladung!

12.-15.11.2012: LANE Konferenz 2012 in Fürth

Von 12. bis 15. November 2012 besteht auf der LANE 2012 in Fürth die Möglichkeit sich über die aktuellen Entwicklungen und zukünftigen Trends in den Photonischen Technologien und insbesondere in der Lasermaterialbearbeitung zu informieren.

Die nunmehr siebte Photonik-Konferenz und -Ausstellung LANE 2012 bietet eine internationale Plattform für den Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und industrieller Anwendung.

Mehr als 140 Vorträge behandeln die wissenschaftliche und die industrielle Sichtweise zu

  • Laserstrahlschweißen & -löten
  • Laserstrahlschneiden & -bohren
  • Oberflächenbearbeitung & Formung
  • Laserunterstütze Prozesse
  • Systemtechnik


Um das Potential des Werkzeugs Licht voll auszuschöpfen, blickt die LANE 2012 darüber hinaus auf zukunftsweisende Technologien wie

  • Präzisionsbearbeitung mit ultrakurzen Laserpulsen
  • Additive Fertigung
  • Simulation & Modellbildung
  • Sensorik & Prozesskontrolle


Das Programm der Konferenz finden Sie unter diesem Link: www.lane-conference.org/downloads/Preliminary_Program_LANE2012.pdf

Weiterführende Informationen finden Sie auf der LANE-Internetseite www.lane-conference.org.

Nächste Termine der EnCN Vortragsserie "Energie und Forschung"

Der Energie Campus Nürnberg (EnCN) setzt im Herbst seine Vortragsreihe fort.

Die nächsten Veranstaltungen:

Am Mittwoch, den 10.10.2012 von 17:30 Uhr bis 18:30
Aus dem EnCN Projekt PROCESS - Effiziente Elektrische Antriebstechnik

Am Mittwoch, den 5.12.2012 von 17:30 Uhr bis 18:30 Uhr
Aus dem EnCN Projekt ECONOMY & SIMULATION - Modelierung von Energiesystemen und Energiemärkten

Am Mittwoch, den 31.1.2013 von 17:30 Uhr bis 18:30 Uhr
Aus dem EnCN Projekt NET - Technologien für das Smartgrid


Ort: Jeweils im Theatersaal beim Campus der Erziehungsfakultät, Regensburger Str. 160, 90478 Nürnberg.

Um Anmeldung für die Veranstaltungen wird gebeten. Die Anmeldeformulare finden Sie rechtsauf der EnCN-Webseite: http://www.encn.de/


Der Energie Campus Nürnberg (EnCN) arbeitet an der Verwirklichung der Vision einer nachhaltigen, auf erneuerbaren Energien basierenden Energiewirtschaft. Er ist eine Forschungsplattform zur Entwicklung und Darstellung einer geschlossenen erneuerbaren Energiekette. Insbesondere umfasst dies die Kombination von Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen, Energiespeicherung, intelligenter Einspeisung in Verbindung mit einer effizienten Verwendung und Verwertung. Begleitet werden diese Entwicklungen durch systemtechnische Betrachtungen, Akzeptanzforschung, Simulation und Design. Dazu werden die in der regionalen Industrie und Wissenschaft bestehenden Kompetenzen systematisch ausgebaut mit dem Anspruch, in Bayern und in Deutschland eine sichtbare Führungsposition auf ausgewählten Gebieten der Energieforschung einzunehmen.

Auszeichnungen und Funktionen

Prof. Dr. Walter Kellermann, Lehrstuhl für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung, wurde als „Member at Large“ in das „Board of Governors“ der IEEE Signal Processing Society für die Jahre 2013‑2015 gewählt. Die Signal Processing Society ist die älteste und eine der größten von 38 „Societies“ des IEEE mit etwa 16.000 Mitgliedern. Das IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) ist mit mehr als 400.000 Mitgliedern in etwa 150 Ländern der weltweit größte technische Berufsverband.

Dipl.-Ing. Alexander Eßwein
, Lehrstuhl für Technische Elektronik, hat bei der Student PaperCompetition bei der 2012 IEEE International Conference on Ultra-Wideband (ICUWB) in Syracuse, New York, USA, den 1. Platz errungen. Das Paper mit dem Titel „An Integrated Switched Injection-Locked Oscillator for Pulsed Angle Modulated Ultra Wideband Communication and Radar Systems“ ist eine gemeinschaftliche Arbeit des Lehrstuhls für Technische Elektronik und des Lehrstuhls für Hochfrequenztechnik und wurde von der DFG im Rahmen eines Verbundprojekts gefördert, das im Schwerpunktprogramm UKoLoS (Ultra-Wideband Radio Technologies for Communications, Localization and Sensor Applications) angesiedelt ist. Die ICUWB ist die weltweit größte und renommierteste Tagung auf dem Gebiet der Ultrabreitbandforschung.

Prof. Dr. Sigrid Leyendecker
, Lehrstuhl für Technische Dynamik, wurde für die Zeit von Januar 2013 bis Dezember 2016 in den Vorstand der GACM (German Association for Computational Mechanics) gewählt. Die GACM hat das Ziel, Forschung, Lehre und Praxis in der angewandten Mechanik anzuregen sowie Foren für den wissenschaftlichen Austausch zu fördern.

Prof. Dr. Peter Greil, Lehrstuhl für Glas und Keramik, ist zum International Editor des Journal of the Korean Ceramic Society sowie in das Editorial Board des Journal of the Brazilian Ceramic Society berufen worden.

Dr. Andreas Bräuer, Lehrstuhl für Technische Thermodynamik, hat einen der drei Hochschullehrer-Nachwuchspreise 2012 der Dechema erhalten. Er wurde damit für seinen Vortrag auf dem Hochschullehrer-Nachwuchstreffen der ProcessNet Fachgemeinschaft „Bildung und Inovation“ im September 2012 ausgezeichnet.

Dr. Bräuer leitet eine Arbeitsgruppe am Lehrstuhl für Technische Thermodynamik, deren Forschungsarbeiten sich vornehmlich auf die Entwicklung und den Einsatz von optischen Messverfahren für die insitu Untersuchung von Hochdruckprozessen in der Verfahrenstechnik beziehen, und ist Direktoriumsmitglied der Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies (SAOT).

Prof. Dr. Günther Görz
, Professur für Künstliche Intelligenz, ist zum Mitglied des DARIAH-DE-Fachbeirats gewählt worden. DARIAH-DE ist ein Forschungsprojekt, das als deutscher Beitrag zu einem europaweiten Projekt gemeinsam mit Wissenschaftlern aus unterschiedlichen geis­teswissenschaftlichen Disziplinen daran arbeitet, digitale Forschungsmethoden zu entwickeln, Forschungsfragen auf neue Weise zu beantworten und neue Forschungsfragen zu etablieren.

TF-Personalmeldungen September

Personalmeldungen Technische Fakultät, September 2012

Ruf angenommen

Prof. Dr. Meinard Müller, Universität Bonn, auf die W3-Professur für Semantische Audiosignalverarbeitung (Stiftungsprofessur der Fraunhofer Gesellschaft - AudioLabs).


Erteilung Lehrbefugnis/Privatdozent/in

Dr. Tino Haderlein, Lehrstuhl für Informatik 5, für das Fachgebiet Medizinische Mustererkennung.


Emeritierung/Ruhestand


Prof. Dr.-Ing. Günther Görz, Professur für Künstliche Intelligenz.


Weiteres aus den Fakultäten

Prof. Dr. Michael Philippsen wird vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 mit der kommissarischen Wahrnehmung der Aufgaben der W2-Professur für Didaktik der Informatik beauftragt.

19.10.2012: Festakt 30 Jahre Maschinenbau

Das Department Maschinenbau der TF lädt aus Anlass des 30-jährigen Bestehens zu einem Festakt ein, der am

19.10.2012 ab 14:00 Uhr im Hörsaal H11
in der Cauerstraße 11, 91058 Erlangen statt findet.

Der Vizepräsident für Forschung der FAU, Prof. Joachim Hornegger wird gemeinsam mit der Bürgermeisterin der Stadt Erlangen, Dr. Elisabeth Preuß und dem Departmentsprecher, Prof. Michael Schmidt den Festakt eröffnen.

Geehrt wird Prof. Erman Tekkaya, von der Technischen Universität Dortmund. Die Ehrung wird durch die Dekanin der Technischen Fakultät, Prof. Marion Merklein durchgeführt.

Der Festvortrag wird von Prof. Kurt Tönshoff, der Leibniz Universität Hannover gehalten.

Zum Abschluss der Festveranstaltung findet ein Empfang im Mensagebäude der TF statt.

Zur Einladung

Um Anmeldung unter studium@mb.uni-erlangen.de bis 24.09.2012 wird gebeten.

16.+17.10.2012: Internationale Tagung zu innovativen Antriebstechnologien - Produktion elektrischer Antriebe

Wie die Produktion elektrischer Antriebe optimiert werden kann – diese Frage steht im Mittelpunkt einer Tagung, die am 16. bis 17. Oktober an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) stattfindet. Bei der zweiten Internationalen Konferenz zur Produktion elektrischer Antriebe (2nd International Electric Drives Production Conference – E|DPC) treffen sich wieder Entwickler, Forscher und potenzielle Anwender aus dem In- und Ausland über neueste Produkt- und Produktionstechnologien aus dem Elektromaschinenbau. Mehr Informationen zum Kongress und zur Anmeldung gibt es im Internet unter www.edpc.eu.

Veranstaltet werden die Konferenz sowie eine begleitende Ausstellung vom Bayerischen Technologiezentrum für elektrische Antriebstechnik (E|Drive-Center), dem Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) der FAU und der Mesago Messe Frankfurt GmbH. 80 Fachvorträge werden in 16 Themenblöcken und einer Postersession präsentiert. Die E|DPC 2012 deckt die gesamte Prozesskette zur Herstellung elektrischer Motoren für industrielle und mobile Anwendungen ab: von der Konzeption und Auslegung der elektrischen Antriebe, über den Einsatz neuer Materialien, die Verarbeitung und Paketierung der Elektrobleche, innovative Wickeltechnologien und Magnet-Montageverfahren sowie der Aufbau- und Verbindungstechnik für die Leistungselektronik bis zur Gestaltung integrierter Produktionskonzepte.

Erstmals findet im Rahmen der E|DPC 2012 die ganztägige Konferenz für die Energie-Übertragung für elektrische Fahrzeuge (Energy Transfer for Electric Vehicles Conference E|TEC) statt. Die E|TEC erhebt den Anspruch, den weltweit aktuellen Stand der Technik der kontaktlosen Ladetechnologien für Elektrofahrzeuge aufbieten zu können.

Im Vorfeld des Kongresses, am 15. Oktober, wird in Halbtages-Tutorials Spezial-Wissen wie Energieeffizienz, Akustik, Magnetfeld-Prüfung oder Energiespeicher-Simulation tiefgehend vermittelt. Während des Kongresses präsentieren sich Materiallieferanten, Maschinenbauer, Antriebsspezialisten und Automobilbauer mit einer breiten Vielfalt neuer Elektromobile in einer Technologie-Ausstellung. Am 18. Oktober, dem Tag nach dem Fachvortragsprogramm, besteht zudem die Möglichkeit im Rahmen von Technical Tours renommierte Forschungseinrichtungen und führende Antriebshersteller zu besichtigen.

Alexander Kühl
Tel.: 0911/5805844
service@edpc.eu

FAPS gründet E|Home-Center

Der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) von Prof. Franke unterstützt die Energiewende durch Optimierung des Energieeinsatzes in der Produktion (Green Factory), im Verkehr (E|Drive-Center) und nun an auch im Bereich des privaten Wohnens. Das bayerische Wissenschaftsministerium hat hierzu Mittel für den Aufbau des "bayerischen Technologiezentrums für privates Wohnen" (E|Home-Center) über einen Zeitraum von drei Jahren bereitgestellt.

Zusammen mit der Industrie und dem Verkehr sind die privaten Haushalte die größten Energieverbraucher in Deutschland. Neben dem Einsatz adäquater Technologien kann insbesondere eine Steigerung des Bewusstseins zur Energieeinsparung den Energieverbrauch im Haushalt signifikant senken. Das E|Home-Center soll dazu den Bürgern Bayerns das erforderliche Wissen vermitteln, Beratung zur Finanzierung leisten und nicht zuletzt den Anstoß geben, diese Potenziale zu erschließen. Auf dem ehemaligen AEG Gelände in Nürnberg werden jetzt die Büros des E|Home-Centers eingerichtet und integrierte Lösungen für das private Wohnen fakultätsübergreifend, unter Beteiligung mehrerer Forschungseinrichtungen und verschiedener Unternehmen entwickelt. In zwei Jahren, werden erste Ergebnisse in eine Musterwohnanlage zu sehen sein.

Geschäftsführer des neuen E|Home-Center ist Dr. Gerhard Kleineidam (Tel.: +49 (0)911 5302 9084, Email: kleineidam@faps.uni-erlangen.de)

Zur FAPS Webseite mit weiterführenden Informationen zum E|Home-Center: http://www.faps.de/1/aktuelles/neuigkeiten/ehome.html

Quelle: Neuigkeiten am Lehrstuhl FAPS

11.10.2012: Einweihung Forschungsbau für funktionale Partikelsysteme | Clusterneu- und Umbau Chemie

Der Präsident der FAU lädt herzlich ein zu Einweihung des Forschungsbaus Interdisziplinäres Zentrum für funktionale Partikelsysteme sowie des Clusterneu- und Umbaus Chemie

am Donnerstag den 11.10.2012 um 9:30 Uhr
im Hörsaal 1, Anorganische Chemie in Egerlandstr. 3 Erlangen.

Unter den geladenen Gästen befinden sich unter anderem Joachim Hermann MdL, Bayerischer Staatsminister des Inneren, Dr. Wolfgang Heubisch MdL, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst und Dr. Siegfried Balleis, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen. Seitens der FAU werden die Grußworte von Prof. Joachim Hornegger, Vizepräsident für Forschung der FAU und Prof. Wolfgang Peukert, Koordinator des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials (EAM) gehalten.

Zur Einladung mit dem Programm und mit der Möglichkeit zur Anmeldung bis 28.09.2012. (Die Anmeldung kann auch per Email an markus.pieger@zuv.uni-erlangen.de erfolgen).

1,8 Millionen für Forschungszentrum ESI

Freistaat fördert praxisnahe Pilotprojekte im Bereich eingebetteter elektronischer Systeme

Die Embedded Systems Initiative (ESI) – eine Kooperation der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) – wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie mit 1,8 Millionen Euro gefördert. Die Mittel werden zum weiteren Ausbau des ESI-Anwendungszentrums eingesetzt. Das Zentrum koordiniert Projekte, in denen Wissenschaft und Industrie auf dem Gebiet eingebetteter elektronischer Systeme zusammenarbeiten.

Eingebettete Systeme (engl.: embedded systems) sind in viele Produkte des täglichen Lebens – in PKWs, Haushaltsgeräte, Telefone oder MP3-Player – integriert und haben dort Steuer-, Regel- und informationsverarbeitende Funktionen. Sie sind an ganz bestimmte Aufgaben angepasst und müssen spezielle Anforderungen an Größe, Kosten und Energieverbrauch erfüllen. „Der Entwicklungsaufwand für diese Systeme ist sehr groß“, sagt Dr. Torsten Klie, Geschäftsführer des Interdisziplinären Zentrums für Eingebettete Systeme an der FAU. „Entscheidend für den Erfolg ist eine perfekte Abstimmung zwischen Grundlagenforschung und Produktentwicklung.“

Der gezielte Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie ist deshalb eines der wichtigsten Ziele der Embedded Systems Initiative. Industriepartner sollen langfristig an das Zentrum gebunden werden, um Forschungsthemen gemeinsam mit der Universität und dem Fraunhofer-Institut zu bearbeiten. „Wir waren in den vergangenen drei Jahren sehr erfolgreich und freuen uns deshalb, dass unsere Projekte weiter gefördert werden“, erklärt Torsten Klie.

Im ESI-Anwendungszentrum kann das komplette Paket von der Grundlagenforschung bis zur Produktionsreife von elektronischen Systemen bearbeitet werden. Ein Beispiel für die Innovationskraft der ESI ist die Entwicklung einer miniaturisierten Kamera mit integriertem Funksender am Fraunhofer IIS. Solche Kameras könnten vor allem dort zum Einsatz kommen, wo die direkte Beobachtung für Menschen zu gefährlich ist – beispielsweise in toxischen Umgebungen, bei Umweltkatastrophen oder bei Vulkanausbrüchen. „Eine solche Miniatur-Kamera, die Daten in hoher Qualität per Funk überträgt, ist auf dem Markt jedoch nicht verfügbar“, sagt Torsten Klie. „Das ESI-Anwendungszentrum hat dafür die Funkschnittstelle entwickelt, und die Technik ist produktionsreif. Das ist ein großer Erfolg für uns.“

ESI und ESI-Anwendungszentrum
Das im September 2007 an der FAU gegründete Interdisziplinäre Zentrum für Eingebettete Systeme (ESI) hat sich die fächerübergreifende Koordination und Organisation der Forschung, Lehre und Weiterbildung im Bereich Eingebetteter Systeme zum Ziel gesetzt. Die 19 Mitglieder von 15 Lehrstühlen aus fünf verschiedenen Departments (Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Medizin und Wirtschaftswissenschaften) bringen ihre unterschiedliche Sichtweise und Expertise in gemeinsame Projekte ein. 2009 nahm das ESI-Anwendungszentrum am Fraunhofer IIS im Nordostpark seine Arbeit auf. Aufgabe des Zentrums ist es, neue innovative Produkte für industrielle Anwender zu entwickeln. In den vergangenen drei Jahren erhielt das Interdisziplinäre Zentrum ESI zehn Aufträge aus der Industrie. Derzeit laufen im Interdisziplinären Zentrum ESI und im ESI-Anwenderzentrum außerdem zwölf Pilotprojekte, die mit einem Gesamtvolumen von 4,8 Millionen Euro gefördert werden.

Ansprechpartner für die Presse:

Dr. Torsten Klie
Tel.: 09131/85-25151
klie@esi.uni-erlangen.de

1,5 Mio. Euro für Nachwuchswissen-
schaftlerin aus den Werkstoffwissenschaften

Prof. Dr. Jana Zaumseil erhält renommierten europäischen Forschungsförderpreis

Über eine prestigeträchtige Auszeichnung und Fördergelder in Höhe von fast 1,5 Millionen Euro kann sich Prof. Dr. Jana Zaumseil vom Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Polymerwerkstoffe) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) freuen: Die Forscherin gehört zu der kleinen Gruppe von Nachwuchswissenschaftlern, die vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council, ERC) in den kommenden fünf Jahren mit einem der begehrten „Starting Independent Researcher Grants“ gefördert werden. Das ERC vergibt diese Fördermittel an vielversprechende junge Forscherpersönlichkeiten, die so die Chance erhalten sollen, eigene Forschergruppen auszubauen und Forschungsprojekte mit hohem Innovationspotenzial voranzutreiben.

Das Forschungsprojekt EN-LUMINATE lautet der Titel des Projekts, an dem Prof. Zaumseil arbeitet. Ziel ist es, die Leuchtkraft und die Energieeffizienz organischer Leuchtdioden zu verbessern. Dazu nutzt Prof. Zaumseil so genannte plasmonische Nanoantennen, kleinste Goldpartikel von nur ca. 10 bis 100 Nanometern Durchmesser. Ähnlich wie Radioantennen, die Radiowellen verstärken, sollen die Nanoantennen die in den Leuchtdioden erzeugten Lichtwellen verstärken und die Diode somit heller leuchten lassen. Organische Leuchtdioden könnten später zum Beispiel zum Bau von Displays für Smartphones und Computer oder in optischen Kommunikationsschaltkreisen eingesetzt werden.

Zur Person: Jana Zaumseil
Prof. Dr. Jana Zaumseil wurde im Rahmen des Exzellenzclusters Engineering of Advanced Materials (EAM) an die FAU berufen und leitet die Arbeitsgruppe “Nanomaterials for Optoelectronics” am Department für Werkstoffwissenschaften. Ihr Hauptinteresse in Forschung und Lehre gilt der Synthese und Untersuchung von Materialien auf der Nanoskala, deren optische und elektronische Eigenschaften sich durch Veränderung ihrer Größe oder Form beeinflussen lassen. Zu diesen Materialien zählen zum Beispiel Kohlenstoffnanoröhrchen oder metallische und halbleitende Nanopartikel. Ihr Ziel ist es, diese Materialien in optoelektronischen Bauelementen einzusetzen.

1977 in Jena geboren, studierte die Chemikerin an der Universität Leipzig. Nach einem einjährigen Forschungspraktikum an den renommierten Bell Laboratories in Murray Hill, USA, promovierte sie an der Universität Cambridge. Anschließend forschte sie mehrere Jahre in den USA und Großbritannien, bevor sie im Oktober 2009 einem Ruf an die FAU folgte. Diese Berufung war mit der Auszeichnung durch den mit 750.000 Euro dotierten „EAM-Award“ des Clusters verbunden. Im Jahr 2010 wurde sie mit dem Alfried-Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ausgezeichnet. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.nmoe.techfak.uni-erlangen.de.

Vier der 10 bewilligten Projekte der zweiten Förderrunde der Bayerischen Forschungsstiftung mit Beteiligung der TF

Der Stiftungsrat der Bayerischen Forschungsstiftung hat in seiner zweiten Sitzung 2012 für neun Technologieprojekte und einen Forschungsverbund Zuschüsse in Höhe von insgesamt rund 5,8 Mio. Euro bewilligt. Den Stiftungsrat leitete Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil. Die Mittel der Stiftung tragen dazu bei, Bayern im internationalen Wettbewerb um neue Technologien zu stärken und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen.

Jährlich bewilligt die Bayerische Forschungsstiftung Fördermittel von rund 20 Mio. Euro. Die Forschungsstiftung hat nun insgesamt seit ihrer Gründung im Jahr 1990 für 663 Projekte rund 478 Mio. Euro bewilligt. Gemeinsam mit den Co-Finanzierungsanteilen der bayerischen Wirtschaft wurde ein Gesamtprojektvolumen von rund 1.065 Mio. Euro angestoßen.

Zusätzlich zur Projektförderung von Einzelvorhaben und Forschungsverbünden vergibt die Forschungsstiftung zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit der Wissenschaft Stipendien für ausländische (Post-) Doktoranden sowie für die internationale Zusammenarbeit von Forschern.

In der zweiten Förderrunde werden folgende Forschungsverbünde und Projekte unter Beteiligung der Technischen Fakultät gefördert:

Mit rund 2. Mio. Euro der Forschungsverbund FOREnergy - Energieflexible Fabrik - TF-Partner: Professor Dr. Jörg Franke, Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS)

Mit rund 550 Tausend Euro das Projekt "Robustes 24 GHz Funkortungs-Tachymeter" - TF-Partner: Professor Dr. Martin Vossiek, Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik (LHFT)

Mit rund 465 Tausend Euro das Projekt zur Herstellung wärmeleitfähiger Zeolith/Kunststoff-Verbundwerkstoffe für Anwendungen in Wärmetransformationsprozessen - TF-Partner: Professor Dr. Wilhelm Schwieger, Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik (CRT)

Mit rund 239 Tausend Euro das Projekt "Optimierung von Flüssigkeitsringvakuumpumpen" - TF-Partner: Professor Dr. Eberhard Schlücker, Lehrstuhl für Prozessmaschinen und Anlagentechnik

Zur Pressemitteilung der BFS mit Informationen zu den 10 bewilligten Projekten.

Drei ehemalige Studierende gründen das Startup Netdosis

Informationen zu sammeln, wie und in welcher Dosierung Medikamente am besten bei Kindern eingesetzt werden können: Das ist das Ziel des Startup-Unternehmens Netdosis, das aus einem Projekt der Professur für Open Source Software der Technischen Fakultät der FAU hervorgegangen ist. Ein Internet-Portal soll deutschlandweit Ärzte und Patienten vernetzen, um die Therapie von Kindern zu verbessern.

„Lediglich zehn Prozent der in Deutschland zugelassenen 88.000 Medikamente besitzen eine Zulassung für den Einsatz bei Kindern“, erläutert Prof. Dr. Wolfgang Rascher, Direktor der Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums Erlangen. „Doch Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Die angemessene Dosierung einer Arznei variiert mit Alter und Entwicklungsgrad des Kindes.“ Allerdings gibt es dazu kaum Studien, so dass Ärzte keine verlässliche Datenbasis haben, auf die sie zurückgreifen können. „Den Medizinern bleibt nur, ihre Kollegen zu fragen oder sich auf ihre Erfahrungen zu verlassen. Dies kostet nicht nur wertvolle Zeit, sondern mindert auch die Qualität und Sicherheit der Therapie.“

Hier setzt das junge Erlanger Startup Netdosis an. Drei ehemalige Studierende der FAU haben die Firma gegründet: Johannes Link, zuständig für die Softwareentwicklung, Markus Stipp, Produktmanager, und Betriebswirt Christoph Wille. In einem ersten Schritt wollen sie bereits vorhandene Information aus Fachbüchern zusammenführen und auf dem Internetportal online zugänglich machen. Nach und nach soll das Portal dann um weitere Informationen ergänzt werden. Unterstützung erhalten die Jung-Unternehmer beim Aufbau von Datenbank und Firma von Wissenschaftlern der Professur für Open Source Software und Ärzten der Kinder- und Jugendklinik des Uni-Klinikums. Außerdem wird Netdosis durch ein Exist-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Beim Aufbau der Datenbank ist Netdosis auf die breite Unterstützung der Ärzte-Community angewiesen. Die Unternehmensgründer sind optimistisch. „Bei Mydosis, dem studentischen, nicht-kommerziellen Vorgängerportal von Netdosis, haben sich bereits mehr als 800 Ärzte registriert“, sagt Johannes Link, der Chefentwickler von Netdosis. „Das ist eine gute Ausgangsbasis. Unser Ziel ist es, die Referenz und erste Anlaufstelle für die Kinder- und Jugendmedizin zu werden.“

Die Firma Netdosis ist eine der jüngsten der insgesamt 74 noch am Markt aktiven wissens- und forschungsbasierten Ausgründungen, die die FAU seit dem Jahr 2000 verzeichnete. Insgesamt wurden durch diese Ausgründungen knapp 1.400 Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Die FAU unterstützt Studierende und in der Wissenschaft Beschäftigte bei der Gründung wissens- und forschungsbasierter Unternehmen unter anderem durch kostenfreie Beratung zur Geschäftsidee und Gründungsplanung sowie durch die Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.scientrepreneur.de.

Markus Stipp
Tel.: 09131/85-27921
info@netdosis.de

20.7.2012: 6. Wissenschaftstag in Erlangen unter dem Motto: "Stadt der Zukunft - Zukunft der Regionen"

Am Freitag den 20. Juli 2012 findet der 6. Wissenschaftstag in Erlangen statt. Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, FAU-Präsident und fachlicher Sprecher des Forums Wissenschaft, wird um 13 Uhr Entscheider und Multiplikatoren aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Bildung treffen. Unter dem Motto "Stadt der Zukunft - Zukunft der Regionen" werden alle Teilnehmer dazu eingeladen, einen Blick auf interessante und wichtige Themen von heute und morgen zu werfen:

  • Energie
  • Infrastruktur der Kommunikation
  • Medizintechnik
  • Integration der Kulturen
  • Finanzwelt


Genaue Informationen zum Programm, den Veranstaltungsorten etc. finden Sie auf der Veranstaltungswebseite:
http://wissenschaftstag.metropolregionnuernberg.de/wissenschaftstag.html

19.7.2012: WW-Sommerfest mit Studienpreisvergabe

In diesem Jahr wird das WW-Sommerfest mit der Verleihung von Studienpreisen an die besten Studierenden der Studiengänge Materialwissenschaft und Werkstofftechnik und Nanotechnologie am 19. Juli stattfinden. Stifter dieser Preise ist wieder die Firma Semikron.

Weitere Informationen: http://www.ww.uni-erlangen.de/aktuelles.shtml

19.7.2012: Tag des CBI mit anschließendem Sommerfest

11:32 Uhr
Das Department CBI lässt den Tag des CBI mit anschließendem Sommerfest wieder aufleben. Eingeladen sind alle Angehörigen und auch die Alumnis des CBI und wir wünschen uns, dass dieses Fest zu einer Begegnungsstätte für nicht-wissenschaftliche und wissenschaftliche Mitarbeiter, Lehrpersonal, Studierende, Studieninteressierte und Ehemalige wird. Das CBI präsentiert sich mit einer Reihe von interessanten zentralen Veranstaltungen:

13:00 – 16:30 Uhr
Schnupperuni – Informationstag für Schüler
H3

Nachmittags
Lehrstuhlinterne Alumniveranstaltungen
Lehrstühle des CBI

13:30 – 14:30 Uhr
CBI Kolloquium (Prof. Sundmacher, MPI Magdeburg)
H1

17:15– 18:00 Uhr
Postersession der „Chemischen und Biologischen Prozesstechnik (CBPT)”
H1 & Foyer

18:00 – 18:30 Uhr
Abschlussveranstaltung CBPT mit Preisverleihung Foto- und Posterwettbewerb
H1

ab 18:30 Uhr
Sommerfest
Festzelt, Cauerstr. 4

Es wird noch eine Reihe von dezentralen Veranstaltungen an den Lehrstühlen für Alumni geben. Spannende Einblicke in einige der aktuellen Arbeiten unserer Lehrstühle bieten sich bei der Postersession mit Schauobjekten der Chemischen und Biologischen Prozesstechnik (CBPT), die Arbeiten unserer Studierenden im 2. Semester vorstellt. Zu der anschließenden Preisverleihung im Foto- und Posterwettbewerb sind Sie gleichfalls willkommen.

Der Tag des CBI soll an einem (hoffentlich) schönen Sommerabend bei Spaß und guter Laune im Festzelt auf der Wiese neben dem Gebäude Cauerstr. 4 ausklingen. Für Musik, Unterhaltung (Bullriding) als auch Essen und Trinken ist gesorgt.

13.7.2012: 36. Tag der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik

Das Department Elektrotechnik-Elektronik-Informationstechnik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg lädt herzlich ein zum

36. Tag der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik

mit Vorträgen zum Thema "Schneller, effizienter, autonomer: Perspektiven der Kommunikation und Telematik"

am Freitag, 13. Juli 2012, 13:00 Uhr
im Hörsaal H15, Cauerstraße 7/9

Download: Programm und weitere Informationen (PDF-Datei)

Gütesiegel für Department Maschinenbau: Fakultätentag bescheinigt hohe Qualität von Forschung und Lehre

Für seine Qualität in Forschung und Lehre hat das Department Maschinenbau der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) erneut das Gütesiegel des deutschen Fakultätentags für Maschinenbau und Verfahrenstechnik (FTMV) verliehen bekommen. In einer umfangreichen Begutachtung wurden verschiedenste Kriterien aus den Bereichen Forschung und Lehre bewertet, darunter zum Beispiel die Anzahl der Professoren, die Einbeziehung externer Lehrbeauftragter und Gastdozenten oder die Einwerbung von Drittmitteln.

Mit dem Gütesiegel bescheinigt der Fakultätentag dem Department auch in seinem Studiengang Maschinenbau sowie in den interdisziplinären Studiengängen International Production Engineering and Management, Wirtschaftsingenieurwesen, Mechatronik und Berufspädagogik Technik eine hohe Lehr- und Forschungsqualität. Das Department erhält das Gütesiegel bereits seit dem Jahr 2008 in einer jährlichen Akkreditierung, was die nachhaltige hohe Qualität der universitären Ausbildung in diesen von den Studierenden und der Industrie sehr stark nachgefragten Studiengängen eindrucksvoll beweist. Das aktuell verliehene Gütesiegel ist bis zum Jahr 2014 gültig.

Ziel der Siegelvergabe ist die Demonstration der Leistungsfähigkeit der Mitgliedseinrichtungen in Forschung und Lehre in der Öffentlichkeit und die Unterstützung der Diskussion in den Medien durch Rankings mit klar nachvollziehbaren und begründeten Daten. Das Verfahren basiert auf einer Balanced-Score-Card, die auch die Qualitätssicherungs- und Qualitätsentwicklungsprozesse an den Universitäten durch eine kontinuierliche Datenerhebung und Einordnung unterstützt.

Der Fakultätentag für Maschinenbau und Verfahrenstechnik ist eine Vereinigung von Fakultäten, Fachbereichen und Abteilungen für Maschinenbau oder Verfahrenstechnik der Universitäten, Technischen Universitäten und Technischen Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland.

Mehr Informationen gibt es im Internet unter http://www.ftmv.de

Dr. Oliver Kreis
Tel.: 09131/85-28769
studium@mb.uni-erlangen.de

Auszeichnungen und Funktionen

Dr. Nicolas Alt, Lehrstuhl für Prozessmaschinen und Anlagentechnik, wird mit dem Willi Keim-Preis 2012 der Fachgruppe Advanced Fluids geehrt. Die Auszeichnung erhält er für seine Forschungen zur Ammonothermalsynthese und zur Verwendung von überkritischem Ammoniak als Advanced Fluid für die Herstellung neuer Halbleiterwerkstoffe.

Prof. Dr. Franz Durst, Lehrstuhl für Strömungsmechanik, wurde mit dem Deutschen Gründerpreis in der Kategorie „Aufsteiger“ für die von ihm gegründete Firma FMP Technology GmbH, eine Ausgründung der FAU, ausgezeichnet. Mit dem Preis werden Unternehmen geehrt, die bereits in den ersten sieben Jahren nach ihrer Gründung ein außerordentliches Wachstum erreicht haben. Ausgelobt wird der Preis u. a. von den Sparkassen und dem ZDF.

Michael Kwapis, Student der Wirtschaftsinformatik, wurde in das „MINT Excellence“-Stipendiatenprogramm der Manfred Lautenschläger-Stiftung aufgenommen. Zwei Jahre lang wird er pro Semester mit jeweils 750 Euro gefördert.

6.7.2012: Absolventenfeier der Technischen Fakultät

Am Freitag, den 6.7.2012, lädt die Technische Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zur Verabschiedung ihrer Absolventinnen und Absolventen von Bachelor-, Master- und Diplomstudiengängen ein. Nach der Begrüßung überreichen die Dekanin der Technischen Fakultät, Prof. Dr. Marion Merklein, Studiendekan Prof. Dr. Jörn Thielecke und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Prof. Dr. Kai Willner, die Urkunden und verleihen die Diplom- und Bachelorpreise.

Zusammen mit den Abschlussurkunden wird das ATE Absolventenbuch überreicht, in dem sich die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure mit ausführlichen Kompetenzprofilen der Wirtschaft als zukünftige Mitarbeiter empfehlen. Anschließend werden die Promotions- und die Habilitationsurkunden übergeben. Die Technische Fakultät freut sich in diesem Jahr über 41 Promovenden und 263 Absolventinnen und Absolventen. Im Rahmen der Feier werden auch Promotionsjubilare geehrt, die ihre Doktorarbeit vor 25 Jahren an der Technischen Fakultät abgeschlossen haben. Den Festvortrag hält Dr. Alexander Vyhnal, Leiter der Forschung und Entwicklung bei Staedtler Mars GmbH & Co. KG zum Thema „Technologische Herausforderung Schreibgeräte“. Das Trio Déjà-Vu umrahmt die Veranstaltung musikalisch.

Heimvorteil genutzt: FAU-Team gewinnt deutschen Vorentscheid für Programmier-WM

Beim deutschen Vorentscheid für den ICPC-Wettbewerb – der Weltmeisterschaft im Programmieren – schnitt das Studierenden-Team „easy cheesy peasy“ der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) am besten ab und errang den ersten Platz. Damit setzte es sich gegen 56 andere Teams von Universitäten aus ganz Deutschland durch. Bereits zum dritten Mal in Folge stand ein FAU-Team ganz oben auf dem Siegertreppchen. Dieses Mal kam den Erlanger Studierenden der Heimvorteil zugute: Der Lehrstuhl für Informatik II (Programmiersysteme) der FAU richtete den Vorentscheid in Kooperation mit neun anderen deutschen Universitäten aus.

Bei dem Vorentscheid mussten die Uni-Mannschaften in einer vorgegebenen Zeit insgesamt elf Aufgaben lösen, die sowohl mathematisches Verständnis als auch gute Fähigkeiten im Programmieren voraussetzen. In einer Aufgabe mussten die Teams zum Beispiel ein Programm für Touchscreen-Tastaturen schreiben, das für falsch geschriebene Worte aus einer Liste von Korrekturvorschlägen das wahrscheinlichste Wort berechnen kann.

Dem Gewinner-Team „easy cheesy peasy“ gelang es, zehn von elf Aufgaben zu lösen. Damit verwies es Mannschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Karlsruher Institute of Technology auf die Plätze zwei bis vier. Auf Platz fünf schaffte es mit der Mannschaft „Not my fault“ ein weiteres Team der FAU.

Zum ersten Mal wurde bei diesem Vorentscheid ein Nachwuchs-Preis vergeben. Die Firma Accenture sponserte für das beste aus Studienanfängern zusammengesetzte FAU-Team teure Fachbücher, mit denen sich die Studierenden jetzt auf die nächste Wettkampfrunde vorbereiten können: den europaweite Vorausscheid, der Ende November 2012 in Delft in den Niederlanden stattfindet. Auch die beiden anderen erfolgreichen FAU-Mannschaften werden dort vertreten sein. Sollten sich die Erlanger Studierenden auch hier durchsetzen, können sie 2013 an der ICPC-Programmier-Weltmeisterschaft teilnehmen.

Prof. Dr. Michael Philippsen
Tel.: 09131/85-27625
philippsen@informatik.uni-erlangen.de

22.6.2012: 8. Erlangen High End Computing Symposium

Leading edge research relies more and more on High-End-Computing. Computer simulation increasingly replaces dangerous or expensive experiments; complex theoretical models in sciences often become useful only when performed by numerical computation. The computer-aided optimization of processes and technical systems is the key to design and develop competitive products in the global marketplace.

The Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) has already reacted to the central importance of High-End-Computing as a core enabling technology by its participation in research networks such as FORTWIHR or KONWIHR, and the new elite study programs such as the Bavarian Graduate School in Computational Engineering. Additionally, the FAU, as one of the first universities within Germany has set up a central institute for scientific computing as a hub for cooperation and communication in the field of High-End-Computing.

This symposium will present a review of High-End-Computing from an international perspective and will highlight current and future developments. It is jointly organized by the Chair of Computer Science 10 (LSS), the Erlangen Regional Computing Center (RRZE), the Central Institute for Scientific Computing (ZISC), and the Bavarian Graduate School of Computational Engineering. The five speakers will illustrate the spectrum of High-End-Computing from computer architecture to the applications.


Date, Time, Location

Date: Friday, June, 22nd, 2012
Time: 13:30 - 17:30
Place: Lecture Room 12 | Universität Erlangen-Nürnberg | Cauerstr. 11 | 91058 Erlangen


Agenda

13:00 Reception

13:30 "A Theory of Algorithm-Architecture Co-Design"
Prof. Richard Vuduc, Georgia Institute of Technology (Georgia Tech)

14:10 "Toward Uncertainty Quantification in Largescale Bayesian Inverse Problems, with Geophysical Applications"
Prof. Omar Ghattas, University of Texas

14:50 Coffee Break

15:20 "Engineering Developments and Society"
Prof. Franz Durst, FMP Technology GmbH

16:00 "Algorithmic and Software Challenges when Moving Towards Exascale"
Prof. Jack Dongarra, University of Tennessee

16:40 "Multiscale Material Optimization"
Prof. Günter Leugering, Universität Erlangen-Nürnberg

17:20 Snacks


A flyer about the symposium
can be downloaded here.

Die Erlanger Orangerie erstrahlt in neuem Glanz: Wiedereröffnung nach drei Jahren aufwändiger Restaurierung

39 Monate lang beherrschten Gerüste und Planen, Baucontainer und schweres Gerät, Bohrhämmer, Schleifmaschinen und Spachtel die Szenerie. Für mehr als drei Jahre war die Erlanger Orangerie, eines der wichtigsten und schönsten Baudenkmäler der Stadt, eine Baustelle. Jetzt sind die Handwerker verschwunden, der 306 Jahre alte Barockbau erstrahlt in neuem Glanz. Am Montag, 18. Juni 2012, wurde die Erlanger Orangerie nach spannenden und aufwändigen Restaurierungsarbeiten feierlich wieder eröffnet.

Die Restaurierung eines über 300 Jahre alten Bauwerks ist immer eine besondere Herausforderung. Die Orangerie, die der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gehört, machte da keine Ausnahme. „Spätestens beim Blick auf die größtenteils maroden Balken des Dachstuhls ist selbst dem baufachlichen Laien klar geworden, welche Herausforderungen so ein Gebäude für Bauleitung und Bauarbeiter darstellt“, sagt FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske. „Was hier in gerade mal drei Jahren Bauzeit geleistet wurde, ist wirklich bewundernswert. Mein Respekt und mein Dank gelten allen, die an der Renovierung beteiligt waren.“

Dazu zählen auch die zahlreichen Spender, die im Rahmen einer groß angelegten Förderkampagne im Jahr 2006 den Grundstein für die Finanzierung der teuren Restaurierungsarbeiten gelegt hatten. Unter dem Motto „Rettet unsere Orangerie! Eine Erlanger Schönheit braucht Hilfe“ waren damals 500.000 Euro als Grundstock für die Restaurierung zusammengekommen. „Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger, der Unternehmen und Stiftungen war Initialzündung und Voraussetzung für eine Baumaßnahme, die nach vielen Überraschungen und Herausforderungen am Ende zu einem rundum gelungenen Ergebnis geführt hat, das dem glanzvollen historischen Vorbild entspricht“, sagt Grüske.

Der Kampf mit dem Hausschwamm

Als größte Herausforderung erwies sich bei den Bauarbeiten relativ schnell der so genannte „Echte Hausschwamm“, ein insbesondere Holz, aber auch Stein befallender Pilz, der als der gefährlichste Gebäudezerstörer überhaupt gilt. „Das ganze Ausmaß des Pilzbefalls wurde trotz gründlicher Voruntersuchung der maroden Statik und der Fassadenschäden erst nach und nach erkennbar“, erläutert Dieter Maußner, der Leiter des Staatlichen Bauamtes Erlangen-Nürnberg, bei dem Planung, Projektleitung und Bausteuerung lagen. Die Myzele, also die fadenförmigen Zellen des Pilzes, hatten sich in den verborgenen Deckenfeldern und dem zweischaligen Mauerwerk unsichtbar und großflächig verbreitet. Untersuchungen ergaben, dass einige der trockenen Myzele bereits aus dem 18. Jahrhundert stammen mussten, also schon etwa 50 Jahre nach Fertigstellung der Orangerie mit ihrer zerstörerischen Arbeit begonnen hatten.

„Um das denkmalgeschützte Bauwerk nachhaltig zu retten, kam letztlich nur eine Generalsanierung in Frage“, erläutert Maußner. „Dabei waren wir angehalten, so viel wie nur irgendwie möglich von der ursprünglichen Substanz zu erhalten.“ So wurden beispielsweise bei den Dachbalken nur die vom Pilz befallenen Teile herausgenommen und durch passgenaue Nachbauten ersetzt. Modernste Untersuchungsmethoden sowie hoch spezialisierte Gutachter und Handwerker waren erforderlich, um den ursprünglichen Zustand der Orangerie wieder herzustellen.

Wie der Wassersaal zu seinem Namen kam
Dabei hielt die Orangerie neben zahlreichen kostspieligen auch einige erfreuliche Überraschungen bereit. So wurde beispielsweise an einer geschützten Stelle des Bauwerks ein Rest des beim Bau verwendeten Außenputzes gefunden, der Aufschluss darüber gab, in welchem Farbton die Orangerie ursprünglich gestrichen worden war. „Wir hatten beschlossen, uns wo immer es möglich war an der ursprünglichen Gestaltung der Orangerie zu orientieren“, erläutert Bauamtsleiter Maußner. „Das führte natürlich dazu, dass die sanierte Orangerie sich in einigen Details von dem Bild unterscheidet, an das sich die Erlanger Bürger in den letzten Jahrzehnten gewöhnt haben. Am augenfälligsten ist das sicher bei der Außenfassade. Hier haben wir uns mit der jetzigen Farbgebung im historischen Goldocker dem beim Bau verwendeten Farbton so weit wie möglich wieder angenähert.“

Darüber hinaus entdeckten die Handwerker in den Ecken des Wassersaals die Überreste von vier in den Boden eingelassenen, muschelförmigen Brunnenschalen aus Stein, die dem Saal einst seinen Namen gaben. Sie konnten mit Natursteinaufsätzen so rekonstruiert werden, dass der neue Fußbodenbelag nun daran anschließt. Zusammen mit der Wandgestaltung, die sich ebenfalls an dem ursprünglichen Zustand orientiert, zeigt sich der Wassersaal nun wieder so, wie er vor über 300 Jahren entworfen wurde. Lediglich ein in der Mitte des Saales eingelassenes, etwa acht Quadratmeter großes Ovalbecken aus Sandstein, das im Zuge der Arbeiten entdeckt wurde, musste der geplanten Bestimmung des Wassersaals als repräsentativer Veranstaltungsort der Universität weichen. Es wurde allerdings im Verlegemuster des Bodenbelags aufgegriffen.

Ein kurzer Blick auf die Geschichte der Orangerie

Die Erlanger Residenz mit der 1705/06 errichteten Orangerie diente lange Zeit den Bayreuther Markgräfinnen als Witwensitz. Der im Mitteltrakt des Orangeriegebäudes gelegene Wassersaal war Ort geselliger höfischer Veranstaltungen, in den beiden bogenförmigen Gebäudetrakten wurden zur Winterzeit die Pflanzen für die Orangenzucht aufbewahrt – eine in der Barockzeit gleichsam beliebte wie aufwendige Beschäftigung. Die Erlanger Orangenzucht hatte allerdings nicht lange Bestand: 1755 wurde die Orangenkultur nach Bayreuth verlegt und die ursprüngliche Nutzung der Orangerie damit beendet. Zwischen 1760 und 1768 richtete man hier nun Zimmer für Cavaliere und Angehörige des Hofstaats ein.

Am 2. Oktober 1818 wurde die Orangerie gemeinsam mit anderen ehemaligen markgräflichen Gebäuden der 1743 gegründeten Universität übereignet. Zunächst zog hier die Anatomie ein, 1865 übernahmen das Pharmazeutische Institut sowie die Mineralogische, die Zootomische und die Pharmakognostische Sammlung dieses auch damals wohl repräsentativste Gebäude der Universität. Die Pharmazie und die 1884 der Universität angegliederte Staatliche Untersuchungsanstalt für Nahrungs- und Genussmittel blieben bis zur Jahrhundertwende Hauptnutzer der Orangerie.

Heftige Proteste der Erlanger Öffentlichkeit verhinderten 1898 den Abriss der Orangerie, die 1899 ihre erste Generalsanierung erfuhr. Neben anderen Einrichtungen bezog nun die Kirchenmusik der FAU hier ihr Quartier. Sie gehört auch heute noch bzw. wieder zu den Nutzern des Gebäudes, das sie sich seit 1914 mit den Kunsthistorikern der Universität teilt.

Zahlen, Daten und Fakten zur Restaurierung

Die Erlanger Orangerie verfügt über eine Bruttogeschossfläche von insgesamt 3.000 Quadratmetern, von denen rund 1.000 als Hauptnutzfläche gezählt werden können. Der erste Bauantrag wurde im Dezember 2001 gestellt, Baubeginn war im März 2009. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 9,9 Millionen Euro. Beteiligt waren 31 Firmen und 14 Planungsbüros, die zum weitaus größten Teil aus der näheren Umgebung oder aus dem süddeutschen Raum kamen. Entwurfsplanung, Projektleitung und Projektsteuerung lagen beim Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg, das für den Freistaat Bayern auch die Funktion des Bauherrn übernahm. Das Gebäude verfügt nun über eine eigene Bibliothek, einen Musiksaal, zwei Orgeln, Büros für die Mitarbeiter und Seminarräume für die Studierenden der Kirchenmusik und der Kunstgeschichte. Der Wassersaal, das Zentrum der Orangerie, wird künftig für Veranstaltungen der Universität genutzt. Darüber hinaus steht er Brautpaaren als stimmungsvoller Ort für ihre standesamtliche Hochzeit zur Verfügung.

Zur Wiedereröffnung hat die Universität gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt eine Festschrift zur Orangerie erstellt, in der neben Beiträgen zur Nutzung der Orangerie auch tiefergehende Informationen zur Restaurierung zu finden sind.

Zwei Projekte sind exzellent: FAU ist mit Graduiertenschule SAOT und Cluster EAM im Exzellenz-Wettbewerb erfolgreich

Großer Erfolg für die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative: Sowohl der Exzellenzcluster "Engineering of Advanced Materials" (EAM) als auch die Graduiertenschule "Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies" (SAOT) werden für weitere fünf Jahre gefördert. Das gab der Bewilligungsausschuss der Exzellenzinitiative am Freitagnachmittag bekannt. Bis zu 61,5 Millionen Euro gehen damit in den kommenden Jahren an die FAU.

Im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit in der Graduiertenschule SAOT und im Exzellenzcluster konnte die FAU in den vergangenen fast fünf Jahren zahlreiche exzellente Forscherinnen und Forscher sowie Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt an die Universität holen und strategische Allianzen mit hochrangigen Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft ausbauen. Auch in Lehre und Studium macht sich die Förderung durch die Exzellenzinitiative bemerkbar: So entstanden im Rahmen des Exzellenzclusters beispielsweise 65 Dissertationen, in der Graduiertenschule bisher 30. Weitere 155 Dissertationen sind am Exzellenzcluster in Arbeit; in der Graduiertenschule laufen zurzeit ca. 150 Promotionsprojekte. Für den Cluster hatte die Universität 48 Millionen Euro beantragt, für die Graduiertenschule 13,5 Millionen Euro. Über die genaue Höhe der Förderung wird die Universität erst zu einem späteren Zeitpunkt informiert.

Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies (SAOT)
Die SAOT bietet ein interdisziplinäres und exzellentes Forschungs- und Ausbildungsprogramm innerhalb eines breiten internationalen Netzwerkes mit ausgewiesenen Experten zur Förderung von Innovationen und Führungskompetenz auf den Gebieten Optische Messtechnik, Optische Materialbearbeitung, Optik in der Medizin, Optik in der Kommunikations- und Informationstechnik, Optische Materialien und Systeme und Rechnergestützte Optik. Neben strukturellen Verbesserungen und dem Ausbau der internationalen Zusammenarbeit wird in der kommenden fünfjährigen Förderperiode die Ausbildung und Forschung in den optischen Technologien in die Lebenswissenschaften hinein verstärkt, da diese ein hoch aktuelles und besonders interdisziplinäres Anwendungsgebiet darstellen.

Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM)
Der Exzellenzcluster "Engineering of Advanced Materials" (EAM) befasst sich mit der Erforschung und Entwicklung von Hochleistungsmaterialien für zukunftsweisende Anwendungsgebiete. Die Entwicklung neuer hierarchisch organisierter Materialien erfordert eine wissenschaftliche Gesamtbetrachtung von der Nanoskala bis zum makroskopischen Bauteil. So integriert der EAM grundlagenorientierte und prozesstechnische Kompetenz aus acht Departments der FAU sowie den beiden Erlanger Fraunhofer-Instituten, dem Max-Planck-Institut für die Physik des Lichtes und ausgewählten Industriepartnern. In den ersten fünf Jahren konnten 40 Millionen Euro aus der Exzellenzinitiative sowie weitere 41 Millionen vom Bund, dem Land Bayern, der FAU und der Industrie eingeworben werden.

Die Forschungsaktivitäten im EAM sind in sieben Bereiche strukturiert: Die vier anwendungstechnischen Forschungsbereiche Nanoelektronik, Optik und Photonik, Katalyse und Leichtbau sind in Form von Prozessketten organisiert. Sie werden ergänzt durch die drei Querschnittsbereiche Funktionale Partikelsysteme, Nanoanalyse & Mikroskopie sowie Multiskalenmodellierung & Simulation. Die zweite Förderperiode baut auf den bewährten Strukturen auf und ergänzt diese durch forschungsbereichsübergreifende Demonstratoren sowie neue, innovative Schwerpunktthemen. Diese werden durch vier neue Professuren verstärkt. Zusätzlich werden Aspekte der Nanotoxikologie aufgenommen und die Industriekooperationen ausgebaut.

Der EAM hat während seiner Förderperiode auch die FAU strukturell nachhaltig beeinflusst. So haben beispielsweise die neugeschaffene Infrastruktur im Bereich neuer Materialien und Prozesse (fünf neue EAM-Gebäude, Großgeräteinvestitionen in Höhe von 12,8 Millionen Euro) sowie die Verankerung von zwölf neuen Professuren den Standort Erlangen maßgeblich gestärkt. Außerdem entstanden neue Entfaltungsmöglichkeiten für den wissenschaftlichen Nachwuchs sowie neue Lehrkonzepte und Studiengänge.

Überblick über das Abschneiden der TF im DFG Förder-Ranking 2012

Wie schon im DFG Förder-Ranking 2009, konnten die Ingenieurwissenschaftler der TF auch im neuen Förder-Ranking der DFG, das am 24. Mai 2012 erschienen ist und nun Förderatlas heißt, unter Beweis stellen, dass die Technische Fakultät ganz vorne mit dabei ist, wenn es um die Einwerbung von Drittmitteln in der universitären Technologieforschung in Deutschland geht. Im neuen Förderatlas 2012 wird der Bewilligungszeitraum 2008 - 2010 heran gezogen. In diesem Zeitraum landen die Ingenieurwissenschaften der FAU in der absoluten Bewilligungssumme mit 58,6 Mio. Euro auf Platz 8, hinter der TH Aachen (160,6 Mio. Euro), TU Darmstadt, Karlsruhe KIT, TU München, U Stuttgart, U Hannover und der TU Dresden. In fast allen Rankings des Förderatlas 2012 im Bereich Ingenieurwissenschaften liegt die TH Aachen an erster Stelle, oder ganz weit vorne, meist gefolgt von der TU Darmstadt, dem Karlsruher KIT und der TU München. In der personalrelativierten Bewilligungssumme pro Professor landete aber auch im aktuellen Ranking die Technische Fakultät der FAU auf Platz 5 (mit 712,4 Tsd. Euro je Prof.) und hat damit das Karlsruher KIT (Platz 6) und die TU München (Platz 10) auf die hinteren Plätz verwiesen. Auch bei der personalisierten Bewilligungssumme liegt die TH Aachen auf Platz 1 (1,035,0 je Prof.), gefolgt von der U Bremen, der TU Darmstadt und der U Hannover.

Innerhalb der Ingenieurwissenschaften besonders hervorzuheben ist im neuen DFG-Ranking das Fachgebiet Maschinenbau, das auf Platz 4 mit 47,5 Mio. Euro liegt. Hinter der TH Aachen (109,6 Mio. Euro), der TU Darmstadt (65,6 Mio. Euro) der U Hannover (51,4 Mio. Euro) und vor den oft führenden Einrichtungen, wie dem Karlsruher KIT, der TU Dortmund, der TU Dresden, der U Stuttgart und der TU München. Im Fachgebiet Maschinenbau sei besonders die Verfahrenstechnik und Technische Mechanik (VTC) hervorzuheben, die mit 7,5 Mio. Euro Platz 2 einnehmen konnte, hinter dem Karlsruher KIT (9,5 Mio. Euro) und noch vor der TH Aachen (6,2 Mio. Euro). Im Fachgebiet Maschinenbau des DFG-Rankings konnten sich darüber hinaus die Rohstoffe, Material- und Werkstoffwissenschaften (RMV) der TF mit 5 Mio. Euro auf Platz 4 behaupten und die Produktionstechnik (PRO) der TF mit 11,9 Mio. Euro auf Platz 6. Auch die Wärmeenergietechnik, Thermische Maschinen und Antriebe (WMA) auf Platz 8 und die Mechanik und Konstru ktiver Maschinenbau (MKM) auf Platz 9 sowie Werkstofftechnik (WER) auf Platz 11 konnten attraktive Plätze unter den 20 besten Hochschulen für sich verbuchen.

Im Fachgebiet Informatik, System- und Elektrotechnik landeten die Ingenieurwissenschaften der FAU bei den besten 20 deutschen Hochschulen in diesem Vergleich auf Platz 14 mit 11. Mio. Euro. Hier sind auf den ersten drei Plätzen wieder die TH Aachen (41,2 Mio. Euro), die TU München (37,3 Mio. Euro) und das KIT Karlsruhe (32,9 Mio. Euro) zu finden. Im Forschungsfeld Elektrotechnik (ELE) liegt die FAU mit 4,6 Mio. Euro jedoch sehr weit vorne auf Platz 5, hinter der TU Darmstadt, der TU Ilmenau, der TU Berlin und der TU München. Auch die Systemtechnik (SYS) und die Informatik (INF) der TF sind unter den 20 besten Hochschulen Deutschlands zu finden, Systemtechnik auf Platz 14 und Informatik auf Platz 17.

In den Jahren 2008 bis 2010 waren insgesamt über 3.600 Gutachterinnen und Gutachter an der Bewertung ingenieurwissenschaftlicher DFG-Projekte aus 118 Hochschulen beteiligt (außeruniversitär: 162 Einrichtungen).

Eine besonders intensive Beteiligung (mehr als 100 Gutachterinnen und Gutachter) weisen die von oben bekannten vier Hochschulen Aachen, Darmstadt, TU München, KIT Karlsruhe sowie die Universität Stuttgart auf. Hier belegt die FAU in den Ingenieurwissenschaften den Platz 8, mit 84 Gutachtern (4 Frauen und 80 Männern).

Im Bereich der AIF-geförderten Verbundforschung innerhalb der Ingenieurwissenschaften rangiert die FAU in der Liste der absoluten F & E Förderung des Bundes im Rahmen der Programme Industrielle Gemeinschaftsforschung IGH, Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand ZIM "Gesamt" auf Platz 11 mit 6,3 Mio. Euro. Die FAU rangiert in der Liste der absoluten F & E Förderung des Bundes im Rahmen des Programms IGH auf Platz 13 mit 4,4 Mio. Euro und in der Liste der absoluten F & E Förderung des Bundes im Rahmen des Programms ZIM auf Platz 20 mit 1,9 Mio. Euro.

Hier finden Sie einen Vergleich des aktuell erschienen Förderatlas 2012 und des Förder-Rankings 2009 der DFG, sowie die Plätze nach Forschungsfeld:

Absolute Bewilligungssumme in den Ingenieurwissenschaften:

DFG-Förderatlas 2012: Platz 8 (58,6 Mio. Euro)
DFG-Förder-Ranking 2009: Platz 6 (59,8 Mio. Euro)

Personalrelativierte Bewilligungssumme Professorenschaft:

DFG-Förderatlas 2012: Platz 5 (712,4 Tsd. Euro pro Professor/in)
DFG-Förder-Ranking 2009: Platz 2 (848,2 Tsd. Euro pro Professor/in)

Maschinenbau (PRO, MKM, VTC, WMA, WER, RMV):

DFG-Förderatlas 2012: Platz 4 (47,5 Mio. Euro)
DFG-Förder-Ranking 2009: Platz 3 (46,6 Mio. Euro)

Ranking der FAU unter der 20 bewilligungsstärksten Hochschulen nach Forschungsfeld:

Produktionstechnik (PRO): 11,9 Mio. Euro (Platz 6)
Verfahrenstechnik und Technische Mechanik (VTC): 7,5 Mio. Euro (Platz 2)
Rohstoffe, Material- und Werkstoffwissenschaften (RMV): 5,0 Mio. Euro (Platz 4)
Wärmeenergietechnik, Thermische Maschinen und Antriebe (WMA): 3,9. Mio. Euro (Platz 8)
Werkstofftechnik (WER): 3,5 Mio. Euro (Platz 11)
Mechanik und Konstruktiver Maschinenbau (MKM): 3,3 Mio. Euro (Platz 9)
Bewilligung für Exzellenzcluster, Forschungszentren und Graduiertenschule (GSC/EXC): 12,2 Mio. Euro (Platz 3)

Informatik, System und Elektrotechnik:

DFG-Förderatlas 2012: Platz 14 (11,0 Mio. Euro)
DFG-Förder-Ranking 2009: Platz 8 (13,0 Mio. Euro)

Ranking der FAU unter der 20 bewilligungsstärksten Hochschulen nach Forschungsfeld:

Elektrotechnik (ELE): 4,6 Mio. Euro (Platz 5)
Informatik (INF): 2,5 Mio. Euro (Platz 17, gemeinsam mit Hannover U)
Systemtechnik (SYS): 1,7 Mio. Euro (Platz 14)
Bewilligung für Exzellenzcluster, Forschungszentren und Graduiertenschule (GSC/EXC): 2,2 Mio. Euro (Platz 7)

Hier finden Sie eine Zusammenfassung des DFG-Förderatlas 2012 für die Ingenieurwissenschaften mit Vergleichen zum Förder-Ranking 2009 und den wichtigsten Tabellen und Informationen.

Alle früheren Förder-Rankings der DFG findet man hier:
http://www.dfg.de/dfg_profil/foerderatlas_evaluation_statistik/foerderatlas/fruehere_foerder_rankings/index.html

Link zum DFG Förderatlas 2012: http://www.dfg.de/dfg_profil/foerderatlas_evaluation_statistik/foerderatlas/index.jsp

Fragen können Sie gerne an die TF-Forschungskoordination richten: karin.lagger@zuv.uni-erlangen.de

Materialforschung für die Energiewende: Technische Fakultät präsentiert angewandte Forschung auf der ACHEMA

Der Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM) und das Department für Chemie und Bioingenieurwesen (CBI) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) stellen auf der ACHEMA in Frankfurt vom 18. bis 22. Juni 2012 innovative Materialien und verfahrenstechnische Systemlösungen für die Energiewende vor. Auf fast einhundert Quadratmetern Standfläche präsentieren der EAM mit seiner integrierten Graduiertenschule sowie das CBI in Forschungshalle 9.2, Stand E 93 zusätzlich ihr Angebot für Studierende und Wissenschaftler.

Neue Hochleistungsmaterialien sind Grundvoraussetzung für neue Lösungen im Energiesektor. Entsprechende Innovationen setzen dabei an der gesamten Prozesskette an und erfordern interdisziplinäre Zusammenarbeit, für die im Exzellenzcluster EAM und seinem Umfeld in Erlangen (z. B. zwei Fraunhofer Institute, EnergieCampus Nürnberg, Bayerisches Zentrum für angewandte Energieforschung ZAE) exzellente Materialforschung mit verfahrenstechnischer Expertise verknüpft werden. Die ausgestellten Exponate zeigen Lösungsmöglichkeiten für die unterschiedlichsten Herausforderungen der Energiewende auf:

Optimierte Nutzung von regenerativen Energien
Stromerzeugung durch Windenergie spielt eine wichtige Rolle im regenerativen Energiemix. Ein Windrad mit gleich sechs Flügeln – bestehend aus zwei dreiflügeligen Rotoren auf einer horizontalen Rotationsachse – wurde am Lehrstuhl für Strömungsmechanik in seinem aerodynamischen Aufbau durch Simulation und experimentelle Überprüfung im Windkanal optimiert. Ziel ist es, die Gesamtleistung in der Umwandlung von Windenergie in Elektroenergie im Vergleich zum einzelnen Rad zu erhöhen. Dafür werden folgende Parameter optimiert: Querschnitt, Profil und relative Größe der Rotorblätter sowie die Rotationsrichtungen der Windräder.

Neue Speichertechnologien
Innovative Speichertechnologien sind der Schlüssel zur effizienten Nutzung erneuerbarer Energien. Die Chemische Reaktionstechnik zeigt Lösungsansätze auf. Eine neue Form der Speicherung des elektrolytisch aus regenerativem Strom hergestellten Wasserstoffs nutzt sogenannte „Liquid Organic Hydrogen Carriers“ (LOHC). Wasserstoff wird hier in einer Kohlenwasserstoffverbindung gespeichert. Diese Substanzgruppe ist nicht explosiv, hat eine ähnliche Konsistenz wie Dieseltreibstoff, erreicht bis zu 30 Prozent des Heizwertes von Heizöl und kann auch wie dieses in der bereits bestehenden Logistikkette vertrieben werden. Bei Energiebedarf wird dann die energiereiche Flüssigkeit (LOHC) unter Freisetzung von Wasserstoff in einer katalytischen Reaktion energetisch entladen und kann dann wieder zum Ort der Energieerzeugung zurückgebracht werden. Für die Wasserstoff-Freisetzung spielen katalytische Prozesse und optimierte Reaktoren die entscheidende Rolle.

Poröse Materialien für neue Reaktorsysteme
Die Chemische Reaktionstechnik zeigt außerdem Reaktorsysteme, die geometrisch komplex aufgebaut und gleichzeitig mechanisch, thermisch und korrosiv hochbelastbar sind. Als Grundstrukturen dieser Reaktoren dienen poröse metallische Bauteile, die durch selektives Elektronenstrahlschmelzen erzeugt werden. In diesem Verfahren kann nahezu jede dreidimensionale Form inklusive Reaktoreinbauten (z. B. interne Zellstruktur, Kühlschleifen) in nur einem Fertigungsschritt realisiert und danach die Oberfläche mit katalytisch aktiven Materialien beschichtet werden. So entstehen neuartige Katalysatorstrukturen oder Mikroreaktorelemente, die es in dieser Form einmalig sind. Diese Technologie wird derzeit im Projekt „Neue Materialien und Fertigungsprozesse für Komponenten in der Verfahrenstechnik – VerTec“ in Fürth etabliert und ist auf der Suche nach Pilotprojekten mit der Industrie.

Effiziente und umweltschonende Ölheizung
Auch bei der kleinsten Ölheizung der Welt spielen poröse Materialien eine entscheidende Rolle. Das Herzstück der Heizung besteht aus einem Porenbrenner, der eine emissionsarme Verbrennung mit hohem Wirkungsgrad ermöglicht und der am Lehrstuhl für Strömungsmechanik entwickelt wurde. Im Rahmen des Projektes PyrInno haben 13 Partner von 2006 bis 2008 eine Haus­energiezentrale für flüssige Brennstoffe zur Marktreife gebracht. Die Kernkomponente bildet ein kompakter Brenner, mit einem großen Leistungsmodulationsbereich von 1 kW bis 8 kW. Dieses Heizsystem mit seinem hohem Wirkungsgrad sowie geringem Platz- und Energiebedarf, reduzierter Schadstoff- und Schallemission ist perfekt geeignet für den zunehmend geringeren Energiebedarf in gut gedämmten Häusern.

Schichtsysteme auf Partikeln und mit Partikeln
Beschichtungen auf Partikeln lassen sich u. a. mit Wirbelschichtanlagen über verschiedene Verfahren wie z.B. ALD (Atomic Layer Deposition) besonders effizient einstellen. Solche Systeme werden z. B. für die nächste Generation von Li-Ionen-Batterien am Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik (LFG) entwickelt. Funktionale Schichten mit Partikeln werden u. a. in Solarzellen, für Elektroden von Brennstoffzellen oder für die druckbare Elektronik entwickelt. Immer geht es dabei Formulierung entsprechender Pasten und Tinten, welche eine gute Stabilität gegenüber Agglomeration und optimal eingestellte Fließeigenschaften aufweisen müssen. Über entsprechende Druckverfahren können die Schichtstrukturen und die -eigenschaften in weiten Grenzen gesteuert werden.

Basis für neue Materialien: maßgeschneiderte Moleküle und Partikelsysteme

Die Herstellung, Analyse und Nutzung molekularer Bausteine für neue Materialien stellt eine Schlüssel- und Querschnittstechnologie dar. Am Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik stehen Ionische Flüssigkeiten (IL) im Vordergrund. Diese bestehen ausschließlich aus Ionen, besitzen einen sehr niedrigen Dampfdruck und sind bei Raumtemperatur flüssig. Ihre Eigenschaften lassen sich für ein breites Anwendungsspektrum maßschneidern: z. B. als Bestandteil von Schmierstoffen für Windräder oder in Verbrennungsmotoren. Eine wichtige Rolle spielen sie auch in der Katalyse, z.B. in der sogenannten SILP (supported ionic liquid phase) Technologie, bei der Ionische Flüssigkeiten auf poröse Trägermaterialien immobilisiert werden. Durch Einbringen eines Katalysators in der IL können die Vorteile von heterogener und homogener Katalyse (molekulares Katalysatordesign, leichte Produktabtrennung) kombiniert werden.

Am Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik stehen die großtechnische Herstellung, Charakterisierung, Funktionalisierung und Anwendung neuer Partikelsysteme im Fokus. Ein besonders vielversprechendes Gebiet ist der Einsatz in modernen Solarzellen auf Basis von anorganisch-organischen Hybridmaterialen mit großem Potential. Diese könnten seltenen Erden und Silizium bald vollständig ablösen und spielen in vielen Materialbereichen wie Quantumdots in der Optoelektronik, Partikeln als Verstärkung in Leichtbaumaterialien, als Komponenten in der Optik und Photonik, sowie in der Katalyse eine tragende Rolle.

Exzellenzcluster Engineering of Advanced Materials (EAM)
Der an der FAU im November 2007 eingerichtete Exzellenzcluster „Engineering of Advanced Materials – Hierarchical Structure Formation for Functional Devices“ befasst sich mit der Erforschung und Entwicklung neuartiger Materialien. Die Vision des Clusters ist es, die Lücke zwischen der naturwissenschaftlich geprägten Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Nanotechnologie und ihrer ingenieurwissenschaftlichen Umsetzung in wichtigen technologisch-wirtschaftlichen Schlüsselbereichen im Bereich Nanoelektronik, Optik & Photonik, Katalyse und Leichtbau zu schließen. In über 90 Projekten arbeiten 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Disziplinen (Angewandte Mathematik, Bio- und Chemieingenieurwesen, Chemie, Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Physik und Werkstoffwissenschaften) entlang der Prozesskette vom Molekül bis zum Material zusammen. Sie kooperieren dabei u. a. mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie den beiden Erlanger-Fraunhofer Instituten, dem Max-Planck-Institut für die Physik des Lichtes sowie mit ausgewählten Industriepartnern. Für den Zeitraum von fünf Jahren konnten 40 Millionen Euro aus der Exzellenzinitiative sowie weitere 41 Millionen vom Bund, dem Land Bayern, der FAU und der Industrie eingeworben werden.

Department Chemie- und Bioingenieurwesen (CBI)
Das Chemie- und Bioingenieurwesen (CBI) beschäftigt sich mit der Veränderung von Stoffen durch chemische, physikalische und biologische Verfahren. Dabei sollen durch ständige Optimierung bestehender bzw. durch den Einsatz neuer Verfahren die Produkteigenschaften verbessert sowie die Anzahl und Menge unerwünschter Neben- und Abfallprodukte reduziert werden. Dank ihrer breiten Ausbildung sind Chemie- und Bioingenieure in vielen Industriezweigen vertreten: in der chemischen, pharmazeutischen, Erdöl- und Lebensmittelindustrie, im Anlagen- und Automobilbau sowie in der Energietechnik und dem Umweltschutz. In der Forschung engagieren sich die Lehrstühle des Departments CBI bei den Schwerpunkten chemische Reaktionstechnik, thermische, biologische medizinische Verfahrenstechnik, Grenzflächenverfahrenstechnik und vielskalige Simulationsverfahren, Anlagentechnik, Strömungsmechanik und Thermodynamik. Seit März 2011 werden durch den neu gegründeten Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik auch neue Technologien und Konzepte für eine CO2 arme Energieversorgung abgedeckt. In der Ausbildung trägt das Department die Bachelor- und Masterstudiengängen „Chemie- und Bioingenieurwesen“, „Life Science Engineering“ sowie „Energietechnik“ und ist an anderen Studiengängen der Technischen Fakultät beteiligt.

Annette Tyrach
Tel.: 09131/85-20480
annette.tyrach@eam.uni-erlangen.de

FAU bekommt eine neue Vizepräsidentin - Antje Kley löst Johanna Haberer ab

Der Universitätsrat der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat in seiner jüngsten Sitzung eine neue Vizepräsidentin gewählt. Zum 1. Oktober 2012 tritt Prof. Dr. Antje Kley als Vizepräsidentin für Lehre ihr Amt im Leitungsgremium der FAU an. Sie folgt damit Prof. Johanna Haberer nach, die seit 2006 Mitglied der Universitätsleitung ist und nun für die Wahrnehmung eines Auslandsaufenthaltes um Entbindung vom Amt bat.

Prof. Dr. Antje Kley ist seit September 2006 an der FAU, zunächst als Professorin für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft, seit November 2009 als Leiterin des Lehrstuhls für Amerikanistik, insbesondere Literaturwissenschaft. Ihr wissenschaftlicher Werdegang begann als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Mannheim und führte sie über Bielefeld und Kiel nach Erlangen. Im Jahr 2000 wurde sie an der Universität Mannheim im Fach Amerikanistik promoviert, die Habilitation für Englische und Amerikanische Literaturwissenschaft folgte 2006 in Kiel. Kley war unter anderem Stipendiatin der renommierten Fulbright Kommission, der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg und der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 2011 war sie für drei Monate Visiting Scholar am Dartmouth College, Hanover, NH (USA), für August 2012 liegt ihr eine Einladung als Fellow an die Princeton University Library, Princeton, NJ (USA) vor.

„Antje Kley ist eine nachgewiesenermaßen exzellente Wissenschaftlerin, die bei den Studierenden beliebt ist und zudem seit über zehn Jahren umfangreiche Erfahrungen in der akademischen Selbstverwaltung hat“, betont Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Präsident der FAU. „Ich freue mich, dass wir sie als Vizepräsidentin gewinnen konnten. Ich bin mir sicher, dass die wichtigen Bereiche Lehre und Studium bei ihr in besten Händen sind. An ihrer einstimmigen Wahl sieht man, dass auch der Universitätsrat dieser Meinung ist.“

Zu den Aufgaben der neuen Vizepräsidentin gehören unter anderem die Weiterentwicklung der Studiengänge, die Qualitätssicherung in Lehre und Studium und die Konzeption der Lehrerbildung. Seit Anfang des Jahres zählt auch die Leitung des durch das Bundesforschungsministerium mit 11,5 Millionen Euro geförderten Projekts „Qualitätspakt Lehre“ zu diesem Portfolio. „An diesem Projekt zeigt sich, dass die FAU sowohl in der Forschung als auch in der Lehre zu den besten Universitäten Deutschlands gehört“, sagt Prof. Grüske. „Dass wir in diesem Wettbewerb erfolgreich sind, ist eines der großen Verdienste von Frau Prof. Haberer, die in ihren sechs Jahren als Prorektorin und Vizepräsidentin unglaublich viel für die Verbesserung der Lehre und für die Weiterentwicklung der Studiengänge geleistet hat. Eine Aufzählung der Leistungen von Frau Haberer muss zwangsläufig lückenhaft bleiben, zu nennen sind auf jeden Fall noch die Umstellung unserer Studiengänge auf Bachelor und Master, die ebenso maßgeblich von ihr begleitet und moderiert wurde wie der Aufbau unseres Systems der Qualitätssicherung, die Studiengangs-Akkreditierung, die Bewältigung des doppelten Abiturjahrgangs und nicht zu vergessen die Vergabe der Studienbeiträge. Einige der größten Herausforderungen in der Organisation von Lehre und Studium sind an der FAU also mit dem Namen Johanna Haberer verknüpft.“

20.6.2012: Fachseminar "Räumliche elektronische Schaltungsträger 3D-MID"

Räumliche elektronische Schaltungsträger (3D-MID) bieten enormes Potenzial hinsichtlich Funktionsintegration und Miniaturisierung. Diese Vorteile werden auch zunehmend von der Industrie erkannt. Dennoch existieren bei der Umsetzung der Ideen und Konzepte in der Technologie MID zahlreiche Herausforderungen. Dazu zählt vor allem eine zu lange Entwicklungsphase, in der eine funktionsorientierte und fertigungsoptimale Konzeption des Produktes erfolgen muss.

Die Unternehmen stehen somit vor der Aufgabe die verschiedenen Fachdisziplinen zu verbinden und die Komplexität der Prozesskette zu beherrschen. Entsprechende Softwareunterstützung, ein ausgeprägtes Prozess-Know-how sowie ein grundlegendes Verständnis für die Möglichkeiten und Restriktionen der verfügbaren Substratwerkstoffe und Fertigungsverfahren können einen erheblichen Beitrag zur erfolgreichen Realisierung einer MID-Applikation leisten. Ziel der Veranstaltung ist es, einen geeigneten Informationstransfer mit Vorträgen, ergänzenden Fachdiskussionen sowie den Vorführungen in den Labors zu bieten. Experten aus der Industrie berichten über die Erfahrungen mit der Technologie MID im Serieneinsatz und während der Entwicklungsphase. Das Tagesprogramm bietet Gelegenheit zur Diskussion individueller Problemstellungen und spezifischer Sachfragen für die Entwicklung räumlicher elektronischer Schaltungsträger.

Weitere Informationen zur Veranstaltung (Flyer) und Anmeldung:
http://www.faps-tt.de/wp-content/uploads/2012/02/Programm-MID-20-06-2012_finale-Version_16.02.12.pdf

Kontakt:
Sigrun Holzinger
Event Management
FAPS-TT GmbH
Fürther Str. 246
D-90429 Nürnberg

Tel.: +49 - 911 / 5302-9103
Fax: +49 - 911 / 5302-9104
holzinger@faps-tt.de
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21.+22.6.2012: Lesekultur am Ende? Umbrüche des Lesens im Zeitalter digitaler Medien

Die digitalen Umbrüche in der Schriftkommunikation, jüngst wieder in die Diskussion gerückt durch spezielle Lesegeräte und E-Books, aber auch gestiegene Ansprüche an Lese- und Medienkompetenz stellen gesellschaftliche Gruppen wie Familien oder Schulen, aber auch den individuellen Leser vor neue Herausforderungen.

Der Lehrstuhl für Buchwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg veranstaltet am 21. und 22. Juni die für alle Interessierten zugängliche, interdisziplinäre Tagung „Lesekultur(en) im Umbruch“ im Kulturzentrum E-Werk in Erlangen. Ausgewiesene Referentinnen und Referenten, u.a. Ursula Christmann (Heidelberg), Markus Bader (Frankfurt), Stefan Aufenanger (Mainz), Ralf de Jong (Essen), Christine Garbe (Köln), aus der kognitiven Psychologie, der Linguistik, der Mediensoziologie, der Pädagogik sowie der Buchwissenschaft und Typographie werden zwei Tage lang Erkenntnisse ihrer Disziplinen zu den Aspekten Lesen, Literalität, Lesbarkeit, Lesesozialisation und Leseförderung vorstellen und diskutieren.

Am 21. Juni um 18 Uhr laden die Veranstalter zum öffentlichen Abendvortrag von Prof. Dr. Heinz Bonfadelli (Zürich) „Lesekulturen im Umbruch“ mit anschließendem Empfang ein.

Es wird eine geringe Tagungsgebühr von 30 € (15 € für Studierende) für beide Tage erhoben, die Anmeldung erfolgt unter lesekultur@buchwiss.uni-erlangen.de

Wann? Donnerstag, 21. Juni 2012, 13–17 Uhr
Freitag, 22. Juni 2012, 9–18 Uhr

Wo? Kulturzentrum E-Werk (Clubbühne); Fuchsenwiese 1; 91054 Erlangen

Abendvortrag
Donnerstag, 21. Juni, 18 Uhr (Eintritt frei)
Senatssaal im Kollegienhaus (KH 1.011); Universitätsstraße 15; 91054 Erlangen

Programm und Informationen unter:

http://www.buchwiss.uni-erlangen.de/forschung/aktuelle-tagungen.shtml

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Ursula Rautenberg (ursula.rautenberg@buchwiss.uni-erlangen.de; 09131 85-24700)
Dr. Axel Kuhn (axel.kuhn@buchwiss.uni-erlangen.de; 09131 85-25810)

FAU gründet Universitätsverlag: Wissenschaftliche Arbeiten sind jetzt online für jedermann verfügbar

Die Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat jetzt ihren eigenen Universitätsverlag: FAU University Press. Dort sollen künftig Arbeiten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der FAU publiziert werden, online und in gedruckter Form. Die FAU University Press unterstützt damit den Open Access-Gedanken, der darauf zielt, Informationen langfristig und weltweit verfügbar zu machen. Gleichzeitig sollen dort Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FAU die Möglichkeit erhalten, ihre Arbeiten schnell und kostengünstig zu veröffentlichen.

Online und kostenfrei sind die Publikationen des Universitätsverlags unter www.opus.uni-erlangen.de zu finden. Die Druckversionen sind direkt bei der Universitätsbibliothek über fau.upr@bib.uni-erlangen.de oder über den Buchhandel erhältlich.

Gisela Glaeser, Tel.: 09131/85-23932
Gisela.Glaeser@bib.uni-erlangen.de

100.000 Euro für Forscher von der Universität Oxford: Erlanger Exzellenz-Graduiertenschule vergibt Nachwuchspreis

Die „Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies“ (SAOT) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) verleiht am 11. Juni 2012 zum fünften Mal einen mit 100.000 Euro dotierten Forschungspreis für Nachwuchswissenschaftler, den Young Researcher Award in Advanced Optical Technologies. Preisträger ist in diesem Jahr der britische Wissenschaftler Dr. Martin Booth von der Universität Oxford. Der Präsident der FAU, Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, übergibt den Preis bei einer Festveranstaltung um 15.30 Uhr, in der Aula des Erlanger Schlosses. Prof. Christopher Dainty, Inhaber des Lehrstuhls für Angewandte Physik an der National University of Ireland und im letzten Jahr Präsident der Optical Society of America, hält den Festvortrag zum Thema: „Simple Physics for Better Vision“.

Der Preisträger
Die SAOT ehrt Dr. Martin Booth für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Anwendung der Adaptiven Optik für die Mikroskopie und die photonische Technik. Dabei wird der optische Strahlengang in einem Mikroskop durch steuerbare optische Elemente so auf das Versuchsobjekt angepasst, das sich das Auflösungsvermögen des Mikroskops verbessert und Abbildungsfehler korrigiert werden. Folglich können kleinere und detaillierte Strukturen aufgelöst oder erzeugt werden. Mit dem Preis erhält Dr. Booth den Status eines Gastprofessors und wird in den kommenden Monaten in Erlangen eine Arbeitsgruppe bilden, um seine Forschung weiter voranzutreiben.

Dr. Martin Booth ist Forschungsstipendiat am Department für Ingenieurwissenschaften an der Universität Oxford in Großbritannien. Zu seinen Schwerpunkten gehören unter anderem die aktive und adaptive Optik, optische Mikroskopie für die biomedizinische Bildgebung und Materialuntersuchung sowie die optische Mikrostrukturierung für die Herstellung photonischer Materialien, die beispielsweise in der Informationstechnologie zum Einsatz kommen. Erlangen ist bereits seine zweite Forschungsstation in Deutschland: 1997 forschte er für einige Monate am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen.

Die Auszeichnung
Mit dem Young Researcher Award ist eine Gastprofessur an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg verbunden, in deren Rahmen der Preisträger die Möglichkeit erhält, an der Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies zu lehren und gemeinsam mit den SAOT-Wissenschaftlern zu forschen. Im Rahmen derartiger Kooperationen mit international renommierten Wissenschaftlern kommt es zum intensiven Wissenstransfer zwischen den SAOT-Mitgliedern und ihren Gästen. Dieser Austausch ist ein wesentlicher Aspekt bei der Arbeit und der wissenschaftlichen Ausbildung in der Graduiertenschule.

Der Young Researcher Award wird jährlich für herausragende Leistungen im Bereich der Optischen Technologien an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die jünger als 40 Jahre sind. Unter Beratung internationaler Experten entscheidet eine Jury aus Vertretern der SAOT über die Vergabe des Awards.

Die Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies (SAOT) In der Graduiertenschule, die im November 2006 im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Universitäten eingerichtet wurde, arbeiten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler an den Schnittstellen von Physik, Medizin und Ingenieurwissenschaften eng zusammen und lernen so, das ungeheure Potenzial der neuen optischen Technologien voll auszuschöpfen. Die sieben Schwerpunktbereiche der Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies bilden nahezu das gesamte Spektrum der aktuellen Optik-Forschung ab: Grundlagen der Optik, Optische Messtechnik, Optik in der Materialbearbeitung, Optik in der Medizin, Optik in der Kommunikations- und Informationstechnik, Optische Materialien und Systeme sowie Computer-Optik. Zurzeit nehmen bereits mehr als 140 Doktorandinnen und Doktoranden am Promotionsprogramm der Graduiertenschule teil. Daneben bietet die Universität mit den gleichen beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Vorbereitung auf die Graduiertenschule seit dem Wintersemester 2007/08 im Rahmen des Elite-Netzwerkes Bayern das Elite-Masterprogramm „Advanced Optical Technologies” (MAOT) für besonders leistungsstarke Absolventen mit einem natur- bzw. ingenieurwissenschaftlichen (Bachelor-)Abschluss an.

Informationen zur Graduiertenschule gibt es im Internet unter
www.aot.uni-erlangen.de

Dr. Andreas Bräuer
Tel.: 09131/85-25853 oder -29773
andreas.braeuer@aot.uni-erlangen.de

29.-30.5.2012: 1. Nürnberger Fach-Kolloquium "Methanisierung und Second Generation Fuels" anlässlich der Einweihung des Lehrstuhls für Energieverfahrenstechnik

Am 29./30.5.2012 findet anlässlich der Einweihung des "Lehrstuhls für Energieverfahrenstechnik" ein Workshop "Methanisierung und Second Generation Fuels".

Zum Inhalt
Klimawandel und knapper werdende Ressourcen verlangen neue Wege, neue Technologien und Lösungen. Besonders die Synthese neuer Energieträger wie „Substitute Natural Gas“ aus Biomasse, Sonne, Wind oder auch Kohle wird zur Schlüsseltechnologie für eine neue Energiewirtschaft. Ziel des 1. Nürnberger Fachkolloquiums „Methanisierung und Second Generation Fuels“ ist es, die vielfältigen Technologien, Ideen und Lösungsansätze für eine nachhaltige Erzeugung des Edelbrennstoffes Erdgas zu präsentieren und zu diskutieren. Neben den Ergebnissen des vom Research-Funds Coal and Steel (RFCS) der EU geförderten Verbundprojektes „CO2freeSNG“ werden Kolleginnen und Kollegen aus nahezu allen derzeit in Österreich, der Schweiz und in Deutschland an der Methanisierung arbeitenden Arbeitsgruppen ihre neuesten Ergebnisse präsentieren und diskutieren.

Bei dieser Gelegenheit wird auch der neue Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik am Department für Chemie- und Bioingenierwesen (CBI) der Universität Erlangen-Nürnberg vorgestellt.

Veranstaltungsort
Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik Fürther Strasse 244f 90429 Nürnberg

Programm
Einladung und Programm finden Sie hier (PDF-Datei).

FAU unter den Top Ten: Neuer DFG-Förder-Atlas belegt Forschungsstärke der Universität

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gehört im Einwerben von Forschungsmitteln zu den erfolgreichsten Universitäten Deutschlands. Dieses Zeugnis stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) der FAU im neuen DFG-Förder­atlas aus, der jetzt veröffentlicht wurde. Die FAU belegt in dem Ranking den zehnten Platz – und ist damit die beste jener Universitäten, die bisher bei der dritten Förderlinie der Exzellenzinitiative nicht zum Zuge kamen. „Dieses Ergebnis beweist eindrucksvoll, dass sich die FAU im Wettbewerb um knappe Fördermittel als eine der forschungsstärksten Universitäten des Landes durchsetzen kann – und das bereits zum wiederholten Male: Seit 1996 gehört unsere Universität laut DFG-Ranking zu den Top Ten in Deutschland“, betont der FAU-Präsident, Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske. „Davon profitieren natürlich auch die Studierenden.“

Alle drei Jahre listet die DFG jene 40 Hochschulen in Deutschland, denen die meisten Fördergelder von der Forschungsgemeinschaft bewilligt wurden. Das jetzt veröffentlichte Ranking bewertet den Zeitraum zwischen 2008 und 2010. In diesen Jahren konnte die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg rund 159,1 Millionen Euro von der DFG einwerben und sich damit in einem harten Wettbewerb um Forschungsmittel durchsetzen: 58,6 Millionen für die Ingenieurwissenschaften, 55,2 Millionen Euro für die Lebenswissenschaften, 37,6 Millionen Euro für die Naturwissenschaften und 7,6 Millionen Euro für die Geisteswissenschaften.

Spitzenplätze in der Wertung einzelner Fachgebiete erreichten die Chemie, wo die FAU-Wissenschaftler zwischen 2008 und 2010 rund 20,6 Millionen Euro eingeworben haben und mit diesem Ergebnis im Fächervergleich deutschlandweit – nur sehr knapp an Rang 1 vorbei – den zweiten Platz belegen, sowie die Medizin mit 45,2 Millionen Euro und Platz 10 im Vergleich der Fachgebiete.

Besonders erfolgreich im Ranking sind auch die Ingenieurwissenschaften, die im Vergleich der einzelnen Wissenschaftsbereiche Platz 8 und beim Vergleich der Fördermittel pro Professor sogar Platz 5 erreichten. Ausgezeichnete Ergebnisse erzielten ebenfalls die Naturwissenschaften mit Platz 13 und die Lebenswissenschaften mit Platz 14.

Neben der Grundfinanzierung durch das jeweilige Bundesland können Wissenschaftler Finanzmittel aus Fördertöpfen des Bundes und aus der Privatwirtschaft einwerben, so genannte Drittmittel. Die meisten Fördermittel stammen von der DFG und werden in einem umfangreichen Begutachtungsprozess vergeben – und um diese Gelder stehen die Universitäten im harten Wettbewerb. Die Höhe der von einer Hochschule eingeworbenen Mittel ist ein wichtiger Maßstab für die Qualität ihrer Forschung. Im Gegensatz zu unzähligen anderen Rankings gilt daher das DFG-Förder-Ranking in Wissenschaftskreisen als zuverlässiger Indikator für die Forschungsstärke einer Universität. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Qualität der forschungsbasierten Lehre in vielfacher Hinsicht für die Studierenden aus.

Duales Verbundstudium: FAU und Handwerkskammer unterzeichnen Kooperationsvertrag

Am Freitag, 18. Mai 2012, unterzeichneten der Präsident der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, und Prof. Dr. Elmar Forster, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken (HWK), einen Kooperationsvertrag für ein flächendeckendes und deutschlandweit einzigartiges duales Verbundstudium: Vom kommenden Wintersemester an können rund 100 Bachelorstudiengänge im Verbund mit etwa 130 Handwerksberufen frei kombiniert werden.

Durch diese Zusammenarbeit zwischen FAU und HWK eröffnet sich für viele Schulabgänger die Möglichkeit, zwei Wege in ihre berufliche Zukunft gleichzeitig einzuschlagen: Mit dem Abitur können sie an der FAU studieren und parallel dazu bei einem der Handwerksbetriebe in Mittelfranken eine anspruchsvolle Berufsausbildung in der Praxis absolvieren.

18.5.2012: Festkolloquium: Trennverfahren im Licht der Energiewende

Der Lehrstuhl für Thermische Verfahrenstechnik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) lädt anlässlich des 60. Geburtstags von Prof. Dr. Wolfgang Arlt, Inhaber des Lehrstuhls für Thermische Verfahrenstechnik an der FAU, zu einem Festkolloquium und Ehemaligentreffen ein. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Nach den einleitenden Worten von Prof. Dr. Irina Smirnova von der Technischen Universität Hamburg spricht Dr. Bärbel Kolbe von Thyssen-Krupp über „Energie gestern, heute und morgen“. „Thermodynamische Aspekte der Trennprozesse“ sind im Anschluss das Thema im Vortrag von Prof. Dr. Joachim Groß von der Universität Stuttgart. Abschließend werden Prof. Dr. Reinhard German und Prof. Dr. Peter Wasserscheid über den „Carbazol-Speicher“ sprechen.

Wolfgang Arlt und seine Kollegen forschen an einer Methode, in der Flüssigkeit Carbazol große Mengen Wasserstoff chemisch zu speichern und bei Bedarf wieder zurückzugewinnen. Dadurch könnten Brennstoffzellen in PKW sicher mit Wasserstoff versorgt werden. Zudem planen die Forscher, auf diese Weise Elektrizität zu speichern. Wolfgang Arlt ist seit 2004 Inhaber des Lehrstuhls für Thermische Verfahrenstechnik. Zudem ist er Gründungsleiter und erster Sprecher des Energie Campus Nürnberg.

Prof. Wolfgang Arlt, Tel.: 09131/85-27440, wolfgang.arlt@cbi.uni-erlangen.de

Zweite Humboldt-Professur für die FAU: Professor Robert Schober bei Preisverleihung in Berlin geehrt

Sechs Spitzenwissenschaftler aus dem Ausland wurden jetzt in Berlin mit der Alexander von Humboldt-Professur ausgezeichnet darunter auch der von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) nominierte Nachrichtentechniker Prof. Dr. Robert Schober. Der mit bis zu 5 Millionen Euro höchstdotierte internationale Forschungspreis Deutschlands wurde von Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan und dem Präsidenten der Humboldt-Stiftung, Prof. Dr. Helmut Schwarz, verliehen. Die fünf anderen Preisträger werden an den Universitäten Dresden, München (TU), Münster und Tübingen forschen.

Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Humboldt-Stiftung jährlich bis zu zehn weltweit führende und im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen aus. Neben der herausragenden wissenschaftlichen Qualifikation der Kandidaten sind die Konzepte der Universitäten entscheidend, die den Forschern und ihren Teams eine dauerhafte Perspektive in Deutschland bieten sollen. Das Preisgeld von 3,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende und 5 Millionen Euro für experimentell arbeitende Wissenschaftler finanziert das Bundesminis-terium für Bildung und Forschung. Robert Schober ist bereits der zweite Humboldt-Professor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg nach dem Physiker Prof. Dr. Vahid Sandoghdar, der 2011 mit dem Forschungspreis ausgezeichnet wurde.

Der Preisträger
Robert Schober ist einer der international führenden Forscher in der Nachrichtentechnik und der drahtlosen Kommunikation. Er verbindet in für die Ingenieurwissenschaften ideale Weise akademische Exzellenz mit industrieller Anwendung. So findet sich ein von ihm entwickelter Algorithmus in vielen modernen Handys. An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg soll Schober eine führende Rolle im interdisziplinären Forschungsgebiet der Kommunikationstechnologie, das zu den insgesamt acht Wissenschaftsschwerpunkten der FAU zählt, spielen und das herausragende exzellente Profil der Universität als internationales Technologiezentrum stärken.

Robert Schober, geboren 1971 in Deutschland, zuletzt University of British Columbia, Department of Electrical and Computer Engineering, Vancouver, Kanada. Studium der Elektrotechnik und Promotion (2000) an der FAU, anschließend als Postdoc an der University of Toronto, Kanada. Seit 2002 zunächst als Assistant Professor an der University of British Columbia in Vancouver, seit 2008 dort als Full Professor. Er ist unter anderem Heinz Maier-Leibnitz-Preisträger der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2002, erhielt 2004 den Vodafone-Innovationspreis und 2007 den Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis der Humboldt-Stiftung.

Prof. Dr.-Ing. Robert Schober
Tel.: 09131/85-27157
schober@LNT.de

Zwei Großbauprojekte abgeschlossen: FAU weiht Südmensa und Röthelheimcampus offiziell ein

Den Abschluss gleich zweier großer Bauprojekte feierte die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) am 16. Mai 2012: Nach rund 15 Jahren Bauzeit weihte die FAU den nun vollendeten Uni-Campus am Röthelheimpark offiziell ein – und gemeinsam mit dem Studentenwerk Erlangen-Nürnberg feierte die Universität die Fertigstellung der Mensa am Erlanger Südgelände.

Die offizielle Festveranstaltung begann um 15.00 Uhr im Hörsaal 11 des Neubaus Mathematik/Informatik, Cauerstraße 11, Erlangen unter Beteiligung von FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Kanzler Thomas A.H. Schöck, dem Leiter des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg, Otto de Ponte, dem bayerischen Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch, Innenminister Joachim Herrmann sowie – in Vertretung von Erlangens Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleins – Bürgermeisterin Birgitt Aßmus.

Die Mensa am Südgelände
Nach 22-monatiger, aufwändiger Sanierung hat die Südmensa bereits im Februar den Betrieb wieder aufgenommen. Mehr als 6.000 Tagesgäste können nun in dem umgebauten Komplex aus Mensa, Cafeteria und Cafébar versorgt werden. Um Wartezeiten zu minimieren, werden in der Mensa jetzt die von den Gästen selbst zusammengestellten Speisen an zwei gegenüberliegenden Theken präsentiert und ausgegeben. Dort gibt es neben dem klassischen Angebot unter anderem auch vegetarische (und zum Teil auch vegane) Gerichte sowie gesonderte Salat-, Dessert- und Getränkebüffets. Zwei besondere Highlights sind die zentrale Aktionstheke – hier gibt es täglich wechselnd frisch gegrillte Steaks, Scharfes aus dem Wok oder Fisch – und der Bio-Veggie-Point, wo Gerichte in Bioqualität ausgegeben werden. In der Cafeteria werden Gerichte für den kleinen Hunger zwischendurch serviert. Kaffeespezialitäten gibt es in der Cafébar.

Doch auch hinter den Kulissen hat sich vieles verändert. Die Mensa-Küche wurde auf den neuesten Stand gebracht, denn die alte technische Ausstattung orientierte sich an den kulinarischen Vorlieben der 60er und 70er Jahre. An Pommes, Pizza und Co. dachte damals noch niemand, so beherrschten bis zum Umbau große Gulaschkanonen den Raum. Jetzt gestattet eine zeitgemäße Ausstattung die Zubereitung eines frischen, schmackhaften, ernährungsphysiologisch ausgewogenen und vielfältigen Angebots unter Beachtung auch ökologischer Grundsätze. Bereits 2009 wurde als Notmaßnahme die Spülküche saniert und ein moderner, leistungsfähiger Geschirrspülautomat mit Tellerabstapelung eingebaut. Die Kosten für die Sanierung der Mensa belaufen sich auf rund 19,7 Millionen Euro.

Der Röthelheimcampus der FAU
Die Konversion des ehemaligen Kasernengeländes der US-Streitkräfte im Erlanger Osten zum „Röthelheimcampus“ ist eines der wohl umfangreichsten universitären Bauprojekte der vergangenen Jahren. Ab Mitte 1997 wurden die Gebäude grundlegend saniert. Zu diesem Zeitpunkt bezogen die ersten Lehrstühle der FAU bereits einen Teil der denkmalgeschützten Artilleriekaserne. Nach rund 15 Jahren Bauzeit wurden jetzt auch die beiden zuletzt fertiggestellten Gebäude übergeben. Damit stehen der FAU auf dem Röthelheimcampus nun mehr als 10.000 Quadratmeter Hauptnutzungsfläche zur Verfügung – vor allem für Büros, Seminarräume, Labore, Computerräume. Die meisten der historischen Bauwerke werden von Lehrstühlen der Technischen Fakultät genutzt. Außerdem sind dort unter anderem die Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies (SAOT), das von den Eheleuten Prof. Dr. Hans-Wilhelm und Prof. Dr. Helga Schüßler gestiftete Gästehaus der FAU „Uni-Kate“, der Fakultätenclub Unicum sowie das Tumorzentrum und ein Schwesternwohnheim des Universitätsklinikums untergebracht. Rund 27,1 Millionen Euro hat der Freistaat in dieses große Konversionsprojekt investiert.

Die Gebäude der alten Artilleriekaserne um den 51 auf 175 Meter großen Exerzierplatz entstanden zwischen 1900 und 1914: Repräsentationsbauten im Norden, Pferdestallungen im Westen und Osten sowie Mannschaftsgebäude und Reithallen im Süden. Das rund 42.000 Quadratmeter große Kasernengelände wurde von 1945 bis Juli 1994 von den US-Streitkräften genutzt. Der Freistaat Bayern erwarb Ende 1994 zehn Gebäude mit etwa 11.500 Quadratmetern Nutzfläche und stellte sie der FAU zur Verfügung.

Die historischen Fassaden der Gebäude aus Ziegelschichtmauerwerk mit Betongussstein- und Hausteingliederungen weisen trotz teilweise erstaunlich kurzer Bauzeit eine hohe handwerkliche Qualität auf. Dies zeigt sich auch an den harmonischen Proportionen und Gliederungen im Verhältnis von Mauerwerksflächen zu den Fenster- und Türöffnungen. Aluminiumfenster und großflächige Glasfassaden der Ergänzungsbauten sowie offen ausgeführte Installationen im Inneren prägen das neue Erscheinungsbild des großzügigen Areals.

15.-16.5.2012: akademika 2012 – die Job-Messe für junge Akademiker

STUDIUM FERTIG LOS! – am 15. und 16. Mai 2012 geht die akademika im Nürnberger Messezentrum in die nächste Runde. Wieder präsentieren sich über 150 Unternehmen als attraktive Arbeitgeber, wie zum Beispiel Aldi, Allianz, amazon, BAUR Versand, DATEV, Elektrobit, E.ON Netz, FERCHAU, HEITEC, LEONI, Norma, Preh, PricewaterhouseCoopers, PUMA, SIEMENS, tesa, TÜV SÜD und viele weitere.

Mit dabei haben die Aussteller eine Menge Stellenangebote für Studierende, Hochschulabsolventen und Young Professionals. Die Firmen sind gezielt auf der Suche nach qualifiziertem Nachwuchs und bieten damit die Möglichkeit, erste wichtige Kontakte für den bevorstehenden Start ins Berufsleben zu knüpfen. Auf den Messeständen informieren die Personaler über ihr Unternehmen, geben Einblicke in ihre Unternehmenskultur und zeigen den Besuchern die verschiedenen Einstiegs- und Karrierechancen auf. Neben den Festanstellungen bieten die Firmen natürlich auch Praktika, Abschlussarbeiten und Traineestellen an. In persönlichen Gesprächen mit den Mitarbeitern aus Personal- und Fachabteilungen können die Besucher einen positiven ersten Eindruck hinterlassen und bereits über ihre Einstiegs- und Karrierechancen verhandeln.

Darüber hinaus geben an den beiden Messetagen Karriereberater wertvolle Tipps für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben und Personalberater überprüfen kostenlos die Bewerbungsunterlagen der Besucher. Auch ein kostenfreies Bewerbungsfoto kann der interessierte Besucher machen lassen. Für eine bequeme Anreise sorgen von zahlreichen Hochschulorten kostenlose Bus-Shuttle, die die Besucher direkt zur Messe und wieder zurück bringen.

Die akademika zählt zu den größten und beliebtesten Job-Messen in ganz Deutschland und gilt als die wichtigste Recruiting-Messe im süddeutschen Raum. Die zweitägige Veranstaltung ist für Studierende und Absolventen kostenlos.

Weitere Informationen und alle Anmeldeformulare sind unter http://www.akademika.de zu finden.

Ausstellerverzeichnis: http://www.akademika.de/no_cache/nuernberg/die-job-messe/ausstellerverzeichnis.html

Services vor Ort: http://www.akademika.de/no_cache/nuernberg/fuer-besucher/services.html

10.5.2012: 60 Jahre VDI - Jubiläumsfeier der VDI-Bezirksgruppe in Erlangen

Jubiläum - 60 Jahre Verein Deutscher Ingenieure VDI in Erlangen

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Sie und Ihren Partner herzlich einladen zu dürfen zur

Jubiläumsfeier der VDI-Bezirksgruppe in Erlangen

am 10. Mai 2012 von 18:00 bis ca. 21:00 Uhr
im Siemens-Schulungscenter, Allee am Röthelheimpark 3

Beim VDI-Jubiläum wirken mit:

Herr Dr. Balleis, Oberbürgermeister der Universitätsstadt Erlangen
Herr Prof. Dr. Russwurm, Vorstandsmitglied der Siemens AG.

Nach dem Festakt möchte der VDI-Vorstand gerne mit Ihnen ab ca. 19:30 Uhr am Buffet unser VDI-Jubiläum Erlangen mit interessanten Gesprächen über Technik in Wirtschaft und Gesellschaft und Erinnerungen gemütlich ausklingen lassen.

Wir danken dem Gastgeber Siemens AG für seine freundliche Unterstützung der VDI-Jubiläumsfeier.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bis bald,

Ihre Manfred Heer und Helmut Langer
Vorstand VDI-BG Erlangen

Eine Voranmeldung ist erbeten aus organisatorischen Gründen bei:

VDI-Geschäftsstelle, Frau Loch
Email: vdi@ohm-hochschule.de
Tel.: 0911 / 554030 oder 0172 / 8603 888 (VDI-BG Erl.)

Organisatorische Hinweise:
Einlass ab 17:30 Uhr
Parkhaus Siemens Healthcare kostenlos (siehe Anfahrtsplan - PDF-Datei)

Start der öffentlichen Vortragsreihe »Faszination Technik« 2012

Die Technische Fakultät und das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS eröffnen am heutigen Dienstag, den 24.04.2012, ihre gemeinsame öffentliche Vortragsreihe "Faszination Technik" 2012.

An verschiedenen Thementagen beleuchtet die jährlich stattfindende Vortragsreihe diesmal die neuesten Entwicklungen im Bereich der Audiocodierung, dem Energiecampus und der Hochfrequenztechnik. Die vortragenden Experten stellen sich dabei gerne der Diskussion mit den Zuhörern.

Nach der Begrüßung um 16:00 Uhr durch Prof. Dr.-Ing. Albert Heuberger, Institutsleiter Fraunhofer IIS, sprechen zur heutigen Eröffnung Prof. Dr.-Ing. Jürgen Herre, International Audio Laboratories Erlangen ("So viel Hören – und das mit nur zwei Ohren?") und Dr.-Ing. Bernhard Grill, Fraunhofer IIS ("Warum klingen Telefongespräche heute nicht wie die Musik vom mp3-Player").


Weitere Termine der Vortragsreihe "Faszination Technik"

Mittwoch, 16. Mai 2012
16:00 Uhr: Elektrische Netze der Zukunft - was treibt uns in Deutschland und Europa?
17:00 Uhr: Smart Metering, Smart Demand, Smart Grid: Die smarte Energiewende?

Mittwoch, 20. Juni 2012
16:00 Uhr: Von der Lagerhalle bis zum Feuerwehreinsatz - Funkbasierte Lokalisierungstechnologien eignen sich für ein breites Anwendungsspektrum
17:00 Uhr: Ein selbstorganisierendes Sensornetz mit Lokalisierungsfunktion

Dienstag, 13. November 2012
17:00 Uhr: Atomausstieg in Deutschland - notwendige Wende oder Kampf gegen Windmühlenflügel?


Veranstaltungsort für alle Termine

Fraunhofer IIS, Am Wolfsmantel 33, Erlangen


Weitere Informationen und Anmeldung zu allen Terminen

http://www.iis.fraunhofer.de/veranst/vrft/

Elektronik für Energieversorgung und Elektromobilität – Erweiterungsbau des Fraunhofer IISB wurde eröffnet

© Fraunhofer IISB / Kurt Fuchs

Am 30. März 2012 wurde der Erweiterungsbau des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB in Erlangen offiziell eröffnet. In den neuen Laboreinrichtungen werden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu hoch effizienten leistungselektronischen Systemen durchgeführt, ein Fachgebiet, das gerade für die Zukunftsthemen Energieversorgung und Elektromobilität von großer Bedeutung ist. Der Erweiterungsbau wurde im Rahmen des Konjunkturpakets II von Bundesregierung und Freistaat Bayern gefördert.

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Der Erweiterungsbau des Fraunhofer IISB in Erlangen. © Fraunhofer IISB / Kurt Fuchs

Durch moderne Leistungselektronik kann elektrische Energie verlustarm und bedarfsspezifisch gewandelt und verteilt werden. So lassen sich erhebliche Einsparungen im Energieverbrauch erzielen, sei es in Haushalt und Büro, in der industriellen Produktion oder beim Transport von elektrischem Strom auf den verschiedensten Netzebenen. Im Energienetz der Zukunft erfordern der anstehende Ausbau der Leitungen und die Schnittstellen zwischen Erzeugern, Verbrauchern und Speichern neue leistungselektronische Lösungen. Ohne die Schlüsseltechnologie Leistungselektronik ist der Umstieg auf eine regenerative Energieversorgung nicht möglich.

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Arbeiten an hocheffizienten leistungselektronischen Systemen für den elektrischen Antrieb, das Batteriesystem und die Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen im Erweiterungsbau des Fraunhofer IISB. © Fraunhofer IISB / Kurt Fuchs


Auch die Elektromobilität kommt nicht ohne effiziente Leistungselektronik aus. Leistungselektronische Wandler sind wesentlicher Bestandteil von Antriebseinheiten, Batteriesystemen und Ladevorrichtungen für Elektro- und Hybridautos.

Nach der nunmehr erfolgten, offiziellen Freigabe des Erweiterungsbaus des IISB durch die bayerische Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel und Dr. Christine Thomas, Leiterin der Unterabteilung „Innovation im Dienste der Gesellschaft“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung, als Vertreter der Fördergeber, laufen in den Büros, Elektroniklabors und Fahrzeugwerkstätten unter der Leitung von Dr. Martin März, stellvertretender IISB-Institutsleiter und Abteilungsleiter für den Bereich Leistungselektronische Systeme, bereits zahlreiche Arbeiten.

So wird im Erweiterungsbau im Rahmen des vom IISB koordinierten Fraunhofer-Innovationsclusters „Elektronik für nachhaltige Energienutzung“ unter anderem ein „Anwendungszentrum für Gleichstromtechnik und Stromversorgungslösungen von morgen“ eingerichtet. Hier werden Möglichkeiten entwickelt und getestet, Teile des heutigen Wechselstromnetzes durch Gleichstromnetze zu ersetzen. Damit ließen sich zum Beispiel unnötige Wandelvorgänge und ineffiziente Netzteile vermeiden.

„Bei den Zukunftsthemen Energieversorgung und Elektromobilität ist das Erlanger Institut spitze. Seine Forschungen helfen, unsere Energieversorgung effizienter zu gestalten. Denn jede Kilowattstunde, die wir nicht verbrauchen, müssen wir erst gar nicht erzeugen“, betont Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel.

„Das IISB arbeitet hier eng mit der Industrie zusammen, besonders auch mit der starken Leistungselektronik-, Automobilzuliefer- und Energietechnikindustrie in der Metropolregion Nürnberg und den regional ansässigen Firmenverbänden. Durch diese Nähe profitieren Industrie und Forschung am Standort Bayern“, ergänzt IISB-Leiter Prof. Lothar Frey.

Der Erweiterungsbau des Fraunhofer IISB wurde im Rahmen des Konjunkturpakets II mit 8,3 Millionen Euro von der Bundesregierung und dem Freistaat Bayern gefördert. Das Fraunhofer IISB dankt den Fördergebern für die freundliche Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Quelle: Angepasste Pressemeldung des Fraunhofer IISB

http://www.iisb.fraunhofer.de/de/presse_publikationen/pressemitteilungen/iisb_erweiterungsbau_2012.html

Rückblick: Frühjahrsexkursion 2012

Anlässlich der diesjährigen Frühjahrsexkursion folgten am Freitag, den 20.4.2012, Mitglieder des ATE und seines Freundeskreises gemeinsam mit Professoren der Technischen Fakultät einer Einladung der Audi AG an den Standort Ingolstadt.

Das Werk in Ingolstadt ist Sitz von Konzernzentrale und Technischer Entwicklung und gleichzeitig die größte Produktionsstätte der Audi AG. Das Werksgelände umfasst eine Fläche von über 2.600.000 m2, jährlich entstehen dort mehr als 650.000 Fahrzeuge. Die Aufgabenfelder reichen von Design über Motoren und Getriebe bis hin zu den Bereichen Fahrzeugkonzept, Elektrik/Elektronik, Karosserie und Fahrwerk.

Neben einer Werksführung standen für die Teilnehmer Vorträge und Diskussionsrunden zu den Themen "Ressourceneffizienz in der Planung" und "Innovationsmanagement in der Elektronik" auf dem Programm.

Mit der Frühjahrsexkursion fördert der Freundeskreis der Technischen Fakultät in geschätzter Tradition den fachlichen Austausch zwischen Professoren der Technischen Fakultät, Vertretern der Industrie und Alumni.


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20.4.2012: Tag der Informatik

Der Tag der Informatik 2012 wird am 20.04.2012 ab 14:00 Uhr an der Technischen Fakultät im Hörsaal H 12, Cauerstr. 11, 91058 Erlangen stattfinden. Er steht unter dem Motto "Going Parallel - Informatik im Multi-/Many-Core Zeitalter".

Zum Programm: http://www.informatik.uni-erlangen.de/news/tdi2012.shtml.

18.4.2012: Fachseminar: Sichere Mensch-Maschine-Kooperation

Aufgrund der demographischen Entwicklung in Europa und der steigenden Forderung nach flexibler Automatisierung nimmt der Bedarf an Robotersystemen, die im nahen Umfeld des Menschen unterstützend eingesetzt werden können, stetig zu. Eine sichere Mensch-Roboter-Kooperation kann Arbeitnehmer vor körperlich anstrengenden Tätigkeiten entlasten und möglichen Gesundheitsschäden bewahren sowie die weiteren Vorteile von Robotern, wie Genauigkeit und Ausdauer, mit der Flexibilität und den kognitiven Fähigkeiten des Menschen kombinieren und auch in vielen Bereichen außerhalb des Produktionsumfelds Verwendung finden. Voraussetzung hierfür und Gegenstand der aktuellen Forschung ist, das Risiko von Verletzungen zu minimieren.

Im Rahmen des folgenden fachspezifischen Seminars werden wir Ihnen einen Überblick über aktuelle Forschungsansätze und Entwicklungen dazu vorstellen:

Sichere Mensch-Maschine-Kooperation

am Mittwoch, den 18.04.2012, am Lehrstuhl FAPS (Egerlandstr. 7) in Erlangen.

Zentrales Anliegen der Veranstaltung ist es, die Vertreter verschiedener Forschungsgruppen im Bereich der Mensch-Roboter-Kooperation zusammenzubringen und einen umfassenden Meinungs- und Erkenntnisaustausch sowie einen Informationstransfer zu ermöglichen. Die Beiträge und Erfahrungsberichte namhafter Referenten werden ergänzt durch Vorträge zu aktuellen Forschungsarbeiten des Lehrstuhls für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik und fachbezogene Vorführungen in den Laboren in Erlangen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem beiliegenden Programm-Flyer.

Falls Sie spezifische Fragen zu den einzelnen Vorträgen haben, nennen Sie uns Ihre Anliegen gerne vorab. Wir werden Ihre Themen nach Möglichkeit gerne in den Beiträgen oder in den begleitenden Fachgesprächen berücksichtigen.

Download des Programms und der Anmeldung:

http://www.faps-tt.de/wp-content/uploads/2012/03/Fachseminar_Sichere_Mensch-Maschine-Kooperation_final_19.03.12.pdf

Überblick über alle aktuellen FAPS-Seminare:
http://www.faps-tt.de/seminare/


Kontakt:

Sigrun Hozinger
Event Management

FAPS-TT GmbH
Fürther Str. 246
D-90429 Nürnberg

Tel.: +49 - 911 / 58.058-55
Fax: +49 - 911 / 58.058-77

holzinger@faps-tt.de
http://faps-tt.de

Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung GmbH "Fast Track" fördert exzellente Postdoktorandinnen

„Fast Track“ ist ein Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung GmbH für exzellente junge Wissenschaftlerinnen. Fast Track richtet sich in diesem Jahr an herausragende Postdoktorandinnen der Physik, Chemie, Mathematik oder den Ingenieurwissenschaften. Zwanzig exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen, die eine erfolgreiche Karriere in der universitären oder außeruniversitären Forschung anstreben, erhalten ab Herbst 2012 eine individuell zugeschnittene zweijährige Förderung: Neben Netzwerkbildung und einem finanziellen Zuschuss stehen vier anspruchsvolle Intensivseminare zum Erwerb von karriererelevanten Sozial- und Führungskompetenzen im Mittelpunkt.

Die vier mehrtägigen Intensivseminare finden zu folgenden Themen statt: „Erfolgreich präsentieren im Wissenschaftsbetrieb“; „Sicher bewerben, durchsetzen und verhandeln“; „Wirksame Führung im Wissenschaftsbetrieb“; „Medientraining“.

Die Nachwuchswissenschaftlerinnen erhalten zusätzlich einen finanziellen Zuschuss in Höhe von insgesamt 2.400 € über zwei Jahre (100 €/Monat). Dieser Betrag kann für karrierefördernde Maßnahmen wie persönliches Coaching, Sprachkurse, Teilnahme an wissenschaftlichen Konferenzen oder Kinderbetreuung genutzt werden.

Auf der folgenden Website der Robert Bosch Stiftung GmbH finden Sie alle Informationen zu den Anforderungen an die Bewerberinnen sowie zum weiteren Bewerbungsverfahren. Bewerbungsschluss ist der 11. Mai 2012:

http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/11732.asp

Kontakt
Miriam Freudenberger
Telefon 0711 46084-76
miriam.freudenberger@bosch-stiftung.de

Robert Bosch Stiftung GmbH
Heidehofstr. 31
70184 Stuttgart

Forschen für die Energiewende: Bayerische Staatsregierung fördert vier Projekte mit FAU-Beteiligung

Mit dem Nachtragshaushalt 2012 fördert der Freistaat Bayern unter anderem zahlreiche Forschungsprojekte zur Energiewende. An vier dieser Projekte sind auch Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) beteiligt: am Nuremberg Campus of Technology, am Bavarian Hydrogen Center, am E|Home-Center und am Forschungsnetzwerk „Solar Technologies Go Hybrid“. Zusammengenommen erhalten die vier Forschungsvorhaben für das Jahr 2012 aus dem Nachtragshaushalt knapp 17 Millionen Euro an zusätzlichen Fördergeldern, die an die FAU und ihre Kooperationspartner fließen.

Nuremberg Campus of Technology (NCT)
Der Nuremberg Campus of Technology (NCT) ist eine Kooperationsplattform der Friedrich-Alexander-Universität und der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg (OHM). Ziel ist, die Kompetenzen der FAU und des OHM in Forschung und Lehre zu bündeln und zu erweitern. Damit sollen der Technologiestandort sowie die Europäische Metropolregion Nürnberg gestärkt werden. Auch die Durchlässigkeit zwischen den Institutionen soll erhöht werden, etwa indem wechselseitig Lehrmodule übernommen und Infrastukturen, wie Labore, gemeinsam genutzt werden. Zudem streben beide Seiten an, herausragenden Studierenden der Hochschule den Wechsel an die Universität zu erleichtern und kooperative Promotionen zu fördern.

Bei der Forschung im NCT steht das Thema „Engineering for Smart Cities“ im Vordergrund, das angesichts der weltweit zunehmenden Urbanisierung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Der NCT wird an technologischen Herausforderungen und Chancen ausgerichtet, die sich für Städte der Zukunft ergeben, zum Beispiel durch den Umstieg auf ein neues Energiesystem, durch den verstärkten Zwang zur Nachhaltigkeit oder durch neue Sicherheitsbedrohungen.

Insgesamt hat der Freistaat für das zunächst auf fünf Jahre angelegte Projekt rund 19 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Mit den Mitteln werden unter anderem dauerhaft zunächst ein neuer Lehrstuhl an der FAU und eine neue Professur an der OHM geschaffen. Aus dem Nachtragshaushalt für das Jahr 2012 erhält der Nuremberg Campus of Technology mehr als
fünf Millionen Euro.

Bavarian Hydrogen Center
Ebenfalls gefördert wird das Bavarian Hydrogen Center, ein Kooperationsprojekt der FAU mit der Technischen Universität München, der Universität Bayreuth und der Hochschule Amberg. Bei dem Forschungsprojekt suchen die beteiligten Wissenschaftler nach Möglichkeiten zur Gewinnung und Nutzung von Wasserstoff aus ausschließlich regenerativen Quellen. Außerdem wollen die Forscher den systematischen Ausbau der chemischen Energiespeicherung mit Wasserstoff, die sogenannte Wasserstoff-LOHC-Technologie, vorantreiben. Der am Ort des Energiebedarfs freigesetzte Wasserstoff kann dann in Brennstoffzellen, Verbrennungsmaschinen oder Turbinen in Elektrizität zurück gewandelt werden.

Wasserstoff gilt als einer der nachhaltigsten Energieträger und könnte bei der Energiewende eine entscheidende Rolle spielen, denn regenerative Energien, wie Sonnen- oder Windenenergie, werden aufgrund wechselnder Wetterverhältnisse nur unregelmäßig gewonnen. Außerdem kann die produzierte Energiemenge je nach Standort variieren; an der Küste etwa herrscht meistens stärkerer Wind als im Binnenland, so dass dort mehr Windenergie produziert wird. Deswegen ist eine Technologie nötig, mit der überschüssige Energie wirtschaftlich und effizient gespeichert und von einem Ort zum anderen transportiert werden kann. Der Einsatz von Wasserstoff würde sich dafür eignen, doch hat Wasserstoff nur eine sehr geringe Dichte, ist extrem leicht flüchtig und konnte sich deswegen noch nicht als Energieträger durchsetzen.

An diesem Punkt setzt die Wasserstoff-LOHC-Technologie an, die von Prof. Dr. Wolfgang Arlt, Inhaber des Lehrstuhls für Thermische Verfahrenstechnik an der FAU, und Prof. Dr. Peter Wasserscheid, Inhaber des Lehrstuhls für Chemische Reaktionstechnik der FAU, entwickelt wurde und im Rahmen des Bavarian Hydrogen Center ausgebaut werden soll. Das wissenschaftliche Verfahren ermöglicht es, Wasserstoff mithilfe der Kohlenwasserstoffverbindung Carbazol zu speichern. Die Substanz hat eine ähnliche Konsistenz wie Dieseltreibstoff und erreicht bis zu 30 Prozent des Heizwertes von Heizöl. Außerdem kann es genauso wie Heizöl gepumpt und gelagert oder mit Tanklastern über weite Strecken transportiert werden. Darüberhinaus ist Carbazol nicht explosiv, da der Wasserstoff aus der Verbindung nicht von alleine entweichen kann.

Insgesamt wird das Bavarian Hydrogen Center mit rund 15 Millionen Euro gefördert, davon allein drei Millionen Euro aus dem bayerischen Nachtragshaushalt 2012.

E|Home-Center
Das E|Home-Center ist ein Forschungsvorhaben der Friedrich-Alexander-Universität unter Leitung des Lehrstuhls für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik von Prof. Dr. Jörg Franke, in das auch Professoren der Ohm-Hochschule eingebunden werden sollen. Ziel ist, Lösungen für besonders ressourcenschonendes und intelligentes Wohnen zu entwickeln. Dabei setzen die beteiligten Wissenschaftler auf die Verschmelzung von elektrischen Geräten mit Computertechnologien sowie auf dezentrale Energieerzeugung.

Derzeit verbrauchen private Haushalte in Deutschland rund ein Viertel aller Energie. Hier besteht enormes Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Gebäudedämmung oder energiesparendere Haushaltsgeräte. Gleichzeitig existieren zum Beispiel mit Solaranlagen oder kleinen Windturbinen bereits Technologien, mit denen Energie dezentral gewonnen werden kann. Ziel der Forscher ist, diese Technologien so zu kombinieren, dass sich die Haushalte in Zukunft mit aller Energie, die sie benötigen, autark versorgen können. Die gesamte Technik soll von einem zentralen Computersystem innerhalb des Haushalts automatisch gesteuert werden.

Daneben steht der Wasserverbrauch privater Haushalte im Fokus des Forschungsprojekts. Er kann zum Beispiel durch die Aufbereitung von bereits verschmutzem Wasser mittels neuer Verfahren stark gesenkt werden.

Auch außerhalb Bayerns wird bereits an einzelnen Gesichtspunkten solcher so genannter „Smart Green Homes“ geforscht. Im Rahmen des E|Home-Center werden jedoch zum ersten Mal alle wesentlichen Technologien integrativ und ganzheitlich untersucht. Das Umfeld in Bayern ist für dafür besonders günstig, weil zahlreiche bayerische Unternehmen bei der Entwicklung dieser Technologien führende Weltmarktpositionen besetzen. Für das Jahr 2012 erhält das E|Home-Center 2,5 Millionen Euro an Fördermitteln aus dem Nachtragshaushalt. Insgesamt ist das Projekt auf vier Jahre angelegt.

Solar Technologies Go Hybrid
Beim Forschungsnetzwerk „Solar Technologies go hybrid“ konzentrieren sich die Wissenschaftler der Universitäten Erlangen-Nürnberg, Bayreuth und Würzburg sowie der beiden Münchner Universitäten zum einen auf die Photovoltaik, also auf die Umwandlung von Sonnenenergie in elektrischen Strom. Zum anderen wollen sie Techniken voranbringen, mit denen sich die Kraft der Sonne in Form von chemischer Energie binden lässt. Ein Beispiel dafür ist die Spaltung von Wasser in Sauerstoff und den energiereichen Brennstoff Wasserstoff – umweltverträglich nach dem Vorbild der pflanzlichen Photosynthese.

Für das Projekt richten die fünf Universitäten gut ausgestattete Laboratorien ein, so genannte Key Labs. Das Key Lab „Kohlenstoffreiche Hybride“ an der FAU soll die hochaktuelle und grundlagenorientierte Forschung zu photo- und lichtaktiven Materialien des Interdiziplinären Zentrums für Molekulare Materialien (ICMM) und des Exzellenzclusters „Engineering of Advanced Materials“ (EAM) bündeln. Es wird von den Professoren Dr. Dirk M. Guldi, Lehrstuhl für Physikalische Chemie I, und Dr. Timothy Clark, Computer-Chemie-Centrum, koordiniert. Im Mittelpunkt der Forschung am Erlanger Key Lab steht die Konzeption panchromatischer Absorption und Lichtsammelkomplexen sowie die Optimierung von Elektronentransferprozessen und die Entwicklung molekularer Photokatalysatoren und farbstoffsensibilisierter Photokathoden. Das Projekt „Solar Technologies Go Hybrid“ erhält aus dem Nachtragshaushalt rund sechs Millionen Euro.

Solarforschung für die Energiewende: Bayerische Staatsregierung fördert Kooperationsprojekt

Mit dem Nachtragshaushalt 2012 steigt der Freistaat Bayern in die Erforschung nicht-fossiler Energieträger und neuer Konzepte zur Umwandlung von Sonnenenergie in Strom. Der Bayerische Landtag hat hierfür zunächst 6 Mio. Euro bewilligt. Geplant ist in einem Zeitraum von 5 Jahren ein umfangreiches Verbundforschungsvorhaben mit einem Gesamtvolumen von rd. 50 Mio. Euro. Die zusätzlichen Fördermittel werden in ein Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Erlangen-Nürnberg, Bayreuth und Würzburg sowie der beiden Münchner Universitäten als grundlegender Beitrag zur Energiewende in Bayern investiert.

Die Menschheit wird Erdöl, Erdgas und weitere fossile Energieträger in absehbarer Zeit verbraucht haben. Zudem kann sie andere Energiequellen wie das Sonnenlicht noch nicht effizient genug nutzen. Große Anstrengungen sind also weiterhin nötig, um die Energieversorgung der Zukunft zu sichern. An dieser Aufgabe arbeiten Chemiker und Physiker an fünf bayerischen Universitäten im neuen Forschungsnetzwerk „Solar Technologies Go Hybrid“, das vom Freistaat gefördert wird.

Die Wissenschaftler konzentrieren sich zum einen auf die Photovoltaik, also auf die Umwandlung von Sonnenenergie in elektrischen Strom. Zum anderen wollen sie Techniken voranbringen, mit denen sich die Kraft der Sonne in Form von chemischer Energie binden lässt. Ein Beispiel dafür ist die Spaltung von Wasser in Sauerstoff und den energiereichen Brennstoff Wasserstoff – umweltverträglich nach dem Vorbild der pflanzlichen Photosynthese.

Diese Forschungsthemen sollen an den fünf beteiligten Universitäten künftig verstärkt in die Lehre einfließen, so dass auch die Studierenden von dem neuen Netzwerk profitieren. „Denn nur eine moderne und qualifizierte Ausbildung gewährleistet, dass künftig in den Forschungs- und Entwicklungslaboratorien deutscher Unternehmen der Akademikernachwuchs zur Verfügung steht, der für ein Gelingen der Energiewende nötig ist“, so Professor Jochen Feldmann von der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Initiator des Projekts.

Vernetzung von Key Labs an anerkannten Zentren
Für das Projekt richten die fünf Universitäten gut ausgestattete Laboratorien ein, so genannte Key Labs. Diese werden jeweils in bestehende Forschungszentren mit internationaler Reputation integriert. Die neuen Labore werden sich in ihren Forschungsschwerpunkten ergänzen und sich intensiv untereinander vernetzen. Dadurch – so ein besonderer Mehrwert dieser Investition – wird die Initiierung weiterer neuer Vorhaben der Spitzenforschung zwischen den fünf beteiligten Standorten ermöglicht.

Im Norden Bayerns werden schwerpunktmäßig organische Materialien erforscht: An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) befasst man sich mit Nanoröhren und anderen Materialien aus Kohlenstoff. In Bayreuth stehen Polymere im Mittelpunkt, in Würzburg dagegen kleine Moleküle, die sich zu größeren Funktionseinheiten zusammenlagern. Die beiden Münchener Universitäten schließlich erforschen anorganische Materialien und hybride anorganisch-organische Nanosysteme.

Fördergeld zum Ausbau der Infrastruktur
Ein großer Teil des Geldes fließt zunächst in den Ausbau der Infrastruktur. Alle beteiligten Standorte erhalten Mittel, mit denen sie in ihren Laboratorien Messplätze einrichten können, an denen neuartige Materialien und Energieumwandlungskonzepte erforscht werden. Etwa die Hälfte der Fördersumme ist für Neubauten in München und Würzburg vorgesehen.

FAU: Kohlenstoffreiche Hybride
Das Key Lab „Kohlenstoffreiche Hybride“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg soll die hochaktuelle und grundlagenorientierte Forschung zu photo- und lichtaktiven Materialien des Interdiziplinären Zentrums für Molekulare Materialien (ICMM) und des Exzellenzclusters „Engineering of Advanced Materials“ (EAM) bündeln. Das Key Lab wird von den Professoren Dr. Dirk M. Guldi, Lehrstuhl für Physikalische Chemie I, und Dr. Timothy Clark, Computer-Chemie-Centrum, koordiniert.

Das Key Lab soll als internationale Plattform zur Grundlagenentwicklung auf dem Gebiet der Photokatalyse und Photovoltaik auf der Basis kohlenstoffreicher Hybridmaterialien dienen. Im Mittelpunkt der Forschung am Erlanger Key Lab steht die Konzeption panchromatischer Absorption und Lichtsammelkomplexen sowie die Optimierung von Elektronentransferprozessen und die Entwicklung molekularer Photokatalysatoren und farbstoffsensibilisierter Photokathoden. Das Projekt „Solar Technologies Go Hybrid“ sieht für Erlangen eine Förderung von rund einer Millionen Euro pro Jahr vor.

Prof. Dr. Dirk M. Guldi
Tel.: 09131/85-27341
E-Mail: guldi@chemie.uni-erlangen.de

James Dyson Award für die nächste Generation von Ingenieuren (Student Award)

Der James Dyson Award ist ein internationaler Design-Wettbewerb für Studentinnen und Studenten in 18 Ländern. Er wird von der James Dyson Foundation durchgeführt - einer von James Dyson gegründeten Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kreativität, das Querdenken und den Erfindungsgeist der nächsten Generation von Ingenieuren und Produktdesignern zu fördern.

DIE AUFGABE
"Entwickle etwas, das ein Problem löst"

DIE PREISE

  • £ 10.000 (ca. 11.800 Euro) für die Studentin, den Studenten oder das Studententeam (bis zu vier Mitglieder)
  • £ 10.000 (ca. 11.800 Euro) für den Fachbereich der Universität
  • James Dyson Award Pokal und -Zertifikat

 

WER KANN TEILNEHMEN?
Für den Wettbewerb um den James Dyson Award können sich Studentinnen und Studenten anmelden, die in den folgenden Ländern Produktgestaltung, Industriedesign oder Ingenieurwissenschaften studieren (oder vor maximal 4 Jahren ihr Studium in diesem Fachbereich abgeschlossen haben): Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Malaysia, Neuseeland, Niederlande, Österreich, Russland, Schweiz, Singapur, Spanien und USA.

Frist für Einreichungen ist der 2. August 2012.

Zur Webseite: http://www.jamesdysonaward.org/

Webseite mit weiteren Informationen zum Award auf Deutsch: http://www.dasauge.de/aktuell/design/e1795

Informatiker, Historiker und Biologen arbeiten gemeinsam an digitaler Wissensdatenbank

Der Lehrstuhl INF 8 (Künstliche Intelligenz) von Prof. Günther Görz arbeitet mit dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg und dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander König in Bonn gemeinsam an dem Projekt "WissKI". Damit arbeiten Historiker, Biologen und Informatiker an einer gemeinsamen digitalen Wissensbank. In der Beilage der "Zeit" vom 16. Februar 2012 zu dem Thema "Wie wird geforscht in Bayern", wurde ein Interview mit Prof. Görz, dem Projektleiter von "WissKI", veröffentlicht. Hier finden Sie Ausschnitte des Interviews:

Am Anfang des Projekts stand ein Referenzmodell, das seit etwa einem Jahrzehnt vom internationalen Museumsrat entwickelt und laufend überarbeitet wurde. Damit können in der Objektbeschreibung genutzte Kategorien zueinander gesetzt werden. An dieser Stelle tritt nun "WissKI" auf den Plan. Die Daten etwa zu Objekten verschiedener Museen können in die Wissensbank importiert und dabei automatisch indexiert werden. Außerdem können Forscher neue Daten über Eingabeschablonen oder auch als Freitext in "WissKI" eingeben. Beides geht jedoch nur, weil vorher das Referenzmodell des Museumsrates als Software programmiert wurde. In den Museen und Archiven werden anders als in meisten Bibliothekskatalogen Unikate dokumentiert, darum handelte es sich dabei um keine leichte Aufgabe.

Wissenschaftler können selbst entscheiden, ob sie ihre Daten in einen öffentlichen oder einen privaten Bereich eingeben. Am Germanischen Nationalmuseum hat gerade eine Forschergruppe ein eigenes Wiki zu den frühen Arbeiten des Nürnberger Malers Albrecht Dürer aufgebaut. Im Content-Management-System dieser Webseite konnten die Kunsthistoriker genau festlegen, wer einen Eintrag dort schreiben oder ob der Text von jemand anderem verändert werden darf.

Zunächst liegt der Fokus von "WissKI" auf der Erfassung und Speicherung von Daten. Derzeit ist die Datenbank nur als virtuelle Forschungsumgebung für Wissenschaftler gedacht. Für allgemeine Publikationen sind die Daten derzeit noch zu spezifisch. In Zukunft könnten die Daten jedoch entsprechend aufbereitet werden und die Grundlage für Ausstellungskataloge darstellen. Ein aktuelles Beispiel für eine Datenbank, an der der Germanische Nationalmuseum mit zehn weiteren europäischen Museen und Sammlungen gearbeitet hat, ist das Projekt "MIMO - Musical Instrument Museums Online". Darin wurden bis zum Sommer letzten Jahres neben Informationen und Fotos zu Musikinstrumenten auch 1800 Audiodateien und 300 Videoclips zusammen getragen. "WissKI" kann die Inhalte einer solchen Datenbank sinnvoll vernetzen.

Nach einzelnen Namen, Jahreszahlen oder Ortsbezeichnungen kann man in Datenbanken schon lange suchen. Das neue an "WissKI" sind die inhaltlichen Verknüpfungen dieser Daten. Im Augenblick sind über "WissKI" bereits einfache Anfragen möglich, die etwa Personen, Orte oder Werkeigenschaften einbeziehen. Die Beantwortung komplexer Fragen, die auch begriffliche Rückschlüsse beinhalten, ist noch in Arbeit. Ziel von "WissKI" ist es die Ressource Wissen besser nutzbar zu machen. Dazu müssen Informationen inhaltlich sinnvoll indexiert werden. Dann werden wertvolle Daten, die oft in jahrelanger Arbeit erworben wurden, über die jeweiligen Projekte hinaus zugänglich und nutzbar gemacht. Gefördert wird das Projekt von der DFG.

Quelle: Die Zeit Beilage: "Wie wird geforscht in Bayern" (16. Februar 2012), S. 9

Link zum Projekt: http://wiss-ki.eu/

FAU-Informatiker optimieren Hochleistungsrechnen mit Grafikkarten

Informatiker des Regionalen Rechenzentrums Erlangen sowie der Lehrstühle für Multiscale Simulation, System Simulation und Rechnerarchitektur der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben sich zum Ziel gesetzt, das so genannte GPU Computing, also das wissenschaftliche Rechnen mit Grafikkarten, zu optimieren. Unter Leitung des Zentralinstituts für Scientific Computing der FAU haben sie sich erfolgreich bei gleich zwei Förderprogrammen von Nvidia, dem Weltmarktführer im Bereich Visual und High‑Performance Computing, durchgesetzt. Das Unternehmen unterstützt die FAU-Informatiker zum einen finanziell über einen Zeitraum von einem Jahr bei ihren Forschungen. Zum anderen stellt Nvidia der Universität besonders leistungsfähige Grafikkarten zur Verfügung. Davon profitieren vor allem die Studierenden, weil die Grafikkarten bei öffentlich zugänglichen Rechnern in einem CIP-Pool an der Technischen Fakultät installiert werden.

„Wir sprechen hier nicht von gewöhnlichen Grafikkarten, die etwa in Notebooks oder Büro-PCs eingebaut sind“, erläutert Andreas Schäfer vom Lehrstuhl für Rechnerarchitektur. „Sondern wir arbeiten mit Hochleistungsgrafikkarten, wie sie ursprünglich für Spielekonsolen entwickelt wurden.“ Durch den Boom der Computerspiele sind diese Grafikkarten extrem leistungsfähig und aufgrund der Massenproduktion auch relativ kostengünstig geworden. Während sie lange Zeit nahezu ausschließlich von der Computerspiel-Industrie genutzt wurden, setzen auch andere Unternehmen die Karten inzwischen immer häufiger ein, um die üblichen Rechenprozesse ihrer Computer zu beschleunigen. Auf den Grafikkarten laufen eigene Programme, mit denen sie den Hauptprozessor eines Computers unterstützen können. Somit eignen sich die Karten besonders für einen Einsatz beim Hochleistungsrechnen, zum Beispiel zur Berechnung von Simulationen, wenn der Computer Millionen von Rechenleistungen binnen kürzester Zeit erbringen muss. „Bislang sind die verschiedenen Programme auf den Grafikkarten und auf dem PC noch nicht optimal aufeinander abgestimmt“, sagt Schäfer. „Deswegen besteht unsere Aufgabe jetzt darin, die Algorithmen der Programme so zu optimieren, dass sie das Hochleistungsrechnen effizienter und schneller machen.“ Das Förderprogramm, an dem Schäfer beteiligt ist, läuft unter dem Titel CUDA Research Center und richtet sich vor allem an Wissenschaftler.

Aber auch für das CUDA Teaching Center haben die Informatiker der FAU den Zuschlag erhalten. Das ist die zweite Förderlinie von Nvidia, in die auch Studierende eingebunden werden sollen. Im Rahmen von Seminaren und Übungen, aber auch außerhalb von Lehrveranstaltungen können die Studierenden Programme für die Grafikkarten schreiben und den Umgang mit ihnen erlernen. „Früher hat das Thema GPU Computing in der universitären Lehre kaum eine Rolle gespielt, doch wir verzeichnen eine zunehmende Nachfrage aus der Industrie nach Informatikern, die sich damit auskennen“, erzählt Schäfer. „Deswegen setzen wir an der FAU schon seit Längerem einen Fokus darauf, unsere Studierenden an das Thema heranzuführen. Die Förderung durch das CUDA Teaching Center bietet dafür eine gute Möglichkeit.“